Honigdachs #65 -Bitcoin(er) in El Salvador

Die 65. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #65 – Bitcoin(er) in El Salvador

Vom 12. bis 21. November reiste eine deutsche Bitcoin-Delegation nach El Salvador, dem ersten Land der Welt, das Bitcoin als offizielles Zahlungsmittel anerkannt hat. Und weil ich als Journalist Teil dieser Delegationsreise war und Stefan die Pickhardt Payments auf der zeitgleich in San Salvador stattfindenden Adopting Bitcoin-Konferenz präsentierte, haben wir die gute alte Tradition der Vor-Ort-Aufnahme auch am anderen Ende der Welt beibehalten.

Stefan und ich sitzen also in einem Beach-Restaurant in El Zonte, wo mit dem Bitcoin Beach das salvadorianische Bitcoin-Experiment seinen Anfang nahm und besprechen zusammen mit unseren Gästen, Jeff, dem Reiseinitiator und Alex von Frankenberg, dem Chef des High-Tech Gründerfonds, was wir bis dato (18.11.) erlebt haben. Also noch bevor der Präsident des Landes, Nayib Bukele, seine neue Idee von Bitcoin City und den Bitcoin Bonds, also über Bitcoin laufende Staatsanleihen, verkündete.

Da an dem Tag der Aufnahme viele Bitcoiner aus der ganzen Welt der Bitcoin Beach besuchten, wurde es während der Aufnahme immer lauter und fröhlicher, wovon wir uns aber kein bisschen die Laune haben verderben lassen. Im Gegenteil – mehr authentische Atmo im Hintergrund geht nicht! Also hört gut hin!

Shownotes

gibt es dieses Mal keine. Stellt euch stattdessen einfach eine gut gekühlte Kokosnuss mit Strohhalm zu einem schönen Sonnenuntergang am Strand vor, während im Hintergrund die Wellen des Pazifik brechen.

Bitcoin im Finanzrocker-Podcast

Neulich war ich als Gast im Finanzrocker-Podcast und weil ich von vielen Seiten das Feedback erhalten habe, dass das ein sehr hörenswertes Gespräch zwischen mir und Daniel geworden ist, wollte ich mir das hier auch noch in den Blog packen. Zur Archivierung für mich und für diejenigen, die es vielleicht auch noch gerne hören möchten.

Das könnte vor allem für Einsteiger interessant sein, weil auch der Finanzrocker gerade erst anfängt, sich tiefer mit dem Thema Bitcoin zu beschäftigen.

Und wer nicht hören will, der kann die Zusammenfassung des Gesprächs auch nachlesen. Daniel hat das Thema nämlich mit sehr viel Aufwand aufbereitet.

Das Magic Future Money- Buch kommt

Fast genau auf den Tag ein Jahr ist es nun her, dass ich auf dem Leipziger Bitcoin-Themenabend einen Vortrag über Die Zukunft des Geldes gehalten habe. Seit dem ist viel passiert. Denn die an diesem Abend mehr oder weniger spontan geborene Idee „Man müsste eigentlich mal einen Schreibwettbewerb zur Zukunft des Geldes machen“ hat danach schnell den Konjunktiv verloren, ich hab mich an die Arbeit gemacht und nur drei Monate später startete Anfang dieses Jahres direkt auch schon das Magic Future Money-Projekt.

Ein Schreibwettbewerb, sie alle zu finden, die besten zu küren und in ein Buch zu binden.

Das wiederum stieß auf erfreulich große und positive Resonanz. Viele Menschen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum und von jung bis alt fühlten sich angesprochen und fingen an, über das Geld der Zukunft nachzudenken und wie es uns, unseren Alltag und unsere Gesellschaft wohl verändern würde, wenn es denn tatsächlich so käme. Und obwohl es nicht alle schafften, ihre Geschichten rechtzeitig fertig zu stellen, gingen bis Ende März dennoch insgesamt 290 Geschichten ein, die sich um das Preisgeld von 30 x 1 Million Satoshi – aktuell immerhin rund 14.000 Euro – bewarben.

