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	<title>Blockchain &#8211; The Coinspondent</title>
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	<description>Kritisches und Konstruktives zu Bitcoin und der Zukunft des Geldes</description>
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	<title>Blockchain &#8211; The Coinspondent</title>
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		<title>&#8222;Blockchain&#8220; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2020 19:37:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich vor gut zwei Jahren darüber schrieb, wie man den Begriff &#8222;Blockchain&#8220; grammatikalisch richtig verwendet, musste ich meine Argumentation noch selbst herleiten. Der Duden, die große Bibel der deutschen Rechtschreibung, kannte den Begriff nicht. &#8222;Blockchain&#8220; ist jetzt im Duden zu finden Das hat sich nun geändert. Mit der heute veröffentlichten 28., umfassend bearbeiteten und [&#8230;]]]></description>
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<p>Als ich vor gut zwei Jahren darüber schrieb, <a href="https://coinspondent.de/2018/06/01/wie-man-blockchain-grammatikalisch-richtig-verwendet/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wie man den Begriff <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> grammatikalisch richtig verwendet</a>, musste ich meine Argumentation noch selbst herleiten. Der <em>Duden</em>, die große Bibel der deutschen Rechtschreibung, kannte den Begriff nicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="672" height="372" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/06/duden-blockchain.png" alt="duden blockchain" class="wp-image-12690" title="&quot;Blockchain&quot; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf 1" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/06/duden-blockchain.png 672w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/06/duden-blockchain-300x166.png 300w" sizes="(max-width: 672px) 100vw, 672px" /><figcaption>Anfang Juni 2018 war der Begriff &#8222;Blockchain&#8220; beim Duden noch nicht zu finden.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">&#8222;Blockchain&#8220; ist jetzt im Duden zu finden</h6>



<p>Das hat sich nun geändert. Mit der heute veröffentlichten 28., umfassend bearbeiteten und erweiterten Auflage vom <em><a href="https://www.duden.de/presse/3000-W%C3%B6rter-st%C3%A4rker-Der-neue-Duden-ist-da" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Duden – Die deutsche Rechtschreibung“</a></em> ist <em><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Blockchain" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Blockchain, die&#8220;</a></em> quasi offiziell Teil des deutschen Sprachschatzes. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Blockchain" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="474" height="367" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-2.png" alt="duden Blockchain 2" class="wp-image-16500" title="&quot;Blockchain&quot; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf 2" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-2.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-2-300x232.png 300w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption>Seit heute Teil des Dudens: &#8222;Blockchain, die&#8220;</figcaption></figure>



<p>Das ist einerseits nur logisch und konsequent. Auch <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> steht ja schon seit Jahren im <em>Duden</em>. Zum einen als <a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Bitcoin_Zahlungssystem" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>„über das Internet funktionierendes Zahlungssystem“</em></a> und als <em><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Bitcoin_Zahlungseinheit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Einheit des Zahlungssystems Bitcoin“.</a></em></p>



<h6 class="wp-block-heading">Wem gehören &#8222;Bitcoin&#8220; und &#8222;Blockchain&#8220;?</h6>



<p>Merkwürdig ist jedoch, dass beide Einträge, der zu <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> (dem Zahlungssystem) neuerdings und der zu <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> mit ® für <em>&#8222;registered&#8220;</em>, gekennzeichnet sind, ohne dass irgendwo eine Erklärung dafür zu finden ist. Auch die sehr freundliche und hilfsbereite Pressestelle beim <em>Duden</em> konnte mir das nicht anders erklären als: <em>&#8222;Da muss wohl irgendwo etwas eingetragen sein und das wurde für den Eintrag dann übernommen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.&#8220;</em></p>



<p>Ich finde diese Herangehensweise dennoch irritierend. Es entsteht der Eindruck, dass man sich nicht wirklich mit dem beschäftigt, über das man schreibt. Denn klar gibt es zumindest für <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> ein gleichnamiges Unternehmen (und hunderte weitere, die bei denen das Wort ebenfalls Teil des Namens ist). Aber angesichts von <a href="https://www.google.de/search?sxsrf=ALeKk02gTIzyJ2I3rqYWh7fs1sENptUHIw%3A1597231579790&amp;source=hp&amp;ei=29EzX7LBLbvClAbbiqqgBA&amp;q=blockchain&amp;oq=blockchain&amp;gs_lcp=CgZwc3ktYWIQAzIFCAAQsQMyBwgAEBQQhwIyBAgAEEMyBQgAELEDMgQIABBDMgQIABBDMgUIABCxAzIICAAQsQMQgwEyAggAMgsILhCLAxCoAxChAzoJCCMQ6gIQJxATOgcIIxDqAhAnOgQIIxAnOgsILhCLAxCoAxCbAzoRCC4QsQMQgwEQiwMQqAMQnQM6DQguEEMQiwMQpAMQqAM6EQguELEDEIMBEIsDEKgDEJ4DOg4ILhCxAxCLAxCoAxCeAzoLCC4QiwMQqAMQngM6CggAELEDEBQQhwI6BwgAELEDEEM6CwguEIsDEJ4DEKgDOgsILhCLAxCYAxCoAzoNCC4QQxCLAxCoAxCkAzoQCC4QQxCLAxCoAxCkAxCTAjoLCC4QiwMQoQMQqANQ8Q1YvBhg1RloAXAAeACAAWSIAeUGkgEDOS4xmAEAoAEBqgEHZ3dzLXdperABCrgBAw&amp;sclient=psy-ab&amp;ved=0ahUKEwjymr2nx5XrAhU7IcUKHVuFCkQQ4dUDCAk&amp;uact=5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr als 150 Millionen <em>Google</em>-Einträgen</a> zu dem Begriff <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em>, von denen die meisten wohl eher nichts mit den vermeintlichen Namensrechten einzelner zu tun haben dürften, erscheint das verwunderlich. Zumal das ® nur in der digitalen <em>Duden</em>-Datenbank, nicht aber in der gedruckten Variante zu finden ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="475" height="345" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/Blockchain_28.-Auflage-Duden.png" alt="Blockchain 28. Auflage Duden" class="wp-image-16508" title="&quot;Blockchain&quot; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf 3" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/Blockchain_28.-Auflage-Duden.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/Blockchain_28.-Auflage-Duden-300x218.png 300w" sizes="(max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption>Scan aus dem heute erschienenen gedruckten Duden. Mit Dank an die Pressestelle! </figcaption></figure>



<p>Noch befremdlicher finde ich aber, dass online neuerdings auch <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> den ®-Verweis bekommen hat, den es zuvor lange nicht hatte. Klar <a href="https://coinspondent.de/2018/03/06/kampf-um-die-bitcoin-marke/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gibt es einen Marken- und Patentkampf um den Begriff</a> und wenn der <em>Duden</em> da auf Nummer sicher gehen will, ist das nachvollziehbar. Inhaltlich ist es jedoch trotzdem falsch. Bitcoin gehört niemandem. Im Gegenteil. Bitcoin ist quasi der Inbegriff von einem Open-Source-Projekt, dessen herausragendes Alleinstellungsmerkmal ja gerade ist, das es keinem einzelnen gehört. Das ist, was Bitcoin im Kern ausmacht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Blockchain-Meme</h6>



<p>Ebenfalls unglücklich finde ich den Eintrag, dass <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> auch ohne Artikel verwendet werden könne. Natürlich ist Sprache lebendig und wenn man methodisch auswertet, wie die Leute nun einmal aktuell reden und schreiben, dann muss man anerkennen, dass <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> (ohne Artikel) tatsächlich ein gebräuchlicher Teil unserer Sprache geworden zu sein scheint.</p>



<p>Was dem <em>Duden</em> hier jedoch entgeht, ist der Bedeutungsunterschied zwischen <em>&#8222;Blockchain, die&#8220;</em> und einfach nur <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em>. Ersteres ist nämlich tatsächlich eine <em>&#8222;dezentrale Datenbankstruktur, die eine kryptografische Verkettung der Datensätze aufweist (z. B. als Basis digitaler Währungen)</em>&#8222;, wohingegen zweites vor allem ein mächtiges Wort ist. Ein Platzhalter, der eine vage Vorstellung einer technischen Lösung transportiert, die es in den meisten Fällen so jedoch noch gar nicht gibt. <a href="https://dilbert.com/strip/2019-09-29" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein abstrakter Begriff, der hilft eine argumentative Leerstelle zu überbrücken, indem er den Rezipienten dazu anregt, diese durch eigene Interpretationen, Phantasie und (Wunsch-)Vorstellungen auszufüllen. </a>Oder wie es die <em>Universität Cambridge</em> mal in einer Studie bezeichnete: <a href="https://www.jbs.cam.ac.uk/fileadmin/user_upload/research/centres/alternative-finance/downloads/2019-10-ccaf-second-global-enterprise-blockchain-report.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein Meme</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Blockchain_Technologie" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="475" height="404" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-Technologie.png" alt="duden Blockchain Technologie" class="wp-image-16501" title="&quot;Blockchain&quot; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf 4" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-Technologie.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-Technologie-300x255.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /></a></figure>



