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Ride the Bitcoin-Rocket-Rollercoaster

Wer sich dieser Tage einen schnellen und nerdig-sympathischen Überblick über den aktuellen Bitcoin-Kurs verschaffen will, der sollte, wie ich, bitcoinrollercoaster.com permanent in einem Tab geöffnet halten.

Der Bitcoin-Rollercoaster weiß immer, was zu tun ist

Denn egal, ob der Kurs-Ritt gerade mal wieder Richtung Mond zeigt oder doch wieder nach unten – irgendwie macht die Seite immer gute Laune. Was vielleicht auch an den, egal wie der Kurs ist, immer optimistischen Sprüchen liegt, die wechselnd eingeblendet werden. Das liest sich über die Zeit dann etwa so:

„$10K INCOMMING!“ ,

„GREEN!“,

„HODL!“,

„BUY THE DIP!“

„TO THE MOON!“ ┗(°0°)┛

… und mehr braucht man doch eigentlich auch nicht zu wissen, oder?

Du fragst: Warum Bitcoin? Ich sage: Lies dieses Buch!

Bitcoin zu verstehen, ist nichts, was man mal eben nebenbei machen kann. Im Gegenteil: Bitcoin als ein sich beständig erweiterndes, facettenreiches Phänomen zu durchschauen, erfordert nicht nur einiges an Zeit und Muße, sondern vor allem gute Quellen.

Von denen gibt es (deutschsprachig) bislang aber nicht wirklich viele: Eine Handvoll Blogs, die aktuell berichten. Unregelmäßige Artikel und Berichte in den „traditionellen“ Medien (vor allem, wenn der Bitcoin-Kurs wie derzeit mal wieder im Achterbahn-Modus nach oben tendiert). Dazu noch ein paar lesenswerte Newsletter, nerdige Foren, Podcasts, Meetup-Treffen und das war es dann aber auch schon.

Klar, seit 2014 gibt es auch Jörg Platzers durchaus lesenswerte Bitcoin-Einführung Bitcoin kurz und gut. Aber das Büchlein ist inhaltlich nun auch schon deutlich in die Jahre gekommen und, wie der Titel schon sagt, eben auch sehr kurz.

Was bislang fehlte: ein gutes Bitcoin-Grundlagen-Buch

Was also seit langem fehlt, ist ein aktuelles Buch, das es schafft, einen umfassenden Status Quo des sich beständig weiterentwickelnden Phänomens Bitcoin zu beschreiben und sinnvoll einzuordnen. Solch ein Buch zu schreiben, ist indes keine leichte Aufgabe. Vor allem, wenn es das Ziel sein soll, nicht nur Nerds und Fanboys anzusprechen, sondern Bitcoin einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.

Elfriede Sixt gelingt mit ihrem Buch Bitcoins und andere dezentrale Transaktionssysteme genau das: einen umfassenden Überblick zu bieten, ohne dabei aber zu oberflächlich zu bleiben. Das ist erfreulich. Denn wenn mich nun Interessierte nach einem guten und substantiellen Einstieg ins Thema Bitcoin fragen, verweise ich ab jetzt auf dieses Buch. Die knapp 200 Seiten beinhalten nämlich alles, was sich zu dem Thema derzeit sinnvoll in Buchform zusammentragen lässt. Wenngleich das Medium selbst für Punktabzüge sorgt.

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Bitcoin vs. Onecoin – Der Stein kommt ins Rollen!

Seit etwas mehr als 36 Stunden ist der Artikel Bitcoin vs. Onecoin – vor Gericht? nun online und die Reaktionen darauf sind gleichermaßen beeindruckend wie bemerkenswert.

Deswegen – bevor ich hier detaillierter auf den aktuellen Zwischenstand eingehe – möchte ich mich zuallererst bedanken für alle die Unterstützung, die in den letzten Stunden eingegangen ist. Nicht nur finanzieller Art, sondern auch in Form von moralischer Unterstützung, motivierenden Mails, hilfreichen Tipps, persönlichen Erfahrungen und Zugang zu weiterem Onecoin-Recherchematerial. Das alles ist sehr hilfreich. Warum, werde ich weiter unten noch ausführlicher erläutern.

Ein ganz besonderer Dank geht an dieser Stelle aber auch an meine beiden Honigdachs-Podcast-Mitstreiter, Stefan und Manuel, ohne deren Mitwirken diese ganze Aktion in der Kürze der Zeit gar nicht erst zum Laufen hätte gebracht werden können. Honeybadger does care! … und das Thema des nächsten Podcasts ist damit ja auch schon klar.

Doch nun zum weitaus interessanteren Part: dem was in den letzten anderthalb Tagen alles erreicht bzw. angestoßen wurde.

Ein Blick aufs Finanzielle

Aktuelle sind auf der Bitcoin-Spendenadresse mit 69 Transaktionen 6,73 Bitcoin eingegangen. Zusammen mit den bsiherigen Paypal-Spenden liegen wir daher aktuell bei gut 8.500 Euro. Das ist ein grandioser Start und außerordentlich relevant. Nicht nur in monetärer Hinsicht, sondern auch in solidarischer und – besonders relevant – in puncto Öffentlichkeitswirksamkeit.

Solidarisch insofern, als dass sich die Kosten anteilsmäßig auf alle Spender verteilen und je mehr sich beteiligen, desto geringer wird der Anteil des einzelnen. Ich gehe nämlich nach wie vor davon aus, dass das ganze Geld nur im Worst Case-Szenario gebraucht wird und ich einen Großteil zurückerstatten kann.

