Archiv der Kategorie: Blockchain

Die Katzifizierung der Blockchain (Hörtipp)

Ich weiß, dass der ein oder andere jetzt sagen wird, dass die CryptoKitties als Thema doch eigentlich schon längst durch sind.  Das dachte auch ich eine ganze Weile.

Doch stimmt das letztlich nur, wenn man selbst ganz tief in der Crypto-Szene mit dem entsprechenden News-Flow drin steckt, weniger außerhalb dieser Filterbubble. Dort sind non-fungible -Token-basierte Blockchain-Sammelkatzen noch immer kaum bekannt oder werden jetzt erst zu einem Thema, über das man spricht.

New Cats On The Block – Blockchain-Trend oder Ende des Hypes?

Insofern – und weil es einfach ein Thema ist, das sich unglaublich schön akustisch umsetzen lässt – habe ich für Breitband beim Deutschlandfunk Kultur einen Netzkultur-Beitrag über die CryptoKitties gemacht (Direktlink zur mp3), der die Katzifizierung der Blockchain einordnet und natürlich ganz subtil auch die Frage stellt: Ist das wirklich alles, was „Blockchain“ in den vergangenen drei Jahren Sinnvolles hervorgebracht hat?

Darauf deutet zumindest einiges hin. Wie zum Beispiel dieser Bloomberg-Artikel: Blockchain, Once Seen as a Corporate Cure-All, Suffers Slowdown.

Die reflektierte Sicht eines Crypto-Fund-Managers

Dass eine Venture-Capital-Firma einen neuen 300 Millionen Dollar schweren Crypto-Fund an den Start bringt, ist eigentlich keine Meldung, die mir hier im Blog einen eigenen Beitrag wert ist. Doch bei Andreessen Horowitz und ihrem a16z crypto fund ist das etwas anderes.

Sharing is caring – gilt bei a16z auch für Wissen

Denn es handelt sich hier um einen der renommiertesten und ziemlich treffsicheren Tech-Investor der vergangenen zehn Jahre (siehe Portfolio). Aus dem einfachen Grund, dass dort gute und clevere Leute arbeiten, die mit ihrem Wissen und analytischen Kompetenzen nicht hinter dem Berg halten, sondern beides offensiv und gerne teilen.

Immer wieder habe ich hier daher schon auf hauseigenen a16z-Content verwiesen und sorgar die Ankündigung des a16z crypto funds ist nicht einfach nur ein Pressemitteilung, sondern selbst voller interessanter und lesenswerter Links.

Am meisten beeindruckt hat mich jedoch gestern das Hören des aktuellen Unchained Podcasts, in dem Laura Shin mit Chris Dixon spricht, der eben diesen crypto fund leitet. Was Dixon darin erzählt, zeugt von einer breiten, tiefgehenden und unglaublich sachlich reflektierten Kenntnis des gesamten Bitcoin-/Krypto-/Blockchain-Phänomens. Man muss dabei nicht alles unterschreiben, was Dixon sagt, aber über seine Thesen und dann über den eigenen Kenntnisstand nachzudenken, lohnt in jedem Fall.

Ich kann diesen Podcasts daher jedem empfehlen, der einmal vollkommen undogmatisch und ohne direkte Business- & Marketing-Hintergedanken erklärt bekommen will, welches Potential tatsächlich in Plattformen wie Bitcoin und Ethereum und weiteren Bausteinen wie Non-Fungible-Token (aka CryptoKitties) oder Stablecoins steckt oder zumindest stecken könnte. Denn auch Dixon sagt, dass das alles noch krachen gehen kann, doch dass sie optimistisch sind und glauben, dass wir uns noch immer in einem ganz frühen Stadium befinden und „we put our money where our mouth is.“ Solides Statement.

Die Naivität der DAO

Auch interessant ist: Wenn man diesen Podcast gehört hat und die Intensität und analytische Tiefe versteht, mit der sich Investoren wie a16z dem Krypto-Thema widmen, wird deutlich, wie naiv eigentlich die Idee der DAO war, bei der eben solche hochqualifizierten Investoren durch blockchain-basiertes Gemeinschafts-investing einer vergleichsweise unmotivierten Crowd aus Hobby-VCs abgelöst werden sollte.

