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	<title>Literatur &#8211; The Coinspondent</title>
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	<description>Kritisches und Konstruktives zu Bitcoin und der Zukunft des Geldes</description>
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	<title>Literatur &#8211; The Coinspondent</title>
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		<title>Geheim, aber nicht alternativlos</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 02 Aug 2014 08:00:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien & Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich habe mir im Urlaub die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und die Zeit genutzt all die Bücher zu lesen, die sich schon viel zu lange  auf meinem Nachttisch türmen. Höchste Priorität hatte dabei neben The Cryptographer das bereits Ende letzten Jahres erschienene Sachbuch Geheimer Krieg von meinem guten Freund Christian Fuchs und seinem [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe mir im Urlaub die Sonne auf den Bauch scheinen lassen und die Zeit genutzt all die Bücher zu lesen, die sich schon viel zu lange  auf meinem Nachttisch türmen. Höchste Priorität hatte dabei neben <a title="“In Code We Trust”" href="http://coinspondent.de/2014/07/25/in-code-we-trust/">The Cryptographer</a> das bereits Ende letzten Jahres erschienene Sachbuch <a href="http://www.rowohlt.de/buch/Christian_Fuchs_Geheimer_Krieg.3073481.html" target="_blank" rel="noopener">Geheimer Krieg</a> von meinem guten Freund Christian Fuchs und seinem Kollegen John Goetz.</p>
<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2097" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2014/07/geheimerkrieg2-scaled-2.jpg" alt="geheimerkrieg2" width="3016" height="2620" title="Geheim, aber nicht alternativlos 2" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2014/07/geheimerkrieg2-scaled-2.jpg 2560w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2014/07/geheimerkrieg2-scaled-2-300x261.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2014/07/geheimerkrieg2-scaled-2-1024x890.jpg 1024w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2014/07/geheimerkrieg2-scaled-2-768x667.jpg 768w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2014/07/geheimerkrieg2-scaled-2-1536x1334.jpg 1536w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2014/07/geheimerkrieg2-scaled-2-2048x1779.jpg 2048w" sizes="(max-width: 3016px) 100vw, 3016px" /></p>
<p>Das Buch ist das Ergebnis einer langen, gründlichen und wichtigen Investigativrecherche. Immerhin haben die in verschiedenen Medien <a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/geheimer-krieg-frankfurt-hauptstadt-der-us-spione-1.1821708" target="_blank" rel="noopener">veröffentlichten Ergebnisse</a> für so viel Furore gesorgt, dass sich <em>The Barack himself</em> <a href="https://www.youtube.com/watch?v=QVJqgUXfn6w" target="_blank" rel="noopener">zu einer Stellungnahme genötigt sah</a>.</p>
<p>Warum ich aber das Buch hier vorstelle, obwohl es keinen unmittelbaren Bitcoin-Bezug gibt, ist, weil es um das genaue Gegenteil von Bitcoin geht. Während Bitcoin auf Transparenz und Dezentralisierung setzt, handelt <em>Geheimer Krieg</em> davon, was passiert, wenn Macht und Entscheidungsbefugnisse zentralisiert und im Geheimen abgewickelt werden. Das Ergebnis ist erschreckend.</p>
<p><span id="more-2095"></span></p>
<p>Dank den Recherchen der beiden Autoren wissen wir jetzt, dass in Frankfurt die weltweiten CIA-Foltergefängnisse geplant wurden, dass von Stuttgart aus bewaffnete amerikanische Drohnen kontrolliert werden und mit welcher Priorität die Polizei das geheime NSA-Quartier in Hessen vor der Öffentlichkeit schützt. All das ist frustrierend, enttäuschend und beschämend. Was mir aber noch viel wichtiger ist: Ich will das nicht!</p>
<p>Ich will nicht, dass bei &#8222;gezielten&#8220; US-Drohnenangriffen &#8211; ohne Gerichtsprozess, aber durch meine Steuergelder ermöglicht &#8211; willkürlich über Leben und Tod Unschuldiger entschieden wird. Ich will nicht, dass Bundesministerien weiterhin Aufträge an Firmen vergeben, die die verschleierten Flüge organisierten, mit denen die Insassen in CIA-Foltergefängnisse gebracht wurden. Und ich will auch nicht, dass sich US-Agenten auf deutschem Boden wie Wild-West-Sheriffs aufführen und ungehindert hoheitsrechtliche Befugnisse ausüben, ohne dafür belangt zu werden. Aber all das geschieht und es ist die rationale Konsequenz eines demokratischen Systems, das auf dauerhaften Machterhalt ausgelegt ist.</p>
<p>Insofern ist <em>Geheimer Krieg</em> eine sehr lehrreiche Lektüre, wenn es um die Frage geht, warum Dezentralisierung und Transparenz so wichtig sind. Und es ist eine Anregung darüber nachzudenken, wo in unserem politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Alltag noch mehr Transparenz, mehr Dezentralisierung nötig ist.</p>
<p>Bitcoin &#8211; um den Bogen zu schließen &#8211; wird in diesem Zusammenhang auch nicht verhindern können, dass auch weiterhin Entscheidungen im Interesse Einzelner und auf Kosten aller getroffen werden. Aber die Bitcoin-Technologie zeigt am Beispiel Geld, dass das vorherrschende Machtsystem eben nicht alternativlos ist, sondern das es möglich ist, Transparenz in geheime Strukturen zu bringen. Wenn auch erst einmal nur im kleinen Maßstab. Aber es ist ein Anfang. Und wie ich finde, ein vielversprechender.</p>
