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	<title>Hard- und Software &#8211; The Coinspondent</title>
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	<description>Kritisches und Konstruktives zu Bitcoin und der Zukunft des Geldes</description>
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	<title>Hard- und Software &#8211; The Coinspondent</title>
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		<title>Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test &#8211; RaspiBlitz Reloaded</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Jun 2020 09:13:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hard- und Software]]></category>
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					<description><![CDATA[Vor einem guten Jahr habe ich in meiner Bitcoin- und Lightning-Node-Testreihe den RaspiBlitz unter die Lupe genommen. Seit dem hat sich viel getan. Die einen (Casa) haben ihr Node-Projekt wieder auslaufen lassen. Die anderen (Shift Cryptosecurity) haben die Entwicklung ihrer vielversprechenden BitBoxBase wieder auf Eis gelegt, noch bevor sie überhaupt auf den Markt gekommen ist. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vor einem guten Jahr habe ich in meiner Bitcoin- und Lightning-Node-Testreihe <a rel="noreferrer noopener" href="http://coinspondent.de/2019/04/25/bitcoin-und-lightning-nodes-im-test-raspiblitz/" target="_blank">den <em>RaspiBlitz</em> unter die Lupe genommen</a>. Seit dem hat sich viel getan. Die einen (<em><a rel="noreferrer noopener" href="http://coinspondent.de/2019/02/22/bitcoin-lightning-nodes-im-test-casa-node/" target="_blank">Casa</a></em>) haben ihr Node-Projekt wieder auslaufen lassen. Die anderen (<em>Shift Cryptosecurity</em>) haben die Entwicklung ihrer vielversprechenden <em>BitBoxBase</em> <a rel="noreferrer noopener" href="https://medium.com/shiftcrypto/shift-news-focusing-on-the-core-business-d162ef88ed6e" target="_blank">wieder auf Eis gelegt</a>, noch bevor sie überhaupt auf den Markt gekommen ist. Bedauerlich und eigentlich keine guten Nachrichten für das Ökosystem. </p>



<p>Doch glücklicherweise gibt es da ja noch Open-Source-Projekte wie den <em><a href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz" target="_blank" rel="noreferrer noopener">RaspiBlitz</a></em>. Der wird nämlich fleißig weiterentwickelt und dank neuer Hardware auf dem Markt und den erweiterten Funktionen der aktuellen Version 1.5 entwickelt sich der Berliner DIY-Node weiter zu einem der zentralen Rückgrat-Projekte der Lightning-Infrastruktur: Schick, funktional und wer nicht will, muss mittlerweile nicht einmal mehr selbst basteln. Höchste Zeit also für eine <em>RaspiBlitz</em>-Review reloaded.</p>



<span id="more-16323"></span>



<h6 class="wp-block-heading">Hacksprint-Selber-Bastel-Challenge accepted!</h6>



<p>Für meinen Test mache ich es mir natürlich nicht so einfach. Ich will die volle Herausforderung. Alles selber schrauben, basteln, installieren. Denn passenderweise fand im Mai ein <em><a rel="noreferrer noopener" href="https://wiki.fulmo.org/wiki/Lightning_HackSprint_May_2020" target="_blank">Lightning Hacksprint</a></em> statt, die pandemiebedingte Digitalvariante der sonst regelmäßig stattfindenden <em>Lightning Hackdays</em>. Mein Home-Alone-Projekt für dieses Event also: einen <em>RaspiBlitz </em>der neuesten Generation basteln. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>In dem Review-Paket, das mit dafür freundlicherweise von <em><a rel="noreferrer noopener" href="https://fulmo.org/" target="_blank">Fulmo</a></em> zur Verfügung gestellt wurde, befand sich dabei allerhand Material, mit dem sich ein <em>RaspiBlitz </em>in den drei verschiedenen Varianten zusammenbauen lässt, wie es ihn auch vorgefertigt <a rel="noreferrer noopener" href="https://shop.fulmo.org/" target="_blank">im dortigen Shop zu kaufen</a> gibt: <span class="removed_link" title="https://shop.fulmo.org/product/raspiblitz-limited-edition/"><em>3D-Printed Case</em></span>, <em><a rel="noreferrer noopener" href="https://shop.fulmo.org/product/raspiblitz-v1-5-heatsink-case/" target="_blank">Heatsink Case</a></em> und <em><a rel="noreferrer noopener" href="https://shop.fulmo.org/product/raspiblitz-1-5-metalcase-edition/" target="_blank">Metal Case</a></em>. Die schicken Gehäuse, die den <em>RaspiBlitz</em> optisch zu einem Hingucker auf dem Schreibtisch machen, bekommt man dort auch einzeln. </p>



<p>Ich entscheide mich für die <em>Metal Case-Variante</em> und meine erste Challenge ist es, herauszufinden, welche der vielen zur Verfügung stehenden Teile ich für diese eigentlich brauche und welche nicht. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Mit ein bisschen Logik, räumlichem Vorstellungsvermögen, der <a rel="noreferrer noopener" href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz" target="_blank"><em>Github</em>-Dokumentation</a> und gelegentlicher Rücksprache über die verschiedenen <em>Hacksprint</em>-Kommunikationswege gelingt es mir dann aber relativ schnell, die nötigen Komponenten im passenden Gehäuse unterzubringen. Zumindest fast. Denn um die passive Kühlung auf den <em>Raspberry Pi </em>schrauben zu können, fehlten &#8211; wie so oft &#8211; am Ende doch vier Schrauben. Globales Corona-Chaos, Lieferverzögerungen, ihr kennt das.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="474" height="356" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RaspiBlitz-02.png" alt="RaspiBlitz 02" class="wp-image-16348" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz Reloaded 1" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RaspiBlitz-02.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RaspiBlitz-02-300x225.png 300w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ohne extra-lange Schrauben kann man den Kühlkörper nicht auf den Raspberry Pi und ans Board schrauben.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Aus Hack-Sprint wird Hack-Marathon</h6>



<p>Mein <em>Hack-Sprint </em>entwickelte sich durch die zusätzliche Wartezeit von zwei Wochen so zwar mehr und mehr zu einer Hack-Langstrecke. Am Ende kamen aber auch die letzten vier Schrauben an und fertig war der <em>Metal Case RaspiBlitz 1.5</em> bestehend aus:</p>



<ul class="wp-block-list">
<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/3dWotAU" target="_blank"><em>Raspberry Pi 4</em> (</a><em><a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/3dWotAU" target="_blank">4GB)</a> plus <a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/2Uk6VHi" target="_blank">Netzteil</a></em></li>



<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/2XJjwWz" target="_blank"><em>Passives Cooling Case für den Raspberry Pi</em></a></li>



<li><a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/30y6mxJ" target="_blank"><em>Raspberry Pi HDD/SSD Expansion Board</em></a></li>



<li><em><a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/2BEmMtI" target="_blank">1 TB SSD-Festplatte</a></em></li>



<li><em><a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/3eVFCuS" target="_blank">Touchscreen</a></em></li>



<li><em><a rel="noreferrer noopener" href="https://amzn.to/2YcKBAt" target="_blank">MicroSD-Karte</a></em></li>



<li><em><a rel="noreferrer noopener" href="https://shop.fulmo.org/product/raspiblitz-metal-case-case-only/" target="_blank">RaspiBlitz Metal Case</a></em></li>



<li>2,5 x 22 mm Schrauben (4 Stück)</li>
</ul>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Jetzt nur noch die aktuelle 1.5er-Software auf die SD-Karte ziehen, was dank der guten Dokumentation auch für Laien einfach und mit wenig Aufwand zu erledigen ist und schon kann der <em>RaspiBlitz</em> ans Strom- und ins Internetz.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="474" height="284" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RaspiBlitz-01.png" alt="RaspiBlitz 01" class="wp-image-16347" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz Reloaded 2" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RaspiBlitz-01.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RaspiBlitz-01-300x180.png 300w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Na dann!</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Endlich genügend Power unter der Haube</h6>



<p>Soweit so gut. Doch nun sollte es spannend werden. Wie lange würde der Initiale Block-Download dauern? Das war bei<em> Rasperry Pi</em>-basierten Nodes bislang immer die Schwachstelle. Wenn man nicht Monate(!) warten wollte, musste man entweder auf eine vorsynchronisierte Blockchain zurückgreifen oder sich die Daten anderweitig von einer externen Quelle holen. Beides eigentlich nur Notlösungen. </p>



<p>Mit dem neuen <em>Raspberry Pi </em>der 4. Generation ist dieses Problem nun aber vom Tisch. Die verbesserte Hardware hat das Potential, problemlos innerhalb von zwei bis drei Tagen die mittlerweile knapp 300 GB große Blockchain von Grund auf zu synchronisieren. Im Vergleich zu den Stunden, die ich beim Vorgängermodell noch gewartet habe, um die vorsynchronisierte Blockchain von rund 96 Prozent auf 100 zu bringen, ist das ein enormer Fortschritt hinsichtlich Nutzerfreundlichkeit und Sicherheit.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Auch die Software kann mehr</h6>



<p>Doch nicht nur hardwaremäßig, auch auf Seite der Software ist der <em>RaspiBlitz</em> noch einmal deutlich leistungsfähiger geworden. Der verbaute Bildschirm kann nun auch als Touchscreen verwendet werden. Dadurch kann man mit nur einem Tippen direkt auf dem Gerät eine Invoice oder die Verbindungsdetails des Node anzeigen lassen oder es herunterfahren. Das ist praktisch.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="474" height="420" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RaspiBlitz-Screen.png" alt="RaspiBlitz Screen" class="wp-image-16382" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz Reloaded 3" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RaspiBlitz-Screen.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RaspiBlitz-Screen-300x266.png 300w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Über die vier Touch-Optionen links lässt sich der RaspiBlitz nun auch direkt am Gerät steuern.</figcaption></figure>



<p>Ohnehin halte ich den Bildschirm beim <em>RaspiBlitz</em> für ein unterschätztes Killer-Feature, dessen Praktikabilität und Bedeutung auch mir erst im Umgang mit anderen Node-Modellen (ohne Bildschirm) bewusst wurde. Wenn es bei denen einmal hakt und man nicht weiß, warum, muss man erst umständlich auf Fehlersuche gehen. Das kann wirklich nervig werden, wenn man gerade nicht über das Heimnetz auf den Node zugreifen kann, kein freies HDMI-Kabel hat oder keinen zusätzlichen Monitor.  </p>



<p>Über den verbauten Screen am <em>RaspiBlitz</em> kann man jedoch jederzeit mit nur einem Blick die Betriebsbereitschaft des Nodes verifizieren und gleichzeitig eine Vielzahl nützlicher Informationen abrufen. Darüber hinaus ist das Display praktisch, wenn man bspw. eine Mobile Wallet (wie bspw. <em><a rel="noreferrer noopener" href="https://zap.jackmallers.com/" target="_blank">Zap</a></em>) mit dem eigenen Node verbinden möchte. Einfach den Koppelungs-QR-Code anzeigen lassen, abscannen, fertig.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Neue Erweiterungen möglich </h6>



<p>Generell ist der <em>RaspiBlitz</em> sehr viel funktionaler geworden. Das liegt vor allem daran, dass eine Vielzahl weitere Services integriert wurden, die bei Bedarf mit einem kurzen Häkchen aktiviert werden können. Je nach Einsatzzweck kann man sich so individuell den eigenen Node ganz nach Bedarf konfigurieren.</p>



<figure class="wp-block-image aligncenter size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="342" height="472" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/mainmenu-services.png" alt="mainmenu services" class="wp-image-16385" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz Reloaded 4" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/mainmenu-services.png 342w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/mainmenu-services-217x300.png 217w" sizes="auto, (max-width: 342px) 100vw, 342px" /><figcaption class="wp-element-caption">Quelle: <a href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz" target="_blank" rel="noopener">https://github.com/rootzoll/raspiblitz</a></figcaption></figure>



<p><em>Ride the Lightning</em> &#8211; um mal einige herauszuheben &#8211; ist als browserbasiertes graphisches Nutzerinterface für die Node-Verwaltung zwar nicht neu, aber immer noch ungemein praktisch.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="400" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RTL.png" alt="RTL" class="wp-image-16357" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz Reloaded 5" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RTL.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/RTL-300x253.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Screenshot Ride the Lightning</figcaption></figure>



<p>Ein bisschen anders ist das beim <em><a rel="noreferrer noopener" href="https://btcpayserver.org/" target="_blank">BTCPay-Server</a></em>, der sich nun auch auf dem <em>RaspiBlitz</em> direkt aktivieren lässt. Prinzipiell praktisch ist der einzige Wermutstropfen hier: Wer seinen Node hinter Tor laufen lässt, was ja prinzipiell eine gute Idee ist, dessen <em>BTCPay-Server</em> ist bislang auch nur über eine Tor-Adresse zu erreichen. </p>



<p>Das widerspricht zwar dem Sinn des <em>BTCPay-Servers</em>, der ja als leicht zugängliches Payment-Interface (zum Beispiel für Webshops) gedacht ist. Allerdings soll wohl die kommende <em>RaspiBlitz</em> Version 1.6 <a rel="noreferrer noopener" href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz/issues/1258" target="_blank">eine Lösung für dieses Problem mitbringen</a>. Auch wenn dieses Feature für technische Laien also jetzt noch nicht ohne weiteres nutzbar ist, muss das kein prinzipieller Grund gegen den <em>RaspiBlitz</em> sein.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/Bitcoin-Explorer-web.png"><img loading="lazy" decoding="async" width="1818" height="1529" src="/wp-content/uploads/2020/06/Bitcoin-Explorer-web.png" alt="Bitcoin Explorer web" class="wp-image-16358" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz Reloaded 6" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/Bitcoin-Explorer-web.png 1818w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/Bitcoin-Explorer-web-300x252.png 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/Bitcoin-Explorer-web-1024x861.png 1024w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/Bitcoin-Explorer-web-768x646.png 768w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/Bitcoin-Explorer-web-1536x1292.png 1536w" sizes="auto, (max-width: 1818px) 100vw, 1818px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">BTC RPC Explorer: Perfekt, wenn man über den eigenen Node Einblick in die Daten der Blockchain haben will. </figcaption></figure>



<p>Denn der bringt neben vielen anderen nun auch einen Service mit, der gerade für mich als Journalist extrem hilfreich ist: einen eigenen Blockexplorer (<em><a rel="noreferrer noopener" href="https://github.com/janoside/btc-rpc-explorer" target="_blank">BTC RPC Explorer</a></em>). Damit kann man nun also vom eigenen Node aus verschiedenste Blockchain-Daten einsehen, ohne einer dritten Partei vertrauen zu müssen: Blöcke, Gebühren, Transaktionen, Hashrate, usw. usf. </p>



<p>Für tiefergehende private Recherchen ein wunderbares und vielseitiges Tool, dessen Möglichkeiten zu entdecken viel Spaß macht und ein wichtiger Baustein im <em>&#8222;Don&#8217;t trust, verify!&#8220;</em>-System ist.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Der eigene Node als Kern der Infrastruktur</h6>



<p>Wer will, kann den <em>RaspiBlitz </em>darüber hinaus natürlich auch jenseits der Möglichkeiten des &#8222;offiziellen&#8220; Menüs für weitere eigene Anbindungen nutzen. Der erste Test mit dem Lightning-Messenger <em><a rel="noreferrer noopener" href="https://www.getjuggernaut.com/" target="_blank">Juggernaut</a></em> lief bei mir jedenfalls ohne größere Probleme.  </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://twitter.com/MarkusTurm/status/1268411896799072257" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="457" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/twitter-juggernaut.png" alt="twitter juggernaut" class="wp-image-16384" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz Reloaded 7" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/twitter-juggernaut.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/twitter-juggernaut-300x289.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Juggernaut auf dem eigenen Node. Noch ohne Rechtschreibkorrektur, aber funktioniert.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Fazit</h6>



<p>War der <em>RaspiBlitz</em> vor einem Jahr noch eine interessante DIY-Option für Bastler und technisch versierte Bitcoiner, hat das Projekt seitdem einen guten Schritt in Richtung verbesserter Nutzerfreundlichkeit und erweitertem Funktionsumfang gemacht. Verpackt in einem schicken Gehäuse verwandelt sich der <em>RaspiBlitz</em> vom offensichtlichen nerdigen Hack-Projekt zu einem Hingucker, den man sich gerne auf den Schreibtisch stellt. Wer das nicht will, kann aber auch bei der einfachsten  Variante bleiben, die man zusammen mit dem Router hinterm Schrank versteckt. </p>



<p>Genau diese Vielseitigkeit ist die wohl größte Stärke des <em>RaspiBlitz</em>. Als Open Source-Projekt wird es nicht nur mit großem Eifer von der Community <a rel="noreferrer noopener" href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz/issues" target="_blank">weiterentwickelt und verbessert</a>. Durch die flexible Integration anderer offener Services und Projekte, die jeweils auch wieder separat weiterentwickelt werden, erweitert sich der Funktionsumfang und erhöht sich die Geschwindigkeit, mit der neue nützliche Features hinzugefügt werden können, enorm. Da verwundert es nicht, das kommerziell ausgerichtete Node-Anbieter, die mehr Wert auf die Kontrolle über ihr Produkt behalten wollen, auf Dauer Schwierigkeiten haben, mit der dynamischen Entwicklung eines Open-Innovation-Ansatzes wie dem des<em> RaspiBlitz</em> Schritt zu halten.</p>



<p>War der <em>RaspiBlitz</em> also bereits vor einem Jahr eine Bitcoin- und Lightning-Node-Option, auf die ein Blick zu werfen sich lohnte, ist er das nun durch den Wegfall einiger Alternativen und die eigenen Fortschritte und Verbesserungen heute umso mehr. </p>
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		<title>Steelwallet &#8211; Bitcoins für die Ewigkeit sichern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Feb 2020 10:41:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
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					<description><![CDATA[Zugegeben &#8211; wie soll man wissen, ob man Bitcoins überhaupt für die Ewigkeit sichern kann, wenn man die Zukunft gar nicht kennt. Aber ist das ein Grund es nicht trotzdem zu versuchen? Genau! Und deswegen habe ich auch direkt zugesagt, als mich Aljoscha von Steelwallet neulich fragte, ob ich ebensolcheine Steelwallet mal ausprobieren wollen würde. [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Zugegeben &#8211; wie soll man wissen, ob man Bitcoins überhaupt für die Ewigkeit sichern kann, wenn man die Zukunft gar nicht kennt. Aber ist das ein Grund es nicht trotzdem zu versuchen? Genau! Und deswegen habe ich auch direkt zugesagt, als mich Aljoscha von <span class="removed_link" title="https://steel-wallet.de/"><em>Steelwallet</em> </span>neulich fragte, ob ich ebensolcheine <em>Steelwallet</em> mal ausprobieren wollen würde.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Mit rostfreiem Stahl gegen alle Eventualitäten</h6>



<p>Kurze Zeit später lag dann ein schmuckloser Pappumschlag mit zwei je knapp 180 Gramm schweren fast quadratischen Plättchen (ca. 10&#215;10 cm) aus rostfreiem Stahl und einem halbautomatischen Stanz-Stift in meinem Briefkasten. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="282" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-4.jpg" alt="Steelwallet 4" class="wp-image-15826" title="Steelwallet - Bitcoins für die Ewigkeit sichern 8" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-4.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-4-300x178.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Zwei Platten aus rostfreiem Stahl zur Sicherung zweier 12-Wörter- oder eines 24-Wörter-Seeds</figcaption></figure>



<p>Jedes Plättchen zeigt dabei ein lasergraviertes Raster mit 24&#215;26 Feldern. Vertikal mit dem Alphabet und horizontal mit den Zahlen 1-6 (Vorderseite) und 7-12 (Rückseite), wobei jeder Zahl vier Spalten untergeordnet sind, die dann die Buchstaben-Zeilen kreuzen.</p>



<p>In diese Felder kann man dann den Seed einstanzen, also die individuelle Wortreihenfolge, die eine Bitcoin-Software-Wallet zufällig erzeugt und aus der sie alle zugehörigen Schlüssel und Adressen ableitet, die dann im Alltag wiederum Zugang zu den eigenen Bitcoins ermöglichen. </p>



<p>Wer diesen Seed gut aufbewahrt, kann seine Wallet und damit die eigenen Bitcoins auch im Falle eines Falles jederzeit einfach wiederherstellen. Der Seed ist also das Backup und die Idee der <em>Steelwallet</em> ist es nun, dieses Backup, so sicher und unverwüstlich wie möglich in der physischen Welt zu schützen.</p>



<span id="more-15821"></span>



<h6 class="wp-block-heading">Wie sichert man einen Seed am beständigsten?</h6>



<p>Mit dieser Idee ist die <em>Steelwallet</em> natürlich nicht alleine auf dem Markt. Schon seit langem gibt es verschiedene Konzepte und Ausführungen auf dem Markt. In einem sehr ausführlichen Stresstest (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Teil 1 (öffnet in neuem Tab)" href="https://blog.lopp.net/metal-bitcoin-seed-storage-stress-test/" target="_blank">Teil 1</a>, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Teil 2 (öffnet in neuem Tab)" href="https://blog.lopp.net/metal-bitcoin-seed-storage-stress-test--part-ii-/" target="_blank">Teil 2</a>) hat Jameson Lopp verschiedene Seed-Storage-Systeme verglichen und die <em>Steelwallet</em> kam dabei u.a. aufgrund der einfachen Handhabung ganz ordentlich bei weg. Ein Fazit, dem ich mich durchaus anschließen kann.</p>



<p>Denn weder braucht man außer dem beigelegten Stanzer noch weiteres Werkzeug, noch sonderlich viel Kraft oder Geschick um die <em>Steelwallet</em> zu nutzen. Einzig etwas Konzentration und ein guter Plan sind von Nöten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://iancoleman.io/bip39/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="205" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-5.png" alt="Steelwallet 5" class="wp-image-15827" title="Steelwallet - Bitcoins für die Ewigkeit sichern 9" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-5.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-5-300x130.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption>Mnemonic Code Converter &#8211; Mnemonic Codes für alle!</figcaption></figure>



<p>Hat man einen Seed (ich habe für den Test natürlich keinen echten genommen, sondern mir <a rel="noreferrer noopener" aria-label="hier (öffnet in neuem Tab)" href="https://iancoleman.io/bip39/" target="_blank">hier</a> einen generiert), markiert man die entsprechenden Felder mit einem Filzstift vor.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Man muss nicht die ganzen Wörter stanzen</h6>