Bitcoin- und Blockchain-Presseschau #96

Es wieder ein bisschen gedauert – Workshops, Vorträge und andere „echte“ Arbeit haben mich etwas vom Schreiben abgehalten – aber hier ist sie nun endlich: die neue Presseschau. Dieses Mal wieder mit einer ausgewählten Themenvielfalt von Kunst über Hintergündiges bis Business. Viel Spaß beim Lesen.

PS: Wer die Arbeit an weiteren Ausgaben der Bitcoin- und Blockchain-Presseschau fördern und beschleunigen will, der kann das hier tun.


Baldiger Bitcoin-Business-Boom in Deutschland?

In Deutschland gibt es ja bekanntlich keine Bitcoin-Börse, sondern mit Bitcoin.de nur einen einzigen Bitcoin-Marktplatz. Der entwickelt sich jedoch prächtig, wenn man mal einen Blick in den Geschäftsbericht des Mutterkonzerns Bitcoin Group SE für 2017 wirft. Mehr als 750.000 Nutzer hat die Plattform bereits, im vergangenen Jahr gab es ein Handelsvolumen von 1,2 Milliarden Euro und der Gewinn ist von gut 100.000 Euro 2016 auf fast 7,5 Millionen Euro gestiegen.

local bitcoins
Wegen hoher Markteintrittshürden gibt es hierzulande bislang kaum Konkurrenz für Bitcoin.de

Beachtliche Zahlen, die die Wahrscheinlichkeit erhöhen, dass wir künftig noch mehr Player auf dem Markt sehen werden. Immerhin platziert sich die Solarisbank gerade als Banking-Partner für die Kryptowährungs- und Blockchain-Industrie. Interessant daran: Das Unternehmen reißt damit ein Loch in die bisher starke Markteintrittsbarriere, die sowohl durch hohe Lizenz-Anforderungen der BaFin als auch durch das Abschotten der Banken als Inhaber ebendieser Lizenzen bislang bestehen und Deutschland zu einem weißen Fleck auf der Karte vieler Bitcoin-Dienstleistungen wie Wechselautomaten oder P2P-Handel über localbitcoins.com machen.

bitcoin ATMs
Von rund 3500 Bitcoin-Geldautomaten weltweit steht bislang kein einziger in Deutschland.

Welche smarten Ideen dagegen entstehen können, wenn die Regeln gelockert werden, zeigt das Beispiel Schiphol. An dem Amsterdamer Flughafen wurde unlängst ein Krypto-Geldautomat aufgestellt, damit Reisende, die das Land verlassen, ihr übriges, lokales Euro-Geld in das „globale Bitcoin oder Ethereum (sic!)“  tauschen können.


Zurück zum Wesentlichen

Wenn man sich intensiv mit Bitcoin auseinandersetzt, viel liest, diskutiert, Pro- und Contra-Argumente nachvollziehen und einordnen will, kann es leicht passieren, dass sich der eigene Fokus unmerklich verschiebt und man schlussendlich in Debatten und bei Fragestellungen landet, um die es anfangs überhaupt nicht ging. Und die möglicherweise auch gar nicht so relevant sind.

Insofern ist es hilfreich, sich geistig immer mal wieder neu zu verorten. Ein Artikel, der dabei hilft, ist Kyle Torpeys Skeptics don’t understand why Bitcoin was created in the first place. Denn wie er ganz richtig schreibt, wurde Bitcoin primär nicht erschaffen, um mit Zahlungssystemen wie Visa oder Paypal zu konkurrieren, sondern um Zahlungsoptionen zu erschließen, die vorher ganz und gar unmöglich waren. Was im Umkehrschluss aber nicht bedeutet, dass es nicht trotzdem sinnvoll wäre, Bitcoin zu einer Visa, Paypal und Co. überlegenen Alternative weiterzuentwickeln. Nur ist Bitcoin eben nicht gescheitert, falls dies nicht gelingt. Denn darum ging es all die Jahre nicht.


