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Bitcoin – Eine (etwas zu sehr) verrückte Geschichte

Ich war in den vergangenen Wochen sehr mit meiner Arbeit an dem 10 Jahre Bitcoin-Feature für Deutschlandfunk Kultur und anderen Aufträgen beschäftigt. Daher habe ich zwar mitbekommen, dass Christoph Bergmann vom Bitcoinblog sein Buch über Bitcoin veröffentlicht hat, konnte mich aber noch nicht weiter damit befassen. 

Dessen ungeachtet habe ich großen Respekt vor dieser Leistung. Denn ein Buch zu schreiben ist an sich schon unglaublich aufwändig. Umso mehr jedoch, wenn man es anschließend, wie Christoph, auch noch im Eigenverlag herausbringt.

Da ich nun also selbst sehr eingebunden war, aber dennoch zeitnah eine Besprechung des Buches hier im Blog haben wollte, habe ich Bitcoin – die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes, zur Rezension an meinen geschätzten Honigdachs-Podcast-Kollegen Stefan weitergegeben, die hier nun folgt.

Christoph Bergmann: Bitcoin – Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes

Neulich fragte mich eine Freundin, ob ich ihr ein Buch über Bitcoin empfehlen kann. Am liebsten auf Deutsch. Mir fiel auf, dass mir nichts einfiel. 2018, fast zehn Jahre nach Satoshi, nach mindestens drei großen Medienblasen, haben wir noch immer kein gutes Buch, das Anfängern Bitcoin erklärt. Etwa eine Woche später erfuhr ich, dass Christoph Bergmann so ein Buch geschrieben hatte.

Nun sollte man dazu wissen, dass Christoph der Autor von bitcoinblog.de und auch auf Twitter sehr aktiv ist. Verfolgt man diese Medien, dann fällt auf, dass Christoph Bcash-Fan, Altcoin-Apologet und Craig-Wright-Verehrer ist, und dass er und ich deswegen regelmäßig auf Twitter aneinandergeraten.

So sehr ich also den Bedarf nach einem guten deutschen Bitcoin-Buch sehe, so skeptisch war ich, ob Christoph der richtige Autor dafür ist. Also habe ich es mir angesehen — und war erstmal sehr positiv überrascht!

Liebevoll gemacht, hochwertig, ansprechend

Es ist ein haptisch und optisch äußerst ansprechendes Hardcover-Buch, elegant gestaltet und geschrieben, mit gelungenen Illustrationen und interessanten Anekdoten. Es trifft meines Erachtens größtenteils den richtigen Ton, ist also zugänglich, ohne herablassend oder dumm zu wirken. Es ist gut lektoriert und enthält viele Quellen, sodass ich einiges Neues daraus gelernt habe. Vor allem aber liest es sich so flüssig und spannend, dass ich es gar nicht mehr weglegen wollte. Das Buch macht Spaß! Und es enthält auch fast alles, was man als Anfänger über Bitcoin wissen sollte.

Leider enthält es aber noch etwas mehr. Nämlich einige Fehler und Missverständnisse, vor allem aber eine sehr merkwürdige Gliederung:

1. Bitcoin

Das Eingangskapitel ist recht gelungen und beschreibt vor allem Grundkonzepte wie Kryptographie (finde ich nicht so erhellend, aber in Ordnung – man merkt, dass Christoph kein Informatiker ist, sondern Historiker), das „Scheitern der Cypherpunks am digitalen Bargeld“ – ein wichtiger und gut dargestellter Hintergrund, der in anderen Medien oft zu kurz kommt – ein paar Ausführungen zur Peer-to-Peer-Natur von Bitcoin, sowie natürlich Satoshi Nakamoto, mögliche Kandidaten, die hinter dem Pseudonym vermutet werden, und andere wichtige Figuren.

2. Das Geld des Internets

Hier geht es vor allem um wirtschaftliche Zusammenhänge, aber auch die dazu passenden technischen Details. Mir gefällt der Ansatz, etwa Mining im wirtschaftlichen Kontext einzuführen statt in einem möglicherweise anstrengend und mühsam zu lesenden technischen Kapitel.

3. Anarchie

Dieses Kapitel rund um Bitcoins politische Dimension finde ich von allen am gelungensten. Es ist zwar das kürzeste, aber das ist gut so. Es geht um Silk Road, die Philosophie der Cypherpunks, Technologie und Macht. Man merkt, dass Christoph sich in historischen und politischen Diskussionen wohlfühlt, und er schafft es auch, den Wert der anarchistischen und libertären Ideologien, die in Bitcoin stecken, herauszuarbeiten, ohne sie selbst unkritisch zu übernehmen.

4. Der Bitcoin-Bürgerkrieg

Ab hier wird es jedoch problematisch. Zunächst fällt die hervorgehobene Stellung dieses Kapitels über die Blocksize-Debatte auf, das im Rahmen der Gliederung „Bitcoin – Wirtschaft – Politik – Blocksize-Debatte“ inhaltlich mindestens eine Ebene zu weit oben angesetzt scheint.

Zumal es inhaltlich für ein Anfängerbuch thematisch sehr komplex, für das Grundverständnis von Bitcoin gleichzeitig aber kaum elementar ist. Man hätte diesen Teil also auch weglassen können. Vor allem weil es zum jetzigen Zeitpunkt schwierig ist, den noch laufenden Skalierungsprozess in einem Buch final zu bewerten. (Anm. d. Red.: Siehe Christophs aktuelle „Hash War“-Berichterstattung)  Doch man merkt, dass Christoph eben auch im Buch unbedingt darüber schreiben wollte.