<p>Statt also auch der <em><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Blockchain_Technologie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Blockchain-Technologie&#8220;</a></em> noch einen eigenen (Online-)Eintrag ohne inhaltlichen Mehrwert zu widmen, wäre es also hilfreicher gewesen, ebenso wie man <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> zwei Einträge gewidmet hat, auch <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> zweimal zu erklären. Einmal mit einer konkreten Beschreibung (mit Artikel) und einmal als abstraktes Konstrukt (ohne Artikel).</p>



<h6 class="wp-block-heading">Sprache ist im Wandel, Duden-Einträge glücklicherweise auch</h6>



<p>Doch glücklicherweise sind die Einträge im <em>Duden</em> ja nicht in Stein gemeißelt und werden regelmäßig überarbeitet. Es besteht also die Hoffnung, dass <em>&#8222;Blockchain-Technologie&#8220;</em> (ebenso wie gerade der <em><a href="https://www.google.com/search?q=hackenporsche&amp;sxsrf=ALeKk013OBj6_BBCseQGr1UAzV7-KO1LBQ:1597233320939&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwi_6N7lzZXrAhV7TxUIHbcbB8sQ_AUoAnoECAwQBA&amp;biw=1920&amp;bih=951" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Hackenporsche&#8220;</a></em>) auch wieder rausfliegt, dass das ® bei <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> und <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> r verschwindet und dass das abstrakte artikellose <em>Blockchain</em>-Meme im Sinne einer besseren Aufklärung einen eigenen Eintrag bekommt.</p>
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			</item>
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		<title>&#8222;Karl Marx and the Blockchain&#8220; ist das Paper des Jahres (kein Witz!)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 31 Jul 2020 11:46:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Was soll man eigentlich denken, wenn man ein Paper mit der Überschrift Karl Marx and the Blockchain sieht? Ich war jedenfalls ebenso irritiert wie neugierig. Irritiert, weil ich nicht wusste, ob das nur ein armseliger Versuch ist, den letzten Clickbait-Tropfen aus dem &#8222;Blockchain!!!&#8220;-Hype herauszupressen. Auf der anderen Seite war mein Interesse ob des Titels aber [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Was soll man eigentlich denken, wenn man ein Paper mit der Überschrift <em><a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://arxiv.org/pdf/2007.13346.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Karl Marx and the Blockchain</a></em> sieht? </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Ich war jedenfalls ebenso irritiert wie neugierig. Irritiert, weil ich nicht wusste, ob das nur ein armseliger Versuch ist, den letzten Clickbait-Tropfen aus dem <em>&#8222;Blockchain!!!&#8220;</em>-Hype herauszupressen. Auf der anderen Seite war mein Interesse ob des Titels aber durchaus geweckt, weil ich hier im Blog ja auch gerne skurrile Fundstücke und Kuriositäten aus dem Bitcoin- und Blockchain-Universum sammle.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Aus Skepsis wird Begeisterung</h6>



<p>Also begann ich zu lesen und mit jeder Zeile schwand meine Skepsis und wuchs meine Begeisterung.  Schon lange habe ich nicht mehr so ein gutes Paper gelesen wie dieses. Eines das geistreich ist, mit Humor geschrieben und das einen nicht nur mit dem Eindruck zurück lässt, etwas gelernt zu haben, sondern auch zum Nachdenken anregt. Denn auch wenn es anfangs merkwürdig erscheint. <em>Karl Marx and the Blockchain</em> ist tatsächlich etwas, über das sich nachzudenken lohnt. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://arxiv.org/pdf/2007.13346.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="669" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/07/Karl-Marx-and-the-Blockchain-3.png" alt="Karl Marx and the Blockchain 3" class="wp-image-16463" title="&quot;Karl Marx and the Blockchain&quot; ist das Paper des Jahres (kein Witz!) 5" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/07/Karl-Marx-and-the-Blockchain-3.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/07/Karl-Marx-and-the-Blockchain-3-213x300.png 213w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption>Klicken öffnet das Paper</figcaption></figure>



<p>Vor allem da die Autoren <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="https://www.strath.ac.uk/staff/basudevrajdr/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Devraj Basu</a> <em>(Senior Lecturer, Accounting and Finance)</em>  und <a aria-label="undefined (opens in a new tab)" href="http://gabbay.org.uk/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Murdoch J. Gabbay</a> (&#8222;<em>Expert in formal methods, programming, technical communication</em>&#8222;) letztlich dieser außerordentlich wichtigen Frage nachgehen, auf die es bisher noch kaum eine gute Antwort gibt: </p>



<p>Warum hat das Thema &#8222;<em>Blockchain</em>&#8220; eigentlich auch nach Jahren immer noch so sehr Konjunktur, wenn es auf der einen Seite zwar durchaus einige <em>&#8222;potential use cases&#8220;</em> gibt, es auf der anderen aber nach wie vor keinen einzigen <em>&#8222;proven use case&#8220;</em>? Außer eben einer Kryptowährung wie Bitcoin.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die vergangenen 75 Jahre aus Marx&#8216; Perspektive</h6>



<p>Für ihre Antwort argumentieren sie dann folgendermaßen: Arbeit und Kapital sind in den vergangenen 75 Jahren (ganz im Marx&#8217;schen Sinne) vollkommen aus dem Gleichgewicht geraten. In der Nachkriegszeit bis zur Ära Thatcher/Reagen sei zunächst Arbeit der dominierende Faktor gewesen. Dann sei das Verhältnis zugunsten von Kapital gekippt und immer weiter aus dem Ruder gelaufen. Weil Arbeit und Kapital sich aber gegenseitig bedingen, war die Krise 2008 dann das unvermeidliche Ergebnis eines immer übermächtigeren Kapitals. (&#8222;&#8230; <em>Capital had run out of ways to earn real returns, and so it invented imaginary ones.</em>&#8222;)</p>



<p>Das große Problem ist nun, dass dieses System in Schieflage (siehe Marx und die Realität) von sich aus nicht fähig ist, sich selbst wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Weswegen wir uns nun schon seit mehr als einer Dekade in einer sich immer weiter verschärfenden Dauerkrise befinden. </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Eine These, die u.a. gestützt wird durch die seit Jahren fruchtlose Null- und Negativ-Zinspolitik der Notenbanken und die sich aktuell auch (massiv verstärkt durch die Coronakrise) eindrucksvoll am Missverhältnis des US-Aktienmarkts zu den Arbeitslosenzahlen in den Vereinigten Staaten ablesen lässt. Beides derzeit bekanntlich spektakulär auf Allzeithoch. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Aber was hat &#8222;Blockchain&#8220; nun damit zu tun?</h6>



<p>Auf der Suche nach einer (Er-)Lösung aus dieser verfahrenen Krise kommt dem Thema <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> nun eine besondere Bedeutung zu. Denn im Gegensatz zu den nostalgischen Versuchen, diese rückwärtsgewandt irgendwo in der Vergangenheit zu suchen, stehe <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> für eine Vision die einerseits auf die Zukunft ausgerichtet sei, andererseits aber &#8211; siehe den Erfolg von Bitcoin &#8211; eben auch nicht vollkommen utopisch erscheint.</p>



<p><em>&#8222;It is now important to appreciate that blockchain is not just any old technoutopian escapist fantasy. It is also a concrete technology, with specific technical qualities, which make certain promises, not all of which are unreasonable</em>.&#8220; </p>



<p>Mit anderen Worten: <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> ist ein Begriff, der deswegen Dauer-Konjunktur hat, weil er in der Krise die große Hoffnung auf eine bessere Zukunft zu vermitteln vermag. Einer besseren Zukunft in Reichweite! Denn mit Bitcoin ist der erste Schritt dahin ja schon gemacht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das große Aber</h6>



<p>Doch kommt nun der Teil, den ich für den stärksten des Papers halte, weil er auf den Punkt bringt, was bisher niemand so ausgesprochen hat, obwohl es eigentlich naheliegend ist. Der Grund, warum uns <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> nämlich bisher noch nicht gerettet hat und warum es auch noch dauern wird, falls es jemals dazu kommen sollte. </p>



<p><em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> sei nämlich nicht einfach nur eine Technologie (weswegen man es auch nicht ohne Weiteres mit <em>AI</em> und anderen Technologie-Trends vergleichen könne) und ein Geschäftsmodell darauf aufzubauen sei nicht annähernd so einfach wie bspw. auf dem Kerngeschäft von <em>Facebook</em> (<em>&#8222;Facebook is fundamentally based on a labelled graph. The mathematical notion of graph is a first-year undergraduate topic: it is not hard.&#8220;</em>), <em>Google</em> (<em>&#8222;The Google pagerank algorithm is, fundamentally, an advanced undergraduate project or perhaps early-stage PhD.&#8220;</em>),<em> Amazon</em> (<em>&#8222;&#8230; is ‘just’ a database&#8220;</em>) oder <em>Microsoft </em>(<em>&#8222;MS-Dos, Windows, and MS Word are fairly simple programs&#8220;</em>). </p>



<p>Natürlich beruhe der Erfolg diese Unternehmen auf sehr viel mehr und solle nicht unterschätzt werden, aber all das käme ja auch noch hinzu, wenn man ein erfolgreiches Business mit dem Kerngeschäft <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> aufbauen wollte. Denn <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> ist nicht einfach &#8222;nur&#8220; eine Software oder neue Technologie. Angesichts des Aufwands, dem Anspruch und der Komplexität sei es vielmehr eine Raketenwissenschaft.</p>