Was den Bitcoin-Energie-Hunger begrenzen könnte

Beim Economist ist mit Why bitcoin uses so much energy? ein kurzes und gut ausgewogenes Erklärstück zum Energieverbrauch von Bitcoin erschienen, bei dem nicht nur das Fazit interessant ist („Worries about bitcoin’s power usage might become obsolete.“), sondern auch der argumentative Weg dorthin. Tatsächlich gibt es nämlich einige Faktoren, die den Anstieg des Energieverbrauchs des Bitcoin-Netzwerks begrenzen.


Wie stabil sind Stable Coins?

Stable Coins, also Krypto-Token die all die positiven Eigenschaften von „guten Kryptowährungen“ mit sich bringen, aber eben ohne die lästigen Preisschwankungen, sind umstritten. Für die einen ein No-Go, weil überflüssig wie ein Kropf, für die anderen so etwas wie der Heilige Gral: eigentlich unerreichbar, aber wenn doch, dann Bäm! Wohl deswegen haben Stable Coin-Ansätze seit Jahren Konjunktur.

Für einen leichten Einstieg in diese Thematik empfehle ich den MIT Technology Review-Artikel “Stablecoins” are trending, but they may ignore basic economics gefolgt von dem deutlich analytischeren BitMEX-Beitrag A brief history of Stablecoins (Part 1), die zusammengenommen zeigen, wie komplex und abstrakt die bisherigen Versuche sind bzw. offensichtlich sein müssen. Und dass bisher nicht nur niemand den Heiligen Stable Coin-Gral gefunden hat, sondern dass auch unklar ist, ob das überhaupt möglich ist. Man darf hier also zurecht skeptisch bleiben.


Und was macht eigentlich die Krypto-Kunst?

Abschließend hier noch eine kleine Galerie voller Bitcoin-Streetart aus der ganzen Welt.  Das passt insofern gerade ganz gut, als dass das Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe an diesem Donnerstag ein Crypto-Art-Meetup abhält, in dem es von nicht-fungiblen Sammeltoken wie CryptoKitties über neue Formen des Crowdfundings bis hin zu aus Blockchain-Daten generierter Kunst gehen wird. Spannendes Thema! Der Eintritt ist frei.

crypto art meet up
Das ZKM in Karlsruhe fragt, was passiert, wenn Kunst auf die Blockchain trifft.

Wie man „Blockchain“ grammatikalisch richtig verwendet

Vor einigen Tagen bin ich auf folgenden sehr hilfreichen Service-Tweet von Michael Perklin gestoßen, in dem er auf ein Google Doc verweist, das die grammatikalisch richtige Verwendung der Begriffe „Bitcoin“, „Blockchain“ und „Ethereum“ erklärt.

Wobei es schon erstaunlich ist, dass solch ein Dokument überhaupt notwendig ist. Aber offensichtlich haben sehr viele Menschen, sehr große Schwierigkeiten mit der korrekten Schreibweise und grammatikalisch richtigen Verwendung dieser Begriffe.

Warum, bleibt jedoch ein Geheimnis. Denn die Grundregeln der deutschen und englischen Sprache gelten auch für Neologismen und sind in diesem Zusammenhang eigentlich recht leicht anwendbar. Kleines Beispiel: Wenn das neu geschaffene Wort „Bitcoin“ ist (siehe Primärquelle), gibt es eigentlich keinen Grund irgendwo „BitCoin“ oder „Bit Coin“ zu schreiben.

Es gibt kein „Blockchain“

Der durch die breite Masse hinweg allgemein jedoch am häufigsten gemachte Fehler ist meiner Beobachtung nach die fehlende Deklination des Begriffs „Blockchain“.

Denn entweder nutzt man den Begriff mit bestimmtem oder unbestimmtem Artikel, wobei sich „die Blockchain“ dabei in der Regel auf die Bitcoin-Blockchain und „eine Blockchain“ auf Alternativen wie die von Ethereum, Litecoin, Monero etc. bezieht. Oder aber man erweitert den Begriff, wie zum Beispiel die Bundesregierung, wenn sie im Koalitionsvertrag von „Blockchain-Strategie“ oder „Blockchain-Technologie“ spricht.

