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„Karl Marx and the Blockchain“ ist das Paper des Jahres (kein Witz!)

Was soll man eigentlich denken, wenn man ein Paper mit der Überschrift Karl Marx and the Blockchain sieht?

Ich war jedenfalls ebenso irritiert wie neugierig. Irritiert, weil ich nicht wusste, ob das nur ein armseliger Versuch ist, den letzten Clickbait-Tropfen aus dem „Blockchain!!!“-Hype herauszupressen. Auf der anderen Seite war mein Interesse ob des Titels aber durchaus geweckt, weil ich hier im Blog ja auch gerne skurrile Fundstücke und Kuriositäten aus dem Bitcoin- und Blockchain-Universum sammle.

Aus Skepsis wird Begeisterung

Also begann ich zu lesen und mit jeder Zeile schwand meine Skepsis und wuchs meine Begeisterung. Schon lange habe ich nicht mehr so ein gutes Paper gelesen wie dieses. Eines das geistreich ist, mit Humor geschrieben und das einen nicht nur mit dem Eindruck zurück lässt, etwas gelernt zu haben, sondern auch zum Nachdenken anregt. Denn auch wenn es anfangs merkwürdig erscheint. Karl Marx and the Blockchain ist tatsächlich etwas, über das sich nachzudenken lohnt.

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Vor allem da die Autoren Devraj Basu (Senior Lecturer, Accounting and Finance) und Murdoch J. Gabbay („Expert in formal methods, programming, technical communication„) letztlich dieser außerordentlich wichtigen Frage nachgehen, auf die es bisher noch kaum eine gute Antwort gibt:

Warum hat das Thema „Blockchain“ eigentlich auch nach Jahren immer noch so sehr Konjunktur, wenn es auf der einen Seite zwar durchaus einige „potential use cases“ gibt, es auf der anderen aber nach wie vor keinen einzigen „proven use case“? Außer eben einer Kryptowährung wie Bitcoin.

Die vergangenen 75 Jahre aus Marx‘ Perspektive

Für ihre Antwort argumentieren sie dann folgendermaßen: Arbeit und Kapital sind in den vergangenen 75 Jahren (ganz im Marx’schen Sinne) vollkommen aus dem Gleichgewicht geraten. In der Nachkriegszeit bis zur Ära Thatcher/Reagen sei zunächst Arbeit der dominierende Faktor gewesen. Dann sei das Verhältnis zugunsten von Kapital gekippt und immer weiter aus dem Ruder gelaufen. Weil Arbeit und Kapital sich aber gegenseitig bedingen, war die Krise 2008 dann das unvermeidliche Ergebnis eines immer übermächtigeren Kapitals. („… Capital had run out of ways to earn real returns, and so it invented imaginary ones.„)

Das große Problem ist nun, dass dieses System in Schieflage (siehe Marx und die Realität) von sich aus nicht fähig ist, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Weswegen wir uns nun schon seit mehr als einer Dekade in einer sich immer weiter verschärfenden Dauerkrise befinden.

Eine These, die u.a. gestützt wird durch die seit Jahren fruchtlose Null- und Negativ-Zinspolitik der Notenbanken und die sich aktuell auch (massiv verstärkt durch die Coronakrise) eindrucksvoll am Missverhältnis des US-Aktienmarkts zu den Arbeitslosenzahlen in den Vereinigten Staaten ablesen lässt. Beides derzeit bekanntlich spektakulär auf Allzeithoch.

Aber was hat „Blockchain“ nun damit zu tun?

Auf der Suche nach einer (Er-)Lösung aus dieser verfahrenen Krise kommt dem Thema „Blockchain“ nun eine besondere Bedeutung zu. Denn im Gegensatz zu den nostalgischen Versuchen, diese rückwärtsgewandt irgendwo in der Vergangenheit zu suchen, stehe „Blockchain“ für eine Vision die einerseits auf die Zukunft ausgerichtet sei, andererseits aber – siehe den Erfolg von Bitcoin – eben auch nicht vollkommen utopisch erscheint.

„It is now important to appreciate that blockchain is not just any old technoutopian escapist fantasy. It is also a concrete technology, with specific technical qualities, which make certain promises, not all of which are unreasonable.“

Mit anderen Worten: „Blockchain“ ist ein Begriff, der deswegen Dauer-Konjunktur hat, weil er in der Krise die große Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu vermitteln vermag. Einer besseren Zukunft in Reichweite! Denn mit Bitcoin ist der erste Schritt dahin ja schon gemacht.

