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#BTCM – Blockchain-Konferenz & Meetup in Essen

Vor einiger Zeit hatte ich bereits über das BlockchainHotel in Essen berichtet, nun steht auch das Programm für die angekündigte Konferenz, das Blockchain Tech Crypto Meetup am 15. und 16. September, online.

Der Name ist zwar etwas sperrig, aber nicht ohne Grund gewählt. Zum einen wollten die Veranstalter wohl gerne BTC ins eigene Akronym integrieren. Zum anderen soll der Name die Ausrichtung klar machen. Denn diese Meetup-Konferenz richtet sich nicht nur an Business-People, sondern soll auch der breiten Community eine Chance geben, sich mal wieder zu treffen und auszutauschen. Idealerweise kommt es zu einer Durchmischung, von der alle profitieren.

Business meets Crypto-Szene

Insofern eröffnen Programm und Location zum einen Raum für ein großes Klassentreffen der hiesigen Bitcoin- und Kryptowährungs-Szene. Zum anderen geht es um konkrete Inhalte für Einsteiger und Fortgeschrittene und hierbei wird es dann auch international. Wobei mich in diesem Zusammenhang ganz besonders freut, dass ein bemerkenswert großer Programmteil von afrikanischen Speakern abgedeckt wird. Das scheint mir wirklich ein Alleinstellungsmerkmal und ist vor allem für mich als Journalist besonders interessant.

Ich werde jedenfalls auch vor Ort sein und wer ebenfalls kommen will, kann sich 10 Prozent des Ticketpreises sparen, wenn er/sie den Couponcode „COINSPONDENT“ benutzt.

Bitcoin vs. Onecoin: Klage ist eingereicht

Ich weiß, viele warten darauf, dass ich endlich mal ein Update bzgl. der juristischen Sache Bitcoin vs. Onecoin schreibe. Immerhin hat mir die Community bereits Anfang Mai eine beachtliche fünfstellige Summe als Rückendeckung für einen möglichen Rechtsstreit gegen die Onecoin-Vertreter zur Verfügung gestellt. (Mehr zum Hintergrund hier: Bitcoin vs. Onecoin – Vor Gericht?, hier: Bitcoin vs. Onecoin – Der Stein kommt ins Rollen! und hier:  Süddeutsche, Heise und Co berichten über Onecoin)

Auch ich saß dabei die letzten Wochen wie auf heißen Kohlen, denn ich hätte gerne schon viel früher etwas zu dem Thema geschrieben, da jedoch jedes Wort, das ich hier veröffentliche, von bestimmten Menschen mit Argusaugen begutachtet und bewertet wird, war es nötig, zu schweigen, bis gewisse juristische Prozesse abgeschlossen bzw. final ihren Lauf genommen haben.

Klage gegen Onecoin Ltd u.a. liegt beim Landgericht Berlin

Nun aber kann ich bestätigen, dass die angestrebte negative Feststellungsklage sowohl gegen die Onecoin Ltd., die mich durch Anwälte aus Hamburg abmahnen ließen, als auch gegen einen Onecoin-Vertriebler, der Anwälte aus Köln engagierte, beim Landgericht Berlin vorliegt und dort bearbeitet wird. Die Richter sollen nun beurteilen, inwieweit die Abmahnungen aus Hamburg und Köln aus dem April diesen Jahres rechtens waren.

Gegenseite scheitert zwischenzeitlich mit einstweiliger Verfügung

An dieser Stelle konsequent zu bleiben und die angekündigte Klage gegen die meiner Meinung nach unberechtigten Abmahnungen durchzuziehen ist für mich aus zwei Gründen wichtig und konsequent. Zum einen muss man zu seinem Wort stehen. Zum anderen war auch die Gegenseite aus Köln nicht untätig und hat zwischenzeitlich versucht weiter Druck aufzubauen und eine einstweilige Verfügung gegen mich zu erwirken. Damit ist Sie jedoch erfreulicherweise gescheitert. Das Landgericht Köln hat das abgelehnt. Nun könnte das zuständige Oberlandesgericht diese Entscheidung noch korrigieren, ich bin aber recht zuversichtlich, dass das nicht passieren wird.

Soviel zum aktuellen Stand. Nun noch ein paar Antworten auf die wahrscheinlichsten Rückfragen.

Warum gerade das Landgericht Berlin?