Seine Befangenheit in der Debatte thematisiert er dabei zu Beginn selbst und sein Plan, damit trotzdem ausgewogen umzugehen, ist, die verschiedenen Standpunkte in der Debatte gleichwertig nebeneinander stehen zu lassen.

Anfangs gelingt ihm das auch gut. In vielen Zitaten und Umschreibungen erklärt er detailliert die Anfänge der Debatte um die Erhöhung des Datenlimits der Blockchain-Datenblöcke und ihm gelingt durchaus eine ausgewogene Darstellung. Später kippt diese Neutralität aber zunehmend. Immer wieder stellt er seine individuelle Wahrnehmung in Bezug auf Mehrheiten und Stimmungen als objektive Fakten dar und ergreift schließlich selbst Partei, ohne dass er diese Subjektivität für den Leser erkennbar einordnet.

Wenn die Neutralität verloren geht

Spätestens mit dem Abschnitt „Narrative und Verschwörungstheorien“ verliert der Text dann seine Ausgewogenheit, wenn Christoph die Inhalte des subjektiven Brandbriefes eines gekränkten Mike Hearn als historische Objektivität darstellt. Hier zeigt sich Christophs Vermischung von wissenschaftlich belegten Fakten, politischen Zielen und Meinungen (ein Punkt, über den wir schon oft auf Twitter gestritten haben), und seine Bereitschaft, seine Leser in seinem Sinne zu manipulieren und irrezuführen. Ein Beispiel:

„Unter den Anhängern von Core verfestigte sich in dieser Zeit ein Set von Narrativen: Aussagen die nicht falsch, aber auch nicht uneingeschränkt richtig sind, jedoch als unumstößliche Wahrheiten, als Dogmen, ausgegeben wurden.“.

Mit Begriffen wie „unumstößliche Wahrheiten“, „Dogmen“ und „ausgegeben wurde“ benutzt Christoph hier eine auf Obrigkeit und Gehorsam deutende emotional sehr aufgeladene Sprache. Auch die Herleitung dieses „Set von Narrativen“, das er in der Folge erklärt, ist schwierig, weil es argumentativ belegbare mit eher schwammig hergeleiteten Aussagen vermengt.

So stehen mathematische Fakten („SPV-Nodes und unbestätigte Transaktionen sind unsicher.“), historisch belegte Motive („Classic will die Core-Entwickler feuern.“) neben sehr zugespitzten Formulierungen mit dennoch faktisch richtigem Kern („Bitcoin kann nicht skalieren. Die Kapazität zu erhöhen wird unweigerlich die wichtigste Eigenschaft von Bitcoin – die Dezentralität – untergraben.“) und von Christoph überspitzt dargestellte Aussagen („Erst das Lightning-Netzwerk wird wahre Skalierbarkeit bringen“). Dazu noch Plattitüden („Man kann nicht jeden Kaffee der Welt mit Bitcoin bezahlen“), ökonomische Thesen („Es gibt einen unlimitierten Bedarf an kostenlosen Transaktionen“) und vieles mehr.

Eigentlich ist fast alles in diesem Set gut begründet, einiges davon sogar unerlässlich, um Bitcoin auf einer komplexeren Ebene zu verstehen („Kontroverse Hardforks sind kein Upgrade, sondern erschaffen einen Altcoin.“). Doch für Christoph sind sämtliche dieser Aussagen letztlich die erwähnten „Dogmen“ und „subjektiven Meinungen“, die er schließlich mit Verschwörungstheorien in einen Topf zu werfen beginnt: „Es wurde geradezu zu einer allgemeinen Überzeugung, dass Gavin Andresen eine Marionette der CIA war (…)“.

Anfangs stark, zum Ende hin leider schwächer

Ab diesem Punkt geht es spürbar bergab mit dem Buch. Alles was nun noch kommt, hat zwar einen historischen Kern, ist aber tief gefärbt von Christophs persönlicher Enttäuschung, dass sich die Ideen seiner präferierten Fraktion in der Skalierungsdebatte, der Big Blocker, nicht durchsetzen konnten.

Vielleicht fällt es ihm zu schwer, die zentrale Erkenntnis zu akzeptieren, die den Kern von Bitcoins technischem Aufbau, politischem Anspruch und historischer Bedeutung ausmacht: dass nicht böse Mächte und Verschwörungen den Status Quo von Bitcoin bestimmen, sondern dessen grundsätzliche Eigenschaft. Bitcoin ist schwer zu ändern! Und wenn man es dennoch ändern möchte, dann bedarf es einer Idee, die so gut vermittelbar ist, dass dafür nicht nur ein wirtschaftlicher, sondern ein allgemeiner, eine Art totaler Konsens erreicht werden kann. Diesen Konsens hat jedoch von allen Ideen zur Vergrößerung der Blocksize-Grenzen bisher nur SegWit erreicht, das 2017 dann auch implementiert wurde.

Es ist insofern besonders schade, dass das Buch in diesem Punkt argumentativ so unbefriedigend endet, als dass zuvor die Gründe für ebendiese Unveränderlichkeit von Bitcoin und ihre grundsätzliche Bedeutung – all diese wichtigen Ideen und Konzepte – eigentlich bereits alle im Buch genannt werden. Nur gelingt es Christoph offensichtlich nicht, diese schlüssig mit seinem persönlichen, scheinbar festgefahrenen Standpunkt in Einklang zu bringen.