Raus aus dem Schatten, rein ins Rampenlicht

Nichtsdestotrotz ist die Summe trotzdem aktuell sehr wichtig. Denn sie ist letztlich der Maßstab, an dem sich die Wucht abmessen lässt, mit der wir, die Bitcoin-Community, uns dem Onecoin-Lager entgegenzustellen bereit sind. Und je markanter und bemerkenswerter das Crowdfunding läuft, desto größer sind die Chancen, die Außenwirkung zu erzielen, die wir wollen: dass es nämlich nicht nur eine formal-juristische Entscheidung darüber gibt, dass meine Onecoin-Berichterstattung rechtens war, sondern dass die Methode Onecoin als solches publik gemacht wird und Medien und Öffentlichkeit einen Blick darauf werfen und sich selbst ein Bild darüber machen kann, auf welcher Seite der Macht die Onecoin-Verantwortlichen mit ihrem Projekt stehen.

Denn der Worst Case für Onecoin ist, wenn die Geldquellen versiegen. Und die Geldquellen versiegen, wenn die potentiellen „Kunden“ erfahren, was eine echte Kryptowährung wie Bitcoin von einem kryptischen Geschäftsmodell wie Onecoin unterscheidet.  Um das zu erreichen, brauchen wir Presse und Öffentlichkeit und die wiederum gewinnen wir am ehesten, je berichtenswerter diese Aktion hier ist.

Wir sind dabei auf einem sehr guten Weg. Ich schreibe derzeit viele Redaktionen an und habe auch schon positives Feedback erhalten. Unsere Aktion bleibt keinesfalls unbemerkt, aber durch das lange Wochenende dauert es eben auch bis die größeren Medien das aufgreifen. Man darf auch nicht vergessen: Das Ganze hier läuft ja erst seit gut 36 Stunden.

Update Medienberichterstattung:
Unsere Schlagkraft weiter erhöhen!

Nichtsdestotrotz haben wir es natürlich auch in der Hand, die Aktion für die Öffentlichkeit noch berichtenswerter zu machen. Je bemerkenswerter das Crowdfunding, desto größer unser Potential noch viel mehr Menschen zu erreichen und Onecoin damit den Hahn weiter abzudrehen.

Wer sich unter diesen Gesichtspunkten noch an unserer Mission beteiligen möchte, ist herzlich willkommen. Je mehr mit machen, desto solidarischer verteilen sich die Kosten, desto größer wird unsere Außenwirkung, desto unschöner wird es für Onecoin und alle Beteiligten und desto mehr kann letztlich das Image von Bitcoin und der Bitcoin-Community davon profitieren.

Digitale Zivilcourage zeigen!

Denn eure Unterstützung zeigt, dass die Bitcoin-Community keineswegs nur das ist, was Öffentlichkeit bislang an Stereotypen kennen gelernt hat (Darknet-Drogenhändler und -Erpresser, irgendwelche Internet-Weirdos, egoistische Spekulanten etc.), sondern viele rechtschaffene Leute mit einem gesunden Verständnis von Richtig und Falsch und dem Mut dafür auch einzutreten.

Lasst uns diese Chance nutzen, dieses Image auch nach außen zu tragen – eine bessere wird es so bald nicht geben.

Bitcoin address: 13NyfikkgNZTubpzRGbBD1azrBav2Z9Qo3

bitcoin vs onecoin fund
Bitcoin vs. Onecoin legal defense fund
Auch eine Onecoin-Abmahnung erhalten? Melde dich!

Abschließend noch ein paar wichtige und interessante Hinweise:

  • Falls ihr auch eine Abmahnung bekommen habt, meldet euch mal bei mir. Das konkrete Ausmaß der aktuellen Abwahn-Welle gegen Onecoin-kritische Blogger zu kennen, ist für Redaktionen relevant.
  • Unser Beispiel macht Schule! Der ebenfalls von Onecoin-Anwälten unter Druck gesetzte Norweger Bjørn Bjercke hat vor ein paar Stunden auch einen Legal Defend Fund ins Leben gerufen.
  • Wie „smart“ die Pro-Onecoin-Fraktion übrigens ist, zeigt sich an Kommentaren wie: „Ihr seid echt dum“ (sic!), von denen auf diesem Niveau echt eine ganze Reihe hereinkommt.

Bitcoin vs. Onecoin – vor Gericht?

english translation below

zum Folgebeitrag: Bitcoin vs. Onecoin – Der Stein kommt ins Rollen!

Das hier ist der wichtigste Beitrag auf diesem Blog und tatsächlich hängt die Zukunft dieser Seite davon ab. Bitte lies ihn.

tl;dr Onecoin-Anwälte wollen mich mit konstruierten Behauptungen massiv abmahnen. Ich will den Spieß jedoch umdrehen und die Onecoin-Vertreter vor Gericht und in die Öffentlichkeit ziehen. Denn das ist das, was sie eigentlich nicht wollen. Dafür brauche ich jedoch deine Unterstützung. 

Zwischenstand: Aktuell (29.4. 20:30 Uhr) sind rund 5500 Euro zusammengekommen. Vielen Dank an alle Unterstützer, wir sind auf dem richtigen Weg!  

Ich habe in den letzten Tagen gleich von mehreren(!) Onecoin-Anwälten Post erhalten, die sich extrem an einem von mir veröffentlichten Beitrag gestört haben, in dem ich eigentlich nur auf zwei Veröffentlichungen der BaFin im Zusammenhang mit Onecoin hingewiesen habe. Konkret geht es um diese und diese in der Rubrik „Unerlaubte Geschäfte“.

Meinen originalen Beitrag habe ich aus juristisch-taktischen Gründen zwischenzeitlich offline gestellt, obwohl alle Nicht-Onecoin-Menschen, mit denen ich darüber gesprochen habe, nichts Schlimmes daran fanden. Die Onecoin-Vertreter jedoch – und dafür sind sie bekannt – reagieren im Allgemeinen sehr dünnhäutig auf Kritik. Dafür aber gerne umso heftiger.