Was lange währt …

Nun, ein gutes halbes Jahr später hat die Jury nicht nur längst die Gewinnerinnen und Gewinner gekürt, sondern die 30 besten Geschichten wurden inzwischen auch korrigiert, gesetzt, illustriert und befinden sich aktuell tatsächlich und endlich im Druck. Ein für mich unglaublich spannendes, erfüllendes und bemerkenswertes Projekt steht damit kurz vor seinem großen Finale. Das erreicht es am 23. November, wenn das Buch dann offiziell bei Aprycot erscheint.

Ab dann gibt es Magic Future Money. (Un)mögliche Geschichten vom Geld der Zukunft überall dort, wo es gute Bücher gibt: Online, beim Buchdealer eures Vertrauens oder – für alle, die gerne mit Bitcoin bezahlen möchten – auch direkt beim Verlag.

Jetzt vorbestellen!

Wer klug ist, wartet aber nicht bis dahin, sondern bestellt einfach direkt schon jetzt vor. Das hat nämlich zwei Vorteile. Zum einen bekommt man das Buch garantiert als eine/r der ersten überhaupt. Zum anderen hat man so die besten Chancen sich ein richtig gutes Weihnachtsgeschenk für sich und andere zu sichern. Denn dieses Buch ist nicht nur inhaltlich einzigartig, sondern auch optisch und haptisch ein wertvolles Kleinod (mehr dazu hier).

Vor allem aber ist die Erstauflage begrenzt und da gutes Offset-Druckpapier in diesen wilden Zeiten ein knappes und kostbares Gut ist, ist nahezu ausgeschlossen, dass die nächste Charge, so es denn überhaupt eine geben sollte, noch vor Weihnachten fertig werden würde.

Magic Future Money. (Un)mögliche Geschichten vom Geld der Zukunft, 376 Seiten, Aprycot, 2021, 27 Euro

Insofern lege ich euch die Vorbestellung nachdrücklich ans Herz. So geht ihr erstens auf Nummer sicher, zweitens macht es dank Buchpreisbindung auch vom Zaster her keinen Unterschied und drittens: Das wird wirklich ein richtig, richtig schönes Buch. Siehe hier:

Ausschnitt aus „Wertpapier“
Ausschnitt aus „Die Lebenszeithändlerin“
Ausschnitt aus „Karl, der Bang-Bus“

Ansonsten bleibt mir nun nichts mehr zu sagen, außer, dass ich mich jetzt sehr auf das Erscheinen des Buches freue und auf euer aller Feedback. Aber da bin ich sehr zuversichtlich, dass ihr mir zustimmen werdet, dass 2021 am Ende auch seine guten Seiten hatte. Wortwörtlich.

Honigdachs #64 – Von großen Zahlen und kleinen Ländern

Die 64. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #64 – Von großen Zahlen und kleinen Ländern

2 hoch 6 – hurra! So viele Folgen hat dieser, unser kleiner aber feiner Podcast nun schon. Für uns eine ganze Menge, aber in der Mathematik (auf der ja bekanntlich auch Bitcoin beruht), ist das natürlich nichts. Große Zahlen fangen dort nämlich erst an, wo das beschriebene Papier normalerweise aufhört. Wöllte man zum Beispiel von eins bis 2 hoch 256 zählen, würde das ziemlich lange dauern und ziemlich wäre in diesem Zusammenhang die vorsichtige Umschreibung für eine Größenordnung, die Mathematiker zum Schmunzeln und das Vorstellungsvermögen von Nicht-Mathematikern zum Schmelzen bringt. Aber das sind nun einmal die Zahlen, die bei Bitcoin für die Sicherheit sorgen. Doch wie sicher ist dieses sicher eigentlich? So, dass man sich beim Stichwort „Quantencomputer“ doch vielleicht sorgen müsste oder so, dass es das Vorstellungsvermögen schon zum Schmelzen bringt, wenn man nur drüber spricht? Wir haben es für euch ausprobiert!

