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	<title>Libra &#8211; The Coinspondent</title>
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	<description>Kritisches und Konstruktives zu Bitcoin und der Zukunft des Geldes</description>
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		<title>Facebook stellt Libra vor und alle so &#8222;Meh!&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2019 13:52:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[Wer die vergangenen Tage und insbesondere gestern im Netz unterwegs war, kam an diesem Thema nicht vorbei. Facebook hat seine langerwarteten Pläne einer &#8222;blockchainbasierten Kryptowährung&#8220; vorgestellt. Libra-Website Libra-Whitepaper (englisch) Libra-Whitepaper (deutsch) Calibra Website (Facebooks hauseigenes Libra-Engagement) Das Thema war deswegen so heiß, weil es einerseits um Facebook mit seiner enormen Marktmacht und Reichweite geht, die [&#8230;]]]></description>
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<p>Wer die vergangenen Tage und insbesondere gestern im Netz unterwegs war, kam an diesem Thema nicht vorbei. <em>Facebook</em> hat seine langerwarteten Pläne einer &#8222;blockchainbasierten Kryptowährung&#8220; vorgestellt.</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Website (öffnet in neuem Tab)" href="https://libra.org/en-US/" target="_blank">Libra</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Website (öffnet in neuem Tab)" href="https://libra.org/en-US/" target="_blank">-Website</a></li><li><em><span class="removed_link" title="https://libra.org/en-US/white-paper/">Libra</span></em><span class="removed_link" title="https://libra.org/en-US/white-paper/">-Whitepaper</span> (englisch)</li><li><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Whitepaper (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.dropbox.com/sh/t6qoqpzpscf69hc/AABPUGQ59vvRDfcsSXi71DjBa/German/07_White%20Paper" target="_blank">Libra</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Whitepaper (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.dropbox.com/sh/t6qoqpzpscf69hc/AABPUGQ59vvRDfcsSXi71DjBa/German/07_White%20Paper" target="_blank">-Whitepaper</a> (deutsch)</li><li><em><a href="https://calibra.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Calibra Website (öffnet in neuem Tab)">Calibra</a></em><a href="https://calibra.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Calibra Website (öffnet in neuem Tab)"> Website</a> (<em>Facebooks</em> hauseigenes<em> Libra</em>-Engagement) </li></ul>



<p>Das Thema war deswegen so heiß, weil es einerseits um <em>Facebook</em> mit seiner enormen Marktmacht und Reichweite geht, die durch die hinzugezogenen Partner (<em>Visa, Paypal, Uber</em>, <em>Spotify</em> etc.) noch einmal potenziert wird. Gleichzeitig reitet <em>Facebook</em> perfekt die mystische &#8222;Blockchain&#8220;-Welle und setzt sich mit seiner Krypto-Fiat-Chimäre <em>Libra</em> genau an die ohnehin umkämpfte und vielbeachtete Schnittstelle zwischen Old-School-Finanzsystem und Bitcoin. </p>



<h6 class="wp-block-heading"> <strong>Facebook so: Libra!</strong></h6>



<p>Eine für Facebook perfekte Ausgangslage für Aufmerksamkeit, denn damit triggerte es alle &#8211; von Bloggern über Fachmedien bis hin zu den Massenmedien. Sowohl im Bitcoin- und Blockchain- als auch im Nicht-Bitcoin- und Blockchain-Bereich. Folglich gibt es kaum ein Medium, das bisher nicht über den geplanten <em>Facebookcoin</em> berichtet hat, obwohl &#8211; und das ist an dieser Stelle wichtig zu betonen &#8211; gestern letztlich ja nicht viel mehr als Ideen vorgestellt, Pläne offen gelegt und Absichten erklärt wurden. Der eigentliche <em>Libra</em>-Start ist erst für kommendes Jahr vorgesehen, falls bis dahin alles läuft wie geplant.</p>



<p>Dass das Medieninteresse aber dennoch so groß ist, zeigt, dass <em>Facebook</em> eigentlich alles richtig gemacht hat. Man hat es geschafft, im Vorfeld auf allen Seiten enorme Spannung und Erwartungen zu wecken. Besser hätte man die Klaviatur der medialen Aufmerksamkeitserzeugung wohl nicht spielen können. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Alle so: Meh!</h6>



<p>Und doch bezweifle ich, dass man mit der Resonanz auf <em>Libra</em> bei <em>Facebook</em> zufrieden sein wird. Denn die hohen Erwartungen wurden offensichtlich mehrheitlich enttäuscht. Anstatt sich von <em>Facebooks</em> Euphorie anstecken zu lassen und Geschichten der unausweichlichen Disruption der Finanzbranche oder der globalen Revolution des Bezahlens zu erzählen, waren die Reaktionen eher verhalten. Müsste man sie zusammenfassen, lägen sie wohl irgendwo zwischen &#8222;Tja!&#8220;, &#8222;Abwarten!&#8220; und &#8222;Meh!&#8220;.</p>



