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Honigdachs #39 – Bitcoin-Kurs über 10.000 Libras

Die 39. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist. (Abonnieren)

Honigdachs #39 – Bitcoin-Kurs steigt auf über 10.000 Libras

Mannomann. Gestern saßen wir drei noch zusammen und haben uns über die Tausendersprünge amüsiert, die der Bitcoin-Kurs derzeit macht (und bei deren Nachhaltigkeit wir begründeterweise skeptisch sind). Über Nacht hat der Kurs dessen ungeachtet bereits die nächste Tausendermarke genommen.

Doch ist der Kurs eigentlich nur Aufhänger für viele andere Themen, die Bitcoin derzeit stattfinden. Neue, spannende Bitcoin-only Konferenzen etablieren sich, das Netz wird (endlich wieder) mit Memes geflutet und die Medien springen auch langsam wieder auf den „Woah! Bitcoin!“-Zug.

Von Libra und Handyknoten

Ach ja – und dann gab es da ja noch diese letztlich vollkommen unbedeutende Kleinigkeit, dass Facebook seinen Facebookcoin „Libra“ vorgestellt hat. Eigentlich wollten wir gar nicht wirklich darüber reden, aber scheinbar packte uns das Thema dann doch wegen der viel zu vielen Fragezeichen, die die mit Spannung erwartete Veröffentlichung des Whitepapers letzte Woche, wie bei vielen anderen auch bei uns hinterließ.

Und damit es nicht ganz abgehoben wird, sondern auch echte life changing Neuigkeiten gibt, erklärt Stefan noch kurz, wie er sein altes Smartphone „mal eben“ und ganz ohne Basteln in einen billigen und handlichen Bitcoin- und Lightning-Node verwandelt hat.

Viel Spaß beim Hören!

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Bitcoin-Sommeranfang – „Gotta cash `em all“

Am Wochenende war nicht nur der „normale“ Sommeranfang, sondern mit dem Überschreiten der symbolträchtigen 10.000 US-Dollar-Marke ist auch der „Kryptosommer“ nun quasi offiziell wieder zurück.

Woran man das auch erkennt: Die Freaks* kommen aus ihren Löchern und füllen das Netz mit Meme-Perlen wie dieser.

* leider auch Scammer, Schlangenölverkäufer und andere Abzocker, aber von denen lassen wir uns die gute Laune heute mal nicht verderben.

Bitcoin-Rumble in the Banken-Jungle – Die Value of Bitcoin Conference

Vergangenen Montag fand in München die Value of Bitcoin Conference statt, eine Veranstaltung, die ob ihrer inhaltlichen Ausrichtung und Zielgruppe bei mir im Vorfeld ziemlich hohe Erwartungen geweckt hatte.

Rückblickend kann ich sagen, dass sich diese Erwartungen mehr als erfüllt haben.

Ziel der VOB: Verschiedene Akteure und Entscheider zum Thema Bitcoin aufeinander loslassen.
Die Value of Bitcoin – Streiten auf hohem Niveau

Selten war ich auf einer Konferenz, in der Agenda und Speaker so gut kuratiert waren, die Vorträge so knackig und informativ waren und Diskussionen so hitzig geführt wurden. Oder anders gesagt: Wenn du es schaffst, einige der profiliertesten Forscher, Wissenschaftler, (Zentral-)Banker, Investoren und Bitcoiner so kontrovers und streitlustig miteinander in einen Dialog zu bringen, weißt du, dass du als Organisator alles richtig gemacht hast.

Dann entstehen nämlich Momente, die einem in Erinnerung bleiben. Wie zum Beispiel als Alex de Vries (im Titelbild zu sehen) in seinem Vortrag „The (un)sustainability of Bitcoin„, in dem er den Stromverbrauch von Bitcoin als ausgesprochen negativ darstellte, seine Thesen mit einer Karte belegen wollte.

Laut Alex de Vries angeblich überbewertet: Mining in Québec (Quelle: 2nd Global Cryptoasset Benchmarking Study, S. 78)

Diese zeigte die globale Verteilung der Mining-Epizentren. Alex de Vries kritisierte, dass der Punkt für das kanadische Québec viel zu groß sei. Ein aktuelles Interview mit einem lokalen Energieversorger würde auf deutlich geringere Nutzung der dortigen regenerativen Quelle Wasserkraft fürs Mining hinweisen.

Direkter Widerspruch aus dem Publikum

Dem widersprach allerdings umgehend ein Teilnehmer aus dem Publikum, der sich als in Québec beheimatet zu erkennen gab. Das Interview bezöge sich nur auf die Zahlen eines der vielen Energieversorger in der Region.

