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	<title>Meinung &#8211; The Coinspondent</title>
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	<description>Kritisches und Konstruktives zu Bitcoin und der Zukunft des Geldes</description>
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	<title>Meinung &#8211; The Coinspondent</title>
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		<title>&#8222;Hallo Trottel&#8220; &#8211; Bitcoin polarisiert und das ist gut!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Feb 2021 16:42:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
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					<description><![CDATA[Man kann zu Bitcoin stehen wie man will und das ist gut so. Gerade jetzt, wo Tesla bekannt gegeben hat, dass man 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert habt und das digitale Geld künftig auch als Bezahlung annehmen will. Bitcoin ist nicht leicht zu akzeptieren Ich für meinen Teil hatte in diesem Zusammenhang gerade eine [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Man kann zu Bitcoin stehen wie man will und das ist gut so. Gerade jetzt, wo <a href="https://www.bloomberg.com/news/articles/2021-02-08/tesla-bets-1-5-billion-on-bitcoin-in-new-policy-crypto-surges" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Tesla</em> bekannt gegeben hat</a>, dass man 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert habt und das digitale Geld künftig auch als Bezahlung annehmen will. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Bitcoin ist nicht leicht zu akzeptieren</h6>



<p>Ich für meinen Teil hatte in diesem Zusammenhang gerade eine bemerkenswerte Diskussion auf Twitter. Auf der einen Seite ich. Auf der anderen Seite Michael Seemann alias <a href="https://twitter.com/mspro" target="_blank" rel="noreferrer noopener">@mspro</a>, der die aktuelle Kursentwicklung mit einem &#8211; nun ja &#8211; eher wenig substantiellen Tweet kommentierte. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/mspro/status/1358765208047616006
</div></figure>



<p>Wer <em>@mspro</em> kennt, weiß, dass er kaum eine Gelegenheit auslässt, die Bitcoin-Community mit solchen Aussagen zu triggern und sich dann im Nachhinein als Opfer darstellt, wenn er Widerspruch erfährt, der in der Bitcoin-Community selten mit Samthandschuhen ausgeteilt wird. </p>



<p>@mspro liebt es, zu trollen und viele in der Bitcoin-Community fallen leider immer wieder auf diesen trivialen Trick herein, mit toxischer Online-Kommunikation Aufmerksamkeit zu generieren, anstatt die alte <em>&#8222;Don&#8217;t feed the trolls!&#8220;</em>-Weisheit zu beherzigen, von denen @mspro nun mal einer ist. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Jeder kann sich mal irren. Trolle wollen es jedoch</h6>



<p>Man könnte das nun einfach geschehen lassen. Allerdings macht so ein Verhalten das Netz auf Dauer zu einem schlechteren Ort. Daher habe ich mich heute entschieden, @mspro ein Gesprächsangebot zu machen, in der Hoffnung, diesen immer wiederkehrenden, von ihm angezettelten Zickenkrieg ein bisschen einzufangen. Ich finde Streit und Diskurs nämlich prinzipiell gut, aber sich immer nur ergebnislos anzublaffen, furchtbar langweilig und sinnlos. </p>



<p>Man muss dazu noch wissen, dass @mspro und ich uns zwar nicht persönlich kennen, vor einiger Zeit mal gemeinsam Gäste <a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/blockchain-technologie-zwischen-hype-und-hohn.1264.de.html?dram:article_id=435373" target="_blank" rel="noreferrer noopener">einer Diskussionsrunde bei <em>Deutschlandfunk Kultur</em> zum Thema <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em></a> waren. Da ging es durchaus zivilisiert zu und wir waren in vielen Punkten sogar ähnlicher Auffassung. Ich hatte daher gute Hoffnung, dass wir auch auf Twitter auf dieser Basis aufbauen könnten. </p>



<p>Die Direktheit seiner Antwort auf mein Gesprächsangebot hat mich daher überrascht. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/mspro/status/1358770353577873413
</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Argumente? LOL!</h6>



<p>Unser ganzes &#8222;Gespräch&#8220;, bei dem ich den festen Vorsatz hatte, mich nicht provozieren zu lassen (warum auch?), <a href="https://twitter.com/mspro/status/1358777688647950342" target="_blank" rel="noreferrer noopener">kann man hier nachlesen</a>. Muss man aber auch nicht. Denn @mspro konnte oder wollte die  Trollmaske einfach nicht ablegen. </p>



<p>Zuhören?</p>



<p>&#8222;<em>LOL</em>&#8222;</p>



<p>Kritik verständlich und nachvollziehbar formulieren? </p>



<p>&#8222;<em>LOL</em>&#8222;</p>



<p>Fragen beantworten?</p>



<p>&#8222;<em>LOL</em>&#8222;</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/mspro/status/1358774866728656900
</div></figure>



<p>Man kann sich nun über das kindische Verhalten von @mspro aufregen. Wer eine wilde These ins Netz stellt, sollte schließlich auch das Rückgrat haben, sie zu verteidigen. Insbesondere wenn man von sich behauptet <em>&#8222;ins Internet zu denken&#8220;</em>. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/mspro/status/1358776388715765761
</div></figure>



<p>Vor allem aber würde es von Reife zeugen, wenn man das angekratzte Ego ein bisschen zurückfährt, wenn man sich mit einer steilen These vor seinen mehr als 20.000 Followern argumentativ auf zu dünnes Eis begeben hat und dann ertappt und zur Rede gestellt wird. @mspro hat in diesem Zusammenhang jedoch den Schwanz eingekniffen und sich getrollt. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/mspro/status/1358777688647950342
</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Mein Gesprächsangebot bleibt bestehen</h6>



<p>Das ist einerseits gut, denn vielleicht lernt er daraus und hält sich das nächste Mal zurück, bevor er sein ungenügend recherchiertes Halbwissen über etwas <em>&#8222;ins Internet denkt&#8220;</em>, über das sich andere schon sehr viel mehr Gedanken gemacht haben. </p>



<p>Andererseits ist es natürlich bedauerlich, denn mein Gesprächsangebot besteht natürlich weiterhin. Mich würde durchaus interessiere, was seine ganz konkrete Kritik an Bitcoin ist und verstehen, warum er sich so vehement weigert, sich weiter damit auseinanderzusetzen?</p>



<p>Gerade erst hat Alex Gladstein von der <em>Human Rights Foundation</em> <a href="https://twitter.com/gladstein/status/1357757736394444800" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dieses 5-Minütige Video ins Netz gestellt</a>, das in diesem Zusammenhang eine gute Basis für eine Debatte gewesen wäre. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Trolle mit Argumenten entzaubern</h6>



<p>Doch bleibt darüber hinaus noch eine weitere wichtige Erkenntnis. Bitcoin polarisiert. Heute mehr denn je. Das ist jedoch gut, wenn es gelingt daraus in Gespräche und Diskussionen zu kommen. Diskurs ist für beide Seiten wichtig. Niemand hat die Weisheit mit Löffeln gefressen.</p>



<p>Im besten Fall gelingt dieser, wenn man sich von Trollen nicht triggern lässt, sondern sie argumentativ stellt und inhaltlich herausfordert.</p>



<p>Im schlechtesten Fall haben sie wie @mspro darauf jedoch keinen Bock und tauchen wieder ab. Dieses Mal vielleicht für länger. Irgendwann vielleicht für immer.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>Bitcoin durchbricht die $20.000-Marke und marschiert weiter</title>
		<link>https://coinspondent.de/2020/12/17/bitcoin-durchbricht-die-20-000-marke-und-marschiert-weiter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Dec 2020 13:28:50 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Im Auftrag]]></category>
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					<description><![CDATA[Manchmal muss man eben auch ein bisschen Glück haben. Nachdem das Timing meines letzten Artikels für die Kollegen vom Spiegel zum aktuellen Kursgeschehen eher suboptimal war &#8211; kurz nach Abgabe aber noch vor Veröffentlichung rauschte der Preis des Bitcoins phänomenal nach unten &#8211; lief es dieses Mal besser. Bitcoin überspringt die symbolisch wichtige $20.000-Marke Nur [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Manchmal muss man eben auch ein bisschen Glück haben. Nachdem das Timing <a href="https://coinspondent.de/2020/11/30/totgesagte-steigen-hoeher/">meines letzten Artikels für die Kollegen vom <em>Spiegel</em></a><em> </em>zum aktuellen Kursgeschehen eher suboptimal war &#8211; kurz nach Abgabe aber noch vor Veröffentlichung rauschte der Preis des Bitcoins phänomenal nach unten &#8211; lief es dieses Mal besser. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Bitcoin überspringt die symbolisch wichtige $20.000-Marke</h6>



<p>Nur wenige Stunden nachdem die redaktionellen Korrekturschleifen mit den Kollegen von <em>Golem.de</em> abgeschlossen waren, <a href="https://bitcoinaverage.com/en/bitcoin-price/btc-to-usd" target="_blank" rel="noreferrer noopener">schoss der Bitcoin-Kurs gestern nach oben</a>, durchbrach die symbolisch wichtige 20.000 US-Dollar-Marke und kletterte seitdem kurzzeitig sogar auf bis über 23.500 US-Dollar. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>So schnell, dass offensichtlich nicht einmal die Meme-erfahrene Bitcoin-Community darauf so richtig vorbereitet war.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Neues ATH im Minutentakt</h6>



<p>Am Ende führte dieser beachtliche Durchmarsch nicht nur dazu, dass sämtliche Allzeithoch-Daten quasi permanent aktualisiert werden müssen, sondern hatte für mich auch den angenehmen Nebeneffekt, dass mein Artikel <a href="https://www.golem.de/news/phaenomen-bitcoin-aussen-hype-innen-gereift-2012-152728.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>Phänomen Bitcoin.</em> <em>Außen Hype, innen gereift</em></a> heute Mittag sogar der Aufmacher bei <em>Golem.de</em> war.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="474" height="420" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/12/bitcoin-golem-2.png" alt="bitcoin golem 2" class="wp-image-17350" title="Bitcoin durchbricht die $20.000-Marke und marschiert weiter 1" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/12/bitcoin-golem-2.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/12/bitcoin-golem-2-300x266.png 300w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /><figcaption>Tesla, Windows und sogar Cyberpunk 2077 &#8211; alles nicht so wichtig wie Bitcoin.</figcaption></figure>



