Archiv der Kategorie: Aktuelles

HTTP-Fehler 402 – Bitcoin required

Ich kenne ich mit HTTP soweit aus, das ich diese Website hier einigermaßen gut verstehe und sie am Laufen halten kann. Dass ich (noch) nicht alle HTTP-Status- bzw. -Fehlermeldungen kenne, versteht sich dabei von selbst.

402 – Payment required

Sonst hätte ich ja schon längst etwas über den Error 402 – Payment required geschrieben, den es schon längst offiziell gibt, der bisher jedoch vom W3C (World Wide Web Consortium) mit der Meldung „This code is reserved for future use.“ gekennzeichnet ist. Einfach, weil es zwar schon lange die Vision von funktionierendem digitalem Geld als Zahlungsmittel im Netz gibt, es bislang aber offensichtlich keine überzeugende Umsetzung dafür gab. Bislang.

Die Fehler-402-Bitcoin-Paywall

Denn mit Bitcoin lassen sich sehr wohl digitale Zahlungen über die Statusmeldung 402 organisieren. Wie das funktioniert erklärt zum Beispiel Casey Leonard auf seiner Website. Denn für das finale Bild seines aktuellen Webcomics hat er sich kurzerhand eine eigene kleine Bitcoin-Paywall gebaut. Und in meinem kleinen Praxistest funktionierte die schnell, reibungslos und ohne, dass ich einen 402-Fehler angezeigt bekomme.

Mt.Gox – der Kreis schließt sich

Oh, diese Ironie! Einst als Online-Tauschbörse für die Sammelkarten des Fantasy-Spiels Magic the Gathering ins Leben gerufen, hat die Bitcoin-Börse Mt.Gox („Magic the Gathering Online Exchange“) 2014 die legendärste Pleite des Bitcoin-Ökosystems hingelegt.

Und genau dieses Großereignis der jüngeren Bitcoin-Geschichte wird nun wiederum mit folgender Karte wohl Teil des digitalen Sammelkartenspiels Spells of Genesis, das sein Token-Bezahlsystem BitCrystal übrigens über das Bitcoin 2.0-Projekt Counterparty laufen lassen will:

Mt.Gox sammelkarte

Bitcoin-Presseschau #66

Die Bitcoin-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitales Geld zusammen. Für die Woche vom 11. bis 17. Mai 2015 mit folgenden News und Themen:

  • New York Times will wissen, wer Satoshi Nakamoto sei
  • Ethereum-Gründer Vitalik Buterin im Interview
  • ChangeTip nun auch bei Soundcloud möglich
  • Nasdaq testet Blockchain-Handel
  • Venezuelas Inflation erreicht fast 100 Prozent
  • Honduras will Grundbuch über Blockchain verwalten
  • Über die Geschäftsmodelle von Coinsbase, Circle & Co.
  • Xapo zieht aus Datenschutzgründen nach Zürich
  • Obama holt Bitcoin-Professor ins Weiße Haus

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Webfont mit Bitcoin- & Payment-Icons

Beim Stöbern im Netz bin ich neulich auf diese freie Webfont gestoßen, die insgesamt 95 Payment-Icons beinhaltet. Darunter neben den großen, etablierten Anbietern wie Paypal, Visa, Western Union & Co. auch drei Bitcoin-Icons und einmal Ripple.

Downloaden kann man die Schrift hier und für alle Fälle ist sogar das Apple Pay-Logo mit dabei, falls das jemals bis zu uns nach Deutschland kommt und es Bedarf gibt das visuell einzubinden. Man weiß ja nie.

payment font bitcoin ripple visa cash
Die PaymentFont vereint 95 Payment-Icons, darunter drei Bitcoin-Icons.
Recherchetipp – Bitcoin-Icons

Mehr Bitcoin-, Altcoin- und Dogecoin-Icons gibt es übrigens im Design- und Grafik-Bereich des Link-Archivs.

