<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>Reportage &#8211; The Coinspondent</title>
	<atom:link href="https://coinspondent.de/tag/reportage/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>https://coinspondent.de</link>
	<description>Kritisches und Konstruktives zu Bitcoin und der Zukunft des Geldes</description>
	<lastBuildDate>Sat, 21 Dec 2024 09:31:54 +0000</lastBuildDate>
	<language>de</language>
	<sy:updatePeriod>
	hourly	</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>
	1	</sy:updateFrequency>
	<generator>https://wordpress.org/?v=6.9.4</generator>

<image>
	<url>https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/06/The-Coinspondent-Bitcoin-Blog-FaviIcon-150x150.jpg</url>
	<title>Reportage &#8211; The Coinspondent</title>
	<link>https://coinspondent.de</link>
	<width>32</width>
	<height>32</height>
</image> 
	<item>
		<title>Drei Jahre Bitcoin in El Salvador &#8211; Die lange Radio-Reportage</title>
		<link>https://coinspondent.de/2024/12/21/drei-jahre-bitcoin-in-el-salvador-die-lange-radio-reportage/</link>
					<comments>https://coinspondent.de/2024/12/21/drei-jahre-bitcoin-in-el-salvador-die-lange-radio-reportage/#comments</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 21 Dec 2024 09:30:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://coinspondent.de/?p=26216</guid>

					<description><![CDATA[Vor drei Jahren hat El Salvador Bitcoin zu einem offiziellen Zahlungsmittel gemacht. Wie hat sich das Land und das Leben der Menschen dadurch verändert? Um das herauszufinden, bin ich im November zum zweiten Mal nach El Salvador gereist und habe für Deutschlandfunk Kultur diese lange Audio-Reportage gemacht. Kopfhörer auf!]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als Ende 2021 Bitcoin in El Salvador zum offiziellen Zahlungsmittel wurde, bin ich zum ersten Mal in das kleinste Land Zentralamerikas gereist, <a href="https://coinspondent.de/2022/03/24/buechse-des-satoshi-bitcoin-el-salvador/">um darüber zu berichten, was das für das Land und die Menschen bedeutet</a>. </p>



<p>Damals wusste ich so gut wie gar nichts über El Salvador. Im Erdkundeunterricht war, was die amerikanischen Kontinente angeht, alles außer den USA schlichtweg nicht behandelt worden. Ich wusste nur, dass es ein von Gewalt geprägtes Land ist. Denn das Land hatte wenige Jahre zuvor eine der höchsten Mordraten der Welt.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-x-large-font-size" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30)">El Salvador hat sich verändert</h2>



<p>Nun, drei Jahre später, hat sich vieles verändert. Der Staat, so scheint es, hat den &#8222;Krieg gegen die Banden&#8220; im Land gewonnen. Die Sicherheitslage ist dadurch sehr viel besser geworden und die Salvadorianerinnen und Salvadorianer sind spürbar erleichtert. Dafür leben sie in einem Ausnahmezustand, der Monat für Monat verlängert wird und neben gewaltbereiten Bandenmitgliedern <a href="https://www.nytimes.com/2024/08/29/opinion/el-salvador-safety-bukele.html?unlocked_article_code=1.G04.I4tc.C2LLzUgPBmYg" target="_blank" rel="noopener">auch zahlreiche unschuldige Menschen ins Gefängnis gebracht hat.</a> Denn rechtsstaatliche Verfahren sind ausgesetzt.</p>



<p>Und Bitcoin? Wie hat das digitale Geld das Land und das Leben der Menschen verändert?</p>



<figure class="wp-block-image size-full"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="975" height="805" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2024/12/dlf-weltzeit.jpg" alt="dlf weltzeit" class="wp-image-26218" title="Drei Jahre Bitcoin in El Salvador - Die lange Radio-Reportage 1" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2024/12/dlf-weltzeit.jpg 975w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2024/12/dlf-weltzeit-300x248.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2024/12/dlf-weltzeit-768x634.jpg 768w" sizes="(max-width: 975px) 100vw, 975px" /></figure>



<p>Um das zu erfahren, bin ich im November dieses Jahres wieder nach El Salvador gereist und habe mich dort auf die Suche nach den Menschen gemacht, die ich auch vor drei Jahren getroffen habe. Und dazu noch andere neue Entwicklungen verfolgt. </p>



<p>Daraus ist nun eine 20-minütige Reportage für die <em>Weltzeit</em> auf <em>Deutschlandradio Kultur</em> entstanden, die vorgestern ausgestrahlt wurde und nun auch online verfügbar ist: <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/das-bitcoin-land-el-salvadors-experiment-mit-der-kryptowaehrung-dlf-kultur-b1d3c9cf-100.html" target="_blank" rel="noopener"><em>Das Bitcoin-Land. El Salvadors Experiment mit der Kryptowährung</em></a></p>



<h2 class="wp-block-heading has-x-large-font-size" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30)">Mit Kopfhörern noch schöner!</h2>



<p>Die Sendung ist, wie es sich für eine Reportage gehört, voller schöner Originaltöne: Interviews, Geräusche, Atmosphären, Musik etc.</p>



<p>Und weil ich für einige der Aufnahmen spezielle OKM-Mikros benutzt habe, die man sich in die Ohren steckt und die dann alles genau so aufzeichnen, wie man es selbst vor Ort hört, empfehle ich die Sendung mit Kopfhörern zu hören. Das macht die Erfahrung noch intensiver.</p>



