Archiv der Kategorie: Aktuelles

Honigdachs #62 – Pickhardt Payments

Die 62. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #62 – Pickhardt Payments

Lightning gilt seit Jahren als große Skalierungs-Hoffnung für Bitcoin. Bitcoins werden hierbei nicht mehr über die in ihrer Kapazität stark begrenzten Blockchain selbst geschickt, sondern über ein riesiges Netzwerk von in der Blockchain verankerten Zahlungskanälen.

Seit Jahren entwickelt sich das Lightning-Netzwerk beständig weiter, wächst und wird leistungsfähiger. Dennoch ist sein Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Denn bisher kann man es zwar schon oft gut benutzen, aber eben noch nicht immer. Und noch nicht mit großen Summen. Und noch nicht alle Menschen der Welt gleichzeitig.

Wie also kann man Zahlungen im Lightning-Netzwerk noch verlässlicher, effizient und auch bei richtig großen Summen, die transferiert werden sollen, kostengünstig für alle Beteiligten halten?

Genau dazu forscht und promoviert René Pickhardt seit einigen Jahren und gemeinsam mit Stefan ist er in den vergangenen Monaten tief in die Problematik abgetaucht. Beide haben sich durch mathematische Lehrbücher gegraben, Probleme formuliert und gemeinsam ein neues Verfahren entwickelt, das die Möglichkeiten des Lightning-Netzwerks um Größenordnungen verbessern könnte: die Pickhardt Payments

Pünktlich zur baldigen Publikation des zugehörigen Papers, besprechen wir, was sie genau herausgefunden haben, warum die Zwischenergebnisse so toll sind, dass sie selbst knallharte Naturwissenschaftler zum Hüpfen und Tanzen bringen und warum Nachdenken über Bitcoin einfach immer lohnt.

Doch hört am besten einfach selbst!

Shownotes

DLF Kultur-Interview – Warum Bitcoin mehr als nur digitales Geld ist

Am Mittwoch war ich früh morgens bei Deutschlandfunk Kultur zum Thema Mehr als nur Kryptogeld: Bitcoin als Gesellschaftsutopie als Interviewpartner zu Gast. Das ist – wie ich finde – ein ganz schönes Gespräch geworden, wenngleich die acht Minuten, die wir für so ein facettenreiches Thema hatten, natürlich eigentlich viel zu wenig ist.

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Tatsächlich hatte ich auch noch sehr viel mehr auf meinem vorbereitetem Zettel zu stehen, was man hätte erwähnen können und was für das Verständnis der Hörerinnen und Hörer durchaus hilfreich gewesen wäre. Aber Sendeplatz ist eben Sendeplatz – da kann man nicht über die Länge streiten. Und deswegen versuche ich auch nicht allzu viele „Eigentlich hättest du das ja auch noch irgendwie erwähnen müssen“-Gedanken zuzulassen, die einem nach so einem Gespräch naturgemäß durch den Kopf gehen. Denn das ist ein Nullsummenspiel. Dafür hätte ich etwas anderes streichen müssen und Live-Interviews sind ja ohnehin immer ein bisschen tricky. Vor allem, wenn man gerade aus dem Bett gefallen ist.

Was mich in solchen Momenten aber ohnehin immer am meisten beruhigt: Satoshi Nakamoto selbst wusste, was für eine enorme Herausforderung es ist, Bitcoin für eine „general audience“ erklären zu wollen. Und wenn selbst der Erfinder von Bitcoin das Erklären von Bitcoin für „bloody hard“ hielt, dann bin ich in diesem Fall ganz zufrieden mit meiner Performance.

Was hinter den Kulissen passierte

Es gibt aber noch einen anderen Punkt, der das Interview interessant und besonders macht und den ich hier unbedingt noch erwähnen möchte, weil man das „von außen“ gar nicht mitbekommen hat.

Tatsächlich hatte mich die verantwortliche Redakteurin nämlich ursprünglich nur für einen Vorsetzer angefragt, also einen vorab produzierten Beitrag, der ein bisschen was erklärt und einordnet, damit dann im Anschluss ein etwas tiefergehendes Interview mit einem anderen Gast stattfinden kann. Und das eigentliche Thema des Sendeplatzes war – wie so oft dieser Tage – die Umweltproblematik von Bitcoin.