<p>Wobei das aber auch nicht überrascht, denn <em>Facebook</em> hat gestern wirklich keinen großen Wurf abgeliefert. Das <em>Libra</em>-Whitepaper liest sich wie ein Destillat aus 1001 bereits gescheiterten Altcoin- und Token-Whitepapern und zeigt, dass man bei <em>Facebook</em> zwar ziemlich gut verstanden hat, welche Faktoren Bitcoin so erfolgreich machen. Dass man gleichzeitig allerdings keinen richtigen Plan hat, wie man diesen Erfolg im Kontext des<em> Libra</em>-Netzwerks erfolgreich replizieren kann. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Zwischen Phrasen, Visionen und Wunschvorstellungen</h6>



<p>Anders lassen sich die vielen Ungereimtheiten und noch offenen Fragen nicht erklären. Zum Beispiel, wie es gelingen soll Performanz (<em>&#8222;Milliarden Konten&#8220;</em>, <em>&#8222;hoher Transaktionsdurchsatz&#8220;</em>) mit Geschwindigkeit (<em>&#8222;geringe Latenz&#8220;</em>) und Größe (<em>&#8222;effizientes Speichersystem mit hoher Kapazität&#8220;</em>) zu verbinden und gleichzeitig noch mit <em>&#8222;Sicherheit&#8220;</em>, <em>&#8222;Dezentralität&#8220;</em> und <em>&#8222;Flexibilität&#8220;</em> unter einen Hut zu bringen. </p>



<p>Jeder, der den Grundkurs <em>&#8222;Blockchain für Anfänger&#8220;</em> besucht hat, weiß, dass man aus diesem Set nur einige Faktoren haben kann, nicht aber alle. Einige schließen sich gegenseitig aus. Wäre dem nicht so, hätten wir nämlich schon längst jede Menge dieser eierlegenden Wollmilchblockchains und man würde bei Bitcoin, Ethereum und Co. nicht seit Jahren über die Herausforderung der Skalierung debattieren.</p>



<p>Aber <em>Facebook</em> steht offensichtlich über diesem Problem und behauptet frech, so eine Wunder-Blockchain trotzdem bauen zu wollen. Dieser Bluff ist aber selbst für Nicht-Experten leicht zu durchschauen. Denn warum sollte <em>Facebook</em> nun genau das schaffen, woran die besten Forscher und erfahrensten Entwickler sich seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißen? Die vielen Datenskandale der letzten Monate deuten jedenfalls nicht darauf hin, dass man bei <em>Facebook</em> Zugriff auf technische Kompetenz hat, die in den für den Erfolg von <em>Libra</em> wichtigsten Kernbereichen ihresgleichen sucht. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Auch der Bitcoin-Kurs reagiert gelassen</h6>



<p>Insgesamt bleibt das Whitepaper auf viele zentrale Fragen Antworten schuldig.  Das ist enttäuschend. So enttäuschend, dass auch das von vielen erwartete <em>&#8222;Sell the news!&#8220;</em>-Event bei Bitcoin ausblieb. Der Kurs blieb vergleichsweise stabil oberhalb der 9000 US-Dollar-Marke. Echte News hatte <em>Facebook</em> gestern aber auch nicht im Angebot.</p>



<p>Trotzdem muss man an dieser Stelle aber auch noch einmal darauf hinweisen, dass <em>Libra</em>-Drops damit noch nicht gelutscht ist. Noch steht das Projekt schließlich ganz am Anfang und es bleibt erst noch abzuwarten, wie <em>Facebook</em> et al. die eigene Roadmap und die damit verbundenen Erwartungen einhalten werden. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Schicksal von &#8222;Blockchain&#8220; hängt nun an Libra </h6>



<p>Fest steht aber schon jetzt, dass Libra das mit Abstand größte und bedeutenste &#8222;Blockchain&#8220;-Projekt aller Zeiten ist. Die Zukunft des &#8222;Blockchain&#8220;-Mythos hängt damit fortan vor allem vom Erfolg des <em>Libra</em>-Konsortiums ab. Denn scheitern sogar die größten und einflussreichsten Unternehmen der Welt damit, ihre Traum-Blockchain zu bauen, wird es fortan auch für alle anderen Projekte nahezu unmöglich ihre jeweiligen &#8222;Blockchain&#8220;-Visionen zu verkaufen. </p>



<p>Gelingt es dagegen, den <em>Libra</em> in einer erwähnenswerten Weise zu etablieren (und davon ist auszugehen, wenn wahrscheinlich auch mit viel weniger &#8222;Blockchain&#8220; und Dezentralität als bisher versprochen), ist das ein großer Schritt. Denn ein Großteil der Menschheit wird sich an den Umgang mit einer neuen Form digitaler Zahlungsmittel gewöhnen. </p>



<p>Für Bitcoin haben also beide Varianten Vorteile. Entweder versinkt der &#8222;Blockchain&#8220;-Hype mit<em> Libra</em> in der Bedeutungslosigkeit oder die Kluft zwischen Bitcoin und der Art wie Menschen im Alltag Geld kennen und nutzen wird dank <em>Facebooks </em>neuer Kryptowährung kleiner.</p>
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