Zwei Gründe waren entscheidend, für meine Klage das Landgericht Berlin auszuwählen. Zum einen ist bekannt, dass dort Leute arbeiten, die in Bezug auf Netzthemen durchaus kompetent sind. Zum anderen ist Berlin im Hinblick auf Bitcoin und andere Kryptowährungen nicht nur in Deutschland, sondern auch international nach wie vor einer der relevantesten Standorte. Das Thema passt hier einfach hin.

Was ist bislang mit dem Geld aus dem Crowdfunding passiert?

Bis auf eine Rechnung meines Anwalts, die ich bislang damit bezahlt habe, ruht das Geld.

Wie geht es jetzt weiter?

Sobald wieder etwas juristisch Relevantes passiert, dokumentiere ich das hier im Blog. Das kann schnell gehen, kann jedoch auch dauern. Auch in der Judikative ist Urlaubszeit. Ich bitte daher weiterhin um Geduld.

Ansonsten möchte ich mich an dieser Stelle noch einmal ausdrücklich für das Vertrauen und die Unterstützung bedanken, die mir die Community in dieser Sache schenkt. Ich weiß das sehr zu schätzen und ziehe viel Kraft daraus, die Sache weiter konsequent und zuversichtlich durchzuziehen.

Im Ruhrpott eröffnet das erste Blockchain-Hotel

Als ich das erste Mal von der Idee eines BlockchainHotels hörte, war ich irritiert. Verständlicherweise, denn  in den vergangenen Monaten wurde der Begriff „Blockchain“ immer wieder wild mit allem Möglichen kombiniert, um zu schauen, ob sich die daraus entstehenden, teils kuriosen Mixturen irgendwie zu Geld machen lassen.

Drei gute Gründe für das Blockchain Hotel

Mittlerweile habe ich mich aber davon überzeugen lassen, dass es vielleicht doch gar keine so skurrile Idee ist, ein monothematisches Schulungs- und Tagungshotel rund um Bitcoin- und die Blockchain aufzubauen. Denn erstens ist die Nachfrage nach guten Bildungsangeboten zu dem Thema groß. Zweitens ist das Konzept erprobt. Mit dem Linux-Hotel gibt es nämlich (trotz dieser Website!) bereits ein erfolgreiches Vorbild und „Schwester“-Hotel. Und drittens steckt hinter dem BlockchainHotel nicht irgendwer, sondern die umtriebigen Jungs, die auch die Website bitcoin-treff.de ins Leben gerufen haben, nachdem sich localbitcoins aus dem deutschen Markt zurückgezogen hatte.

BlockchainHotel Karte
In Essen, mitten im Ruhrpott eröffnet das erste BlockchainHotel
Hotel plus Konferenz + Meetups + Schulungen

Künftig wollen die Betreiber das BlockchainHotel also nutzen, um dort selbst Workshops, Meetups und Konferenzen zu veranstalten, aber auch anderen eine All-Inclusive-Lösung für Bitcoin- und Blockchain-Veranstaltungen zu geben.

Noch ist das Hotel im Aufbau, aber die ersten Events stehen bereits fest. Am 15. und 16. September findet eine Konferenz statt, in der Woche davor gibt es die ersten Schulungen und Workshops, die man zusätzlich besuchen kann und ab kommendem Montag findet dort monatlich ein thematisches Meetup statt.

Bei der Konferenz werde ich dann übrigens auch vor Ort sein und mir selbst ein Bild machen können. Nach allem, was ich bisher gehört habe, steckt aber bereits jetzt viel Arbeit, Energie und Herzblut in dem Projekt.

Was ist Was: Geld – Bitcoin für Kinder erklärt

Ich habe Anfang des Jahres im Auftrag einer Bank 120 Quizfragen für Kinder und Jugendliche zum Thema Geld miterarbeitet. Das war eine größere Herausforderung, als man denkt. Das Quiz sollte ja nicht langweilig werden, nicht zu leicht und nicht zu schwer sein, genügend Aha-Momente bieten und letztlich aber auch informativ und didaktisch anspruchsvoll sein.

Was ist Was (Band 78): Geld. Vom Tauschhandel zum Bitcoin

Als nun neulich das Was ist Was-Buch Geld. Vom Tauschhandel zum Bitcoin auf meinem Schreibtisch landete, dachte ich schon nach wenigen Seiten: Wow, wie viel schneller wäre ich mit der Recherche gewesen, wenn ich damals schon dieses Buch gehabt hätte.