Ich fand das aber sehr schwierig, weil man die Zusammenhänge zwischen Bitcoin, Energie und Umwelt nicht mal eben so in drei Minuten für Laien erklärt. Und aus meiner Erklärung, warum das nicht geht, ist dann ein längeres Gespräch entstanden, in dem wir uns eine Stunde ganz ausführlich über die Grundlagen und Zusammenhänge und die vielen Facetten von Bitcoin unterhalten haben.

Am Ende kam die Redakteurin dann zu dem Schluss, das Umwelt-Thema zu canceln und sich auf dem Sendeplatz lieber doch noch einmal den grundlegenderen Zusammenhängen von Bitcoin zu widmen. Oder zumindest einem Teil davon. Obiges Interview ist dessen Ergebnis.

Journalisten sind auch nur Menschen.

Warum ich das hier aufschreibe ist, weil es in den vergangenen Monate viel Grund zur Kritik an der allgemein schlechten Berichterstattung von Bitcoin in den Medien gibt. (Interessant dazu auch diese aktuell Episode des Bitcoin Verstehen Podcast mit Philipp Mattheis.)

Allerdings darf man dabei eben nicht alle Redaktionen und Journalisten pauschal in einen Sack werfen und als „die Medien“ kritisieren. Denn wie das Deutschlandfunk Kultur-Beispiel zeigt, gibt es keine allgemeine Agenda der Medien gegen Bitcoin. Es ist nur eben kein triviales Thema und man braucht Zeit und geduldige Erklärungen, um einen guten Zugang dazu zu finden.

Honigdachs #61 – Grausam und geschmacklos

Die 61. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #61 – Grausam und geschmacklos

Die ersten echten Sommer-Sonnenstrahlen ziehen uns nach draußen uns so sitzen wir, die offiziellen drei Chefpodcaster, in dieser Folge lauschig im Schatten und halten unser Füße in eiskaltes Wasser. Was aber auch nötig ist, denn es wird hitzig und irgendwie müssen wir die erregten Gemüter ja runterkühlen.

Welche der vielen von uns gestreiften Themen – schlechter Journalismus, die Zukunft des Geldes, Bitcoin als Gemeinschaftsgut, Taproot, Privatsphäre oder hinterhältige Krimi-Autoren – unsere Kerntemperatur dabei am meisten pushen – hört selbst!

Shownotes

Honigdachs #60 – Ist Bitcoin eine DANGO?

Die 60. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #60 – Ist Bitcoin eine DANGO?

Lange war es ruhig beim Honigdachs, was jedoch nichts damit zu tun hat, das wir keine Lust hätten Bitcoin zu besprechen. Im Gegenteil. Auch uns brannte schon seit langem wieder der Wunsch nach einer neuen Folge unter den Nägeln. Mit unseren parallel laufenden Projekten Magic Future Money und netpositive.money und all den anderen Herausforderungen dieser Tage waren wir bis hierher aber einfach voll ausgelastet.

Doch nun sind wir zurück und haben nicht nur viel Neues über besagte Projekte zu berichten, sondern auch eine These mitgebracht, die vielleicht dabei hilft, Bitcoin im Kontext seines zivilgesellschaftlichen Potentials besser zu verstehen: Ist Bitcoin eine DANGO?

Was sich hinter dem Begriff und der These verbirgt, hört ihr am besten selbst!

Shownotes

„Hallo Trottel“ – Bitcoin polarisiert und das ist gut!

Man kann zu Bitcoin stehen wie man will und das ist gut so. Gerade jetzt, wo Tesla bekannt gegeben hat, dass man 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert habt und das digitale Geld künftig auch als Bezahlung annehmen will.

Bitcoin ist nicht leicht zu akzeptieren

Ich für meinen Teil hatte in diesem Zusammenhang gerade eine bemerkenswerte Diskussion auf Twitter. Auf der einen Seite ich. Auf der anderen Seite Michael Seemann alias @mspro, der die aktuelle Kursentwicklung mit einem – nun ja – eher wenig substantiellen Tweet kommentierte.