Dass beide Begriffe inhaltlich eher abstrakt und nichtssagend sind, steht dabei auf einem anderen Blatt, grammatikalisch ist es aber zumindest korrekt. Ganz im Gegensatz zu einem prototypischen Satz, wie man ihn immer wieder von Konferenz X, aus Pressemitteilung Y oder von Unternehmensvertreter Z hört: „Wir planen den Einsatz von Blockchain.“ 

Das ist nämlich sowohl grammatikalisch Unsinn als auch inhaltlich leer und ist ein ziemlich sicheres Indiz dafür, dass hier jemand keine Ahnung von dem hat, wovon er spricht, aber trotzdem auf dicke Hosen machen will. Ist halt nur peinlich, wenn das auffällt.

Merke: Niemand, der sich ernsthaft mit der Materie auskennt, nutzt den Begriff „Blockchain“ in ganzen Sätzen alleinstehend und in undekliniertem Zustand.

Blockchain = Datenbank

Wer selbst seine „Blockchain“-Grammatik überprüfen will, dem sei der Tipp von Michael Perklin ans Herz gelegt, einfach mal den Begriff „Blockchain“ durch „Datenbank“ zu ersetzen und zu schauen, ob der Satz dann noch Sinn ergibt. Gilt im übrigen nicht nur für die Grammatik, sondern auch für den inhaltlichen Gehalt.

Als Entschuldigung für die weit verbreitete „Blockchain“-Grammatik-Schwäche könnte man an dieser Stelle noch darauf verweisen, dass ja selbst der Duden das Wort „Blockchain“ nicht kennt („meinten sie Blockhaus?“). Aber das ist wirklich eine schlechte Ausrede, wenngleich eine interessante. Denn zu „Bitcoin“ gibt es gleich zwei Einträge. Als „über das Internet funktionierendes Zahlungssystem“ und als „Einheit des Zahlungssystems Bitcoin“.

Hörtipp: Unchained-Podcast von Laura Shin

Ich höre zur Zeit einige der Folgen des Unchained-Podcasts von Laura Shin, in dem Sie mit verschiedenen, namhaften Akteuren aus dem Bereich Bitcoin und Blockchain spricht.

Das machen zwar viele andere auch, aber die Stärke von Laura Shin ist es, dass sie sich als Journalistin schon lange mit Bitcoin und Co. beschäftigt, daher sehr gut im Thema steckt und sich ein entsprechend großes Netzwerk aufgebaut hat. Vor allem aber schafft sie es, ihre Gesprächspartner zum Reden zu bringen und ihnen Aussagen zu entlocken, die man sonst nicht so findet.

Die Naivität des Vitalik Buterin herausgearbeitet

Unbedingt hören sollte man daher die Folge mit Ethereum-„Wunderkind“ Vitalik Buterin, den man danach in einem ganz anderen Licht sehen muss, als es sonst in den Medien vermittelt wird. Kein besseres, um das hier mal gleich vorweg zu nehmen.

Immerhin sagt er, dass er sich nicht vorstellen könne, dass irgendwer die Ethereum-Plattform für einen ICO mit betrügerischen Absichten nutzen würde. Angesichts von Studien, Behörden und Experten, die sich nicht darüber uneins sind, ob, sondern wie viele der ICOs betrügerische Absichten verfolgen, ein Statement, das an Naivität kaum zu übertreffen ist.

Zumal Vitaliks Meinung und Denke dank seines Status als Gründer noch immer die Macht hat, die Richtung von Ethereum maßgeblich mitzubestimmen.  Das sieht er aber selbst auch gar nicht so kritisch.

Bis zu welchem Preis ist Bitcoin-Mining profitabel?

Sehr aufschlussreich fand ich außerdem die Frage an die Gründer des Bitcoin-Mining-Unternehmens Bitfury, Valery Vavilov und George Kikvadze, bis zu welchem Kurs denn das Mining für sie eigentlich profitabel sei. Sie haben darauf eine Antwort gegeben, die ich hier aber nicht spoilere. Nur so viel: beim aktuellen Kurs müssen sie sich noch keine Sorgen machen.