Das große Aber

Doch kommt nun der Teil, den ich für den stärksten des Papers halte, weil er auf den Punkt bringt, was bisher niemand so ausgesprochen hat, obwohl es eigentlich naheliegend ist. Der Grund, warum uns „Blockchain“ nämlich bisher noch nicht gerettet hat und warum es auch noch dauern wird, falls es jemals dazu kommen sollte.

„Blockchain“ sei nämlich nicht einfach nur eine Technologie (weswegen man es auch nicht ohne Weiteres mit AI und anderen Technologie-Trends vergleichen könne) und ein Geschäftsmodell darauf aufzubauen sei nicht annähernd so einfach wie bspw. auf dem Kerngeschäft von Facebook („Facebook is fundamentally based on a labelled graph. The mathematical notion of graph is a first-year undergraduate topic: it is not hard.“), Google („The Google pagerank algorithm is, fundamentally, an advanced undergraduate project or perhaps early-stage PhD.“), Amazon („… is ‘just’ a database“) oder Microsoft („MS-Dos, Windows, and MS Word are fairly simple programs“).

Natürlich beruhe der Erfolg diese Unternehmen auf sehr viel mehr und solle nicht unterschätzt werden, aber all das käme ja auch noch hinzu, wenn man ein erfolgreiches Business mit dem Kerngeschäft „Blockchain“ aufbauen wollte. Denn „Blockchain“ ist nicht einfach „nur“ eine Software oder neue Technologie. Angesichts des Aufwands, dem Anspruch und der Komplexität sei es vielmehr eine Raketenwissenschaft.

Blockchain in its infancy is more like Airbus than Amazon. To start a revenue stream based on DLT requires expertise, research, and special management which simply has not yet been assembled in the sector. Consider that a company wishing to generate a revenue stream from a cryptocurrency product must commit to solving mathematical problems that are:
– fundamentally hard,
– in a safety-critical context,
– for consumer use.“

Oder einfacher gesagt: Die große „Blockchain“-Revolution wird eher nicht in einer Garage stattfinden. Denn:

Part of the difficulty is that this requires specialised programmers and mathematicians to invent and implement a new body of mathematics, but also, it requires processes and qualified managers who do not exist yet because the field has not matured; potential regulatory changes to provide a legal framework into which users can escape if and when things go wrong (because they always do); and a programme of public education to educate a population who (as a general body) may still be storing their PaS5w0rds on post-it notes stuck to the monitor.“

Wie könnte eine „Blockchain“-Zukunft aussehen?

Ob die erhoffte „Blockchain“-Lösung jemals kommen wird, sei angesichts dieser Voraussetzungen jedoch ungewiss. Auch die Autoren geben nur eine eher vorsichtige Prognose ab:

„Based on the analysis above, we would like to offer a prediction, just for the sake of argument.
The killer apps and real impact of blockchain will not appear first as front-end consumer applications. They will appear in backend applications, developed by large institutions (banks, or logistics companies, or large tech companies) for internal use or for use with their institutional peers. These will be organisations with deep pockets and long experience of managing extreme complexity, who can afford to engage (and if necessary to create) a small army of highly-specialised programmers, lawyers, computer scientists, and mathematicians to develop a product that requires a PhD just to switch it on safely.“

Mit dieser Vorhersage, wagen sich die Autoren insofern nicht auf sonderlich dünnes Eis, weil es letztlich gar keine ist. Sie beschreiben viel eher die Ereignisse der Gegenwart, in der Unternehmen wie IBM, Antchain, multinationale Bankenkonsortien und viele mehr ja schon seit Jahren nach „Blockchain“-Lösungen suchen. Bisher jedoch ohne bahnbrechenden Erfolg. Die große Frage ist daher eher: Werden sie es jemals?

Diese Frage bleibt vorerst zwar offen. Aber wer Karl Marx and the Blockchain gelesen hat – ein Paper voll kluger Gedanken, pointierten Formulierungen und grandiosen Fußnoten – wird anders über sie und das Thema „Blockchain“ im Allgemeinen denken als zuvor. Dessen bin ich mir sicher.

So viel Brainpower floss 2017 in Bitcoin

Ich überlege schon länger, wie man am besten den intellektuellen Wert eines Kryptowährungsprojekts darstellen und operationalisieren kann. Denn Marktkapitalisierung alleine – das ist kein Geheimnis – ist ein vergleichsweise schlechter, weil einseitiger Indikator, um umfassend die Qualität und das Potential einer Kryptowährung zu bestimmen.