Punktabzug wegen falscher Fakten

Darüber hinaus enthält das Buch noch ein paar kleinere Fehler und Schwächen. So sind einige Ausführungen über Kryptographie eher verwirrend als hilfreich und es wird behauptet, Satoshi hätte das Whitepaper mit MS Word geschrieben, obwohl es, soweit ich weiß, keine Hinweise darauf gibt.

Vielmehr deutet alles auf OpenOffice hin. Überhaupt werden relativ oft erstaunliche Dinge behauptet, ohne diese hinreichend zu belegen. Das ist schade, denn ich habe viele interessante Fakten gelesen, die mir bis dato neu waren. Manchmal waren sie jedoch leider auch falsch, unvollständig oder zu einseitig:

  • Die Erklärung von FPGAs ist falsch: Ein Field Programmable Gate Array heißt eben so, weil es programmierbar ist, also für viele Zwecke einsetzbar, nicht nur für einen.
  • Mark Karpelès wird konsequent falsch geschrieben.
  • Die Darstellung des Kollapses von Mt.Gox ist unzureichend. So wird Roger Vers Rolle darin unterschlagen und es wird behauptet, dass die Opfer inzwischen entschädigt wurden. Das stimmt jedoch nicht.
  • Vitalik Buterin (und Ethereum) wird regelrecht vergöttert und völlig unkritisch dargestellt, obwohl er eine sehr umstrittene Persönlichkeit ist (und Ethereum ein sehr umstrittenes Projekt).
  • Genauso kritiklos geht Christoph mit ICOs um, bei denen eigentlich bekannt ist, dass es sich beim Großteil der Projekte um Betrug handelt. Ich persönlich würde sogar behaupten, bei allen, da die Struktur von ICOs eigentlich zwangsläufig zu Betrug führt. Doch gibt es auch für diese Aussage noch zu wenig Daten.
  • Blacklists werden noch immer als gute Idee diskutiert, obwohl sie in der Community seit 2012 verpönt sind. Dass die Propagierung solcher Ideen der Anfang vom Ende von Mike Hearns Bitcoin-Engagement war, bleibt auch unerwähnt.
Fazit

Nach der Lektüre von Bitcoin. Die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes bleibt der Eindruck einer verpassten Chance. Insgesamt ist es zwar ein gutes Buch, und an vielen Stellen in den ersten drei Kapiteln ist es sogar sehr gut.

Aber gerade das vierte Kapitel beinhaltet zu viel. Zu viel Kontroverse, zu viel Agitation und auch zu viele Fehler. Doch fällt das ins Gewicht und würde ich die Lektüre einem Bitcoin-Einsteiger dennoch empfehlen? Wahrscheinlich schon, aber nur, nachdem er/sie zuvor eine kritische Rezension wie diese gelesen hat.

Dennoch – es ist dem Buch zu wünschen, dass Christoph die erste Auflage verkauft bekommt und dann eine überarbeitete zweite Auflage herausgeben kann. Kürzer, mit weniger Ego, mit weniger Fehlern, aber immer noch genauso schön, elegant, und gut lesbar. Dann hätten wir endlich alle ein deutsches Bitcoin-Buch, das man dann uneingeschränkt jedem empfehlen kann.

Selber lesen macht schlau

Christoph Bergmann: Bitcoin – die verrückte Geschichte vom Aufstieg eines neuen Geldes ist bei Moby erschienen und die 416 Seiten kosten 20,90 Euro. Am besten kauft man das Buch direkt beim Verlag. So bleibt am meisten beim Autor hängen und bezahlen kann man dort nämlich auch mit Bitcoin (und sogar mit Lightning).

„Kill Mr Bitcoin“ – Nicht der erste, aber ein guter Bitcoin-Thriller

Es ist immer spannend zu sehen, was dabei herumkommt, wenn Bitcoin in der Mainstream-Popkultur aufgegriffen wird. Als sich 2012 gleich eine ganze Folge der US-amerikanischen TV-Serie Good Wife um Bitcoin drehte (S03E13 „Bitcoin for Dummies“) war die Begeisterung in der Bitcoin-Community groß.

Damals galt die dramaturgische Aufbereitung von Bitcoin durch Hollywood für viele als Mainstream-Ritterschlag. Nicht als Geld, aber zumindest schon mal als spannende Geschichte war Bitcoin einer breiten Öffentlichkeit bekannt gemacht worden.

Bitcoin immer wieder Thema in der Unterhaltungskultur

In den sechs Jahren seitdem wurde Bitcoin immer wieder popkulturell aufgearbeitet. In Comics, Streetart, Musik, Filmen und Kunstprojekten. Nicht immer ist der Spagat zwischen Erklären und Unterhalten überzeugend gelungen.

Insbesondere fiktionale Erzählformate, die gleichzeitig versuchten, tiefer in die komplexen technischen, wirtschaftlichen und politischen Zusammenhänge einzutauchen und diese dann mit einer spannenden und unterhaltsamen Geschichte zu verweben, scheiterten oft. Meist, weil sie sich bald in ausufernden techno-ökonomischen Erklärschleifen und ihren gesellschaftspolitischen Implikationen verloren.

bitcoin streetart
Nur ein kleiner Ausschnitt von dem, was Google zu „Bitcoin street art“ liefert.