<p>Auch das ist zwar nur eine symbolische Marke, aber dennoch ist auch sie bemerkenswert. Denn zu keinem anderem Zeitpunkt in den vergangenen drei Jahren wäre das denkbar gewesen. Bitcoin war uninteressant. Nun taugt es wieder zum Top-Thema. Mal schauen, wie sich das noch weiterentwickelt. Die meisten Menschen sind glücklicherweise lernfähig.</p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

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<h6 class="wp-block-heading">Warum klassische Ressort-Medien ein Problem mit Bitcoin haben</h6>



<p>Über das schwierige Verhältnis der &#8222;klassischen&#8220; Medien zu Bitcoin habe ich übrigens neulich erst mit den Jungs vom <em><a href="https://twitter.com/BTCVerstehenPod/status/1339308403169095680" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Bitcoin verstehen Podcast</a></em> diskutieren dürfen. Meiner Meinung nach liegt es in der Natur der Sache. Wenn Bitcoin gleichzeitig zwischen und in allen Ressorts liegt, fühlt sich keines von ihnen dafür richtig zuständig und verfügt auch nicht über die notwendigen Kompetenzen.  Das Ergebnis: eine mangelhafte Berichterstattung. </p>



<figure class="wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter wp-block-embed-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;The Digital Rush&#8220;. Eine besondere Bitcoin-Dokumentation</title>
		<link>https://coinspondent.de/2020/11/05/the-digital-rush-eine-besondere-bitcoin-dokumentation/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 05 Nov 2020 08:33:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Medien & Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Dokumentation]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich bin neulich über eine Empfehlung im Newsletter von Jimmy Song auf The Digital Rush. A Bitcoin Dokumentary gestoßen, die ich hier sehr gerne weiterempfehlen möchte. Die Macher verfolgen nämlich nicht den Was-ist-eigentlich-dieses-Bitcoin-für-Einsteiger-Ansatz, wie man ihn ja schon zur Genüge gesehen hat, sondern haben eine durchaus erfrischende Herangehensweise. Macher statt Vertreter Statt mit den üblichen [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich bin neulich über eine Empfehlung im <a href="https://jimmysong.substack.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Newsletter von Jimmy Song</a> auf  <a href="https://youtu.be/6_kNeztZPM0" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>The Digital Rush</em>. <em>A Bitcoin Dokumentary</em></a> gestoßen, die ich hier sehr gerne weiterempfehlen möchte. </p>



<p>Die Macher verfolgen nämlich nicht den <em>Was-ist-eigentlich-dieses-Bitcoin-für-Einsteiger</em>-Ansatz, wie man ihn ja schon zur Genüge gesehen hat, sondern haben eine durchaus erfrischende Herangehensweise. </p>



<figure class="wp-block-embed-youtube wp-block-embed is-type-video is-provider-youtube wp-embed-aspect-16-9 wp-has-aspect-ratio"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Macher statt Vertreter</h6>



<p>Statt mit den üblichen Verdächtigen und bunten Hunden zu sprechen, also hinreichend bekannten Investoren, Fürsprechern und Vordenkern, lassen sie in dieser Dokumentation viele von denen zu Wort kommen, die in der öffentlichen Wahrnehmung bislang nicht als erstes mit Bitcoin assoziiert werden. Denen das aber durchaus zusteht, weil sie diejenigen sind, die sich seit Jahren und teils Jahrzehnten damit beschäftigen, an der Umsetzung arbeiten und das Bitcoin-Ökosystem mitprägen.   </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.the-digital-rush.com/interviewed-cast/" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img decoding="async" width="474" height="347" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/11/digital-rush-speaker.png" alt="digital rush speaker" class="wp-image-16696" title="&quot;The Digital Rush&quot;. Eine besondere Bitcoin-Dokumentation 2" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/11/digital-rush-speaker.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/11/digital-rush-speaker-300x220.png 300w" sizes="(max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption>Etwas männerlastig, aber inhaltlich trotzdem top. Die Interview-Partner</figcaption></figure>



<p>Die gute halbe Stunde bietet dadurch neue interessante Einblicke unter anderem in die Entstehungsgeschichte von Bitcoin.</p>



<p>Aus <a href="https://www.the-digital-rush.com/synopsis/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">der Film-Beschreibung</a>:</p>



<p>&#8222;<em>The documentary The Digital Rush is about interviewing key figures in the <strong>bitcoin ecosystem</strong> and documenting the <strong>community</strong> and its events. A proper representation of the bitcoin proposition will be provided: <strong>cypherpunk movement</strong>, <strong>technological choices</strong>, <strong>monetary impact</strong> and <strong>cultural relevance</strong>, etc. It will emphasize the emergence of bitcoin as <strong>digital gold</strong>.</em></p>



<p><em>Aimed at a non-technical audience, the documentary will explain bitcoin using the words of its community members; their advanced (often geeky) technical comments will be properly framed between plain informative segments providing a gradual educational path.</em>&#8222;</p>



<h6 class="wp-block-heading">Der Fortschritt von Bitcoin zeigt sich auch hier</h6>



<p>Alles in allem eine sehr sehenswerte und anspruchsvolle Dokumentation auch &#8211; oder vielleicht sogar vor allem &#8211; für die, die schon ein bisschen mehr über Bitcoin wissen. Da kann man auch durchaus drüber hinweg sehen, dass bei der Musik hier und da ein bisschen Mut zu weniger ist mehr gut getan hätte.  </p>



<p>Was darüber hinaus auf jeden Fall bemerkenswert ist und sich am eingespielten Bitcoin-erklär-Clip von vor zig Jahren zeigt: Wie professionell, reif, tiefgehend, seriös und ernstzunehmend heutige Bitcoin-erklär-Filme (und damit auch die Wahrnehmung von Bitcoin) geworden sind.</p>
]]></content:encoded>
					
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			</item>
		<item>
		<title>&#8222;Blockchain&#8220; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf</title>
		<link>https://coinspondent.de/2020/08/12/blockchain-steht-jetzt-im-duden-doch-das-wie-wirft-fragen-auf/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2020 19:37:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Medien & Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[duden]]></category>
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					<description><![CDATA[Als ich vor gut zwei Jahren darüber schrieb, wie man den Begriff &#8222;Blockchain&#8220; grammatikalisch richtig verwendet, musste ich meine Argumentation noch selbst herleiten. Der Duden, die große Bibel der deutschen Rechtschreibung, kannte den Begriff nicht. &#8222;Blockchain&#8220; ist jetzt im Duden zu finden Das hat sich nun geändert. Mit der heute veröffentlichten 28., umfassend bearbeiteten und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Als ich vor gut zwei Jahren darüber schrieb, <a href="https://coinspondent.de/2018/06/01/wie-man-blockchain-grammatikalisch-richtig-verwendet/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">wie man den Begriff <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> grammatikalisch richtig verwendet</a>, musste ich meine Argumentation noch selbst herleiten. Der <em>Duden</em>, die große Bibel der deutschen Rechtschreibung, kannte den Begriff nicht.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="672" height="372" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/06/duden-blockchain.png" alt="duden blockchain" class="wp-image-12690" title="&quot;Blockchain&quot; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf 3" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/06/duden-blockchain.png 672w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2018/06/duden-blockchain-300x166.png 300w" sizes="(max-width: 672px) 100vw, 672px" /><figcaption>Anfang Juni 2018 war der Begriff &#8222;Blockchain&#8220; beim Duden noch nicht zu finden.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">&#8222;Blockchain&#8220; ist jetzt im Duden zu finden</h6>



<p>Das hat sich nun geändert. Mit der heute veröffentlichten 28., umfassend bearbeiteten und erweiterten Auflage vom <em><a href="https://www.duden.de/presse/3000-W%C3%B6rter-st%C3%A4rker-Der-neue-Duden-ist-da" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Duden – Die deutsche Rechtschreibung“</a></em> ist <em><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Blockchain" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Blockchain, die&#8220;</a></em> quasi offiziell Teil des deutschen Sprachschatzes. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Blockchain" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="367" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-2.png" alt="duden Blockchain 2" class="wp-image-16500" title="&quot;Blockchain&quot; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf 4" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-2.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-2-300x232.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption>Seit heute Teil des Dudens: &#8222;Blockchain, die&#8220;</figcaption></figure>



<p>Das ist einerseits nur logisch und konsequent. Auch <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> steht ja schon seit Jahren im <em>Duden</em>. Zum einen als <a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Bitcoin_Zahlungssystem" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>„über das Internet funktionierendes Zahlungssystem“</em></a> und als <em><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Bitcoin_Zahlungseinheit" target="_blank" rel="noreferrer noopener">„Einheit des Zahlungssystems Bitcoin“.</a></em></p>



<h6 class="wp-block-heading">Wem gehören &#8222;Bitcoin&#8220; und &#8222;Blockchain&#8220;?</h6>



<p>Merkwürdig ist jedoch, dass beide Einträge, der zu <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> (dem Zahlungssystem) neuerdings und der zu <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> mit ® für <em>&#8222;registered&#8220;</em>, gekennzeichnet sind, ohne dass irgendwo eine Erklärung dafür zu finden ist. Auch die sehr freundliche und hilfsbereite Pressestelle beim <em>Duden</em> konnte mir das nicht anders erklären als: <em>&#8222;Da muss wohl irgendwo etwas eingetragen sein und das wurde für den Eintrag dann übernommen, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein.&#8220;</em></p>