Marktkapitalisierung alleine führt in die Irre

Ein Faktor (von vielen), den man in diesem Zusammenhang daher ebenso berücksichtigen müsste, ist der Intellekt, die Brainpower und das Engagement, die in die Pflege und Weiterentwicklung des Basis-Protokolls fließen. Wie viele Entwickler sind daran beteiligt? Wie fleißig sind sie? Wie erfahren und kompetent? Wie heterogen ist deren Zusammensetzung etc?

Ein anderer ist der Impact-Faktor, also eine Operationalisierung, wie oft und welche Kryptowährungen sich auf die Idee bzw. das Konzept einer anderen Kryptowährung berufen oder sich selbst daraus ableiten. Zum Beispiel: Wie oft und in welchen Whitepaper wird sich auf Bitcoin als Referenz bezogen? In welchen und wie oft auf Ethereum usw. usf.?

Auch intellektuelle Faktoren sind bedeutend

Meine These ist, dass schon die Berücksichtigung dieser beiden intellektuellen Faktoren ein deutlich anderes Bild vom Krypto-Ökosystem zeigen, würden als zum Beispiel die aktuell 36 Prozent „BTC Dominance“ bei coinmarketcap.com vermuten lassen.

marktkapitalisierung bitcoin
coinmarketcap.com, Stand: 16. Januar

Und vielleicht gibt es da draußen ja jemanden mit einer bevorstehenden Abschlussarbeit oder auf der Suche nach einer interessanten Studienfrage, der oder die dem mal methodisch nachgehen wollen. Ich stünde jedenfalls zur Diskussion dieser Frage zur Verfügung.

Visualisierungen für einen ersten Eindruck

Einen sehr ansprechenden Eindruck über die Brainpower, die 2017 übrigens in Bitcoin (Core) geflossen ist, ist dieses Video, in dem die kollektive Arbeit am Bitcoin Github-repository visuell aufbereitet wird.

Das gibt es übrigens auch gebündelt für die vorangegangenen acht Jahre.

Falls es ähnliche Visualisierungen auch für andere Projekte gibt (Ethereum, Bitcoin Cash, Monero etc.), freue ich mich über die entsprechenden Links und binde die dann hier ein. Erstellt wurden die Videos übrigens mit Gource.

Vielleicht kann man hier dann zumindest einen ersten Eindruck über die intellektuelle Wertigkeit verschiedener Projekte bekommen. Bis dahin haben wir vorerst nur den Blick auf Bitcoin. Aber der zeugt durchaus von Vitalität und Potential und verspricht einiges für 2018.

Wie steht es um Bitcoin im Herbst 2015?

Mitte Oktober schon haben die Kollegen von CoinDesk ihren vierteljährlichen State of Bitcoin and Blockchain-Report zum dritten Quartal 2015 veröffentlicht. Wie immer mit einer Vielzahl von Daten, Statistiken und Kenngrößen, die den vor allem wirtschaftlichen Teil des Bitcoin-Ökosystem umfassend und detailliert beschreiben.

State of Bitcoin and Blockchain – wie immer sehr informativ

Die Kurs-Analyse ist angesichts des enormen Aufwärtstrends der letzten Wochen zwar nicht mehr so richtig spannend, aber die Zusammenfassung der wichtigsten Ereignisse aus Medien, Wissenschaft, Funding, Handel und die Aufarbeitung des Hypes um die Blockchain sind sehenswert und selbst wenn man die 87 Folien nur mal eben durchklickt (bei nervig langen Ladezeiten empfehle ich auf den Chrome-Browser zu wechseln), kann man eine Menge lernen. Ansonsten hat Coindesk die Ergebnisse auch selbst noch einmal in einem Artikel zusammengefasst.

Bitcoin – So ist der Stand nach dem dritten Quartal 2015

[slideshare id=53928724&doc=v3-q32015sob1-151014141801-lva1-app6892]

Wissenschaftliche „Crypto Library“ im Aufbau

Es wäre wirklich eine gute Sache, wenn sich die Idee hinter cryptolibrary.org durchsetzen würde. Die Seite soll nämlich zu einem zentralen Archiv für akademische Kryptowährungsliteratur werden und würde so das Recherchieren ganz enorm erleichtern.

Crypto Library – Das Cryptocurrency-Crowd-Archiv

„Altcoin“, „Bitcoin“ und „Ethereum“ sind dabei schon Kategorien, in denen die mehr als 300 bisherigen Artikel und Aufsätze von der Crowd archiviert wurden, wobei die Themenpalette sehr breit ist und von Dezentralisierung über Islamic Banking, dem Bitcoin-Regulierungs-Stand in Singapur bis hin zu technischen Analysen möglicher Angriffsszenarien reicht. Auch auf Deutsch sind schon ein paar Artikel verzeichnet. Das können aber ruhig noch mehr werden.