Die besten Bitcoin-Bücher sind daher bislang Sachbücher. Was nicht unbedingt schlecht sein muss, wie Digital Gold von Nathaniel Popper zeigt, das sich mindestens ebenso spannend liest wie ein fiktionaler Thriller, obwohl es ja eigentlich „nur“ die reale Geschichte von Bitcoin erzählt.

Bitcoin ist selbst ein Popcorn-Momente-Generator

Aber das Bitcoin-Universum – das wissen alle, die sich länger damit beschäftigen – sorgt ja auch von sich aus immer wieder für ausreichend Popcorn-Momente: Streit auf Crypto-Twitter, Spekulationsblasen, Shitcoin-Scammer, Exchange-Hacks, persönliche Dramen, staatliche Regulierungen, gekränkte Egos, Forks, Faketoshis – die Liste ließe sich beliebig verlängern.

Doch ist nun mit Kill Mr Bitcoin ein deutscher Thriller erschienen, der die Herausforderung annimmt, das komplexe Thema Bitcoin mit einer spannenden fiktionalen Handlung zu verbinden. Und auch wenn das in Teilen sehr gut, aber nicht immer hundertprozentig gelingt, so ist es dennoch ein Buch, dass spannend genug ist, um es immer weiter lesen zu wollen.

Grund dafür ist auch die clevere Entscheidung des Autorenduos, wie auch bei der erwähnten Good Wife-Folge, als Aufhänger für die Geschichte das größte Mysterium von Bitcoin überhaupt zu nehmen: Satoshi Nakamoto.

Das Cover ist nicht nur optisch gelungen, sondern durch Prägungen auch haptisch ansprechend gestaltet.

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Größer, bunter, teurer … besser? – Trezor Model T

Lange Zeit galt der Trezor als DIE Hardware-Wallet schlechthin und wer sich bequem und mit einem Mindestmaß an Nerdigkeit der Sicherheit der eigenen Bitcoins versichern wollte, der besaß einen. Oder auch gleich mehrere.

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Der originale Trezor: handlich, klein, leicht, praktisch und beliebt.

Doch entwickelt sich das Crypto-Universum schnell und obwohl es auch Jahre später nichts am Trezor und dem Service der dahinter stehenden Firma Satoshi Labs auszusetzen gibt, ist die Hardware Wallet made in Prag etwas aus dem Fokus der Öffentlichkeit gerutscht.

Trezor vs. Nano S – Satoshi Labs vs. Ledger

Nicht zuletzt, weil der französische Konkurrent Ledger bei ähnlich gutem Service mit seinem handlicheren, weniger nerdigen und vor allem ein gutes Stück billigerem Legder Nano S ebenfalls bald auf den Markt drängte und sich einen ordentlichen Anteil des selbigen sicherte. Immerhin wurde der lLedger Nano S allein vergangenes Jahr durch den Kursboom nicht nur, wie ursprünglich von Ledger erwartet, rund 60.000 Mal verkauft, sondern insgesamt rund eine Million Geräte.

Angesichts dieser Zahlen ist es nur konsequent, dass sich Satoshi Labs mit dem Trezor T nun mit einer moderneren und erweiterten Version des jetzt Trezor One genannten Vorgängermodells zurückmeldet.

Doch bleibt fraglich, inwieweit dieser tatsächlich Marktanteile von Ledger wird abtrotzen können. Zwar strotzt der Trezor T vor allem im Vergleich zum eigenen Vorgängermodell vor Komparativen – größer, schwerer, bunter und auch ein kleines bisschen sicherer – doch muss man nicht alle dieser Attribute zwingend positiv bewerten, zumal der Trezor T eben auch teurer als sein Vorgängermodell ist, das ja selbst wiederum bereits teurer als der Nano S ist.

Trotzdem könnte der Trezor T seinen Platz auf dem Hardware Wallet Markt finden. Denn schlecht ist er keineswegs und es gibt einen nicht unerheblichen konzeptionellen Faktor, in dem sich die Trezor-Modelle von denen aus dem Hause Ledger unterscheiden: das Sicherheitskonzept. Denn Sicherheit können zwar beide Unternehmen grundsätzlich gewährleisten, doch darin, wie sie diese Sicherheit erreichen, unterscheiden sie sich grundsätzlich.

Offen oder verschleiert? Zwei verschiedene Sicherheitskonzepte

Während Ledger nämlich konsequent auf einen Security by obscurity-Ansatz setzt, bei dem die sensiblen Daten innerhalb der Hardware Wallet durch ein zertifiziertes Secure Element abgesichert werden und man als Nutzer letztlich sowohl Ledger als auch dem Hersteller/Zertifizierer des verbauten Secure Element vertrauen muss, verfolgt man bei Satoshi Labs konsequent einen Open Source-Ansatz und setzt auf die Zusammenarbeit mit der Community. Denn das Innenleben des Trezors und der Code, der es steuert, sind seit jeher offen und frei zugänglich.

Dadurch kann sich (zumindest theoretisch) jeder selbst von der Sicherheits-Architektur dieser Hardware Wallet überzeugen. Allerdings haben es so auch Copy-Cat-Konkurrenten oder potentielle Angreifer leichter. Dass der Trezor in beiden Ausführungen dennoch als vor Angriffen sicher gilt, liegt nun an der jahrelangen guten Zusammenarbeite zwischen Satoshi Labs mit der Community. Gemeinsam haben beide in den vergangenen vier Jahren nämlich fünf potentielle Schwachstellen geschlossen bevor sie effektiv ausgenutzt werden konnten.