<p>Da die ersten vier Buchstaben reichen, um das entsprechende Wort im Seed-Wortpool eindeutig zuzuordnen, muss man pro Wort auch nur vier Buchstaben markieren. Meinen Seed &#8222;<em>metal sheriff feed witness slush range wall usual accuse because judge eight&#8220; </em>markiere ich entsprechend nur mit den Buchstaben <em>&#8222;meta&#8220;, sher&#8220;, &#8222;feed&#8220;, &#8222;witn&#8220;, &#8222;slus&#8220;, &#8222;rang&#8220;, &#8222;wall&#8220;, &#8222;usua&#8220;, &#8222;accu&#8220;, &#8222;beca&#8220;, &#8222;judg&#8220; und &#8222;eigh&#8220;</em>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="428" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-1.jpg" alt="Steelwallet 1" class="wp-image-15823" title="Steelwallet - Bitcoins für die Ewigkeit sichern 10" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-1.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-1-300x271.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Besser erst markieren und ggf. korriegieren, bevor für die Ewigkeit gestanzt wird.</figcaption></figure>



<p>Das ist auch schon der komplizierteste Teil des Prozesses, den man mit der nötigen Sorgfalt durchführen sollte. Denn wenn man mal eben in der Spalte oder Zeile verrutscht, was bei der geringen Größe durchaus mal passieren kann, kann man den Fehler noch vor dem Stanzen korrigieren.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="359" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-2.jpg" alt="Steelwallet 2" class="wp-image-15824" title="Steelwallet - Bitcoins für die Ewigkeit sichern 11" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-2.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-2-300x227.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Mit dem Stanz-Stift werden die Markierungen dann verewigt</figcaption></figure>



<p>Sind die Felder richtig markiert, wird der beigelegte Stanz-Stift auf die Punkte gesetzt und runtergedrückt bis es klickt. Die innenliegenden Federn geben dann einen Impuls an die Spitze, der genau ausreicht, eine kleine, aber eindeutige  Markierung in dem jeweiligen Feld zu hinterlassen. Fertig.</p>



<p>Das Ganze dauert nicht lang, ist vom Geräuschpegel nicht störend und hinterlässt keinen Müll. Unterm Strich also wirklich eine einfache und praktische Lösung.  </p>



<h6 class="wp-block-heading">Den Seed zu stanzen ist nur die halbe Miete</h6>



<p>Vorausgesetzt natürlich man hat sich einen guten Plan gemacht, wo man die Stahlplättchen später aufbewahren möchte. Denn nur weil der Seed in der <em>Steelwallet</em> jetzt gegen Schäden durch Wasser, Feuer, Korosion und Elektrizität geschützt ist, kann er natürlich immer noch gestohlen oder oder ausgelesen werden, solange er allzu leicht zu finden ist. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="498" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-3.jpg" alt="Steelwallet 3" class="wp-image-15825" title="Steelwallet - Bitcoins für die Ewigkeit sichern 12" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-3.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/02/Steelwallet-3-286x300.jpg 286w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></figure>



<p>Im Gegensatz zu einem Backup auf Papier lässt sich die <em>Steelwallet</em> aufgrund der Maße und des Gewichts aber nicht ganz so einfach und unauffällig verstecken. Dafür erlaubt das Material aber eben auch etwas robustere Verstecke. Im Garten vergraben, in den Kamin kleben, im Aquarium versenken &#8211; der Phantasie sind hier erst einmal keine Grenzen gesetzt. Gerade wenn es darum geht, einen bestimmten Seed sehr lange aufzubewahren.</p>



<p>Allerdings würde ich mir hierfür noch eine Möglichkeit wünschen, die Reihenfolge der Plättchen zu markieren. Denn wem seine Wallet einen 24-Wörter-Seed vorgibt, der braucht beide Plättchen. Da die aber komplett identisch sind, wäre es hilfreich zu wissen, welche der Platten die ersten zwölf und welche die zweiten zwölf Wörter des Seeds enthält. Aber das ist letztlich ein Problem, das man als Nutzer zur Not auch selbst oben rechts in der Ecke mit einer bzw. zwei Markierungen lösen könnte. Wenn man daran denkt. Ansonsten muss man es später eben ausprobieren.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Ideal nur für die Langzeit-Aufbewahrung einzelner Seeds</h6>



<p>Für die Alltags-Wallet(s) auf dem Smartphone wäre die <em>Steelwallet </em>allerdings nicht meine erste Wahl. Sie ist zwar einfach erstellt, aber wer wie ich mehrere und immer neue Wallets nutzt, was im rasant wachsenden und sich beständig wandelnden Bitcoin-Ökosystem ja durchaus üblich ist, müsste sich jedes Mal wieder eine neue <em>Steelwallet</em> kaufen. </p>



<p>Bei einem Preis von knapp 60 Euro für zwei Plättchen geht das schnell ins Geld. Ganz davon abgesehen, dass es ab einer gewissen Menge immer schwer werden würde, kiloweise Stahlplättchen unauffällig aber trotzdem einigermaßen zugänglich zu verstecken. Außerdem sehen alle <em>Steelwallets</em> gleich aus. Auch die eindeutige Zuordnung von diesem Seed-Backup zu jener Wallet könnte da irgendwann schwierig werden.</p>



<p>Am Ende muss also jeder für sich selbst entscheiden, ob und wie viele <em>Steelwallets</em> (oder alternative Angebote) er nutzen will. Dass es aber überhaupt die Möglichkeit gibt, seinen Seed mit so wenig Aufwand langfristig gegen physische Einflüsse sichern zu können, ist klasse.  </p>
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		<title>BitBox02 &#8211; Die Schweiz als Hardware-Wallet</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/11/27/bitbox02-die-schweiz-als-hardware-wallet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 Nov 2019 10:25:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hard- und Software]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich neulich die Coldcard auf dem Schreibtisch hatte, eine Hardware-Wallet, die Design und Nutzerfreundlichkeit in jeder Hinsicht dem Thema Sicherheit unterordnet, könnte der Kontrast zur BitBox02, meinem aktuellen Testgerät aus dem Hause Shift Cryptosecurity, nicht größer sein. Zwar kann man die schweizerische BitBox02 nicht so gut &#8222;erschießen&#8220; wie den &#8222;hässlichen kleinen Taschenrechner&#8220; aus Kanada [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nachdem ich neulich die <em><a href="https://coldcardwallet.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Coldcard  (öffnet in neuem Tab)">Coldcard </a></em>auf dem Schreibtisch hatte, eine Hardware-Wallet, die Design und Nutzerfreundlichkeit in jeder Hinsicht<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" alles dem Thema Sicherheit unterordnet (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/10/23/coldcard-die-kompromisslose-hardware-wallet/" target="_blank"> dem Thema Sicherheit unterordnet</a>, könnte der Kontrast zur <em><a href="https://shiftcrypto.ch/bitbox02/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="BitBox02 (öffnet in neuem Tab)">BitBox02</a></em>, meinem aktuellen Testgerät aus dem Hause <em><a href="https://shiftcrypto.ch/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Shift Cryptosecurity (öffnet in neuem Tab)">Shift Cryptosecurity</a></em>, nicht größer sein. </p>



<p>Zwar kann man die schweizerische <em>BitBox02</em> nicht so gut &#8222;erschießen&#8220; wie den &#8222;hässlichen kleinen Taschenrechner&#8220; aus Kanada und auch den eigenen Seed kann man nicht erwürfeln. Wenn man jedoch bereit ist, auf einige dieser Maximal-Sicherheitsfeatures zu verzichten, bekommt man mit der <em>BitBox02</em> die derzeit wohl modernste, anwenderfreundlichste und zeitgemäßeste Hardware-Wallet. </p>



<p>Als Nachfolger der <em>BitBox01</em> wirkt sie in vielen Details gut durchdacht, die Handhabung ist auf die Bedürfnisse des Nutzers fokussiert und das Design ist elegant. Wer hätte gedacht, dass sich die technische Nerdigkeit von Bitcoin und die Herausforderung, Bitcoins sicher aufzubewahren, so sexy verkaufen lässt.  </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="326" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-07.jpg" alt="BitBox02 07" class="wp-image-15728" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 13" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-07.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-07-300x206.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Massiv, sicher und für die Ewigkeit gemacht. Der BitBox02-Hersteller versteht es, das Schweizer Image der Stabilität und Vertrauenswürdigkeit auf seine Produkte zu übertragen.</figcaption></figure>



<span id="more-15709"></span>



<h6 class="wp-block-heading">Krypto-Sicherheit als Schweizer Statement</h6>



<p>Um das Konzept der <em>BitBox02</em> zu verstehen, muss man sich zunächst mit <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Shift Cryptosecurity (öffnet in neuem Tab)" href="https://shiftcrypto.ch/" target="_blank">Shift Cryptosecurity</a></em> befassen. Kaum ein anderes Unternehmen ist mir in den letzten Monaten häufiger positiv aufgefallen. </p>



<p>Egal ob es um <a rel="noreferrer noopener" aria-label="das Finden und verantwortungsvolle Kommunizieren (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/ShiftCryptoHQ/status/1196477886322089985" target="_blank">das Finden und verantwortungsvolle Kommunizieren</a> von Schwachstellen in den Hardware-Wallet-Konzepten anderer Hersteller geht. Oder um einen Plan, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="wie man einen Lightning-Node baut (öffnet in neuem Tab)" href="https://threadreaderapp.com/thread/1186298106196967431.html?refreshed=yes" target="_blank">wie man einen Lightning-Node baut</a>, der so ansehnlich und funktional ist, dass ihn sich sogar die eigenen Eltern gerne ins Wohnzimmer stellen würden oder eben um eine zeitgemäße Hardware-Wallet. Das Auftreten des <em>Shift Cryptosecurity</em>-Teams wirkt nach außen hin immer respektvoll, engagiert, kompetent und konstruktiv. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Eine smarte Strategie. Denn durch gute Kommunikation, Kooperationsbereitschaft und Authentizität erarbeiten sich die Schweizer langfristig das wichtigste Gut, das ein Unternehmen im Bitcoin-Ökosystem besitzen kann: Vertrauen.</p>



<p>Ohne Frage hat dabei ein Schweizer Unternehmen aufgrund der langen Tradition des Landes, Vermögen professionell und diskret zu verwalten, von Natur aus einen Vertrauens-Bonus. Das Team von <em>Shift Cryptosecurity</em> versteht es aber, dieses Schweizer Image zu nutzen und geschickt und authentisch auf das Bitcoin-Finanzwesen zu übertragen. Eine Hardware-Wallet aus der Schweiz? Das klingt solide und lässt sich gut verkaufen. Immerhin nutzte ja schon Barack Obama vor ein paar Jahren in Bezug auf Verschlüsselung das Sinnbild des <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="&quot;swiss bank account in a pocket&quot; (öffnet in neuem Tab)" href="https://youtu.be/GFku1YugfS0?t=61" target="_blank">&#8222;swiss bank account in a pocket&#8220;</a></em>. </p>



<h6 class="wp-block-heading">BitBox02 &#8211; Das Lieferdilemma</h6>



<p>Abgesehen vom positiven Image bringt der Standort Schweiz jedoch auch Nachteile mit sich. Denn als Nicht-EU-Land muss eine <em>BitBox02</em> bei der Lieferung nach Deutschland zunächst durch den Zoll, was in meinem Fall eine recht unerfreuliche Erfahrung war. </p>



<p>Zum einen verlängerte der Prozess meine Lieferzeit um zwei Wochen. Außerdem musste ich eine detaillierte Sendungs- und Inhaltsbeschreibung abgeben. Gerade wenn es um das private sichere Aufbewahren von Bitcoin geht, fühlt sich das nicht richtig an, eine Bitcoin-Hardware-Wallet und ihren Einsatzzweck beschreiben zu müssen, wenn man nicht weiß, wer diese Information schließlich alles in die Hände bekommt.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="475" height="473" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-01.jpg" alt="BitBox02 01" class="wp-image-15712" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 14" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-01.jpg 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-01-300x300.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-01-150x150.jpg 150w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption class="wp-element-caption">Vom Zoll zur Durchsicht geöffnet und wieder &#8222;verschlossen&#8220;. Einer Hardware-Wallet, die in so einer manipulierten Verpackung ankommt, sollte man eigentlich nicht mehr vertrauen. </figcaption></figure>



<p>Am ärgerlichsten war jedoch der Zustand, in dem das Päckckchen schlussendlich bei mir ankam: offensichtlich geöffnet und äußerst lieblos und dilettantisch wieder zugeklebt. Hätte ich die <em>BitBox02</em> nicht zu Testzwecken, sondern für den privaten Nutzen bekommen, hätte ich mir an dieser Stelle überlegen müssen, ob ich meine Bitcoins dieser manipulierten Lieferkette wirklich anvertrauen möchte. Im Zweifel wohl eher nicht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Neue Ideen für mehr Sicherheit</h6>



<p>Doch genau dieses systemischen Problems ist man sich offensichtlich auch bei <em>Shift Cryptosecurity</em> bewusst. Mit dem frisch vorgestellten Konzept von<em> <a rel="noreferrer noopener" aria-label="BitBox Tep (öffnet in neuem Tab)" href="https://youtu.be/WOqR1nXD1ag" target="_blank">BitBox Tep</a></em> hat man jedenfalls eine der aktuell interessantesten Lösungen für das Lieferkette-Problem vorgestellt: Wie lässt sich nachweisen, dass das Gerät, das beim Kunden ankommt, zwischendurch nicht manipuliert wurde? Ein Problem, das ja letztlich alle Hardware-Wallet-Anbieter irgendwie lösen müssen. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Dass sich <em>Shift Cryptosecurity</em> hierbei wieder früh an die Community wendet, um Feedback zu bekommen, passt zum insgesamt konstruktiv-kooperativen Auftreten des Unternehmens. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="475" height="363" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-02.jpg" alt="BitBox02 02" class="wp-image-15713" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 15" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-02.jpg 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-02-300x229.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption class="wp-element-caption">Noch ohne BitBox Tep-&#8222;Fingerabdruck&#8220; und daher einfacher manipulierbar: die BitBox02 im gebrandeten Vakuumbeutel.</figcaption></figure>



<p>Bei meinem Testgerät kam das <em>Tep-</em>Feature allerdings noch nicht zum Einsatz. Meine <em>BitBox02</em> wurde vorerst nur im &#8222;Marken&#8220;-Vakuumbeutel geliefert. Besser als nichts, aber in der Form (ebenso wie Hologram-Sticker etc.) letztlich nur eine Maßnahme aus der Kategorie <em>Security-Theater</em>. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="475" height="315" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-03.jpg" alt="BitBox02 03" class="wp-image-15714" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 16" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-03.jpg 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-03-300x199.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption class="wp-element-caption">Für rund 100 Euro bekommt man: Sticker, die BitBox02, eine SD-Karte, ein USB-Adapter, ein USB-C-Verlängerungskabel, drei Befestigungsbändchen und eine wirklich schön gestaltete Verpackung.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Un-BitBox-ing</h6>



<p>Entvakuumiert befinden sich dann in der sehr ansprechend gestalteten Verpackung neben der eigentlichen Hardware-Wallet die fast schon obligatorischen Sticker, eine SD-Karte, ein USB-C-Verlängerungskabel und ein USB-Adapter. Der ist eine charmante Lösung um die <em>BitBox02</em> abwärtskompatibel zu halten. Erfreulicherweise hat das Gerät selbst nämlich einen modernen USB-C-Anschluss. Eines der Details, die die Hardware-Wallet technisch auf der Höhe der Zeit verorten. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-block-embed-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Der andere ist die Kombination aus großem Display und Bedienung per Touch-Gesten. Dadurch kommt das Gerät nicht nur ganz ohne Tasten aus, sondern wird auch sensorisch zu einem Erlebnis. </p>



<h6 class="wp-block-heading">You can touch it</h6>



<p>Tippen, streichen und drücken &#8211; diese Gesten kennen wir vom Smartphone und immer mehr Alltagsgeräten. Nun auch die eigene Hardware-Wallet auf diese Weise zu bedienen, wirkt daher nicht sonderlich futuristisch, sondern eher zeitgemäß. Allerdings lässt es die Bedienung über kleine, fummelige Knöpfe wie bspw. bei den weit verbreiteten Ur-Hardware-Wallets<a href="http://coinspondent.de/2016/09/03/ledger-nano-s-die-hardware-wallet-fuer-bitcoin-und-ethereum/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" Ledger Nano S (öffnet in neuem Tab)"> <em>Ledger Nano S</em></a> oder <em><a href="http://coinspondent.de/2015/12/01/trezor-die-bitcoin-hardware-wallet-im-test/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Trezor One (öffnet in neuem Tab)">Trezor One</a></em> geradezu anachronistisch erscheinen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="298" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-04.jpg" alt="BitBox02 04" class="wp-image-15715" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 17" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-04.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-04-300x189.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></figure>



<p>Vor allem, da die Bedienung der <em>BitBox02</em> wirklich durchdacht ist. Das Display selbst ist nämlich nicht touchfähig, sondern nur die Seiten der Hardware-Wallet. So bleibt der Blick aufs Display immer frei und wird nicht durch die eigenen Finger versperrt. Bei der Geräte-Größe von 45x24x8 Millimeter (ohne Stecker) eine gute Entscheidung. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Reibunsglose Inbetriebnahme </h6>



<p>Auch in Betrieb setzt sich der positive Eindruck fort. Die Einrichtung der Hardware-Wallet funktioniert ähnlich wie bei der Konkurrenz. Wie bei den meisten anderen Anbietern auch muss zunächst eine Desktop-App heruntergeladen werden, über die auf die <em>BitBox02 </em>zugegriffen und Updates installiert werden können. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="475" height="269" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-06.png" alt="BitBox02 06" class="wp-image-15717" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 18" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-06.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-06-300x170.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption class="wp-element-caption">Neue Wallet oder Wiederherstellen? Mit wenigen Klicks ist die BitBox02 betriebsbereit.</figcaption></figure>



<p>Für Kritiker bedeutet das natürlich einen potentiellen Privatsphäre-Verlust. Allerdings kann man (falls man das kann) in den &#8222;Experten-Einstellungen&#8220; die App zumindest auch mit einem eigenen Full-Node verbinden. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Backups für alle!</h6>



<p>Positiv zu bewerten ist in jedem Fall der Umstand, dass das Backup der Hardware-Wallet nicht nur per Seed, sondern auch auf der beiliegenden SD-Karte gespeichert wird. Das erhöht zwar den individuellen Aufwand. Neben dem Seed muss nun nämlich auch die SD-Karte sehr sicher aufbewahrt werden, da das Backup hier unverschlüsselt gespeichert ist. Allerdings gibt es dafür auch ein explizites System, wie das eigene Guthaben im Ernstfall auch ohne <em>BitBox02</em> wiederhergestellt werden kann.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="378" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-08.png" alt="BitBox02 08" class="wp-image-15733" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 19" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-08.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-08-300x239.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Dass das Backup auf der SD-Karte unverschlüsselt liegt, ist sehr wichtig zu wissen.</figcaption></figure>



<p>Eine allgemeine Bewertung dieses Backup-System ist schwierig und hängt letztlich immer von der individuellen Situation ab. Einerseits ist es riskant. Gelangt die SD-Karte in falsche Hände, ist alles verloren. Andererseits ist das eine sehr praktische und intuitive Backup-Form für alle, die mit dem Einsatz von <em>mnemonic seeds</em> nicht vertraut sind. Wer das hingegen nicht will, kann das SD-Karten-Backup außerdem ja auch verwerfen und sich wie bei anderen Wallets auch ganz auf seinen Seed verlassen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Zukunftstaugliche Hardware</h6>



<p>Dass es allerdings einen SD-Karten-Slot bei der <em>BitBox02</em> gibt, ist auch in Hinsicht auf <em>Partially Signed Bitcoin-Transaktionen</em> sinnvoll. Also wenn man mehrere Hardware-Wallets unterschiedlicher Anbieter gleichzeitig nutzen will, um seine <em>Cold-Storage</em>-Bitcoins sicher aufzubewahren. Auch wenn es aktuell zwar noch keine <em>PSBT-Option</em> in der <em>BitBoxApp</em> gibt, bietet das Gerät damit zumindest die nötigen Voraussetzungen, die Funktion künftig softwareseitig durch ein Update nachzurüsten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="356" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-10.jpg" alt="BitBox02 10" class="wp-image-15736" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 20" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-10.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-10-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Ist der SD-Karten-Slot vorhanden, könnte eine PSBT-Option softwareseitig einfach nachgerüstet werden.</figcaption></figure>



<p>Darüber hinaus ist mir im Umgang mit der App ein weiteres Detail positiv aufgefallen, das zeigt, wie viel Mühe man sich bei <em>Shift Cryptosecurity</em> gegeben hat, das eigene Konzept mit Schweizerischer Gründlichkeit zu durchdenken. Anstatt wie sonst oft üblich einen FAQ-Teil als eigenständige Menü-Option integrieren, hat jeder Menü-Bereich in der <em>BitBoxApp</em> einen eigenen kleinen Frage-Antwort-Bereich. Und zwar mit den jeweils konkreten Fragen, die an ebendiesem Menüpunkt relevant sein können. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="268" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-05.png" alt="BitBox02 05" class="wp-image-15716" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 21" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-05.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-05-300x170.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">So geht gute UX: Der &#8222;Guide&#8220; ist kein separates FAQ, sondern beantwortet Fragen gleich dort, wo sie aus Nutzersicht entstehen. </figcaption></figure>



<p>Mögliche Fragen zu antizipieren und verständlich zu beantworten ist die Pflicht, die alle Hardware-Anbieter erfüllen. Die Fragen aber direkt dort zu beantworten, wo sie entstehen, ist aus Herstellersicht kein großes Ding. Aus Nutzersicht ist es aber das Tüpfelchen auf dem i, das zeigt, dass sich hier jemand tatsächlich Gedanken um die die Nutzererfahrung gemacht hat und wie man sie so reibungslos wie möglich gestalten kann. Haben wir<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" im letzten Honigdachs-Podcast (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/11/22/honigdachs-46-bitcoin-nervt/" target="_blank"> im aktuellen Honigdachs-Podcast</a> noch die oft verbesserungswürdige UX-Erfahrungen in Bitcoin-Anwendungen kritisiert, ist das hier ein positives Beispiel, wie man es wirklich gut machen kann.  </p>



<h6 class="wp-block-heading"> Fazit</h6>



<p>Am Ende bleibt wirklich wenig, was ich an der <em>BitBox02</em> kritisieren kann. Zum Beispiel könnte sie sich timeout-mäßig automatisch abmelden und den Zugriff auf die App sperren, wenn man sie längere Zeit unbenutzt am Rechner angeschlossen lässt. Wenn das jedoch schon der größte Kritikpunkt ist, spricht das für sich.</p>



<p>In Hinblick auf die Bedienung, die Software-Optionen und die Hardware an sich ist die <em>BitBox02</em> ansonsten nämlich eine Hardware-Wallet, wie ich sie mir vorstelle, wenn ich an die Schlagworte <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em>, <em>&#8222;Schweiz&#8220;</em> und <em>&#8222;2019&#8220;</em> denke: Solide, sicher,  kundenorientiert und verlässlich.</p>