Denn dieser Was ist Was-Band bietet zwischen den kurzweiligen und abwechslungsreichen Hauptthemen (von der Produktion des Geldes über seine Historie und internationale Variationen bis hin zum Umgang der Gesellschaft mit Geld) jede Menge „Angeberwissen“, „Schon gewusst?“ und „Funny Facts“, sodass man auch als Erwachsener das Buch so schnell nicht mehr aus der Hand legt, wenn man einmal mit blättern begonnen hat.

Was ist Was - Bitcoin 2
Bitcoin auf einer Seite zusammengefasst. Zum Lesen bitte kaufen. Kostet nur 9,95 Euro
Ideal für Neugierige jeden Alters

Dass der aktuelle Band dabei auf der letzten Doppelseite mit dem Thema Zukunft des Geldes auch auf Bitcoin und andere Kryptowährungen eingeht, ist konsequent und erfreulich gleichermaßen. Denn dass Bitcoin nicht wieder verschwinden wird, kann heute niemand mehr ernsthaft bestreiten. Insofern muss das Thema unbedingt auch standardmäßiger Teil der Kinder- und Jugendbildung werden. Wenn das auf so unterhaltsame Weise wie hier passiert, umso besser.

Wer also auf der Suche nach einem Geschenk ist oder selbst sein Wissen rund um das Thema Geld erweitern will, dessen letztlich logische Weiterentwicklung Bitcoin ist, kann hier getrost zugreifen. Zumal 9,95 Euro dafür ein wirklich fairer Preis ist. Ich jedenfalls, weiß jetzt, wo ich beim nächsten Quiz nach Material für gute Fragen suche.

Partnerlink: Was ist Was (Band 78): Geld. Vom Tauschhandel zum Bitcoin, Tesloff 2017, 47 Seiten, 9,95 Euro

Honigdachs #17 – UASF, SegWit2x, Ethereum & ICOs

Die 17. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs 17 – UASF, SegWit2x, Ethereum & ICOs

Diese Folge klingt allein vom Titel her etwas nerdig und ist es an der ein oder anderen Stelle möglicherweise auch. Aber es geht nun einmal um die Themen, die im Bitcoinlang gerade ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Allen voran die Skalierungskampfpositionen SegWit2x, UASF (User Activated Softfork) und UAHF (User Activated Hardfork). Wir sprechen darüber, was das ist und wie es mit Bitcoin weiter geht.

Natürlich geht das nicht, ohne auch über Ethereum und die derzeitigen der Realität komplett entrückten ICO-Funding-Rekorde zu sprechen. Dreistellige Millionenbeträge binnen kürzester Zeit zu sammeln, ist für sich schon extrem. Das ganze aber auf einer Plattform zu machen, deren „gutmütiger Diktator“ so instinktlos und grün hinter den Ohren ist, gibt dem Ganzen mehr als nur ein Geschmäckle. Oder sind wir womöglich nur neidisch?

So oder so ist eines sicher: Uns stehen turbulente und vermutlich recht volatile Wochen und Monate bevor. Die teils verbesserungswürdige Soundqualität ist daher aktuell unsere geringste Sorge. Nichtsdestotrotz geloben wir Besserung!

Die Shownotes gibt’s wie immer nach dem Klick.

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Hätteste mal lieber Bitcoin gekauft …

Auf den ersten Blick erscheint das, was BitcoinInstead.com macht, beliebig und banal: Es rechnet aus, wie viel Geldwert man heute besäße, wenn man, anstatt ein neues Smartphone zu kaufen, das Geld zum damaligen Zeitpunkt in Bitcoins investiert hätte.

Ich selbst komme dabei noch ganz gut weg. Meine rund 350 Euro von damals wären jetzt „nur“ rund 1850 Euro wert. Wer dagegen gerade ein iPhone 4s in den Händen hält, muss überlegen, ob der Kauf des Smartphones die halbe Million wert gewesen ist, die man jetzt besäße, wenn man das Geld damals in rund 200 Bitcoins investiert hätte, statt in ein Statussymbol, das so schnell an Wert verliert. Nach drei Jahren ist so ein Ding nämlich abgeschrieben.