Wer @mspro kennt, weiß, dass er kaum eine Gelegenheit auslässt, die Bitcoin-Community mit solchen Aussagen zu triggern und sich dann im Nachhinein als Opfer darstellt, wenn er Widerspruch erfährt, der in der Bitcoin-Community selten mit Samthandschuhen ausgeteilt wird.

@mspro liebt es, zu trollen und viele in der Bitcoin-Community fallen leider immer wieder auf diesen trivialen Trick herein, mit toxischer Online-Kommunikation Aufmerksamkeit zu generieren, anstatt die alte „Don’t feed the trolls!“-Weisheit zu beherzigen, von denen @mspro nun mal einer ist.

Jeder kann sich mal irren. Trolle wollen es jedoch

Man könnte das nun einfach geschehen lassen. Allerdings macht so ein Verhalten das Netz auf Dauer zu einem schlechteren Ort. Daher habe ich mich heute entschieden, @mspro ein Gesprächsangebot zu machen, in der Hoffnung, diesen immer wiederkehrenden, von ihm angezettelten Zickenkrieg ein bisschen einzufangen. Ich finde Streit und Diskurs nämlich prinzipiell gut, aber sich immer nur ergebnislos anzublaffen, furchtbar langweilig und sinnlos.

Man muss dazu noch wissen, dass @mspro und ich uns zwar nicht persönlich kennen, vor einiger Zeit mal gemeinsam Gäste einer Diskussionsrunde bei Deutschlandfunk Kultur zum Thema „Blockchain“ waren. Da ging es durchaus zivilisiert zu und wir waren in vielen Punkten sogar ähnlicher Auffassung. Ich hatte daher gute Hoffnung, dass wir auch auf Twitter auf dieser Basis aufbauen könnten.

Die Direktheit seiner Antwort auf mein Gesprächsangebot hat mich daher überrascht.

Argumente? LOL!

Unser ganzes „Gespräch“, bei dem ich den festen Vorsatz hatte, mich nicht provozieren zu lassen (warum auch?), kann man hier nachlesen. Muss man aber auch nicht. Denn @mspro konnte oder wollte die Trollmaske einfach nicht ablegen.

Zuhören?

LOL

Kritik verständlich und nachvollziehbar formulieren?

LOL

Fragen beantworten?

LOL

Man kann sich nun über das kindische Verhalten von @mspro aufregen. Wer eine wilde These ins Netz stellt, sollte schließlich auch das Rückgrat haben, sie zu verteidigen. Insbesondere wenn man von sich behauptet „ins Internet zu denken“.

Vor allem aber würde es von Reife zeugen, wenn man das angekratzte Ego ein bisschen zurückfährt, wenn man sich mit einer steilen These vor seinen mehr als 20.000 Followern argumentativ auf zu dünnes Eis begeben hat und dann ertappt und zur Rede gestellt wird. @mspro hat in diesem Zusammenhang jedoch den Schwanz eingekniffen und sich getrollt.

Mein Gesprächsangebot bleibt bestehen

Das ist einerseits gut, denn vielleicht lernt er daraus und hält sich das nächste Mal zurück, bevor er sein ungenügend recherchiertes Halbwissen über etwas „ins Internet denkt“, über das sich andere schon sehr viel mehr Gedanken gemacht haben.

Andererseits ist es natürlich bedauerlich, denn mein Gesprächsangebot besteht natürlich weiterhin. Mich würde durchaus interessiere, was seine ganz konkrete Kritik an Bitcoin ist und verstehen, warum er sich so vehement weigert, sich weiter damit auseinanderzusetzen?

Gerade erst hat Alex Gladstein von der Human Rights Foundation dieses 5-Minütige Video ins Netz gestellt, das in diesem Zusammenhang eine gute Basis für eine Debatte gewesen wäre.

Trolle mit Argumenten entzaubern

Doch bleibt darüber hinaus noch eine weitere wichtige Erkenntnis. Bitcoin polarisiert. Heute mehr denn je. Das ist jedoch gut, wenn es gelingt daraus in Gespräche und Diskussionen zu kommen. Diskurs ist für beide Seiten wichtig. Niemand hat die Weisheit mit Löffeln gefressen.