<p>Natürlich ist die <em>BitBox02</em> wie andere Hardware-Wallets auch eine kleine <em>Blackbox</em> und ganz ohne Vertrauen geht es auch hier nicht. Wie sind die Teile intern verbaut? Lässt sie sich doch manipulieren? Ist das <em>Secure Element</em> auch wirklich <em>secure</em>? Wo sind bisher unbekannte konzeptionelle Schwachstellen? </p>



<p>Dass früher oder später auch bei der <em>BitBox02</em> der ein oder andere Angriffsvektor entdeckt werden, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="ist eigentlich unausweichlich (öffnet in neuem Tab)" href="https://shiftcrypto.ch/bitbox02/threat-model/" target="_blank">ist eigentlich unausweichlich</a>. Die Frage, die sich daher stellt, ist: Wie sehr vertraue ich dem Hersteller, darauf vorbereitet zu sein und das Problem schnell und effizient in den Griff zu kriegen?  </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="311" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-09.png" alt="BitBox02 09" class="wp-image-15735" title="BitBox02 - Die Schweiz als Hardware-Wallet 22" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-09.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/11/BitBox02-09-300x197.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Keine Hardware-Wallet ist unfehlbar. Bei der BitBox02 wird darüber erfreulich offen kommuniziert. </figcaption></figure>



<p>Der Relevanz dieser Frage scheint man sich sich <em>Shift Cryptosecurity</em> jedenfalls bewusst zu sein und adressiert sie dementsprechend offensiv durch gute Kommunikation, offene Innovation und gutes, nutzerorientiertes Design. Eine aufwändige, aber sinnvolle Strategie, die sich hoffentlich langfristig auszahlt. Denn mit der <em>BitBox02</em> legt <em>Shift Cryptosecurity</em> die Messlatte für Hardware-Wallets ein gutes Stück höher. Um zu bestehen, müssen alle anderen Hersteller darauf nun angemessen reagieren. Für das Bitcoin-Ökosystem als Ganzes kann das nur von Vorteil sein.</p>



<p>Dementsprechend bin ich also nicht nur gespannt, wie sich die <em>BitBox02</em> zusammen mit <em>BitBox Tep</em> und der <em>BitBox App</em> künftig weiterentwickeln wird, sondern auch wie sich der bald erscheinende Lightning-Node <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="BitBoxBase (öffnet in neuem Tab)" href="https://shiftcrypto.ch/base/" target="_blank">BitBoxBase</a></em> in das Gesamtkonzept von <em>Shift Cryptosecurity</em> einfügt.    </p>



<h6 class="wp-block-heading">Kaufen</h6>



<p>Die <em>BitBox02</em> Hardware Wallet gibt es in einer Multi-Edition und einer Bitcoin-only-Variante. Beide <a rel="noreferrer noopener" aria-label="kostet 109 Schweizer Franken (öffnet in neuem Tab)" href="https://shiftcrypto.ch/bitbox02/" target="_blank">kosten jeweils 109 Schweizer Franken</a> (in etwa 100 Euro) und sollten wie alle Hardware-Wallets idealerweise direkt beim Hersteller gekauft werden.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>Coldcard &#8211; Die kompromisslose Hardware-Wallet</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/10/23/coldcard-die-kompromisslose-hardware-wallet/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 23 Oct 2019 17:19:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hard- und Software]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
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					<description><![CDATA[Lange waren Trezor und Ledger die beiden großen dominierenden Anbieter, wenn es um Hardware-Wallets ging. Den Rest des Marktes, meist nur minimal veränderte Trezor-Klone, konnte man unter ferner liefen abhaken Doch mittlerweile ist der Markt gewachsen und immer neue Konzepte für die sichere Verwaltung von Bitcoins sind verfügbar. Eines dieser Konzepte ist die Coldcard des [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Lange waren <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2018/08/21/groesser-bunter-teurer-besser-trezor-model-t/" target="_blank">Trezor</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2018/08/21/groesser-bunter-teurer-besser-trezor-model-t/" target="_blank"> </a>und <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Ledger  (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2016/09/03/ledger-nano-s-die-hardware-wallet-fuer-bitcoin-und-ethereum/" target="_blank">Ledger</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Ledger  (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2016/09/03/ledger-nano-s-die-hardware-wallet-fuer-bitcoin-und-ethereum/" target="_blank"> </a>die beiden großen dominierenden Anbieter, wenn es um Hardware-Wallets ging. Den Rest des Marktes, meist nur minimal veränderte <em>Trezor</em>-Klone, konnte man unter ferner liefen abhaken  Doch mittlerweile ist der Markt gewachsen und immer neue Konzepte für die sichere Verwaltung von Bitcoins sind verfügbar. </p>



<p>Eines dieser Konzepte ist die <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Coldcard (öffnet in neuem Tab)" href="https://coldcardwallet.com/" target="_blank">Coldcard</a></em> des kanadischen Unternehmens <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Coinkite (öffnet in neuem Tab)" href="https://coinkite.com/" target="_blank">Coinkite</a></em> und sie ist in vielerlei Hinsicht anders. Einer Security-First-Maxime folgend aufs Minimale reduziert wird niemals der Eindruck erweckt, dass diese Hardware-Wallet Bitcoins verwaltet. Sie schützt Schlüssel. </p>



<p>Design, Funktionalität und Nutzerfreundlichkeit sind dementsprechend einem Form-follows-function-Ansatz untergeordnet. Die <em>Coldcard</em> soll nicht schön sein. Sie soll den sicheren Zugriff auf die eigenen Bitcoins kontrollieren. Ohne Kompromisse.</p>





<span id="more-15478"></span>



<h6 class="wp-block-heading">Ein &#8222;hässlicher kleiner Taschenrechner&#8220;, der es in sich hat</h6>



<p>Richtig eingesetzt ist die <em>Coldcard</em> ein mächtiges und praktisches Werkzeug. Doch wie so oft bei Werkzeugen können Profis damit besser umgehen als Einsteiger. Insbesondere wenn diese nicht immer ganz genau wissen, was sie eigentlich gerade tun. Dann könnten sich Bitcoin-Neulinge mit einer <em>Coldcard</em> womöglich sogar mehr schaden als nutzen. </p>



<p>Die <em>Coldcard</em> richtig einzusetzen, setzt Verständnis voraus über Bitcoin und dessen technische Zusammenhänge und Abläufe &#8222;unter der Haube&#8220;. Wer dieses Wissen nicht mitbringt, muss es sich selbst aneignen oder läuft Gefahr, etwas falsch zu machen. Die Konsequenz kann dann der unwissentliche Verlust der Privatsphäre sein, dass man sich eine neue <em>Coldcard</em> kaufen muss oder, im schlimmsten Fall, dass die eigenen Bitcoins zwar gut absichert sind, man aber auch selbst den Zugriff darauf verliert.</p>



<p>Auch diese Kompromisslosigkeit ist letztlich konsequent. Bitcoin bietet denen die größte Freiheit und Unabhängigkeit, die sich ihre damit einhergehenden Verantwortung bewusst sind und entsprechend handeln.</p>



<p>Wer sich daher die Zeit nimmt, sich mit der der Herausforderung einer guten <em>Cold Storage</em>-Lösung und <a rel="noreferrer noopener" aria-label="der berechtigten Kritik an bestehenden Hardware-Wallet-Konzepten (öffnet in neuem Tab)" href="https://stephanlivera.com/episode/97/" target="_blank">der berechtigten Kritik an bestehenden Hardware-Wallet-Konzepten</a> auseinanderzusetzen, der wird verstehen, warum die <em>Coldcard</em> so kompromisslos ist, wie sie ist. Und ihre Möglichkeiten zu schätzen lernen, die so bisher keine andere Hardware-Wallet liefert.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Coinkite und ihre Coldcard sind keine Unbekannten</h6>



<p>Zunächst zu den Basics. Der <em>Coincard</em>-Hersteller <em>Coinkite</em> ist kein Unbekannter, sondern gehört schon seit Jahren zum Bitcoin-Ökosystem. Mit dem <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Opendime (öffnet in neuem Tab)" href="https://opendime.com/" target="_blank">Opendime</a></em> hat das kanadische Unternehmen eine physische USB-Bitcoin-Wallet entwickelt, die bereits in der 4. Generation vorliegt.</p>



<p>Auch die <em>Coldcard</em> ist nicht neu, sondern in der aktuellsten Version aktuell bereits zweimal verbessert worden. Beständigkeit und transparente Weiterentwicklung, das zeigt die Erfahrung, sind im Bitcoin-Ökosystem aber prinzipiell gute Eigenschaften. Diese Review bezieht sich allerdings nicht auf das aktuelle <em>Mk3-Modell</em>, sondern noch auf ein <em>Mark 2-Modell</em> der zweiten Generation. Die Unterschiede sind aber nicht grundlegend.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="356" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/Coldcard-02.jpg" alt="Coldcard 02" class="wp-image-15591" title="Coldcard - Die kompromisslose Hardware-Wallet 23" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/Coldcard-02.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/Coldcard-02-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Minimalistisch: Mehr als eine Tüte, &#8217;nen Sticker, die Coldcard und einen Merkzettel gibt&#8217;s nicht</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Minimale Angriffsfläche durch Minimalismus</h6>



<p>Das minimalistische Konzept der <em>Coldcard</em> zeigt sich direkt beim Auspacken. Wo andere Hardware Wallet-Hersteller Wert auf ansprechende Haptik, umfangreiches Zubehör und eine schön gestaltete Verpackung legen, kommt die <em>Coldcard</em> in einer stabilen durchsichtigen Plastiktasche. Darin außerdem: ein Sticker und ein Papierkärtchen für das Notieren des Schlüssels. Das war&#8217;s.</p>



<p>Will man die <em>Coldcard</em> in Betrieb nehmen, braucht man allerdings noch ein Micro-USB-Kabel und &#8211; wenn man die <em>Coldcard</em> für echtes <em>Cold Storage</em> nutzen will &#8211; eine Micro-SD-Karte. Wer beides nicht zu Hause hat, muss also noch einmal 10 bis 20 Euro auf die aktuell rund 110 US-Dollar (Vorbestellungspreis Modell <em>Mk3</em>) draufrechnen. Wer die SD-Karte auch als Backup nutzen will, sollte an dieser Stelle jedoch nicht sparen und auf ein auf Langlebigkeit ausgelegtes Markenprodukt zurückgreifen. </p>



<p>Auch beim Kabel muss man eventuell nachkaufen. Nicht jedes Kabel funktioniert an der <em>Coldcard</em>, nur weil es den passenden Anschluss hat. Bei mir war es bspw. erst Kabel Nummer vier, mit dem die Hardware-Wallet schließlich startete.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Unter Strom &#8211; die Inbetriebnahme</h6>



<p>Was die <em>Coldcard</em> von anderen Hardware-Wallets unterscheidet, ist das namengebende Feature, sie komplett <em>cold</em>, also offline und ohne Verbindung zu einem Computer einsetzen zu können. Daher auch die zwölf robusten, Taschenrechner-ähnlichen Tasten und das Display direkt am Gerät.</p>



<p>Für das initiale Setup muss man die Hardware-Wallet über den USB-Eingang mit Strom versorgen. Dafür soll angeblich eine Powerbank reichen. Wenn man, wie ich, allerdings nur bereits in die Jahre gekommene oder ohnehin schwachbrüstige Werbegeschenk-Powerbanks zur Hand hat, klappt das nicht unbedingt. Mit der Steckdose funktioniert es jedoch problemlos.   </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="704" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/Coldcard-04.jpg" alt="Coldcard 04" class="wp-image-15634" title="Coldcard - Die kompromisslose Hardware-Wallet 24" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/Coldcard-04.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/Coldcard-04-202x300.jpg 202w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Die rote LED wird direkt vom Secure Element gesteuert. Leuchtet die Grüne, ist alles okay.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Im Notfall: Erschieße deine Coldcard!</h6>



<p>Bei jedem Start überprüft sich die <em>Coldcard</em> selbst und zeigt per roter bzw. grüner LED die Integrität der Firmware und allem, was im Flashspeicher gespeichert ist. Gesteuert wird dieser Prozess vom <em>Secure Element</em>. Die physische Verbindung ist dabei durch Epoxidharz haptisch vor Manipulation geschützt. Daher auch das transparente Gehäuse, das jede Veränderung erkennen lässt und noch einen anderen Vorteil hat.</p>



<p>Durch die Hülle kann nämlich genau die Stelle erkennen, die man mit spitzer Gewalt treffen muss, um die eigene <em>Coldcard</em> final ins Jenseits zu schicken. Das mag drastisch klingen. Es gibt aber denkbare Umstände, unter denen es nötig sein kann, nachvollziehbar sicherzustellen, dass bei einer <em>Coldcard </em>definitiv nichts mehr zu holen ist.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="498" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-10-22_164158.png" alt="2019 10 22 164158" class="wp-image-15635" title="Coldcard - Die kompromisslose Hardware-Wallet 25" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-10-22_164158.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-10-22_164158-286x300.png 286w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption> &#8222;Schieß hierhin!&#8220;. Falls man die Coldcard unwiederruflich vor Missbrauch schützen will. (Screenshot: coldcardwallet.com)</figcaption></figure>



<p>In einem Interview erklärte <em>Coinkite</em> CEO Rodolfo Novak den Nutzen der Funktion mit dem Argument, dass dir Verbrecher möglicherweise schlimmere Dinge antun, solange sie davon ausgehen, dadurch irgendwann an deine Bitcoins zu kommen, als wenn offensichtlich ist, dass das sehr viel größeren Aufwand erfordert. Zum Beispiel indem erst eine neue <em>Coldcard</em> und das (idealerweise woanders versteckte) Backup besorgt werden muss. </p>



<p>Klingt für unsere Verhältnisse krass. Es gibt jedoch Situationen und Teile der Welt, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="da kann es sinnvoll sein (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/jlopp/physical-bitcoin-attacks" target="_blank">da kann es sinnvoll sein</a>, sich über so ein Szenario Gedanken zu machen. Insbesondere, wenn man größere Summen Bitcoins sicher verwahren will.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Secure Element &#8222;zumauern&#8220;</h6>



<p>Zu viele falsche PIN-Eingaben führen übrigens zu dem gleichen Ergebnis und machen die <em>Coldcard</em> auch ohne Gewalteinwirkung irreparabel betriebsunfähig. Bis zur <em>Mk2-Version</em> verlängerten ähnlich wie beim <em>Trezor</em> falsche PIN-Eingaben die Zeitabstände für neue Versuche immer weiter. Ab <em>Model</em> <em>Mk3</em> ist die Anzahl der falschen Eingaben auf 13 limitiert. Danach macht das <em>Secure Element</em> unwiderbringlich dicht. </p>



<p>Wer also nicht gut auf seinen PIN aufpasst, hat Pech und muss seine Bitcoins auf einem neuen Gerät wiederherstellen. Ein <em>Factory Reset</em> ist technisch unmöglich.  Zitat: <em>&#8222;If you forget your Coldcard PIN, there is nothing we can do except remind you to recycle your e-waste responsibly!&#8220;</em></p>



<p>Zusätzlich zum richtigen PIN kann man aber auch  einen Spezial-PIN einrichten, der das <em>Secure Element</em> im Ernstfall sofort dicht macht (das Gerät also besser nicht in Kinderhände geben!) und einen Zweit-PIN, der in eine &#8222;falsche&#8220; echte Wallet führt. Also eine Wallet lädt, die wie die originale Wallet aussieht und auch soviel Bitcoins enthalten sollte, um einen potentiellen Angreifer zufriedenzustellen. Aber eben nicht die eigentliche Wallet ist, die man in jedem Fall schützen möchte.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Von Würfeln und anderen Sicherheits-Features</h6>



<p>Es gibt noch eine Vielzahl von weiteren Sicherheits-Features, die ich hier nicht auflisten kann, mit denen sich auseinanderzusetzen aber unbedingt schon im Vorfeld eines Kaufs lohnt. Sie sind alle auf <a rel="noreferrer noopener" aria-label="der offoziellen Website (öffnet in neuem Tab)" href="https://coldcardwallet.com/" target="_blank">der offiziellen Website</a> und noch detaillierter<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" im dortigen FAQ (öffnet in neuem Tab)" href="https://coldcardwallet.com/faq" target="_blank"> im dortigen FAQ</a> zu finden.  </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="312" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/Coldcard-03.jpg" alt="Coldcard 03" class="wp-image-15592" title="Coldcard - Die kompromisslose Hardware-Wallet 26" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/Coldcard-03.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/Coldcard-03-300x197.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Jedes Secure Element ist einzigartig und sollte die selbe &#8222;Bag Number&#8220; zeigen, wie auf dem Bag steht, in der die jeweilige Coldcard geliefert wurde.</figcaption></figure>



<p>Zum Beispiel, dass man sicherstellen sollte, dass jedes Gerät intern dieselbe <em>&#8222;Bag Number&#8220;</em> anzeigt, wie auch auf der Verpackung stand, in der die <em>Coldcard</em> geliefert wurde. Oder wie man den <em>Private Key</em> erwürfeln kann, wenn man dem eingebauten Zufallsgenerator nicht vertraut. Oder wie man seine Backups verschlüsselt. Oder oder oder. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Coldcard im praktischen Einsatz</h6>



<p>Doch wie funktioniert die Hardware-Wallet in der Praxis? Wie bereits erwähnt, ist die <em>Coldcard</em> weniger, was sich die meisten wohl unter einer Bitcoin-Wallet vorstellen würden. Im Gegensatz zu anderen Hardware-Wallets gibt es nämlich kein eigenes Interface, das als App oder Website das Empfangen oder Versenden von Bitcoins per <em>Coldcard</em> ermöglicht. </p>



<p>Die <em>Coldcard</em> lässt sich nur zusammen mit einer anderen Wallet-Software wie bspw. <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Electrum (öffnet in neuem Tab)" href="https://electrum.org/#home" target="_blank">Electrum</a></em> betreiben. Das ist prinzipiell kein Problem. Außer man betreibt selbst keinen eigenen <em>Electrum-Server</em> und ist sich auch nicht darüber im Klaren, wie viel Privatsphäre verloren geht, wenn man seine Daten stattdessen von irgendeinem <em>Electrum-Server</em> bezieht. </p>



<p>Wer die <em>Coldcard</em> nutzen will, sollte sich also nicht nur mit der <em>Coldcard</em>, sondern auch mit anderer Software, in dem Fall <em>Electrum</em>, auseinandersetzen. Für Einsteiger eher suboptimal.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="344" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-09-06_161715.png" alt="2019 09 06 161715" class="wp-image-15593" title="Coldcard - Die kompromisslose Hardware-Wallet 27" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-09-06_161715.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-09-06_161715-300x218.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Wird die Coldcard womöglich doch schnell mal am rechner abgeschlossen, wird sie zur &#8222;Hot&#8220;card</figcaption></figure>



<p>Auch die Möglichkeit, die <em>Electrum Wallet</em> auf dem Rechner mit der <em>Coldcard </em>zu verschlüsseln ist tricky. Um die entsprechende Wallet zu öffnen, muss man die <em>Coldcard</em> dann nämlich jedes Mal mit dem Computer verbinden. Genau das sollte ja mit der Initialisierung per Powerbank/Steckdose ja ursprünglich vermieden werden. </p>



<p>Auf der anderen Seite eröffnet die Kombination aus <em>Electrum</em> und <em>Coldcard</em> aber denen, die sich auskennen und genau wissen, was sie vorhaben, eine Vielzahl von Möglichkeiten. Das ist nicht immer intuitiv, aber unterm Strich mächtig.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="344" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-09-06_161800.png" alt="2019 09 06 161800" class="wp-image-15594" title="Coldcard - Die kompromisslose Hardware-Wallet 28" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-09-06_161800.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-09-06_161800-300x218.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Wer die Coldcard mit Electrum verwendet, sollte vorher wissen, was er/sie machen möchte.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">PSBT &#8211; Teilsignierte Bitcoin-Transaktion</h6>



<p>Zu den Besonderheiten gehört auch die Unterstützung von <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Partially Signed Bitcoin Transactions (PTSB) (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/bitcoin/bitcoin/blob/master/doc/psbt.md" target="_blank">Partially Signed Bitcoin Transactions</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Partially Signed Bitcoin Transactions (PTSB) (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/bitcoin/bitcoin/blob/master/doc/psbt.md" target="_blank"> </a><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Partially Signed Bitcoin Transactions (PTSB) (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/bitcoin/bitcoin/blob/master/doc/psbt.md" target="_blank">(PTSB)</a></em>, ein Feature, das es ermöglicht, eine Transaktion nacheinander von mehreren Institutionen signieren zu lassen bzw. lassen zu müssen, bevor sie gültig ist und vom Netzwerk akzeptiert wird.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="154" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-10-10_222906-copy.png" alt="2019 10 10 222906 copy" class="wp-image-15597" title="Coldcard - Die kompromisslose Hardware-Wallet 29" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-10-10_222906-copy.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-10-10_222906-copy-300x97.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Erst durch die Coldcard als zweite Instanz wird aus der .psbt eine final-txn erzeugt.   </figcaption></figure>



<p>Dabei wird zum Beispiel in <em>Electrum</em> eine <em>PTSB </em>vorbereitet. Diese wird dann auf eine Micro-SD-Karte kopiert und in die <em>Coldcard</em> gegeben, die die Transaktion offline fertig signiert. Zurück im Rechner kann <em>Electrum</em> die finalisierte Transaktion von der SD-Karte dann ins Netzwerk geben. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="241" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-10-10_223414.png" alt="2019 10 10 223414" class="wp-image-15600" title="Coldcard - Die kompromisslose Hardware-Wallet 30" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-10-10_223414.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/2019-10-10_223414-300x153.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Erst wenn die Coldcard die Transaktion fertig signiert hat, kann sie propagiert werden. </figcaption></figure>



<p>Durch den Einsatz von <em>PSBT</em>s lässt sich die <em>Coldcard</em> komplett offline verwenden. Das ist für kleinere Summen nicht unbedingt praktisch, erhöht aber die Sicherheit (auch die gefühlte), wenn es um große Beträge geht. </p>



<p>Noch mehr, wenn <em>PSBTs</em> künftig zu einem Standard-Feature von Hardware-Wallets werden und sich eine Bitcoin-Wallet dann über die Hardware-Wallet-Modelle mehrere Hersteller hinweg sichern lässt.</p>



<p>Bisher kann allerdings nur die <em>Coldcard</em> mit <em>PSBTs</em> umgehen und auf Rechnerseite muss entweder <em>Electrum</em> oder <em>Bitcoin Core</em> laufen. <em>PSBTs</em> einzusetzen, ist also schon möglich, bislang aber eben noch eine sehr exotische Erfahrung, an der vor allem Nerds ihre Freude haben werden.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Ich hatte zum Beispiel keinen passenden SD-Kartenleser und musste meine Test-<em>PSBT</em> kurzerhand durchs Audiointerface schleusen. <em>Pay per mic</em>, quasi. Klappt, wird den bequemen Endnutzer so aber noch nicht überzeugen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="558" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/psbt-per-audiointerface.jpg" alt="psbt per audiointerface" class="wp-image-15638" title="Coldcard - Die kompromisslose Hardware-Wallet 31" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/psbt-per-audiointerface.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/10/psbt-per-audiointerface-255x300.jpg 255w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Pay per mic: Wenn die PSBT vor dem Bitcoin-Netzwerk erst noch durchs Audiointerface muss </figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Fazit</h6>



