Archiv der Kategorie: Aktuelles

Boing, Boing, Bitcoins!

BitBonkers ist eine nette kleine 3-D-Visualisierungs-Spielerei, die Bitcoin-Transaktionen in Echtzeit zeigt und mit der man seinen Browser am Montagmorgen gleich mal an die Leistungsgrenze führen kann.

Lässt man das Tool (am besten in Chrome) eine Weile laufen, füllt sich die Platte mit immer mehr bunten Kugeln, je nachdem wie viele Bitcoins laut blockchain.info gerade durch die Blockchain gejagd werden. Ich hatte eben schnell mal fünf große blaue Kugeln (100 bis 1000 BTC) gleichzeitig, was aktuell einem Gegenwert von irgendwas zwischen 185.000 Euro und 1.850.000 Euro entspricht. Dazu noch jede Menge bunten „Kleinkram“. Durchaus beachtlich also, was so alles in einen einzigen Block reinpasst.

Auf der Jagd nach der Pupurkugel

Eine der raren purpurnen Kugeln (1000 BTC und mehr) zu sehen, war mir jedoch leider vergönnt (ob die wohl so groß ist, dass sie alles andere von der Platte fegt?). Vielleicht habt ihr ja mehr Glück.

So geht gute Bitcoin-Werbung

Von BitX hatte ich bisher noch nicht so viel gehört. Trotzdem ist mir das Unternehmen direkt sympathisch. Denn mit diesem Video zeigen sie, wie man im Jahr 2016 richtig gute Werbung mit einem Thema macht, das zu erklären sich selbst gestandene Journalisten oftmals mehr als schwer tun: Bitcoin.

Hut ab also vor dem, der es darüber hinaus auch noch schafft, den Menschen so smart ein Produkt anzupreisen, das auf solch einem komplexen Thema beruht.

Nicht Bitcoin ist wichtig, sondern die Menschen

Aber genau das ist die Stärke dieses Spots. Dass er nicht Bitcoin erklärt, sondern sich ganz und gar auf die potentiellen Kunden und deren aktuelle Lebenssituation konzentriert: normale Menschen, die schon mal irgendwas von Bitcoin gehört haben, die nicht doof, aber auch keine Nerds sind. Und die sich fragen, ob sie nicht auch was mit Bitcoin machen könnten oder sollten bzw. wie sie von Bitcoin profitieren könnten.

Und egal, ob man jetzt, wie BitX, ein Wallet-Anbieter ist oder etwas ganz anderes mit Bitcoin oder der Blockchain macht. An dieser Werbung sollte man sich definitiv ein Beispiel nehmen, wenn man Menschen beim Thema Bitcoin erfolgreich etwas erklären oder verkaufen will.

Ein paar weitere sehenswerte BitX-Clips nach dem Klick

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Deutsche Welle erklärt Bitnation

Die Deutsche Welle hat für ihr Programm Shift einen ganz sehenwerten Beitrag über Bitnation gemacht, ein Projekt, dass die Blockchain für etwas ganz anderes nutzt, als „nur“ digitales Geld zu verwalten. Vielmehr geht es um die Transformation der Gesellschaft hin zu einer Webgesellschaft, denn „der liebe Gott hat ja nicht festgeschrieben, dass das Weltsystem immer in Nationalstaaten organisiert sein muss.“ Sagt zumindest der Politiwissenschaftler.

Bitnation ist längst schon im Praxiseinsatz

Estland nutzt Bitnation bereits seit Ende 2015 im Rahmen seiner E-Residency, aber Estland ist in Sachen Digitalisierung ja auch progressiv wie kaum ein anderes Land.

Honigdachs #5 – Ist Bitcoin tot?

Die fünfte Folge von Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs – 05 – Ist Bitcoin tot?

Pünktlich zu Ostern geht es dieses Mal um Tod und Auferstehung. Denn immer wieder schreiben Medien darüber, dass Bitcoin tot sei, das Projekt gescheitert und die Idee von digitalem Geld zunehmend uninteressant werde. Das sorgt für Verwirrung, selbst bei uns. Denn wenn man sich die nackten Zahlen anschaut, ist Bitcoin alles andere als tot. Die Transaktionszahlen steigen, der beständige Kurs zeugt von einer wachsenden Nachfrage und das allgemeine Interesse wächst. Wenn dann aber auch noch die Bitcoin-Entwickler zanken, Projekte wie Ethereum den Blinker setzen und auf die Überholspur wechseln und Trolle aller Lager um die Meinungshoheit im Netz kämpfen, ist es schwer den Durchblick zu behalten.