<p></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://coinspondent.de/2024/12/21/drei-jahre-bitcoin-in-el-salvador-die-lange-radio-reportage/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>2</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Bitcoin in El Salvador Die Büchse des Satoshi</title>
		<link>https://coinspondent.de/2022/03/24/buechse-des-satoshi-bitcoin-el-salvador/</link>
					<comments>https://coinspondent.de/2022/03/24/buechse-des-satoshi-bitcoin-el-salvador/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Mar 2022 09:13:10 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[El Salvador]]></category>
		<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://coinspondent.de/?p=17668</guid>

					<description><![CDATA[Als erster Staat der Welt hat El Salvador Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel eingeführt. Welche Folgen das für das Land und seine Bewohner bedeutet, kann niemand mit Gewissheit sagen. Nur eines ist sicher: Ein Zurück gibt es nicht.]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>Als erster Staat der Welt hat El Salvador Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel eingeführt. Welche Folgen das für das Land und seine Bewohner bedeutet, kann niemand mit Gewissheit sagen. Nur eines ist sicher: Ein Zurück gibt es nicht.</em></p>



<p>Die Gänge sind schmal und verwinkelt. Bunt leuchten die Farben der Röcke, Tücher und Kleider in den Auslagen der Marktstände, die sich hier dicht an dicht drängen. Von überall dringen laute Stimmen, die reden, feilschen, rufen. Dazu der allgegenwärtige fiepsig-blechernen Sound von bunt blinkendem Plastikspielzeug. Die Markthalle Sagrado Corazon im Herzen San Salvadors ist ein neonerleuchtetes Labyrith aus Wäsche, Essen und Alltagswaren und Melvin David Hernandez Esquivel ist Teil von ihr. Auf der Suche nach Kundschaft durchstreift der 35-jährige jeden Tag ihre Gänge. Aus seinem schiefen Bauchladen heraus verkauft er Kaugummis, Bonbons und kleine Tütchen mit Nüssen. Um die 40 Dollar Umsatz macht er damit am Tag. Doch seit einigen Wochen verdient er etwas mehr. Seit er seine Waren nicht mehr nur für Dollar, sondern auch für Bitcoin verkauft. „Ich habe das als Chance gesehen, ein bisschen was zusätzlich zu verdienen“, sagt er.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-full"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Sagrado-Corazon.jpg"><img decoding="async" width="1200" height="800" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Sagrado-Corazon.jpg" alt="Ein salvadorianischer Mann steht mit seinem Bauchladen in einem Marktgebäude in San Salvador. Ein Schild zeigt, dass er Bitcoin als Zahlungsmittel akzeptiert." class="wp-image-24193" title="&lt;small&gt;Bitcoin in El Salvador &lt;/small&gt;&lt;br&gt;Die Büchse des Satoshi 2" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Sagrado-Corazon.jpg 1200w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Sagrado-Corazon-300x200.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Sagrado-Corazon-768x512.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Wer bei Melvin David Hernandez Esquivel mit Bitcoin bezahlen will, muss für umgerechnet mindestens einen Dollar einkaufen. </figcaption></figure>



<p>Auf dem größten und zentralen Markt der Hauptstadt El Salvadors gehört Melvin damit zu den Pionieren, doch ein Einzelfall ist er nicht. Landesweit akzeptieren immer mehr Unternehmen das digitale Geld – Restaurants, Schuhläden, Taxifahrer, Kinos, Fast Food-Ketten, Tankstellen, Straßenhändler. Sie müssen es sogar. Vorausgesetzt sie verfügen über die notwendige technische Infrastruktur. So will es das Gesetz, mit dem der kleine mittelamerikanische Staat das digitale Geld vergangenes Jahr als erstes Land der Welt als offizielles Zahlungsmittel eingeführt hat. Eine Maßnahme, die der mit seinen 40 Jahren vergleichsweise junge und digital-affine Präsident Nayib Bukele in rasantem Tempo umgesetzt hat und die für alle überraschend kam: für die Bitcoin-Community im Netz ebenso wie für die internationale Staatengemeinschaft, die Weltbank oder den Internationalen Währungsfonds. Dabei hat Bukele einen guten Grund für diesen Schritt: finanzielle Inklusion. 70 Prozent der Bevölkerung El Salvadors sind bislang <em>unbanked</em>, haben also kein Konto und damit kaum Zugang zum nationalen und internationalen Zahlungsverkehr. Langfristige Investitionen, zum Beispiel in die eigene Altersvorsorge, sind für sie sehr viel schwieriger. Wer all sein Geld nur bar und jederzeit zur Hand hat, gibt es in der Regel auch schnell wieder aus.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-full"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Mall.jpg"><img decoding="async" width="1200" height="924" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Mall.jpg" alt="Ein moderner Schuhladen in einem Einkaufzentrum in El Salvador. Ein Schild am Eingang zeigt, dass man hier unter anderem mit Bitcoin bezahlen kann." class="wp-image-24195" title="&lt;small&gt;Bitcoin in El Salvador &lt;/small&gt;&lt;br&gt;Die Büchse des Satoshi 3" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Mall.jpg 1200w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Mall-300x231.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bitcoin-Akzeptanz-Mall-768x591.jpg 768w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Kinos, Tankstellen, Schuhläden &#8211; wer über die technische Infrastruktur verfügt, muss Bitcoin annehmen</figcaption></figure>