Volles Droh-Szenario durch Onecoin-Abmahnanwälte

In den letzten Tagen kam eine Abmahnung aus Hamburg, eine aus Köln und noch ein Schreiben ging an meinen Web-Hoster, den sie wegen „Störerhaftung“ dazu bringen wollten, gleich die ganze Seite aus dem Netz zu nehmen. Ziemlich schwere Geschütze gegen einen kleinen Blog wie diesen. Man hätte sich ja auch auf dem kurzen Weg per Mail melden können und um Klarstellung bitten. Will man auf Onecoin-Seiten aber offensichtlich nicht.

Mitunter doch sehr absurde und konstruierte Vorwürfe

Wer indes die Abmahnungen liest, wundert sich womöglich über die Argumentation. So ging es mir zumindest. Die erscheint mir doch an einigen Stellen ziemlich arg konstruiert. Zum Beispiel wird mir vorgeworfen, dass ich hätte überprüfen müssen, ob gegen die „rechtswidrige“(sic!) BaFin-Entscheidung Rechtsmittel eingelegt worden seien. Das hätte ich tatsächlich machen können, hätte aber nichts geändert, denn laut BaFin „darf die BaFin darüber gar keine Auskunft erteilen.“ Laufendes Verfahren, Datenschutz und so. Wundert mich tatsächlich, dass Juristen so etwas nicht wissen.

Nichtsdestotrotz sind die Kanonen, die da gerade gegen mich in Stellung gebracht wurden, beachtlich. Und offenbar war die Drohkulisse bereits groß genug, um viele andere Seitenbetreiber dazu zu bringen, ihre Onecoin-Artikel schließlich final offline zu stellen. Das führen die Anwälte jedenfalls selbst stolz an.

Dass sich die jeweiligen Betreiber dabei tatsächlich falsch verhalten hätten, ist allerdings nicht bewiesen. Vermutlich hatten sie eher keine Lust auf rechtliche Streitereien und haben lieber in den sauren Abmahnungskosten-Apfel gebissen, als Recht und Unrecht tatsächlich richterlich feststellen zu lassen. Verständlich, denn „Recht haben“ und „Recht kriegen“ ist bekanntlich so eine Sache und im schlimmsten Fall kann es eben doch richtig teuer werden. Möglicherweise sogar existenzbedrohend. Will man das? Wegen Onecoin?

Klein beigeben oder Widerstand leisten?

Auch ich stehe nun vor genau dieser Entscheidung: Soll ich klein beigeben, den Beitrag offline gestellt lassen und eine für mich nicht unerhebliche Summe aus für mich nicht nachvollziehbaren Gründen an irgendwelche Anwälte zahlen soll, deren Mandanten sich auf den Schlips getreten fühlen, ohne dass überhaupt feststeht, dass ihnen jemand auf den Schlips getreten ist?

Mir allein diese Frage stellen zu müssen, macht mich wütend. SEHR, SEHR WÜTEND! Weil ich weiß, dass es wichtig und moralisch richtig ist, kritisch über Onecoin zu berichten. Weil ich weiß, dass ich nichts falsch gemacht habe. Weil mich das alles trotzdem gerade unnötig viel Zeit, Kraft und Geld kostet. Weil die mit der selben Abmahn-Droh-Geschichte schon viel zu oft Erfolg hatten. Und weil ich das schlichtweg nicht will. Punkt.

Onecoin darf nicht gewinnen!

Ich will den Onecoin-Anwälten mit ihrer künstlichen Drohkulisse, ihrer wortklauberischen Haarspalterei und ihrer verstörenden Auffassung von Richtig und Falsch kein Geld geben. Ich will Aussagen, die meines Erachtens sowohl rechtmäßig als auch wichtig waren, nicht zurücknehmen. Kurzum: Ich will Onecoin nicht gewinnen lassen.

Vielmehr noch: Ich möchte genau das machen, was sie mit dieser Aktion ja eigentlich verhindern wollen. Ich möchte die Leute, die die Onecoin-Anwälte vertreten, ins Rampenlicht ziehen. Möchte, dass sich die Öffentlichkeit mit dem auseinandersetzt, was diese Leute „geschäftlich“ machen – ihre Praktiken, ihre Modelle, ihren Umgang mit gerechtfertigter Kritik. Ich möchte genau das, was die Onecoin-Vertreter am wenigsten wollen: Dass die Gesellschaft einen Blick auf Onecoin wirft und dass sich die Verantwortlichen rechtfertigen müssen. Zumindest die, die hier gerade so aggressiv vorpreschen.

Ohne Unterstützung geht es nicht

Das einzige Problem: Alleine schaffe ich das nicht. Denn „Recht haben“ und „Recht kriegen“ ist nun mal so eine Sache und als Familienvater kann auch ich mir den Worst Case letztlich nicht leisten. Ich habe daher lange überlegt und eines der folgenden zwei Szenarien wird eintreten:

Szenario 1: „Bitcoin vs: Onecoin“

Ich starte ein Bitcoin-Community-Crowdfunding und bis kommenden Dienstag kommt dabei eine Summe zusammen, die es mir ermöglicht, den vollen Konfrontationskurs mit Onecoin zu fahren.

Szenario 2: „Onecoin gewinnt“

Auch ich beiße letztlich in den sauren Abmahngebühren-Apfel, streiche die Segel und Onecoin und ähnlich Projekte grundsätzlich von meiner Themenliste.

Es steht außer Frage, dass ich ersteres Szenario favorisiere, aber letztlich kann ich – wenn auch widerwillig – mit beidem leben. Ersteres wird deutlich mehr Zeit Energie und Geld kosten, in letzterem Fall hätte ich schneller meine Ruhe und kann mich anderen wichtigen Themen widmen. Und es wird eintreten, wenn Szenario 1 nicht zustande kommt.