Mehr als nur Hättendetten

Und genau hier liegt das, was mich dann doch an BitcoinInstead.com begeistert. Unter der vermeintlichen Hätte-hätte-Fahrradkette-Oberflächlichkeit verbirgt sich nämlich eine kleine aber feine Kapitalismuskritik.

Denn gerade Smartphones mit ihren übertrieben kurzen Erneuerungszyklen sind ein schönes Beispiel, wie Hype und Marketing das subjektive Interesse (Geld machen, Statussymbol etc.) unverhältnismäßig stark über kollektive Interessen (Umweltschutz, verantwortungsvoller Umgang mit Ressourcen, Arbeitnehmerrechte und soziale Standards in den Produktionsländern etc.) erheben.

Wenn Bitcoin daher Menschen dazu bringt, ihren Smartphone-Konsum kritisch zu reflektieren, dann ist das gut. Mal ganz davon abgesehen, dass BitcoinInstead eine von potentiell unendlich vielen Datenspielereien ist, die man mit den offenen Daten von Bitcoin machen kann. Bitte mehr davon!

Consensus 2017 – ein ausreichender Rückblick

Mit Bitcoin- und Blockchain-Konferenzen ist das so eine Sache. Erst gab es wenige. Dann schossen Sie wie Pilze aus dem Boden. Zwischenzeitlich gab es verteilt über die ganze Welt so viele, dass die Inhalte komplett austauschbar wurden und nun sehen wir seit einiger Zeit einen Konsolidierungsprozess.

Consensus – Eine Konferenz sie alle zu binden?

Großer Gewinner desselben ist ohne Frage die Consensus-Konferenz, die vor Kurzem nun bereits zum zweiten Mal in New York stattfand und sich immer mehr als zentrales Krypto-Branchen-Event etabliert. Zumindest ist die Nachfrage trotz stattlicher Ticketpreise so groß, dass kommendes Jahr wohl die Teilnehmerzahl auf 5000 verdoppelt werden soll.

Wobei das jedoch wenig überrascht, angesichts der Tatsache, dass die Marktkapitalisierung aller Krypto-Projekte zusammen gerade die 100 Milliarden US-Dollar-Marke geknackt hat.

In jedem Fall aber habe selbst ich kurz überlegt, ob ich im kommenden Jahr zur Consensus 2018 nach New York reisen sollte. Und das, obwohl ich den Newsletter des Consensus-Hausmediums Coindesk ob dessen unglaublich anstrengend-penetrantem Konferenz-Marketing gekündigt habe.

Alles, was man zu Consensus 2017 gelesen haben muss

Dann aber habe ich mit großer Freude den Consensus 2017 Recap von WhalePanda gelesen und dachte mir: So lange jemand anderes solch lesenswerte Zusammenfassungen schreibt, kann ich mir die Reise vorerst doch noch sparen.  Zitat:

„The opening show was cringeworthy. In case you missed it you can still watch it here from my live stream (bad quality). I was sitting in the back together with Fran and Tuur and we all had the feeling it was the start of a Onecoin conference.“

Wer dagegen lieber die offizielle Berichterstattung lesen möchte: Coindesk hat den Rest der Haus-Konferenz selbstverständlich hinreichend abgedeckt.

Ride the Bitcoin-Rocket-Rollercoaster

Wer sich dieser Tage einen schnellen und nerdig-sympathischen Überblick über den aktuellen Bitcoin-Kurs verschaffen will, der sollte, wie ich, bitcoinrollercoaster.com permanent in einem Tab geöffnet halten.

Der Bitcoin-Rollercoaster weiß immer, was zu tun ist

Denn egal, ob der Kurs-Ritt gerade mal wieder Richtung Mond zeigt oder doch wieder nach unten – irgendwie macht die Seite immer gute Laune. Was vielleicht auch an den, egal wie der Kurs ist, immer optimistischen Sprüchen liegt, die wechselnd eingeblendet werden. Das liest sich über die Zeit dann etwa so:

„$10K INCOMMING!“ ,

„GREEN!“,

„HODL!“,

„BUY THE DIP!“

„TO THE MOON!“ ┗(°0°)┛

… und mehr braucht man doch eigentlich auch nicht zu wissen, oder?

Du fragst: Warum Bitcoin? Ich sage: Lies dieses Buch!