<p>Doch so hehr dieses Ziel auch sein mag, so weckte das Tempo, mit dem der Präsident dem Land das neue, fremde Geld aufgebürdet hat, bei vielen Salvadorianern ungute Erinnerungen. Schon einmal, 2001, wurden sie auf ähnliche Art vor vollendete Tatsachen gestellt, als die Regierung den US-Dollar als Währung einführte. Eine Entscheidung, die nicht nur das Ende des salvadorianischen Colón bedeutete, sondern die vor allem zu Lasten der einfachen Leute ging. Die, die nicht ordentlich lesen, schreiben oder rechnen können – damals immerhin fast jeder Dritte – und die, die ohnehin wenig hatten. In einer Umfrage ein Jahr nach der „Dollarisierung“ beklagte die Mehrheit der Salvadorianer, dass sich die eigene finanzielle Situation verschlechtert habe. In einem Land, in dem die Armut zwar zurück geht, aber auch heute noch mehr als jeder Fünfte mit weniger als fünfeinhalb Dollar am Tag auskommen muss und jeder Zehnte nicht richtig lesen und schreiben kann.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-full"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Menschen-in-el-Salvador.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="664" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Menschen-in-el-Salvador.jpg" alt="Eine Menschenmenge im Alltagsstress in El Salvador. " class="wp-image-24199" title="&lt;small&gt;Bitcoin in El Salvador &lt;/small&gt;&lt;br&gt;Die Büchse des Satoshi 4" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Menschen-in-el-Salvador.jpg 1200w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Menschen-in-el-Salvador-300x166.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Menschen-in-el-Salvador-768x425.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Viele Menschen in El Salvador sind skeptisch gegenüber Bitcoin. Das hat auch historische Gründe</figcaption></figure>



<p>Dass nun die erneute Einführung eines neuen Geldes – dieses Mal sogar eines, das man nicht einmal mehr in die Hand nehmen kann, weil es nur noch digital auf dem Smartphone existiert – von heftiger Kritik, Demonstrationen und Protesten in der Bevölkerung begleitet wurde, verwundert nicht. Verdammte Laborratten sei man, sagen die Kritiker. Dass davon eh wieder nur die Wohlhabenderen profitieren würden und dass man das Geld besser in Bildung, Infrastruktur oder die Befriedung des von brutaler Gewalt geprägten Landes gesteckt hätte.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-x-large-font-size" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30)">Ein kleines Land am Pazifik im Fokus der Weltöffentlichkeit</h2>



<p>Auf internationaler Ebene wird das Bitcoin-Experiment ebenfalls mit Skepsis betrachtet. Auch weil man nicht weiß, welche Absichten die zwar demokratisch gewählte, aber populistische und zunehmend autokratisch agierende Staatsführung insgeheim womöglich noch verfolgt und welche Konsequenzen sich daraus ergeben könnten. Sollte El Salvador dank Bitcoin seine unmittelbare Abhängigkeit vom US-Dollar überwinden, gingen Sanktionsmöglichkeiten und damit letztlich auch Einfluss der Staatengemeinschaft verloren. Ein womöglich folgenschwerer Präzendenzfall. Nicht nur westliche Demokratien beobachten genau, was derzeit mit Bitcoin in El Salvador passiert. Die ganze Welt schaut auf das kleine Land in Mittelamerika. Auch Despoten, Tyrannen, Theokraten und Diktatoren.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-full"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Deutschland-ist-skeptisch.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="679" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Deutschland-ist-skeptisch.jpg" alt="Vier salvadorianische und deutsche Vertreter aus Politik und Wirtschaft bei einer Pressekonferenz. Im Hintergrund die Flaggen von Deutschland und El Salvador." class="wp-image-24201" title="&lt;small&gt;Bitcoin in El Salvador &lt;/small&gt;&lt;br&gt;Die Büchse des Satoshi 5" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Deutschland-ist-skeptisch.jpg 1200w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Deutschland-ist-skeptisch-300x170.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Deutschland-ist-skeptisch-768x435.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Während die Regierung El Salvadors Bitcoin durchweg positiv sehen, wird das Experiment international sehr kritisch betrachtet</figcaption></figure>



<p>Doch dann gibt es eben auch Optimisten wie Melvin, die eher die Vorteile als die Nachteile sehen. Im trubeligen Tagesgeschäft auf dem Sagrado Corazon zeigt er auf ein Schild an seinem Bauchladen. Darauf steht, dass er zwar Bitcoin-Zahlungen akzeptiert, allerdings erst ab einem Mindestumsatz von einem Dollar. Statt nur ein Tütchen mit Erdnüssen verkauft er dadurch nun immer gleich mindestens vier, wenn jemand etwas mit Bitcoin bezahlt. Ein Viertel seines täglichen Umsatzes mache er mittlerweile mit dem digitalen Geld. Tendenz weiter steigend. Denn zum einen besuchen seit Neuestem viele neugierige Bitcoiner aus der ganzen Welt das Land, um zu sehen, wie gut oder schlecht das Bitcoin-Experiment läuft. Zum anderen stellt der Staat jedem Salvadorianer ein Bitcoin-Startguthaben im Wert von 30 Dollar zur Verfügung. Und egal ob Touristen oder Einheimische &#8211; wer das Bezahlen mit dem digitalen Geld ausprobieren möchte, braucht Leute, die es auch annehmen. Leute wie Melvin. Der schwankende Wert von Bitcoin macht ihm dabei keine Sorgen. „Ich habe gelernt, dass ich geduldig sein muss und sehe Bitcoin als langfristiges Investment“, sagt er und nickt zuversichtlich. Immerhin kenne der Kurs historisch und über einen langen Zeitraum betrachtet nur eine Richtung: aufwärts.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-x-large-font-size" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30)">Gewalterfahrung ist Teil des Alltags</h2>