Gut für lange Fahrten

Darüber hinaus gibt es noch viele weitere Episoden, dich ich auch noch nicht gehört habe, aber in den nächsten Tagen mal angehen werde. Immerhin wartet eine etwas längere Reise auf mich. Am Freitag werde ich nämlich einen launigen Vortrag über Kryptowährungen auf der Pushcon in Ahaus halten. Wer in der Nähe ist: Vorbeikommen lohnt sich. Auch dort gibt es Interessantes zu erfahren.

Blockchain Grundlagen – Schritt für Schritt die Blockchain verstehen

Ich habe selten ein Buch gelesen, dessen Titel so exakt den Inhalt widerspiegelt wie Blockchain Grundlagen. Eine Einführung in die elementaren Konzepte in 25 Schritten von Daniel Drescher. Erst recht keines, das im Titel „irgendwas mit Blockchain™“ machte.

Denn die Erfahrung zeigt: nicht nur Projekte und Unternehmen, sondern auch Bücher, die „irgendwas mit Blockchain™“ machen – davon gib es mittlerweile eine ganze Reihe –  neigen zu einer überdurchschnittlich hohen Bullshit-Quote. Bei Blockchain Grundlagen ist das jedoch erfreulicherweise anders. Genau das macht es zum ersten „Blockchain“-Buch, das ich mit konstanter Begeisterung gelesen habe.

Blockchain Grundlagen – Schritt für Schritt die Blockchain verstehen weiterlesen

Ist noch Dip da? Oder: Noch drei Bitcoin- und Blockchain-Links

Da das beim letzten Mal so gut ankam und ich kurz vor dem Urlaub eh noch ein bisschen den Browser aufräumen wollte, hier gleich noch drei kommentierte Bitcoin- und multiple copies of a giant excel spreadsheet-Links.


Ist noch Dip da?

Dieses Video ist irgendwie symptomatisch für das grundsätzliche Dilemma der Crypto-Szene. Alle sagen dir, dass du den „f*#!ing dip“ kaufen sollst, aber niemand kann dir eigentlich sagen, wann zum Geier das genau sein soll! Das weiß man nämlich immer erst hinterher. Aktuell beispielsweise steht der Kurs bei um die 8.000 US-Dollar, aber ob er von hier aus erst einmal wieder wieder hoch oder doch noch weiter runter geht, ist schwer zu sagen.

Gestern wurde jedenfalls eine Lightning-Version fürs Mainnet freigegeben und für viele in der Community ist das ein technischer Meilenstein in der Bitcoin-Entwicklung. Den Preis groß beeinflusst hat das dennoch nicht. Aber immerhin, die Stimmung in der Community ist sehr gut. Das Lied übrigens auch: „I buy the dip, when I’m buying dip“. Word!


Million Dollar Trading Mistakes, For Your Entertainment and Edification

Und wo wir schon beim erfolgreichen Traden sind: Das ist alles andere als einfach, wie Edward T. Giraffe in diesem ebenso unterhaltsamen wie lehrreichen Stück schreibt. Oder wie er es nennt: „My crypto-trading f*&k-ups, and some lessons learned.“ Sollte man gelesen haben!

Und um selbst nicht all die Anfängerfehler zu machen, lohnt es möglicherweise auch, diesen kostenlosen Leitfaden durchzublättern. Hätte vielleicht auch Herrn Giraffes Nerven gut getan.


Replace Blockchain with Spreadsheet-Erweiterung 

Lustig! Da hat doch jemand eine Chrome-Erweiterung programmiert, die auf allen Webseiten das Wort „Blockchain“ durch „multiple copies of a giant excel spreadsheet“ ersetzt.

Das ganze macht auf englischsprachigen Seiten natürlich mehr Freude, wenngleich auch deutschsprachige Seiten hierdurch auf einmal einen ganz neuen Bullshit-Bingo-Anstrich bekommen.

deutsche bank

Doch so spaßig diese Herangehensweise auf den ersten Blick auch ist, so hilfreich ist sie in der Tat den Marketing-Begriff „Blockchain“ ein Stück weit zu entmystifizieren und die Luft aus dem Hype darum zu lassen. Denn wir wissen: Alle reden von „Blockchain“, aber so richtig Ahnung hat eigentlich keiner davon. Dieses Plugin ändert das!