<p>Ich finde diese Herangehensweise dennoch irritierend. Es entsteht der Eindruck, dass man sich nicht wirklich mit dem beschäftigt, über das man schreibt. Denn klar gibt es zumindest für <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> ein gleichnamiges Unternehmen (und hunderte weitere, die bei denen das Wort ebenfalls Teil des Namens ist). Aber angesichts von <a href="https://www.google.de/search?sxsrf=ALeKk02gTIzyJ2I3rqYWh7fs1sENptUHIw%3A1597231579790&amp;source=hp&amp;ei=29EzX7LBLbvClAbbiqqgBA&amp;q=blockchain&amp;oq=blockchain&amp;gs_lcp=CgZwc3ktYWIQAzIFCAAQsQMyBwgAEBQQhwIyBAgAEEMyBQgAELEDMgQIABBDMgQIABBDMgUIABCxAzIICAAQsQMQgwEyAggAMgsILhCLAxCoAxChAzoJCCMQ6gIQJxATOgcIIxDqAhAnOgQIIxAnOgsILhCLAxCoAxCbAzoRCC4QsQMQgwEQiwMQqAMQnQM6DQguEEMQiwMQpAMQqAM6EQguELEDEIMBEIsDEKgDEJ4DOg4ILhCxAxCLAxCoAxCeAzoLCC4QiwMQqAMQngM6CggAELEDEBQQhwI6BwgAELEDEEM6CwguEIsDEJ4DEKgDOgsILhCLAxCYAxCoAzoNCC4QQxCLAxCoAxCkAzoQCC4QQxCLAxCoAxCkAxCTAjoLCC4QiwMQoQMQqANQ8Q1YvBhg1RloAXAAeACAAWSIAeUGkgEDOS4xmAEAoAEBqgEHZ3dzLXdperABCrgBAw&amp;sclient=psy-ab&amp;ved=0ahUKEwjymr2nx5XrAhU7IcUKHVuFCkQQ4dUDCAk&amp;uact=5" target="_blank" rel="noreferrer noopener">mehr als 150 Millionen <em>Google</em>-Einträgen</a> zu dem Begriff <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em>, von denen die meisten wohl eher nichts mit den vermeintlichen Namensrechten einzelner zu tun haben dürften, erscheint das verwunderlich. Zumal das ® nur in der digitalen <em>Duden</em>-Datenbank, nicht aber in der gedruckten Variante zu finden ist.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="475" height="345" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/Blockchain_28.-Auflage-Duden.png" alt="Blockchain 28. Auflage Duden" class="wp-image-16508" title="&quot;Blockchain&quot; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf 5" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/Blockchain_28.-Auflage-Duden.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/Blockchain_28.-Auflage-Duden-300x218.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /><figcaption>Scan aus dem heute erschienenen gedruckten Duden. Mit Dank an die Pressestelle! </figcaption></figure>



<p>Noch befremdlicher finde ich aber, dass online neuerdings auch <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> den ®-Verweis bekommen hat, den es zuvor lange nicht hatte. Klar <a href="https://coinspondent.de/2018/03/06/kampf-um-die-bitcoin-marke/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">gibt es einen Marken- und Patentkampf um den Begriff</a> und wenn der <em>Duden</em> da auf Nummer sicher gehen will, ist das nachvollziehbar. Inhaltlich ist es jedoch trotzdem falsch. Bitcoin gehört niemandem. Im Gegenteil. Bitcoin ist quasi der Inbegriff von einem Open-Source-Projekt, dessen herausragendes Alleinstellungsmerkmal ja gerade ist, das es keinem einzelnen gehört. Das ist, was Bitcoin im Kern ausmacht.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Blockchain-Meme</h6>



<p>Ebenfalls unglücklich finde ich den Eintrag, dass <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> auch ohne Artikel verwendet werden könne. Natürlich ist Sprache lebendig und wenn man methodisch auswertet, wie die Leute nun einmal aktuell reden und schreiben, dann muss man anerkennen, dass <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> (ohne Artikel) tatsächlich ein gebräuchlicher Teil unserer Sprache geworden zu sein scheint.</p>



<p>Was dem <em>Duden</em> hier jedoch entgeht, ist der Bedeutungsunterschied zwischen <em>&#8222;Blockchain, die&#8220;</em> und einfach nur <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em>. Ersteres ist nämlich tatsächlich eine <em>&#8222;dezentrale Datenbankstruktur, die eine kryptografische Verkettung der Datensätze aufweist (z. B. als Basis digitaler Währungen)</em>&#8222;, wohingegen zweites vor allem ein mächtiges Wort ist. Ein Platzhalter, der eine vage Vorstellung einer technischen Lösung transportiert, die es in den meisten Fällen so jedoch noch gar nicht gibt. <a href="https://dilbert.com/strip/2019-09-29" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Ein abstrakter Begriff, der hilft eine argumentative Leerstelle zu überbrücken, indem er den Rezipienten dazu anregt, diese durch eigene Interpretationen, Phantasie und (Wunsch-)Vorstellungen auszufüllen. </a>Oder wie es die <em>Universität Cambridge</em> mal in einer Studie bezeichnete: <a href="https://www.jbs.cam.ac.uk/fileadmin/user_upload/research/centres/alternative-finance/downloads/2019-10-ccaf-second-global-enterprise-blockchain-report.pdf" target="_blank" rel="noreferrer noopener">ein Meme</a>.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Blockchain_Technologie" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="475" height="404" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-Technologie.png" alt="duden Blockchain Technologie" class="wp-image-16501" title="&quot;Blockchain&quot; steht jetzt im Duden, doch das Wie wirft Fragen auf 6" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-Technologie.png 475w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/duden-Blockchain-Technologie-300x255.png 300w" sizes="auto, (max-width: 475px) 100vw, 475px" /></a></figure>



<p>Statt also auch der <em><a href="https://www.duden.de/rechtschreibung/Blockchain_Technologie" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Blockchain-Technologie&#8220;</a></em> noch einen eigenen (Online-)Eintrag ohne inhaltlichen Mehrwert zu widmen, wäre es also hilfreicher gewesen, ebenso wie man <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> zwei Einträge gewidmet hat, auch <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> zweimal zu erklären. Einmal mit einer konkreten Beschreibung (mit Artikel) und einmal als abstraktes Konstrukt (ohne Artikel).</p>



<h6 class="wp-block-heading">Sprache ist im Wandel, Duden-Einträge glücklicherweise auch</h6>



<p>Doch glücklicherweise sind die Einträge im <em>Duden</em> ja nicht in Stein gemeißelt und werden regelmäßig überarbeitet. Es besteht also die Hoffnung, dass <em>&#8222;Blockchain-Technologie&#8220;</em> (ebenso wie gerade der <em><a href="https://www.google.com/search?q=hackenporsche&amp;sxsrf=ALeKk013OBj6_BBCseQGr1UAzV7-KO1LBQ:1597233320939&amp;source=lnms&amp;tbm=isch&amp;sa=X&amp;ved=2ahUKEwi_6N7lzZXrAhV7TxUIHbcbB8sQ_AUoAnoECAwQBA&amp;biw=1920&amp;bih=951" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;Hackenporsche&#8220;</a></em>) auch wieder rausfliegt, dass das ® bei <em>&#8222;Bitcoin&#8220;</em> und <em>&#8222;Blockchain&#8220;</em> r verschwindet und dass das abstrakte artikellose <em>Blockchain</em>-Meme im Sinne einer besseren Aufklärung einen eigenen Eintrag bekommt.</p>
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		<title>Proof of Beats &#8211; Fette Bitcoin-Weisheiten auf Vinyl</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 09 Aug 2020 13:59:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[LP]]></category>
		<category><![CDATA[Proof of Beats]]></category>
		<category><![CDATA[Vinyl]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie ich auf diesen Eintrag im Bitcointalk-Forum gestoßen bin. Aber ich bin ein Freund von Vinyl und kaufe mir hin und wieder schöne Platten. Kein Spotify-Mainstream-Kram, sondern am liebsten diese besonderen Fundstücke mit einer echten Geschichte. Kleinauflagen von Festivals (wie die des Leipziger Kultur-Festivals Seanaps &#8211; 2017 [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich weiß gar nicht mehr genau, wann und wie ich auf <a href="https://bitcointalk.org/index.php?topic=5239522" target="_blank" rel="noreferrer noopener">diesen Eintrag im <em>Bitcointalk-Forum</em></a> gestoßen bin. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://bitcointalk.org/index.php?topic=5239522" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="473" height="220" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/bitcointalk-forum.png" alt="bitcointalk forum" class="wp-image-16492" title="Proof of Beats - Fette Bitcoin-Weisheiten auf Vinyl 7" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/bitcointalk-forum.png 473w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/08/bitcointalk-forum-300x140.png 300w" sizes="auto, (max-width: 473px) 100vw, 473px" /></a><figcaption>Bitcoin-Weisheiten auf Vinyl &#8211; Die Ankündigung der limitierten Proof of Beats-Platte bei Bitcointalk </figcaption></figure>



<p>Aber ich bin ein Freund von Vinyl und  kaufe mir hin und wieder schöne Platten. Kein <em>Spotify</em>-Mainstream-Kram, sondern am liebsten diese besonderen Fundstücke mit einer echten Geschichte. Kleinauflagen von Festivals (wie die des Leipziger Kultur-Festivals <em><a href="http://seanaps.net/2020/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Seanaps</a></em> &#8211; 2017 thematisch mit <a href="http://seanaps.net/2019/archive2017" target="_blank" rel="noreferrer noopener">dem Schwerpunkt Blockchain</a>) oder anderen Projekten mit Charm und Charakter (wie <a href="https://soundslikevanspirit.eu/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><em>SoundsLikeVanSpirit</em></a>, für das einer seinen Bulli zu einem mobilen Tonstudio ausgebaut hat und dann zwei Jahre durch Europa gereist ist um Straßenmusiker aufzunehmen).</p>



<h6 class="wp-block-heading">Die Frage war nicht ob, sondern welche</h6>



<p>Ich musste also nicht lange überlegen, ob ich mir eine der auf 200 Stück limitierten <em>Proof of Beats</em>-Platten bestelle, sondern vielmehr welche. Denn noch kann man wählen. Da aber viele Bitcoin-symbolischen Nummern schon weg waren, habe ich mich kurzerhand für die ohnehin einzig richtige Antwort auf die Frage <em><a href="https://de.wikipedia.org/wiki/42_(Antwort)" target="_blank" rel="noreferrer noopener">&#8222;nach dem  Leben, dem Universum und dem ganzen Rest&#8220;</a></em> entschieden. </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Und auch wenn der Bestellprozess etwas abenteuerlich und rustikal war &#8211; man schickt Unbekannten im Netz einiges an Geld (40 US-Dollar plus noch einmal gut 20 Dollar für den Versand aus den USA) über eine statische Bitcoin-Adresse, die tief in einem nerdigen Forum liegt,  und hofft, dass sie im Gegenzug auch ihr Versprechen halten und tatsächlich die versprochene Platte schicken &#8211; am Ende lief alles reibungslos. Nach einigen Wochen kam das Schätzchen an.</p>