<p>Rosario, die ihren Nachnamen und ihr Alter lieber nicht nennen möchte, kann Melvins Optimismus nicht teilen. Zu ihrem Stand auf dem Mercado De Mejicanos im Norden San Salvadors, wo sie einfache Dinge des alltäglichen Lebens verkauft – Papiertüten, eingelegte Bohnen und Gewürze – verirren sich keine Touristen. Bei ihr kaufen einfache Arbeiter oder Tagelöhner. Leute aus dem Viertel, das als „rote Zone“, also von Banden kontrolliert gilt. Mächtige und brutale Banden, die sich über Schutzgeld und Erpressung finanzieren und sich gegenseitig mit solch rücksichtsloser Gewalt bekämpfen, dass El Salvador zu den Ländern mit der höchsten Mordrate zählt. 2015 kamen hier 105 Morde auf 100.000 Einwohner. Ein trauriger Weltrekord für ein Land, in dem der Bürgerkrieg vor dreißig Jahren zwar zu Ende ging, Gewalt und Sterben aber blieben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bewachte-Kaffeeplantage.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1200" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bewachte-Kaffeeplantage-800x1200.jpg" alt="Ein Mann mit einer großen Pumpgun vor dem Bauch bewacht eine Kaffeeplantage in El Salvador." class="wp-image-24204" title="&lt;small&gt;Bitcoin in El Salvador &lt;/small&gt;&lt;br&gt;Die Büchse des Satoshi 6" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bewachte-Kaffeeplantage-800x1200.jpg 800w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bewachte-Kaffeeplantage-200x300.jpg 200w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bewachte-Kaffeeplantage-768x1152.jpg 768w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bewachte-Kaffeeplantage-1024x1536.jpg 1024w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bewachte-Kaffeeplantage.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Überall im Land stehen Sicherheitsleute mit Pumpguns. Vor Einkaufszentren, an Straßen oder, wie hier, auf Kaffeeplantagen.</figcaption></figure>



<p>Dementsprechend knapp sind Rosarios Antworten, deren Gesicht wie das vieler Menschen in El Salvador von einem Leben allgegenwärtiger Gefahr gezeichnet ist. Ihre markanten Falten kommen nicht vom Lachen. Sie sind tiefer und betonen ihren argwöhnischen Blick. Eigentlich ist El Salvador ein junges Land. Nur 15 Prozent der Bevölkerung ist älter als 55 Jahre. Doch wie viele andere hier wirkt auch Rosario, als wäre sie vor ihrer Zeit gealtert. Um zu sprechen zieht sie sich tiefer in ihren Stand zurück, wirkt unruhig, schaut sich nervös um. Von Bitcoin habe sie noch nie etwas gehört. Niemand sei vorbeigekommen und habe ihnen hier irgendwas gezeigt oder erklärt. Es interessiere sie aber auch nicht. All ihre Waren kaufe sie mit Cash und alle, die zu ihr kämen, bezahlten ebenfalls ausschließlich bar. Das war schon immer so und werde auch so bleiben.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-x-large-font-size" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30)">Cash ist noch immer King</h2>



<p>Tatsächlich ist Cash im salvadorianischen Alltag wichtig. Nicht nur für Einkäufe. Wenn an einer roten Ampel plötzlich jemand mit einer geladenen Waffe neben dem Auto steht, ist neben Glück der griffbereite Geldschein die beste und oft einzige Chance, schnell und heil aus der Sache rauszukommen. Doch hat Bargeld auch ein Problem. Es lässt sich nur schwer über weite Entfernungen versenden. Auf genau solche Transferzahlungen aus dem Ausland sind viele Familien in El Salvador jedoch angewiesen. Vor allem aus den USA, in das während des Bürgerkriegs viele Salvadorianer geflüchtet sind. Heute lebt und arbeitet fast ein Drittel der Bevölkerung in den Vereinigten Staaten und Kanada. Wenn sie Geld an ihre Verwandten ohne Konto zurück in die Heimat schicken, müssen sie dafür Finanzdienstleister nutzen, die sich diesen Service oft teuer bezahlen lassen. Von 100 versendeten Dollar kommen in El Salvador mitunter nur 80 Dollar an. Individuell, aber auch auf nationaler Ebene ein ökonomisch signifikanter Reibungsverlust. Immerhin machen Transferzahlungen aus dem Ausland fast ein Viertel des Bruttoinlandsprodukts El Salvadors aus.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-full"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Mining-Container-vor-Geothermiekraftwerk.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Mining-Container-vor-Geothermiekraftwerk.jpg" alt="Ein Container mit Bitcoin-Mining-Hardware steht vor einem Geothermiekraftwerk. Im Hintergrund ein dschungelbewachsener Vulkan El Salvadors." class="wp-image-24208" title="&lt;small&gt;Bitcoin in El Salvador &lt;/small&gt;&lt;br&gt;Die Büchse des Satoshi 7" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Mining-Container-vor-Geothermiekraftwerk.jpg 1200w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Mining-Container-vor-Geothermiekraftwerk-300x200.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Mining-Container-vor-Geothermiekraftwerk-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Auf Basis von Geothermie betreibt der Staat El Salvador Bitcoin-Mining.</figcaption></figure>



