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Bitcoin an die Universitäten

Ich hab hier im Blog ja immer mal wieder auf Bitcoin-Initiativen an Universitäten hingewiesen – zum Beispiel trybtc.com der Stanford Bitcoin Group.

Das College Cryptocurrency Network (CCN) hingegen nimmt sich der Sache in einem noch größeren Maßstab an. Die Nonprofit-Organisation will Kryptowährungen weltweit an noch mehr Universitäten bringen und die Gründung von weiteren Uni-Bitcoin-Clubs vor allem fachlich unterstützen. 2015 soll es außerdem eine gemeinsame Konferenz geben. Im CCN vertreten sind bisher Unis in den USA, aber auch die Warsaw School of Economics.

Ich finde die Idee grundsätzlich gut, allerdings ist mir die Seite des CCN noch ein bisschen zu oberflächlich. Außer dem, was ich hier in wenigen Zeilen zusammengefasst habe, ist dort bisher nicht viel zu finden. Das ganze Auftreten erinnert mich daher ein bisschen an die Infoseiten der vielen Altcoins, die das nächste große Ding!™ versprechen, außer einer fancy Aufmachung am Ende aber nicht viel zu bieten haben. Aber ich will hier nicht vorverurteilen. Nach eigenen Angaben arbeitet das CCN tatächlich derzeit genau daran und braucht nur noch ein bisschen Zeit.

Bis dahin würde ich aber noch davon abraten den dortigen Donate!-Button allzu intensiv zu benutzen. Die Idee ist zwar gut, aber ein bisschen mehr müssen sie eben erst einmal noch liefern.

Passend zum Thema auch diese Nachricht von gestern:

Weltweite Bitcoin-Ankäufe visualisiert

Hier mal wieder was aus der Daten-Visaulierungs-Ecke. Die Website fiatleak.com zeigt eine Echtzeit-Übersicht, wo auf der Welt Fiatgeld, also „echtes“ Geld, in welchen Mengen in Bitcoin umgetauscht wird.

Das ist ganz nett anzuschauen – je größer das fliegende Bitcoin-Symbol, desto höher die Summe – aber nicht represantativ, denn es gibt einen ziemlichen China-Bias, da die Daten nur auf dem Handelsvolumen einiger bestimmter BTC-Börsen beruhen, nicht auf allen.

Generell sollte man da mal wieder ein gründliches Quellen-Update machen und in diesem Zuge auch gleich den faulen Apfel Mt.Gox entfernen. Das wirkt sich nicht so gut auf die Seriösität aus. Ansonsten aber schon beeindruckend das Ganze einfach mal ein bisschen laufen zu lassen und den Summen beim Wachsen zuzuschauen.

Die internationale Bitcoin-Gretchenfrage

Bitcoin ist eine sehr junge Währung und ihre steigende Popularität zwingt uns unsere auf dem bestehenden Finanzsystem basierende Definition von Geld zu überdenken. Das ist leichter gesagt als getan, denn jedes Land nutzt sein hoheitliches Recht, Bitcoins nach eigenem Ermessen zu bewerten. Ist der Bitcoin eine Währung, ein Handelsgut oder etwas ganz anderes? Ist es legal Bitcoins zu minen, sie zu besitzen oder damit zu handeln? Schon bei diesen grundlegenden Fragen herrscht internationale Uneinigkeit.

Das ist umso problematischer, weil es ja gerade eine der viel beworbenen Eigenschaften von Bitcoin ist, dezentral und unabhängig von Ländergrenzen und hoheitlichen Definitionsansprüchen zu fungieren. Zumindest im Idealfall. Ob der aber jemals erreicht werden kann, darf bezweifelt werden.

Bis dahin sammelen Zachary Taylor und Marc Nickel zum Glück für uns auf BitLegal in einer übersichtlichen Karte und Ampelfarben die Positionen und öffentlichen Bewertungen der einzelnen Staaten. Sofern sie denn bisher schon Position bezogen haben.

Island ist beispielsweise rot, weil dort der Besitz und der Kauf von Bitcoins aus Eurokrisen-Bankenpleite-Gründen verboten ist. Lustigerweise ist es aber erlaubt, Bitcoins zu minen und zu verkaufen, denn so käme ja Geld auf die Insel. Logisch, oder?