Im besten Fall gelingt dieser, wenn man sich von Trollen nicht triggern lässt, sondern sie argumentativ stellt und inhaltlich herausfordert.

Im schlechtesten Fall haben sie wie @mspro darauf jedoch keinen Bock und tauchen wieder ab. Dieses Mal vielleicht für länger. Irgendwann vielleicht für immer.

Hörtipp: Der „Magic Future Money“-Podcast

Gestern ging die dritte Folge des Magic Future Money-Podcast online und da das zwar kein Bitcoin-Podcast ist, aber dennoch hilft auch Bitcoin besser zu verstehen und einzuordnen, wollte ich gerne auch hier noch einmal darauf hinweisen.

Status Quo und Perspektiven für die Zukunft des Geldes

Die drei bisherigen Folgen sind:

Was wissen wir über das Geld der Zukunft?
Warum die Zukunft des Geldes so schwer vorherzusagen ist
Was ist eigentlich Geld?
Kein Bitcoin-Podcast. Noch.

Natürlich wird auch Bitcoin in (mindestens) einer der kommenden Folgen dabei noch eine Rolle spielen. Aber der Fokus des Podcast wird auch auf anderen Geldvisionen liegen. Vollgeld, smarte Banknoten, Science Fiction-Money und die Idee einer Gesellschaft ganz ohne Geld.

Ich stecke derzeit sehr viel Arbeit in das Projekt, weil ich selbst dadurch enorm viel lerne und auf faszinierende Projekte, Ideen und Konzepte stoße, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren.

Insofern würde es mich freuen, wenn ihr mal reinhört. Vielleicht geht es euch ja ähnlich wie mir und ihr erfahrt etwas, was euren Horizont in Bezug auf das Thema Geld und die Zukunft erweitern wird.

Natürlich freue ich mich auch über eure Fragen, Ergänzungen, Anregungen und Kritik.

Honigdachs #59 – Neues Jahr, neue Bitcoin-Projekte

Die 59. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #59 – Neues Jahr, neue Bitcoin-Projekte

Nachdem wir in der letzten Folge des Jahres 2020 stimmungsmäßig eher auf Moll geendet haben, sieht die Sache nun, Anfang 2021, schon wieder anders aus. Zwar gibt es auch dieses Mal wieder eine Reihe ärgerlicher und besorgniserregender Ereignisse zu besprechen – Datenleaks, Regulierungsidiotie, Journalismusversagen etc. – doch überwiegt bei uns dennoch das Positive. Denn nicht nur der Bitcoin-Kurs steht stabil „over 9000“ (cheap! cheap!), sondern auch Bitcoin als Ganzes reift und wächst.

Auch wir sind daran nicht ganz unschuldig. Denn wer sich länger intensiv mit Bitcoin auseinandersetzt, kennt das Phänomen. Ehe man sich versieht, ist man auf einmal nicht mehr nur passiver Teilnehmer oder Beobachter, sondern wird selbst aktive und stellt irgendetwas auf die Beine.

Strom, Geld, Zukunft – Wir müssen reden und handeln!

So haben auch wir zwei neue Projekte am Start, die wir in dieser Folge vorstellen und auf die wir vermutlich auch in den kommenden immer mal wieder zu sprechen kommen: Magic Future Money und netpositive.money

Aber hört selbst, was es mit beidem auf sich hat und gebt uns gerne Feedback, was ihr von beidem haltet.

Shownotes

Die Zukunft des Geldes neu denken

Ich habe mich in den letzten Wochen hier sehr rar gemacht. Das tut mir leid. Doch was vielleicht wie Stillstand wirkte war eher eine Kunstpause. Denn nur weil die Bühne still und dunkel ist, heißt das ja nicht, dass hinter den Kulissen nicht Einiges passiert.

Und es ist Einiges passiert! Bei Bitcoin und auch hier.

Denn auch wenn davon hier nicht viel zu sehen war, war ich in den vergangenen Monaten sehr fleißig. Vor allem seit dem ersten Mittwoch im Oktober.