<p>Und nun dreht die Platte also hier schon seit einiger Zeit ihre Runden und wurde dabei musikalisch auch schon von Gästen, die sonst eigentlich mit Bitcoin überhaupt nichts zu tun haben, für gut befunden. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Digitale Hörprobe</h6>



<div style="font-size: 10px; color: #cccccc;line-break: anywhere;word-break: normal;overflow: hidden;white-space: nowrap;text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif;font-weight: 100;"><a href="https://soundcloud.com/proofofbeats" title="Proof-of-beats" target="_blank" style="color: #cccccc; text-decoration: none;" rel="noopener noreferrer">Proof-of-beats</a> · <a href="https://soundcloud.com/proofofbeats/whonakamoto" title="Whonakamoto" target="_blank" style="color: #cccccc; text-decoration: none;" rel="noopener noreferrer">Whonakamoto</a></div>



<div style="font-size: 10px; color: #cccccc;line-break: anywhere;word-break: normal;overflow: hidden;white-space: nowrap;text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif;font-weight: 100;"><a href="https://soundcloud.com/proofofbeats" title="Proof-of-beats" target="_blank" style="color: #cccccc; text-decoration: none;" rel="noopener noreferrer">Proof-of-beats</a> · <a href="https://soundcloud.com/proofofbeats/key-control" title="Key Control - Featuring Andreas M.  Antonopoulos" target="_blank" style="color: #cccccc; text-decoration: none;" rel="noopener noreferrer">Key Control &#8211; Featuring Andreas M.  Antonopoulos</a></div>



<div style="font-size: 10px; color: #cccccc;line-break: anywhere;word-break: normal;overflow: hidden;white-space: nowrap;text-overflow: ellipsis; font-family: Interstate,Lucida Grande,Lucida Sans Unicode,Lucida Sans,Garuda,Verdana,Tahoma,sans-serif;font-weight: 100;"><a href="https://soundcloud.com/proofofbeats" title="Proof-of-beats" target="_blank" style="color: #cccccc; text-decoration: none;" rel="noopener noreferrer">Proof-of-beats</a> · <a href="https://soundcloud.com/proofofbeats/signal-to-noise-ratio-vitalik-mic-drop" title="Signal - To - Noise Ratio -- Vitalik Mic Drop" target="_blank" style="color: #cccccc; text-decoration: none;" rel="noopener noreferrer">Signal &#8211; To &#8211; Noise Ratio &#8212; Vitalik Mic Drop</a></div>



<h6 class="wp-block-heading">Ist die Platte den Preis und Aufwand wert?</h6>



<p>Bleibt die Frage, warum man eine Platte kaufen sollte. Denn eigentlich könnte man sich all die <em>Proof of Beats</em>-Songs auch einfach kostenlos digital anhören. <a href="https://soundcloud.com/proofofbeats" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Der Künstler hat sie schließlich frei von Copyright-Auflagen ins Netz gestellt</a>. Doch macht man es auch, nur weil man es theoretisch könnte? Wohl eher nicht.</p>



<p>Das macht diese Platte schlussendlich tatsächlich zu etwas Besonderem. Die Tracks wurden schließlich bewusst ausgewählt und in eine Reihenfolge gebracht. Das schöne Cover mit Liebe zum Detail erstellt und entdeckt sie jemand bei einem im Regal, hat man immer einen schönen Anlass über Bitcoin zu sprechen ohne sich Gleich in Preisspekulationen, Geldtheorie oder technischen Details zu verlieren.</p>
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		<title>Cypherpunk Women &#8211; Bitcoin aus weiblicher Perspektive</title>
		<link>https://coinspondent.de/2020/06/03/cypherpunk-women-bitcoin-aus-weiblicher-perspektive/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 03 Jun 2020 10:48:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Medien & Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Frauen]]></category>
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					<description><![CDATA[Die Publizistin Leigh Cuen hat die digitale Anthologie Cypherpunk Women veröffentlicht, das &#8222;erste Open Source Buch von Frauen über Kryptowährung und Cypherpunk Pioniere&#8220;. Darin enthalten sind 40 Interviews, Statements, Gedichte und andere Texte rund um Technologie, Privatsphäre und sozialen Wandel von Entwicklerinnen, Unternehmerinnen und Vordenkerinnen aus der Bitcoin-Community aus ihrer jeweiligen Perspektive. Den Inhalt zu [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Die Publizistin <a rel="noreferrer noopener" href="https://twitter.com/la__cuen" target="_blank">Leigh Cuen</a> hat die digitale Anthologie<em> <a rel="noreferrer noopener" href="https://citapress.org/#books/cypherpunk-women/web" target="_blank">Cypherpunk Women</a></em> veröffentlicht, das <em>&#8222;erste Open Source Buch von Frauen über Kryptowährung und Cypherpunk Pioniere&#8220;</em>. Darin enthalten sind 40 Interviews, Statements, Gedichte und andere Texte rund um Technologie, Privatsphäre und sozialen Wandel von Entwicklerinnen, Unternehmerinnen und Vordenkerinnen aus der Bitcoin-Community aus ihrer jeweiligen Perspektive. </p>



<figure class="wp-block-image size-large"><a href="https://citapress.org/#books/cypherpunk-women/web" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="720" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/cover_cypherpunk-women.png" alt="cover cypherpunk women" class="wp-image-16331" title="Cypherpunk Women - Bitcoin aus weiblicher Perspektive 8" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/cover_cypherpunk-women.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2020/06/cover_cypherpunk-women-198x300.png 198w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption>Klicken um direkt zum Buch zu kommen.</figcaption></figure>



<p>Den Inhalt zu kommentieren steht mir in diesem Kontext nicht zu. Aber angesichts der insgesamt ja sehr männerdominierten Bitcoin-Szene halte ich diese Textsammlung für etwas, das tatsächlich gefehlt hat und hoffe, dass wir in Zukunft noch mehr Vielfalt in der individuellen Wahrnehmung und kollektiven Ausgestaltung von Bitcoin erleben.</p>
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		<title>Bitcoin und die Corona-Krise</title>
		<link>https://coinspondent.de/2020/03/14/bitcoin-und-die-corona-krise/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2020 12:20:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
		<category><![CDATA[Krise]]></category>
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					<description><![CDATA[&#8222;Die große Corona-Krise hat die ganze Welt fest im Griff und lässt erbarmungslos alle wichtigen Märkte crashen. Alle? Nein! Eine kleine unbeugsame Kryptowährung namens Bitcoin widersetzt sich dem übermächtigen Abwärtstrend und bleibt trotz allem wertstabil.&#8220; So hätten sich wohl viele Bitcoiner die Beschreibung dieses Donnerstags gewünscht. Bitcoin &#8211; aus der globalen Krise 2008 geboren &#8211; [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p><em>&#8222;Die große Corona-Krise hat die ganze Welt fest im Griff und lässt erbarmungslos alle wichtigen Märkte crashen. Alle? Nein! Eine kleine unbeugsame Kryptowährung namens Bitcoin widersetzt sich dem übermächtigen Abwärtstrend und bleibt trotz allem wertstabil.&#8220;</em></p>



<p>So hätten sich wohl viele Bitcoiner die Beschreibung dieses Donnerstags gewünscht. Bitcoin &#8211; aus der globalen Krise 2008 geboren &#8211; beweist sich schon in der nächsten globalen Krise nur wenige Jahre später als verlässliche und entkoppelte Anlageklasse. Ein Wertaufbewahrungsmittel, das nicht mit den klassischen Märkten wie Gold, Aktien, Anleihen und Öl korreliert.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/Cryptanzee/status/1238023274719629312
</div></figure>



<p>Doch es kam anders.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

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<h6 class="wp-block-heading">Der <a href="https://en.wikipedia.org/wiki/Black_swan_theory" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="schwarze Corona-Schwan (öffnet in neuem Tab)">schwarze Corona-Schwan</a> wirft alles durcheinander</h6>



<p>Vor einer Woche noch bei über 9000 US-Dollar, brach der Bitcoin-Kurs zusammen mit den Aktienmärkten am Donnerstag massiv ein. Verlor zwischenzeitlich binnen Stunden mehrere Tausend Dollar an Wert und dippte in der Nacht kurzzeitig sogar auf unter 4000 US-Dollar. Seit Gestern steht der Bitcoin zwar wieder bei über 5000 US-Dollar. Unterm Strich bleibt aber ein Verlust von rund 40 Prozent innerhalb einer Woche. Für viele Bitcoiner eine Überraschung. Und ein Schock.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

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<h6 class="wp-block-heading">Die Volatilität ist nicht das Problem</h6>



<p>Allerdings nicht wegen der Wertschwankung an sich. Plötzliche Volatilität ist man bei Bitcoin schließlich seit jeher gewöhnt. Zwar eher selten, aber hin und wieder auch im zweistelligen Prozentbereich. </p>



<p>Was viele jedoch überrascht, ist die Tatsache, wie sehr sich Bitcoin von der allgemeinen Verunsicherung der klassischen Märkte hat nach unten reißen lassen. Das war so schließlich nicht vorgesehen.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
https://twitter.com/icebergy_/status/1238212248402829312
</div></figure>



<p>Dass es trotzdem so gekommen ist, ist bemerkenswert und spannend gleichermaßen, werfen die gestrigen Ereignisse doch Fragen auf, die man im Rahmen des Bitcoin-Experiments eigentlich schon für beantwortet hielt. </p>



<p>Die Kursentwicklung der letzten Jahre deutete schließlich darauf hin, dass sich die These von Bitcoin als &#8222;Sicherer Hafen&#8220; gegen Verwerfungen auf den klassischen Märkten als valide erweist. Soweit, dass sie eigentlich gar nicht mehr wirklich hinterfragt wurde und sich sogar zu einem der wichtigsten Alleinstellungsmerkmale von Bitcoin entwickelte.    </p>