Bitcoin zu verstehen, ist nichts, was man mal eben nebenbei machen kann. Im Gegenteil: Bitcoin als ein sich beständig erweiterndes, facettenreiches Phänomen zu durchschauen, erfordert nicht nur einiges an Zeit und Muße, sondern vor allem gute Quellen.

Von denen gibt es (deutschsprachig) bislang aber nicht wirklich viele: Eine Handvoll Blogs, die aktuell berichten. Unregelmäßige Artikel und Berichte in den „traditionellen“ Medien (vor allem, wenn der Bitcoin-Kurs wie derzeit mal wieder im Achterbahn-Modus nach oben tendiert). Dazu noch ein paar lesenswerte Newsletter, nerdige Foren, Podcasts, Meetup-Treffen und das war es dann aber auch schon.

Klar, seit 2014 gibt es auch Jörg Platzers durchaus lesenswerte Bitcoin-Einführung Bitcoin kurz und gut. Aber das Büchlein ist inhaltlich nun auch schon deutlich in die Jahre gekommen und, wie der Titel schon sagt, eben auch sehr kurz.

Was bislang fehlte: ein gutes Bitcoin-Grundlagen-Buch

Was also seit langem fehlt, ist ein aktuelles Buch, das es schafft, einen umfassenden Status Quo des sich beständig weiterentwickelnden Phänomens Bitcoin zu beschreiben und sinnvoll einzuordnen. Solch ein Buch zu schreiben, ist indes keine leichte Aufgabe. Vor allem, wenn es das Ziel sein soll, nicht nur Nerds und Fanboys anzusprechen, sondern Bitcoin einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Elfriede Sixt gelingt mit ihrem Buch Bitcoins und andere dezentrale Transaktionssysteme genau das: einen umfassenden Überblick zu bieten, ohne dabei aber zu oberflächlich zu bleiben. Das ist erfreulich. Denn wenn mich nun Interessierte nach einem guten und substantiellen Einstieg ins Thema Bitcoin fragen, verweise ich ab jetzt auf dieses Buch. Die knapp 200 Seiten beinhalten nämlich alles, was sich zu dem Thema derzeit sinnvoll in Buchform zusammentragen lässt. Wenngleich das Medium selbst für Punktabzüge sorgt.

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Bitcoin vs. Onecoin – Der Stein kommt ins Rollen!

Seit etwas mehr als 36 Stunden ist der Artikel Bitcoin vs. Onecoin – vor Gericht? nun online und die Reaktionen darauf sind gleichermaßen beeindruckend wie bemerkenswert.

Deswegen – bevor ich hier detaillierter auf den aktuellen Zwischenstand eingehe – möchte ich mich zuallererst bedanken für alle die Unterstützung, die in den letzten Stunden eingegangen ist. Nicht nur finanzieller Art, sondern auch in Form von moralischer Unterstützung, motivierenden Mails, hilfreichen Tipps, persönlichen Erfahrungen und Zugang zu weiterem Onecoin-Recherchematerial. Das alles ist sehr hilfreich. Warum, werde ich weiter unten noch ausführlicher erläutern.

Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle aber auch an meine beiden Honigdachs-Podcast-Mitstreiter, Stefan und Manuel, ohne deren Mitwirken diese ganze Aktion in der Kürze der Zeit gar nicht erst zum Laufen hätte gebracht werden können. Honeybadger does care! … und das Thema des nächsten Podcasts ist damit ja auch schon klar.

Doch nun zum weitaus interessanteren Part: dem was in den letzten anderthalb Tagen alles erreicht bzw. angestoßen wurde.

Ein Blick aufs Finanzielle

Aktuelle sind auf der Bitcoin-Spendenadresse mit 69 Transaktionen 6,73 Bitcoin eingegangen. Zusammen mit den bsiherigen Paypal-Spenden liegen wir daher aktuell bei gut 8.500 Euro. Das ist ein grandioser Start und außerordentlich relevant. Nicht nur in monetärer Hinsicht, sondern auch in solidarischer und – besonders relevant – in puncto Öffentlichkeitswirksamkeit.

Solidarisch insofern, als dass sich die Kosten anteilsmäßig auf alle Spender verteilen und je mehr sich beteiligen, desto geringer wird der Anteil des einzelnen. Ich gehe nämlich nach wie vor davon aus, dass das ganze Geld nur im Worst Case-Szenario gebraucht wird und ich einen Großteil zurückerstatten kann.