Als anschließend auch noch Michel Rauchs das Wort ergriff, der am Cambridge Centre for Alternative Finance der Judge Business School der University of Cambridge eben jene 2nd Global Cryptoasset Benchmarking Study verantwortet hat, aus der Alex de Vries die kritisierte Karte entnommen hatte, war klar, dass hier und heute genau der Ort ist, an dem all diese normalerweise weit verteilt arbeitenden Menschen zusammenkommen müssen, um sich auszutauschen und, wenn nötig, auch zu streiten.

Teils heftige und emotionale Debatten

Das Mining- und ökologischer Fußabdruck-Thema war dabei nicht das einzige, bei dem es kontrovers und erfrischend hitzig zuging. Im Panel „Bitcoin from a financial market and investment perspective“ platze schließlich dem prominenten und eloquenten Bitcoiner Saifedean Ammous (Autor von The Bitcoin Standard) im Publikum der Kragen.

Zuvor hatte er selbst schon einen Vortrag gehalten („Bitcoin as the working free market alternative to national central banks“) und mit Jochen Metzger von der Deutschen Bundesbank, Christopher Waller von der US-amerikanischen Fed und Thorsten Polleit vom Goldhändler Degussa zum Thema „A free market for private money – central banks under pressure?“ diskutiert.

https://twitter.com/rohmeo_de/status/1135495455209644032

Wobei gerade die beiden Zentralbänker hier stark in die Mangel genommen wurden. Teils zurecht, teils jedoch nicht. Denn fairerweise muss man darauf hinweisen, dass sie dabei auch für Dinge zur Rede gestellt wurden, die sie gar nicht selbst zu verantworten haben.

Als Vertreter des „alten Systems“ wurden sie letztlich aber zur leichten Zielscheibe und dabei argumentativ in Sippenhaft für Entscheidungen genommen, die Politiker nicht aber die Zentralbanker getroffen haben. Vielleicht müsste man solch eine Diskussion beim nächsten Mal um ebendiese politische Vertreter erweitern.

Unwissenheit, Provokationen und die Stimmung kocht hoch

Doch war das noch harmlos im Vergleich zum Panel „Bitcoin from a financial market and investment perspective“, in dem die Auseinandersetzung teils hart und bis an die Gürtelline geführt wurden. Zwischenruf aus dem Publikum in richtung eines Panelteilnehmers: „Es gibt Leute, die haben das Buch [das Sie zitieren, Anm.d.R.] tatsächlich gelesen. Sie gehören offensichtlich nicht dazu!“

Konkret ging es um die provokante Frage, ob Bitcoin letztlich nicht doch nur eine Spekulationsblase sei wie so viele zuvor – allerdings um ein Vielfaches größer. Vertreten wurde diese These vom Hans-Jörg-Naumer (Allianz), der sie mit einer mitgebrachten Grafik untermauern wollte.

Allerdings fiel vielen im Publikum schnell auf, dass besagte Grafik nicht korrekt ist, weil sie nur einen willkürlichen Ausschnitt des Bitcoin-Kurses zeigt, der die Entwicklung der ersten fünf Jahre von Bitcoin vollkommen außer acht lässt. Diese Manipulation triggerte lautstarke und energische Kritik und war der Zündfunken für eine aufgebrachte, emotionale und teils mit harten Bandage geführte Diskussion zwischen und unter Publikum und Panel-Teilnehmern.

https://twitter.com/proofofsteph/status/1135608561944465413

Dass sich der zweite Vertreter des klassischen Investorenlagers, Alexis Eisenhofer, in diesem Schlagabtausch zu der entblößenden Aussage hinreißen ließ, dass er ohnehin nichts mit Bitcoin anfangen könne, weil Blockchain-Technologie sowieso der viel heißere Scheiß sei, war das größte Fettnäpchen, das in dieser Situation zu finden war. Vor allem, da es ja den ganzen Tag schon vielseitige und fundierte Vorträge gegeben hatte, die genau diese Aussage längst ad absurdum geführt hatten.

Ähnliche Lacher erntete später nur noch der Teilnehmer, der bemerkte, dass man ja noch gar nicht über die Möglichkeiten von Ripple gesprochen habe! Nur konnte der glücklicherweise gleich wieder im Publikum abtauchen und musste nicht noch eine Paneldiskussion durchstehen, auf die er sich bedeutend zu schlecht vorbereitet hatte.