In dieser Folge tragen wir daher mal alles zusammen, diskutieren, ordnen ein und kommen zu einem recht soliden Fazit, das nicht nur uns wieder besser schlafen lässt. Aber hört selbst.

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Bitcoin-Presseschau #85

Die Bitcoin-Presseschau fasst die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitales Geld zusammen. Für den Zeitraum vom 25. Februar bis 25. März 2016 mit folgenden Themen:

  • #Bitcoin Kurs: Stabilomat
  • #Thema: Ethereum? ETHEREUM!!!1!
  • #Grundlagen: Die BaFin hat die Blockchain ziemlich gut verstanden / So spart man sich unnötige „Blockchain“-Projekte / Soft- und Hardforks – wer, wie was warum? / Zum aktuellen Stand von Ethereum und warum „Bankchains“ noch immer keine gute Idee sind
  • #Business: Von wegen Microsoft nimmt keine Bitcoins mehr / Strom, Blockchain und das Internet der Dinge / Smart Contracts sind totally Bitcoin
  • #Technologie: Heizen mit Mining / Bitcoin-Diebstahlschutz durch Zeitverzögerung
  • #Wissenschaft: UN erforscht Bitcoin und Blockchain-Potential / akademisches Bitcoin-Verzeichnis
  • #Legales: Wer haftet eigentlich bei Dezentralen Autonomen Organisationen?
  • #Gesellschaft: Bitcoin-Spenden knipsen Licht in südafrikanischen Schulen an / Wenn schon Drogen im Netz kaufen, dann mit Bitcoin
  • #International: Bitcoin ist hip in Israel / Afrika jetzt auf der Mining-Landkarte / Nachfrage nach Bitcoin in Südafrika steigt rasant /  Australien zieht umstrittene Bitcoin-Besteuerung zurück
  • #Fundstück: Blockchain-as-an-Excuse / Lil Buterin, Yo!

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Smarte Tipps und Tricks für Bitcoin-Investoren

Bei meiner Recherche zu einem ganz anderen Thema bin ich auf diesen Report von Adamant Research gestoßen: How to position for the rally in bitcoin, der auf seinen 17 Seiten einen smarten Einstieg und die Grundlage dafür liefert, warum und wie man am besten in Bitcoin investiert:

We suggest that a well-rounded cryptocurrency portfolio follows three
points:
1. invest in currencies first, and companies later,
2. of the currencies available, focus on Bitcoin,
3. and round off your investments with a small basket of altcoins.

Auch für Bitcoin-Einsteiger geeignet

Dazu gibt es Tipps, wie man seine ersten Bitcoins kauft, diese sicher speichert und verschiedene Strategien des strategischen Investments in Kryptowährungen werden beispielhaft diskutiert. Das liest sich alles in allem sehr schnell weg und ist ein guter, anschaulicher und aufs Wesentliche komprimierter Einstieg. Zumal die Bitcoin-Investment-Tipps auch nach einem knappen halben Jahr nicht an Aktualität verloren haben.

So lebendig ist Bitcoin: Die Antworten (Teil 2)

Letzte Woche habe ich drei Fragen zum Stand von Bitcoin und Ethereum gestellt und nach den ersten Antworten, die vor allem aus der Community kamen, hier nun die drei mal drei Antworten von Menschen, die „professionell“ mit Bitcoin zu tun haben: sei es als Journalisten, Filmemacher, Gründer oder Interessenvertreter. Bemerkenswert auch dieses Mal, wie vielschichtig und mitunter sehr ausführlich begründet die Meinungen sind. Aber lest selbst.