Damals habe ich beim Leipziger Bitcoin-Themenabend einen Vortrag zum Thema Die Zukunft des Geldes gehalten. Ein Thema, das für mich größer als Bitcoin ist, mit dem ich mich aber erst durch Bitcoin zu beschäftigen begonnen habe. Also vor mittlerweile gut acht Jahren. Lange Zeit eher nur so nebenbei. Mit dem Abend im Oktober hatte ich dann aber mal einen Grund, meine bis dahin gesammelten Erkenntnisse endlich ein bisschen systematischer aufzuarbeiten.

Geld – Der zukunftsblinde Fleck

In dem Vortrag ging es dann vor allem um die Frage, was wir eigentlich über das Geld der Zukunft wissen. Mein Fazit damals: nicht viel. Denn weder in der Finanzbranche noch in den Geschichten von Science Fiction- Autorinnen und -Autoren oder den Erzählungen anderer Visionäre spielt das Geld der Zukunft bislang eine wirkliche Rolle.

Was schlussendlich zu der Frage führte, wie man das ändern könnte.

Die einfache an diesem Abend gefundene Antwort: Man müsste mal einen Geschichten-Wettbewerb zu dem Thema machen. Wäre doch cool, wenn sich da jemand drum kümmern würde, oder?

Und das habe ich gemacht. Nach einmal drüber schlafen habe ich angefangen ein Konzept zu entwickeln, bin damit auf die Suche nach Unterstützern gegangen und habe in den vergangenen Wochen alles soweit vorbereitet, dass heute, pünktlich zum Bitcoin-Genesis-Day, mein neues Herzensprojekt an den Start gehen kann:

Magic Future Money, der Schreibwettbewerb für (un)mögliche geschichten vom geld der zukunft.

Was ist Magic Future Money?

Ich könnte hier jetzt ganz viel darüber schreiben, was Magic Future Money ist, aber warum, wenn ich das doch schon alles ausführlich auf magicfuturemoney.de gemacht habe.

Daher hier nur ganz kurz zusammengefasst: Bis zum 31.03.2021 können von jederman/frau Kurzgeschichten eingereicht werden, die sich in irgendeiner Weise mit dem Geld der Zukunft auseinandersetzen. Die besten Geschichten werden dann von einer Jury ausgewählt und als Buch veröffentlicht.

Jede veröffentlichte Geschichte wird zudem mit einem Preisgeld von einer Million Satoshi belohnt. (Fun fact: Als ich anfing den Wettbewerb zu planen, waren das rund 100 Euro. Jetzt, wo Bitcoin die 30.000 US-Dollar-Marke übersprungen hat, sind es mehr als 250 Euro. Whoop-Whoop!). Macht bei bis zu 30 Geschichten, ein stattliches Gesamtpreisgeld von 0,3 Bitcoin. (Das freundlicherweise vom Bundesverband Bitcoin gestiftet wird. Vielen Dank dafür!)

Neben dem Schreibwettbewerb besteht Magic Future Money auch aus einem Blog mit Fundstücken, Buchvorstellungen und anderer Denk- und Schreib-Inspiration. Außerdem gibt es auch noch einen Podcast, in dem sich alles um den Status Quo dreht und wo die Zukunft des Geldes womöglich bereits Realität geworden ist. Den zugehörigen Twitter-Account für das Projekt gibt es natürlich auch.

Danke!

Natürlich war das alles auf die Beine zu stellen mit sehr viel mehr Arbeit verbunden, als ich mir vorgestellt hatte. Deswegen ist hier zwischenzeitlich auch fast alles liegen geblieben. Und nicht nur das. Ohne die tatkräftige und finanzielle Unterstützung von vielen Leuten aus der Bitcoin-Community und darüber hinaus wäre Magic Future Money niemals entstanden. Danke dafür und danke auch noch einmal an die offiziellen Unterstützer des Projektes: Fulmo, Bisq, Bitwala, Shift Cryptosecurity und den Monetative e.V., die mir alle nur anhand eines Onepagers vertraut haben, dass das ein richtig gutes Projekt wird. (Spoiler Alert: Das wird es!)