<p>Unterm Strich kann die <em>Coldcard</em> aufgrund ihrer kompromisslosen Fokussierung auf Sicherheit und Bitcoin (es wird nichts anderes unterstützt) die wohl beste Hardware-Wallet sein, die man derzeit kaufen kann. Vorausgesetzt man ist bereit, sich auf sie einzulassen. </p>



<p>Denn die <em>Coldcard</em> ermöglicht sehr viel, sie fordert dafür aber auch Einiges. Vor allem muss man wissen, was man eigentlich genau machen will und ob bzw. wie man die <em>Coldcard</em> einsetzen kann, um dieses Ziel zu erreichen. Das kostet Zeit und mitunter einiges an Hirnschmalz. Aber es lohnt sich. Denn je besser man sich auskennt, desto sicherer kann man die <em>Coldcard</em> verwenden.</p>



<p>Wer es hingegen einfach und bequem haben will, der wird mit der <em>Coldcard</em> vermutlich nicht glücklich werden. Gerade wenn es &#8222;nur&#8220; um kleinere Summen geht, die im <em>Cold Storage</em> verwahrt werden sollen, auf die aber regelmäßig und schnell zurückgegriffen werden soll, ist die <em>Coldcard</em> im Gegensatz zur Konkurrenz vergleichsweise unhandlich.</p>



<p>Dessen  ungeachtet füllt sie aber eine Lücke. Bequeme Hardware-Wallets sind potentiell weniger sicher. Wer größere Summen sichern möchte, technisch allerdings keine noch sehr viel aufwändigere Lösung wie bspw. das <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Glacier-Protokoll  (öffnet in neuem Tab)" href="https://glacierprotocol.org/" target="_blank">Glacier-Protokoll</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Glacier-Protokoll  (öffnet in neuem Tab)" href="https://glacierprotocol.org/" target="_blank"> </a>umsetzen kann oder will, der findet in der <em>Coldcard</em> eine sehr gute Lösung, die eben gerade wegen ihrer Kompromisslosigkeit in Hinblick auf den Fokus auf Sicherheit punktet. Dass sie dabei trotzdem sehr gut bedienbar bleibt, liegt an dem gut durchdachten Konzept, das man diesem unscheinbaren kleinen &#8222;Taschenrechner&#8220; allerdings nicht auf den ersten Blick ansieht.</p>



<p>Und auch das ist letztlich ja kein Manko, sondern ein potentielles Sicherheits-Feature.</p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test &#8211; Nodl</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/06/28/bitcoin-und-lightning-nodes-im-test-nodl/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Jun 2019 08:17:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hard- und Software]]></category>
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					<description><![CDATA[Nachdem ich mir zuvor schon den Casa Node und den RaspiBlitz angeschaut habe, geht es im dritten Teil drei meiner Bitcoin- und Lightning-Fullnode-Testreihe nun um den Nodl. Der kleine schwarze Kasten mit dem markanten blau beleuchteten Knopf hat sich in letzter Zeit von einem Geheimtipp zu einer mit großem Interesse beobachteten Alternative entwickelt. Was insofern [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Nachdem ich mir zuvor schon den <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Casa Node (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/02/22/bitcoin-lightning-nodes-im-test-casa-node/" target="_blank">Casa</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Casa Node (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/02/22/bitcoin-lightning-nodes-im-test-casa-node/" target="_blank"> </a><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Casa Node (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/02/22/bitcoin-lightning-nodes-im-test-casa-node/" target="_blank">Node</a></em> und den <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="RaspiBlitz (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/04/25/bitcoin-und-lightning-nodes-im-test-raspiblitz/" target="_blank">RaspiBlitz</a></em> angeschaut habe, geht es im dritten Teil drei meiner Bitcoin- und Lightning-Fullnode-Testreihe nun um den <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Nodl (öffnet in neuem Tab)" href="https://shop.nodl.it/en/" target="_blank">Nodl</a></em>. Der kleine schwarze Kasten mit dem markanten blau beleuchteten Knopf hat sich in letzter Zeit von einem Geheimtipp zu einer mit großem Interesse beobachteten Alternative entwickelt. </p>



<p>Was insofern erstaunlich ist, als dass er mit 499 Dollar rund dreimal so teuer ist wie der <em>RaspiBlitz</em>. Dennoch wurde ich in letzter Zeit mehrfach darauf angesprochen, ob und wann denn meine <em>Nodl</em>-Review erscheine. Trotz des vergleichsweise hohen Preises steht der <em>&#8222;Personal Bitcoin Assistant&#8220;</em> aus Frankreich offensichtlich bei vielen auf der Liste. Nicht ganz zu unrecht. Denn in Hinblick auf die verbaute Hardware und die Verarbeitung spielt der <em>Nodl</em> in seiner eigenen Liga und ist eine echte Maschine. Doch reicht das, um sich gegen die günstigere Konkurrenz zu behaupten?</p>



<span id="more-15303"></span>



<h6 class="wp-block-heading">Nodl &#8211; die &#8222;Maschine&#8220; unter den Bitcoin- und Lightning Fullnodes   </h6>



<p>Was direkt beim Auspacken auffällt, ist die Kompaktheit des <em>Nodl</em>. Mit 11,2 cm Breite, 5,5 cm Höhe und 9 cm Tiefe ist der schwarze Kasten kleiner als der <em>Casa Node</em> und vergleichbar mit dem bereits sehr kompakten <em>RaspiBlitz</em>. Im Gegensatz zu diesen beiden muss man beim <em>Nodl</em> jedoch nicht noch die Festplatte mit einem externen Kabel mit dem <em>RaspberryPi</em> verbinden, was den Platzbedarf beim <em>RaspiBlitz</em> und beim <em>Casa Node</em> schlussendlich doch signifikant vergrößert. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="368" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-1.jpg" alt="Nodl 1" class="wp-image-15306" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 32" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-1.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-1-300x233.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Nodl, Kabel, Sticker, Anleitung &#8211; Alles, was man zum Start des &#8222;Personal Bitcoin Assistent&#8220; braucht</figcaption></figure>



<p>Unter der Haube des <em>Nodl</em> ist dafür <span class="removed_link" title="https://www.nodl.it/nodlbox/">wesentlich leistungsstärkere Hardware</span> verbaut und bereits intern miteinander verbunden. Was im <em>Nodl</em> passiert, bleibt also im <em>Nodl</em>. Lediglich die obligatorischen Kabel für Strom und Internetverbindung müssen zur Inbetriebnahme von außen zugeführt werden.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Lau und leise</h6>



<p>Läuft der <em>Node</em> dann, fällt noch etwas auf. Trotz leistungsfähigerer Hardware ist das Gerät neben dem Laptop kaum zu hören und läuft angenehmerweise auch nicht heiß. Während sich der <em>RaspiBlitz</em> im Dauerbetrieb zu einer echten Heizung  entwickeln kann, bleibt der <em>Nodl </em>selbst bei sommerlichen Temperaturen und in suboptimal belüfteten Ecken konstant lauwarm. </p>



<p>Das liegt vor allem daran, dass der <em>Nodl </em>mehr Leistungs-Reserven hat, die er nur beim Start und dem initialen Download der Blockchain braucht. Dann steigt der Verbrauch auf bis zu 15 Watt. Im Dauerbetrieb sinkt der Stromverbrauch jedoch auf 5 Watt, was auch den Werten des <em>RasperryPi</em> entspricht, dessen Limits im <em>Casa Node</em> und <em>RaspiBlitz</em> jedoch häufiger ausgereizt werden. (Möglicherweise macht der <a rel="noreferrer noopener" aria-label="gerade erst vorgestellte Raspberry Pi 4 (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.raspberrypi.org/products/raspberry-pi-4-model-b/" target="_blank">gerade erst vorgestellte </a><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="gerade erst vorgestellte Raspberry Pi 4 (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.raspberrypi.org/products/raspberry-pi-4-model-b/" target="_blank">Raspberry Pi 4</a></em> hier aber wieder Boden gut.)</p>



<h6 class="wp-block-heading">Inbetriebnahme</h6>



<p>Die Inbetriebnahme des <em>Nodl</em> ist dann ähnlich einfach wie die Verkabelung. Für den Schnelleinstieg liegt dem Paket eine handliche und übersichtliche Kurzanleitung bei, die zudem auf alle weiteren Hilfe-Ressourcen verweist. Besonders hilfreich fand ich dabei die übersichtliche<span class="removed_link" title="https://docs.lightning-solutions.eu/nodl-box/quick-start/getting-started"> Online-Dokumentation</span>, mit der ich schließlich (fast) jedes Problem schnell und einfach selbst lösen konnte.  </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="656" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-2.jpg" alt="Nodl 2" class="wp-image-15307" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 33" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-2.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-2-217x300.jpg 217w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Hilfreich, weil übersichtlich und mit weiterführenden &#8222;Links&#8220;: Der Nodl-Schnellstarter</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Einrichten und konfigurieren</h6>



<p>Im nächsten Schritt geht es an die Einrichtung des Nodl. Über die Startseite legt man ein Passwort fest, mit dem man dann als Admin auf den <em>Nodl</em> zugreifen kann. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="264" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-01.png" alt="Nodl 01" class="wp-image-15322" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 34" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-01.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-01-300x167.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Die Admin-Seite des Nodl ist übersichtlich und aufgeräumt </figcaption></figure>



<p>Nun geht es an die Konfiguration. Mit wenigen Klicks kann man <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="bitcoind (öffnet in neuem Tab)" href="https://en.bitcoin.it/wiki/Bitcoind" target="_blank">bitcoind</a></em> (Bitcoin Fullnode),<em> <a rel="noreferrer noopener" aria-label="lnd (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/lightningnetwork/lnd" target="_blank">lnd</a></em> (Lightning Fullnode), das browserbasierte Lightning-Interface <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="RTL (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/ShahanaFarooqui/RTL" target="_blank">RTL</a></em>, <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Tor (öffnet in neuem Tab)" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)" target="_blank">Tor</a>-Support, einen <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Electrum Personal Server (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/chris-belcher/electrum-personal-server" target="_blank">Electrum Personal Server</a></em> und/oder einen eigenen <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="BTCPay-Server (öffnet in neuem Tab)" href="https://btcpayserver.org/" target="_blank">BTCPay-Server</a></em> aufsetzen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="245" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-02.png" alt="Nodl 02" class="wp-image-15323" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 35" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-02.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-02-300x155.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Sechs Nodes/Services bietet der Nodl direkt zur Installation an. Vor allem Tor sollte man dabei unbedingt mitaktivieren.</figcaption></figure>



<p>Das ist so praktisch, das man verführt ist, alle Knöpfe gleichzeitig zu drücken. Da <em>lnd</em> aber auf <em>bitcoind</em> aufbaut und der <em>BTCPay-Server</em> auch erst in Betrieb gehen kann, wenn der Fullnode schon läuft, führt Ungeduld hier zu Fehlermeldungen. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="296" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-03.png" alt="Nodl 03" class="wp-image-15324" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 36" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-03.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-03-300x187.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Wer zu ungeduldig ist und alles auf einmal anklickt, bekommt Fehlermeldungen. </figcaption></figure>



<p>Die Installationsreihenfolge ließe sich hier zwar durch eine leicht verbesserte Nutzerführung in Hinsicht auf die berüchtigte Idiotensicherheit leicht verbessern, das ist aber kein Problem höchster Priorität. Zum einen muss man einfach nur so lange klicken, bis es irgendwann doch funktioniert. Zum anderen ist dieser Zeitraum erfreulich gering. Einmal gestartet, synchronisiert der <em>Nodl</em> die gesamte Bitcoin-Blockchain von Grund auf in weniger als 48 Stunden. </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Hier zahlt sich die bessere Hardware gegenüber den <em>Raspberry Pi</em>-Nodes aus, auf denen dieser Prozess mehrere Wochen(!) in Anspruch nehmen kann. Dieser Vorteil ermöglicht dem <em>Nodl</em> eine im Hinblick auf Privatsphäre und Sicherheit kompromisslose Haltung, gar nicht erst über vorsynchronisierte Blockchains oder andere Workarounds, den Aufwand des Initialen Blockdownloads zu minimieren,  nachdenken zu müssen. Ein großer Pluspunkt.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="332" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-04.png" alt="Nodl 04" class="wp-image-15325" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 37" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-04.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-04-300x210.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Alles im grünen Bereich. Nach zwei Tagen laufen alle benötigten Nodes- und Services.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Zahlungen schicken und empfangen</h6>



<p>Um den <em>Nodl </em>dann praktisch in Betrieb zu nehmen und erste Zahlungen zu testen, geht es dann vom Admin-Panel per Link zum <em>RTL</em>-Interface. Praktisch: der <em>Nodl</em> hat hierfür bereits automatisch ein sicheres Passwort vergeben und im Admin-Bereich hinterlegt. Per <em>Copy and Paste</em> kann man somit direkt in die Verwaltung von Peers, Kanälen und Lightning-Zahlungen einsteigen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="182" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-06.png" alt="Nodl 06" class="wp-image-15326" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 38" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-06.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-06-300x115.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Schon beim Start zeigt das RTL-Interface einen verbundenen Peer. Der Rest ist schnell hinzugefügt. </figcaption></figure>



<p>Ab hier läuft die Verwaltung des  eigenen <em>lnd</em>-Nodes wie auch auf anderen Geräten: neue Peers nach Wunsch hinzufügen (bei mir gab es bereits eine automatische Verbindung zu einem Node in den USA), die Wallet mit Bitcoins ausstatten, Zahlungskanäle öffnen und los geht&#8217;s. </p>



<p>Meine erste Testzahlung wurde direkt und ohne Probleme durchs Lightning-Netzwerk geroutet. Für die rund 80 Cent fielen dabei 0,008 Cent Gebühren an. Damit kann ich durchaus leben.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="116" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-07.png" alt="Nodl 07" class="wp-image-15328" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 39" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-07.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-07-300x73.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Die erste Testzahlung geht ohne Probleme durch.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Pimp your Nodl &#8211; BTCPay Server einrichten</h6>



<p>Eine der größten Stärken des <em>Nodl</em> ist neben der leistunsgstarken Hardware, die einfache und umfangreiche Unterstützung verschiedenster Bitcoin- und Lightning-Dienste. Interessant ist dabei vor allem der Betrieb eines eigenen <em>BTCPay Servers</em>. Damit kann man ohne einen weiteren Serviceanbieter selbst Bitcoin-Zahlungen und die zugehörige Abrechnung, zum Beispiel für den oder die eigenen Webshops, organisieren und verwalten.  </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="202" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-05.png" alt="Nodl 05" class="wp-image-15327" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 40" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-05.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-05-300x128.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Einmal klicken und fertig. Wer will kann sich ganz leicht einen eigenen BTCPay-Server aufsetzen. </figcaption></figure>



<p>Für die Installation des <em>BTCPay Servers</em> braucht es nur einen Klick. Die Konfiguration des selbigen ist dann aber noch einmal eine eigene Geschichte, die hier zu beschreiben zu weit führen würde. An dieser Stelle reicht zu sagen, dass allein das Aufsetzen einfach und auch für technische Laien eigentlich problemlos machbar ist. </p>



<p>Wichtig ist allerdings: Der Teufel kann manchmal im Detail liegen. Wer, wie ich anfangs, ein Lesezeichen auf die eigene <em>Nodl</em> IP mit Portangabe setzt (<em>192. 168.XXX.XXX:8338</em>), wird von den Links im Admin-Panel im Kreis geführt. Besser ist es daher den <em>Nodl</em> über <em>192.168.XXX.XXX/admin</em> anzusteuern. Dann führt der <em>BTCPay Server</em>-Link auch zu diesem. Eine der Nutzerführungs-Kleinigkeiten, an denen man noch feilen könnte.</p>



<p>Eine andere ist das automatische Ausloggen. Wenn das passiert, landet man nämlich nicht wie man vermuten könnte auf der initialen Login-Seite mit dem <em>Nodl</em>-Logo. Stattdessen verschwinden nur alle Links und Buttons, um den <em>Nodl</em> konfigurieren zu können. Hier wäre zumindest eine Information wie &#8222;Sie sind ausgeloggt&#8220; hilfreich und könnte unnötige Fehlersuchen und Supportanfragen vermeiden helfen.   </p>



<h6 class="wp-block-heading">Pimp your Nodl &#8211; Zahlen per Joule Browser-Erweiterung</h6>



<p>Doch handelt es sich auch bei diesen Kritikpunkten eher um kleine Usability-Details. Deutlich relevanter ist der mächtige Funktionsumfang des <em>Nodl</em>. Der endet nämlich keineswegs bei <em>RTL</em> und dem <em>BTC Pay Server</em>. Wer will, kann seinen <em>Nodl</em> noch über andere Erweiterungen und Interfaces ansprechen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="218" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-08.png" alt="Nodl 08" class="wp-image-15329" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 41" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-08.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-08-300x138.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Um Lightning direkt im Browser zu nutzen, kann man den Nodl mit der Joule-Erweiterung verbinden. </figcaption></figure>



<p>Die Browser-Erweiterung <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Joule (öffnet in neuem Tab)" href="https://lightningjoule.com/" target="_blank">Joule</a></em> ermöglicht zum Beispiel das Bezahlen und Anfordern von Lightning-Zahlungen direkt aus <em>Chrome, Firefox , Opera</em> und <em>Brave</em> heraus. Die Koppelung mit dem <em>Nodl</em> ist dabei fast so einfach wie eine 1-Klick-Lösung und dank der guten Dokumentation innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. Auch hier verlief die erste Testzahlung aus dem Browser heraus ohne Probleme.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="330" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-09.png" alt="Nodl 09" class="wp-image-15330" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 42" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-09.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-09-300x209.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Auch die Testzahlung über Joule geht ohne Probleme durch. </figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Pimp your Nodl &#8211; den Node per Zap vom Desktop ansteuern</h6>



<p>Wer seine Kanäle und Zahlungen lieber vom Desktop aus verwalten möchte, der kann den <em>Nodl</em> auch mit <em>Zap</em> koppeln. Das Einrichten verläuft ähnlich einfach wie bei <em>Joule</em>. Am Ende sogar noch etwas leichter als in der Anleitung beschrieben. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="353" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-10.png" alt="Nodl 10" class="wp-image-15331" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 43" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-10.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-10-300x223.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Per &#8222;Connect&#8220; lässt sich der Nodl mit Zap auch ganz bequem vom Desktop aus verwalten.</figcaption></figure>



<p>Allerdings scheiterte der Versuch, ein Stickerpack zu kaufen, anschließend drei Mal. Was letztlich aber weder an <em>Zap</em> noch am <em>Nodl</em> lag, sondern an der fehlenden Verbindung zu einem wirklich gut vernetzten Lightning-Knoten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="464" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-11.png" alt="Nodl 11" class="wp-image-15332" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 44" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-11.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-11-300x294.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Drei Versuche, drei Mal gelingt die Zahlung für ein Stickerpack nicht.    </figcaption></figure>



<p>Doch auch dieses Problem ließ sich direkt vom Desktop aus über <em>Zap</em> lösen. Über <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Acinqs Lightning Network Explorer (öffnet in neuem Tab)" href="https://explorer.acinq.co/" target="_blank">Acinqs Lightning Network Explorer</a></em> fand ich einen gut vernetzten Knoten in meiner Nähe.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="283" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-12.png" alt="Nodl 12" class="wp-image-15333" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 45" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-12.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-12-300x179.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Neuer Kanal, neues Glück. Je mehr gut vernetzte Knoten man unter seinen Peers hat, umso eher gelingt eine Zahlung.</figcaption></figure>



<p>Und über einen neuen Kanal gelang dann auch auf Anhieb die Zahlung für die gewünschten Sticker.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="432" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-13.png" alt="Nodl 13" class="wp-image-15334" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - Nodl 46" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-13.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/Nodl-13-300x273.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Am Ende gelingt auch diese Zahlung. Das Stickerpack ist unterwegs.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Fazit</h6>



<p>Es fällt schwer ein Fazit zu ziehen, das nicht komplett positiv ist. Der <em>Nodl</em> ist nicht nur die &#8222;Maschine&#8220; unter den Bitcoin- und Lightning-Fullnodes. Er ist auch noch eine sehr vielseitige und gut zu bedienende Maschine. Außer ein paar Verbesserungen, die ich mir in der intuitiven Nutzerführung wünschen würde, habe ich nichts finden können, was ernsthaft zu kritisieren ist. </p>



<p>Klar &#8211; der Preis ist kein Schnäppchen und die nächste Generation von <em>Raspberry Pis</em> könnte die günstigeren Alternativen <em>Casa Node</em> und <em>RaspiBlitz</em> technisch wieder aufholen lassen. Nichtsdestotrotz setzt der <em>Nodl</em> neue Maßstäbe in Hinblick auf Leistungsumfang und die konsequenten Haltung in Hinblick auf Privatsphäre, Sicherheit und seine allgemeine &#8222;<em>Be your own &#8230;&#8220;</em>-Haltung.</p>



<p>Dass der <em>Nodl</em> nach einem Stromausfall wieder automatisch startet, könnte man von optional noch auf Standard setzen, aber ansonsten gibt es wirklich kaum etwas zu meckern. Insbesondere da man bei der Bedienbarkeit eine wirklich gute Balance gefunden hat zwischen simplen 1-Klick-Lösungen und erweiterten Einstellungen für alle, die doch etwas tiefer in die Konfiguration eintauchen wollen.</p>