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</div></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Wir wissen weniger über Bitcoin als wir denken</h6>



<p>Doch offensichtlich lagen wir in diesem Punkt falsch mit dem, was wir über Bitcoin zu wissen meinten. Denn wäre dem nicht so, hätte der Kurs nicht derart korreliert crashen dürfen. Und dass das für viele so überraschend kam, deutet darauf hin, dass es möglicherweise noch andere Bitcoin-Erkenntnisse gibt, die bisher als einigermaßen gesichert angenommen werden, in Wahrheit jedoch wohl nur Thesen sind, die bisher einfach nur noch nicht be- oder widerlegt wurden. Oder Annahmen, die in ihren Konsequenzen bislang schlichtweg noch nicht zu Ende gedacht wurden.  </p>



<p>So warten viele Bitcoiner ja schon seit Jahren darauf, dass Bitcoin durch die Zulassung von ETFs und eine flächendeckende rechtliche Annerkennung als &#8222;offizielle&#8220; Investitionsmöglichkeit endlich zu einem Magneten für institutionelles Geld wird. In der Hoffnung, dass das <em>große Geld<img src="https://s.w.org/images/core/emoji/17.0.2/72x72/2122.png" alt="™" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></em> den Kurs massiv beflügelt und gleichzeitig dafür sorgt, dass sich auch die Volatilität langfristig in einem beständigen Rahmen einpendelt. </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

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<p>Eine Hoffnung, die jedoch stark auf der seit Donnerstag gründlich erschütterten &#8222;Sicherer-Hafen&#8220;-Annahme beruht und darüber hinaus zu einer weiteren Verpflechtung von Bitcoin mit bestehenden Marktmechanismen führen würde. Genau das würde aber künftig ähnliche korrelierte Markt-Entwicklungen noch viel wahrscheinlicher machen und den &#8222;Sicherer-Hafen&#8220;-Anspruch weiter untergraben. Ein Dilemma. </p>



<p>Denn man kann nicht auf das Geld von Investoren scharf sein, aber gleichzeitig nicht wollen, dass diese Investoren Bitcoin wie jedes andere ihrer Investments behandlen. Also im Zweifel zusammen mit all ihren anderen Anlagen massenhaft verkaufen, wenn sie dazu gezwungen sind.</p>



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<h6 class="wp-block-heading">Was die Corona-Krise für Bitcoin bedeutet</h6>



<p>Was zu der letztlich relevanten Frage führt, wie wir den Kursrutsch für Bitcoin bewerten müssen und was wir daraus lernen können. Haben die Bitcoin-Kritiker am Ende womöglich doch Recht? Wenn das digitale Geld in turbulenten Zeiten wie diesen kein sicherer Hafen ist, was ist Bitcoin dann überhaupt wert?</p>



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<p>Eine berechtigte Frage, auf die die Antwort wie so oft bei Bitcoin lautet: Zum jetzigen Zeitpunkt können wir das schlichtweg nicht sagen, für einen Abgesang ist es aber definitiv noch zu früh. Aus dem einfachen Grund, dass wir gestern zwar einen massiven Einbruch des Bitcoin-Kurses gesehen haben, wir aber noch ganz am Anfang der Corona-Krise stehen. Eine Krise, <a href="https://www.manager-magazin.de/politik/weltwirtschaft/coronavirus-die-krise-ist-erst-in-phase-2-auf-finanzkrise-folgt-deflation-a-1305433-4.html" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="in der sich weit mehr als Bitcoin beweisen muss (öffnet in neuem Tab)">in der sich weit mehr als Bitcoin beweisen muss</a>.</p>



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<p>Man muss dabei kein sonderlicher Pessimist sein, um davon auszugehen, dass die gestrigen Marktreaktionen nicht das Schlimmste war, was uns noch bevorsteht. Wenn die Bundeskanzlerin offen sagt, dass die Situation außergewöhnlicher sei als zu der Zeit der Bankenkrise, dann hat sie damit Recht. Denn im Gegensatz zu 2008 ist die Krise, in die die Banken insbesondere hierzulande gerade rutschen und <a rel="noreferrer noopener" aria-label="so schlimm sie auch sein mag (öffnet in neuem Tab)" href="https://finanz-szene.de/banking/diese-krise-ist-auch-eine-banken-krise-drum-whatever-it-takes/" target="_blank">so bedrohlich sie auch wirken mag</a>, dieses Mal nur ein Nebenschauplatz. </p>



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<p>In erster Linie bedroht das Corona-Virus nämlich nicht die Bilanzen von Banken sondern das Leben von Milliarden Menschen weltweit. Der Umgang mit dem Virus ist folglich ein direkter Stresstest für die Integrität und Performanz jedes einzelnen Staates, seiner Gesellschaftsform, seiner Institutionen, der Werte, für die er steht und des Sozialgefüges, in dem diese Werte gelebt werden. </p>



<p>Und es ist keinesfalls ausgeschlossen, dass es Staaten gibt, die diesen Test nicht bestehen werden. Was im Übrigen <a rel="noreferrer noopener" aria-label="nicht nur für den Iran (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.latimes.com/world-nation/story/2020-02-25/how-iran-became-a-hot-zone-for-coronavirus-in-middle-east" target="_blank">nicht nur für den Iran gilt</a>. </p>



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https://twitter.com/mspro/status/1238141714277134341
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<h6 class="wp-block-heading">Menschenleben oder Bankenbilanzen?</h6>



<p>Im Hinblick auf die Banken bedeutet das, dass Regierungen dieses Mal womöglich nicht nur vor der Entscheidung stehen werden, (schon wieder) die Banken zu retten oder nicht. Im schlimmsten Fall müssen sie abwägen, ob sie die Mittel der Gesellschaft eher dafür einsetzen, um marode Banken zu retten oder Menschenleben. </p>



<p>Es braucht nicht viel Phantasie, um zu erkennen, dass in einem solchen Fall das Budget für eine mögliche Bankenrettung, sofern sie überhaupt kommt, kein <em>&#8222;whatever it takes&#8220;</em> sein kann und wahrscheinlich nicht für alle Institute reichen wird. </p>



<p>Wenn das Virus Ärzte wie in Italien jetzt schon dazu zwingt, zu entscheiden, wem man die Behandlung versagt und damit womöglich sterben lässt, weil die Überlebenschancen anderer besser sind und die medizinischen Kapazitäten nicht für alle reichen, dann wird keine Gesellschaft in dieser Krise akzeptieren, nicht auch offensichtlich marode Banken &#8222;sterben&#8220; zu lassen, um zumindest den einigermaßen überlebensfähigen eine Chance zu geben.</p>



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<p>In diesem Kontext wirkt die Tatsache, dass Bitcoin am Donnerstag kurzzeitig die Hälfte seines Wertes eingebüßt hat, gleich sehr viel weniger dramatisch. Denn eines darf man nicht vergessen. Alles, was bei Bitcoin passiert, ist live und ungeschönt. Es gibt kein Fangnetz und keine Rettungsschirme. Selbst wenn der Kurs crasht, weiß man jederzeit, woran man ist. Und dass der Kurssturz von selbst einen Boden auf immer noch hohem Niveau gefunden hat, zeigt, wie es um das grundsätzliche Vertrauen in Bitcoin steht: ziemlich gut.</p>



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<h6 class="wp-block-heading">Bitcoin braucht kein Fangnetz, es ist das Fangnetz</h6>



<p>Im Gegensatz zu Banken war Bitcoin noch nie auf eine Rettung von außen angewiesen und wird es auch nie sein. Für das Fortbestehen von Bitcoin ist es egal, ob Banken pleite gehen oder nicht. Selbst wenn tatsächlich der absolute <em>Worst case</em> eintritt und wir Staaten scheitern sehen, wird das Bitcoin nicht schaden. Im Gegenteil.</p>



<p>Denn genau für solch ein Extremfall wurde Bitcoin gemacht. Nicht als sicherer Hafen für institutionelle Investoren, sondern als globales und universelles Geldsystem, dass auch in den schlimmsten Zeiten, also Zeiten systemischer Krisen, verlässlich funktioniert. </p>



<p>Ob und inwieweit Bitcoin diese Erwartungen in den kommenden Monaten wird erfüllen können oder womöglich sogar müssen, werden wir sehen. Wir wissen heute noch nicht, wie die Welt nach Corona aussehen wird. Vielleicht werden wir am Ende vergleichsweise glimpflich davon gekommen sein. Ich möchte mich aber nicht darauf verlassen müssen. Sehr viel wahrscheinlicher stehen uns nämlich extrem turbulente Zeiten bevor.</p>



<p>Und in diesem Fall zu wissen, dass es ein zensur- und manipulationsresistentes Geldsystem gibt, das zwar nicht perfekt aber auch nicht mehr ultra-experimentell ist, und im Notfall nicht von Politik und Ländergrenzen abhängig ist, lässt mich deutlich besser schlafen.</p>
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		<title>Herausragender BBC-Podcast über Onecoin</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/09/30/herausragender-bbc-podcast-ueber-onecoin/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Sep 2019 07:34:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Medien & Kritik]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[OneCoin]]></category>
		<category><![CDATA[Podcast]]></category>
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					<description><![CDATA[Ich wusste, dass es irgendwann passiert und war mir (leider) auch sicher, dass es kein großes deutsches Medium sein würde, dass den Mut dazu aufbringt, diese Geschichte zu recherchieren. Aber nun ist es endlich soweit. In der herausragenden Podcast-Serie The Missing Cryptoqueen erzählt Jamie Bartlett für die BBC die unglaubliche Geschichte rund um Onecoin und [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Ich wusste, dass es irgendwann passiert und war mir (leider) auch sicher, dass es kein großes deutsches Medium sein würde, dass den Mut dazu aufbringt, diese Geschichte zu recherchieren. Aber nun ist es endlich soweit. In der herausragenden Podcast-Serie<a rel="noreferrer noopener" aria-label="unglaublich gut gemachten achtteiligen Podcast-Serie (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bbc.co.uk/programmes/p07nkd84" target="_blank"> <em>The Missing Cryptoqueen</em></a> erzählt <a rel="noreferrer noopener" aria-label="Jamie Bartlett (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/JamieJBartlett" target="_blank">Jamie Bartlett</a> für die <em>BBC</em> die unglaubliche Geschichte rund um <em>Onecoin</em> und verschafft dem Thema damit die Aufmerksamkeit, die es eigentlich schon seit Jahren so dringend braucht.</p>