<p>&#8222;<em>Blockchain in its infancy is more like Airbus than Amazon. To start a revenue stream based on DLT requires expertise, research, and special management which simply has not yet been assembled in the sector. Consider that a company wishing to generate a revenue stream from a cryptocurrency product must commit to solving mathematical problems that are:<br>– fundamentally hard,<br>– in a safety-critical context,<br>– for consumer use.&#8220;</em></p>



<p>Oder einfacher gesagt: Die große <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em>-Revolution wird eher nicht in einer Garage stattfinden. Denn:</p>



<p>&#8222;<em>Part of the difficulty is that this requires specialised programmers and mathematicians to invent and implement a new body of mathematics, but also, it requires processes and qualified managers who do not exist yet because the field has not matured; potential regulatory changes to provide a legal framework into which users can escape if and when things go wrong (because they always do); and a programme of public education to educate a population who (as a general body) may still be storing their PaS5w0rds on post-it notes stuck to the monitor.&#8220;</em></p>



<h6 class="wp-block-heading">Wie könnte eine &#8222;Blockchain&#8220;-Zukunft aussehen?</h6>



<p>Ob die erhoffte &#8222;<em>Blockchain&#8220;</em>-Lösung jemals kommen wird, sei angesichts dieser Voraussetzungen jedoch ungewiss. Auch die Autoren geben nur eine eher vorsichtige Prognose ab: </p>



<p><em>&#8222;Based on the analysis above, we would like to offer a prediction, just for the sake of argument.<br>The killer apps and real impact of blockchain will not appear first as front-end consumer applications. They will appear in backend applications, developed by large institutions (banks, or logistics companies, or large tech companies) for internal use or for use with their institutional peers. These will be organisations with deep pockets and long experience of managing extreme complexity, who can afford to engage (and if necessary to create) a small army of highly-specialised programmers, lawyers, computer scientists, and mathematicians to develop a product that requires a PhD just to switch it on safely.&#8220;</em></p>



<p>Mit dieser Vorhersage, wagen sich die Autoren insofern nicht auf sonderlich dünnes Eis, weil es letztlich gar keine ist. Sie beschreiben viel eher die Ereignisse der Gegenwart, in der Unternehmen wie <em>IBM</em>, <em>Antchain</em>, multinationale Bankenkonsortien und viele mehr ja schon seit Jahren nach <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em>-Lösungen suchen. Bisher jedoch ohne bahnbrechenden Erfolg. Die große Frage ist daher eher: Werden sie es jemals?</p>



<p>Diese Frage bleibt vorerst zwar offen. Aber wer <em>Karl Marx and the Blockchain</em> gelesen hat &#8211; ein Paper voll kluger Gedanken, pointierten Formulierungen und grandiosen Fußnoten &#8211; wird anders über sie und das Thema <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> im Allgemeinen denken als zuvor. Dessen bin ich mir sicher.  </p>
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		<title>Was wurde aus dem Journalismus &#8222;&#8230; but with BLOCKCHAIN!&#8220;?</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/11/11/was-wurde-aus-dem-journalismus-but-with-blockchain/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 11 Nov 2019 15:19:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Im Auftrag]]></category>
		<category><![CDATA[Radio & Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Radiotipp]]></category>
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					<description><![CDATA[Am Samstag war ich bei Breitband zu Gast (Direktlink zur mp3, ab Minute 26:35), um darüber zu berichten, wie &#8222;Blockchain&#8220; die Welt verändert. Oder genauer: Wie &#8222;Blockchain&#8220; die Welt eben nicht verändert. Konkret ging es um das Beispiel Journalismus. Denn auch der Journalismus sollte mal dank &#8222;Blockchain&#8220; vor Zensur, Fake News, Vetrauensverlust und Finanzierungsschwierigkeiten gerettet [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Am Samstag war ich bei <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Breitband (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/breitband-sendungsueberblick-russland-streicht-das-inter.1264.de.html?dram:article_id=462990" target="_blank">Breitband</a></em> zu Gast (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Direktlink zur mp3 (öffnet in neuem Tab)" href="https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2019/11/09/digitiale_geopolitik_blockchain_im_journalismus_app_drk_20191109_1305_cf5c9475.mp3" target="_blank"><em>Direktlink zur mp3</em></a><em>, ab Minute 26:35</em>), um darüber zu berichten, wie &#8222;Blockchain&#8220; die Welt verändert. Oder genauer: Wie &#8222;Blockchain&#8220; die Welt eben nicht verändert.</p>



<p>Konkret ging es um das Beispiel Journalismus. Denn auch der Journalismus sollte mal dank &#8222;Blockchain&#8220; vor Zensur, Fake News, Vetrauensverlust und Finanzierungsschwierigkeiten gerettet werden. Zumindest wurden mit diesen Argumenten einst allerlei kryptische Krypto-Token auf den Markt geworfen.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Was ist vom &#8222;Blockchain&#8220;-Hype geblieben?</h6>



<p>Doch was ist jetzt, Jahre später, daraus geworden? Nicht viel, wenn man ehrlich ist. Genau wie bei eigentlich allen anderen großen &#8222;&#8230; but with BLOCKCHAIN!&#8220;-Projekten.</p>



<p>Darum ist es wichtig, dranzubleiben und immer wieder mal nachzufragen, was denn nun eigentlich konkret aus all den Schöne-Neue-Blockchainwelt-Versprechen geworden ist, die früher so toll beworben wurden?</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Mehr kritische Blockchain-Berichterstattung, bitte!</h6>



<p>Dass <em>Breitband</em> da offensichtlich eine der wenigen Redaktionen im deutschsprachigen Raum ist, die sich eine Blockchain-kritische Berichterstattung trauen, kann man dem Team gar nicht hoch genug anrechnen.</p>



<p>Erst recht, wenn man bedenkt, welchen anstrengenden Shizzle man danach mit <em>&#8222;Blockchain SV&#8220;</em>-Trollen hat, die vor lauter Getriggertsein im Beitrag offensichtlich nicht zugehört haben.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Es gibt noch sehr viel mehr zu sagen</h6>



<p>Einziger echter Kritikpunkt ist natürlich, dass man noch sehr viel mehr hätte berichten können, aber fünf Minuten sind eben nur fünf Minuten.</p>



<p>Wer sich für das Thema interessiert: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Janine (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/J9Roem/status/1049786370342957057" target="_blank">Janine</a> hat auf der <em>The Lightning Conference</em> im Oktober dazu einen sehr interessanten Talk (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Slides (öffnet in neuem Tab)" href="https://einzelgaengerinmotte.files.wordpress.com/2019/10/lightning-talk-final-draft.pdf" target="_blank"><em>Slides</em></a> / <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Talk Notes (öffnet in neuem Tab)" href="https://einzelgaengerinmotte.files.wordpress.com/2019/10/lightning-talk-notes.pdf" target="_blank"><em>Talk Notes</em></a>) gehalten.</p>



<p><em>Bild:&nbsp;<span class="removed_link" title="https://secure.flickr.com/photos/90536753@N00/9104380056/in/photolist-eSwjZW-4DBtY5-Dz9AX-68Aupt-7jNJWN-6xnkXd-aXGqoM-dBYRBY-98KQDJ-89ppMV-8Cu2aC-54mfjY-br7Bn2-6h7Dkt-drweNz-63WXzK-dmxMse-4RbWWH-fdsm6q-bA7XPm-5L5WC-7WCdcf-4QUShp-ddYP4J-5B74jS-cse3z9-6SQun9-dgDdMm-8UGQ6H-dT9GAg-ddYPqq-6Fb1Qq-cLmrFY-dxjN95-dxjNah-nZwTo-8E6CFF-5qrG6x-6qdnZe-cse3vq-84ChM3-6qhw5b-eeMhQv-4HuTNQ-auQo6q-fjhAd-3Z6vN-9KPTxL-4ZFmh3-5WqQRg-bxFgRD">„Classic old radio 1960s or 70s style“</span>&nbsp;Flickr-User&nbsp;<span class="removed_link" title="https://secure.flickr.com/photos/theslowlane/">theslowlane</span>&nbsp;(<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/deed.en" target="_blank" rel="noreferrer noopener">CC BY 2.0</a>)</em></p>
]]></content:encoded>
					
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		<title>Happy 600.000 Blöcke, Bitcoin!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Oct 2019 09:45:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
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					<description><![CDATA[Heute Nacht ist es soweit. In weniger als 90 Blöcken wird Bitcoin 600.000 Blöcke alt und wer sich schon ein bisschen länger mit dem Thema beschäftigt, weiß, dass man die Bitcoin-Zeit nicht kalendarisch misst, sondern in Blöcken. Daher ist das ein Jubiläum. Zumindest für Nerds. Daher: Whoop, whoop! Mit dem 600.000 Block wird auch der [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Heute Nacht ist es soweit. In weniger als 90 Blöcken wird Bitcoin 600.000 Blöcke alt und wer sich schon ein bisschen länger mit dem Thema beschäftigt, weiß, dass man die Bitcoin-Zeit nicht kalendarisch misst, sondern in Blöcken. Daher ist das ein Jubiläum. Zumindest für Nerds. Daher: <em>Whoop, whoop!</em></p>