Die unterschiedliche Herangehensweise beider Firmen in puncto Sicherheitskonzept ist dabei übrigens in der Historie begründet. Während Satoshi Labs aus der in Prag stark vertretenen Hackerszene gegründet wurde und dem Open Source-Ansatz stark verbunden ist, ist Ledger gezielt im Hinblick auf potentielle Businesscases entstanden. Die Entscheidung für ein verbautes Secure Element ist nämlich insofern strategisch, als dass institutionelle Investoren, die ihre Krypo-Portfolios absichern wollen, dieses vielfach eben nur mit zertifizierbarer Hardware umsetzen können bzw. dürfen.

Trezor T 11
Würde man bei Ledger wohl als nicht ausreichend sicher kritisieren: Holgramm-Sticker über dem USB-Port

Welches Sicherheitskonzept nun unterm Strich besser ist, lässt sich schlussendlich nicht so einfach sagen. Keines der beiden Sicherheitskonzepte – Security by obscurity von Ledger oder der konsequente Open Source-Ansatz von Trezor – kann grundsätzlich als dem anderen überlegen bezeichnet werden. Beide funktionieren (zumindest bisher) sehr gut, was aber eben auch auf der in beiden Fällen ausgezeichneten und stets auf Aktualität und Nutzerfreundlichkeit ausgerichteten Software zur Verwaltung der Hardware-Wallets beruht.

Sowohl Ledger als auch Satoshi Labs haben schnell auf die Bitcoin Cash-Fork vor gute einem Jahr reagiert und zügig erfreulich nutzerfreundliche Splitting-Tools zum sicheren Verwalten beider Coins bereit gestellt. Auch haben beide gerade erst ihre Wallet-Verwaltungssoftware rundum erneuert.

Letztlich ist es daher eine individuelle Entscheidung jeden Nutzers, welchem Konzept er mehr vertraut.

Inwieweit ist der Trezor T dem Trezor One überlegen?

Bleibt die Frage, wenn man sich grundsätzlich für einen Trezor entscheidet, welches der beiden Modelle es sein soll. Lohnt sich das teurere, moderne Gerät oder tut es auch der „alte“?  Immerhin liegt der Trezor Model T mit 149 Euro deutlich über dem Trezor One mit 89 Euro.

Größer!

Zunächst einmal ist der neue Trezor Model T im Vergleich zum Trezor One in allen Dimensionen gewachsen. Er ist 4 mm länger, 9 mm breiter, 4 mm dicker und 4 Gramm schwerer. Da diese Werte im Verhältnis durchaus bis zu 25 Prozent Zuwachs ausmachen, wirkt sich das auf die Handlichkeit spürbar aus. Als Hardware Wallet für den Schlüsselbund eignet sich der Trezor Model T jedenfalls nicht mehr so gut wie der Vorgänger. Die entsprechende Öse wurde daher auch gleich weggelassen.

Magnetischer!

Dass der neue Trezor Model T wohl ohnehin eher für den Heimgebrauch konzipiert ist, zeigt dafür ein anderes durchaus praktisches Feature. Zusammen mit der Hardware Wallet bekommt man nämlich ein selbstklebendes magnetisches Grundplättchen. Dieses Plättchen kann man nun hinter einen Schrank, unter eine Schublade oder wohin man will kleben und den Trezor Model T, der magnetisch sehr gut darauf hält, so vor (auch zufälligem) unerwünschtem Zugriff schützen.

trezor t
Nettes Feature: ein magnetische Plättchen um den Trezor Model T geschickt zu verstecken
Bunter!

Nötig wurde die Vergrößerungen des Geräts vor allem durch den Einbau eines farbigen Touchscreens, der die Bedienung am Gerät deutlich vereinfacht. Während die Verwaltung des Trezor One noch größtenteils über den Computer läuft und das kleine Gerätedisplay hauptsächlich zur Verifizierung und zusätzlichen Absicherung diente, ist dies nun umgedreht.

Sicherer!

So findet beispielsweise die PIN-Eingabe zur Entsperrung beim Trezor Model T direkt am Gerät statt. Das ist komfortabler und auch ein kleines bisschen sicherer, büßt im Vergleich zum Vorgängermodell aber an nerdigem Charme und Geheimniskrämerei ein.

Trezor Model T PIN
Der neue Touchscreen ist edel und praktisch zugleich. Hat aber seinen Preis.
Moderner?

Was die Unterstützung für Altcoins und Token angeht, ist der Trezor Model T dem kleineren Trezor One bislang allerdings (noch) nicht wirklich überlegen. Beide Varianten unterstützen laut Website bislang mehr als 600 Coins und Token (wer die alle braucht, steht jedoch auf einem anderen Blatt Papier), wobei es schon verwunderlich ist, dass der ältere Trezor One mit Decred und dem Groestlcoin zwei Altcoins/Token unterstützt, die der neuere Trezor Model T bislang offensichtlich nicht verwalten kann.

Immerhin: Monero kann der Trezor Model T zwar noch nicht verwalten, aber immerhin soll das bald kommen. Wer hingegen nur einen Trezor One besitzt, wird für die anonymere Kryptowährung auf das neuere Modell upgraden müssen.

Fazit: „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust“

Der neue Trezor Model T ist unterm Strich ein spürbar ambivalentes Produkt, das dementsprechend schwierig einzuordnen ist und Satoshi Labs wagt mit dieser neuen Hardware Wallet einen herausfordernden Spagat.