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<span id="more-15533"></span>



<p>Für mich ist es natürlich ein Fest, das zu hören. Nicht nur, weil die die <em>BBC</em> weiß, wie man gute Podcasts macht und dabei regelmäßig <a rel="noreferrer noopener" aria-label="die Messlatte definiert (öffnet in neuem Tab)" href="https://us16.campaign-archive.com/?u=141467627fcf6b79f6636f0a1&amp;id=281c612f90" target="_blank">die Messlatte definiert</a>. Sondern natürlich vor allem, weil ich selbst in den vergangenen Jahren <a href="http://coinspondent.de/2017/01/16/warnung-vor-onecoin-co-jetzt-auch-im-radio/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="immer wieder kritisch über Onecoin berichtet habe (öffnet in neuem Tab)">immer wieder kritisch über </a><em><a href="http://coinspondent.de/2017/01/16/warnung-vor-onecoin-co-jetzt-auch-im-radio/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="immer wieder kritisch über Onecoin berichtet habe (öffnet in neuem Tab)">Onecoin</a></em><a href="http://coinspondent.de/2017/01/16/warnung-vor-onecoin-co-jetzt-auch-im-radio/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="immer wieder kritisch über Onecoin berichtet habe (öffnet in neuem Tab)"> berichtet habe</a> und diese Berichterstattung schließlich <a rel="noreferrer noopener" aria-label="sogar vor Gericht verteidigen musste (öffnet in neuem Tab)" href="http://coinspondent.de/2019/02/04/onecoin-rechtsstreit-zusammenfassung-ergebnis-abrechnung/" target="_blank">sogar vor Gericht verteidigen musste</a>.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Alle müssen von Onecoin hören!</h6>



<p>Für mich war das eine große Sache. Für <em>Onecoin</em> wohl eher ein Fliegenschiss. Immerhin war/ist der Verein in mehr als 190 Ländern aktiv und hat laut Dokumenten, die Jamie Bartlett im Laufe seiner Recherche zugespielt wurden, scheinbar allein bis 2017 vier Milliarden(!) Euro eingesammelt. </p>



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<p>Wäre es nicht so makaber, könnte man <em>Onecoin </em>angesichts dieser Summe als eines der größten &#8222;Fintech-Startups&#8220; aller Zeiten bezeichnen. Dessen Geschäftsmodell gleichzeitig jedoch ein großes und zwielichtiges Geheimnisse ist. Zumindest bislang. Denn in jeder der acht Folgen taucht Jamie Bartlett nun Stück für Stück immer tiefer in die dubiosen Machenschaften rund um <em>Onecoin</em> ein und berichtet, was er dabei herausfindet.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Wöchentlich eine neue Folge</h6>



<p>Jeden Donnerstag erscheint eine weitere Folge. Diese drei sind bisher online:</p>



<ul class="wp-block-list"><li><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Episode 1:  Dr Ruja (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bbc.co.uk/programmes/p07npk7p" target="_blank"><em>Episode 1:  Dr Ruja</em></a><em> &#8211; Dr Ruja promised financial revolution. And then, two years ago, she disappeared. Why?</em></li><li><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Episode 2:  The Bitcoin Killer (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.bbc.co.uk/programmes/p07npm4g" target="_blank">Episode 2:  The Bitcoin Killer</a> &#8211; Not all is as it seems with Dr Ruja&#8217;s revolutionary cryptocurrency, OneCoin.</em></li><li><em><a href="https://www.bbc.co.uk/programmes/p07pdnw9" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Episode 3:  More than just a coin (öffnet in neuem Tab)">Episode 3:  More than just a coin</a> &#8211; Dr Ruja is charged in absentia with money  laundering and fraud. But the hold OneCoin has over its investors is  far stronger than we&#8217;d imagined. Why do people still believe?</em></li></ul>



<p>Folge eins zieht sich etwas, wenn man sich selbst schon mit dem Thema gut auskennt. Spätestens  ab Folge zwei wird es aber richtig gut. Inhaltlich aber auch, weil die Stärken des Mediums Podcast hier voll ausgenutzt werden. </p>



<p>Einerseits durch eine sehr persönliche, berührende und mitunter intime Atmosphäre. Bartlett berichtet nicht einfach nur von seiner Recherche, sondern nimmt uns mit. Wir erleben, was er erlebt, während er es erlebt. Gespräche mit Wissenschaftlern und Experten, mit verzweifelten Investoren und bei seiner Suche vor Ort.</p>



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<h6 class="wp-block-heading">Ein Podcast mit Folgen </h6>



<p>Andererseits macht auch der <em>Work in Progress</em>-Part des Podcasts die Geschichte lebendig. Denn natürlich kommt durch die Veröffentlichung der ersten Folgen Einiges in Bewegung. Mit <a rel="noreferrer noopener" aria-label="teils drastischen Konsequenzen (öffnet in neuem Tab)" href="https://twitter.com/CatrinNye/status/1177120822990970880" target="_blank">teils drastischen Konsequenzen</a>.</p>



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<p>Die <em>Onecoin</em>-Stimmungsmaschine im Netz gegen den Podcast, seine Macher und die Protagonisten läuft offensichtlich schon auf Hochtouren. Noch bevor die erste Folge überhaupt online war, gab es wohl auch schon massive Beschwerden über die Lügen, die darin angeblich verbreitet würden.</p>



<blockquote class="twitter-tweet" data-conversation="none"><p lang="en" dir="ltr">Another happy customer! Proooobably won’t be letting him send me a message. <a href="https://t.co/w7wW8YkmWO">pic.twitter.com/w7wW8YkmWO</a></p>— Jamie Bartlett (@JamieJBartlett) <a href="https://twitter.com/JamieJBartlett/status/1177314862252400640?ref_src=twsrc%5Etfw" target="_blank" rel="noopener">September 26, 2019</a></blockquote> <script async="" src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>



<h6 class="wp-block-heading">Hören und weiterempfehlen!</h6>



<p>Umso wichtiger ist es also, dass <em>The Missing Cryptoqueen</em>, die Aufmerksamkeit bekommt, die das Thema <em>Onecoin</em> verdient. Mit dieser Podcast-Serie stoßen Jamie Bartlett und seine Producerin, <a href="https://twitter.com/GeorgiaJCatt" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Georgia Catt (öffnet in neuem Tab)">Georgia Catt</a> in ein aggressives Wespennest und was sie dabei aufschrecken, lässt sich nur durch größtmögliche Öffentlichkeit besiegen. </p>



<p>Wer dabei helfen will und nützliche Informationen hat, ist aufgerufen, sich <a href="mailto:cryptoqueen@bbc.co.uk">bei Jamie und Georgia zu melden</a>. Ich für meinen Teil werde gleich mal Kontakt aufnehmen.</p>
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		<title>Facebook stellt Libra vor und alle so &#8222;Meh!&#8220;</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/06/19/facebook-stellt-libra-vor-und-alle-so-meh/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Jun 2019 13:52:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Blockchain]]></category>
		<category><![CDATA[Facebook]]></category>
		<category><![CDATA[Libra]]></category>
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					<description><![CDATA[Wer die vergangenen Tage und insbesondere gestern im Netz unterwegs war, kam an diesem Thema nicht vorbei. Facebook hat seine langerwarteten Pläne einer &#8222;blockchainbasierten Kryptowährung&#8220; vorgestellt. Libra-Website Libra-Whitepaper (englisch) Libra-Whitepaper (deutsch) Calibra Website (Facebooks hauseigenes Libra-Engagement) Das Thema war deswegen so heiß, weil es einerseits um Facebook mit seiner enormen Marktmacht und Reichweite geht, die [&#8230;]]]></description>
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<p>Wer die vergangenen Tage und insbesondere gestern im Netz unterwegs war, kam an diesem Thema nicht vorbei. <em>Facebook</em> hat seine langerwarteten Pläne einer &#8222;blockchainbasierten Kryptowährung&#8220; vorgestellt.</p>



<ul class="wp-block-list"><li><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Website (öffnet in neuem Tab)" href="https://libra.org/en-US/" target="_blank">Libra</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Website (öffnet in neuem Tab)" href="https://libra.org/en-US/" target="_blank">-Website</a></li><li><em><span class="removed_link" title="https://libra.org/en-US/white-paper/">Libra</span></em><span class="removed_link" title="https://libra.org/en-US/white-paper/">-Whitepaper</span> (englisch)</li><li><em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Whitepaper (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.dropbox.com/sh/t6qoqpzpscf69hc/AABPUGQ59vvRDfcsSXi71DjBa/German/07_White%20Paper" target="_blank">Libra</a></em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Libra-Whitepaper (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.dropbox.com/sh/t6qoqpzpscf69hc/AABPUGQ59vvRDfcsSXi71DjBa/German/07_White%20Paper" target="_blank">-Whitepaper</a> (deutsch)</li><li><em><a href="https://calibra.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Calibra Website (öffnet in neuem Tab)">Calibra</a></em><a href="https://calibra.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" aria-label="Calibra Website (öffnet in neuem Tab)"> Website</a> (<em>Facebooks</em> hauseigenes<em> Libra</em>-Engagement) </li></ul>



<p>Das Thema war deswegen so heiß, weil es einerseits um <em>Facebook</em> mit seiner enormen Marktmacht und Reichweite geht, die durch die hinzugezogenen Partner (<em>Visa, Paypal, Uber</em>, <em>Spotify</em> etc.) noch einmal potenziert wird. Gleichzeitig reitet <em>Facebook</em> perfekt die mystische &#8222;Blockchain&#8220;-Welle und setzt sich mit seiner Krypto-Fiat-Chimäre <em>Libra</em> genau an die ohnehin umkämpfte und vielbeachtete Schnittstelle zwischen Old-School-Finanzsystem und Bitcoin. </p>