Hoher Lernfaktor

Neben den hitzigen, lebhaften und unterhaltsamen Debatten zwischen Bitcoin-Skeptikern und -Befürwortern, die durch die organisatorische Ausrichtung der Value of Bitcoin ja unbedingt gewollt war (und erfreulicherweise niemandem im konferenztypischen nachmittäglichen Schnitzel-Koma versacken ließen), war das Event aber noch aus einem anderen Grund von Wert: Es gab wirklich viele interessante Einblick („Security of Bitcoin private keys: from hardware to quantum attacks“) und einiges zu lernen.

Wie die von der BIS (Bank for International Settlements) kreierte Money Flower, in der Cyrus de la Rubia (Hamburg Commercial Bank) in seinem Vortrag „Bitcoin as catalyst for Central Bank Digital Currencies (CBDC)“ Bitcoin verortete und diskutierte.

Oder die Zentralbankkonten für jedermann, die in Deutschland mangels Nachfrage in den Neunzigern wieder abgeschafft wurden.

Und selbst die Vertreter der Banken-Seite gingen offensichtlich nicht leer aus.

Video-Aufzeichnungen sollen noch kommen

Glücklicherweise wurden alle Sessions in Bild und Ton aufgezeichnet und stünden sie schon online würde ich hier jede einzelne verlinken. Bis sie (hoffentlich bald) online gehen, lohnt es sich für noch ein paar mehr Einblicke den Konferenz-Liveblog von Holger Rohm nachzulesen, der ein treffliches Fazit gefunden hat, dem ich eigentlich nichts mehr hinzufügen kann:

Treffliche Zusammenfassung im #VOB19-Liveblog der Kollegen von blockchaincenter.net
Bitte mehr von diesem Format!

Außer natürlich, dass es unbedingt eine Fortsetzung der Value of Bitcoin geben muss. Nicht nur, weil es international kein vergleichbares Event gibt und das Feedback der Speaker und Teilnehmer (jedenfalls soweit ich das mitbekommen habe) so positiv war, sondern auch, weil sich mit diesem auf Diskurs und Austausch ausgelegten Format ein regelmäßiges Bitcoin-Event mit erkennbarem Mehrwert und Alleinstellungsmerkmal aufbauen ließe. Wenn viele anderen Konferenzen gefühlt einen immer größeren Schwerpunkt auf Erlebnis und Entertainment legen, ist die intellektuelle Auseinandersetzung mit Bitcoin immer noch die reizvollste.

Außerdem muss man den Kollegen der BayernLB eine Chance geben, zu zeigen, dass sie das mit der Vergabe guter Passwörter besser können.

Honigdachs #38 – Lightning kritisch betrachtet

Die 38. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist. (Abonnieren)

Honigdachs #38 – Lightning kritisch betrachtet

Am vergangenen Wochenende fand in München der #LightningHackdayMUC statt und für uns war das die perfekte Gelegenheit, endlich unsere versprochene Lightning-Kritik-Folge aufzunehmen. Dafür haben wir uns mit René Pickhardt (@renepickhardt), Konstantin Nick (@sputn1k) und Jonas Nick (@n1ckler) gleich drei in puncto Lightning außerordentlich kompetente Gesprächstpartner gesucht und eine erfrischend offene Diskussion über einige der aktuell größten Schwachstellen an Lightning und wie man denen begegnen kann gesprochen.

Der Sound ist nicht brillant, aber akzeptabel, wenn man bedenkt, dass wir mobil und ohne Mega-Equipment fünf Leute gleichzeitig aufgenommen haben. Auch sei erwähnt, dass wir teilweise auf einem fortgeschrittenen Niveau diskutieren. Wer erst einmal einen etwas leichteren Einstieg in das Thema Lightning-Kritik sucht, dem empfehlen wir Folge 3 des Konsens und Nonsense-Podcast.

Allen anderen: Viel Spaß beim Hören.

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Ticketverlosung: Unchain-Convention

Ich hatte die Tage schon auf eine Reihe kommenden Bitcoin-Konferenzen hier in Deutschland hingewiesen. Noch nicht aufgeführt war dabei die Unchained Convention, die Mitte Juni in Berlin stattfindet.

Das ist natürlich unfair und sei deshalb hiermit nachgeholt. Zumal sich das Programm zu mehr als 50 Prozent auf Bitcoin fokussiert und einige sehr interessante Akzente setzt.

Ich hatte im Vorfeld bereits ein langes Hintergrundgespräch mit den Machern, die u.a. gute Kontakte zur südamerikanischen Bitcoin-Szene pflegen und sich international so gut vernetzt haben, dass sie ein wirklich abwechslungsreiches Programm mit einer bunten Speaker-Durchmischung auf die Beine gestellt haben.