Die Entscheidung liegt (auch) bei euch!

Was letztlich die Entscheidung wesentlich beeinflusst, seid Ihr, die Bitcoin-Community. Ich habe schon viel Unterstützung zugesichert bekommen, dass man Onecoin auf keinen Fall gewinnen lassen könne. Das sind tröstende, aufbauende und willkommene Worte. Was aber letztlich den Ausschlag gibt, ist – so unschön das auch ist – das Geld.

Insofern starte ich hiermit das Crowdfunding und hoffe darauf, dass wir es als Bitcoin-Community gemeinsam schaffen, Onecoin (das ja mit dem guten Namen von Bitcoin hausieren geht) erfolgreich zurückzuschlagen. Mindestens den ehrenhaften Versuch unternehmen.

Ich selbst werde für meinen Teil soviel Geld in den Fond einzahlen, wie ich vermutlich auch für das unliebsame „Szenario 2“ werde aufwenden müssen. Das ist jedoch nur ein kleiner Teil, von dem was nötig ist im Falle des Worst Case-Szenarios.

Bitcoin needs you

An dieser Stelle bist also du gefragt:
  • Ist dir Onecoin ein Dorn im Auge?
  • Geht es dir gegen den Strich, wie deren Vertreter mit Kritikern umgehen?
  • Findest du diesen Blog wertvoll und unterstützenswert?
  • Hast du persönlich von echten Kryptowährungen wie Bitcoin, Ethereum, Monero, Litecoin etc. profitiert?
  • Hast du in der letzten Woche für irgendwas gespendet?
  • Bist du ein Fan von Gerechtigkeit?
  • Kannst du es dir leisten, etwas zu geben?

Wenn du eine dieser Fragen mit Ja beantworten kannst, freue ich mich, wenn du bereit bist, einen Beitrag zu leisten und einen dir angemessenen Betrag in den Prozesskosten-Fond „Bitcoin vs. Onecoin“ einzuzahlen.

Bitcoin-Adresse: 13NyfikkgNZTubpzRGbBD1azrBav2Z9Qo3

bitcoin vs onecoin fund
Bitcoin vs. Onecoin-Spendenadresse

Alle weiteren Fragen beantworte ich im folgenden FAQ. Falls eine fehlt – schreibt eine Mail.

FAQ zum „Bitcoin vs. Onecoin“-Fond

Wie viel Geld ist nötig, damit du vor Gericht ziehst?

Das ist schwer zu sagen, weil es viele Faktoren gibt, die die Kosten beeinflussen. Mein Anwalt meinte, dass fünfstellig eine realistische Größe ist. Dieser Bereich ist jedoch (leider) sehr groß. Im Zweifel also lieber etwas mehr geben.

Bis wann läuft das Crowdfunding?

Dienstag, 2. Mai 12:00 Uhr MESZ – Die Kürze der Zeit resultiert aus juristischen Fristen.

Was passiert mit dem Geld, wenn zu wenig zusammenkommt bzw. es doch nicht zum Prozess kommt?

Ich gehe nicht davon aus, erstatte jedoch für den Fall, dass keinerlei Kosten anfallen,  das Geld auf die jeweilige Spender-Adresse zurück.

Was passiert mit überschüssigem Geld?

Das Geld geht ebenfalls anteilsmäßig an die jeweilige Spenderadresse zurück. Hier im Blog erscheint zudem eine Abrechnung, was wofür ausgegeben wurde.

Wie stehen denn die Chancen vor Gericht?

Auch das ist schwer zu sagen. Ich bin jedoch sehr optimistisch. Onecoin und seine Vertreter stehen hierzulande unter Druck. Immerhin hat sich auch die BaFin gestern erneut mit einer Veröffentlichung gemeldet: „Onecoin Ltd (Dubai), OneLife Network Ltd (Belize) und One Network Services Ltd (Sofia/Bulgarien): Untersagung von Geschäften mit „OneCoins“ in Deutschland“ (Für die mitlesenden Abmahnanwälte: „Die Verfügungen beruhen auf § 37 Absatz 1 Satz 1 und 4 KWG. Sie sind von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.“ und Nein, die BaFin hat mir keine Auskunft darüber erteilt, ob Rechtsmittel eingelegt wurden. Darf sie nämlich nicht.)

Sind die gespendenten Bitcoins sicher aufbewahrt?

Ja, Cold Storage.

Gibt es neben Bitcoin auch eine andere Spendenoption?

Andere Kryptowährungen zu nehmen, wäre ein zu großer organisatorischen Aufwand. Ausnahmsweise gibt es jedoch auch einen Paypal-Spendebutton:









Bitcoin vs Onecoin – in court?

This is the most important article in this blog and, indeed, the future of this site depends on it. Please read it!

tl;dr Onecoin lawyers are sending massive amount of Abmahnungen (translator’s note: An „Abmahnung“ is a written warning in German law that demands from the recipient to sign a declaration that he will abstain from something and also to pay a large lawyer fee, in order to avoid being sued. Some people in other countries might call it an extortion.) to me that contain construed claims. I want to turn the tables on them, take the Onecoin actors to court and make it all public. That is what they want to avoid. However, I need your support for that.

In the past days I have received legal letters from several(!) Onecoin lawyers that are extremely irritated about an article I have published. In this article I was simply pointing out two publications by BaFin (t.n.: the German banking watchdog) concerning Onecoin. Concretely, the two publications in the section of „illegitimate business“ are this one and this one.

For legally tactical reasons I have taken the original article offline, even though all the non-Onecoin people I have talked to about them couldn’t find anything wrong with it. Onecoin advocates, however, are known for being very sensitive about criticism. They react all the more fiercely for it.