Und falls ihr euch noch beteiligen wollt, könnt ihr das gerne noch weiterhin tun. Die drei Fragen sind:

  1. Wer bist du und was hast du mit Bitcoin und/oder Ethereum zu tun?
  2. Inwieweit betrifft dich die aktuelle Blocksize-Debatte und was ist deine Meinung dazu?
  3. Wo siehst du Bitcoin/Ethereum in drei Jahren?
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Blockchain – Der Weltcomputer im Radio

Vergangenen Samstag war „Blockchain“ (ohne Artikel wirkt dieses Wort immer so verloren, aber wenn sie meinen) Thema im Radio. Bei Breitband war dazu der Journalist Thomas Reintjes zu Gast und das ist ein sehr hörenswertes Gespräch geworden, weil gleichzeitig offen, kritisch und anschaulich. Nachhören kann man das hier.

Blockchain – das Halbstunden-Feature zum Nachhören

Aber warum gerade Thomas Reintjes? Der Journalist kannte sich nämlich aus, hatte er doch mit Der Welt-Computer. Wie das Internet transparent, sicher und autonom werden soll bereits Anfang März und ebenfalls für Deutschlandradio Kultur ein ganz, ganz tolles halbstündiges Feature gemacht. (Die Audiodatei kann man hier direkt als mp3 herunterladen, hier das Skript als pdf).

Das Gespräch letzten Samstag war also quasi eine Zweitverwertung und ein geschickter Querverweis auf bereits gesendetes Programm, was in diesem Fall aber nicht nur absolut okay ist, sondern eine sehr gute Entscheidung. Ich hätte dieses Feature sonst nämlich verpasst und das wäre schade gewesen. Denn nicht nur erzähltechnisch wurde das Thema einfallsreich und wunderbar hörspielerisch umgesetzt. Auch das Fazit dieser gedanklichen Reise in den „Welt-Computer“ und zurück spricht mir aus der Seele:

„Das könnte letztlich die größte Herausforderung für die Blockchain-Technik werden: Zu wenige Menschen verstehen sie und zu viele reden über sie.“

Mehr ist dem nicht hinzuzufügen.

So lebendig ist Bitcoin: die Antworten (Teil 1)

Am Montag habe ich drei Fragen zum Stand von Bitcoin und Ethereum gestellt. Nun wird es Zeit die ersten Antworten aus der Community zu veröffentlichen. Wie sich zeigt, ist das Bild dabei äußerst vielfältig. Wobei mich persönlich insbesondere Remos Einblick und Parallele zur schweizerischen Diskussionskultur fasziniert hat. Aber lest selbst.

Und falls ihr euch selbst noch beteiligen wollt, könnt ihr das gerne noch weiterhin tun. Die drei Fragen sind:

  1. Wer bist du und was hast du mit Bitcoin und/oder Ethereum zu tun?
  2. Inwieweit betrifft dich die aktuelle Blocksize-Debatte und was ist deine Meinung dazu?
  3. Wo siehst du Bitcoin/Ethereum in drei Jahren?

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Bitcoin vs. Ethereum. Oder: Ist Bitcoin tot?

Zur Zeit ist es außerordentlich schwierig, verlässliche Informationen über den Status Quo von Bitcoin zusammenzutragen und anständig darüber zu berichten, was die Entwickler, die Community und das gesamte Ökosystem beschäftigt und wie die aktuellen Zukunftsaussichten des digitalen Geld und der Blockchain-Technologie sind.

Blocksize-Debatte spaltet Entwickler und Community

Das hat nicht nur mit der noch immer ungelösten Blocksize-Debatte zu tun, die auch nach dem ominösen, verschwörerisch-elitären Satoshi-Roundtable alles andere als gelöst ist (einem Event, bei dem sich die ausschließlich geladenen Teilnehmer auf eine skurrile „Privatsphäre“-Klausel eingelassen haben, die nur politisch korrekte Kommentare nach außen dringen ließ und dessen ehrlichste, wenngleich auch nicht unumstrittenste Zusammenfassung daher wohl dieser Rant von uneingeladenen Gästen ist: „Why I Went to the Satoshi Roundtable in a Sombrero“.