Verlosung: 1 x 2-Tage Unchained Convention

Wer sich nun selbst davon überzeugen will, die kann jetzt hier ein kostenloses Ticket abstauben. Das ist jedoch an eine Bedingung geknüpft: An dieser Verlosung können nur Frauen teilnehmen!

Denn obwohl auf der Unchain Convention die Spekerinnen-Quote mit knapp 25 Prozent schon besser ist als auf vielen anderen Bitcoin-Veranstaltungen, ist das noch ausbaufähig. Also setzen wir hier mal ein Zeichen und sorgen dafür, dass die Schlage vor dem Jungs-Klo nicht so lang wird.

Wenn ihr, liebe Bitcoin-interessierte Damen, nun also die Freikarte für die Unchain Convention gewinnen wollt, schreibt bis einschließlich 31. Mai eine Mail.

Bei mehreren Einsendungen (hoffentlich!) wird die Gewinnerin per random.org bestimmt und per Mail benachrichtigt. Verstellen lohnt sich übrigens nicht. Spätestens am Einlass müsst ihr euch identifizieren.

Kleiner Trostpreis

Für alle, die nicht gewinnen oder gar nicht erst teilnehmen können, gibt es aber glücklicherweise noch ein kleines Trostpflaster. Wer auch so zur Unchain Convention gehen möchte, bekommt 20 Prozent Rabatt auf’s Ticket, wenn er/sie mit dem Code „Coinspondent20“ bucht.

Viel Glück!

Bitcoingeld – Bitcoin für Kinder erklärt

Neulich habe ich über das Bitcoin-Kinderbuch für Erwachsene geschrieben und dass Bitcoin generell etwas ist, für das sich die Jüngeren mehr interessieren als die Älteren, Ist Hier Im Blog ja Immer Wieder Thema.

Bitcoin Money – Das Kinderbuch

Kein Wunder also, dass ich sofort zugeschlagen habe, als ich gesehen habe, dass Michael Caras, der Bitcoin-Rabbi (dessen Name sich im Gegensatz zum einstigen „Bitcoin Jesus“ tatsächlich aus seiner Berufung als Rabbi ableitet), ein Bitcoin-Kinderbuch geschrieben hat: Bitcoin Money. A Tale of Bitville Discovering Good Money (Ist mittlerweile auch auf Deutsch zu haben: Bitcoingeld: Eine Geschichte über die Entdeckung von gutem Geld in Bitdorf)

Bitcoin Money: Schöne, kindgerechte und liebevoll illustrierte Geschichte
Wie die Kinder von Bitville gutes Geld entdecken

In dem Buch, das man mit seinen knapp 30 Seiten fairerweise eigentlich eher als Heftchen bezeichnen muss, lernen die Kinder von Bitville – wie der Titel bereits verrät – in sechs liebevoll illustrierten Kapiteln die Notwendigkeit von gutem Geld kennen.

Zunächst beginnen die Bitville-Kinder zu handeln, später führen sie Münz- und Scheingeld ein und schließlich landen sie beim besseren, weil manipulationssicheren digitalen Geld: Bitcoin.

Am Anfang war der Handel …
… der durch Geld immer leichter wurde, dabei aber auch Probleme verursachte …
… und erst gutes, digitales Geld machte die Kinder in Bitville wieder glücklich.
Primär für Kinder, aber nicht nur

Damit füllt Bitcoin Money wirklich eine Lücke. Denn solch ein kindgerechtes Bitcoin-Bildungsangebot gibt es bisher noch nicht.

Für Kinder, die in dem Alter sind, den Umgang mit Geld zu lernen, ist das Buch daher durchaus geeignet. Zumal es Michael Caras eben auch vorrangig darum geht, die ökonomische Notwendigkeit eines „guten Geldes“ zu erklären und weniger die Technologie dahinter. Positiver Nebeneffekt: Dabei können nicht nur die Kinder noch etwas lernen.

„I believe that the key value of Bitcoin is its economic role, and so we focus on that aspect, as opposed to a detailed explanation of the technology behind it.

Although it appears as a simple children’s story, I hope that this book can serve as an introduction to Bitcoin for people of all ages.“

Bitcoin Money, knapp 30 Seiten kosten ca. 15 US-Dollar
Fazit: Inhaltlich top, Haptik ausbaufähig

Bitcoin Money. A Tale of Bitville Discovering Good Money ist ein kurzweiliges, unterhaltsames und zielgruppengerechtes Buch, das Spaß zu lesen macht. Einziges Manko ist das dünne Papier, dass bei dem überschaubaren Seitenumfang aus dem Buch nur ein Heftchen macht. Etwas dickere oder stabilere Seiten wären sowohl kindgerechter und würden auch eine Wertigkeit vermitteln, die dem Preis von rund 15 US-Dollar auch gerecht wird.