<p>Um es kurz zu machen: Ich finde es durchaus bedauerlich, das mich mein Testgerät nun bald wieder in Richtung Frankreich verlässt. Nicht zuletzt, weil die Integration weiterer interessanter Services in den <em>Nodl</em><a rel="noreferrer noopener" aria-label=" ja bereits läuft (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.coindesk.com/samourai-nodl-to-launch-bitcoin-lightning-node-with-mixing-features" target="_blank"> immer weiter geht</a>. </p>
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		<title>Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test &#8211; RaspiBlitz</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Apr 2019 16:07:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hard- und Software]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Full Node]]></category>
		<category><![CDATA[Lightning]]></category>
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					<description><![CDATA[Dieser Artikel ist aus dem dem April 2019. Eine zweite, ergänzende Review des RaspiBlitz (Stand: Juni 2020) gibt es hier. Vor einiger Zeit habe ich den Casa Node getestet und damit den ersten in einer Reihe von handlichen Bitcoin- und Lightning-Fullnodes. Nun läuft seit einigen Wochen ein RaspiBlitz auf meinem Schreibtisch, der in der Community [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Dieser Artikel ist aus dem dem April 2019. Eine zweite, ergänzende Review des RaspiBlitz (Stand: Juni 2020) <a rel="noreferrer noopener" href="http://coinspondent.de/2020/06/16/bitcoin-und-lightning-nodes-im-test-raspiblitz-reloaded/" target="_blank">gibt es hier</a>.</em></p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<p>Vor einiger Zeit <a rel="noreferrer noopener" aria-label="habe ich den Casa Node getestet (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/02/22/bitcoin-lightning-nodes-im-test-casa-node/" target="_blank">habe ich den </a><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="habe ich den Casa Node getestet (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/02/22/bitcoin-lightning-nodes-im-test-casa-node/" target="_blank">Casa Node</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="habe ich den Casa Node getestet (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/02/22/bitcoin-lightning-nodes-im-test-casa-node/" target="_blank"> getestet</a> und damit den ersten in einer Reihe von handlichen Bitcoin- und Lightning-Fullnodes. Nun läuft seit einigen Wochen ein <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz" target="_blank">RaspiBlitz</a></em> auf meinem Schreibtisch, der in der Community weit verbreiteten, weil günstigen und trotzdem komfortablen DIY-Lightning-Lösung. </p>



<p>Zeit für ein Zwischenfazit, das durchweg positiv ausfällt. Denn der <em>RaspiBlitz </em>ist gut ausgewogen zwischen Zugänglichkeit und einfacher Handhabung (aka User Experience) auf der einen Seite und Funktionsumfang und individuellen Konfigurationsmöglichkeiten (aka Nerdigkeit) auf der anderen. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="356" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-Rudel.jpg" alt="RaspiBlitz Rudel" class="wp-image-15033" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 47" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-Rudel.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-Rudel-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Tauchen auf Lightning-Hackdays oftmals in Rudeln auf: RaspiBlitz-Nodes</figcaption></figure>



<span id="more-14354"></span>



<h6 class="wp-block-heading">RaspiBlitz &#8211; Der DIY-Bitcoin- und Lightning-Node</h6>



<p>Doch beginnen wir erst einmal mir dem Aufbau des <em>RaspiBlitz</em>, der &#8211; wie der Name schon verrät &#8211; wie auch der <em>Casa Node</em> auf dem <em>RaspberryPi </em>basiert und durch eine Festplatte, einen Kühlkörper und ein schmuckes LCD-Display ergänzt wird. Komponenten, die man laut<a rel="noreferrer noopener" label="der Einkaufsliste (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz#amazon-shopping-list-buy-parts--build-it-yourself" target="_blank"> Einkaufsliste</a> aktuell für rund 150 Euro bekommt. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="296" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-unpacked.jpg" alt="RaspiBlitz unpacked" class="wp-image-15037" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 48" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-unpacked.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-unpacked-300x187.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Der DIY-RaspiBlitz-Bausatz (hier schon halb vormontiert) kostet aktuell rund 150 Euro.</figcaption></figure>



<p>Mein Testgerät, dass mir <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Christian Rotzoll (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/@rootzoll" target="_blank">Christian Rotzoll</a>, der <em>RaspiBlitz</em>-Hauptverantwortliche, freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat, kam dabei schon vormontiert. Wobei ich aber davon ausgehe, dass ich das auch selbst problemlos hinbekommen hätte, da <a rel="noreferrer noopener" aria-label="die entsprechende Anleitung (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz#assemble-your-raspiblitz" target="_blank">die entsprechende Anleitung</a> auf <em>GitHub</em> gut bebildert ist und als nahezu idiotensicher gelten kann, wenn man des Englischen einigermaßen mächtig ist.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Aus der Community für die Community </h6>



<p>Ohnehin muss man sagen, dass eine der ganz großen Stärken des <em>RaspiBlitz</em> die außerordentlich gute und verständliche <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Dokumentation (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz#assemble-your-raspiblitz" target="_blank">Dokumentation</a> ist. Jeder wichtige Schritt, vom Zusammenbau der Hardware bis zum Einrichten der Software, ist übersichtlich bebildert und nachvollziehbar erklärt. Das ist keine Selbstverständlichkeit, ganz besonders, wenn man mit dem Produkt (noch) kein Geld verdient.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Wer darüber hinaus noch individuelle Probleme hat, der findet Hilfe über <em>Twitter</em> (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="#RaspiBlitz (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/search?f=tweets&amp;vertical=default&amp;q=%23RaspiBlitz&amp;src=typd" target="_blank"><em>#RaspiBlitz</em></a>) oder <em>GitHub. </em>Dafür sorgt eine Community, deren Größe und Engagement, das Projekt zu ergänzen und weiterzuentwickeln zeigt, dass der <em>RaspiBlitz</em> längst kein Nischenphänomen mehr ist, sondern unter bastelaffinen Bitcoinern eine der beliebtesten Bitcoin-/Lightning-Fullnode-Lösungen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Setup und Inbetriebnahme</h6>



<p>Sind die Hardware-Komponenten dann verbunden, kann der <em>RaspiBlitz</em> in Betrieb gehen. Dafür muss das aktuellste <em>RaspiBlitz</em>-Image (<span class="removed_link" title="http://wiki.fulmo.org/downloads/raspiblitz-v1.1-2019-03-18.img.gz">zur Zeit 1.1</span>) auf die SD-Karte geschrieben werden. Dieser Prozess ist für Windows-Only-Nutzer möglicherweise ungewohnt, aber <a rel="noreferrer noopener" aria-label="dank der Anleitungen (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz#installing-the-software" target="_blank">dank der guten Anleitungen</a> durchaus machbar. Zumal auch spätere Updates über dieses halbmanuelle Prozedere auf den <em>RaspiBlitz </em>eingespielt werden müssen. </p>



<p>Nun beginnt der komplizierteste Part des <em>RaspiBlitz</em>-Setups, wobei das &#8222;kompliziert&#8220; letztlich aber nur Ansichtsache ist. Um den <em>RaspiBlitz</em> einzurichten, muss man ihn über eine Netzwerk-Verbindung ansteuern. Beim <em>Casa Node</em> lief das über den Browser (und funktionierte nicht reibungslos), beim <em>RaspiBlitz</em> braucht man eine zusätzliche <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Secure_Shell" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="SSH-Software (öffnet in neuem Tab)">SSH-Software</a> wie bspw. <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Putty (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.putty.org/" target="_blank"><em>Putty.</em></a></p>



<h6 class="wp-block-heading">Terminal-Session einrichten</h6>



<p>Für Leute, die an Computern bislang vor allem mit grafischen Nutzeroberflächen, Touchscreens und Wischgesten sozialisiert wurden, mag das herausfordernd wirken. Hat man jedoch die IP des <em>RaspiBlitz</em> im heimischen Netzwerk herausgefunden (wird praktischerweise auf dem LCD-Screen angezeigt), das richtige Zeichenset aktiviert (ginge auch ohne, aber dann sieht es noch nerdiger aus &#8211; siehe Bild unten) und die Einstellungen einmal als  Voreinstellungen gespeichert, ist das Einloggen auf dem <em>RaspiBlitz</em> auch nur noch eine Sache von vier Klicks. Wer einen Drucker einrichten kann, der wird auch daran nicht scheitern.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="284" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz1.png" alt="RaspiBlitz1" class="wp-image-15038" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 49" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz1.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz1-300x180.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Sicher ist sicher: gleich vier Passwörter muss man beim Setup des RaspiBlitz vergeben. </figcaption></figure>



<p>Anschließend muss man dem Gerät einen Namen geben, insgesamt vier Passwörter vergeben (die tatsächlich alle notwendig sind) und sich überlegen, wie man eigentlich an die Daten der Bitcoin-Blockchain kommen möchte.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Blockchain-Gretchenfrage</h6>



<p>Der einfachste Weg wäre, den <em>RaspiBlitz</em> mit dem Bitcoin-Netzwerk zu verbinden und die Synchronisation komplett neu machen zu lassen. Da das Gerät aber nur über eine vergleichsweise begrenzte Rechenleistung  verfügt, wird dieser Prozess mehrere Wochen dauern. Wer es schneller haben will, kann sich die Blockchain-Daten alternativ als<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" Torrent-Download (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/rootzoll/raspiblitz/issues/285" target="_blank"> Torrent-Download</a> oder sich von einem anderen Computer im Netzwerk oder einer zweiten Festplatte ziehen. </p>



<p>Wichtig ist dabei nur: Wie beim <em>Casa Node</em> sollte man sich aber auch hier vorab überlegen, für wie vertrauenswürdig man die jeweilige Quelle der vorverifizierten Blockchain hält. Im Zweifel muss man halt von Grund auf alles synchronisieren.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="356" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-loading.jpg" alt="RaspiBlitz loading" class="wp-image-15048" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 50" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-loading.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-loading-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Komfortabel: Der LCD-Screen zeigt den Zwischenstand auch wenn keine SSH-Verbindung besteht.</figcaption></figure>



<p>Sind die Blockchain-Daten dann verfügbar, läuft der Rest der Setups quasi von alleine bzw. wird man in dem Prozess so gut an die Hand genommen, dass es sich wie ein Selbstläufer anfühlt. </p>



<p>Das LCD-Display, das der Node prinzipiell ja eigentlich nicht braucht, ist hier ein nützliches Gimmick. Denn es zeigt die laufenden Prozesse und den jeweiligen Fortschritt auch dann an, wenn der Rechner aus ist. Das ist insofern nützlich, als dass die finale Synchronisation der Blockchain, die in jedem Fall nötig ist, und das Setup des Lightning-Nodes durchaus einige Stunden in Anspruch nehmen können.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="321" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-syncing.jpg" alt="RaspiBlitz syncing" class="wp-image-15049" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 51" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-syncing.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-syncing-300x203.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Auch die letzten 0,2 Prozent der Blockchain brauchen mitunter noch Stunden zur Synchronisation. </figcaption></figure>



<p>In meinem Fall hängte sich der <em>RaspiBlitz</em> beim Scannen der Blockchain einmal auf. Nach einem Neustart schloss er die initiale Konfiguration dann aber problemlos ab. Bedeutet: Hin und wieder sollte man aufs Display schauen, ob noch alles läuft. Im Großen und Ganzen richtet sich der <em>RaspiBlitz</em> aber so weit wie möglich von alleine ein.  </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="320" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-syncing2.jpg" alt="RaspiBlitz syncing2" class="wp-image-15050" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 52" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-syncing2.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz-syncing2-300x203.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Im Test aufgehangen, aber nach Neustart doch noch abgeschlossen: die Lightning-Synchronisation  </figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Praxistest</h6>



<p>Ist das Setup abgeschlossen, eröffnet sich das <em>RaspiBlitz</em>-Hauptmenü und mit ihm eine Vielzahl von Möglichkeiten. Neben den obligatorischen Optionen, Einzahlungen vorzunehmen, Kanäle zu eröffnen und Geld zu verschicken und zu empfangen, kann man hier auch eine mobile Wallet mit dem eigenen Bitcoin-Fullnode verbinden. Eine in puncto Privatsphäre und Vertrauensreduktion durchaus relevante Funktion, die der <em>Casa Node</em> so nicht bot.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="284" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz4.png" alt="RaspiBlitz4" class="wp-image-15045" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 53" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz4.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz4-300x180.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">Funktionaler als man denkt: Nur 6 von 18 Menüpunkten sind hier zu sehen  </figcaption></figure>



<p>Darüber hinaus empfiehlt es sich, in den Menüpunkt <em>Services</em> zu wechseln. Dort lässt sich nämlich die <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="TOR-Funktionalität (öffnet in neuem Tab)" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)" target="_blank">TOR</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="TOR-Funktionalität (öffnet in neuem Tab)" href="https://de.wikipedia.org/wiki/Tor_(Netzwerk)" target="_blank">-Funktionalität</a> aktivieren. Die Datenströme des <em>RaspiBlitz</em> laufen dann nämlich anonymisiert durchs <em>TOR-Netzwerk</em>. Ein weiteres Plus in Bezug auf die Privatsphäre und eine Funktion, die in der Community vielfach sogar als Standardeinstellung für Lightning-Nodes gefordert wird, aber längst noch nicht überall verfügbar ist.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="284" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz5.png" alt="RaspiBlitz5" class="wp-image-15072" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 54" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz5.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RaspiBlitz5-300x180.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption class="wp-element-caption">TOR und RTL sollte man idealerweise gleich als erstes aktivieren</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Perfekte Ergänzung &#8211; Ride the Lightning</h6>



<p>Neben TOR sollte man gleich auch noch das <em>RTL Webinterface</em> aktivieren. Die Abkürzung steht für <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Ride The Lightning (öffnet in neuem Tab)" href="https://github.com/ShahanaFarooqui/RTL" target="_blank">Ride The Lightning</a></em>, ein weiteres Open Source-Projekt, das die komfortable Verwaltung von Lightning-Knoten über den Browser ermöglicht, zusätzliche Optionen eröffnet und dank der grafischen Benutzeroberfläche die Bedienung des <em>RaspiBlitz</em> auch noch einmal stark vereinfacht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RTL.png"><img loading="lazy" decoding="async" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/RTL.png" alt="RTL" width="480" height="174" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 55"></a><figcaption class="wp-element-caption">Sehr praktisch: das Ride the Lightning-Interface (Klicken zum Vergrößern)</figcaption></figure>



<p>Als solches ergänzen sich der <em>RaspiBlitz</em> und das <em>RTL Webinterface</em> perfekt. Wenn auch die Bedienung und Erscheinung des originalen <em>RaspiBlitz</em>-Menüs mich angenehm nostalgisch an meine <em>Norton Commander</em>-Zeit auf dem <em>286er</em> erinnerte &#8211; erst die Bedienung über das <em>Ride the Lightning</em>-Interface gab mir das Gefühl mit zeitgemäßer Technologie im Jahr 2019 zu agieren. </p>



<p>Invoices erstellen, mit Lightning bezahlen, Kanäle verwalten &#8211; es ist gut zu wissen, dass man das im Zweifel alles kommandozeilenbasiert erledigen kann. Sexy ist es jedoch das mal eben mit wenigen Klicks zu machen und gleichzeitig noch allerlei zusätzliche Informationen und Statistiken zu erhalten. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Finale Prüfung &#8211; Zahlungen</h6>



<p>Zum Beispiel zeigt das<em> RTL-Interface</em> die Hops einzelner Zahlungen an. In einer meiner Testzahlungen waren das zum Beispiel fünf Hops für eine Transaktion nach Kalifornien. Wie auch schon beim Test vom <em>Casa Node</em> habe ich dabei versucht, einen speziellen Lightning-Sticker zu kaufen. Was jedoch beim <em>Casa Node</em> damals aus unerfindlichen Gründen nicht möglich war, hat beim <em>RaspiBlitz</em> dieses Mal ohne Probleme gleich beim ersten Mal funktioniert. </p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/Lightning-Sticker.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="325" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/Lightning-Sticker.jpg" alt="Lightning Sticker" class="wp-image-15035" title="Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test - RaspiBlitz 56" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/Lightning-Sticker.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/04/Lightning-Sticker-300x206.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Bezahlt in Sekunden, geliefert in Wochen: Ein Lightning-Sticker aus den USA</figcaption></figure>



<p>Die zehn Sekunden, in denen die Zahlung dabei erfolgreich durch das Netzwerk geroutet wurde, bilden dabei einen faszinierenden Kontrast zu den mehr als sechs Wochen, die der Sticker anschließen per Post von der US-amerikanischen Pazifikküste nach Leipzig unterwegs war.   </p>



<h6 class="wp-block-heading">Fazit &#8211; Klein, günstig und multifunktional </h6>



<p>Bleibt abschließend die Frage, was man an dem <em>RaspiBlitz </em>berechtigterweise kritisieren kann. Tatsächlich konnte ich im Test jedoch nichts finden, was mich wirklich gestört hat, wo ich nicht weitergekommen bin oder was ich nicht verstanden habe. </p>



<p>Im Gegenteil &#8211; Als heavy Windws-User war ich überrascht, wie einfach es mir der <em>RaspiBlitz</em> machte. Die detaillierte und liebevolle Dokumentation spielt dabei als Hilfestellung beim Setup ohne Frage eine entscheidende Rolle. Ist der Node einmal aufgesetzt, schaltet dann die<em> Ride the lightning</em>-Integration all die Funktionen und die bequeme Bedienbarkeit frei, die ich mir als einfacher Nutzer wünsche. Klar kann das alles noch einfacher werden und wird es vermutlich auch bald. Für den aktuellen Stand der Technik im Frühjahr 2019 ist das Gesamtpaket aber schon jetzt durchaus überzeugend.   </p>



<p>Ich muss nicht viel selbst konfigurieren. Wenn ich es will, kann ich es aber. Diese gelungene Mischung aus einfacher Nutzbarkeit und potentieller Nerdigkeit macht den <em>RaspiBlitz</em> zu einem außerordentlich praktischen DIY-Node für jedermann. Der unschlagbare Preis von 150 Euro und das Engagement der wachsenden <em>RaspiBlitz</em>-Community macht das Projekt darüber hinaus sehr charmant. </p>



<p>Aus diesem Grund kann ich auch der Befürchtung von Christian Rotzoll nicht zustimmen, die er zwischenzeitlich äußerte:</p>



<blockquote class="wp-block-quote has-text-align-left is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p>&#8222;Sei ehrlich &#8211; für jemanden ohne Raspberry/Linux/Terminal Erfahrung ist das Projekt noch etwas zu sperrig/früh, richtig?&#8220;</p>
</blockquote>



<p>Absolut nicht. Gute Arbeit!</p>
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			</item>
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		<title>Bitcoin- &#038; Lightning-Nodes im Test &#8211;  Casa Node</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/02/22/bitcoin-lightning-nodes-im-test-casa-node/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 22 Feb 2019 20:07:05 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Full Nodes sind das Rückgrat des Bitcoin-Netzwerks. Sie speichern vollständige Kopien der Blockchain, leiten untereinander gültige Transaktionen und Blöcke weiter und sortieren diejenigen aus, die nicht den Konsensregeln entsprechen. Die Gesamtheit aller Full Nodes ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil der dezentralen Bitcoin-Infrastruktur. Je mehr es von ihnen gibt und je verteilter und unabhängiger sie voneinander [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Full Nodes (öffnet in neuem Tab)" href="https://en.bitcoin.it/wiki/Full_node" target="_blank">Full Nodes</a></em> sind das Rückgrat des Bitcoin-Netzwerks. Sie speichern vollständige Kopien der Blockchain, leiten untereinander gültige Transaktionen und Blöcke weiter und sortieren diejenigen aus, die nicht den Konsensregeln entsprechen. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="245" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/full-nodes.png" alt="full nodes" class="wp-image-14329" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 57" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/full-nodes.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/full-nodes-300x155.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Verteilung der aktuell offen erreichbaren Bitcoin-Full Nodes (Quelle: bitnodes.earn.com)</figcaption></figure>



<p>Die Gesamtheit aller <em>Full Nodes</em> ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil der dezentralen Bitcoin-Infrastruktur. Je mehr es von ihnen gibt und je verteilter und unabhängiger sie voneinander sind, desto robuster und widerstandsfähiger ist das gesamte Bitcoin-Netzwerk.</p>



<span id="more-14313"></span>



<h6 class="wp-block-heading">Full Nodes sind gut für alle</h6>



<p>Einen eigenen <em>Full Node</em> zu betreiben, ist jedoch nicht nur im kollektiven Interesse aller Bitcoiner, sondern auch von persönlichem Vorteil. Denn nur, wer selbst unmittelbaren Zugang zur Blockchain hat und bei Transaktionen nicht auf die Daten Dritter angewiesen ist, kann sich über das korrekte Kommen und Gehen der eigenen Bitcoins sicher sein und damit die Notwendigkeit Dienstleistern vertrauen zu müssen, minimieren.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Was nicht bedeutet, dass man Bitcoin-Dienstleistern nicht trauen kann. Es geht vielmehr darum, ihnen nicht vertrauen zu <em>müssen</em>. Weder in Bezug auf die Daten, die sie einem liefern, noch auf die Daten, die man ihnen mitteilt. Der eigene <em>Full Node</em> ist daher auch in puncto Privatsphäre ein wichtiger Faktor.</p>



<p>Blöd nur, dass der eigene <em>Full Node</em> für den technisch nicht übermäßig versierten Laien bisher eine zwar erstrebenswerte, aber nur schwer zu erreichende Option war. Denn wer nicht genügend Speicherplatz für die gesamte Blockchain auf dem Rechner hat (mehr als 200 GB und steigend) und diesen auch nicht beständig online halten will, der musste sich entweder der anspruchsvollen Aufgabe stellen, sich ein eigenes <em>Full Node</em>-Hardware-Setup zusammenzubasteln und zu bespielen, oder verzichtete im Zweifel eben einfach auf den eigenen <em>Full Node</em>.</p>



<p>Zwar gab es ein paar Anbieter von <em>Out of the Box-Bitcoin-Full Node</em>-Geräten. Doch so richtig durchsetzen konnte sich bislang keiner. Was wohl auch an den sportlichen Preisen im unteren bis mittleren dreistelligen Bereich lag. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Aufstieg der handlichen Bitcoin- und Lightning-Nodes</h6>



<p>Doch genau das könnte sich jetzt ändern. Viel billiger sind <em>Plug &#8217;n Play-Full Node-Geräte</em> zwar nicht geworden. Dank Lightning jedoch deutlich attraktiver. Denn ein eigener <em>Bitcoin-Full Node</em> mit einem darauf aufbauenden <em>Lightning-Full Node</em> ist derzeit der schnellste und direkteste Zugang zum Lightning-Netzwerk. Und das ist bekanntlich <a href="http://coinspondent.de/2019/02/12/financial-fackellauf-im-lightning-netzwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="aktuell der heißeste Shice im Kryptoland (öffnet in neuem Tab)">aktuell der </a><em><a href="http://coinspondent.de/2019/02/12/financial-fackellauf-im-lightning-netzwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="aktuell der heißeste Shice im Kryptoland (öffnet in neuem Tab)">heißeste Shice</a></em><a href="http://coinspondent.de/2019/02/12/financial-fackellauf-im-lightning-netzwerk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="aktuell der heißeste Shice im Kryptoland (öffnet in neuem Tab)"> im Kryptoland</a>.</p>



<p>Aus diesem Grund drängen derzeit gleich mehrere Anbieter für nutzerfreundliche <em>Bitcoin- und Lightning-Full Node</em>-Geräte auf den Markt. Eine Entwicklung die positiv ist. Denn neue Knoten stärken das Netzwerk und eine gute User Experience verbessert die Zugänglichkeit und Akzeptanz von Bitcoin und Lightning. </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Doch ob die Geräte diesen Erwartungen gerecht werden können, auch für den Normal-User bedienbar und ihren Preis wert sind, wird sich erst noch zeigen müssen. Daher habe ich die Hersteller um Testgeräte gebeten, die ich in einer Artikelserie vergleichen und vorstellen werde. Los geht es mit dem <em>Casa Node.</em></p>