<p>Bei Bitcoin fallen solch hohe Gebühren nicht an. 100 Dollar lassen sich dank des Lightning-Protokolls, einer alltagstauglichen Erweiterung des digitalen Geldes, die das sichere Bezahlen in Sekundenschnelle ermöglicht, bereits für den Bruchteil eines Cents an jeden Ort der Welt schicken. Eine Kostenreduktion um mehr als 99 Prozent. Der Umstieg auf diese sehr viel effizientere Zahlungsinfrastruktur ist daher sowohl im Interesse des Staates, weil unterm Strich mehr Geld ins Land kommt. Vor allem profitieren davon aber die Menschen, denen dieses Geld zuerst zur Verfügung steht. Ein Vorteil, den viele Salvadorianer nachvollziehen können und Bitcoin trotz seiner Fremd- und Neuartigkeit eine Chance geben. In den ersten Wochen nach Einführung bildeten sich lange Schlangen vor den neuen staatlichen Geld-Automaten, an denen die Menschen Bitcoin und Dollar ein- und auszahlen können. Innerhalb von nur drei Wochen, so verkündete es der Präsident Ende September vergangenen Jahres auf Twitter, hätten bereits 2,1 Millionen Salvadorianer die staatliche Bitcoin-Wallet heruntergeladen. El Salvador seit damit das erste Land der Welt, in dem die Menschen mehr Bitcoin-Wallets als Bankkonten nutzten.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bezahlen-mit-Bitcoin-in-El-Salvador.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="1200" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bezahlen-mit-Bitcoin-in-El-Salvador-800x1200.jpg" alt="Ein Mann zeigt ein Smartphone mit einem QR-Code im Wert von 5 US-Dollar zum Bezahlen mit Bitcoin. Ein anderer scannt den Code mit der Wallet seines eigenen Handys, um die Rechnung im Wert von 8675 Satoshis zu bezahlen." class="wp-image-24211" title="&lt;small&gt;Bitcoin in El Salvador &lt;/small&gt;&lt;br&gt;Die Büchse des Satoshi 8" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bezahlen-mit-Bitcoin-in-El-Salvador-800x1200.jpg 800w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bezahlen-mit-Bitcoin-in-El-Salvador-200x300.jpg 200w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bezahlen-mit-Bitcoin-in-El-Salvador-768x1152.jpg 768w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bezahlen-mit-Bitcoin-in-El-Salvador-1024x1536.jpg 1024w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Bezahlen-mit-Bitcoin-in-El-Salvador.jpg 1200w" sizes="auto, (max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Zahlen per Bitcoin mit Smartphone. Wie genau die offizielle &#8222;Chivo&#8220;-Wallet eigentlich funktioniert, wissen aber nur die wenigsten. </figcaption></figure>



<p>Wie überall auf der Welt, fällt es dabei auch in El Salvador den jüngeren Menschen leichter, das digitale Geld und dessen Möglichkeiten zu verstehen. Sie wachsen bereits mit Smartphones und dem Internet auf, haben weniger digitale Berührungsängste. So besaß auch Nelson Eduardo Martinez Lovo, wie viele seiner Freunde, schon vor der Pandemie ein Konto bei einer Bitcoinbörse im Netz. „Mein Vater schreibt Rechnungen am liebsten noch mit der Hand“, lacht der 24-jährige. Gemeinsam führen sie das Sopón Zacamil, ein großes, helles Restaurant mit dunklen Holztischen auf der Grenze zum Bandengebiet im Norden San Salvadors, in das Einheimische aus der Umgebung zum Mittagessen kommen. Der grüne Leguan, der verschmitzt schauend und mit einem Limettenschnitz in der Hand die Karte ziert, ist die Spezialität des Hauses und auch Nelsons Lieblingsessen. Eigentlich würden sie das auch schon längst für Bitcoin verkaufen, erklärt er, doch warten sie noch auf das dafür notwendige Bezahlterminal. Das kommt aus China, aber die Lieferung verzögere sich immer wieder.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-x-large-font-size" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30)">Bitcoin doesn&#8217;t fix everything</h2>



<p>Solche Beispiele sind Wasser auf die Mühlen der Bitcoin-Skeptiker im Land. Sergio Arauz ist einer von ihnen. Die Regierung macht es investigativen Journalisten wie ihm zunehmend schwer, frei zu recherchieren und kritisch zu berichten. Zu offiziellen Terminen werden mitunter nur noch staatsnahe Medien eingeladen, Regierungserklärungen nur noch per Tweet statt über die offiziellen Webseiten verbreitet. Und der Druck wachse weiter. &#8222;Ich hätte nie gedacht, dass der Zeitpunkt kommen würde, an dem ich ernsthaft in Erwägung ziehen müsste, das Land zu verlassen, weil ich Journalist bin. Weil ich anders denke&#8220;, sagt Sergio mit ernstem Blick. Doch mittlerweile müssten er und seine Kollegen sich über solche Exit-Strategien Gedanken machen.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-full"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/El-Zonte.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="900" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/El-Zonte.jpg" alt="Sonnenuntergang am &quot;Bitcoin Beach&quot; in El Zonte. Einige Menschen baden im Pazifik, andere spazieren am Strand. Zwei unterhalten sich unter einem Sonnenschirm." class="wp-image-24214" title="&lt;small&gt;Bitcoin in El Salvador &lt;/small&gt;&lt;br&gt;Die Büchse des Satoshi 9" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/El-Zonte.jpg 1200w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/El-Zonte-300x225.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/El-Zonte-768x576.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Im kleinen El Zonte am Pazifik liegt der &#8222;Bitcoin Beach&#8220;. Hier begann das salvadorianische Bitcoin-Experiment</figcaption></figure>