… und damit verabschiede ich mich in den Urlaub. Irgendwann nach Ostern gibt es hier dann wieder mehr. Adios.

Drei Bitcoin- & Blockchain-Link-Tipps

Wie viele andere auch bin ich eigentlich derzeit krank und schiebe deswegen hier nur ganz kurz drei teilenswerte Links auf die Seite.

1 – Cryptocurrencies: Last Week Tonight with John Oliver (HBO)

John Oliver hat sich sehr unterhaltsam, pointiert und solide recherchiert mit dem Thema Bitcoin/Blockchain/Kryptowährungen auseinandergesetzt. Die Crypto-Community liebt es. Ich auch.


2 – Bitcoin and Cryptocurrency Markets: Last year in Review, Outlook 2018 (Tuur Demeester)

Tuur Demeester gehört seit Jahren zu den profiliertesten und renommiertesten Crypto-Analysten. Einer der ersten, denen man bei Twitter folgen sollte. In diesem Paper fasst er den Status Quo von Bitcoin und den Kryptomärkten aus seiner Sicht zusammen. Besonders erfrischend ist sein junk coin index”, der pauschal die Summe aller nicht Top 10 Coins (nach Marktkapitalisierung) umfasst. Wer gerade eine gut begründete Meinung braucht, ist hier richtig. 


3 – Besuch beim Bitcoin Stammtisch (Bayern 2)


Bonus: Bundesregierung zu ICOs

Abschließend noch als kleine Zugabe die Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage aus Richtung FDP bzgl. Initial Coin Offerings. Kann man mal zur Kenntnis nehmen, steht aber auch nichts unglaublich Überraschendes drin.

Umfassende Bitcoin- & Blockchain-Ressourcen

Ich bin seit einiger Zeit dabei, hier im Blog ein bisschen aufzuräumen. Nach vier Jahren ist es einfach mal an der Zeit, alte Strukturen zu überdenken und hier und da thematisch etwas auszumisten.

Gone with the links

Viele veraltete Unterseiten habe ich in diesem Zuge aktualisiert oder gleich ganz deaktiviert (was das Navigationsmenü erfrischend verschlankt), andere habe ich noch vor mir. So zum Beispiel das Link-Archiv, das dringend mal aktualisiert und generell überarbeitet werden muss.

Zwei Links, von denen ich aber weiß, dass sie definitiv auf der Seite landen werden, sind die folgenden. Denn beide sind selbst wiederum ganz hervorragende und umfassende Sammlungen von guten Quellen zu allen möglichen Themen rund um Bitcoin und Blockchain.

1. Bitcoin Ressources (Jameson Lopp)

Bitcoin Ressources
Bitcoin Ressources

Bitcoin Ressources ist eine beeindruckende Link- und Material-Sammlung von Jameson Lopp, der als Cypherpunk und Krypto-Sicherheitsfreak nicht nur in diversen namhaften Bitcoin-Firmen gearbeitet hat und gerade ein weiteres Unternehmen für die besonders sicher Aufbewahrung von Bitcoins mit aufbaut, sondern dem auch die Ausbildung und Aufklärung rund um Bitcoin sehr am Herzen liegt.

In seinen Ressourcen findet man daher auch alles von News SitesPodcasts und High Quality Blogs über Online Courses, Statistics und Developer Tools bis hin zu Security, Crypto Charity, Mining, Privacy, The History of Bitcoin und vieles mehr.

All die Links und Quellen zu rezipieren, dauert vermutlich mehr als ein Jahr. Und es geht hier ausschließlich um Bitcoin!

2. Crypto Canon (Andreessen Horowitz)
Crypto Canon
Crypto Canon

Die zweite Sammlung ist etwas weniger, praxisorientiert, multimedial und interaktiv, bietet dafür aber die volle intellektuelle Breitseite aus Sicht eines großen und langjährigen Tech- und Krypto-Investors.