Das kommt hoffentlich mit der zweiten Auflage. Doch dafür muss zunächst die erste unter den Bitcoin-Nachwuchs gebracht werden. Wer dabei mithelfen will: Bitcoin Money. A Tale of Bitville Discovering Good Money ist im Eigenverlag erschienen und kann bei Amazon auf Deutsch oder Englisch oder direkt über die Website des Bitcoin Rabbi bestellt werden. Wer dort mit Bitcoin bezahlt, bekommt sogar Rabatt.

T-1 Jahr (in etwa) – Der Halving-Countdown läuft wieder

Seit mehreren Monaten habe ich im Browser einen Tab www.thehalving.com offen.

Ich wollte nämlich einen kurzen Beitrag veröffentlichen, wenn diese wirklich hübsch gestaltete Seite anzeigt, dass es noch ein Jahr dauert, bis das nächste Bitcoin-Halving stattfindet. Also die Halbierung des Blockrewards, den der Miner für einen neuen, gültigen Block bekommt.

Aktuell liegt dieser bei 12,5 Bitcoin pro Block. Ganz am Anfang waren es 50, danach 25 und ab in etwa einem Jahr werden es dann nur noch 6,25 Bitcoins sein.

Ein Block kommt, wann ein Block kommt

Warum ab „in etwa“ einem Jahr? Weil sich die Halbierung nicht am Kalender orientiert, sondern an der Blockhöhe. Bei Block 630.000, also in gut 50.000 Bitcoin-Blöcken verringert sich der Blockreward. Da diese Blöcke nun aber nur in etwa alle 10 Minuten gefunden werden und nicht exakt alle 10 Minuten, kann niemand so ganz genau vorhersagen, wann das nächste Halving konkret stattfindet.

Insofern hab ich mich natürlich schön geärgert, als bereits vorgestern die ersten Jahres-Countdown-Tweets losschwirrten.

Seit Monaten halte ich diesen dämlichen Tab offen und beobachte das geschätzte Halbierungs-Datum. Doch dann war all das geduldige Warten umsonst, denn andere kalkulieren die restliche Blockzeit wohl einfach etwas kürzer. Statt mit zehn Minuten pro Block nur mit 9:59 Minuten oder 9:58 oder vielleicht sogar noch weniger und berauben mich so meines langersehnten journalistischen Überraschungsmomentes!

Warum das Halving relevant ist

Bleibt nur noch die Frage, warum das Halving überhaupt so relevant sein soll, dass man einen Countdown dafür bräuchte? Immerhin geht es doch nur um den Mining-Reward, mit dem selbst die meisten Bitcoiner direkt überhaupt nichts zu tun haben.

Doch ist das ja noch nicht das ganze Bild. Immerhin ändern sich mit der dritten Halbierung erneut auch die innermonetären Kennzahlen von Bitcoin. Wenn nur noch 6,25 neue Bitcoins pro Block auf den Markt kommen, sinkt die Bitcoin-Inflation damit rechnerisch zum ersten Mal auf knapp unter zwei Prozent und damit auf einen Wert, den die EZB für den Euro als stabil anstrebt.

Zwar lassen sich Euro und Bitcoin in diesem Kontext nicht problemlos miteinander vergleichen. Trotzdem ist diese Kennzahl für viele Bitcoiner eine symbolisch wichtige Größe. Eine stetig sinkende Inflation bedeutet immerhin, dass Bitcoins rarer werden. Und damit wertvoller.

Countdown zur nächsten Kursrally?

Genau diese Eigenschaft ist auch der zweite Punkt, warum viele in der Community das Halving als wichtiges Ereignis herbeisehnen. Historisch betrachtet fallen die ganz großen Preisrallys nämlich immer in den Zeitraum kurz nach einem Bitcoin-Halving.

Ob das nun Zufall ist oder doch kausal zusammenhängt, mag jeder selbst für sich entscheiden. Die Halving-Optimisten halten aber schon jetzt einen post-Halving-Bitcoin-Preis im sechsstelligen Bereich für denkbar.

Viele glauben, dass der nächste große Preisschub nach dem nächsten Halving beginnt.
Halving mit extra Käse!