Full-on intimidation scenario by Onecoin Abmahn lawers

In the past days I have received one Abmahnung from Hamburg and one from Cologne, plus another one went to my web hoster that is meant to get them to take my entire web site down for „Störerhaftung“ (t.n.: another strange German legal concept that seems to imply that, e.g., as a hoster you might be partially responsible for what people write on the websites you host). Pretty heavy artillery against a little blog as this one. They might have just quickly sent a mail asking for clarification. Obviously, that is not what the Onecoin side wants.

Rather absurd and construed allegations at times

If you do read the Abmahnungen, you might be astonished about their arguments. I know I was. They seem quite arbitrarily construed in some places. For example, it is alleged that I should have had to check if legal countermeasures had been put in place against the „illegal“ (sic!) BaFin decision. Indeed, I could have tried, but that wouldn’t have changed a thing since, according to BaFinBaFin is not authorized to provide information about this.“ Ongoing proceeding, privacy laws and so on. I am truly amazed that lawyers don’t know these kinds of things.

Nonetheless, the artillery that has been put into position against me is extraordinary. And it appears that the intimidation has been big enough to get many other website publishers to take their Onecoin articles down for good. At least that is what the lawyers proudly list.

However, it hasn’t been proven that the respective publishers have done anything wrong. Presumably, they just didn’t want any legal battles and rather bit the bullet of Abmahn costs instead of having decided right and wrong juristically. Understandably so, since „being right“ and „being proven right“ are not the same as we know, and in the worst case these things can get really expensive. Possibly even threatening livelihoods. Does one really want that? For Onecoin?

Back down or resist?

That is exactly the decision I am having to make right now: Should I back down, let the article stay offline and pay a non negligible – for me – sum for reasons I don’t understand to some lawyers whose clients feel trodden on their toes without it being clear that someone even stepped on their toes?

Just having to ask myself this question makes me angry. VERY, VERY ANGRY! Because I know it is important and morally right to report critically about Onecoin. Because I know I haven’t done anything wrong. Because all this is unnecessary taking my time, strength and money. Because they have been successful with this Abmahn-intimidation-story way too often already. And because I simply don’t want it. End of story.

Onecoin may not win!

I don’t want to give money to the Onecoin lawyers with their artificial intimidation scenario, their quibbling hair splitting and their disturbing view of right and wrong. I don’t want to take back statements that I feel have been legal as well as important. In short: I don’t want to let Onecoin win.

What’s more: I want to do exactly what they want to avoid with their actions. I want to shine a light on the people that are being represented by the Onecoin lawyers. I want the public to address the „business“ these people do – their practices, their models, their way of dealing with justified criticism. I want exactly what the Onecoin advocates want the least: That society takes a look at Onecoin and the responsible have to justify themselves. At least those who press ahead so aggressively in this case.

I can’t do it without support

The only problem: I can’t do it alone. Because „being right“ and „being proven right“ are not the same and as a family man I can’t afford the worst case. So I have thought long and hard and there will be one of these two scenarios happening:

  1. Scenario 1: Bitcoin vs. Onecoin— I am starting a bitcoin community crowd fund and until tuesday we gather a sum that makes it possible for me to fully confront Onecoin.
  2. Onecoin wins— I, too, bite the bullet of Abmahn fees, back down, and generally avoid Onecoin and similar projects in my list of topics.

There is no question that I prefer the first scenario, but I can live – if reluctantly – with both. The first one will cost me considerably more time, energy and money. In the latter one, I get to live in peace more quickly and can get to other important topics. And that is what will happen if scenario 1 does not come to pass.

The decision is (also) yours!

The ones who ultimately influence the decision are you, the bitcoin community. I have had so many people tell me they support me, that we can’t let Onecoin win no matter what. These are comforting, reassuring and welcome words. As ugly as it is, what ultimately has to decide is – the money.

So I am hereby starting the crown fund and I hope that we as the bitcoin community together can defeat Onecoin (who have been abusing the good name of Bitcoin). At least make a honorable effort.

I myself will put as much money in the fund as I would have to spend in the unwanted „scenario 2“ anyway. That is, however, just a small share of what would be necessary in the worst case scenario.

Bitcoin needs you

This is where you come in:
  • Is Onecoin a thorn in your side?
  • Are you pissed off by the way their advocates deal with critics?
  • Do you find this blog valuable and worth supporting?
  • Have you personally profited from real crypto currencies like Bitcoin, Ethereum, Monero, Litecoin etc.?
  • Have you donated for anything last week?
  • Are you a fan of justice?
  • Can you afford giving something?

If you can answer one of these questions with a Yes, I am happy if you are prepared to contribute an appropriate amount to the legal defense fund „Bitcoin vs. Onecoin“.

Bitcoin address: 13NyfikkgNZTubpzRGbBD1azrBav2Z9Qo3

bitcoin vs onecoin fund
Bitcoin vs. Onecoin legal defense fund

All further questions are answered in the following FAQ. If there is one missing – write me an email!

FAQ for the „Bitcoin vs. Onecoin“ fund

How much money is necessary for you to go to court?

That’s hard to say because there are many factors that influence the costs. My lawyer says that five figures (t.n.: in Euro) is a realistic order of magnitude. Unfortunately that is a rather vague assessment. So if in doubt rather give a bit more.

Until when does the crowd fund run?

Tuesday, 2nd of May, 12:00 CEST – the short notice comes from the legal deadlines.

What happens with the money if it’s not enough or if there is no court proceedings?

I am not counting on it, but in the case that there are no costs I will send the money back to the respective donor’s address (t.n.: So please make sure you control that address!).

What happens with surplus money?

The money is given back to the respective donor’s address pro rata. Moreover, there will be an account of how much has been spent for what here in the blog.

How are the chances in court?