Mit dem Crypto Canon stellen Andreessen Horowitz nämlich eine umfassende Liste „of crypto readings and ressources“ ins Netz, die nicht nur zeigt, was und wie viel erfolgreiche VCs lesen, bevor sie investieren, sondern auch, dass für ein grundlegendes Verständnis von Bitcoin und anderen Blockchain-Projekten durchaus auch immer noch Veröffentlichungen aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts relevant sein können.

Die finden sich dann unter Foundations (& History), andere Zwischenüberschriften sind Building Blocks and Basics, Key Concepts, Privacy and Security, Scaling, Cryptoeconomics and Investing, Stablecoins und vieles mehr.

Bildung ist das beste Investment

Auch hier findet man mehr als genug Wissen, um die etwas ereignisärmere Zeit bis zum nächste All-Time-High sinnvoll rumzubringen. Etwas besseres als lesen und lernen kann man in dieser Zeit ohnehin kaum machen. Dabei investiert man nämlich hervorragend in sich selbst – eines der cleversten Investments überhaupt.

1001 Bitcoin- und Blockchain-Links für die ruhigen Feiertage

Das hier ist der Beitrag, mit dem ich mich nun in die verdiente Weihnachts- und Neujahrspause verabschiede. Denn erst kommt Weihnachten und danach findet quasi direkt vor meiner Haustür der 34C3 statt, sodass ich eher dort als vor dem Rechner zu finden sein werde.

Geplant ist zwischen den Tagen zwar noch eine Honigdachs-Folge, aber ob die noch 2018 online gehen wird, kann ich nicht versprechen. Erfahrungsgemäß überschätzt man die verfügbare Zeit zwischen Weihnachten und Neujahr und unterschätzt, was man in den Tagen eigentlich alles noch erledigen wollte.

Auf jeden Fall möchte ich aber ohne große digitale Anhängsel ins neue Jahr starten und packe in diesen Beitrag daher all die Links, schon ewig offenen Tabs und Medien, über die ich in den vergangenen Wochen vielleicht ganz bestimmt mal einen Beitrag machen wollte, aber einfach keine Zeit dafür gefunden habe.

2017? Bitcoin! BITCOIN!!1!!!!

Denn was war 2017 für ein Jahr! Community-Drama, Blockchain-Hardforks, Kurs-Explosion, massiv gestiegenes öffentliches Interesse und beim Schreiben dieser Zeilen geht es mit dem Preis gerade wieder ordentlich bergab. Einerseits könnte man sagen: Alles wie immer. Anderseits muss man aber auch feststellen: Dieses Jahr ist Bitcoin mit viel Trara in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Ich jedenfalls habe mich im letzten Jahr keine Sekunde gelangweilt.

Bitcoin für alle!

Nicht mal, als ich in einem dreistündigen Vortrag in dem Mehrzweckraum eines Soziokulturellen Zentrums in einem kleinen 15.000 Einwohner-Städtchen den drei(!) anwesenden und hochbetagten Senioren, Bitcoin erklärte. Das war, um es vorsichtig auszudrücken, eine Herausforderung. Aber eine reizvolle und lehrreiche.

Ich erwarte im Übrigen nicht, dass das Jahr 2018 weniger ereignisreich wird. Im Guten, wie im Schlechten. Aber genau das ist ja, was Bitcoin so spannend macht. Ich freue mich jedenfalls drauf.

Ihr hoffentlich auch. Kommt gut durch alle Feiertage und schaut nächstes Jahr hier mal wieder rein. Dann gibt es mit Sicherheit auch Updates zu meiner Onecoin-Klage. Ich erwarte, dass die juristische Auseinandersetzung bald in eine Phase eintritt, über die sich dann auch endlich wieder zu berichten lohnt.

Ein bunter Teller voller Artikel, Links und mehr

Nach dem Klick nun all die Fundstücke des Jahres, die ich und ihr uns geben können, wenn wir wegen des vollen Rotkohl-Bauchs nicht schlafen können, eine Auszeit von der Familie brauchen (aka Real-Life-Overkill) oder die viele freie Zeit sonstwie sinnvoll gestalten möchten. Because Bitcoin never sleeps.

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