Raus aus dem Schatten, rein ins Rampenlicht

Nichtsdestotrotz ist die Summe trotzdem aktuell sehr wichtig. Denn sie ist letztlich der Maßstab, an dem sich die Wucht abmessen lässt, mit der wir, die Bitcoin-Community, uns dem Onecoin-Lager entgegenzustellen bereit sind. Und je markanter und bemerkenswerter das Crowdfunding läuft, desto größer sind die Chancen, die Außenwirkung zu erzielen, die wir wollen: dass es nämlich nicht nur eine formal-juristische Entscheidung darüber gibt, dass meine Onecoin-Berichterstattung rechtens war, sondern dass die Methode Onecoin als solches publik gemacht wird und Medien und Öffentlichkeit einen Blick darauf werfen und sich selbst ein Bild darüber machen kann, auf welcher Seite der Macht die Onecoin-Verantwortlichen mit ihrem Projekt stehen.

Denn der Worst Case für Onecoin ist, wenn die Geldquellen versiegen. Und die Geldquellen versiegen, wenn die potentiellen „Kunden“ erfahren, was eine echte Kryptowährung wie Bitcoin von einem kryptischen Geschäftsmodell wie Onecoin unterscheidet.  Um das zu erreichen, brauchen wir Presse und Öffentlichkeit und die wiederum gewinnen wir am ehesten, je berichtenswerter diese Aktion hier ist.

Wir sind dabei auf einem sehr guten Weg. Ich schreibe derzeit viele Redaktionen an und habe auch schon positives Feedback erhalten. Unsere Aktion bleibt keinesfalls unbemerkt, aber durch das lange Wochenende dauert es eben auch bis die größeren Medien das aufgreifen. Man darf auch nicht vergessen: Das Ganze hier läuft ja erst seit gut 36 Stunden.

Update Medienberichterstattung:
Unsere Schlagkraft weiter erhöhen!

Nichtsdestotrotz haben wir es natürlich auch in der Hand, die Aktion für die Öffentlichkeit noch berichtenswerter zu machen. Je bemerkenswerter das Crowdfunding, desto größer unser Potential noch viel mehr Menschen zu erreichen und Onecoin damit den Hahn weiter abzudrehen.

Wer sich unter diesen Gesichtspunkten noch an unserer Mission beteiligen möchte, ist herzlich willkommen. Je mehr mit machen, desto solidarischer verteilen sich die Kosten, desto größer wird unsere Außenwirkung, desto unschöner wird es für Onecoin und alle Beteiligten und desto mehr kann letztlich das Image von Bitcoin und der Bitcoin-Community davon profitieren.

Digitale Zivilcourage zeigen!

Denn eure Unterstützung zeigt, dass die Bitcoin-Community keineswegs nur das ist, was Öffentlichkeit bislang an Stereotypen kennen gelernt hat (Darknet-Drogenhändler und -Erpresser, irgendwelche Internet-Weirdos, egoistische Spekulanten etc.), sondern viele rechtschaffene Leute mit einem gesunden Verständnis von Richtig und Falsch und dem Mut dafür auch einzutreten.

Lasst uns diese Chance nutzen, dieses Image auch nach außen zu tragen – eine bessere wird es so bald nicht geben.

Bitcoin address: 13NyfikkgNZTubpzRGbBD1azrBav2Z9Qo3

bitcoin vs onecoin fund
Bitcoin vs. Onecoin legal defense fund
Auch eine Onecoin-Abmahnung erhalten? Melde dich!

Abschließend noch ein paar wichtige und interessante Hinweise:

  • Falls ihr auch eine Abmahnung bekommen habt, meldet euch mal bei mir. Das konkrete Ausmaß der aktuellen Abwahn-Welle gegen Onecoin-kritische Blogger zu kennen, ist für Redaktionen relevant.
  • Unser Beispiel macht Schule! Der ebenfalls von Onecoin-Anwälten unter Druck gesetzte Norweger Bjørn Bjercke hat vor ein paar Stunden auch einen Legal Defend Fund ins Leben gerufen.
  • Wie „smart“ die Pro-Onecoin-Fraktion übrigens ist, zeigt sich an Kommentaren wie: „Ihr seid echt dum“ (sic!), von denen auf diesem Niveau echt eine ganze Reihe hereinkommt.