That’s also hard to say. However, I am very optimistic. Onecoin and their representatives are under pressure in this country (t.n.: and world wide). After all, BaFin has given another statement yesterday: Onecoin Ltd (Dubai), OneLife Network Ltd (Belize) and One Network Services Ltd (Sofia/Bulgaria): Prohibition of business dealing with „OneCoins“ in Germany (For the Abmahn lawyers reading this: „Die Verfügungen beruhen auf § 37 Absatz 1 Satz 1 und 4 KWG. Sie sind von Gesetzes wegen sofort vollziehbar, jedoch noch nicht bestandskräftig.“ and no, the BaFin has not provided information to me whether or not there have been appeals filed. Because it is not allowed to.)

Are the donated bitcoins securely stored?

Yes, cold storage.

Is there another donation option besides bitcoin?

Accepting other crypto currencies would be too much of an organisation effort. By way of an exception, however, there is a paypal donation button

Bildnachweis: dierk schaefer – Justitia (CC BY 2.0

Deutsche Welle erklärt Kryptowährungen

Die Deutsche Welle hat wirklich einen Lauf, wenn es um Berichterstattung zum Themenkomplex Bitcoin geht. Neulich mit einem Beitrag über das Berliner Bitcoin-Startup Bitwala. Dazu passenderweise auch noch das (von ein paar Schwächen abgesehen) doch ganz brauchbare Erklärvideo Was ist eine Kryptowährung?

Wobei im mich durchaus frage, woher die Deutsche Welle die Information hat, dass fünf Millionen Deutsche Kryptowährungen nutzen. Gibt es da eine Statistik, von der ich noch nichts weiß?

Darüber hinaus gibt es ein zwei Stellen, die nicht ganz so sauber recherchiert sind. Bitcoin ist keinesfalls anonym und die Polizei kann mitunter sehr wohl herausfinden, dass man Waffen oder Drogen im Netz gekauft hat.

Nichtsdestotrotz wurde hier der Vorteil von Bitcoin am Beispiel einer Zahlung ins Ausland sehr schön und verständlich herausgearbeitet.

Wir und die Blockchain – Knackige & sehenswerte Dokumentation

Der Schweizer Ökonom und Filmemacher Manuel Stagars hat mal eben eine äußerst sehenswerte Dokumentation zum Thema Blockchain gedreht und ins Netz gestellt: The Blockchain and us.

Das „mal eben“ meine ich dabei durchaus respektvoll anerkennend. Denn im Gegensatz zu anderen Bitcoin-Dokus, bei denen man seit Jahren darauf wartet das mal mehr als der Trailer veröffentlicht wird, war von diesem Projekt im Vorfeld nicht viel zu hören. Dass das Ergebnis dann so kurzweilig und prägnant ist, erfreut beim Sehen umso mehr. Denn Stagars fliegt mit seinen Experteninterviews an einem erkennbaren roten Faden durch das bislang doch eher schwammige „Blockchain“-Thema.

In der Kürze liegt die Würze

Wobei das Fliegen sowohl als bildhafter Vergleich dient als auch als Grundsatz. Mit gut 30 Minuten ist diese Doku nämlich angenehm prägnant und letztlich konsequent. Denn alles zum Thema Blockchain passt eh nicht in einen Film, egal wie lang man ihn machen würde. Dann lieber kurz und knackig.

Honigdachs #16 – Dash, HD-Wallets, LBC, Lightning und andere Fragen

Die 16. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs 16 – Dash, HD-Wallets, LBC, Lightning und mehr

Erneut haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und einen very long distance call um den halben Erdball geschaltet: Passend zum Datum haben wir Stefan nämlich fast 15.000 km entfernt auf den Osterinseln erreicht, um erneut über die einige der Fragen zu diskutieren, die uns und euch unter den Nägeln brennen.

a 420 easter thought

Dieses Mal geht es also um die Begründung, warum Dash letzte Folge bei uns als Scam abgewatscht wurde, die Sicherheit von HD-Wallets, bzw. wie das eigentlich genau mit diesem Seed funktioniert und warum das sicher ist. Dazu sprechen wir noch über den Large Bitcoin Collider (ihr könnt alle ruhig schlafen) und Lightning.

Der Honigdachs feiert!

Darüber hinaus gibt es noch eine Kleinigkeit zu feiern: Der Honigdachs hat seit der letzten Folge die 10.000-Downloads-Marke geknackt! Das freut uns sehr, zumal wir uns ja prinzipiell der Anbiederung an die von Apple & Co. erzeugten Podcast-Aufmerksamkeitsökonomie auf Basis einer zentralisierten „Bitte, bitte gebt uns 5 Sterne!“-Währung verweigern. (Bei Bitcoin irgendwie logisch, oder?)

Wir stehen viel mehr auf den direkten Austausch mit euch: eure Fragen, euer Lob und eure Kritik. Online oder wenn wir uns persönlich irgendwo treffen. Und wenn ihr mögt, was wir hier machen, sagt es weiter. Aber fühlt euch nicht genötigt, nur weil Apple das gerne so möchte.

So oder so. Viel Spaß beim Hören.

Die Shownotes gibt’s wie immer nach dem Klick.

Honigdachs #16 – Dash, HD-Wallets, LBC, Lightning und andere Fragen weiterlesen

($=1 -> $=0) Oder: Der schnellste Weg eine Regierung zu stürzen

Man kann von Rick and Morty halten, was man will. Eklig, abgefahren, grandios und WTF! sind nur ein paar Beschreibungen, die mir beim Schauen der Serie immer wieder durch den Kopf gehen.

Was man jedoch zweifelsohne über Rick and Morty sagen kann: In Bezug auf Storytelling hat in dieser Serie eine Klasse erreicht, die ihresgleichen sucht. Dicht, verwoben, begeisternd und voller subtilem Tiefgang, mit dem der Finger immer präzise in die Wunde gelegt wird.