<h6 class="wp-block-heading"> <strong>Facebook so: Libra!</strong></h6>



<p>Eine für Facebook perfekte Ausgangslage für Aufmerksamkeit, denn damit triggerte es alle &#8211; von Bloggern über Fachmedien bis hin zu den Massenmedien. Sowohl im Bitcoin- und Blockchain- als auch im Nicht-Bitcoin- und Blockchain-Bereich. Folglich gibt es kaum ein Medium, das bisher nicht über den geplanten <em>Facebookcoin</em> berichtet hat, obwohl &#8211; und das ist an dieser Stelle wichtig zu betonen &#8211; gestern letztlich ja nicht viel mehr als Ideen vorgestellt, Pläne offen gelegt und Absichten erklärt wurden. Der eigentliche <em>Libra</em>-Start ist erst für kommendes Jahr vorgesehen, falls bis dahin alles läuft wie geplant.</p>



<p>Dass das Medieninteresse aber dennoch so groß ist, zeigt, dass <em>Facebook</em> eigentlich alles richtig gemacht hat. Man hat es geschafft, im Vorfeld auf allen Seiten enorme Spannung und Erwartungen zu wecken. Besser hätte man die Klaviatur der medialen Aufmerksamkeitserzeugung wohl nicht spielen können. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Alle so: Meh!</h6>



<p>Und doch bezweifle ich, dass man mit der Resonanz auf <em>Libra</em> bei <em>Facebook</em> zufrieden sein wird. Denn die hohen Erwartungen wurden offensichtlich mehrheitlich enttäuscht. Anstatt sich von <em>Facebooks</em> Euphorie anstecken zu lassen und Geschichten der unausweichlichen Disruption der Finanzbranche oder der globalen Revolution des Bezahlens zu erzählen, waren die Reaktionen eher verhalten. Müsste man sie zusammenfassen, lägen sie wohl irgendwo zwischen &#8222;Tja!&#8220;, &#8222;Abwarten!&#8220; und &#8222;Meh!&#8220;.</p>



<p>Wobei das aber auch nicht überrascht, denn <em>Facebook</em> hat gestern wirklich keinen großen Wurf abgeliefert. Das <em>Libra</em>-Whitepaper liest sich wie ein Destillat aus 1001 bereits gescheiterten Altcoin- und Token-Whitepapern und zeigt, dass man bei <em>Facebook</em> zwar ziemlich gut verstanden hat, welche Faktoren Bitcoin so erfolgreich machen. Dass man gleichzeitig allerdings keinen richtigen Plan hat, wie man diesen Erfolg im Kontext des<em> Libra</em>-Netzwerks erfolgreich replizieren kann. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Zwischen Phrasen, Visionen und Wunschvorstellungen</h6>



<p>Anders lassen sich die vielen Ungereimtheiten und noch offenen Fragen nicht erklären. Zum Beispiel, wie es gelingen soll Performanz (<em>&#8222;Milliarden Konten&#8220;</em>, <em>&#8222;hoher Transaktionsdurchsatz&#8220;</em>) mit Geschwindigkeit (<em>&#8222;geringe Latenz&#8220;</em>) und Größe (<em>&#8222;effizientes Speichersystem mit hoher Kapazität&#8220;</em>) zu verbinden und gleichzeitig noch mit <em>&#8222;Sicherheit&#8220;</em>, <em>&#8222;Dezentralität&#8220;</em> und <em>&#8222;Flexibilität&#8220;</em> unter einen Hut zu bringen. </p>



<p>Jeder, der den Grundkurs <em>&#8222;Blockchain für Anfänger&#8220;</em> besucht hat, weiß, dass man aus diesem Set nur einige Faktoren haben kann, nicht aber alle. Einige schließen sich gegenseitig aus. Wäre dem nicht so, hätten wir nämlich schon längst jede Menge dieser eierlegenden Wollmilchblockchains und man würde bei Bitcoin, Ethereum und Co. nicht seit Jahren über die Herausforderung der Skalierung debattieren.</p>



<p>Aber <em>Facebook</em> steht offensichtlich über diesem Problem und behauptet frech, so eine Wunder-Blockchain trotzdem bauen zu wollen. Dieser Bluff ist aber selbst für Nicht-Experten leicht zu durchschauen. Denn warum sollte <em>Facebook</em> nun genau das schaffen, woran die besten Forscher und erfahrensten Entwickler sich seit Jahrzehnten die Zähne ausbeißen? Die vielen Datenskandale der letzten Monate deuten jedenfalls nicht darauf hin, dass man bei <em>Facebook</em> Zugriff auf technische Kompetenz hat, die in den für den Erfolg von <em>Libra</em> wichtigsten Kernbereichen ihresgleichen sucht. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Auch der Bitcoin-Kurs reagiert gelassen</h6>



<p>Insgesamt bleibt das Whitepaper auf viele zentrale Fragen Antworten schuldig.  Das ist enttäuschend. So enttäuschend, dass auch das von vielen erwartete <em>&#8222;Sell the news!&#8220;</em>-Event bei Bitcoin ausblieb. Der Kurs blieb vergleichsweise stabil oberhalb der 9000 US-Dollar-Marke. Echte News hatte <em>Facebook</em> gestern aber auch nicht im Angebot.</p>



<p>Trotzdem muss man an dieser Stelle aber auch noch einmal darauf hinweisen, dass <em>Libra</em>-Drops damit noch nicht gelutscht ist. Noch steht das Projekt schließlich ganz am Anfang und es bleibt erst noch abzuwarten, wie <em>Facebook</em> et al. die eigene Roadmap und die damit verbundenen Erwartungen einhalten werden. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Das Schicksal von &#8222;Blockchain&#8220; hängt nun an Libra </h6>



<p>Fest steht aber schon jetzt, dass Libra das mit Abstand größte und bedeutenste &#8222;Blockchain&#8220;-Projekt aller Zeiten ist. Die Zukunft des &#8222;Blockchain&#8220;-Mythos hängt damit fortan vor allem vom Erfolg des <em>Libra</em>-Konsortiums ab. Denn scheitern sogar die größten und einflussreichsten Unternehmen der Welt damit, ihre Traum-Blockchain zu bauen, wird es fortan auch für alle anderen Projekte nahezu unmöglich ihre jeweiligen &#8222;Blockchain&#8220;-Visionen zu verkaufen. </p>



<p>Gelingt es dagegen, den <em>Libra</em> in einer erwähnenswerten Weise zu etablieren (und davon ist auszugehen, wenn wahrscheinlich auch mit viel weniger &#8222;Blockchain&#8220; und Dezentralität als bisher versprochen), ist das ein großer Schritt. Denn ein Großteil der Menschheit wird sich an den Umgang mit einer neuen Form digitaler Zahlungsmittel gewöhnen. </p>



<p>Für Bitcoin haben also beide Varianten Vorteile. Entweder versinkt der &#8222;Blockchain&#8220;-Hype mit<em> Libra</em> in der Bedeutungslosigkeit oder die Kluft zwischen Bitcoin und der Art wie Menschen im Alltag Geld kennen und nutzen wird dank <em>Facebooks </em>neuer Kryptowährung kleiner.</p>
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			</item>
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		<title>Bitcoin-Rumble in the Banken-Jungle &#8211; Die Value of Bitcoin Conference</title>
		<link>https://coinspondent.de/2019/06/06/bitcoin-rumble-in-the-banken-jungle-die-value-of-bitcoin-conference/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Friedemann Brenneis]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 06 Jun 2019 15:13:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Blog]]></category>
		<category><![CDATA[Meinung]]></category>
		<category><![CDATA[Bitcoin]]></category>
		<category><![CDATA[Konferenz]]></category>
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					<description><![CDATA[Vergangenen Montag fand in München die Value of Bitcoin Conference statt, eine Veranstaltung, die ob ihrer inhaltlichen Ausrichtung und Zielgruppe bei mir im Vorfeld ziemlich hohe Erwartungen geweckt hatte. Rückblickend kann ich sagen, dass sich diese Erwartungen mehr als erfüllt haben. Die Value of Bitcoin &#8211; Streiten auf hohem Niveau Selten war ich auf einer [&#8230;]]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Vergangenen Montag fand in München die <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="Value of Bitcoin Conference (öffnet in neuem Tab)" href="https://vob-conference.com/" target="_blank">Value of Bitcoin Conference</a></em> statt, eine Veranstaltung, die ob ihrer inhaltlichen Ausrichtung und Zielgruppe bei mir im Vorfeld <a rel="noreferrer noopener" aria-label="ziemlich hohe Erwartungen geweckt hatte (öffnet in neuem Tab)" href="https://vob-conference.com/" target="_blank">ziemlich hohe Erwartungen geweckt hatte</a>. </p>



<p>Rückblickend kann ich sagen, dass sich diese Erwartungen mehr als erfüllt haben.</p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://vob-conference.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="289" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/vobconf.png" alt="vobconf" class="wp-image-15282" title="Bitcoin-Rumble in the Banken-Jungle - Die Value of Bitcoin Conference 9" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/vobconf.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/vobconf-300x183.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption>Ziel der VOB: Verschiedene Akteure und Entscheider zum Thema Bitcoin aufeinander loslassen.</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Die Value of Bitcoin &#8211; Streiten auf hohem Niveau </h6>



<p>Selten war ich auf einer Konferenz, in der Agenda und Speaker so gut kuratiert waren, die Vorträge so knackig und informativ waren und Diskussionen so hitzig geführt wurden. Oder anders gesagt: Wenn du es schaffst, einige der profiliertesten Forscher, Wissenschaftler, (Zentral-)Banker, Investoren und Bitcoiner so kontrovers und streitlustig miteinander in einen Dialog zu bringen, weißt du, dass du als Organisator alles richtig gemacht hast.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">

</div></figure>



<p>Dann entstehen nämlich Momente, die einem in Erinnerung bleiben. Wie zum Beispiel als Alex de Vries (im Titelbild zu sehen) in seinem Vortrag <em>&#8222;The (un)sustainability of Bitcoin</em>&#8222;, in dem er den  Stromverbrauch von Bitcoin als ausgesprochen negativ darstellte, seine Thesen mit einer Karte belegen wollte. </p>