Nun bin ich tatsächlich gespannt, was passiert und freue mich auf die kommenden Monate. Nicht nur, weil das Timing so glücklich ist, sondern auch weil ich auf all die brillanten Ideen, Visionen und Geschichten gespannt bin, die das Projekt hoffentlich hervorbringen wird.

Doch jetzt seid ihr dran! Macht mit und erzählt gern allen, die ihr kennt von dem Projekt. Es warten unendlicher Ruhm, intergalaktische Ehre und ein Haufen Magic Internet Money!

Bitcoin durchbricht die $20.000-Marke und marschiert weiter

Manchmal muss man eben auch ein bisschen Glück haben. Nachdem das Timing meines letzten Artikels für die Kollegen vom Spiegel zum aktuellen Kursgeschehen eher suboptimal war – kurz nach Abgabe aber noch vor Veröffentlichung rauschte der Preis des Bitcoins phänomenal nach unten – lief es dieses Mal besser.

Bitcoin überspringt die symbolisch wichtige $20.000-Marke

Nur wenige Stunden nachdem die redaktionellen Korrekturschleifen mit den Kollegen von Golem.de abgeschlossen waren, schoss der Bitcoin-Kurs gestern nach oben, durchbrach die symbolisch wichtige 20.000 US-Dollar-Marke und kletterte seitdem kurzzeitig sogar auf bis über 23.500 US-Dollar.

So schnell, dass offensichtlich nicht einmal die Meme-erfahrene Bitcoin-Community darauf so richtig vorbereitet war.

Neues ATH im Minutentakt

Am Ende führte dieser beachtliche Durchmarsch nicht nur dazu, dass sämtliche Allzeithoch-Daten quasi permanent aktualisiert werden müssen, sondern hatte für mich auch den angenehmen Nebeneffekt, dass mein Artikel Phänomen Bitcoin. Außen Hype, innen gereift heute Mittag sogar der Aufmacher bei Golem.de war.

Tesla, Windows und sogar Cyberpunk 2077 – alles nicht so wichtig wie Bitcoin.

Auch das ist zwar nur eine symbolische Marke, aber dennoch ist auch sie bemerkenswert. Denn zu keinem anderem Zeitpunkt in den vergangenen drei Jahren wäre das denkbar gewesen. Bitcoin war uninteressant. Nun taugt es wieder zum Top-Thema. Mal schauen, wie sich das noch weiterentwickelt. Die meisten Menschen sind glücklicherweise lernfähig.

Warum klassische Ressort-Medien ein Problem mit Bitcoin haben

Über das schwierige Verhältnis der „klassischen“ Medien zu Bitcoin habe ich übrigens neulich erst mit den Jungs vom Bitcoin verstehen Podcast diskutieren dürfen. Meiner Meinung nach liegt es in der Natur der Sache. Wenn Bitcoin gleichzeitig zwischen und in allen Ressorts liegt, fühlt sich keines von ihnen dafür richtig zuständig und verfügt auch nicht über die notwendigen Kompetenzen. Das Ergebnis: eine mangelhafte Berichterstattung.

https://twitter.com/BTCVerstehenPod/status/1339308403169095680

Honigdachs #58 – So viel Heimlichkeit

Die 58. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #58 – So viel Heimlichkeit

Der Bitcoin-Kurs ist stark gestiegen und wie nehmen das zum Anlass um (mal wieder) über Privatsphäre zu sprechen. Denn wer Bitcoins kaufen will, muss sich darüber bewusst sein, dass digitales Geld auch digitale Datenspuren hinterlässt. Mitunter sind das nicht wenige. Nämlich dann, wenn man allzu sorglos und unbedarft an die Sache herangeht.

Wir sprechen daher über die derzeitigen Möglichkeiten, so Privatsphäre-schonend wie möglich an Bitcoins zu bekommen und welchen Identifikations-Tod man im Zweifel sterben muss. Kein Thema, das sofort gute Laune macht, aber dafür haben wir einen neues Audio-Meme am Start, dass das locker wieder wett macht. *cheap, cheap!*

Aber hört selbst!

Und wer noch mehr für seine Privatsphäre tun möchte, dem sei ein Blick in den Privatsphäre-Adventskalender von btc21.de empfohlen.

Shownotes