Und als wäre das noch nicht herausfordernd genug, versuchen wir gleich auch noch zu verstehen, ob es tendenziell eher gut oder eher schlecht ist, dass das verhältnismäßig kleine El Salvador als erstes Land der Welt Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt hat. Denn das ist gar nicht so einfach zu bewerten. Aber hört am besten selbst!

Shownotes

Deine Stimme für Magic Future Money!

Wer hier schon länger mitliest oder hin und wieder den Honigdachs hört, weiß, dass ich seit fast einem Jahr den Großteil meiner Zeit mit Freude und Begeisterung in das Magic Future Money-Projekt stecke (mehr dazu hier).

Erfreulicherweise konnte ich in dieser Zeit noch viele andere Menschen mit meiner Begeisterung für die Zukunft des Geldes anstecken, was meine Motivation für das Projekt wiederum wieder befeuert hat, wodurch noch mehr Menschen darauf aufmerksam und neugierig wurden, was mich dann wieder angespornt hat, woraufhin …
Ihr wisst, worauf ich hinaus will.

Magic Future Money ist nominiert!

Jedenfalls ist Magic Future Money dadurch so besonders und einmalig geworden, dass es nun sogar im Wettbewerb um den finanzblog award 2021 läuft. Das ist einerseits passend, denn es geht um die Auseinandersetzung mit dem Thema Geld. Andererseits aber auch besonders, denn vor allem das Wie ist einzigartig: kreativ, zukunftsorientiert, niedrigschwellig und immer auf der Schwelle zwischen Fiktion und Realität.

(Schreib-)Wettbewerb gewinnt (Finanzblog-)Wettbewerb – das wär’s!

Ob die Jury das Konzept am Ende ebenfalls eines Preises wert findet, weiß ich nicht. Allerdings gibt es ja auch die Publikumsjury und wenn ihr meint, dass Magic Future Money anders und besonders genug ist für einen Preis, dann würde ich mich über eure Stimme freuen, die ihr dem Projekt mit nur zwei Stimmen geben könnt. Ihr müsst dafür auf der Abstimmungsseite nur bis „M“ scrollen und ganz unten dann eure Wahl bestätigen. Fertig.

59 Blogs zur Auswahl, aber nur einer hat die Magic

Ob es am Ende gereicht hat, wissen wir dann Ende Oktober. Dann ist nämlich die Preisverleihung. Aber passen würde es schon, denn kurz darauf wird auch das Magic Future Money-Buch erscheinen, das im Übrigen ganz, ganz großartig wird. Aber dazu dann bald hier gesondert noch mehr.

Mehr als nur digitales Geld. Was ist Bitcoin wirklich?

Vergangene Woche habe ich im Auftrag einer Bank einen Vortrag über Bitcoin gehalten: Mehr als nur digitales Geld. Was ist Bitcoin wirklich?

Und weil der einerseits bei der Zielgruppe wohl ziemlich gut angekommen ist (es war alles remote und ich hatte nur direkten Kontakt zum Moderator) und ich andererseits da viel Arbeit reingesteckt habe und ein Freund von Open Education bin, stelle ich die Folien hier auch noch einmal frei und für alle zur Verfügung.

Klicken aufs Bild öffnet die Präsentation

Die Slides allein können zwar nicht ersetzen, was ich in der knappen Stunde zusätzlich dazu erzählt habe (eine frei verfügbare Aufzeichnung des Vortrags gibt es nicht), aber vielleicht inspiriert euch ja die Eisberg-Metapher (den Großteil von Bitcoin sieht man nicht) oder der ein oder die andere kann die verlinkten Quellen oder die sieben Kernthesen gebrauchen. Diese sind:

  1. Bitcoin ist neu – Neues wird oft mit Argwohn betrachtet, ist oft schwer zu beschreiben
  2. Bitcoin ist multidimensional – Geld, Technologie und Gesellschaft sind untrennbar miteinander verbunden
  3. Bitcoin ist unausweichlich – dass digitales Geld kommt, war nur eine Frage der Zeit
  4. Bitcoin ist die Digitalisierung des Geldes – Digitalisierung ist jedoch nicht die 1:1-Nachbildung von analogen Prozessen mit Computern
  5. Bitcoin, not „Blockchain“ – war schon immer so, mussten viele aber auf die harte Tour lernen
  6. Bitcoin ist Infrastruktur – und nicht nur ein Spekulationsobjekt
  7. Bitcoin ist das Internet der Werte – und wir stehen noch ganz am Anfang

Natürlich gäbe es noch ein paar weitere Punkte, die man hier mit einbringen könnte. Zum Beispiel, dass Bitcoin geduldig ist (Stichwort: low time preference) oder dass es das Geld der nächsten Generation ist (Stichwort: digital money natives). Aber das hat aus Zeitgründen in diesen Vortrag nicht mehr reingepasst und ist dann vielleicht auch für eine andere Zielgruppe noch interessanter.

Ansonsten ist hier aber schon wirklich vieles von dem drin, was ich in den knapp acht Jahren, die ich mich jetzt schon mit Bitcoin befasse, herausgefunden habe. Und zwar so heruntergebrochen, das dem vor allem Bitcoin-Einsteiger gut folgen können.

Wer den Vortrag nun doch lieber selbst sehen will oder eine Zielgruppe hat, die ihn unbedingt sehen sollte oder die Infos vielleicht sogar mit einem praktischen Hands-On-Workshop verbinden will, meldet sich einfach.

Honigdachs #63 – Die bunte Sommerfolge 2021

Die 63. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #63 – Die bunte Sommerfolge 2021

Die letzte Honigdachs-Folge liegt eigentlich noch gar nicht so lange zurück, aber weil sich gerade die zeitliche Gelegenheit ergeben hat, haben wir uns kurzerhand noch einmal zusammengesetzt und den aktuellen Stand von Bitcoin aus unserer Sicht zusammengefasst.

Dabei greifen wir noch einmal die Pickhardt Payments der letzten Folge auf, die insgesamt ja auf erfreulich große Resonanz und positives Feedback gestoßen sind. Wir besprechen unsere anderen laufenden Projekte, wundern uns außerdem mal wieder über Missing Bitcoin OGs, diskutieren, inwieweit Überwachungsskandale und Cyberwaffen, wie Pegasus für Bitcoiner ein Problem sind und geben unseren Senf zur aktuell wieder lauter werdenden Kritik an Tether.

Alles in allem also ein bunte Stunde inkl. Sommer, Sonne, Wind und Vogelgezwitscher. Doch hört am besten einfach selbst!

Shownotes

Honigdachs #62 – Pickhardt Payments

Die 62. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #62 – Pickhardt Payments

Lightning gilt seit Jahren als große Skalierungs-Hoffnung für Bitcoin. Bitcoins werden hierbei nicht mehr über die in ihrer Kapazität stark begrenzten Blockchain selbst geschickt, sondern über ein riesiges Netzwerk von in der Blockchain verankerten Zahlungskanälen.

Seit Jahren entwickelt sich das Lightning-Netzwerk beständig weiter, wächst und wird leistungsfähiger. Dennoch ist sein Potential noch lange nicht ausgeschöpft. Denn bisher kann man es zwar schon oft gut benutzen, aber eben noch nicht immer. Und noch nicht mit großen Summen. Und noch nicht alle Menschen der Welt gleichzeitig.

Wie also kann man Zahlungen im Lightning-Netzwerk noch verlässlicher, effizient und auch bei richtig großen Summen, die transferiert werden sollen, kostengünstig für alle Beteiligten halten?