Es ist also davon auszugehen, dass Block 630.000 heute in ungefähr einem Jahr von der Bitcoin-Community ziemlich groß und pompös gefeiert werden wird. Noch mehr, sollten die heutigen Schätzungen dann sogar richtig liegen und der Block in exakt einem Jahr, am 22. Mai 2020, gefunden werden. Dann fallen Halving und der Bitcoin-Pizza-Day zusammen, der sich heute zum neunten und kommenden Mai dann zum zehnten Mal jährt. Yummi!

https://twitter.com/bitcoin_pizza/status/1131020388383825920

Noch mehr Bitcoin-Konferenz- und Event-Tipps

Weil ich gestern erst auf die Value of Bitcoin-Konferenz hingewiesen habe und in New York dieser Tage gerade der Mega-Crypto-Konferenz-Marathon stattfindet, bleiben wir der Vollständigkeit halber einfach noch kurz beim Thema mit zwei weiteren anstehenden Bitcoin-Event-Empfehlungen.

Blockchainhotel Konferenz 2019, Essen

Da wäre zum einen am 30. und 31. Mai die dritte Ausgabe der Blockchainhotel-Konferenz, dem jährlichen „Bitcoin- und Krypto-Klassentreffen“ in Essen.

Auch wenn Bitcoin hier nicht namengebend ist, handelt es sich in meinen Augen dennoch im Kern um eine Bitcoin-Konferenz. Das ist nämlich der mit Abstand größte gemeinsame Nenner, der die Community an diesen zwei Tagen zusammenbringt.

Dieses Jahr bereits zum dritten Mal: Die Blockchainhotel Conference

Ich war die letzten beide Mal dort und werde auch dieses Mal kurz wieder vorbeikommen, weil es wirklich ein schönes Community-Event ist und man immer interessante und abgefahrene Leute trifft, die man sonst nirgendwo trifft.

Wer auch noch kommen mag – mit dem Code Coinspondent25 gibt es 25 Prozent Rabatt aufs Ticket.

5th Lightning Hackday, München

Direkt im Anschluss, am 1. und 2. Juni, findet dann in München der fünfte Lightning Hackday statt. Mittlerweile kann man diese Veranstaltungsreihe ja durchaus als renommierte Institution bezeichnen, die beste Werbung für den Bitcoin/Lightning-Standort Deutschland macht (hier mein Artikel über den dritten Lightning Hackday vergangenen Herbst).

Findet bereits zum fünften Mal statt: Der Lightning Hackday

Regelmäßig versammelt sich hierbei die internationale Szene und es würde mich wundern, wenn Elizabeth Stark, CEO von Lightning Labs, wie gerade in New York verkündet als Ort für die erste richtig große Lightning-Konferenz Mitte Oktober von allen Städten dieser Welt rein zufällig Berlin ausgesucht haben sollte. Nachtigall ick hör dir trapsen!

Tickets für den Lightning Hackday gibt’s ab fünf Dollar und wer dann eh schon in München ist, bleibt am besten gleich noch für die Value of Bitcoin Konferenz am nächsten Tag und alle weiteren Termine der dortigen Bitcoin Festival Week.

Vielleicht sehen wir uns ja hier oder dort.

Value of Bitcoin – Was bestimmt den Wert von Bitcoin?

Der Bitcoin-Preis steigt rasant wie lange nicht mehr und viele wundern sich, warum? Waren die Schlagzeilen in letzter Zeit nicht denkbar schlecht?

Bitcoin-Kurs der vergangenen 6 Monate, Quelle: Finanzen.net

Der Krypto-Börse Binance wurden immerhin 7000 Bitcoin gestohlen und deren CEO dachte in einer Kurzschlussreaktion kurzzeitig sogar laut über ein Zurücksetzen der Bitcoin-Blockchain nach. (Bei Bitcoin ein absolutes No-Go.)

Derweil kämpft Bitfinex, eine andere populäre Krypto-Börse, mit einem hausgemachten Finanzskandal und einer umfassenden Anklage aus New York, in deren Aufarbeitung immer mehr pikante Details über den besorgniserregenden Umgang mit Kundengeldern und -daten ans Licht kommen.

Und nicht zuletzt steigt auch der politische Druck auf Bitcoin. Der Kongressabgeordnete Brad Sherman wirbt um Unterstützung bei seinem Ziel, alle Kryptowährungen zu verbieten. Diese würden die auf dem Dollar basierende ökonomische und politische Vormachtsstellung der USA gefährden.

Was bestimmt den Wert von Bitcoin?