Bitcoin auf der CryptoCon 15

Warum ich die Republica dieses Jahr ja ganz bewusst ausgelassen habe, habe ich hier ja schon ausführlich erklärt. Fest auf meinem Konferenzplan stand hingegen die CryptoCon 15 hier in Leipzig am vergangenen Wochenende. Nicht nur, weil sie mit ihren zwei Vorträgen, die sich explizit mit Aspekten rund um das Thema Bitcoin auseinandergesetzt haben, genau zwei mehr hatte als die Republica, sondern weil auch sonst das Programm interessanterer und vor allem deutlich aufschlussreicher war.

Denn paradoxerweise sind die Session-Titel der Republica oftmals sehr viel kryptischer (kleines Beispiel) als die der Cryptocon. Hier heißen die Vorträge ganz pragmatisch und treffend z.B. „Handybeschlagnahme“ und als Besucher hat man dann dankenswerterweise eine ziemlich genaue Vorstellung davon, worum es geht.  Das ist zum einen sehr viel angenehmer, wenn man ein knappes Zeitbudget hat und zum anderen – Stichwort „auch mal überraschen lassen“ lernt man ja trotzdem einiges dazu. Das ist zumindest meine Erfahrung und genau die habe ich auch wieder auf der CryptoCon gemacht. Zum Beispiel bei den beiden Bitcoin-Vorträgen.

Bitcoin-Vorträge auf der CryptoCon

Denn obwohl ich mich bspw. mit Ente fast jeden Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch unterhalte, hat mir sein Vortrag „Bitcoin – Anonymes Geld?“ erst jetzt noch einmal richtig die Augen für das Anonymitäts-Problem von Bitcoin geöffnet. In „Bitcoin 2.0“ von Henning Kopp hingegen ging es um seine Doktorarbeit, Filecoin und die generellen Möglichkeiten und Herausforderungen ein dezentrales, ökonomisch sinnvolles Datenspeichernetzwerk zu etablieren.

Beide Vorträge sind gleichzeitig kurzweilig und erhellend und ich habe sie nach dem Klick eingebunden. Falls es Probleme mit der Anzeige gibt, dann kann man sich die Videos aber auch in der Mediathek des Chaos Computer Clubs anschauen. Dort gibt es auch die Mitschnitte aller anderen Vorträge und die nächste CryptoCon dann voraussichtlich im Mai 2016.

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Bitcoin-Presseschau #65

Die Bitcoin-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitales Geld zusammen. Für die Woche vom 4. bis 10. Mai 2015 mit folgenden News und Themen:

  • Kontroverse um Blockchain-Block-Größe
  • EU-Gelder für Blockchain-Forschung erwartet
  • Dänemark wird bargeldlos
  • Hintergründe zum Bitcoin Island-Computerspiel
  • Schweizer Bitcoin-Regulierung
  • Afrika als Mobile Banking-Wachstumsmarkt
  • Die Bedeutung des Internets für Bankkunden
  • 16 spannende Bitcoin-Facebook-Gruppen
  • Bitcoin und „Cryptocurrency“ in der Süddeutschen
  • beeindruckend vielfältiges Bitcoin-Ökosystem
  • #proofofworkout

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Die Republica 2015 zu ignorieren ist okay

Dass Bitcoin auf der Republica 2014 kaum eine Rolle spielte, hatte mich damals sehr verwundert. Vor allem, weil es für mich ein merkwürdiger Widerspruch war in hunderten Panels, Diskussionen und Vorträgen stetige Überwachung, zunehmende Zentralisierung und mangelndes Engagement von Usern anzuprangern und gleichzeitig ein globales Projekt wie Bitcoin mit der Begründung zu ignorieren, darüber habe man vor drei Jahren ja schon mal berichtet.

Ich hatte lange gehofft, das sei ein endschuldbarer, weil kann-ja-mal- passieren-Ausrutscher gewesen und die Programmauswahl würde 2015 hinsichtlich Bitcoin und der Blockchain-Technologie ein bisschen smarter und mutiger sein. Immerhin gibt es dermaßen viele Schnittmengen zwischen dem Themenkomplex Bitcoin und dem, worum es sonst so auf der Republica geht. Vom gesellschaftlichem Wandel, Dezentralisierung und Überwachung über Demokratisierung und neue Internettechnologie bis hin zu digitaler Entwicklungshilfe, um nur mal ein paar Stichworte zu nennen.