<p>Sergio sitzt im warmen Wind, der durch eine offene, zweistöckige Beach-Bar weht. Hinter ihm senkt sich die Sonne über dem Pazifik. Wuchtige Wellen brechen auf den feinen Sandstrand. Hier in El Zonte, wo zwei staubige Straßen das Zentrum eines Surfspots bilden, hat das salvadorianische Bitcoin-Experiment bereits 2019 seinen eigentlichen Anfang genommen. Anders als bei der nationalen Umsetzung wurde am mittlerweile berühmten „Bitcoin Beach“ jedoch niemand gezwungen, Bitcoin zu akzeptieren. Es war ein freiwilliges Graswurzelprojekt. Der Versuch mit Hilfe des digitalen Geldes eine kleine Umlaufökonomie zu schaffen. Ein Community-Projekt von den Menschen für die Menschen, dessen Erfolg jedoch schließlich das Interesse von Entwicklern, Investoren und der Regierung auf sich zog, die es dann auf das ganze Land ausrollte. Ein Fehler, findet Sergio. „Ich bin nicht gegen Bitcoin an sich“, sagt er „sondern gegen die Art, wie es den Leuten im Land aufgezwungen wurde. Überstürzt und per Gesetz.“ Wieso sich die Regierung nicht Zeit genommen habe, die Einführung ordentlich vorzubereiten, fragt er. Mit umfassenden Informationskampagnen und dem Bereitstellen einer verlässlichen technischen Infrastruktur. Wo überhaupt das Geld herkomme, mit dem das Land Bitcoin kauft. „Sie sind für alle Menschen des Landes verantwortlich. Nicht nur für die, die sich den Luxus leisten könnten, sich mit Bitcoin zu beschäftigen“, kritisiert er.</p>



<h2 class="wp-block-heading has-x-large-font-size" style="margin-top:var(--wp--preset--spacing--30);margin-bottom:var(--wp--preset--spacing--30)">Erster sein um jeden Preis. Alles andere ist zweitrangig.</h2>



<p>Von offizieller Seite heißt es dazu ganz pragmatisch, man wollte eben unbedingt erster sein. Geschichtsbücher kennen keinen zweiten Platz. Das große Ziel sei es, El Salvador zum digitalen Pionier des Kontinents zu machen. Bitcoin wird dabei als wichtiger Baustein in der nationalen digitalen Agenda gesehen. Abgesehen davon sei das Interesse der Weltöffentlichkeit enorm. Man stehe bereits mit mehreren Regierungen in Kontakt. Eine Aussage, die die Kritiker nur umso wütender macht. Das Versuchslabor für die Welt sei man. Die Menschen hier hätten aber am Ende nichts davon.</p>



<figure class="wp-block-image alignwide size-full"><a href="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Vulkane-in-El-Salvador.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" width="1200" height="800" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Vulkane-in-El-Salvador.jpg" alt="Eine Landschaftsaufnahme in El Salvador. Im Hintergrund drei grün bewachsene und wolkenumhangene Vulkane. Davor eine Zuckerrohrplantage. " class="wp-image-24217" title="&lt;small&gt;Bitcoin in El Salvador &lt;/small&gt;&lt;br&gt;Die Büchse des Satoshi 10" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Vulkane-in-El-Salvador.jpg 1200w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Vulkane-in-El-Salvador-300x200.jpg 300w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2023/02/Vulkane-in-El-Salvador-768x512.jpg 768w" sizes="auto, (max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption class="wp-element-caption">Eines hat Bitcoin El Salvador in jedem Fall gebracht: Mehr Touristen</figcaption></figure>



<p>Die Positionen der Bitcoin-Befürworter und -Kritiker liegen in El Salvador bislang unversöhnlich und weit auseinander. Dass sie noch zueinanderfinden werden, scheint derzeit unwahrscheinlich. Denn hier in Mittelamerika wird vor allem eines deutlich: Bitcoin ist nicht nur eine gänzlich neue Form von Geld, das Geld der digitalen Revolution. Es ist auch ein Politikum, über das man streiten kann und sogar muss. Denn eine Exit-Strategie gibt es nicht. Bitcoin ist resistent gegen Kontrolle und Zensur. Das ist seine Besonderheit, sein Alleinstellungsmerkmal. Man kann versuchen es zu verbieten, doch verschwinden wird es dadurch nicht mehr. Weder hier in El Salvador noch sonst irgendwo auf der Welt. Die Büchse des Satoshi ist offen. Schließen lässt sie sich nicht mehr.</p>



<hr class="wp-block-separator has-css-opacity"/>



<p class="has-small-font-size"><em>Diese Reportage ist im Rahmen <a href="https://coinspondent.de/2021/12/21/auf-protokollebene-delegationsreise-nach-el-salvador/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einer Delegationsreise Ende 2021</a> entstanden und in gekürzter und redaktionell angepasster Version auch im<a href="https://www.redbull.com/at-de/theredbulletin/bitcoin-als-staatswaehrung-el-salvador" target="_blank" rel="noreferrer noopener"> The Red Bulletin</a> erschienen.</em> Mittlerweile <a href="https://www.redbull.com/int-en/theredbulletin/el-salvador-bitcoin-currency" target="_blank" rel="noreferrer noopener">auch auf Englisch</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://coinspondent.de/2022/03/24/buechse-des-satoshi-bitcoin-el-salvador/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Auf Protokollebene&#8220; &#8211; Delegationsreise nach El Salvador.</title>
		<link>https://coinspondent.de/2021/12/21/auf-protokollebene-delegationsreise-nach-el-salvador/</link>
					<comments>https://coinspondent.de/2021/12/21/auf-protokollebene-delegationsreise-nach-el-salvador/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 21 Dec 2021 17:07:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Im Auftrag]]></category>
		<category><![CDATA[In eigener Sache]]></category>
		<category><![CDATA[Radio & Podcast]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[El Salvador]]></category>
		<category><![CDATA[Radio]]></category>
		<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://coinspondent.de/?p=17582</guid>