Doch offensichtlich haben all diese Events keinen sonderlich negativen Einfluss auf den Bitcoin-Preis. Sonst würde dieser wohl nicht, wie am vergangenen Wochenende innerhalb eines Tages um mehr als 1000 US-Dollar steigen.

Wobei manche jedoch behaupten, dass sich Aussagen wie die von Brad Sherman, ob ihrer enttarnenden „Ich hab die Hosen voll“-Ehrlichkeit, keineswegs negativ, sondern vielmehr positiv auf den Preis auswirkten. Immerhin zeigten solche Statements, dass Bitcoin funktioniere. Im viel zitierten Mantra: „First they ignore you, than they laugh at you, than they fight you, than you win“, hätte Bitcoin damit nämlich die dritte von vier Eskalationsstufen erreicht.

Doch sind genau das die Fragen, die aktuell noch viel zu wenig diskutiert werden: Was ist eigentlich dieses Bitcoin? Warum wächst es immer weiter? Welchen ökonomischen und politischen Platz könnte und wird es in Zukunft einnehmen?

Value of Bitcoin-Konferenz in München

Genau diesem Thema widmet sich die Value of Bitcoin Anfang Juni in München. Eine Konferenz, die sich inhaltlich zwar auf den Wert von Bitcoin konzentriert, bei der der aktuelle Kurs aber nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Ein bemerkenswertes Konzept, 2019 – im mittlerweile entzauberten Blockchain-Hype – eine reine Bitcoin-Konferenz auf die Beine zu stellen, bei der sich hochrangige und versierte Bitcoin-Befürworter und -Skeptiker in den Räumen einer Bank auf Augenhöhe begegnen. Ich habe Daniel Wingen, Bitcoiner aus München und Organisator der Konferenz, daher ein paar Fragen gestellt.

Mit der Value of Bitcoin-Konference organisierst du eine Top-Level-Konferenz, die sich explizit und nur auf Bitcoin konzentriert. Das ist ungewöhnlich. Immerhin haben in den vergangenen Jahren die meisten einen großen Bogen um Bitcoin gemacht und stattdessen „Blockchain“- oder „Crypto“-Konferenzen organisiert. Warum meinst du, dass 2019 wieder eine reine Bitcoin-Konferenz notwendig ist und funktionieren kann?

Die Idee für die Value of Bitcoin-Konferenz ist aus Gesprächen mit der BayernLB und Saifedean Ammous (Autor von The Bitcoin Standard,
Anm. d. R.) entstanden, da Dr. Ammous bereits letztes Jahr einen Vortrag bei der BayernLB vor Mitarbeitern und Kunden gehalten hatte und dieser sehr gut angekommen ist.

Auf Grund des stark ansteigenden internen Wissensbedarf bei der BayernLB aber auch deren Kunden, lag die Idee nahe, das Ganze etwas größer zu wiederholen und sich dabei ganz auf Bitcoin aus volkswirtschaftlicher und monetärer Perspektive zu konzentrieren.  Bitcoin ist nun seit über 10 Jahren „am Leben“ und es sieht aktuell nicht danach aus als würde das Netzwerk in absehbarer Zeit „sterben“ oder der Preis des Bitcoin-Token gegen Null gehen. Das sehen auch immer mehr institutionelle Investoren, Unternehmer, Ökonomen und Banker.

Die Notwendigkeit für eine solche Konferenz ergibt sich aus dem Bedarf auf Entscheider-Ebene, die notwendigen Informationen zu aggregieren, um einen guten Überblick zu erhalten. Dafür reichen die aktuell sehr oberflächlichen Informationen in der Management- und Finanz-Presse bei weitem nicht aus. Es gibt viel Kritik an Bitcoin und auf der anderen Seite viel tiefgreifende Forschung die positiven Ergebnissen hervorgebracht hat. Eine Konferenz auf der die verschiedenen auch kritischen Perspektiven eine Plattform erhalten, gab es bis her in der Form nicht. Es ist jedoch für Entscheidungsträger essenziell, sich möglicht viele divergierende Perspektiven und Meinungen anzuhören und zu verarbeiten, um zu einer eigenen Meinungen und damit fundierten Entscheidungen im Umgang mit Bitcoin gelangen zu können und durch proaktive Entscheidungen einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.

Die Konferenz heißt zwar Value of Bitcoin, doch spielt der aktuelle Kurs von Bitcoin inhaltlich weniger eine Rolle. Worum geht es dann?