Hier noch ein Snippet der Eigenbeschreibung:

„Crypto Library is the first global digital repository for academic material related to cryptocurrencies. It is a crowdsourced and interdisciplinary platform, providing free access to educational content for anyone wishing to learn more about cryptography and digital currency protocols, economics and social dynamics. Whether you be a researcher seeking academic literature to complement your work or simply a crypto-enthusiast looking to deepen your understanding of cryptocurrencies, this library will provide you with rigorous and up-to-date material to comprehend the disruption brought about by Bitcoin and the likes.

Crypto Library is a not-for-profit project which relies on volunteers‘ contributions to update its content, under the conditions specified in the ‚user and copyright policy‘.

Deutsche Bundesbank akzeptiert Bitcoin

Zumindest langsam und erst einmal nur thematisch, aber hey! Für die Bundebank ist das ein Riesenschritt. Bisher ist sie in Wort und Tat ja eher Bitcoin-avers aufgetreten.

Bundesbank erhebt offizielle Bitcoin-Zahlen

In ihrer aktuellen Veröffentlichung Zahlungsverhalten in Deutschland 2014. Dritte Studie über die Verwendung von Bargeld und unbaren Zahlungsinstrumenten widmet sie Bitcoin nun nicht nur einen eigenen Infokasten, sondern hat in der Datenerhebung erstmals auch einen „kleinen Frageblock zu virtuellen Währungen wie Bitcoins“ untergebracht. Das ist auch angebracht, denn der neue thematische Schwerpunkt der repräsentativen Studie lag auf „baren versus unbaren Zahlungsinstrumenten“.

Kritik und Einordnung der Daten

Die Datenerhebung fand dabei von Mai bis Juli 2014 statt. In Bitcoin- und Internet-Zeitrechnung sind diese mehr als acht Monate eine durchaus relevante Zeitverschiebung, die man bei der Interpretation der Ergebnisse aus heutiger Sicht berücksichtigen muss. Die täglichen Transaktionen sind im Verhältnis zwar nur geringfügig gewachsen, ob die Bekanntheit und die Nutzungszahlen jedoch immer noch valide sind, kann man zumindest anzweifeln.

Zumal das Studiendesign in diesem Punkt einen großen Schwachpunkt hat. Es wurden nämlich nur Personen ab 18 Jahren befragt und damit die Bitcoin-Nutzergruppe der jüngeren Digitale Money Natives außen vor gelassen. Dass aber gerade die jüngeren Bevölkerungsgruppen sehr affin für digitales Geld sind, legt die Bundesbank-Studie selbst nahe. Immerhin bescheinigt sie Bitcoin in der Gruppe der 18- bis 24-Jährigen mit 41 Prozent den höchsten Bekanntheitsgrad.

Nach dem Klick der Bundesbank-Text zu Bitcoin in voller Länge. Die gesamte Studie gibt es hier.

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Gute & wissenschaftliche Bitcoin-Infografik

Gefühlt ist die Zeit der richtig guten Bitcoin-Infografiken vorbei. Was man heute noch im Netz findet ist entweder werblicher Natur und damit tendenziöses Marketing, dem man nur begrenzt trauen kann oder es wirkt wie auf die Schnelle zusammengeschustert, weil das Thema Bitcoin mittlerweile so groß und umfangreich geworden ist, dass man es nicht mehr mal eben so in eine gute, übersichtliche Infografik verpacken kann.

Universitäten als Quelle solider Bitcoin-Informationen

Eines Besseren belehrt dabei die Stetson University. Im Rahmen deren Online Master of Accountancy ist nämlich diese Bitcoin-Infografik entstanden, die ein gutes Maß findet zwischen Detail-Informationen und Tiefe auf der einen Seite und einordnender Breite auf der anderen.

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Das MIT als Bitcoin-Hub für die Welt

Es ist wirklich beeindruckend, was der MIT Bitcoin Club auf die Beine stellt.  Letztes Jahr schon dieses fantastische Projekt, eine halbe Million Dollar zusammenzutragen um damit jedem der 4500 MIT-Studenten ohne Bedingungen Bitcoins im Wert von 100 Dollar in die virtuelle Hand zu drücken, damit diese einfach mal mit dem digitalen Geld und der Technologie experimentieren können, wenn sie wollen (oder eben auch nicht). Nun hat der Club ein tolles Video veröffentlicht, das auf so einfache Art zeigt, wie normal es sein kann, Bitcoin zu benutzen.