					<description><![CDATA[Auf Deutschlandfunk Kultur lief neulich meine Reportage über die Bitcoin-Delegationsreise neulich nach El Salvador. Dabei handelte es sich nicht um einen Beitrag über Bitcoin in El Salvador und ob das digitale Geld gut oder schlecht für das Land und die Menschen ist &#8211; davon gibt es ja mittlerweile ein ganze Reihe. Es ging vielmehr um [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Auf <em>Deutschlandfunk Kultur</em> lief neulich meine Reportage über die Bitcoin-Delegationsreise neulich nach El Salvador. Dabei handelte es sich nicht um einen Beitrag über Bitcoin in El Salvador und ob das digitale Geld gut oder schlecht für das Land und die Menschen ist &#8211; davon gibt es ja mittlerweile ein ganze Reihe. Es ging vielmehr um die bemerkenswerte Tatsache, dass ein staatenloses Open-Source-Projekt aus dem Netz aka &#8222;Neuland&#8220; mittlerweile die diplomatische Ebene erreicht hat und es quasi-diplomatische Beziehungen zwischen einem Land und einem Netzphänomen gibt. </p>



<p>Das ist eine neue Ebene der Digitalisierung, mit der wir uns aber womöglich  in Zukunft häufiger beschäftigen müssen. Denn die Verbindungen zwischen Offline- und Online-Welt werden noch dichter werden. Immerhin arbeitet Mr. Zuckerberg an seinem Metaverse und neulich habe ich mit einem Computerchemiker gesprochen, der meinte, dass wir nicht drum herumkommen werden, die KI künftig in unseren Zoom-Calls als gleichwertiges Mitglied zu betrachten.</p>



<p>Insofern war ich selbst sehr verwundert über den Dreh, den die beiden Moderatoren meinem Beitrag gaben. Statt meiner Anmoderation (die man als Autor standardmäßig als Vorschlag immer mitliefert), gab es eine neue, die &#8211; warum auch immer &#8211; direkt einen negativen Dreh auf das Thema Bitcoin in El Salvador hatte. Stichwort Geldwäsche und so. Noch befremdlicher war jedoch die Abmoderation, in der beide Moderatoren ihre offenkundig auf einem nicht sehr fundierten Wissensstand beruhende Abneigung gegen Bitcoin feierten. Das war weder professionell (als Moderator sollte man Präsentation und Meinung trennen können) noch kollegial, denn eigentlich sind Autoren, Redakteure und Moderatoren Teil des selben Teams. </p>



<p>An der Moderation gab es daher auch im Nachhinein viel Kritik. Diese wurde gehört und man versicherte mir, dass man die Moderation so auch nicht wieder machen würde. Immerhin. Warum sie dann aber immer noch in dieser Form online steht, bleibt mir ein Rätsel. On-Air mag sich sowas ja versenden. Das Netz vergisst jedoch nicht. </p>



<p>Da ich hier aber natürlich alle meine Beiträge sammele, habe ich mich daher entschieden, nicht den gesendeten Beitrag zu archivieren, sondern die originale Version.</p>



<hr class="wp-block-separator has-text-color has-background has-dark-gray-background-color has-dark-gray-color is-style-dots"/>



<h4 class="wp-block-heading">Auf Protokollebene. <br>Bitcoin-Delegationsreise nach El Salvador</h4>



<p><em><strong>Anmoderation: </strong>Delegationsreisen in andere Länder –normalerweise ist das etwas, das auf beiden Seiten von offizieller Seite organisiert wird – von staatlichen oder wirtschaftsnahen Institutionen wie Handelskammern, Wirtschaftsverbänden, Ländervertretungen oder Botschaften.</em></p>



<p><em>Doch was passiert eigentlich, wenn bei so einer Delegationsreise auf einmal das Internet ins Spiel kommt und nur eine der beiden Parteien aus einem „echten“ Land, die andere hingegen aus der digitalen Welt stammt? Kann es überhaupt so etwas wie diplomatische Beziehungen zwischen einem Staat und einem staatenlosen Netzphänomen geben? Und wenn ja, wie könnten diese aussehen?</em></p>



<p><em>Genau diese Fragen hat eine Delegationsreise Mitte November nach El Salvador aufgeworfen. Rund 40 Bitcoiner*innen aus dem deutschsprachigen Raum sind dabei in das kleine mittelamerikanische Land gereist. Offiziell eingeladen und mit diplomatischer Begleitung.</em></p>



<p><em>Auslöser dafür war die Entscheidung El Salvadors dieses Jahr als erstes Land der Welt das digitale Open-Source-Geld als offizielles Zahlungsmittel anzuerkennen. Die Berliner Bitcoin-Community hatte daraufhin quasi-diplomatische Beziehungen aufgenommen, deren bisheriger Höhepunkt nun eben eine umfassende Delegationsreise bildete. Inklusive Treffen mit&nbsp; Minister*innen, akademischem Austausch, Besichtigung einer staatlichen, mit Vulkanenergie betriebenen Bitcoin-Mine und dem Ausloten der Möglichkeiten wirtschaftlicher Zusammenarbeit.</em></p>



<p><em>Fr</em>i<em>edemann Brenneis hat die Reisegruppe nach El Salvador begleitet.</em></p>



<figure class="wp-block-audio"><audio controls src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/podcast/Auf-Protokollebene_Bitcoin-Delegationsreise-nach-El-Salvador.mp3"></audio></figure>



<p>Der Vollständigkeit halber: Die <em>Deutschlandfunk Kultur</em>-Version mit der merkwürdigen An- und Abmoderation <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/bitcoin-delegationsreise-nach-el-salvador-100.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gibt es hier.</a> </p>