Die Republica 2015 mit noch weniger Bitcoin als 2014

Nachdem ich mir die beeindruckende Fülle diesjähriger Sessions angeschaut habe, war ich allerdings ernüchtert. Ein bisschen, weil sämtliche meiner Themenvorschläge abgelehnt wurden, was ich aber insofern okay finde, wenn das Thema dafür anderweitig Erwähnung fände. Es ist ja das gute Recht der Organisatoren den oder die Expertin einzuladen oder sich für dieses oder jenes Thema zu entscheiden, von dem sie meinen, das es am besten in das Gesamtkonzept der Konferenz passt. Fakt ist allerdings, war Bitcoin letztes Jahr zumindest noch Thema einer Veranstaltung, ist es dieses Jahr gar nicht mehr auf der Republica vertreten.

Republica 2015 – Alter Wein in neuen Schläuchen

Ich habe trotzdem lange überlegt hinzufahren und open minded an die Sache heranzugehen um, wenn schon nicht im offiziellen Programm, wie letztes Jahr auch trotzdem nach Spuren von Bitcoin auf der Republica 2015 zu suchen. Was mich letztlich davon abgehalten hat, war dann jedoch das offizielle Programm, von dem ich mir wenigstens hier und da ein bisschen frischen Input oder einen Blick über den Tellerrand – kurz etwas Unerwartetes – erhofft hatte. Dafür waren mir aber die Themen an vielen Stellen zu beliebig und – letztlich der entscheidende Faktor – zu oft sollten dieselben Personen oben auf der Bühne stehen, die auch letztes Jahr dort bereits zum selben Thema standen.

Insofern habe ich mich gar nicht erst der Illusion hingegeben, das mich auf der Republica 2015 etwas anderes erwartet als 2014. Nämlich großes und vielbeklatschtes Kritik-Buhei auf der Bühne, aber wenig Greifbares im Nachgang.

Reden und klatschen bringt keine Veränderung

Als Beleg ziehe ich dafür mal zwei Punkte aus Sascha Lobos vielbeachteter „Rede zur Lage der Nation“ heran, vielleicht die meistbeachtete Sessions der Republica 2014. Lobo ist zwar dieses Jahr nicht vertreten, aber bei Minute 69 hat er damals eine bemerkenswerte „Drohung“ ausgesprochen und die Menschen zu folgenden Aktivitäten aufgerufen:

Sascha Lobo republica geld bitcoin

Besonders die Punkte „Gebt Geld! Und baut Finanzierungskonzepte!“ hatte Lobo damals vollkommen zu Recht deutlich hervorgehoben. Zwei Punkte, die zusammen mit den anderen dreien das Schlagwort „Bitcoin“ quasi sofort auf die Tagesordnung rufen und es wäre an den Republica-Organisatoren gewesen, bei der diesjährigen Konferenz den Raum zu schaffen, um über den Status Quo und die Möglichkeiten neuer digitaler Finanzierungskonzepte, also über Bitcoin zu diskutieren und zu beraten.

Das ist jedoch nicht geschehen und damit führt sich die Republica selbst ad absurdum. Denn während das Bitcoin-Ökosystem global prächtig wächst und gedeiht, bringt alleiniges Reden und Klatschen auf der Republica allein keine Veränderung. Das zeigt auch ein anderes Beispiel aus Sascha Lobos Rede. Aus seiner groß und trollig angekündigten Website www.netzgemeinde.de ist heute, ein Jahr danach nicht viel geworden.

Was die Republica von Bitcoin lernen kann

Erstaunlicherweise ist es gerade Bitcoin, das sich die Republica als Vorbild nehmen könnte, um sich aus ihrem alljährlichen wiederholenden Passivitäts-Kokon zu befreien. Denn ebenso wie auf der Republica Jahr für Jahr die netzpolitischen Missstände mit mäßigem nachhaltigen Erfolg angeprangert werden, so wurden lange Zeit auch die ungerechten Zustände des globalen Finanz- und Wirtschaftssystem kritisiert, ohne dass sich etwas verändert hätte. Seit sich Bitcoin jedoch zunehmend als Alternative entwickelt, kommt Bewegung in die Branche und Banken und Finanzdienstleister sind gezwungen ihre lukrative Comfort Zone zu verlassen.