<h4 class="wp-block-heading">Casa Node &#8211; der Plug and Play-Node für Einsteiger</h4>



<p>Der <em><span class="removed_link" title="https://store.casa/lightning-node/">Casa Node</span></em> gehört zu den bekanntesten <em>Bitcoin- und Lightning-Full Node</em>-Geräten. Das US-amerikanische Unternehmen <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Casa  (öffnet in neuem Tab)" href="https://keys.casa/" target="_blank">Casa</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Casa  (öffnet in neuem Tab)" href="https://keys.casa/" target="_blank"> </a>wurde zunächst für sein Angebot bekannt, beim individuellen Verwahren von <em>Private Keys</em> zu helfen. Ein Service, der sich mit 10.000 US-Dollar Jahresgebühr vor allem an ein Klientel mit einem Krypto-Vermögen jenseits einer halben Million US-Dollar richtet.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="332" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/casa-node-03.jpg" alt="casa node 03" class="wp-image-14318" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 58" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/casa-node-03.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/casa-node-03-300x210.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Plug-and-Play ohne viel Gedöhns: Wer will kann sich den Casa Node sogar an die Wand hängen.</figcaption></figure>



<p>Ganz anders beim <em>Casa Node</em>,&nbsp;der&nbsp;sich&nbsp;mit einem Preis von &#8222;nur&#8220; 300 US-Dollar an die breite Masse richtet. Dafür bekommt man dann einen für den Dauerbetrieb optimierten Mini-Rechner auf <em>Raspberry Pi</em>-Basis, der auf seiner 1 TB großen Festplatte Bitcoin- (<em>Bitcoin Core</em>) und einen Lightning-Node (<em>LND</em>) laufen hat. Bedient wird das Gerät über das eigens entwickelte Betriebssystem <em>CasaOS</em>.</p>



<p>Der Preis erscheint angesichts der verbauten Hardware recht hoch. Ein <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Raspberry Pi-Starterkit (öffnet in neuem Tab)" href="https://amzn.to/2SjPxib" target="_blank">Raspberry Pi</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Raspberry Pi-Starterkit (öffnet in neuem Tab)" href="https://amzn.to/2SjPxib" target="_blank">-Starterkit</a> bekommt man aktuell schon für rund 60 Euro. Doch verkauft <em>Casa</em> eben&nbsp;nicht&nbsp;nur&nbsp;die Technik, sondern vor allem die Dienstleistung, die Hardware auch als Einsteiger unkompliziert und bequem einsetzen zu können. Plug-and-Play statt selber zusammenbasteln. Grafische Benutzeroberfläche statt Kommandozeilen. Und für technische Laien daher eine echte Alternative.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Import aus den USA</h6>



<p>Doch bevor man soweit ist, muss man den<em> Casa Node</em> erst einmal bekommen. Das kann mitunter etwas schwieriger werden, da sich der Zoll beim Import des Gerätes aus den USA mitunter noch einmal dazwischenschaltet. Bei meinem als kostenlos deklariertem Testgerät, gab es zwar keine Schwierigkeiten. Ich habe aber von Leuten gehört, die das Paket persönlich vom Zoll holen und dabei noch einmal rund 60 Euro bezahlen mussten.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="356" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/casa-node-01.jpg" alt="casa node 01" class="wp-image-14317" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 59" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/casa-node-01.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/casa-node-01-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Ein Hologramm-Sticker macht die Verpackung nicht sicherer, sieht aber schön aus.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Setup und Installation</h6>



<p>Hat man das Gerät dann aber in den Händen, kann man direkt loslegen. Strom, Internet und das Adapterkabel zwischen verbauter Festplatte und dem <em>Raspberry Pi</em> anschließen, Browser öffnen und den <em>Casa Node</em> ansteuern. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="224" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-04.png" alt="Casa node 04" class="wp-image-14319" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 60" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-04.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-04-300x142.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Scheint ein häufiges Problem zu sein. Der Casa Node muss im Heimnetz direkt über die IP angesteuert werden.</figcaption></figure>



<p>Leider lässt sich das Gerät beim Test nicht wie in der Anleitung beschrieben im lokalen Heimnetz über <em>www.casa-node.local</em> finden. Ein Problem,<a rel="noreferrer noopener" aria-label=" das offensichtlich häufiger auftritt (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/allgaeucrypto/status/1095400987769163776" target="_blank"> das offensichtlich häufiger auftritt</a>. Der Fehler ist daher auch in den <span class="removed_link" title="https://keys.casa/node-help/">FAQ bei den Problemlösungen</span> als erstes aufgeführt. </p>



<p>Die Lösung, das Gerät stattdessen direkt über dessen IP anzusteuern, funktioniert unkompliziert, erhöht aber die Komplexität für Nicht-Techniker. Gerade wenn man den Anspruch hat, die Bedienung so einfach wie möglich zu gestalten, sollte hier eine andere Lösung gefunden werden.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Los geht&#8217;s: Updates &amp; Synchronisieren</h6>



<p>Ab hier läuft der weitere Konfigurations- und Einrichtungsprozess aber erfreulich unkompliziert und erfordert vom Benutzer eigentlich nur noch eines: viel Geduld. Zunächst bringt sich das Gerät softwaremäßig auf den aktuellen Stand.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="224" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-05.png" alt="Casa node 05" class="wp-image-14320" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 61" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-05.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-05-300x142.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Automatische Updates sind nützlich. Die 30 Minuten sind aber nur ein ungefährer Richtwert.</figcaption></figure>



<p>Danach erfolgt die Einrichtung des <em>Nodes</em>. Wie bei jeder Bitcoin-Wallet wird eine <em>Seed Phrase</em> erzeugt, die als Backup dient.  </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="264" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-10.png" alt="Casa node 10" class="wp-image-14338" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 62" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-10.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-10-300x167.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Neue Installation oder einen alten Zustand wiederherstellen?</figcaption></figure>



<p>Anschließend beginnt der <em>Casa Node</em> mit der Synchronisation. Zwar kommt das Gerät standardmäßig mit einer vorinstallierten Kopie der Blockchain, doch müssen vor dem ersten Einsatz noch die Blöcke zwischen Versand aus den USA und Inbetriebnahme beim Nutzer synchronisiert werden.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="269" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-06.png" alt="Casa node 06" class="wp-image-14321" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 63" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-06.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-06-300x170.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></figure>



<p>In meinem Fall waren das rund 3000 Blöcke, was bedeutet, dass die vorinstallierte Blockchain rechnerisch rund drei Wochen in Verzug war.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="277" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-07.png" alt="Casa node 07" class="wp-image-14324" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 64" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-07.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-07-300x175.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Bevor es losgehen kann müssen sowohl der Bitcoin- als auch der Lightning-Node synchronisiert sein.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Vertrauen ist gut und nötig</h6>



<p>Wer den von <em>Casa</em> vorinstallierten Blockchain-Daten nicht vertraut, der kann seinen <em>Casa Node</em> die Blockchain auch noch einmal von Grund auf neu aus dem Bitcoin-Netzwerk ziehen lassen. Doch sollte man dabei berücksichtigen, dass diese Neu-Synchronisierung bei der verbauten Hardware schätzungsweise rund einen Monat dauern wird und der <em>Node</em> in dieser Zeit nicht einsatzbereit ist. </p>



<p>Ganz davon abgesehen, dass es auch widersprüchlich wäre, den voreingespielten Blockchain-Daten von <em>Casa</em> weniger zu vertrauen, als den Blockchain-Daten, die neu über die hauseigene <em>CasaOS</em>-Software auf den <em>Casa Node</em> gespielt werden. So oder so könnte <em>Casa</em> die Daten manipulieren. Ein Umstand, den man bei einem Plug-and-Play-Gerät in Kauf nehmen muss.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die große Geduldsprobe</h6>



<p>Davon aber unabhängig beginnt nun der Teil, in dem man als User etwas hilflos und allein gelassen wird. Denn während der Synchronisation des<em> Bitcoin</em>&#8211; und des <em>Lightning-Full Nodes</em> fliegt man immer mal wieder aus dem System. Wiederholt tauchen neue irritierende Meldungen mit statischen Wartezeiten auf. Mal gibt es eine Fortschrittsanzeige, dann wieder nur allgemeine <em>&#8222;Loading&#8220;-</em> oder <em>&#8222;Syncing&#8220;</em>-Hinweise und man fragt sich, ob man womöglich etwas falsch gemacht hat? Aber außer geduldig abzuwarten, bleibt einem letztlich ohnehin keine Option.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="102" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-08.png" alt="Casa node 08" class="wp-image-14325" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 65" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-08.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-08-300x65.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Ausgesperrt und die einzige Option ist warten. Diese Meldung tauchte mehrfach auf.</figcaption></figure>



<p>Wer die Wartezeit nutzt, um sich im Internet nach anderen Erfahrungsberichten umzusehen, wird feststellen, dass das wohl <a rel="noreferrer noopener" aria-label="nicht ungewöhnlich ist (öffnet in neuem Tab)" href="https://medium.com/swlh/casa-node-91aab9c1c2ef" target="_blank">nicht ungewöhnlich ist</a> und man für die komplette Einrichtung des <em>Casa Nodes</em> einfach gleich einen ganzen Tag einplanen sollte.</p>



<p>Da diese aber automatisch im Hintergrund verläuft, muss man sich  glücklicherweise sonst aber nicht weiter darum kümmern. Als Nutzer hätte ich mir hier aber trotzdem gewünscht, etwas besser informiert zu werden und zu erfahren, was das Gerät eigentlich gerade genau macht.</p>



<p>Doch ist das Jammern auf hohem Niveau. Denn im Vergleich zum eigenständigen Aufsetzen eines Nodes auf der gleichen Hardware ist ein bisschen warten auch für Laien eine durchaus machbare Aufgabe. Nach einer Nacht war mein <em>Casa Node</em> jedenfalls online und einsatzbereit.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="235" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-11.png" alt="Casa node 11" class="wp-image-14339" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 66" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-11.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-11-300x149.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Bitcoin &#8211; Lightning &#8211; System. Die grafische Benutzeroberfläche des Casa Node ist so einfach wie möglich gestaltet.  </figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Was man mit dem Casa Node machen kann</h6>



<p>Um nun die ersten Zahlungen im Lightning-Netzwerk zu machen, müssen Kanäle zu anderen <em>Nodes</em> geöffnet werden. Dafür ist es notwendig den <em>Full Node</em> zunächst einmal mit ein paar Bitcoins auszustatten. </p>



<p>Diese Bitcoins können über die integrierte <em>Bitcoin Core</em>-Wallet ganz &#8222;klassisch&#8220; direkt über die Blockchain empfangen und verschickt werden. Oder eben zum Öffnen eines oder mehrerer Zahlungskanäle genutzt werden.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="335" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-09.png" alt="Casa node 09" class="wp-image-14326" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 67" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-09.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-09-300x212.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Eastcoast-Leipzig-Westcoast &#8211; Nur drei von derzeit rund 30.000 Zahlungskanälen im Lightning-Netzwerk </figcaption></figure>



<p>Die <em>&#8222;Autopilot&#8220;</em>-Funktion übernimmt dabei einen Großteil der Arbeit, wenn man Kanäle nicht manuell erstellen und verwalten will. Binnen weniger Minuten hatte ich drei Zahlungskanäle zu sehr gut vernetzten <em>Nodes</em> in den USA und damit mein Tor ins Lightning-Netzwerk geöffnet.</p>



<p>Ab jetzt konnte ich selbst per Lightning bezahlen und als später ein paar andere Knoten ihrerseits Kanäle zu mir eröffneten, auch Bitcoins über das Netzwerk empfangen. Denn das geht bekanntlich nur, wenn die entsprechende Kapazität auf der Gegenseite vorhanden ist, die zu einem fließen kann oder man selbst bereits hinreichend viel Geld(-Kapazität) verschickt hat, dass dieses von der anderen Seite wieder zurückfließen kann. (<a href="http://coinspondent.de/2018/02/11/honigdachs-23-lightning-netzwerk-teil-1/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Mehr zum Aufbau und der Funktion von Kanälen in Lightning hier (öffnet in neuem Tab)">Mehr zum Aufbau und der Funktion von Kanälen in Lightning hier</a>)</p>



<h6 class="wp-block-heading">Test: Bitcoins über Lightning empfangen und versenden</h6>



<p>Da es bislang deutlich einfacher ist, Geld über Lightning zu verschicken (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="geht auch per Smartphone-App (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/stefanwouldgo/status/1086205828825341952" target="_blank">geht immerhin auch per Smartphone-App</a>) als zu empfangen, war letzteres die Herausforderung des Praxistests.</p>



<p> Erfreulicherweise lief das unkompliziert und reibungslos. Beide Test-Zahlungen von meinem <em><span class="removed_link" title="https://tippin.me/@thecoinspondent">Tippin.me</span></em><span class="removed_link" title="https://tippin.me/@thecoinspondent">-Account</span> auf meinen Node wurden erfolgreich binnen Sekunden durch das Netzwerk geroutet. Zu verschwindend geringen Gebühren.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Überraschenderweise gab es mit dem Bezahlen größere Probleme. Während ich meinen eigenen <em>Tippin.me</em>-Account problemlos erreichte, gelang es mir trotz mehrfacher, über drei Tage verteilter Versuche nicht, einen <em><span class="removed_link" title="https://store.blockstream.com/product/lightning-sticker/">&#8222;I got Lightning working and all I got was this Sticker&#8220;</span></em> zu kaufen. Das ist insofern verwunderlich als dass beide Anbieter, <em>Tippin.me</em> und <em>Blockstream,</em> in Kalifornien ansässig sind und im Lightning-Netzwerk eigentlich gut verbunden.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Mehr Informationen wären hilfreich</h6>



<p>Da sich aber nicht herausfinden ließ, ob der Fehler vom <em>Casa Node</em> oder dem ja selbst noch sehr experimentellen Lightning-Netzwerk zu verantworten ist, gehe ich hier nicht weiter darauf ein. Aber auch, weil ich es gar nicht kann.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="239" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-12.png" alt="Casa node 12" class="wp-image-14344" title="Bitcoin- &amp; Lightning-Nodes im Test - Casa Node 68" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-12.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/02/Casa-node-12-300x151.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Meinen Lightning-Node und ein paar Kanäle habe ich zwar zum Laufen gebracht, diesen Sticker konnte ich aber trotzdem nicht kaufen. </figcaption></figure>



<p>Denn genau das ist einer der Kritikpunkte am <em>Casa Node</em>. Tatsächlich hätte ich mich gerne auf Ursachen- und Fehlersuche begeben. Die sehr simpel und übersichtlich gehaltene Benutzeroberfläche bietet hierfür nur leider keinerlei Möglichkeit. Wenn etwas schiefläuft, muss man das einfach akzeptieren und kann es nur weiter versuchen. Dieser aufgezwungene Fatalismus ist auf Dauer jedoch frustrierend.</p>



<p>So sehr ich die grafische Benutzeroberfläche des <em>Casa Node </em>auch zu schätzen gelernt habe. Hier hätte ich mir die Möglichkeit zum Umschalten in eine Art <em>Expertenmodus</em> gewünscht, der einem detailliertere Einblicke in die Abläufe unter der Haube des <em>Casa Node</em> ermöglicht.</p>



<p>Ohnehin wäre es aus Nutzersicht insgesamt interessant, mehr Daten und Statistiken des eigenen <em>Nodes</em> einsehen zu können. Nicht nur wie viele Kanäle man hat, sondern auch wie viele Zahlungen schon geroutet wurden. Mich würde zum Beispiel interessieren, ob einer meiner mittlerweile sieben Kanäle zwischenzeitlich schon einmal Teil der Route einer anderen Zahlung gewesen ist.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Fazit</h6>



<p>Nichtsdestotrotz fällt mein Fazit für den <em>Casa Node</em> sehr positiv aus. Für technisch wenig versierte Nutzer ist er ein überraschend einfacher Weg, ein aktiver Teil des selbst ja noch hochexperimentellen Lightning-Netzwerks zu werden. </p>



<p>Die konsequente Fokussierung auf einfache Bedienbarkeit ist für viele Nutzer sinnvoll und gelungen, wenn man von dem  verwirrenden Setup-Prozess einmal absieht. Hier lässt sich die Nutzerführung durch bessere Kommunikation noch deutlich verbessern. </p>



<p>Auch wäre ein optionaler Expertenmodus wünschenswert, der einen detaillierteren Einblick in den eigenen Node ermöglicht. Doch ist das etwas, was sich durch ein Update nachreichen ließe. Hier sollte man dem<em> Casa</em>-Team Zeit geben, mit dem Netzwerk und den Nutzerwünschen zu wachsen. </p>



<p>Ansonsten ist der <em>Casa Node</em> aber ein gelungener<em> Plug-and-play-Full Node</em>,&nbsp;der besonders für Einsteiger und technische Laien interessant ist und dessen einfache und übersichtliche Bedienung den Preis rechtfertigt.</p>