<div style="width:100%;height:0;padding-bottom:55%;position:relative;"></div><p></p>



<p>Mit dem 600.000 Block wird auch der 18 Millionste Bitcoin erzeugt werden, was bedeutet, dass damit mehr als 85 Prozent aller jemals verfügbaren Bitcoins in Umlauf sein werden.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Blockzeit ist eine eigene Zeit</h6>



<p>Interessant ist: Wir erreichen diesen Punkt deutlich früher als geplant. Denn eigentlich kommen Blöcke im Schnitt alle zehn Minuten. Aber sie kommen eben nur theoretisch alle zehn Minuten. In der Praxis kommen sie etwas schneller. Bei der aktuellen Blockzahl müsste die Blockchain nämlich schon rund elfeinhalb Jahre laufen. Seit dem Genesis-Block Januar 2009 sind aber erst 10 Jahre und knappe 10 Monate vergangen.</p>



<p>Diese Differenz liegt an der <em>Difficulty</em>, also der Schwierigkeit beim Mining einen gültigen Hash zu finden. Die <em>Difficulty</em> soll dafür sorgen, dass durchschnittlich alle zehn Minuten ein neuer Block gefunden wird. Unabhängig davon, mit wie viel Rechenleistung das gerade versucht wird. Das Prinzip: je mehr Leistung, desto schwerer wird es. Je weniger, desto leichter. Eigentlich ganz einfach.</p>



<p>Allerdings wird die Schwierigkeit bei Bitcoin nur alle 2016 Blöcke, also ca. alle zwei Wochen, angepasst. Das bedeutet, dass wenn bis dahin gerade sehr viel Hashing-Power im Netzwerk ist, die Blöcke eben tendenziell immer etwas schneller kommen. Und da die Hashrate von Bitcoin über die Jahre unterm Strich beachtlich gestiegen ist, war die meiste Zeit etwas &#8222;zu viel&#8220; Leistung im Netzwerk und in der Praxis haben wir eine durchschnittliche Blockzeit von weniger als zehn Minuten.</p>



<p>Bedeutet also, dass man im Schnitt auch etwas weniger als zehn Minuten für die erste Bestätigung einer Bitcointransaktion warten muss. </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Bedeutet aber nicht, dass das immer so ist. Erst neulich gab es wieder einen krassen statistischen Ausreißer-Block, der fast zwei Stunden(!) auf sich warten ließ (vgl. <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Block #597272 (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.blockchain.com/btc/block-height/597272" target="_blank">Block #597272</a> und <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Block #597273 (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.blockchain.com/btc/block-height/597273" target="_blank">Block #597273</a>). Eine der ganz seltenen echten Block-Diven.</p>



<div style="width:100%;height:0;padding-bottom:88%;position:relative;"></div><p></p>



<h6 class="wp-block-heading">How high is the Blockchain?</h6>



<p>Interessant ist es auch, sich anlässlich des runden Blockjubiläums mal über die korrekte Beschreibung der Blockchain Gedanken zu machen. Die ist nämlich gar nicht so intuitiv., wie viele denken. Das zeigte auch meine spontane, nicht-repräsentative <em>Twitter</em>-Umfrage neulich.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Denn obwohl es natürlich irgendwie naheliegt, dass eine Kette &#8222;lang&#8220; ist, spricht man bei den Blöcken der Blockchain jedoch von der Blockhöhe. Die Blöcke bauen nämlich aufeinander auf. Wegen mir muss man da aber nicht pingelig sein. Die Blockchain als 600.000 Blöcke lang zu bezeichnen, finde ich im Sinne der besseren Verständlichkeit auch vollkommen okay.</p>



<p>Das Blockgewicht spielt übrigens erst seit der Aktivierung von <em>Segwit</em> eine Rolle bei der Größenbezeichnung einzelner Blöcke. Man findet die Angabe des <em>Block Weight</em> daher in einigen Blockexplorern ebenso wie die <em>Block Height</em>.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Denen, die aber meinten, die Blockchain sei &#8222;breit&#8220;, saß vermutlich der Schalk im Nacken. Oder aber es handelt sich hierbei um einen genialen metaphorischen Dreh. Denn wenn man fragt <em>&#8222;How high is the Blockchain?&#8220;</em> schlägt man ja durchaus den Bogen zur richtigen Antwort und hat ganz nebenbei auch den einzigen Titel für ein &#8222;Blockchain&#8220;-Buch, das ich tatsächlich noch lesen wollen würde.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Block 600.000 &#8211; Wo noch nie jemand zuvor gewesen ist</h6>



<p>Doch genug geschlaumeiert. Kommen wir zum praktischen Teil. Wer die geometrische Erscheinung der Blockchain nämlich abschließend selbst erkunden will, für den habe ich noch <a rel="noreferrer noopener" aria-label="diesen traumhaften Echtzeit 3D-Blockexplorer (öffnet in neuem Tab)" href="https://symphony.iohk.io/" target="_blank">diesen traumhaften Echtzeit 3D-Blockexplorer</a> von Scott Darby im Angebot, der jedes Science Fiction-Herz höher schlagen lässt. </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Im Zentrum liegt der Mempool, um den sich alles dreht und um den auch die Blockchain Block für Block wächst. Transaktionen fliegen durch den Raum und werden in die kristallartige Baumstruktur der jeweiligen Blöcke eingarbeitet. Jede Transaktion bildet je nach Größe eine eigene Struktur, die sich beim freien Umherfliegen erkunden lässt.</p>



<p>Kurzum: Dieser Blockexplorer weckt bei mir die Vorfreude auf die kommende <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="The Expanse (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.verdammtguterkuchen.de/fltdpod/2019/02/20/expanse" target="_blank">The Expanse</a></em>-Staffel und ist gleichzeitig das beste Mittel sich die Zeit bis dahin mit Bitcoin-Nerd-Stuff zu vertreiben. Und das Beste ist: Da man im Raum nicht weiß, wo oben und unten ist, ist es auch egal, ob die Blockchain nun lang, hoch oder breit ist. </p>
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			</item>
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		<title>Facebook stellt Libra vor und alle so &#8222;Meh!&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2019 13:52:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Libra]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer die vergangenen Tage und insbesondere gestern im Netz unterwegs war, kam an diesem Thema nicht vorbei. Facebook hat seine langerwarteten Pläne einer &#8222;blockchainbasierten Kryptowährung&#8220; vorgestellt. Libra-Website Libra-Whitepaper (englisch) Libra-Whitepaper (deutsch) Calibra Website (Facebooks hauseigenes Libra-Engagement) Das Thema war deswegen so heiß, weil es einerseits um Facebook mit seiner enormen Marktmacht und Reichweite geht, die [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wer die vergangenen Tage und insbesondere gestern im Netz unterwegs war, kam an diesem Thema nicht vorbei. <em>Facebook</em> hat seine langerwarteten Pläne einer &#8222;blockchainbasierten Kryptowährung&#8220; vorgestellt.</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Website (öffnet in neuem Tab)" href="https://libra.org/en-US/" target="_blank">Libra</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Website (öffnet in neuem Tab)" href="https://libra.org/en-US/" target="_blank">-Website</a></li><li><em><span class="removed_link" title="https://libra.org/en-US/white-paper/">Libra</span></em><span class="removed_link" title="https://libra.org/en-US/white-paper/">-Whitepaper</span> (englisch)</li><li><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Whitepaper (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.dropbox.com/sh/t6qoqpzpscf69hc/AABPUGQ59vvRDfcsSXi71DjBa/German/07_White%20Paper" target="_blank">Libra</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Whitepaper (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.dropbox.com/sh/t6qoqpzpscf69hc/AABPUGQ59vvRDfcsSXi71DjBa/German/07_White%20Paper" target="_blank">-Whitepaper</a> (deutsch)</li><li><em><a href="https://calibra.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Calibra Website (öffnet in neuem Tab)">Calibra</a></em><a href="https://calibra.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Calibra Website (öffnet in neuem Tab)"> Website</a> (<em>Facebooks</em> hauseigenes<em> Libra</em>-Engagement) </li></ul>



<p>Das Thema war deswegen so heiß, weil es einerseits um <em>Facebook</em> mit seiner enormen Marktmacht und Reichweite geht, die durch die hinzugezogenen Partner (<em>Visa, Paypal, Uber</em>, <em>Spotify</em> etc.) noch einmal potenziert wird. Gleichzeitig reitet <em>Facebook</em> perfekt die mystische &#8222;Blockchain&#8220;-Welle und setzt sich mit seiner Krypto-Fiat-Chimäre <em>Libra</em> genau an die ohnehin umkämpfte und vielbeachtete Schnittstelle zwischen Old-School-Finanzsystem und Bitcoin. </p>



<h6 class="wp-block-heading"> <strong>Facebook so: Libra!</strong></h6>



<p>Eine für Facebook perfekte Ausgangslage für Aufmerksamkeit, denn damit triggerte es alle &#8211; von Bloggern über Fachmedien bis hin zu den Massenmedien. Sowohl im Bitcoin- und Blockchain- als auch im Nicht-Bitcoin- und Blockchain-Bereich. Folglich gibt es kaum ein Medium, das bisher nicht über den geplanten <em>Facebookcoin</em> berichtet hat, obwohl &#8211; und das ist an dieser Stelle wichtig zu betonen &#8211; gestern letztlich ja nicht viel mehr als Ideen vorgestellt, Pläne offen gelegt und Absichten erklärt wurden. Der eigentliche <em>Libra</em>-Start ist erst für kommendes Jahr vorgesehen, falls bis dahin alles läuft wie geplant.</p>