So einen Hebel zu finden, der die Menschen motiviert, sie in Bewegung versetzt und antreibt selbst aktiv zu werden, fehlt der Netzpolitik bisher und ihn zu finden wäre eigentlich die große und sinnvolle Aufgabe der Republica. Ein erster Schritt dafür wäre jedoch sich zunächst einmal überhaupt mit Bitcoin auseinanderzusetzen und der begeisternden und verbindenden Motivation, die es auf Menschen in allen Ländern der Welt ausübt.

Zwei bessere Alternativen zur Republica

Vielleicht ist die große Zeit der Republica aber auch vorbei und es lohnt sich nicht mehr auf solche Veränderungen zu warten. Ich für meinen Teil habe daher auch schon zwei Alternativen gefunden. Die Cryptocon mit von Jahr zu Jahr wachsender Anzahl Bitcoin-Themen hier in Leipzig und die hub conference in Berlin. Die findet an gleicher Stelle wie die Republica statt, wird aber vom Bitkom organisiert. Und der hat ja eine eigene Arbeitsgruppe, die sich u.a. mit Kryptowährungen beschäftigt.

Die nächste große Bitcoin-Dokumentation?

Nachdem The Rise and Rise of Bitcoin ja nun auch schon ein paar Tage alt ist, steht mit Bitcoin – The End Of Money As We Know It die nächste umfassende Indie-Bitcoin-Dokumentation kurz vor der Veröffentlichung.

Im Sommer soll es soweit sein, der Trailer sieht schon mal ganz schick aus. Ich bin gespannt, welche Message der Film dann final haben wird. Der Titel jedenfalls klingt ziemlich programmatisch und wenn Fiat-Geld in Flammen aufgeht, erwartet uns wohl eher eine Kampfansage als eine journalistisch ausgewogene Darstellung.

Regelmäßige Updates zum Film gibt es über den zugehörigen Twitter-Account.

Bitcoin-Presseschau #64

Die Bitcoin-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitales Geld zusammen. Für die Woche vom 27. April bis 3. Mai 2015 mit folgenden News und Themen:

Der Bitcoin-Kurs

hat sich diese Woche wieder etwas gefangen und, ebenso wie der Euro, im Vergleich zur Vorwoche wieder etwas angezogen.

2015-04-26_Bitcoinkurs 2015-05-03_Bitcoinkurs

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Litecoin im neuen Gewand

Neulich hatte ich ja über die Emazipation der Altcoins berichtet, die sich am leichtesten an der Präzisierung der eigenen Markenkommunikation erkennen lässt.

Litecoin – Graphische Standards als Innovationsersatz

Damals ging es um Darkcoin und Mastercoin, nun hat wohl auch die Litecoin Association einen neuen, sehr detaillierten Styleguide für die Marke herausgegeben. Der soll nun einheitliche Standards hinsichtlich Form und Farbe bei der Darstellung des Logos und „Litecoin accepted here“-Schilder schaffen und auch dem Bezahlen mit Litecoin einen neuen Schub geben, denn in letzter Zeit war es still geworden um Litecoin. Keine neue technischen Entwicklungen, wenig Marketing-Aktivitäten.

Umsetzung des Styleguides ist nicht verpflichtend

Dazu passt irgendwie auch, dass es auf der eigenen, allgemein etwas eingestaubt wirkenden Website der Litecoin Association selbst bisher keinerlei Hinweise auf den neuen Styleguide gibt. Geschweige denn, dass er dort bislang vollständig Anwendung gefunden hätte. Aber bei Bitcoinist scheint zumindest eine Pressemitteilung eingegangen zu sein.

Nichtsdestotrotz: Der Styleguide existiert und hier gibt es die zugehörigen Dateien.

Litecoin Styleguide smart change
Ein Klick auf Bild öffnet das zugehörige PDF.