Auf der einen Seite die eigene Historie basierend auf Hacker-Mentalität, Nerdigkeit, Open Source- und Community-Grundsätzen und darauf basierend eine Marktnische, die eigentlich schon mit dem Trezor One recht gut bedient ist. Auf der anderen Seite der sehr viel größere und von Ledger bereits gut adressierte Markt der Nicht-Nerds, der einfachen Anwender und der Krypto-Neulinge, die sich um Code und Sicherheitsdetails nicht scheren, sondern bei einer Hardware Wallet auf Verständlichkeit, Bedienkomfort und den Preis achten.

Inwieweit sich der Trezor Model T in diesem Spannungsfeld behaupten kann, wird sich erst noch zeigen müssen. Vom Leistungsumfang ist er bislang noch nicht viel besser als der eigene Vorgänger, aber ein gutes Stück teurer. Selbiges gilt auch für den Ledger Nano S, der ein Drittel weniger kostet. Insbesondere wenn sich die Käufer nicht um das Sicherheitskonzept kümmern, könnte die französische Hardware Wallet hier auf Grund des deutlich niedrigeren Preises weiter die Nase vorn behalten.

Dennoch: Für Krypto-Entusiasten, die nicht primär auf den Preis achten, sondern an einer vertrauenswürdigen, gut gemachten und zukunftstauglichen Hardware Wallet mit passendem moralisch-ideologischem Background interessiert sind, könnte der Trezor Model T ein sinnvolle Alternative sein.

Der Trezor Model T  (149 Euro zzgl. MwSt) und der Trezor One (89 Euro zzgl. MwSt) sind online direkt bei Satoshi Labs erhältlich

Der Nano S (99,99 Euro inkl. MwSt) ist online direkt bei Ledger erhältlich. 

Der junge Vogel fängt den Bitcoin

Drüben bei paymentandbanking.com ist vor kurzem der Artikel Bitcoin – Das Geld der kommenden Generationen erschienen, in dem die These aufgestellt wird, dass es vor allem die jungen Leute sind, die sich mit Bitcoin auseinandersetzen, es annehmen und nutzen.

Die Digital Money Natives sind kein neues Phänomen

Das ist jetzt keine ganz neue Idee. Ich habe hier im Blog immer mal wieder über die Digital Money Natives geschrieben und auch eine Umfrage der Bundesbank deutete schon vor drei Jahren stark in diese Richtung.

Dennoch ist es wichtig immer wieder darauf hinzuweisen. Denn die Digital Money Natives werden nicht nur mit jedem Tag mehr (und in absehbarer Zeit sogar in der Mehrheit sein), sondern sie vollbringen in puncto Bitcoin auch jetzt schon ganz außerordentliche Leistungen.

Early Bird front
Early Bird Gets The Bitcoin: Auf knapp 80 Seiten alles, was Kind man über Bitcoin wissen muss

So wie Andrew K. Courey, der es leid war, immer dieselben Fragen zu Bitcoin beantworten zu müssen, sich daher kurzerhand hinsetzte und mit elf Jahren alles aufschrieb, was er zu dem Zeitpunkt über Bitcoin wusste.

Bitcoin? Ist doch kinderleicht!

Herausgekommen ist dabei das Buch Early Bird Gets The Bitcoin. The Ultimate Guide To Everything About Bitcoin, ein kompakter Ratgeber für Bitcoin-Neulinge jeden Alters.

„This is my attempt to provide that one place to start – a true introduction to Bitcoin. To summarize the answers to a few of these questions.
– Yes, you should care
– No, you are not to late
– Yes, this is a huge deal that could change the world, though it is still to early to know how huge.“

Einblicke in die Lebenswelt einer neuen Generation

Das Besondere an diesem Büchlein ist nun weniger der Inhalt, der insgesamt treffend und verständlich ist, sich gut ließt und nur bei ein paar Details Fehler enthält. Viel bemerkenswerter ist hingegen die Perspektive und Einstellung aus bzw. mit der Andrew sich seinem Thema gewidmet hat.

Early Bird back
Einfach mal ein Buch über Bitcoin schreiben? Der 11-jährige Andrew hat es gemacht.

Die sagt nämlich viel mehr über eben diese Digital Money Natives aus, die Generation, die gemeinsam mit Bitcoin oder sogar erst danach das Internet mit all seinen Möglichkeiten als nicht wegzudenkende Infrastruktur unserer Gesellschaft kennen und nutzen lernt. Ein Beispiel:

„There is a public document that tracks all of the Bitcoin transactions ever in the history of Bitcoin – this is called a blockchain. Think of it as a public Google Docs file that everyone has access to. This is very powerful, because you cannot fake a transaction that everybody using Bitcoin can see.“ 

Das Schlüsselwort hier ist Google Docs file„, eine einfache und kostenlose Möglichkeit, gemeinsam im Internet Dokumente zu erstellen und zu verwalten, die ebenfalls vor allem von jüngeren, netzaffinen Menschen genutzt wird, die nicht an ihrer einst mühsam erworbenen Microsoft Word-Kompetenz kleben.

Dass Andrew hier also mit einem Begriff arbeitet, der seiner unmittelbaren Lebenswelt entspringt und nicht auf die unter Erwachsenen weit verbreitete, zwar korrekte aber eben auch etwas dröge Verteilte Datenbank-Analogie zurückgreift, steht exemplarisch für die offene und unvoreingenommene Herangehensweise der Digital Money Natives: Wichtiger als das, was war, ist das, was ist, und das, was kommt.