<p>Dass das Medieninteresse aber dennoch so groß ist, zeigt, dass <em>Facebook</em> eigentlich alles richtig gemacht hat. Man hat es geschafft, im Vorfeld auf allen Seiten enorme Spannung und Erwartungen zu wecken. Besser hätte man die Klaviatur der medialen Aufmerksamkeitserzeugung wohl nicht spielen können. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Alle so: Meh!</h6>



<p>Und doch bezweifle ich, dass man mit der Resonanz auf <em>Libra</em> bei <em>Facebook</em> zufrieden sein wird. Denn die hohen Erwartungen wurden offensichtlich mehrheitlich enttäuscht. Anstatt sich von <em>Facebooks</em> Euphorie anstecken zu lassen und Geschichten der unausweichlichen Disruption der Finanzbranche oder der globalen Revolution des Bezahlens zu erzählen, waren die Reaktionen eher verhalten. Müsste man sie zusammenfassen, lägen sie wohl irgendwo zwischen &#8222;Tja!&#8220;, &#8222;Abwarten!&#8220; und &#8222;Meh!&#8220;.</p>



<p>Wobei das aber auch nicht überrascht, denn <em>Facebook</em> hat gestern wirklich keinen großen Wurf abgeliefert. Das <em>Libra</em>-Whitepaper liest sich wie ein Destillat aus 1001 bereits gescheiterten Altcoin- und Token-Whitepapern und zeigt, dass man bei <em>Facebook</em> zwar ziemlich gut verstanden hat, welche Faktoren Bitcoin so erfolgreich machen. Dass man gleichzeitig allerdings keinen richtigen Plan hat, wie man diesen Erfolg im Kontext des<em> Libra</em>-Netzwerks erfolgreich replizieren kann. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Zwischen Phrasen, Visionen und Wunschvorstellungen</h6>



<p>Anders lassen sich die vielen Ungereimtheiten und noch offenen Fragen nicht erklären. Zum Beispiel, wie es gelingen soll Performanz (<em>&#8222;Milliarden Konten&#8220;</em>, <em>&#8222;hoher Transaktionsdurchsatz&#8220;</em>) mit Geschwindigkeit (<em>&#8222;geringe Latenz&#8220;</em>) und Größe (<em>&#8222;effizientes Speichersystem mit hoher Kapazität&#8220;</em>) zu verbinden und gleichzeitig noch mit <em>&#8222;Sicherheit&#8220;</em>, <em>&#8222;Dezentralität&#8220;</em> und <em>&#8222;Flexibilität&#8220;</em> unter einen Hut zu bringen. </p>



<p>Jeder, der den Grundkurs <em>&#8222;Blockchain für Anfänger&#8220;</em> besucht hat, weiß, dass man aus diesem Set nur einige Faktoren haben kann, nicht aber alle. Einige schließen sich gegenseitig aus. Wäre dem nicht so, hätten wir nämlich schon längst jede Menge dieser eierlegenden Wollmilchblockchains und man würde bei Bitcoin, Ethereum und Co. nicht seit Jahren über die Herausforderung der Skalierung debattieren.</p>



<p>Aber <em>Facebook</em> steht offensichtlich über diesem Problem und behauptet frech, so eine Wunder-Blockchain trotzdem bauen zu wollen. Dieser Bluff ist aber selbst für Nicht-Experten leicht zu durchschauen. Denn warum sollte <em>Facebook</em> nun genau das schaffen, woran die besten Forscher und erfahrensten Entwickler sich seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißen? Die vielen Datenskandale der letzten Monate deuten jedenfalls nicht darauf hin, dass man bei <em>Facebook</em> Zugriff auf technische Kompetenz hat, die in den für den Erfolg von <em>Libra</em> wichtigsten Kernbereichen ihresgleichen sucht. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Auch der Bitcoin-Kurs reagiert gelassen</h6>



<p>Insgesamt bleibt das Whitepaper auf viele zentrale Fragen Antworten schuldig.  Das ist enttäuschend. So enttäuschend, dass auch das von vielen erwartete <em>&#8222;Sell the news!&#8220;</em>-Event bei Bitcoin ausblieb. Der Kurs blieb vergleichsweise stabil oberhalb der 9000 US-Dollar-Marke. Echte News hatte <em>Facebook</em> gestern aber auch nicht im Angebot.</p>



<p>Trotzdem muss man an dieser Stelle aber auch noch einmal darauf hinweisen, dass <em>Libra</em>-Drops damit noch nicht gelutscht ist. Noch steht das Projekt schließlich ganz am Anfang und es bleibt erst noch abzuwarten, wie <em>Facebook</em> et al. die eigene Roadmap und die damit verbundenen Erwartungen einhalten werden. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Schicksal von &#8222;Blockchain&#8220; hängt nun an Libra </h6>



<p>Fest steht aber schon jetzt, dass Libra das mit Abstand größte und bedeutenste &#8222;Blockchain&#8220;-Projekt aller Zeiten ist. Die Zukunft des &#8222;Blockchain&#8220;-Mythos hängt damit fortan vor allem vom Erfolg des <em>Libra</em>-Konsortiums ab. Denn scheitern sogar die größten und einflussreichsten Unternehmen der Welt damit, ihre Traum-Blockchain zu bauen, wird es fortan auch für alle anderen Projekte nahezu unmöglich ihre jeweiligen &#8222;Blockchain&#8220;-Visionen zu verkaufen. </p>



<p>Gelingt es dagegen, den <em>Libra</em> in einer erwähnenswerten Weise zu etablieren (und davon ist auszugehen, wenn wahrscheinlich auch mit viel weniger &#8222;Blockchain&#8220; und Dezentralität als bisher versprochen), ist das ein großer Schritt. Denn ein Großteil der Menschheit wird sich an den Umgang mit einer neuen Form digitaler Zahlungsmittel gewöhnen. </p>



<p>Für Bitcoin haben also beide Varianten Vorteile. Entweder versinkt der &#8222;Blockchain&#8220;-Hype mit<em> Libra</em> in der Bedeutungslosigkeit oder die Kluft zwischen Bitcoin und der Art wie Menschen im Alltag Geld kennen und nutzen wird dank <em>Facebooks </em>neuer Kryptowährung kleiner.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Honigdachs #36 &#8211; Teil 2 &#8211; Ask me anything!</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/03/24/honigdachs-36-teil-2-ask-me-anything/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2019 20:21:11 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Sonderfolge haben wir live vor Publikum vor Ort und im Stream aufgenommen. Im zweiten Teil beantworten und diskutieren wir Zuschauerfragen.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Hier also nun der zweite Teil unserer Honigdachs-Sonderfolge, die wir in Kooperation mit dem <em><a href="https://www.youtube.com/cryptomonday" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="CryptoMonday (öffnet in neuem Tab)">CryptoMonday</a></em> am 18.3. live vor Publikum aufgezeichnet haben.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="672" height="372" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/03/Honigdachs-cryptomonday.jpg" alt="Honigdachs cryptomonday" class="wp-image-14672" title="Honigdachs #36 - Teil 2 - Ask me anything! 6" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/03/Honigdachs-cryptomonday.jpg 672w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/03/Honigdachs-cryptomonday-300x166.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 672px) 100vw, 672px" /></figure>



<h6 class="wp-block-heading"> <br><strong>Honigdachs #36 &#8211; Teil 2 &#8211; Ask me anything!</strong></h6>



<p>Im ersten Teil &#8211; <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/03/24/honigdachs-36-teil-1-was-kommt-nach-blockchain-4-0/" target="_blank">den man hier hören kann</a> &#8211; haben wir über die Frage diskutiert, was nach Blockchain 4.0 kommt. Im zweiten Teil des Abends, dem folgenden Podcast, ist nun das <em>Ask me anything </em>zu hören, also eine knappe Stunde lang Fragen von den Zuschauern.</p>



<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/podcast/honigdachs_36b_cryptomonday_ask_me_anything.mp3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Viel Spaß beim Hören!</a></p>



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</div>
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			</item>
		<item>
		<title>Honigdachs #36 &#8211; Teil 1 &#8211; Was kommt nach Blockchain 4.0?</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/03/24/honigdachs-36-teil-1-was-kommt-nach-blockchain-4-0/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 24 Mar 2019 20:20:27 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
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					<description><![CDATA[Diese Sonderfolge haben wir live vor Publikum vor Ort und im Stream aufgenommen. In der ersten Hälfte diskutieren wir über die Frage, was nach „Blockchain 4.0“ kommt.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die 36. Folge <em><a href="http://coinspondent.de/news-nachrichten/bitcoin-podcasts/honigdachs-der-bitcoin-podcast-aus-leipzig/">Honigdachs</a></em> ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim <span class="removed_link" title="http://coinspondent.de/bitcoin-recherche/regelmaessige-bitcoin-treffen/#Leipzig_8211_Bitcoin">Leipziger Bitcoin-Stammtisch</span> über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist. Hören und abonnieren kann man den Podcast über <a rel="noreferrer noopener" href="https://itunes.apple.com/de/podcast/honigdachs-the-coinspondent/id1099608079" target="_blank"><em>iTunes</em></a><em>,&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://www.stitcher.com/podcast/the-coinspondent/honigdachs-der-bitcoinpodcast" target="_blank">Stitcher</a>,&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://tunein.com/podcasts/Technology-Podcasts/Honigdachs---Der-Bitcoin-Podcast-p1207504/" target="_blank">TuneIn</a></em>,&nbsp;<a rel="noreferrer noopener" href="https://open.spotify.com/show/7yyZ1NgLOx4hGaQBTEETKr?si=ChMKb4HQR9mi014uZWmFIw" target="_blank"><em>Spotify</em></a>&nbsp;oder<a rel="noreferrer noopener" href="http://coinspondent.de/category/podcast/honigdachs/feed/" target="_blank">&nbsp;ganz klassisch per RSS-Feed.</a> </p>