Nehmen wir zum Beispiel die Frage, wie man die intergalaktische Regierung am schnellsten vernichtet. Krieg und Konflikt? Viel zu umständlich. Wesentlich wirkungsvoller ist es, mal eben den Wert der zentralisierten Währung zu manipulieren. Nach unten. Die Folgen davon sehen dann in etwa so aus:

Das Ganze ist natürlich vollkommen fiktiv und könnte in der Realität niemals passieren. Niemals.

Wer sich mehr für das Storytelling-Konzept des Rick and Morty-Schöpfers Dan Harmon interessiert (es lohnt sich wirklich!) findet hier mehr Informationen.

Bitcoin und andere Altcoin-Kurse auf einen Blick

Ich bin schon seit einer ganzen Weile auf der Suche nach einem guten Tool, um den Überblick über die Kursentwicklungen verschiedener Kryptowährungen zu behalten. Gerade in letzter Zeit geht es am Altcoin-Markt ja mächtig ab. Ethereum, Dash, Litecoin, Ripple – es gab in den letzten Wochen auffällig viele Kurssteigerungen von bis zu 150 Prozent binnen weniger Tage, von Projekten, die eigentlich nicht ins klassische Pump and Dump-Schema passen.

Altcoins profitieren vom „Stillstand“ bei Bitcoin

Wobei auch in diesem Fall wieder einmal weniger die jeweiligen Kryptowährungen selbst, sondern vor allem Bitcoin die Ursache ist. Denn die vermeintlich festgefahrene Situation um die Kapazität der Blockchain ist für spekulationsfreudige Trader recht langweilig und wenn dann bspw. Litecoin Bitcoin in Bezug auf die Implementierung von SegWit überholt, ist das offensichtlich Grund genug den Kurs massiv in die Höhe zu treiben.

Das ist insofern bemerkenswert, als dass Litecoin über die Jahre sonst ja eigentlich weniger von sich reden gemacht hat und hauptsächlich von seiner Tradition zehrt. Litecoin – als quasi allererste Altcoin-Alkternative zu Bitcoin – gibt es halt schon so lange, dass das irgendwie zum Krypto-Ökosystem dazugehört.

Auch der Kurs von Dash war maßgeblich beeinflusst von der Bitcoin-Blocksize-Debatte, ebenso Ethereum. Wobei hier ohne Frage auch erneut das große Interesse der Industrie für den Preisanstieg mitverantwortlich war. Lesenswert dazu auch Tuur Demesters gestriger Beitrag:  I’m not worried about Bitcoin Unlimited, but I am losing sleep over Ethereum (+ die Kommentare).

Cryptowatch – Übersicht über die größten Kryptowährungen

In jedem Fall aber und egal aus welchem Grund ist es immer sinnvoll bei Kryptowährungen den Überblick zu behalten. Und das ist gar nicht so leicht, wenn man nicht ständig dutzende Tabs im Browser geöffnet haben will.

cryptowatch.ch
cryptowat.ch – Mehr Überblick auf einer Seite geht nicht.

Helfen kann in dem Fall dabei eine Seite wie cryptowat.ch. Die ermöglicht nämlich auf einen Blick die aktuellen Kursentwicklungen verschiedener Kryptowährungen über verschiedene Börsen hinweg zu verfolgen. Dass das nicht mit allen drölfhunderttausend Altcoins funktioniert, versteht sich von selbst. Mit Bitcoin, Litecoin, Monero, Dash, ZCash, Ethereum und Ethereum Classic  hat man aber schon mal eine ganz gute Übersicht. Zumal man sich die Ansicht auch noch nach Belieben selbst konfigurieren kann.

Interessant auch: cryptowat.ch wurde vor Kurzem von der Bitcoin-Börse Kraken übernommen, was nicht nur für den Nutzen des Projekts spricht, sondern auch ein schönes Beispiel dafür ist, wie man sich mit einer guten Idee und Herzblut im Krypto-Ökosystem einen Job schaffen kann.

Bitcoin- & Blockchain Presseschau #93

Seit der letzten Presseschau ist wieder einige Zeit vergangen. Das liegt aber nicht am Unwillen meinerseits, aktuell über Bitcoin- und Blockchain-Themen zu berichten, sondern vielmehr daran, dass ich mir wirklich vornehme, nur die Links hier mit aufzunehmen, die den Klick (mindestens für ein paar Tage) auch wirklich wert sind.

An irgendwelchen Artikeln, Videos, Posts und Pressemitteilungen mangelt es keineswegs. Im Gegenteil – mein Postfach, RSS-Reader und sonstige Quellen sind jeden Tag proppevoll. Tendenz wachsend. Aber wenn man ehrlich ist, lohnt sich aktuell der Großteil kaum zu lesen. Zu viel Irrelevanz, zu schnell veraltet, langweilig oder oftmals letztlich nur billige PR.

Doch es gibt auch die Perlen, für die sich die Suche lohnt und die ich hier wieder zusammengetragen habe. Es reicht ja, wenn sich einer die Mühe macht, die Spreu auszusortieren. Falls du das auch so siehst und deine Zeit lieber sinnvoll einsetzt, freue ich mich wie immer über eine kleine Spende. Danke!

Bitcoin. Das Fünf-Minuten-Problem – Süddeutsche Zeitung

Ein gut geschriebener Artikel, der Bitcoin in seiner aktuellen Situation verständlich einordnet. Fazit: Es gibt durchaus vielversprechende Anwendungsszenarien, aber für den großen Durchbruch ist die Technik noch nicht ausgereift genug. Besonders gut liest sich der Artikel in Ergänzung zum gestrigen Blogpost, in dem es darum geht, wie das Berliner Bitcoin-Startup Bitwala das Geschäftsmodell der Banken angreift. In diesem Artikel wird nämlich mit Bitbond auf ein anderes Berliner Bitcoin-Startup eingegangen, das die gleiche Mission, aber eine leicht andere Ausrichtung hat.