<hr class="wp-block-separator"/>



<p><strong><em>Den Casa Node gibt es für 300 US-Dollar (plus Zoll) <span class="removed_link" title="https://store.casa/lightning-node/">im Shop von Casa.</span></em></strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Größer, bunter, teurer &#8230; besser? &#8211; Trezor Model T</title>
		<link>https://coinspondent.de/2018/08/21/groesser-bunter-teurer-besser-trezor-model-t/</link>
					<comments>https://coinspondent.de/2018/08/21/groesser-bunter-teurer-besser-trezor-model-t/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Aug 2018 16:07:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hard- und Software]]></category>
		<category><![CDATA[Hardware Wallets]]></category>
		<category><![CDATA[Ledger]]></category>
		<category><![CDATA[Trezor]]></category>
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					<description><![CDATA[Lange Zeit galt der Trezor als DIE Hardware-Wallet schlechthin und wer sich bequem und mit einem Mindestmaß an Nerdigkeit der Sicherheit der eigenen Bitcoins versichern wollte, der besaß einen. Oder auch gleich mehrere. Doch entwickelt sich das Crypto-Universum schnell und obwohl es auch Jahre später nichts am Trezor und dem Service der dahinter stehenden Firma Satoshi Labs [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Lange Zeit galt der <em>Trezor </em>als <em>DIE</em> Hardware-Wallet schlechthin und wer sich <a href="http://coinspondent.de/2015/12/01/trezor-die-bitcoin-hardware-wallet-im-test/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">bequem und mit einem Mindestmaß an Nerdigkeit</a> der Sicherheit der eigenen Bitcoins versichern wollte, der besaß einen. Oder auch gleich mehrere.</p>
<p><figure id="attachment_9142" aria-describedby="caption-attachment-9142" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://shop.trezor.io?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9142 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-8-1.png" alt="Bitcoin trezor hardware wallet test (8)" width="475" height="317" title="Größer, bunter, teurer ... besser? - Trezor Model T 69" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-8-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-8-1-300x200.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /></a><figcaption id="caption-attachment-9142" class="wp-caption-text">Der originale Trezor: handlich, klein, leicht, praktisch und beliebt.</figcaption></figure></p>
<p>Doch entwickelt sich das Crypto-Universum schnell und obwohl es auch Jahre später nichts am <em>Trezor</em> und dem Service der dahinter stehenden Firma <a href="https://satoshilabs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Satoshi Labs</em></a> auszusetzen gibt, ist die <em>Hardware Wallet</em> made in Prag etwas aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerutscht.</p>
<h6>Trezor vs. Nano S &#8211; Satoshi Labs vs. Ledger</h6>
<p>Nicht zuletzt, weil der französische Konkurrent <a href="https://www.ledger.com?r=ac4103c20c68" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Ledger</em></a> bei ähnlich gutem Service mit seinem <a href="http://coinspondent.de/2016/09/03/ledger-nano-s-die-hardware-wallet-fuer-bitcoin-und-ethereum/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">handlicheren, weniger nerdigen und vor allem ein gutes Stück billigerem <em>Legder</em> <em>Nano S</em> </a>ebenfalls bald auf den Markt drängte und sich einen ordentlichen Anteil des selbigen sicherte. Immerhin wurde der <a href="https://www.ledger.com?r=ac4103c20c68" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Ledger Nano S</em></a> allein vergangenes Jahr durch den Kursboom nicht nur, wie ursprünglich von <em>Ledger</em> erwartet, rund 60.000 Mal verkauft, <a href="https://epicenter.tv/episode/241/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">sondern insgesamt rund eine Million Geräte</a>.</p>
<p>Angesichts dieser Zahlen ist es nur konsequent, dass sich <em>Satoshi Labs</em> mit dem <a href="https://shop.trezor.io?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Trezor T</em></a> nun mit einer moderneren und erweiterten Version des jetzt <a href="https://shop.trezor.io?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Trezor One</em></a> genannten Vorgängermodells zurückmeldet.</p>
<p>Doch bleibt fraglich, inwieweit dieser tatsächlich Marktanteile von <em>Ledger</em> wird abtrotzen können. Zwar strotzt der <em>Trezor T</em> vor allem im Vergleich zum eigenen Vorgängermodell vor Komparativen &#8211; größer, schwerer, bunter und auch ein kleines bisschen sicherer &#8211; doch muss man nicht alle dieser Attribute zwingend positiv bewerten, zumal der <em>Trezor T</em> eben auch teurer als sein Vorgängermodell ist, das ja selbst wiederum bereits teurer als der <em>Nano S</em> ist.</p>
<p>
<a href="https://coinspondent.de/trezor-t-1/"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="356" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-1.jpg" class="attachment-full size-full" alt="Trezor T 1" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-1.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-1-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" title="Größer, bunter, teurer ... besser? - Trezor Model T 70"></a>
<a href="https://coinspondent.de/trezor-t-2/"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="356" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-2.jpg" class="attachment-full size-full" alt="Trezor T 2" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-2.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-2-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" title="Größer, bunter, teurer ... besser? - Trezor Model T 71"></a>
<a href="https://coinspondent.de/trezor-t-3/"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="356" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-3.jpg" class="attachment-full size-full" alt="Trezor T 3" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-3.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-3-300x225.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" title="Größer, bunter, teurer ... besser? - Trezor Model T 72"></a>
</p>
<p>Trotzdem könnte der<em> Trezor T</em> seinen Platz auf dem Hardware Wallet Markt finden. Denn schlecht ist er keineswegs und es gibt einen nicht unerheblichen konzeptionellen Faktor, in dem sich die <em>Trezor</em>-Modelle von denen aus dem Hause <em>Ledger</em> unterscheiden: das Sicherheitskonzept. Denn Sicherheit können zwar beide Unternehmen grundsätzlich gewährleisten, doch darin, <em>wie</em> sie diese Sicherheit erreichen, unterscheiden sie sich grundsätzlich.</p>
<p><span id="more-12551"></span></p>
<h6>Offen oder verschleiert? Zwei verschiedene Sicherheitskonzepte</h6>
<p>Während <em>Ledger</em> nämlich konsequent auf einen <a href="https://de.wikipedia.org/wiki/Security_through_obscurity" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Security by obscurity</em>-Ansatz</a> setzt, bei dem die sensiblen Daten innerhalb der <em>Hardware Wallet</em> durch ein zertifiziertes <em>Secure Element</em> abgesichert werden und man als Nutzer letztlich sowohl <em>Ledger</em> als auch dem Hersteller/Zertifizierer des verbauten <em>Secure Element</em> vertrauen muss, verfolgt man bei <em>Satoshi Labs</em> konsequent einen Open Source-Ansatz und setzt auf die Zusammenarbeit mit der Community. Denn das Innenleben des <em>Trezors</em> und der Code, der es steuert, sind seit jeher offen und frei zugänglich.</p>
<p style="text-align: left;">Dadurch kann sich (zumindest theoretisch) jeder selbst von der Sicherheits-Architektur dieser <em>Hardware Wallet</em> überzeugen. Allerdings haben es so auch Copy-Cat-Konkurrenten oder potentielle Angreifer leichter. Dass der <em>Trezor</em> in beiden Ausführungen dennoch als vor Angriffen sicher gilt, liegt nun an der jahrelangen guten Zusammenarbeite zwischen <em>Satoshi Labs</em> mit der Community. Gemeinsam haben beide in den vergangenen vier Jahren nämlich <a href="https://trezor.io/security/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fünf potentielle Schwachstellen geschlossen </a>bevor sie effektiv ausgenutzt werden konnten.</p>
<p>Die unterschiedliche Herangehensweise beider Firmen in puncto Sicherheitskonzept ist dabei übrigens in der Historie begründet. Während <em>Satoshi Labs</em> aus der in Prag stark vertretenen Hackerszene gegründet wurde und dem Open Source-Ansatz stark verbunden ist, ist <em>Ledger</em> gezielt im Hinblick auf potentielle Businesscases entstanden. Die Entscheidung für ein verbautes <em>Secure Element</em> ist nämlich insofern strategisch, als dass institutionelle Investoren, die ihre Krypo-Portfolios absichern wollen, dieses vielfach eben nur mit zertifizierbarer Hardware umsetzen können bzw. dürfen.</p>
<p><figure id="attachment_12569" aria-describedby="caption-attachment-12569" style="width: 474px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://shop.trezor.io?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12569 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-11.jpg" alt="Trezor T 11" width="474" height="262" title="Größer, bunter, teurer ... besser? - Trezor Model T 73" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-11.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/04/Trezor-T-11-300x166.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12569" class="wp-caption-text">Würde man bei Ledger wohl als nicht ausreichend sicher kritisieren: Holgramm-Sticker über dem USB-Port</figcaption></figure></p>
<p>Welches Sicherheitskonzept nun unterm Strich besser ist, lässt sich schlussendlich nicht so einfach sagen. Keines der beiden Sicherheitskonzepte &#8211; <em>Security by obscurity</em> von <em>Ledger</em> oder der konsequente <em>Open Source</em>-Ansatz von <em>Trezor</em> &#8211; kann grundsätzlich als dem anderen überlegen bezeichnet werden. Beide funktionieren (zumindest bisher) sehr gut, was aber eben auch auf der in beiden Fällen ausgezeichneten und stets auf Aktualität und Nutzerfreundlichkeit ausgerichteten Software zur Verwaltung der Hardware-Wallets beruht.</p>
<p>Sowohl <em>Ledger</em> als auch <em>Satoshi Labs</em> haben schnell auf die <em>Bitcoin Cash-Fork</em> vor gute einem Jahr reagiert und zügig erfreulich nutzerfreundliche Splitting-Tools zum sicheren Verwalten beider Coins bereit gestellt. Auch haben beide gerade erst ihre Wallet-Verwaltungssoftware rundum erneuert.</p>
<p>Letztlich ist es daher eine individuelle Entscheidung jeden Nutzers, welchem Konzept er mehr vertraut.</p>
<h6>Inwieweit ist der Trezor T dem Trezor One überlegen?</h6>
<p>Bleibt die Frage, wenn man sich grundsätzlich für einen <em>Trezor</em> entscheidet, welches der beiden Modelle es sein soll. Lohnt sich das teurere, moderne Gerät oder tut es auch der &#8222;alte&#8220;?  Immerhin liegt der <a href="https://shop.trezor.io?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Trezor Model T</em> mit 149 Euro</a> deutlich über dem <a href="https://shop.trezor.io?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Trezor One</em> mit 89 Euro</a>.</p>
<h6>Größer!</h6>
<p>Zunächst einmal ist der neue <em>Trezor Model T</em> im Vergleich zum <em>Trezor One</em> in allen Dimensionen gewachsen. Er ist 4 mm länger, 9 mm breiter, 4 mm dicker und 4 Gramm schwerer. Da diese Werte im Verhältnis durchaus bis zu 25 Prozent Zuwachs ausmachen, wirkt sich das auf die Handlichkeit spürbar aus. Als <em>Hardware Wallet</em> für den Schlüsselbund eignet sich der <em>Trezor Model T</em> jedenfalls nicht mehr so gut wie der Vorgänger. Die entsprechende Öse wurde daher auch gleich weggelassen.</p>
<h6>Magnetischer!</h6>
<p>Dass der neue <em>Trezor Model T</em> wohl ohnehin eher für den Heimgebrauch konzipiert ist, zeigt dafür ein anderes durchaus praktisches Feature. Zusammen mit der <em>Hardware Wallet</em> bekommt man nämlich ein selbstklebendes magnetisches Grundplättchen. Dieses Plättchen kann man nun hinter einen Schrank, unter eine Schublade oder wohin man will kleben und den <em>Trezor Model T</em>, der magnetisch sehr gut darauf hält, so vor (auch zufälligem) unerwünschtem Zugriff schützen.</p>
<p><figure id="attachment_12940" aria-describedby="caption-attachment-12940" style="width: 474px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://shop.trezor.io?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12940 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/08/trezor-t.jpg" alt="trezor t" width="474" height="378" title="Größer, bunter, teurer ... besser? - Trezor Model T 74" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/08/trezor-t.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/08/trezor-t-300x239.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12940" class="wp-caption-text">Nettes Feature: ein magnetische Plättchen um den Trezor Model T geschickt zu verstecken</figcaption></figure></p>
<h6>Bunter!</h6>
<p>Nötig wurde die Vergrößerungen des Geräts vor allem durch den Einbau eines farbigen Touchscreens, der die Bedienung am Gerät deutlich vereinfacht. Während die Verwaltung des<em> Trezor One</em> noch größtenteils über den Computer läuft und das kleine Gerätedisplay hauptsächlich zur Verifizierung und zusätzlichen Absicherung diente, ist dies nun umgedreht.</p>
<h6>Sicherer!</h6>
<p>So findet beispielsweise die PIN-Eingabe zur Entsperrung beim <em>Trezor Model T</em> direkt am Gerät statt. Das ist komfortabler und auch sicherer, büßt im Vergleich zum Vorgängermodell aber <a href="http://coinspondent.de/2015/12/01/trezor-die-bitcoin-hardware-wallet-im-test/">an nerdigem Charme und Geheimniskrämerei ein</a>.</p>
<p><figure id="attachment_12956" aria-describedby="caption-attachment-12956" style="width: 474px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://shop.trezor.io?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-12956 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/08/Trezor-T-14.jpg" alt="Trezor Model T PIN" width="474" height="347" title="Größer, bunter, teurer ... besser? - Trezor Model T 75" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/08/Trezor-T-14.jpg 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/08/Trezor-T-14-300x220.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption id="caption-attachment-12956" class="wp-caption-text">Der neue Touchscreen ist edel und praktisch zugleich. Hat aber seinen Preis.</figcaption></figure></p>
<h6>Moderner?</h6>
<p>Was die Unterstützung für Altcoins und Token angeht, ist der <em>Trezor Model T</em> dem kleineren <em>Trezor One</em> bislang allerdings (noch) nicht wirklich überlegen. Beide Varianten unterstützen <a href="https://trezor.io/coins/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">laut Website</a> bislang mehr als 600 Coins und Token (wer die alle braucht, steht jedoch auf einem anderen Blatt Papier), wobei es schon verwunderlich ist, dass der ältere <em>Trezor One</em> mit <em>Decred</em> und dem <em>Groestlcoin</em> zwei Altcoins/Token unterstützt, die der neuere <em>Trezor Model T</em> bislang offensichtlich nicht verwalten kann.</p>
<p>Immerhin: <em>Monero</em> kann der <em>Trezor Model T</em> zwar noch nicht verwalten, aber immerhin soll das bald kommen. Wer hingegen nur einen <em>Trezor One</em> besitzt, wird für die anonymere Kryptowährung auf das neuere Modell upgraden müssen.</p>
<h6>Fazit: &#8222;Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust&#8220;</h6>
<p>Der neue <em>Trezor Model T</em> ist unterm Strich ein spürbar ambivalentes Produkt, das dementsprechend schwierig einzuordnen ist und <em>Satoshi Labs</em> wagt mit dieser neuen <em>Hardware Wallet</em> einen herausfordernden Spagat.</p>
<p>Auf der einen Seite die eigene Historie basierend auf Hacker-Mentalität, Nerdigkeit, Open Source- und Community-Grundsätzen und darauf basierend eine Marktnische, die eigentlich schon mit dem <em>Trezor One</em> recht gut bedient ist. Auf der anderen Seite der sehr viel größere und von <em>Ledger</em> bereits gut adressierte Markt der Nicht-Nerds, der einfachen Anwender und der Krypto-Neulinge, die sich um Code und Sicherheitsdetails nicht scheren, sondern bei einer <em>Hardware Wallet</em> auf Verständlichkeit, Bedienkomfort und den Preis achten.</p>
<div style="width: 100%; height: 0; padding-bottom: 75%; position: relative;"></div>
<p>Inwieweit sich der <em>Trezor Model T</em> in diesem Spannungsfeld behaupten kann, wird sich erst noch zeigen müssen. Vom Leistungsumfang ist er bislang noch nicht viel besser als der eigene Vorgänger, aber ein gutes Stück teurer. Selbiges gilt auch für den <em>Ledger Nano S</em>, der ein Drittel weniger kostet. Insbesondere wenn sich die Käufer nicht um das Sicherheitskonzept kümmern, könnte die französische <em>Hardware Wallet</em> hier auf Grund des deutlich niedrigeren Preises weiter die Nase vorn behalten.</p>
<p>Dennoch: Für Krypto-Enthusiasten, die nicht primär auf den Preis achten, sondern an einer vertrauenswürdigen, gut gemachten und zukunftstauglichen <em>Hardware Wallet</em> mit passendem moralisch-ideologischem Background interessiert sind, könnte der <em>Trezor Model T</em> ein sinnvolle Alternative sein.</p>
<p><strong>Der <em>Trezor Model T</em>  (149 Euro zzgl. MwSt) und der <em>Trezor One</em> (89 Euro zzgl. MwSt) sind <a href="https://shop.trezor.io?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online direkt bei <em>Satoshi Labs</em> erhältlich</a>. </strong></p>
<p><strong>Der <em>Nano S</em> (99,99 Euro inkl. MwSt) ist <a href="https://www.ledger.com?r=ac4103c20c68" target="_blank" rel="noopener noreferrer">online direkt bei <em>Ledger</em> erhältlich.</a> </strong></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ledger Nano S &#8211; Die Hardware-Wallet für Bitcoin und Ethereum</title>
		<link>https://coinspondent.de/2016/09/03/ledger-nano-s-die-hardware-wallet-fuer-bitcoin-und-ethereum/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Sep 2016 08:00:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Hard- und Software]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
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		<category><![CDATA[Trezor]]></category>
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					<description><![CDATA[!!! Achtung &#8211; Diese Review ist nur noch aus Archivgründen online. Bitte kauft keine Geräte der Firma Ledger. Das Unternehmen war nicht in der Lage, die privaten Daten seiner Kunden sicher zu speichern oder mit dem Datenleck im Sinne der Kunden vernünftig umzugehen. Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass Ledger in der Lage [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #ff0000;">!!! Achtung &#8211; Diese Review ist nur noch aus Archivgründen online. Bitte kauft keine Geräte der Firma Ledger. Das Unternehmen war nicht in der Lage, die privaten Daten seiner Kunden sicher zu speichern oder mit dem Datenleck im Sinne der Kunden vernünftig umzugehen.</span></strong><strong><span style="color: #ff0000;"> Es kann daher nicht davon ausgegangen werden, dass Ledger in der Lage ist, digitale Werte sicher aufzubewahren !!! </span> </strong></p>
<p>Ich experimentiere seit ein paar Tagen mit dem<em> <a href="https://www.ledger.com?r=ac4103c20c68" target="_blank" rel="noopener">Ledger Nano S</a></em>, der neuen Hardware-Wallet aus der <a href="https://www.ledgerwallet.com/products" target="_blank" rel="noopener"><em>Ledger</em>-Produktfamilie</a> des gleichnamigen Anbieters aus Paris. Und abgesehen von wenigen Minuspunkten bin ich angenehm begeistert.</p>
<p>Denn mit dem kompakteren Design, einer guten Verarbeitung, durchdachten Funktionen und einem deutlich günstigeren Preis ist der <em>Ledger Nano S</em> ein würdiger Herausforderer für den <em><a href="https://bitcointrezor.com/" target="_blank" rel="noopener">Trezor</a> &#8211;</em> den amtierenden Hardware-Wallet-Platzhirsch. Nicht zuletzt, weil sich damit nicht nur Bitcoins, sondern auch Ether sicher aufbewahren lassen.</p>
<p><span id="more-10367"></span></p>
<h6>Unboxing &#8211; der Ledger Nano S ausgepackt</h6>
<p>Nach einem kurzen, sehr freundlichen Kontakt mit dem <em>Ledger</em>-Support hatte ich mein Testgerät wenige Tage später in der Post. Leider ließ sich, <a href="http://coinspondent.de/2015/12/01/trezor-die-bitcoin-hardware-wallet-im-test/" target="_blank" rel="noopener">wie auch schon beim<em> Trezor</em> bemängelt</a>, durch den Absender auf den Inhalt des Luftpolsterumschlags schließen.</p>
<p>Das ist ein klarer Minuspunkt, denn auch wenn Kryptowährungen und Hardware-Wallets noch ein Nischenthema sind, wäre mehr Diskretion hier angebracht. Die Post- und Paketdienste arbeiten zwar in den meisten Fällen zuverlässig. Wer seinen Kunden jedoch ermöglichen will, größere Summen sicher und mit ruhigem Gewissen zu verwahren, muss hier nachbessern. Denn als Kunde möchte ich die größtmögliche Gewissheit, dass meine Hardware-Wallet nicht zwischenzeitlich von jemandem manipuliert wurde. Immerhin leben wir in einer Welt, in der man auch kein Bargeld mit der Post verschicken sollte.</p>
<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/Ledger-Nano-S-3.png"></a> Kompakt verpackt und eingeschweißt: Der Ledger Nano S</p>
<h6>Die Unsicherheit eines wiederverwendbaren &#8222;Siegels&#8220;</h6>
<p><em>(Update: Siehe zu diesem Absatz auch den unten stehenden Kommentar von Eric Larchevêque, CEO von Ledger)</em></p>
<p>Was die mangelnde Diskretion leider zusätzlich verschlechtert: Der <em>Ledger Nano S</em> kommt in einer verschweißten Verpackung, die zwar mit einem Sicherheits-Aufkleber &#8222;versiegelt&#8220; ist. Allerdings ist der Sinn dieses Siegels fragwürdig. Ich habe innerhalb weniger Sekunden den Sticker spurlos ablösen und unbeschadet auf der gegenüberliegenden Seite wieder anbringen können. Für den Käufer lässt sich also nicht nachvollziehen, ob die Verpackung des <em>Ledger Nano S</em> zwischenzeitlich geöffnet wurde.</p>
<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/Ledger-Nano-S-2.png"></a> Der vermeintliche &#8222;Siegel&#8220;-Aufkleber im Originalzustand auf der einen &#8230;</p>
<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/Ledger-Nano-S-1.png"></a> &#8230; und wenige Sekunden später auf der anderen Seite.</p>
<p>Dieses vermeintliche &#8222;Siegel&#8220; ist daher ein großer Kritikpunkt. Denn es gaukelt dem Nutzer eine Sicherheit vor, die nicht gewährleistet ist. Entweder lässt man den Aufkleber ganz weg, oder besser: man nimmt wie beim <em>Trezor</em> ein echtes Siegel, <a href="http://coinspondent.de/2015/12/01/trezor-die-bitcoin-hardware-wallet-im-test/" target="_blank" rel="noopener">das sich im Test nicht ablösen ließ</a>, ohne das Siegel und die Verpackung zu beschädigen.</p>
<h6>Das Lob nach der Schelte</h6>
<p>Lässt man das anfängliche Diskretions- und Vertrauensproblem jedoch hinter sich &#8211; hier muss letztlich jeder selbst entscheiden, für wie relevant er das hält &#8211; zeigen sich bald die Stärken der äußerst handlichen Hardware-Wallet im USB-Stick-Format.  Denn schon nach wenigen Minuten ist das Gerät einsatzbereit.</p>
<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/Ledger-Nano-S-unboxing.png"></a> USB-Kabel, Recovery-Seed-Karte, Kurzanleitung, Befestigungsvarianten &#8211; alles, was man für den Ledger Nano S braucht.</p>
<p>Einmal mit dem Rechner verbunden, muss eine PIN gesetzt und der für Wallets mittlerweile obligatorische Master-Seed notiert werden &#8211; also eine Abfolge zufälliger Wörter, aus denen sich im Fall der Fälle (Diebstahl, Verlust, technisches Versagen etc.) die Wallet komplett wiederherstellen lässt.</p>
<p>Diesen Seed sollte man gut aufbewahren, denn gibt man die vierstellige PIN drei Mal hintereinander falsch ein, löscht sich das Gerät und kann nur mit Hilfe des Master-Seeds neu hergestellt werden.</p>
<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/Ledger-Nano-S-PIN.png"></a> Die PIN sollte man sich gut merken, nach drei falschen Versuchen löscht sich das Gerät selbst.</p>
<h6>Bitcoins und Ether mit dem Ledger Nano S verwalten</h6>
<p>Nach dem Setup der Hardware müssen nun noch die jeweiligen <em>Chrome-Apps</em> zur Verwaltung der gespeicherten Bitcoins bzw. Ether installiert werden. Beides ist am eigenen Rechner schnell und unkompliziert erledigt &#8211; schränkt allerdings die Nutzung auf fremden bzw. öffentlichen Computern ein.</p>
<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/Ledger-Nano-S-bitcoin.png"></a> Auch am Ledger Nano S muss man die richtige Wallet auswählen. Hier: Bitcoin.</p>
<p>Pluspunkte sind in beiden Wallets das angenehm aufgeräumte und nutzerfreundliche Design, wobei die<em><span class="removed_link" title="https://chrome.google.com/webstore/detail/ledger-wallet-bitcoin/kkdpmhnladdopljabkgpacgpliggeeaf"> Ledger Wallet Bitcoin</span></em> deutlich mehr Optionen bietet. So können bspw. mehrere Adresse angelegt und verwaltet werden. Die <em><span class="removed_link" title="https://chrome.google.com/webstore/detail/ledger-wallet-ethereum/hmlhkialjkaldndjnlcdfdphcgeadkkm">Ledger Wallet Ethereum</span> </em>ermöglicht es hingegen nur, eine einzige Adresse zu verwenden. Dafür können aber sowohl Ether (ETH) als auch Ether Classic (ETC) verwaltet werden. Hier muss man nur im Vorfeld der Verbindung aufpassen, dass man die richtige Option gewählt hat. Die Auswahl zwischen ETH und ETC versteckt sich im Startbildschirm recht dezent in der Fußzeile.</p>
<p><figure id="attachment_10375" aria-describedby="caption-attachment-10375" style="width: 430px" class="wp-caption alignnone"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/06.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10375 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/06.png" alt="06" width="430" height="609" title="Ledger Nano S - Die Hardware-Wallet für Bitcoin und Ethereum 76" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/06.png 430w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/06-212x300.png 212w" sizes="auto, (max-width: 430px) 100vw, 430px" /></a><figcaption id="caption-attachment-10375" class="wp-caption-text">Augen auf bei der Blockchain-Wahl. Wer versehentlich die falsche Ethereum-Blockchain auswählt, sieht nicht das erwartete Guthaben.</figcaption></figure></p>
<h6>Einmal eingerichtet, läuft alles reibungslos</h6>