<h6 class="wp-block-heading">Honigdachs #36 &#8211; Teil 1 &#8211; Was kommt nach Blockchain 4.0?</h6>



<p>Vergangenen Montag gab es eine besondere Kooperation. Im Rahmen des <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="CryptoMonday (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.youtube.com/cryptomonday" target="_blank">CryptoMonday</a></em> haben wir eine Honigdachs-Folge live vor Publikum aufgezeichnet. Dabei haben wir erst zu dritt über die Frage gesprochen, was denn eigentlich nach Blockchain 4.0 kommt (<a rel="noreferrer noopener" aria-label="Hyper, Hyper! (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.youtube.com/watch?v=aoXOdAUD7IM" target="_blank"><em>Hyper, Hyper!</em></a>) und danach gab es ein <em>AMA (Ask me anything)</em>, also eine Fragerunde in der uns sowohl das Publikum vor Ort als auch die Leute im Stream Fragen schicken konnten. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="672" height="372" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/03/Honigdachs-cryptomonday.jpg" alt="Honigdachs cryptomonday" class="wp-image-14672" title="Honigdachs #36 - Teil 1 - Was kommt nach Blockchain 4.0? 7" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/03/Honigdachs-cryptomonday.jpg 672w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/03/Honigdachs-cryptomonday-300x166.jpg 300w" sizes="auto, (max-width: 672px) 100vw, 672px" /></figure>



<p>Da dieses Event abendfüllende zwei Stunden lang lief, haben wir den dabei entstandenen Podcast-Mitschnitt aufgeteilt. In diesem Post gibt es mit der Podcastfolge #36a die erste Hälfte zu hören, die Fragerunde wird zeitgleich <a href="http://coinspondent.de/2019/03/24/honigdachs-36-teil-2-ask-me-anything/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">in einem zweiten Post als Folge #36b online gehen</a>.</p>



<h6 class="wp-block-heading"> Lasst uns gerne häufiger diskutieren!</h6>



<p>Insgesamt war das ein sehr schöner und erfolgreicher Abend. Vor Ort und im Stream hatten wir zusammen um die 100 bis 120 Zuschauer (und hoffentlich auch einige Zuschauerinnen). Einige sind an dem Abend sogar extra von weit her angereist, um live dabei zu sein. Das ehrt uns natürlich besonders.</p>



<p>Auch die Technik lief &#8211; was bei so einem Vor-Ort-Plus-Livestream-Event keine Selbstverständlichkeit ist. Für die durchwachsene Tonqualität können wir in dem Fall nichts. Das ging mit der vorhandenen Technik an diesem Abend nicht anders zu lösen. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Beim nächsten Mal wird alles besser!</h6>



<p>Aber vielleicht beim nächsten Mal! Denn insbesondere der interaktive Frage-und-Antwort-Teil ist sehr gut angekommen und hat auch uns großen Spaß gemacht. Außerdem war das Format auch für uns auch eine Art Testballon, bei dem wir viel gelernt haben und nun all die Stellschrauben kennen, um es beim nächsten Mal noch besser zu machen. </p>



<p>Hier nun also erst einmal der Erste Teil des Abends, den man sich auch <a rel="noreferrer noopener" aria-label="als Video sehen kann (öffnet in neuem Tab)" href="https://youtu.be/VUCQLY3ftUg" target="_blank">als Video sehen kann</a>. Da die Aufnahmen allerdings etwas hakelig sind, empfehle ich aber doch die Audio-Variante. </p>



<p><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/podcast/honigdachs_36a_cryptomonday_blockchain_4-0.mp3" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Viel Spaß beim Hören!</a></p>



<div class="wp-block-group alignwide has-global-padding is-layout-constrained wp-container-core-group-is-layout-db9edeb8 wp-block-group-is-layout-constrained">

</div>



<p>Auf jeden Fall aber noch einmal großen Dank an alle, die diesen Abend überhaupt ermöglicht haben! Insbesondere Matthias (und Nadja).</p>



<p>Die Shownotes gibt&#8217;s wie immer nach dem Klick und zum zweiten Teil <a href="http://coinspondent.de/2019/03/24/honigdachs-36-teil-2-ask-me-anything/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label=" (öffnet in neuem Tab)">geht es hier</a>.</p>



<span id="more-14700"></span>



<h6 class="wp-block-heading">&#8222;Timechain&#8220; statt &#8222;Blockchain&#8220;-Thread</h6>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li><span class="removed_link" title="https://www.coingecko.com/en">coingecko.com</span></li>



<li><em>Coindesk &#8211; </em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Citi Has Scrapped Its Plan for a JPM Coin-Like Bank-Backed Cryptocurrency (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.coindesk.com/citi-scraps-its-plan-for-a-jpm-coin-like-bank-backed-cryptocurrency" target="_blank"><em>Citi Has Scrapped Its Plan for a JPM Coin-Like Bank-Backed Cryptocurrency</em></a></li>



<li> <span class="removed_link" title="https://bircoin.top/">bircoin.top</span> </li>
</ul>



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</div></figure>



<ul class="wp-block-list">
<li><span class="removed_link" title="https://huntercoin.org/">huntercoin.org</span></li>



<li><em>CryptoKitties</em>. Oder: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Die Gamifizierung der Blockchain (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/hype-um-cryptokitties-die-gamifizierung-der-blockchain.1264.de.html?dram:article_id=424579" target="_blank">Die Gamifizierung der Blockchain</a> &#8211; <em>Deutschlandfunk Kultur</em></li>



<li><em>35C3</em> &#8211; <a rel="noreferrer noopener" aria-label="All Your Gesundheitsakten Are Belong To Us (öffnet in neuem Tab)" href="https://media.ccc.de/v/35c3-9992-all_your_gesundheitsakten_are_belong_to_us" target="_blank">All Your Gesundheitsakten Are Belong To Us</a></li>



<li> <em>Coin Center &#8211; <span class="removed_link" title="https://coincenter.org/files/2019-02/the-case-for-electronic-cash-coin-center.pdf">The Case for Electronic Cash: Why Private Peer-to-Peer Payments are Essential to an Open Society</span></em> </li>



<li>Buch: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Daniel Drescher - Blockchain Grundlagen (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2018/04/08/blockchain-grundlagen-schritt-fuer-schritt-die-blockchain-verstehen/" target="_blank">Daniel Drescher: <em>&#8222;Blockchain Grundlagen&#8220;</em></a></li>
</ul>
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		<title>Bitcoin-Newsletter-Tipp &#8211; Chain Letter</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/03/02/bitcoin-newsletter-tipp-chain-letter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Mar 2019 10:36:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Newsletter]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe über die Jahre eine ganze Reihe Bitcoin- und Blockchain-Newsletter abonniert. Aber wie das so ist &#8211; erst nach einer Weile merkt man, welche man wirklich jedes Mal liest und welche man zunehmend ungeöffnet direkt in den Papierkorb weiterleitet. Chain Letter &#8211; Bester Newsletter für den allgemeinen Überblick Einen Bitcoin-Newsletter, den ich wirklich jedes [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich habe über die Jahre eine ganze Reihe Bitcoin- und Blockchain-Newsletter abonniert. Aber wie das so ist &#8211; erst nach einer Weile merkt man, welche man wirklich jedes Mal liest und welche man zunehmend ungeöffnet direkt in den Papierkorb weiterleitet.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Chain Letter &#8211; Bester Newsletter für den allgemeinen Überblick</h6>



<p>Einen Bitcoin-Newsletter, den ich wirklich jedes Mal gerne lese, ist der <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Chain Letter (öffnet in neuem Tab)" href="https://go.technologyreview.com/newsletters/chain-letter/" target="_blank">Chain Letter</a></em> von <em>MIT Technology Review</em>. Für mich eigentlich der beste Newsletter, wenn man mit wenig Aufwand auf dem Laufenden über die zentralen Entwicklungen von Bitcoin als Gesamtphänomen bleiben will. </p>



<p>Jede Ausgabe beginnt mit ein bis zwei ausführlicher erklärten und eingeordneten aktuellen Hauptthemen, die ich vor allem deswegen immer wieder gern lese, weil sie sehr gut geschrieben sind. Hier merkt man die journalistische Qualität und die Erfahrung des Herausgebers. Der <em>Chain Letter</em> ist nämlich nur <a rel="noreferrer noopener" aria-label="einer von sechs Newslettern (öffnet in neuem Tab)" href="https://go.technologyreview.com/newsletters" target="_blank">einer von sechs tech-themenspezifischen Newslettern</a> der <em>MIT Technology Review</em>.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Quer durchs gesamte Themenspektrum</h6>