Dass der Satoshi Roundtable zu keinem Ergebnis führte, ist wenig verwunderlich. Denn nicht nur die Kommunikation der vermeintlichen Bitcoin-„Elite“, sondern auch die der gesamten Community ist seit langem gestört. Reddit, die wichtigste Plattform für crowdgesourcte Informationen und Diskussionen, ist nach Zensurvorwürfen in die Subreddits r/bitcoin und r/btc gespalten. Letzteres rühmt sich dabei zwar seiner freien Meinungskultur, setzt diese aber nicht konstruktiv ein, sondern verkommt immer mehr zu einem Ventil für Frust, Ärger, Jammerei und Trollerei gegen das andere Subreddit. Das stört nicht nur mich bei der Recherche, sondern selbst einen Moderator, der sich das alles durchlesen muss: „/r/btc seems to have lost it’s way“.

Was jedoch nicht bedeuten, dass es bei r/bitcoin besser liefe. Die Zensurvorwürfe gegen den dortigen Moderator Theymos sind nicht unbegründet und inwieweit dort eine realitätsverzerrende Schönwetter-Beitragskultur gepflegt wird, lässt sich beim Lesen der freigeschalteten Posts nicht ohne Weiteres erkennen. Woran es aber keinen Zweifel gibt, ist, dass Meinungspluralismus, Themenvielfalt und die offene Diskussionskultur in r/bitcoin stark zurückgegangen sind. Ich jedenfalls finde dort für meine Arbeit immer weniger qualitative Beiträge und auf r/btc als korrigierende Ergänzung ist aktuell auch kein Verlass.

Ist Bitcoin tot? Nein! … also zumindest noch nicht.

Beides, die Gräben auf Entwicklerebene und die Differenzen in der Community, sorgen für allgemeine Verunsicherung. Selbst isbitcoindead.com ist mittlerweile von einem kategorischen „Nein!“ auf ein „Noch nicht.“ umgeschwenkt und wer solche monothematischen „Is [whatever]?“-Seiten kennt, weiß, dass es eigentlich zu deren Konzept gehört, gerade keinen Raum für Zweifel zu lassen. Den scheint es jedoch bei Bitcoin wohl zunehmend zu geben. Dieser Eindruck wird dann noch verstärkt, wenn Nachrichten die Runde machen, wie die, dass Microsoft keine Bitcoins mehr akzeptiert.

microsoft bitcoin windows 10 quit
Microsoft akzeptiert fortan keine Bitcoins mehr für Windows 10-Produkte.

Wobei das allerdings nur für Windows 10-Produkte gilt und weniger besorgniserregend ist, als es auf den ersten Blick scheinen mag. Denn wesentlich wichtiger ist es, dass das Unternehmen weiterhin Bitcoins für seine Xbox-Sparte nimmt. Dort findet sich nämlich viel konzentrierter die Zielgruppe, die tatsächlich auch willens und in der Lage ist, digitale Inhalte mit Bitcoin zu bezahlen.

Den Rückschritt bei Windows 10 sollte man, vor allem ohne explizite Begründung, also nicht überbewerten, zumal solch ein Schritt bei Experimenten mit neuen Zahlungsoptionen ein Ergebnis ist, mit dem man realistischerweise rechnen muss. Bitcoin ist nun mal nicht das ultimative und perfekte Zahlungsmittel für jede vorstellbare Situation.

Wer allerdings Lust auf wilde Spekulationen hat, kann darin ja auch einfach ein Indiz sehen, dass Microsoft dem eigenen aktuellen Betriebssystem keine Zukunft mehr gibt und die nächste Version ohnehin eine komplette Bitcoin-Integration haben wird.

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Bitcoin – The Honey Badger of Money doesn’t give a shit!

Denn ganz so schlecht scheint es um Bitcoin ja doch nicht zu stehen, oder?  Der Bitcoin-Kurs ist zumindest im letzten Monat recht stabil zwischen 400 und 450 US-Dollar geblieben. Trotz des ganzen Hickhacks um die Blocksize, die im Sommer bevorstehende Halbierung des Mining-Rewards und des aktuellen Durchstartens von Ethereum.

coindesk-bpi-chart

Ethereum – der neue heiße Scheiß?

Das wiederum ist bemerkenswert. Immerhin steigt das Interesse an Ethereum rasant, das Projekt wird in den Medien schon als „der bessere Bitcoin“ gehandelt, die Marktkapitalisierung des Projekts hat mit 1 Milliarde US-Dollar vor kurzem eine wichtige psychologische Marke durchbrochen und diejenigen, die Ether kaufen, nutzen dafür vermutlich größtenteils Bitcoin, was dort wiederum auf den Preis drücken müsste.

google search ethereum
Auch bei Google gehen die Suchanfragen nach Ethereum steil nach oben.