<p>PS: Manchmal kommt es zu Reibungen. Dessen ungeachtet bin ich aber nach wie vor ein großer Fan des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks im Allgemeinen und von Deutschlandfunk ( Kultur) und Breitband im Speziellen.</p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://coinspondent.de/2021/12/21/auf-protokollebene-delegationsreise-nach-el-salvador/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		<enclosure url="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/podcast/Auf-Protokollebene_Bitcoin-Delegationsreise-nach-El-Salvador.mp3" length="11059035" type="audio/mpeg" />
<enclosure url="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/podcast/Auf-Protokollebene_Bitcoin-Delegationsreise-nach-El-Salvador.mp3" length="11059035" type="audio/mpeg" />

			</item>
		<item>
		<title>Wie Bitcoin das Leben von Bitcoin-&#8222;Millionären&#8220; verändert</title>
		<link>https://coinspondent.de/2018/05/09/wie-bitcoin-das-leben-von-bitcoin-millionaeren-veraendert/</link>
					<comments>https://coinspondent.de/2018/05/09/wie-bitcoin-das-leben-von-bitcoin-millionaeren-veraendert/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 May 2018 07:46:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Medien & Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Millionär]]></category>
		<category><![CDATA[Reportage]]></category>
		<guid isPermaLink="false">http://coinspondent.de/?p=12625</guid>

					<description><![CDATA[Arte hat vor kurzem eine sehenswerte Reportage über Die Bitcoin-&#8222;Millionäre&#8220; veröffentlicht. Ich schreibe das Wort hier in Anführungszeichen, weil viele Leute mit dem Begriff &#8222;Millionär&#8220; vermutlich etwas anderes assoziieren, als das, was hier gezeigt wird.  Wenngleich die Protagonisten durchaus ein (geld-)sorgenfreies Leben leben. Zumindest derzeit. Millionär sein ist kein Beruf Denn der Reichtum und das [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Arte</em> hat vor kurzem eine <a href="https://youtu.be/N4OmE9bn7Pw" target="_blank" rel="noopener">sehenswerte Reportage über <em>Die Bitcoin-&#8222;Millionäre&#8220;</em></a> veröffentlicht. Ich schreibe das Wort hier in Anführungszeichen, weil viele Leute mit dem Begriff &#8222;Millionär&#8220; vermutlich etwas anderes assoziieren, als das, was hier gezeigt wird.  Wenngleich die Protagonisten durchaus ein (geld-)sorgenfreies Leben leben. Zumindest derzeit.</p>
<h6>Millionär sein ist kein Beruf</h6>
<p>Denn der Reichtum und das Millionärsein ist für sie im Kern nicht, das, worum es geht. Die einen arbeiten trotzdem (oder gerade wegen Bitcoin?) sehr emsig. Die anderen brechen komplett aus dem Arbeits- und Konsum-Hamsterrad aus und leben trotz ihres Krypto-Reichtums minimalistischer als vorher. Aber dafür sorgenfrei und ganz im Moment.</p>
<p>Tolle unaufgeregte Reportage mit schönen Bildern aus der ganzen Welt, interessanten Protagonisten und dem kleinen Highlight, dass man mal sieht, wie so ein Bitcoin-Meetup in Thailand abläuft.</p>
<p>https://youtu.be/N4OmE9bn7Pw</p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Traumhafte Gewinne, ohne staatliche Kontrollen – das verheißen Bitcoins und andere Internetwährungen. Ihre Anhänger glauben an eine finanzielle Revolution. Trotz extrem schwankender Kurse und Warnungen vor einer gefährlichen Blase investieren sie weltweit Milliarden in das digitale Geld. Mit zu hohem Risiko? </em></p>
<p style="padding-left: 30px;"><em>Der Holländer Didi Taihuttu (39) hat für Bitcoins und andere digitale Währungen sein Leben und das seiner Familie auf den Kopf gestellt. Noch vor einem halben Jahr besaß der Unternehmer ein Haus und drei Autos. 2017 verkaufte er alles und investierte sein Vermögen in digitale Währungen. Die kalte Jahreszeit verbringt die Familie nun in Thailand. Zwar hat sich Didis Vermögen allein im letzten halben Jahr um das Fünffache vermehrt und rein rechnerisch ist er nun Millionär. Aber die Bitcoin-Familie will langfristig Gewinn machen und pflegt deshalb einen minimalistischen Lebensstil. Brechen die Kurse ein, könnten Didi und seine Familie von heute auf morgen bankrott sein.Auch Robert Küfner und Till Wendler glauben an eine Revolution des Finanzwesens durch digitale Währungen. Und sie wollen ganz vorn mit dabei sein. In der Krypto-Hochburg Berlin haben die beiden Bitcoin-Millionäre das Start-up Advanced Blockchain AG gegründet. Die Pioniere beraten Unternehmen, wie sie die Technologie hinter den Bitcoins – die so genannte Blockchain – künftig nutzen können. Eine dezentrale Datenverarbeitung, die niemand manipulieren kann – mit dieser Idee sollen Finanzmarkt und Industrie umgekrempelt werden. Investoren und namhafte Firmen stehen bereits vor der Tür. Doch noch fehlt es den Jungunternehmern an Mitarbeitern mit dem richtigen Know-how. Auf der Suche nach Programmierern reist Till Wendler in die Ukraine. Die Jungunternehmer stehen extrem unter Druck. Wer im Markt der neuen Krypto-Technologie mitspielen will, muss schnell sein.</em></p>
]]></content:encoded>
					
					<wfw:commentRss>https://coinspondent.de/2018/05/09/wie-bitcoin-das-leben-von-bitcoin-millionaeren-veraendert/feed/</wfw:commentRss>
			<slash:comments>0</slash:comments>
		
		
			</item>
	</channel>
</rss>