<p>Doch obwohl es einen Tech-Fokus gibt, ist es kein reiner Tech-Newsletter. Im Gegenteil &#8211; die Themenpalette ist sehr breit. Denn wie der Claim des Newsletters &#8222;<em>Blockchains, cryptocurrencies, and why they matter&#8220;</em> andeutet, geht es nicht nur um Technologie,  Finanzen und Kurse, sondern auch um Politik, Gesellschaft, Kultur und wie sich alles gegenseitig beeinflusst. </p>



<p>Dass es gelingt diese thematische Breite in einen Newsletter zu packen, der aber gleichzeitig nie überladen wirkt, ist ein weiterer großer Pluspunkt. Immerhin gibt es nach den Hauptthemen nur noch eine kleine Handvoll ausgewählter Links, ein abschließendes aktuelles Zitat und das war&#8217;s. Genau der Umfang, den man zwei Mal die Woche (Dienstags und Donnerstags) noch gut als Status-Update im Alltag unterbringen kann. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Größter Kritikpunkt: Kein Archiv</h6>



<p>Das einzige, was man kritisieren kann, ist, dass es kein ordentliches Archiv der bisher erschienenen Ausgaben gibt (obwohl sie ja alle irgendwo online stehen!). Auf der zugehörigen Newsletter-Webseite sind immer nur die letzten beiden Ausgaben zu finden. Das ist sehr bedauerlich, weil der Newsletter für manch eine Recherche durchaus hilfreich und nützlich wäre. </p>



<p>Wer nun aber trotzdem mal in reinlesen will &#8211; hier habe ich aus meinen Mails zumindest die Links zu den letzten vier Ausgaben rekonstruiert.</p>



<ul class="wp-block-list"><li>21.02.2019 &#8211; #126 &#8211; <a rel="noreferrer noopener" aria-label=" 21.02.2019 - #126 - A new new frontier (öffnet in neuem Tab)" href="https://go.technologyreview.com/126-wyoming-the-blockchain-state" target="_blank">A new new frontier</a></li><li>19.02.2019 &#8211; #125 &#8211; <a rel="noreferrer noopener" aria-label="19.02.2019 - #125 - Don&#039;t hate the player (öffnet in neuem Tab)" href="https://go.technologyreview.com/125-hacking-the-unhackable" target="_blank">Don&#8217;t hate the player</a></li><li>15.02.2019 &#8211; #124 &#8211; <a rel="noreferrer noopener" aria-label="15.02.2019 - #124 - Welcome to the bandwagon  (öffnet in neuem Tab)" href="https://go.technologyreview.com/124-jpmorgans-cryptocurrency" target="_blank">Welcome to the bandwagon </a></li><li>12.02.2019 &#8211; #123 &#8211; <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Privacy please (öffnet in neuem Tab)" href="https://go.technologyreview.com/123-why-open-societies-may-need-crypto" target="_blank">Privacy please</a></li></ul>



<p></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Ist die Blockchain nur ein Abfallprodukt?</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/01/24/ist-die-blockchain-nur-ein-abfallprodukt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Jan 2019 10:22:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
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					<description><![CDATA[Der israelische Bitcoin-Entwickler Udi Wertheimer hat kürzlich auf Twitter eine durchaus provokante These über Blockchains veröffentlicht: Dass eine Blockchain nämlich keineswegs etwas sei, was man haben möchte, geschweige denn in irgendeiner Weise promoten sollte. Die Blockchain sei vielmehr ein Abfallprodukt und notwendiges Übel, um zu erreichen, was man eigentlich haben möchte: eine Konsensentscheidung, wem welches [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der israelische Bitcoin-Entwickler <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Udi Wertheimer  (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/udiWertheimer" target="_blank">Udi Wertheimer </a>hat kürzlich auf <em>Twitter</em> eine durchaus provokante These über Blockchains veröffentlicht: Dass eine Blockchain nämlich keineswegs etwas sei, was man haben möchte, geschweige denn in irgendeiner Weise promoten sollte. Die Blockchain sei vielmehr ein Abfallprodukt und notwendiges Übel,  um zu erreichen, was man eigentlich haben möchte: eine Konsensentscheidung, wem welches Guthaben gehört. </p>



<p>Das ist eine ungewöhnliche Position, die selbst für Bitcoiner durchaus herausfordernd sein kann und doch lohnt es sich, das Thema &#8222;Blockchain&#8220; auch von diesem Standpunkt zu betrachten. </p>



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<h6 class="wp-block-heading">Kritik an der Blockchain ist berechtigt</h6>



<p>Nehmen wir zum Beispiel die vielfach geäußerte Kritik, dass Bitcoin so enorm viel Energie verbrauche. Diese Kritik ist ja durchaus begründet. Das Bitcoin-Netzwerk benötigt nun einmal sehr viel Strom zur Absicherung seiner Integrität. Doch geht es in diesem Fall eben nicht anders. </p>



<p>Genau das ist aber der Punkt. Eben weil es so aufwändig ist, eine sichere Blockchain zu etablieren, sollte man um jeden Preis vermeiden, eine Blockchain einzusetzen, wenn dies nicht unbedingt nötig ist. Für rein digitales, zensur- und manipulationssicheres Geld (Bitcoin) gibt es nun einmal (bislang) keine andere Lösung. Für alle anderen bisher propagierten <em>&#8222;&#8230; but with Blockchain!&#8220;-</em>Lösungen in der Regel aber schon. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Neue Sichtweisen sind gut für den Diskurs </h6>



<p>Wie herausfordernd (im positiven Sinne) diese unkonventionelle Sichtweise auf Blockchains sein kann, sieht man auch am weiteren Verlauf der durch die These ausgelösten Diskussion. Den vorgebrachten Pro-Blockchain-Argumenten, begegnet Wertheimer nämlich mit guten Gegenargumenten. </p>



<p>Wie zum Beispiel die oftmals so positiv beworbene Unveränderlichkeit, die letztlich jedoch gar kein immanentes Feature einer Blockchain ist, sondern die sich aus dem bereits kritisierten hohen Energieverbrauch, der hinreichenden Größe eines dezentralisierten Netzwerks und aus diversen anderen Faktoren ergibt. Im besten Fall.</p>



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<p>Aufgrund dieser vielen unterschiedlichen Faktoren, die in ihrer Gesamtheit die positiven und negativen Eigenschaften einer Blockchain beeinflussen, gleichzeitig in Summe aber nur schwer zu kontrollieren sind, könne man eine Blockchain daher auch nicht als eine Form von Produkt sehen. Sondern nur als Nebenprodukt.</p>



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<p>Dass die historisch in einer Blockchain abgelegten Daten trotzdem einen bestimmten Nutzen haben können, ist dabei aber tatsächlich ein Punkt, über den man noch länger diskutieren könnte. </p>



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<p>Für den aktuellen Stand, wem welcher Bitcoin gehört, ist das stetig wachsende Archiv an Provenienz-Daten jedoch kaum relevant. Unter Privatsphäre-Aspekten wäre es sogar von Vorteil, wenn die Transaktionshistorie jedes einzelnen Bitcoin nicht dauerhaft und offen gespeichert wäre. Allerdings würde man damit eben auch die Option verlieren, zusätzliche Daten per Time-Stamping in der Blockchain zu verankern. Ist es das wert?</p>



<p>Doch genau um solche Denk- und Diskussionsanstöße geht es hier ja. Dass <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> kein Zauberallheilmittel ist, ist mittlerweile bekannt. Dass es vielleicht noch viel weniger, nämlich nur ein Abfallprodukt ist, ist (noch) eine provokante und unpopuläre Definition. Trotzdem ist an dieser These etwas dran.</p>



<p> Vor allem, wenn Udi Wertheimer für die Begründung so plastische Analogien verwendet wie diese:    </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p><em>Bild: <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Toxic (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.flickr.com/photos/aidanmorgan/2332578952/" target="_blank">Toxic</a> (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by/2.0/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="CC BY 2.0 (öffnet in neuem Tab)">CC BY 2.0</a>)</em></p>
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			</item>
		<item>
		<title>Blockchain &#038; Kultur &#8211;  Neue Podcast-Serie im DLF</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/01/18/blockchain-kultur-neue-podcast-serie-im-dlf/</link>
					<comments>https://coinspondent.de/2019/01/18/blockchain-kultur-neue-podcast-serie-im-dlf/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 18 Jan 2019 09:52:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Im Auftrag]]></category>
		<category><![CDATA[Medien & Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Radio & Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Deutschlandfunk]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[Der Deutschlandfunk hat dieser Tage unter dem Titel Blockchain Stories eine achtteilige Radio- und Podcast-Serie online gestellt. Das Besondere dabei: Alle Beiträge sind von der Kultursendung Corso verantwortet, was dem Thema einen erfrischenden Blickwinkel verleiht. &#8222;Blockchain&#8220; aus der Kulturperspektive So geht es neben einem obligatorischem Blockchain-Grundlagen-Beitrag und einem über Bitcoin als Geld der Zukunft (das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Der <em>Deutschlandfunk</em> hat dieser Tage unter dem Titel <em><span class="removed_link" title="https://www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories.3851.de.html">Blockchain Stories</span></em> eine achtteilige Radio- und Podcast-Serie online gestellt. Das Besondere dabei: Alle Beiträge sind von der Kultursendung <em>Corso </em>verantwortet, was dem Thema einen erfrischenden Blickwinkel verleiht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">&#8222;Blockchain&#8220; aus der Kulturperspektive</h6>