Wir spielen mit den Namen eher auf den intrinsischen Wert bzw. potenziellen Nutzen des Bitcoins an und wollen besonders kontrovers und tief auf diesen Aspekt eingehen. Der Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage und ist rein Markt-getrieben. Die große Frage dahin lautet jedoch: Was treibt die Nachfrage nach dem Bitcoin? Hier klaffen die verschiedenen Meinungen besonders stark auseinander.

Die Konferenz findet in den Räumen der BayernLB statt, du hast namhafte Experten aus der ganzen Welt gewinnen können. Wie schwer war es, dieses „Bitcoin only“-Event auf die Beine zu stellen? Musstest du für deine Idee kämpfen oder hast du offene Türen eingerannt?

Das ganz wäre ohne die BayernLB und Fidelity Digital Assets als Partner nicht möglich gewesen und diese haben stark dazu beigetragen, die Experten für die Veranstaltung gewinnen zu können. Tatsächlich haben wir zum einen – auch bei Kritikern – offene Türen eingerannt, aber zum anderen haben wir auch Antworten wie: „[…] kommt es einem so vor, als würden Sie BitCoin selbst als Investment Instrument verstehen und kritisch beleuchten wollen. Aber diese Schlacht ist doch nun schon lange geschlagen. BitCoin ist als Investment genauso gut wie jeder andere Pump and Dump Penny Stock. End of Discussion. […]“ erhalten.

Klares Statement, worum es bei der Value of Bitcoin-Konferenz nicht geht.
Die Zusammenstellung der Teilnehmer und Experten ist sehr facettenreich. Es kommen Wissenschaftler, Banker, Unternehmesvertreter, Technik-Experten und unter ihnen sind Bitcoin-Skeptiker, -Kritiker und -Befürworter. Was erhoffst du dir von dem Aufeinandertreffen dieser unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven?

Ich selbst würde mich auch als sehr kritisch bezeichnen. Bevor ich eine Entscheidung treffe, hole ich mir möglich viele und tiefgreifende Informationen ein und wäge diese gegeneinander ab. Genauso gehe ich im Zusammenhang mit Bitcoin auch vor und hinterfrage meine Meinung über Bitcoin tagtäglich. Daher weiß ich wie wertvoll es ist gegenüber kritischen Meinungen offen zu sein und selbst zu prüfen ob sie auf Basis des bereits angesammelten Wissens valide sein könnten.

Dieser Prozess ist jedoch sehr aufwendig und zeitintensiv und viele Entscheidungsträger haben nicht den Luxus wie du und ich, sich so intensiv mit der Materie auseinanderzusetzen. Die Value of Bitcoin-Konferenz bietet Ihnen die Möglichkeit, innerhalb von einem Tag so tief in die Materie einzusteigen wie es ansonsten nur durch wochenlange oder gar jahrelange Recherchen möglich wäre. Ganz nach dem Motto: „Don’t trust, verify!“ 

Die Konferenz richtet sich an Entscheidungsträger aus dem Finanz- und Wirtschaftsbereich – bewusst auch an Vertreter eher konservativer Institutionen. Warum gerade diese Zielgruppe?

Das ist ganz einfach: Hier gibt es einen massiven Bedarf, viele offene Fragen rund um Bitcoin beantworten zu können. Man kann die Beantwortung dieser Fragen zwar aufschieben, aber der Drang eigene Antworten zu finden und Entscheidungen zu treffen wird immer größer, je mehr Unternehmen und Institutionen sich öffentlich zu Bitcoin äußern und in dem Bereich aktiv werden.

Die Konferenz ist ein vergleichsweise exklusives Event. Die Ticketpreise sind hoch, die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Trotzdem sind die Diskussion und die Ergebnisse auch für die Community interessant. Wird es einen Livestream oder Mitschnitte geben oder sollen die Teilnehmer in einem „geschützten Raum“ unter sich bleiben?

Der Mehrwert der Veranstaltung entsteht vor allem durch die extrem hohe Dichte an divergierenden aber vor allem fundierten Informationen. Das ist besonders wertvoll für Teilnehmer, welche nicht die Zeit haben sich intensiv und tagtäglich mit dem Thema zu beschäftigen.

Aus verschiedenen Gründen wird es leider keinen Livestream geben, aber für die Community machen wir in München am Folgetag ein Meetup mit dem Titel „The VoB Conference in Retrospect“, welches sehr wahrscheinlich live gestreamt wird.

Wir werden jedoch eine Handvoll Tickets an die Community rausgeben. Der Ticketpreis hierfür ist auf einem Level mit Baltic Honeybadger/Breaking Bitcoin. Interessenten können sich mit Ihrer Bewerbung gerne direkt an mich wenden.