<figure class="wp-block-image"><span class="removed_link" title="https://www.jbs.cam.ac.uk/fileadmin/user_upload/research/centres/alternative-finance/downloads/2018-12-ccaf-2nd-global-cryptoasset-benchmarking.pdf"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="278" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/mining.png" alt="mining" class="wp-image-15284" title="Bitcoin-Rumble in the Banken-Jungle - Die Value of Bitcoin Conference 10" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/mining.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/mining-300x176.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></span><figcaption>Laut Alex de Vries angeblich überbewertet: Mining in Québec (Quelle: 2nd  Global Cryptoasset Benchmarking Study, S. 78) </figcaption></figure>



<p>Diese zeigte die globale Verteilung der Mining-Epizentren. Alex de Vries kritisierte, dass der Punkt für das kanadische Québec viel zu groß sei. Ein aktuelles Interview mit einem lokalen Energieversorger würde auf deutlich geringere Nutzung der dortigen regenerativen Quelle Wasserkraft fürs Mining hinweisen. </p>



<h6 class="wp-block-heading">Direkter Widerspruch aus dem Publikum</h6>



<p>Dem widersprach allerdings umgehend ein Teilnehmer aus dem Publikum, der sich als in Québec beheimatet zu erkennen gab. Das Interview bezöge sich nur auf die Zahlen eines der vielen Energieversorger in der Region.</p>



<p>Als anschließend auch noch Michel Rauchs das Wort ergriff, der am <em>Cambridge Centre for Alternative Finance</em> der <em>Judge Business School</em> der <em>University of Cambridge</em> eben jene <em><span class="removed_link" title="https://www.jbs.cam.ac.uk/fileadmin/user_upload/research/centres/alternative-finance/downloads/2018-12-ccaf-2nd-global-cryptoasset-benchmarking.pdf">2nd  Global Cryptoasset Benchmarking Study</span></em> verantwortet hat, aus der Alex de Vries die kritisierte Karte entnommen hatte, war klar, dass hier und heute genau der Ort ist, an dem all diese normalerweise weit verteilt arbeitenden Menschen zusammenkommen müssen, um sich auszutauschen und, wenn nötig, auch zu streiten.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Teils heftige und emotionale Debatten </h6>



<p>Das Mining- und ökologischer Fußabdruck-Thema war dabei nicht das einzige, bei dem es kontrovers und erfrischend hitzig zuging. Im Panel <em>&#8222;Bitcoin from a financial market and investment perspective&#8220; </em>platze schließlich dem prominenten und eloquenten Bitcoiner Saifedean Ammous (Autor von <em><a rel="noreferrer noopener" aria-label="The Bitcoin Standard (öffnet in neuem Tab)" href="https://amzn.to/2Mx2esm" target="_blank">The Bitcoin Standard</a></em>) im Publikum der Kragen. </p>



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<p>Zuvor hatte er selbst schon einen Vortrag gehalten (<em>&#8222;Bitcoin as the working free market alternative to national central banks&#8220;</em>) und mit Jochen Metzger von der <em>Deutschen Bundesbank</em>, Christopher Waller von der US-amerikanischen <em>Fed</em> und Thorsten Polleit vom Goldhändler <em>Degussa</em> zum Thema <em>&#8222;A free market for private money – central banks under pressure?&#8220;</em> diskutiert. </p>



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<p>Wobei gerade die beiden Zentralbänker hier stark in die Mangel genommen wurden. Teils zurecht, teils jedoch nicht. Denn fairerweise muss man darauf hinweisen, dass sie dabei auch für Dinge zur Rede gestellt wurden, die sie gar nicht selbst zu verantworten haben. </p>



<p>Als Vertreter des <em>&#8222;alten Systems&#8220;</em> wurden sie letztlich aber zur leichten Zielscheibe und dabei argumentativ in Sippenhaft für Entscheidungen genommen, die Politiker nicht aber die Zentralbanker getroffen haben. Vielleicht müsste man solch eine Diskussion beim nächsten Mal um ebendiese politische Vertreter erweitern.</p>



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<h6 class="wp-block-heading">Unwissenheit, Provokationen und die Stimmung kocht hoch </h6>



<p>Doch war das noch harmlos im Vergleich zum Panel <em>&#8222;Bitcoin from a financial market and investment perspective&#8220;</em>, in dem die Auseinandersetzung teils hart und bis an die Gürtelline geführt wurden. Zwischenruf aus dem Publikum in richtung eines Panelteilnehmers: <em>&#8222;Es gibt Leute, die haben das Buch </em>[das Sie zitieren, Anm.d.R.]<em> tatsächlich gelesen. Sie gehören offensichtlich nicht dazu!&#8220;</em></p>



<p>Konkret ging es um die provokante Frage, ob Bitcoin letztlich nicht doch nur eine Spekulationsblase sei wie so viele zuvor &#8211; allerdings um ein Vielfaches größer. Vertreten wurde diese These vom Hans-Jörg-Naumer (<em>Allianz</em>), der sie mit einer mitgebrachten Grafik untermauern wollte. </p>



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<p>Allerdings fiel vielen im Publikum schnell auf, dass besagte Grafik nicht korrekt ist, weil sie nur einen willkürlichen Ausschnitt des Bitcoin-Kurses zeigt, der die Entwicklung der ersten fünf Jahre von Bitcoin vollkommen außer acht lässt. Diese Manipulation triggerte lautstarke und energische Kritik und war der Zündfunken für eine aufgebrachte, emotionale und teils mit harten Bandage geführte Diskussion zwischen und unter Publikum und Panel-Teilnehmern. </p>



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<p>Dass sich der zweite Vertreter des klassischen Investorenlagers, Alexis Eisenhofer, in diesem Schlagabtausch zu der entblößenden Aussage hinreißen ließ, dass er ohnehin nichts mit Bitcoin anfangen könne, weil Blockchain-Technologie sowieso der viel heißere Scheiß sei, war das größte Fettnäpchen, das in dieser Situation zu finden war. Vor allem, da es ja den ganzen Tag schon vielseitige und fundierte Vorträge gegeben hatte, die genau diese Aussage längst ad absurdum geführt hatten. </p>



<p>Ähnliche Lacher erntete später nur noch der Teilnehmer, der bemerkte, dass man ja noch gar nicht über die Möglichkeiten von Ripple gesprochen habe! Nur konnte der glücklicherweise gleich wieder im Publikum abtauchen und musste nicht noch eine Paneldiskussion durchstehen, auf die er sich bedeutend zu schlecht vorbereitet hatte.</p>



<h6 class="wp-block-heading">Hoher Lernfaktor</h6>



<p>Neben den hitzigen, lebhaften und unterhaltsamen Debatten zwischen Bitcoin-Skeptikern und -Befürwortern, die durch die organisatorische Ausrichtung der <em>Value of Bitcoin</em> ja unbedingt gewollt war (und erfreulicherweise niemandem im konferenztypischen nachmittäglichen Schnitzel-Koma versacken ließen), war das Event aber noch aus einem anderen Grund von Wert: Es gab wirklich viele interessante Einblick (<em>&#8222;Security of Bitcoin private keys: from hardware to quantum attacks&#8220;</em>) und einiges zu lernen.</p>



<p>Wie die von der <em>BIS (Bank for International Settlements)</em> kreierte <em>Money Flower</em>, in der Cyrus de la Rubia (<em>Hamburg Commercial Bank</em>) in seinem Vortrag &#8222;<em>Bitcoin as catalyst for Central Bank Digital Currencies (CBDC)</em>&#8220; Bitcoin verortete und diskutierte.</p>



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https://twitter.com/droeder72/status/1135522143033286659
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<p>Oder die Zentralbankkonten für jedermann, die in Deutschland mangels Nachfrage in den Neunzigern wieder abgeschafft wurden.</p>



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<p>Und selbst die Vertreter der Banken-Seite gingen offensichtlich nicht leer aus. </p>



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<h6 class="wp-block-heading">Video-Aufzeichnungen sollen noch kommen</h6>



<p>Glücklicherweise wurden alle Sessions in Bild und Ton aufgezeichnet und stünden sie schon online würde ich hier jede einzelne verlinken. Bis sie (hoffentlich bald) online gehen, lohnt es sich für noch ein paar mehr Einblicke <a rel="noreferrer noopener" aria-label="den Konferenz-Liveblog von Holger Rohm (öffnet in neuem Tab)" href="https://www.blockchaincenter.net/value-of-bitcoin-live/" target="_blank">den Konferenz-Liveblog von Holger Rohm</a> nachzulesen, der ein treffliches Fazit gefunden hat, dem ich eigentlich nichts mehr hinzufügen kann: </p>



<figure class="wp-block-image"><a href="https://www.blockchaincenter.net/value-of-bitcoin-live/" target="_blank" rel="noreferrer noopener"><img loading="lazy" decoding="async" width="474" height="206" src="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/ignoring.png" alt="ignoring" class="wp-image-15271" title="Bitcoin-Rumble in the Banken-Jungle - Die Value of Bitcoin Conference 11" srcset="https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/ignoring.png 474w, https://coinspondent.de/wp-content/uploads/2019/06/ignoring-300x130.png 300w" sizes="auto, (max-width: 474px) 100vw, 474px" /></a><figcaption>Treffliche Zusammenfassung im #VOB19-Liveblog der Kollegen von blockchaincenter.net</figcaption></figure>



<h6 class="wp-block-heading">Bitte mehr von diesem Format!</h6>



<p>Außer natürlich, dass es unbedingt eine Fortsetzung der <em>Value of Bitcoin</em> geben muss. Nicht nur, weil es international kein vergleichbares Event gibt und das Feedback der Speaker und Teilnehmer (jedenfalls soweit ich das mitbekommen habe) so positiv war, sondern auch, weil sich mit diesem auf Diskurs und Austausch ausgelegten Format ein regelmäßiges Bitcoin-Event mit erkennbarem Mehrwert und Alleinstellungsmerkmal aufbauen ließe. Wenn viele anderen Konferenzen gefühlt einen immer größeren Schwerpunkt auf Erlebnis und Entertainment legen, ist die intellektuelle Auseinandersetzung mit Bitcoin immer noch die reizvollste.</p>



<p>Außerdem muss man den Kollegen der <em>BayernLB</em> eine Chance geben, zu zeigen, dass sie das mit der Vergabe guter Passwörter besser können.</p>



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