Nicht die Alten, sondern die Jungen erarbeiten die Zukunft

In diesem Kontext wird Bitcoin als (aus Digital Money Native Sicht) bereits lange und beständig existierendes Phänomen mit großem Zukunftspotential an sich gar nicht mehr in Frage gestellt. Und in zeitgemäßen Erklärungen wird zudem mit Vergleichen gearbeitet, die ebenfalls bereits Teil der aktuellen digitalen Lebenswelt sind. Dass diese Lebenswelt für Nicht-Digitale Money Natives mitunter zu unkritisch, befremdlich und futuristisch erscheinen mag, ist ganz normal. Das nennt man alt werden.

Wer zumindest geistig dagegen angehen will, der sollte es vielen anderen gleich tun und mal einen Blick in Andrews Buch werfen. Rund 1500 Mal wurde Early Bird Gets The Bitcoin bereits in insgesamt 13 Länder verkauft. 24 Exemplare gingen dabei bisher nach Deutschland.

Dass er dabei für sein Buch mit Kindle Direct Publishing ganz selbstverständlich ein Angebot nutzt, das viele Ältere vermutlich nicht kennen, befremdlich und/oder futuristisch finden, passt am Ende auch ganz hervorragend.

Was ist Was: Geld – Bitcoin für Kinder erklärt

Ich habe Anfang des Jahres im Auftrag einer Bank 120 Quizfragen für Kinder und Jugendliche zum Thema Geld miterarbeitet. Das war eine größere Herausforderung, als man denkt. Das Quiz sollte ja nicht langweilig werden, nicht zu leicht und nicht zu schwer sein, genügend Aha-Momente bieten und letztlich aber auch informativ und didaktisch anspruchsvoll sein.

Was ist Was (Band 78): Geld. Vom Tauschhandel zum Bitcoin

Als nun neulich das Was ist Was-Buch Geld. Vom Tauschhandel zum Bitcoin auf meinem Schreibtisch landete, dachte ich schon nach wenigen Seiten: Wow, wie viel schneller wäre ich mit der Recherche gewesen, wenn ich damals schon dieses Buch gehabt hätte.

Denn dieser Was ist Was-Band bietet zwischen den kurzweiligen und abwechslungsreichen Hauptthemen (von der Produktion des Geldes über seine Historie und internationale Variationen bis hin zum Umgang der Gesellschaft mit Geld) jede Menge „Angeberwissen“, „Schon gewusst?“ und „Funny Facts“, sodass man auch als Erwachsener das Buch so schnell nicht mehr aus der Hand legt, wenn man einmal mit blättern begonnen hat.

Was ist Was - Bitcoin 2
Bitcoin auf einer Seite zusammengefasst. Zum Lesen bitte kaufen. Kostet nur 9,95 Euro
Ideal für Neugierige jeden Alters

Dass der aktuelle Band dabei auf der letzten Doppelseite mit dem Thema Zukunft des Geldes auch auf Bitcoin und andere Kryptowährungen eingeht, ist konsequent und erfreulich gleichermaßen. Denn dass Bitcoin nicht wieder verschwinden wird, kann heute niemand mehr ernsthaft bestreiten. Insofern muss das Thema unbedingt auch standardmäßiger Teil der Kinder- und Jugendbildung werden. Wenn das auf so unterhaltsame Weise wie hier passiert, umso besser.

Wer also auf der Suche nach einem Geschenk ist oder selbst sein Wissen rund um das Thema Geld erweitern will, dessen letztlich logische Weiterentwicklung Bitcoin ist, kann hier getrost zugreifen. Zumal 9,95 Euro dafür ein wirklich fairer Preis ist. Ich jedenfalls, weiß jetzt, wo ich beim nächsten Quiz nach Material für gute Fragen suche.

Partnerlink: Was ist Was (Band 78): Geld. Vom Tauschhandel zum Bitcoin, Tesloff 2017, 47 Seiten, 9,95 Euro

Du fragst: Warum Bitcoin? Ich sage: Lies dieses Buch!

Bitcoin zu verstehen, ist nichts, was man mal eben nebenbei machen kann. Im Gegenteil: Bitcoin als ein sich beständig erweiterndes, facettenreiches Phänomen zu durchschauen, erfordert nicht nur einiges an Zeit und Muße, sondern vor allem gute Quellen.

Von denen gibt es (deutschsprachig) bislang aber nicht wirklich viele: Eine Handvoll Blogs, die aktuell berichten. Unregelmäßige Artikel und Berichte in den „traditionellen“ Medien (vor allem, wenn der Bitcoin-Kurs wie derzeit mal wieder im Achterbahn-Modus nach oben tendiert). Dazu noch ein paar lesenswerte Newsletter, nerdige Foren, Podcasts, Meetup-Treffen und das war es dann aber auch schon.

Klar, seit 2014 gibt es auch Jörg Platzers durchaus lesenswerte Bitcoin-Einführung Bitcoin kurz und gut. Aber das Büchlein ist inhaltlich nun auch schon deutlich in die Jahre gekommen und, wie der Titel schon sagt, eben auch sehr kurz.