Dass der Bitcoin-Kurs daher in dieser gefühlt großen Krise so stabil bleibt, ist dementsprechend ein deutlicher Hinweis auf robuste Beständigkeit. Vor allem, da täglich neue Bitcoins im Wert von derzeit rund 1,5 Millionen US-Dollar auf den Markt kommen, allein schon die aufgekauft werden müssen, damit der Bitcoin-Preis überhaupt stabil bleibt. Ein beständiger Bitcoin-Kurs beinhaltet daher sogar ein verstecktes Wachstum.

Und dass auch das Interesse weiterhin bedeutend ist, lässt sich auch an der Anzahl von Google-Suchen erkennen. Ethereum steigt dort zwar rasant, ist trotzdem aber auch noch weit vom Interesse an Bitcoin entfernt.

google search ethereum bitcoin
An das Interesse an Bitcoin reicht das an Ethereum bei Google-Suchen noch lange nicht heran.
Kampf der Informations-Overkill-Debatten-Müdigkeit!

Und trotzdem: Verunsicherung durch Informations-Overkill und eine ernüchterte Blocksize-Debatten-Müdigkeit ist vielerorts spür- und erkennbar. Das wiederum muss nicht unbedingt schlecht sein. Immerhin bekommen dadurch möglicherweise weniger politische als vielmehr pragmatische Lösungsansätze eine Chance. Es kommt halt, wie es kommt.

Aber ist solch eine fatalistische Grundhaltung auch das, was die Community will? Oder sind wir an einem Punkt, an dem wir uns damit abfinden müssen, dass das nun einmal die soziale Consensus-Methode ist, nach der Bitcoin funktioniert? Und ist Ethereum nun die bessere Bitcoin-Alternative, eine wertvolle Blockchain-Ergänzung mit anderem USP oder doch ein Projekt ohne Zukunft?

Drei Fragen zur Zukunft von Bitcoin und Ethereum

Diese und viele andere Fragen stehen ungelöst im Raum und um ein bisschen Licht ins Dunkel zu bringen, starte ich hiermit eine Meinungsfindungs-Offensive, die pluralistische, qualitative Antworten von verschiedenen Akteuren des Bitcoin-Ökosystems zusammentragen soll.

Dafür habe ich mir drei Fragen überlegt, die ich euch als Lesern hiermit ebenso stelle, wie ich sie auch gezielt an einzelne Akteure (Blogger, Gründer etc.) schicken werde.

  1. Wer bist du und was hast du mit Bitcoin und/oder Ethereum zu tun?
  2. Inwieweit betrifft dich die aktuelle Blocksize-Debatte und was ist deine Meinung dazu?
  3. Wo siehst du Bitcoin/Ethereum in drei Jahren?

Wie man sieht, geht es dabei weniger um richtig und falsch, als vielmehr um Meinung, Einschätzungen, Prognosen. Auch eine Antwortlänge gebe ich nicht vor. Idealerweise entsteht so ein Stimmungsbild, das derzeit auf anderem Wege kaum zu gewinnen ist.

Und jetzt kommt ihr!

Wer will, kann seine Antworten direkt in die Kommentare schreiben oder mir diese per Mail schicken. Die Fragen habe ich dabei bewusst so gestellt, dass man kein Bitcoin-Experte sein muss, um sie zu beantworten. Es geht hierbei ja nicht um reine Fachexpertise (wo gibt es die bei Bitcoin überhaupt), sondern um ein Gesamtbild aller Menschen, die sich für Bitcoin und Ethereum interessieren und damit agieren.

Ich werde das alles dann in einer noch zu bestimmenden Form sinnvoll aufbereiten und veröffentlichen. Und wer sich seiner eigenen Meinung noch nicht sicher ist: Auch im nächsten Honigdachs-Podcast, den wir kommende Woche aufzeichnen, werden wir dieses Thema diskutieren und vermutlich die ein oder andere steile These in Raum und Äther werfen.

Ihr dürft natürlich aber auch schon vorher in die Tasten hauen.