Einzig der Schluss ist etwas zu engstirnig geraten. Es gibt bei Weitem nicht „nur zwei Szenarien“ für Bitcoin (die laut Artikel beide eher suboptimal sind). Immerhin beweist der im Bericht ebenfalls portraitierte Bitcoin-Pionier Jörg Platzer mit der dieses Wochenende im Room 77 stattfindenden S3ND – Bitcoin Wallet Standard Development Initiative ganz aktuell, dass auch an anderen Szenarien fleißig gearbeitet wird.

How an Anarchist Bitcoin Coder Found Himself Fighting ISIS in Syria – Wired

Diese Geschichte über Amir Taaki sollte man auf vielen Gründen unbedingt lesen. Nicht nur, weil Taaki ohnehin ein umstrittener Charakter ist, sondern auch, weil sie intensiv und anschaulich verdeutlicht, wie breit das ideologische Spektrum innerhalb der Bitcoin-Community ist. Den einen geht es nur ums Geld. Anderen geht es um viel, viel mehr. Genau diese Heterogenität macht Bitcoin stabil.

99% of Blockchain Startups Are Bullshit – Jamie Burke

Interessante, ausführlich erläuterte These: Reine „Blockchain-Startups“ sind mangels Geschäftsmodell zum Scheitern verurteilt. Was laut Burke jedoch funktionieren kann, ist, wenn man Blockchain als Basistechnologie mit anderen Anwendungen/Trends kombiniert: 3D, AI, Robitics etc. Als Investor hat er daher für sich den Terminus Blockchain+ entwickelt. Ein hoffnungsvolles Zeichen für das langerwartete Ende des hohlen Blockchain-Hypes.

The Bitcoin Balance of Power Poster – Audun Gulbrandsen

Audun Gulbrandsen hat sich die Mühe gemacht, die komplexe Verteilung der „Macht“ bei Bitcoin einmal detailliert aufzuschlüsseln. Denn so wie wir aus vielen Bereichen unserer Gesellschaft eine Gewaltenteilung und -verschränkung kennen – einfachstes Beispiel: Legislative, Judikative, Exekutive – sind letztlich auch bei Bitcoin verschiedene Institutionen bzw. Gruppen daran beteiligt, dass das ganze überhaupt funktionieren und langfristig Wert entwickeln kann: Nutzer, Miner, Entwickler, Wallet-Anbieter, Börsen etc.

Wer also mehr von der aktuellen Blocksize-Debatte verstehen und sich nicht nur auf twittertauglich, aber oft zu sehr vereinfachte Thesen verlassen will, sollte sich diesen Artikel durchlesen. Checks and Balances, wie es im Englischen etwas treffender beschrieben wird, ist (nicht nur im Falle von Bitcoin) ein sehr interessantes Thema.

The Bitcoin Balance of Power Poster
Von wegen apolitisch: Die Gewaltenteilung- und verschränkung bei Bitcoin
Bitcoin Scaling Debate. Explain Like I’m 5 Years Old – Wyre

ELI5 (Explain like I’m 5) ist im Netz zu einem beliebten Format geworden, um komplexe Themen auf wirklich einfache Beispiele herunterzubrechen, die selbst ein Fünfjähriger verstehen können sollte. Klappt nicht immer, lohnt sich aber trotzdem oft zu lesen.

Michael nimmt sich der Blocksize-Debatte an. Als Ergänzung zu seinem Post verweise ich gerne noch auf die aktuelle Folge des Honigdachs-Podcasts, in dem wir dieselbe Thematik, aber etwas ausführlicher, besprechen.

Reg now behind invisible HTML5 Bitcoin paywall – The Register

Schöne Idee von The Register: Um sich einen zusätzliches Einkommen zu generieren, das niemandem weh tut, setzt die IT-Fachseite ab sofort auf eine unsichtbare HTML5-Bitcoin-Paywall.  Die funktioniert so, dass jeder Browser, der die Seite besucht im Hintergrund automatisch per JavaScript zu minen beginnt. In der Summe von vielen Millionen Lesern soll sich das angeblich rechnen. Wenn man die Seite nicht unterstützen will, kann man JavaScript im Browser natürlich auch deaktivieren. Schöner Effekt: Ob man selbst zum Miner geworden ist, sieht man durch ein leichtes, rhythmisches Ein- und Ausblenden des Textes, den man liest. Wie das funktioniert, sieht man auf dieser Seite. Es lohnt sich dabei auch ein Blick auf das Veröffentlichungsdatum.

By reading this article, you’re mining bitcoins – Quartz

Ganz und gar nicht aprilig ist dieser Artikel von Quartz, dem ein ähnlicher Ansatz wie im vorigen Beitrag zu Grunde liegt, bei dem es aber nicht um schnöden Profit geht, sondern darum, das Prinzip Bitcoin anschaulich zu erklären: Mining, Double Spending, Hashes, Proof of Work – Wer einen soliden Blick hinter die „Magie“ werfen will, die Bitcoin am Laufen hält, ist hier richtig. Dass der Artikel schon dreieinhalb Jahre alt ist und trotzdem noch aktuell, zeigt seine Qualität.

Ethereum und der „Proof of Death“

Ethereum ist damit wohl endgültig in der Mitte der Gesellschaft angekommen, oder? Immerhin ist es Dank The Catch S02E03 jetzt wohl auch Teil der modernen Popkultur.

Ich erinnere an dieser Stelle aber noch einmal gerne an den Tweet von Vlad Zamfir, der zeigt, wie viel Fiktion in der obigen Drehbuch-Variante vom Proof of Death steckt.

 Props & Credits

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Titelbild: “Zeitungsausträger” Flickr-User barmala (CC BY 2.0)