Was bislang fehlte: ein gutes Bitcoin-Grundlagen-Buch

Was also seit langem fehlt, ist ein aktuelles Buch, das es schafft, einen umfassenden Status Quo des sich beständig weiterentwickelnden Phänomens Bitcoin zu beschreiben und sinnvoll einzuordnen. Solch ein Buch zu schreiben, ist indes keine leichte Aufgabe. Vor allem, wenn es das Ziel sein soll, nicht nur Nerds und Fanboys anzusprechen, sondern Bitcoin einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Elfriede Sixt gelingt mit ihrem Buch Bitcoins und andere dezentrale Transaktionssysteme genau das: einen umfassenden Überblick zu bieten, ohne dabei aber zu oberflächlich zu bleiben. Das ist erfreulich. Denn wenn mich nun Interessierte nach einem guten und substantiellen Einstieg ins Thema Bitcoin fragen, verweise ich ab jetzt auf dieses Buch. Die knapp 200 Seiten beinhalten nämlich alles, was sich zu dem Thema derzeit sinnvoll in Buchform zusammentragen lässt. Wenngleich das Medium selbst für Punktabzüge sorgt.

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Ledger Nano S – Die Hardware-Wallet für Bitcoin und Ethereum

Ich experimentiere seit ein paar Tagen mit dem Ledger Nano S, der neuen Hardware-Wallet aus der Ledger-Produktfamilie des gleichnamigen Anbieters aus Paris. Und abgesehen von wenigen Minuspunkten bin ich angenehm begeistert.

Denn mit dem kompakteren Design, einer guten Verarbeitung, durchdachten Funktionen und einem deutlich günstigeren Preis ist der Ledger Nano S ein würdiger Herausforderer für den Trezor – den amtierenden Hardware-Wallet-Platzhirsch. Nicht zuletzt, weil sich damit nicht nur Bitcoins, sondern auch Ether sicher aufbewahren lassen.

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Praxistest: Bitcoins kaufen in Österreich

In Deutschland ist es noch immer vergleichsweise schwer an Bitcoins zu kommen. Mal eben Bitcoins im Wert von 10 oder 20 Euro zu kaufen, ist zwar machbar, aber umständlich. Denn entweder braucht man ein Bitcoin-Meetup in der Nähe, muss einen Privat-Verkäufer finden oder den aufwändigen Registrierungsprozess bei einer Bitcoin-Börse im Internet hinter sich bringen.

Österreich ist deutlich bitcoinfreundlicher als Deutschland

In Österreich ist das anders. Dort kann man Bitcoins nicht nur ganz bequem am Automaten kaufen, sondern Dank des Services von bitcoinbon.at das digitale Geld schon seit einiger Zeit auch an über 600 Verkaufsstellen im ganzen Land erwerben.

Da ich meinen Sommerurlaub gerade erst in Österreich verbracht habe, wollte ich die Gelegenheit nutzen, mal auszuprobieren, wie genau bitcoinbon.at funktioniert. Und ich war angenehm überrascht, wie einfach, schnell und reibungslos der Bitcoinkauf vonstattenging, wenngleich der Service in einigen Punkten aber durchaus noch verbessert werden kann.

Praxistest: Bitcoins kaufen in Österreich weiterlesen

Trezor – Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test

Der Weihnachtscountdown läuft und der Bitcoin-Kurs zieht an. Wer jetzt auf der Suche nach einem Geschenk für sich selbst oder jemand anderen ist, der sollte sich mal mit dem Trezor, der wohl bekanntesten Bitcoin-Hardware-Wallet, beschäftigen. Denn dieses kleine Gerät verspricht die Gretchenfrage zu lösen, wie man seine Bitcoins gleichzeitig sicher speichern und sie dennoch im täglichen Gebrauch praktisch verwenden kann

Ob der Trezor dieses Versprechen auch halten kann, wollte ich selbst herausfinden und habe kurzerhand bei SatoshiLabs angefragt, ob sie mir ein Testgerät zur Verfügung stellen. Haben sie und hier kommt der Erlebnisbericht über die Stärken und Schwächen von Hardware-Wallets im Allgemeinen und warum es sich lohnt, sich mit dem Konzept Trezor einmal näher auseinanderzusetzen. Denn es ist clever, smart umgesetzt und für Einsteiger ebenso geeignet, wie für Bitcoin-Nerds.

Trezor – Die Bitcoin-Hardware-Wallet im Test weiterlesen

Digital Gold – Bitcoin spannend wie ein Krimi

Da es hier auf der Seite ja gerade etwas ruhiger zugeht, hier eine aktuelle Lesempfehlung, mit der sich die Wartezeit ganz hervorragend überbrücken lässt: Digital Gold von Nathaniel Popper

Wobei ich schon sehr skeptisch war, als ich das Buch in den Händen hielt. Der New York Times-Reporter hatte im Mai diesen Jahres im Rahmen der Veröffentlichungspromo einen Artikel aus ebendiesem Buch für die reichweitenstarke Zeitung exzerpiert, auf dessen Grundlage er Nick Szabo als Mastermind hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto identifizierte. Ich halte das aus medienethischen Gründen noch immer für eine schlechte Entscheidung. Warum, kann man hier nachlesen.

Digital Gold – trotzdem ein bemerkenswertes Buch

Nathaniel Popper hatte also keinen guten Start bei mir. Und doch hat er es geschafft mich mit Digital Gold in kürzester Zeit zu begeistern und so sehr in seinen Bann zu ziehen, dass ich mich im Sommerurlaub (der ja eigentlich auch Urlaub vom Bitcoin-Business war) regelrecht zwingen musste das Buch auch mal wieder aus der Hand zu legen. Ich hätte es nicht für möglich gehalten, dass man die Geschichte von Bitcoin so spannend erzählen kann.

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