<p>Mehr und multimediale Informationen zum <em>Geheimen Krieg</em> gibt es auf der <a href="http://www.geheimerkrieg.de/#entry-5-7879-das-projekt" target="_blank" rel="noopener">Website zum Buch</a>, hier der Link zur gleichnamigen <span class="removed_link" title="http://www.ndr.de/geheimer_krieg/">ARD-Reportage.</span></p>
<p>PS: Sogar Markus Lanz sagt <a href="http://www.rowohlt.de/buch/Christian_Fuchs_Geheimer_Krieg.3073481.html" target="_blank" rel="noopener">&#8222;Ein sehr lesenswertes Buch&#8220;</a>.</p>
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		<title>&#8222;In Code We Trust&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 25 Jul 2014 08:00:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien & Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Buch]]></category>
		<category><![CDATA[Literatur]]></category>
		<category><![CDATA[Menschen & Gesellschaft]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich mich neulich mit einem befreundeten Literaturjournalisten unterhielt und ihm erzählte, was Bitcoin ist und warum es mich fasziniert, sagte er mir, dass er vor einer Weile mal einen Roman über ein ähnliches Thema gelesen hätte. Von einem Autoren, den hierzulande niemand so richtig kennt: Tobias Hill &#8211; The Cryptographer. Die Geschichte des Buches [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich mich neulich mit einem befreundeten Literaturjournalisten unterhielt und ihm erzählte, was Bitcoin ist und warum es mich fasziniert, sagte er mir, dass er vor einer Weile mal einen Roman über ein ähnliches Thema gelesen hätte. Von einem Autoren, den hierzulande niemand so richtig kennt: <em>Tobias Hill &#8211; The Cryptographer</em>.</p>
<p><span id="more-2089"></span></p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2092" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2014/12/Cryptographer2-1.jpg" alt="Cryptographer2" width="600" height="683" title="&quot;In Code We Trust&quot; 5"></p>
<p>Die Geschichte des Buches dreht sich um John Law, den mysteriösen &#8222;Kryptographen&#8220; und das Buch-Cover passt mal so gar nicht.</p>
<p><em>&#8222;John Law is the man who made the first great electric currency. He did it alone, they say, in room nine of the London Savoy. He invented a perfect code, and from the code he made a money that would come to be used by billions of people. He called it Soft Gold. [&#8230;] There is nothing to the new money except the code, and the code can&#8217;t be broken.&#8220;</em></p>
<p>Für die Handlung des Buches konnte ich mich im Allgemeinen wenig begeistern (vielleicht ist Tobias Hill deswegen auch nicht so bekannt), was mich jedoch ungemein faszinierte, war das umfassende retrofuturistische Gesellschaftsszenario, das Tobias Hill auf Basis der Idee einer weltweit etablierten Kryptowährung geschaffen hat. Denn &#8211; und das ist das entscheidende Detail &#8211; Hill hat den Roman bereits 2003 veröffentlichte, also lange bevor es Bitcoin überhaupt gab. Die Geschichte wiederum spielt im damals noch künftigen Jahr 2012. <em>The Cryptographer</em> heute zu lesen ist also ein permanenter Vergleich zwischen unserer realen (Bitcoin-)Situation und einer fiktiven, wobei das zentrale Betrachtungsobjekt &#8211; die revolutionäre Kryptowährung &#8211; sich in beiden Varianten an bestimmten stellen gleicht oder unterscheidet:</p>
<p><em>&#8222;Q. Who controls Soft Gold?</em><br />
<em>A. No one does. The Soft Gold Code creates it&#8217;s own currency without human interface, and monitors supply and demand for this as part of an internal programme. Each unit of money it creates is a fragment of the code that represents a single fixed denomination. Each time the money passes through a gate system, its code signature is updated according to the latest logarithms. Units of Soft Gold are electronically shrink-wrapped and tamper-proof.</em></p>
<p><em>Q. Who owns Soft Gold?</em><br />
<em>A. The Soft Gold currency is owned by anyone who whishes to use it.&#8220;</em></p>
<p>Allerdings gibt es eine Firma, die hinter Soft Gold steht und die den Code pflegt. Der Erfinder von Soft Gold, John Law, hat sich nämlich nicht wie Satoshi Nakamoto geschickt und zum richtigen Zeitpunkt aus der Öffentichkeit zurückgezogen, sondern ist zum <em>&#8222;world&#8217;s first quadrillionaire&#8220;</em> aufgestiegen. Und welch vielfältigen Probleme das mit sich bringt, zeigt <em>The Cryptographer</em> eindrücklich. Steuerfahndung, Stalker, Hacker, Gier, Neid, Intransparenz &#8211; kurz:</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2238" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2014/12/haters-hate.gif" alt="haters hate" width="355" height="200" title="&quot;In Code We Trust&quot; 6"></p>
<p>Auch wenn die Protagonisten und die Handlung in <em>The Cryptographer</em> nicht so mein Ding waren, gelohnt hat sich die Lektüre alle Mal. Nicht nur, weil sie zeigt, welche Größe Satoshi Nakamotos Rückzug in die Anonymität zeigt, sondern auch weil Tobias Hill durchaus viele, kluge Gedanken in seine Geschichte hat einfließen lassen.</p>
<p><em>&#8222;But people trust it because of the code, which can never be broken. In Code We Trust. </em><em>You have to trust, of course, she thinks. Because you need money. You need it even if you hate it. And in money, trust is everything.&#8220;</em></p>
<p>Bleibt natürlich die abschließende, für mich brennendste Frage. Hat Satoshi Nakamoto möglicherweise dieses Buch gelesen bevor er Bitcoin veröffentlichte?</p>
<p>Falls ihr eine ausführlichere literarische Kritik des Buches sucht, schaut am besten beim <a href="http://www.theguardian.com/books/2003/jul/26/fiction.asbyatt" target="_blank" rel="noopener">Guardian</a> vorbei.</p>
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