<p>Hat man sich jedoch erst einmal an die Bedienung des <em>Ledger Nano S</em> gewöhnt &#8211; was erfreulich schnell geht &#8211; ist die Bedienung sehr einfach und intuitiv. Das Menü ist auf das Nötigste beschränkt und übersichtlich gehalten. Die Bedienung mittels der zwei Knöpfe und dem gut leserlichen Display ist praktisch und funktional.</p>
<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/04.png"></a> Die Verwaltung der Wallets erfolgt am Computer. Erst wenn eine Transaktion getätigt werden soll, muss man diese am Ledger Nano S bestätigen.</p>
<p>Auch das Gerät an sich macht einen sehr gut verarbeiteten und robusten Eindruck, sodass der beigelegte Schlüsselring nicht nur ein nettes Gimmick ist, sondern der <em>Ledger Nano S</em> durchaus einen festen Platz am Schlüssel aushalten würde. Einziges Mobilitäts-Manko in dem Fall ist jedoch, dass man dennoch ein separates Kabel braucht, um den <em>Ledger Nano S</em> mit dem Computer zu verbinden.</p>
<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2016/08/05.png"></a></p>
<h6>Fazit:  Der Ledger Nano S ist eine echte Alternative</h6>
<p>Nach einigen Tagen im Test bin ich vom <a href="https://www.ledger.com?r=ac4103c20c68" target="_blank" rel="noopener"><em>Ledger Nano S</em></a> wirklich sehr angetan. Die Inbetriebnahme und Handhabung ist intuitiv und einfach, das Gerät ist kompakt und robust und der Funktionsumfang ein echtes Alleinstellungsmerkmal. Denn auch wenn <a href="https://blog.trezor.io/secure-two-factor-authentication-with-trezor-u2f-e940fd5a60af#.l1y0lkiu3" target="_blank" rel="noopener">beim <em>Trezor</em> ebenfalls bereits daran gearbeitet wird</a>, künftig neben Bitcoin auch Ethereum zu unterstützen, ist der<em> Ledger Nano S</em> diesbezüglich noch alternativlos. Zusammen mit dem deutlich günstigeren Preis von 69,90 Euro (<em>Trezor</em>: 99 US-Dollar) ist das ein überzeugendes Argument für alle, die eine Lösung für beide Kryptowährungen suchen.</p>
<p><strong>Link: </strong><a href="http://coinspondent.de/2015/12/01/trezor-die-bitcoin-hardware-wallet-im-test/" target="_blank" rel="noopener"><strong>Trezor &#8211; Die Bitcoin Hardware-Wallet im Test</strong></a></p>
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		<title>Trezor One &#8211; Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Dec 2015 09:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Hard- und Software]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Cold Storage]]></category>
		<category><![CDATA[Hardware Wallets]]></category>
		<category><![CDATA[Trezor]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Weihnachtscountdown läuft und der Bitcoin-Kurs zieht an. Wer jetzt auf der Suche nach einem Geschenk für sich selbst oder jemand anderen ist, der sollte sich mal mit dem Trezor, der wohl bekanntesten Bitcoin-Hardware-Wallet, beschäftigen. Denn dieses kleine Gerät verspricht die Gretchenfrage zu lösen, wie man seine Bitcoins gleichzeitig sicher speichern und sie dennoch im [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Weihnachtscountdown läuft und der Bitcoin-Kurs zieht an. Wer jetzt auf der Suche nach einem Geschenk für sich selbst oder jemand anderen ist, der sollte sich mal mit dem <em><a href="https://buytrezor.com?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trezor</a></em>, der wohl bekanntesten Bitcoin-Hardware-Wallet, beschäftigen. Denn dieses kleine Gerät verspricht die Gretchenfrage zu lösen, wie man seine Bitcoins gleichzeitig sicher speichern und sie dennoch im täglichen Gebrauch praktisch verwenden kann<em>.&nbsp;</em></p>
<p>Ob der <a href="https://buytrezor.com?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Trezor</em></a> dieses Versprechen auch halten kann, wollte ich selbst herausfinden und habe kurzerhand bei <a href="http://satoshilabs.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>SatoshiLabs</em></a> angefragt, ob sie mir ein Testgerät zur Verfügung stellen. Haben sie und hier kommt der Erlebnisbericht über die Stärken und Schwächen von Hardware-Wallets im Allgemeinen und warum es sich lohnt, sich mit dem Konzept <em><a href="https://buytrezor.com?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Trezor</a></em> einmal näher auseinanderzusetzen. Denn es ist clever, smart umgesetzt und für Einsteiger ebenso geeignet, wie für Bitcoin-Nerds.</p>
<p><span id="more-9112"></span></p>
<h4 id="hardware-wallets">Hardware-Wallets &#8211; Was ist das genau?</h4>
<p>Die grundsätzliche Idee hinter Hardware-Wallets ist es, die Lücke zu schließen <a href="https://bitcoin.org/de/waehlen-sie-ihre-wallet" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zwischen &#8222;normalen&#8220; Software-Wallets</a> wie man sie auf dem Smartphone, dem Rechner oder Online nutzt und <em><a href="http://coinspondent.de/2014/03/07/papier-ist-geduldig/">Paper Wallets</a></em>.</p>
<p>Denn während erstere zwar sehr praktisch und für den täglichen Gebrauch geeignet sind, so können sie dennoch für den Nutzer nicht alle Sicherheitsrisiken ausräumen. Befindet man sich bspw. in einem unsicheren Netzwerk oder ist der eigene Rechner unwissentlich mit einem Keylogger o. Ä. infiziert, dann könnten Angreifer Zugriff auf den eigenen <em>Private Key</em> bekommen und damit das zugehörige Bitcoin-Konto leerräumen. Diese Gefahr lässt sich zwar durch entsprechendes Risikobewusstsein und bedachtes Handeln minimieren, aber nicht gänzlich ausschließen.</p>
<p>Nicht ohne Grund sagt die Faustformel, dass man nicht mehr Bitcoins auf dem Telefon haben sollte, als Bargeld in der Brieftasche.</p>
<p><em>Paper Wallets</em> hingegen sind das andere Extrem. Wer seine Bitcoins gänzlich offline auf Papier speichert, der muss sich keine Sorgen um böswillige Hacker machen. <em>Paper Wallets</em> gehören daher zu den sichersten Wegen, Bitcoins aufzubewahren. Allerdings haben auch sie einen Nachteil: im Alltag sind sie ziemlich unpraktisch. Sie lassen sich nicht wiederverwenden und wenn man unterwegs ist, Geld braucht und die <em>Paper Wallet</em> liegt zu Hause, dann nutzt sie einem dort auch wenig.</p>
<p>An dieser Stelle kommen die Hardware-Wallets ins Spiel, denn sie sollen die einfache und praktische Handhabung von Software-Wallets mit der Sicherheit von <em>Paper Wallets</em> kombinieren. Der <em>Trezor</em> ist dafür das prominenteste und meistgenutzte Beispiel.</p>
<p><figure id="attachment_9141" aria-describedby="caption-attachment-9141" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9141 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-7-1.png" alt="Bitcoin trezor hardware wallet test (7)" width="475" height="317" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 77" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-7-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-7-1-300x200.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9141" class="wp-caption-text">6 cm lang, 3 cm breit und 0,6 cm dick, zwei Knöpfe, ein Display &#8211; der Trezor bietet handliche Bitcoin-Sicherheit im Schlüsselbundformat.</figcaption></figure></p>
<h6>So funktioniert die Trezor Hardware-Wallet</h6>
<p>Der <em>Trezor</em> ist, vereinfacht gesagt, ein kleiner, spezialisierter Computer, dessen einzige Aufgabe das sichere Aufbewahren und Bezahlen von Bitcoins ist. Das ermöglicht er durch einen einfachen Trick: Ist der <em>Trezor</em> einmal eingerichtet und an einen beliebigen Computer oder ein Smartphone angeschlossen, kann er ganz normal wie eine beliebige Software-Wallet verwendet werden. Allerdings mit einem Unterschied. Während Software-Wallets die <em>Private Keys</em>, die sie verwalten, auf möglicherweise korrumpierten Rechnern verwalten müssen, bietet der <em>Trezor</em> eine in sich abgeschlossene Umgebung. Denn auf dem <em>Trezor</em> lässt sich nichts installieren: keine Apps, keine Erweiterungen, keine Schadsoftware.</p>
<h6>Was auf dem Trezor passiert, bleibt auf dem Trezor</h6>
<p>Im Gegenzug gibt der <em>Trezor</em> wiederum keine sensiblen Daten&nbsp;nach außen. Denn das Gerät nutzt die auf ihm gespeicherten <em>Private Keys </em>nur, um Transaktion intern zu signieren. Und nur diese signierten Transaktionen gibt er dann wiederum weiter. Mit anderen Worten: Der <em>Trezor</em> beweist, dass er den entsprechenden <em>Private Key</em> besitzt, ohne ihn jedoch potentiellen Angreifern zugänglich zu machen.</p>
<h6>Apple Pay funktioniert genauso</h6>
<p>Genau dasselbe Prinzip nutzt überigens auch <em>Apple</em>, um die Sicherheit von Zahlungen über <em>Apple Pay</em> zu gewährleisten. Denn auch hier werden nicht mehr die allgemeinen Kreditkartendaten selbst an den Händler gegeben, sondern nur die Informationen, dass die entsprechende Karte für genau diese eine Zahlung genutzt werden kann.</p>
<p>Dennoch hat der Trezor einen großen Vorteil gegenüber <em>Apple</em>. Denn während sich <em>Apple Pay</em> ausschließlich mit den modernsten <em>iPhones</em> verwenden lässt, kann der <em>Trezor</em> mit nahezu jedem Rechner und jedem Android-Smartphone verwendet werden, solange die Geräte Zugang zum Internet haben. Wie genau das funktioniert, zeige ich im Folgenden.</p>
<h4>Unboxing &#8211; Die Trezor-Grundausstattung</h4>
<p><figure id="attachment_9136" aria-describedby="caption-attachment-9136" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9136 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-2-1.png" alt="Bitcoin trezor hardware wallet test (2)" width="475" height="317" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 78" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-2-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-2-1-300x200.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9136" class="wp-caption-text">Versand und Verpackung sind zweckmäßig. Allerdings wäre beides noch sicherer, wenn die Absenderangaben nicht auf den Inhalt schließen lassen würden.</figcaption></figure></p>
<p>Zunächst einmal der Überblick über das Equipment. Mein <em>Trezor</em>-Päckchen wurde binnen weniger Tage geliefert und enthielt, wie versprochen, neben dem separat verpackt und versiegelten <em>Trezor</em> und etwas Promomaterial ein zusätzliches <em>Micro-USB zu Micro-USB</em>-Kabel. Dieses ist notwendig, wenn man den <em>Trezor</em> auch mit einem Smartphone verwenden möchte und sollte unbedingt mitbestellt werden, wenn man den <em>Trezor</em> nicht nur zu Hause bzw. mit dem Computer nutzen will.</p>
<p>Darüber hinaus lag meiner Bestellung ein zweites, zusätzliches <em>USB zu Micro-USB</em>-Kabel bei. Ob das allgemeiner Standard ist oder ein Einzelfall war, kann ich nicht sagen.</p>
<p><figure id="attachment_9137" aria-describedby="caption-attachment-9137" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9137 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-3-1.png" alt="Bitcoin trezor hardware wallet test (3)" width="475" height="317" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 79" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-3-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-3-1-300x200.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9137" class="wp-caption-text">Alles dabei: Sticker, Kabel, Schlüsselband und sorgfältig verschweißt, versiegelt und verklebt: der Trezor</figcaption></figure></p>
<p>Grundsätzlich gibt sich <em>SatoshiLabs</em> bei der Verpackung jedoch große Mühe und legt schon hier viel Wert auf Sicherheit. Der Karton des <em>Trezor</em>-Geräts ist nicht nur verschweißt und versiegelt, sondern auch extrem gut verklebt. Diesen zu öffnen ohne Spuren zu hinterlassen, ist kaum möglich. Sind Siegel und Verpackung unversehrt, kann man also davon ausgehen, dass sich das Gerät unmanipuliert im Werkszustand befindet. Andernfalls sollte man das Gerät auch nicht nutzen.</p>
<p><figure id="attachment_9140" aria-describedby="caption-attachment-9140" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9140 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-6-1.png" alt="Bitcoin trezor hardware wallet test (6)" width="475" height="317" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 80" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-6-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-6-1-300x200.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9140" class="wp-caption-text">In der Packung ein weiteres USB-Kabel, die Anleitung und eine Karte für das obligatorische Backup.</figcaption></figure></p>
<h4>Den Trezor in Betrieb nehmen</h4>
<p>Aus Sicherheitsgründen wird der <em>Trezor</em> von Haus aus ohne vorinstallierte Wallet ausgeliefert. Um ihn in Betrieb zu nehmen, muss man auf dem Gerät also erst einmal selbst eine Bitcoin-Wallet erzeugen. Dazu muss der <em>Trezor</em> einmal mit dem zugehörigen Web-Walletservice <em><a href="https://mytrezor.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">mytrezor.com</a></em> kommunizieren können.</p>
<p><figure id="attachment_9151" aria-describedby="caption-attachment-9151" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9151 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-2-1.png" alt="my trezor bitcoin wallet 2" width="475" height="209" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 81" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-2-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-2-1-300x132.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9151" class="wp-caption-text">Um den Trezor benutzen zu können, muss man ihn zunächst mit einem Rechner verbinden und eine Wallet einrichten.</figcaption></figure></p>
<p>Die Website ist gleichzeitig auch eine <a href="http://doc.satoshilabs.com/trezor-apps/index.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">von mehreren Möglichkeiten</a> Zahlungen mit dem <em>Trezor</em> vorzunehmen. Allerdings muss dafür auf dem Rechner zunächst ein Hilfsprogramm installiert werden.</p>
<p><figure id="attachment_9135" aria-describedby="caption-attachment-9135" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9135 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-1.png" alt="my trezor bitcoin wallet" width="475" height="262" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 82" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-1-300x165.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9135" class="wp-caption-text">Schade: ohne Zusatzsoftware kann Trezor am Computer nicht genutzt werden.</figcaption></figure></p>
<p>Zwar geht das schnell und <span class="removed_link" title="https://chrome.google.com/webstore/detail/trezor-chrome-extension/jcjjhjgimijdkoamemaghajlhegmoclj">für <em>Chrome</em></span> gibt es sogar eine komfortable <em>Trezor</em>-Erweiterung. Allerdings ist es ohne diese zusätzliche Installation unmöglich, <em>Trezor</em> an einem Rechner zu benutzen, für den man nicht die erforderlichen Administrator-Rechte besitzt.</p>
<p>Die Überlegung Bitcoins von Bibliotheks-, Universitäts-, Schul- oder Behördenrechnern zu versenden, ist damit vom Tisch. Dieser Umstand wiederum ist eines der guten Argumente für das bereits erwähnte Smartphone-taugliche <em>Micro-USB zu Micro-USB</em>-Kabel.</p>
<p><figure id="attachment_9133" aria-describedby="caption-attachment-9133" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9133 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-4-1.png" alt="my trezor bitcoin wallet 4" width="475" height="201" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 83" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-4-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-4-1-300x127.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9133" class="wp-caption-text">Nach der Installation erkennt die Seite das angeschlossene Gerät und scannt es.</figcaption></figure></p>
<p>Ist die Software dann aber installiert, kann der <em>Trezor</em> seine Arbeit aufnehmen. Zunächst wird eine Wallet erzeugt und mit ihr der obligatorische <em>Backup-Master Seed</em>, also die 24 Zufalls-Worte, mit denen sich die Wallet wiederherstellen lässt, sollte der <em>Trezor</em> mal defekt sein, gestohlen werden oder verloren gehen.</p>
<h6>Spürbar smarte Sicherheit</h6>
<p>Als weitere Sicherungsmaßnahme sollte man eine PIN einrichten, die das Gerät vor unbefugtem Zugriff schützt. Und genau hier wird deutlich, warum der <em>Trezor</em> in der Bitcoin-Szene einen so guten Ruf genießt. Denn die Lösung, die verhindert, dass die PIN bei der Eingabe heimlich ausgelesen wird, ist erfrischend clever. Das potentiell unsichere Gerät, der Computer oder das Smartphone, zeigt nämlich nur ein blindes Nummernfeld.</p>
<p><figure id="attachment_9132" aria-describedby="caption-attachment-9132" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9132 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-3-1.png" alt="my trezor bitcoin wallet 3" width="475" height="251" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 84" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-3-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-3-1-300x159.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9132" class="wp-caption-text">Bei einem PIN-Feld, das niemals gleich ist, nützt Angreifern auch ein Keylogger nichts.</figcaption></figure></p>
<p>Welcher Button dabei für welche Zahl steht, lässt sich wiederum auf dem Display des <em>Trezor</em> ablesen.</p>
<p><figure id="attachment_9146" aria-describedby="caption-attachment-9146" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9146 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-11a-1.png" alt="Bitcoin trezor hardware wallet test (11a)" width="475" height="317" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 85" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-11a-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-11a-1-300x200.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9146" class="wp-caption-text">Ohne Display geht beim Trezor nichts. So sind die Zahlen (nur) dieses Mal angeordnet.</figcaption></figure></p>
<p>Diese Lösung ist in doppelter Hinsicht genial. Zum einen ist sie sehr sicher. Zum anderen macht sie diese Sicherheit für den Nutzer auf eine geradezu begeisternde Art spürbar. Ich zumindest habe jedes Mal eine Art wohliges James Bond-Feeling, wenn ich meine PIN eingebe und dabei ganz unauffällig auf den <em>Trezor</em> linse.</p>
<h6>Ein Mini-Display, zwei kleine Knöpfe &#8211; alles, was man braucht</h6>
<p>Das Display hat darüber hinaus aber noch weitere Funktionen. Soll der <em>Trezor</em> eine Transaktion freigeben, zeigt es die Details zur optionalen Gegenkontrolle. Dann kommen auch die zwei Knöpfe zum Einsatz. Jede Transaktion muss manuell doppelt bestätigt werden.</p>
<p><figure id="attachment_9149" aria-describedby="caption-attachment-9149" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9149 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-14-1.png" alt="Bitcoin trezor hardware wallet test (14)" width="475" height="317" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 86" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-14-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-14-1-300x200.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9149" class="wp-caption-text">Bestätigen oder Ablehnen: Die beiden Trezor-Knöpfe haben genau zwei Funktionen.</figcaption></figure></p>
<h4>Bitcoins verschicken im Praxistest</h4>
<p>Nachdem man seinen <em>Trezor</em> eingerichtet und Bitcoins an die Adresse geschickt hat, die das Gerät verwaltet, ist die Hardware-Wallet einsatzbereit. Um mit ihr zu bezahlen, muss man das Gerät nun mit einer kompatiblen Wallet verbinden. Im einfachsten Fall nutzt man dafür einfach die <em>mytrezor.com</em>-Website. Es gibt aber noch <a href="http://doc.satoshilabs.com/trezor-apps/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">verschiedene andere Wallets</a>, die den <em>Trezor</em> unterstützen.</p>
<p><figure id="attachment_9144" aria-describedby="caption-attachment-9144" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9144 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-10-1.png" alt="Bitcoin trezor hardware wallet test (10)" width="475" height="317" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 87" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-10-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Bitcoin-trezor-hardware-wallet-test-10-1-300x200.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9144" class="wp-caption-text">Gut gegen Verwechslung: Ist der Trezor angeschlossen, zeigt das Display den Namen, den man dem Gerät gegeben hat.</figcaption></figure></p>
<h6>Trezor mit Mycelium verwenden</h6>
<p>Ich habe mich für meinen Test entschieden, <em><a href="https://mycelium.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Mycelium</a></em> zu nutzen, eine der beliebtesten Bitcoin-Wallets für Android. Dafür habe ich den <em>Trezor</em> mit dem Telefon verbunden und die App gestartet. Die folgenden Screenshots zeigen dabei die Schritte, die innerhalb der App für eine Zahlung nötig sind.</p>
<p>
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<img loading="lazy" decoding="async" width="169" height="300" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-06-1-169x300.png" class="attachment-medium size-medium" alt="Trezor_Mycelium_ 06" type="thumbnails" link="none" size="medium" ids="9114,9115,9116,9117,9118,9119,9120,9129,9130" orderby="post__in" include="9114,9115,9116,9117,9118,9119,9120,9129,9130" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-06-1-169x300.png 169w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-06-1.png 475w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 93">
<img loading="lazy" decoding="async" width="169" height="300" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-07-1-169x300.png" class="attachment-medium size-medium" alt="Trezor_Mycelium_ 07" type="thumbnails" link="none" size="medium" ids="9114,9115,9116,9117,9118,9119,9120,9129,9130" orderby="post__in" include="9114,9115,9116,9117,9118,9119,9120,9129,9130" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-07-1-169x300.png 169w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-07-1.png 475w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 94">
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<img loading="lazy" decoding="async" width="169" height="300" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-09-169x300.png" class="attachment-medium size-medium" alt="Trezor_Mycelium_ 09" type="thumbnails" link="none" size="medium" ids="9114,9115,9116,9117,9118,9119,9120,9129,9130" orderby="post__in" include="9114,9115,9116,9117,9118,9119,9120,9129,9130" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-09-169x300.png 169w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-09-576x1024.png 576w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-09-768x1365.png 768w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-09-864x1536.png 864w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/Trezor_Mycelium_-09.png 1080w" sizes="auto, (max-width: 169px) 100vw, 169px" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 96">
</p>
<p>Der <em>Trezor</em> nutzt dabei ausschließlich die Infrastruktur von <em>Mycelium. </em>Die App wird so zum Terminal, mit dem sich das Gerät bedienen lässt. Alle sicherheitsrelevanten Informationen und Entscheidungen laufen dabei jedoch nur extern über den angeschlossenen <em>Trezor: </em>Entschlüsselung des PIN-Feldes, Überprüfen der Empfangsadresse und doppelte Bestätigung der Transaktion per Tastendruck.</p>
<p>Das funktioniert alles erfreulich reibungslos und dauert kaum länger als eine normale Transaktion mit <em>Mycelium</em> selbst. Die App behält im Anschluss zudem keine Information über getätigte <em>Trezor</em>-Transaktionen zurück. Ein Pluspunkt in Sachen Privatsphäre, denn so kann man seine Bitcoins prinzipiell auch auf geliehenen Telefonen sicher verschicken.</p>
<p><figure id="attachment_9134" aria-describedby="caption-attachment-9134" style="width: 475px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9134 size-full" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-5-1.png" alt="my trezor bitcoin wallet 5" width="475" height="144" title="Trezor One - Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test 97" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-5-1.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2015/11/my-trezor-bitcoin-wallet-5-1-300x91.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption id="caption-attachment-9134" class="wp-caption-text">Über mytrezor.com lassen sich alle Transaktionen des eigenen Trezor nachvollziehen. Allerdings nicht nur da.</figcaption></figure></p>
<p>Allerdings ist hier, neben dem nötigen Zusatzprogramm für die Verwendung am Computer, auch der zweite Schwachpunkt des <em>Trezor.</em> Denn die getätigte Transaktion ist natürlich sofort im Bitcoin-Netzwerk sichtbar<em>.</em> Und mit ihr die Absenderadresse, die verrät, wie viele Bitcoins auf dem Gerät gespeichert sind. Das nützt virtuellen Angreifern zwar wenig. Dennoch ist es grundsätzlich schlecht &#8211; Stichwort <a href="https://xkcd.com/538/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">&#8222;5-Dollar-Wrench-Attack&#8220;</a> &#8211; wenn der eine theoretisch herausfinden kann, wieviel digitales Geld der andere direkt mit sich führt.</p>
<h4>Fazit: Nicht perfekt, aber nah dran</h4>
<p>Trotzdem ist mein Fazit zum <em>Trezor</em> durchweg positiv. Denn auch wenn er nicht die totale Finanzdaten-Anonymität bietet, füllt er dennoch wie versprochen die Lücke zwischen Software- und Paper-Wallet. Gerade, wenn man auf dem Telefon nur Summen bis 50 Euro in Bitcoin bei sich führen will, aber dennoch hin und wieder mit etwas größeren Beträgen zu tun hat, ist der <em>Trezor</em> ein guter Kompromiss und rechtfertigt seinen Preis <a href="https://buytrezor.com?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer">von rund 100 Dollar</a>. Zumal die umtriebigen Leute von <em>SatoshiLabs</em> bereits an weiteren Einsatzgebieten für den <em>Trezor</em> arbeiten.</p>
<p>Für richtig große Summen sollte man ihn jedoch besser nur als reinen <em>Cold-Storage</em>-Speicher nutzen oder auf die bewährte Paper Wallet zurückgreifen.</p>
<p><strong>Link: <a href="https://buytrezor.com/?a=f70bb6331c14" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Trezor</em> bei <em>buytrezor.com</em> kaufen</a></strong></p>
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