<p>So geht es neben einem obligatorischem Blockchain-Grundlagen-Beitrag und einem über Bitcoin als Geld der Zukunft (das Stück habe ich gemacht) auch noch einmal konkret um die Aspekte Klima, Patente, Musik, Gaming und Politik. </p>



<p>Wobei insbesondere über letztere Folge noch zu reden sein wird. Der interviewte Medienwissenschaftler David Golumbia vertritt nämlich ein paar sehr kontroverse und irritierende (Verschwörungs-)Theorien. Aber dazu dann mehr in der nächsten <a href="http://coinspondent.de/honigdachs-der-bitcoin-podcast-aus-leipzig/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Honigdachs-Podcast (öffnet in neuem Tab)">Honigdachs-Podcast</a>-Folge.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Solide, aber nicht ganz auf der Höhe der Zeit</h6>



<p>Insgesamt sind alle Beiträge solide und ich finde es gut, dass sich die Redaktion für das Thema &#8222;Blockchain&#8220; ein paar neue Blickwinkel hat einfallen lassen. Warum nicht mal eine Ethereum-Mine anstelle einer Bitcoin-Mine besuchen und über Gaming und die Blockchain wurde bisher ja auch noch nirgends so prominent gesprochen. </p>



<p>Dennoch gibt es auch Kritik. Einige Beiträge wirken nämlich nicht ganz aktuell. So ist ja nicht erst seit gestern klar, dass es grundsätzlich keine gute Idee ist, komplexe digitale Spiele dezentral auf einer Blockchain laufen zu lassen. (Weil es zum einen keine Blockchain gibt, die das technisch leisten könnte und es zum anderen auch keinen guten Grund gibt, Spiele nicht mehr, wie bisher, zentral zu verwalten.) Warum also noch so ausführlich darüber reden, wenn es doch eigentlich um die <em>&#8222;Zukunft des Zocken&#8220;</em> gehen soll?</p>



<p>Das hätte man schneller abhaken und zum tatsächlich interessanteren Ausblick in die Zukunft kommen können. Diesen jedoch aus dem schon vor langer Zeit verblühten Hype um tokenisierte <em>Collectibles</em> wie <em>Crypto Kitties</em> abzuleiten, wirkt etwas aus der Zeit gefallen. Nach bald anderthalb Jahren ist dieses Thema in Krypto-Jahren schon fast als historisch zu betrachten. Ein daraus abgeleiteter Blick in die Zukunft entsprechend retro-futuristisch. </p>



<p>Ein Beitrag auf der Trend- und technischen Höhe der Zeit hätte sich dagegen auch mit den Möglichkeiten und Konsequenzen von Lightning-basierten Micro- und Nanopayments (alles kleiner 1 Cent) auf Gaming beschäftigt. Dieser Aspekt fehlt jedoch leider ganz.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Zwischen Krypto-Historie und Realitäts-Futurismus</h6>



<p>Nichtsdestotrotz ist das aber Kritik auf hohem Niveau. Denn was für jemanden, der sich selbst bereits intensiv mit der Materie auseinandersetzt, bereits krypto-historisch ist, kann für den prototypischen <em>Deutschlandfunk</em>-Kulturmagazin-Hörer trotzdem futuristisch (genug) sein. Insofern überwiegt die Tatsache, dass Bitcoin und seine Auswirkungen überhaupt und immer mehr als gesellschaftsrelevantes Kulturthema wahrgenommen und diskutiert wird, die Kritik deutlich.</p>



<p>Zumal die einzelnen Stücke auch wirklich schön anzuhören sind. (Vom Golumbia-Interview mal abgesehen, das ohne den Kontext seines Buches wie das Dümmste wirkt, was jemals über Bitcoin gesagt wurde.)</p>



<p>Die acht Beiträge sind im Einzelnen:</p>



<p><strong><a href="https://www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories-1-blockchain-fuer-dummies-erklaert.807.de.html?dram:article_id=436193" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="#1 Blockchain für Dummies erklärt (opens in a new tab)">#1 Blockchain für Dummies erklärt</a></strong><br><em>Wohl kaum ein anderes Phänomen wird in der Netzkultur so stark diskutiert wie die Blockchain. Ein Heilsbringer soll sie sein, der die Macht hat, das Internet zu verändern und viele Probleme der Zukunft zu lösen. Wie sie funktioniert, wissen aber nur die wenigsten. Ein Erklärungsversuch. </em></p>



<p><a rel="noreferrer noopener" aria-label="#2 Bitcoin = digitale Währung der Zukunft (opens in a new tab)" href="https://www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories-2-bitcoin-digitale-waehrung-der-zukunft.807.de.html?dram:article_id=436155" target="_blank"><strong>#2 Bitcoin = digitale Währung der Zukunft</strong></a> <br><em>Obwohl es Bitcoin schon seit zehn Jahren gibt, hat noch kaum jemand dieses digitale Bargeld so richtig verstanden. Trotzdem wächst das Phänomen beständig. Warum eigentlich? </em></p>



<p><strong><a rel="noreferrer noopener" aria-label="#3 Besuch einer Ethereum-Mine (opens in a new tab)" href="https://www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories-3-besuch-einer-ethereum-mine.807.de.html?dram:article_id=436034" target="_blank">#3 Besuch einer Ethereum-Mine</a></strong><br><em>Bis vor Kurzem konnte man mit Kryptowährungen ziemlich schnell Millionär werden. Wertverlust hin oder her: Das digitale Geld wird immer noch in sogenannten Kryptominen geschürft. Das gilt auch für Ethereum, das mehr Einsatzmöglichkeiten bietet. Einblicke in eine Parallelwelt aus Strom und Kabeln. </em></p>



<p><strong><a rel="noreferrer noopener" aria-label="#4 Die Politik der Bitcoin (opens in a new tab)" href="https://www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories-4-die-politik-der-bitcoin.807.de.html?dram:article_id=436026" target="_blank">#4 Die Politik der Bitcoin</a></strong><br><em>Die Blockchain gilt als fortschrittliche Erfindung. Die Attraktivität dieser neuen Technologie bringt allerdings politische Gefahren mit sich. Sie sei effektiver in der Verbreitung von Ideologie als alles andere, sagte Medienwissenschaftler David Golumbia im Dlf. </em></p>



<p><strong><a href="https://www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories-5-digital-und-dreckig.807.de.html?dram:article_id=435999" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="#5 Digital und dreckig (opens in a new tab)">#5 Digital und dreckig</a></strong><br><em>Der Hype um den Bitcoin hat zu einem digitalen Goldrausch geführt. Aber das Schürfen der Kryptowährung verschlingt enorme Mengen Energie. Mittlerweile dürfte ein Teil der Klimaerwärmung aufs Konto des Bitcoin gehen. Eine umweltfreundliche Nutzung der Technologie scheint dennoch möglich. </em></p>



<p><strong><a rel="noreferrer noopener" aria-label="#6 Revolution des Patentrechts? (opens in a new tab)" href="https://www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories-6-revolution-des-patentrechts.807.de.html?dram:article_id=436006" target="_blank">#6 Revolution des Patentrechts?</a></strong><br><em>Seit der Erfindung des Papiers werden wichtige Dokumente mit einem Stempel verifiziert. Heutzutage versehen Computer Dateien mit einem Zeitstempel. Die Blockchain könnte dieses Verfahren vereinfachen und sicherer machen – für Musiker und andere Kreative. Steht eine Revolution des Patentrechts bevor? </em></p>



<p><strong><a rel="noreferrer noopener" aria-label="#7 Die Zukunft der Musik (opens in a new tab)" href="https://www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories-7-die-zukunft-der-musik.807.de.html?dram:article_id=436007" target="_blank">#7 Die Zukunft der Musik</a></strong><br><em>Eine Revolution der Musikwelt steht bevor: Dank der Blockchain wird es Musikern durch innovative Geschäftsmodelle angeblich bald möglich sein, digitale Welten mit ihren eigenen Regeln zu erschaffen. Darin läge das Potential, sich neu zu erfinden, sagte Medienkünstler Mathew Dryhurst im Dlf.</em> </p>



<p><strong><a rel="noreferrer noopener" aria-label="#8 Computerspiele neu gedacht (opens in a new tab)" href="https://www.deutschlandfunk.de/blockchain-stories-8-computerspiele-neu-gedacht.807.de.html?dram:article_id=436036" target="_blank">#8 Computerspiele neu gedacht</a></strong><br><em>Blockchain in Computerspielen – dort würde man die Technologie nicht vermuten. Diese Gamedesignerszene ist zwar überschaubar, will die digitale Spielewelt aber mit neuen Ideen bereichern: So könnten die Nutzer virtuelle Welten mit eigenen Entwürfen erweitern. Ein Blick in die Zukunft des Zockens. </em></p>



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