Die Bitcoin-Message des MIT geht an alle Studenten

Gerade wegen seiner Unaufgeregtheit ist dieses Video ein wichtiges Gegenstück zu all den Negativ-Nachrichtenmeldungen von gehackten Bitcoin-Börsen, vom ständigen Wertverlust und von Drogenplattform-Prozessen, die in letzter Zeit die öffentliche Wahrnehmung von Bitcoin prägen.

Vor allem mag ich aber die auffordernde Message des Videos, die nicht nur an alle MIT-Studenten geht, sondern letztlich an jeden, der sich ein bisschen für Technik, das Internet oder die Zukunft der Gesellschaft interessiert:

„Bitcoin ist da, deine Freunde nutzen es bereits und wenn du dich jetzt damit beschäftigst, bekommst nicht nur eine große Community, die dich unterstützt, sondern auch die Chance, dass du es bist, der die nächste Killer-App entwickelt.“

Word!

PS: Wie steht es eigentlich um Bitcoin an deutschen Universitäten? Kann da jemand aus eigener Erfahrung berichten?

Wissenschaftliche Arbeiten zu Bitcoin

Ich wollte schon länger mal wieder etwas zu Bitcoin in der Wissenschaft machen. Letzte Woche gab mir dann Brett Scotts Epic List of Bitcoin Research, in der er alle bisherigen, englischsprachigen Publikationen zu sammeln versucht, nun endlich den nötigen Schub diesen Vorsatz in die Tat umzusetzen.

Dabei bleibt mir gar nicht mehr viel zu tun, denn Scott geht selbst schon sehr gründlich vor, indem er neben den Publikationen auch die Quellen seiner bisherigen und laufenden Suche offen legt. Und obwohl sich die wissenschaftliche Forschung zu Bitcoin in den letzten Jahren jeweils verdreifacht hat, ist eines deutlich erkennbar. Für die Geisteswissenschaften ist Bitcoin noch ein blinder Fleck.

Es lohnt sich wissenschaftliche Arbeiten zu Bitcoin zu suchen

Wer selber bestehende Publikationen recherchieren will oder muss, fängt am besten bei einem Datenaggregator wie arxiv.org oder BASE an. Bei spezifisch deutschsprachigen Suchen hilft dagegen der Informationsdienst Wissenschaft weiter. Allerdings sind dort zum Thema Bitcoin aus den letzten drei Jahren erst neun Einträge zu finden.

Deshalb lohnt sich oft auch eine Google Scholar-Suche, über die man dann durchaus auf wirklich interessante Fragestellungen stößt, die im normalen quick and dirty Newsbusiness selten aufgegriffen werden. Zum Beispiel mein thematisches Lieblingsfundstück „Geld stinkt, Bitcoin auch – Eine Ökobilanz der Bitcoin Block Chain“

Digitales Bezahlen #8 – Der Bitcoin-Podcast

Jeden Mittwoch gibt es hier die aktuelle Folge des  #DigitalesBezahlen-Podcasts, den ich in Kooperation mit dem Leipziger Onlineradio detektor.fm produziere. Abonnieren kann man den Podcast hier, mehr Informationen und eine Übersicht über alle bisherigen Folgen gibt es auf der zugehörigen Seite.

[powerpress]

In der aktuellen Folge geht es um den Geburtstag von Bitcoin. Denn am vergangene Samstag vor sechs Jahren wurde der Genesis-Block der Blockchain gemined und obwohl der Kurs in den vergangenen Monaten beständig nach unten ging und Bitstamp gerade erst den Verlust von 19.000 BTC (knapp 4,5 Millionen Euro) eingestehen musste, ist der Jahrestag dennoch ein Grund zu feiern. Denn wirft man einen Blick auf andere Variablen, sieht das Bitcoin-Bild ganz anders aus. Denn Bitcoin ist mehr als nur Geld.

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Bitcoin beim 31C3

Die Weihnachtspause ist vorbei. es geht wieder los und ich freue mich auf ein spannendes Bitcoin-Jahr 2015.

Zwischen den Jahren ist ja nicht so richtig viel passiert, aber um zumindest ein Event ein bisschen aufzuarbeiten, habe ich mich mal durch die Videomitschnitte vom 31C3 geklickt um zu schauen, wo ich Bitcoin-thematische Bezüge finde.

Dabei bin ich auf diesen Vortrag von Rüdiger Weis gestoßen, der sich hauptsächlich mit dem aktuellen Stand von Kryptographie beschäftigt und Bitcoin dabei zumindest periphär streift.

http://youtu.be/PoNHNLzSI0o

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