Genau dazu forscht und promoviert René Pickhardt seit einigen Jahren und gemeinsam mit Stefan ist er in den vergangenen Monaten tief in die Problematik abgetaucht. Beide haben sich durch mathematische Lehrbücher gegraben, Probleme formuliert und gemeinsam ein neues Verfahren entwickelt, das die Möglichkeiten des Lightning-Netzwerks um Größenordnungen verbessern könnte: die Pickhardt Payments

Pünktlich zur baldigen Publikation des zugehörigen Papers, besprechen wir, was sie genau herausgefunden haben, warum die Zwischenergebnisse so toll sind, dass sie selbst knallharte Naturwissenschaftler zum Hüpfen und Tanzen bringen und warum Nachdenken über Bitcoin einfach immer lohnt.

Doch hört am besten einfach selbst!

Shownotes

DLF Kultur-Interview – Warum Bitcoin mehr als nur digitales Geld ist

Am Mittwoch war ich früh morgens bei Deutschlandfunk Kultur zum Thema Mehr als nur Kryptogeld: Bitcoin als Gesellschaftsutopie als Interviewpartner zu Gast. Das ist – wie ich finde – ein ganz schönes Gespräch geworden, wenngleich die acht Minuten, die wir für so ein facettenreiches Thema hatten, natürlich eigentlich viel zu wenig ist.

Klicken auf Bild führt direkt zur Audiodatei

Tatsächlich hatte ich auch noch sehr viel mehr auf meinem vorbereitetem Zettel zu stehen, was man hätte erwähnen können und was für das Verständnis der Hörerinnen und Hörer durchaus hilfreich gewesen wäre. Aber Sendeplatz ist eben Sendeplatz – da kann man nicht über die Länge streiten. Und deswegen versuche ich auch nicht allzu viele „Eigentlich hättest du das ja auch noch irgendwie erwähnen müssen“-Gedanken zuzulassen, die einem nach so einem Gespräch naturgemäß durch den Kopf gehen. Denn das ist ein Nullsummenspiel. Dafür hätte ich etwas anderes streichen müssen und Live-Interviews sind ja ohnehin immer ein bisschen tricky. Vor allem, wenn man gerade aus dem Bett gefallen ist.

Was mich in solchen Momenten aber ohnehin immer am meisten beruhigt: Satoshi Nakamoto selbst wusste, was für eine enorme Herausforderung es ist, Bitcoin für eine „general audience“ erklären zu wollen. Und wenn selbst der Erfinder von Bitcoin das Erklären von Bitcoin für „bloody hard“ hielt, dann bin ich in diesem Fall ganz zufrieden mit meiner Performance.

Was hinter den Kulissen passierte

Es gibt aber noch einen anderen Punkt, der das Interview interessant und besonders macht und den ich hier unbedingt noch erwähnen möchte, weil man das „von außen“ gar nicht mitbekommen hat.

Tatsächlich hatte mich die verantwortliche Redakteurin nämlich ursprünglich nur für einen Vorsetzer angefragt, also einen vorab produzierten Beitrag, der ein bisschen was erklärt und einordnet, damit dann im Anschluss ein etwas tiefergehendes Interview mit einem anderen Gast stattfinden kann. Und das eigentliche Thema des Sendeplatzes war – wie so oft dieser Tage – die Umweltproblematik von Bitcoin.

Ich fand das aber sehr schwierig, weil man die Zusammenhänge zwischen Bitcoin, Energie und Umwelt nicht mal eben so in drei Minuten für Laien erklärt. Und aus meiner Erklärung, warum das nicht geht, ist dann ein längeres Gespräch entstanden, in dem wir uns eine Stunde ganz ausführlich über die Grundlagen und Zusammenhänge und die vielen Facetten von Bitcoin unterhalten haben.

Am Ende kam die Redakteurin dann zu dem Schluss, das Umwelt-Thema zu canceln und sich auf dem Sendeplatz lieber doch noch einmal den grundlegenderen Zusammenhängen von Bitcoin zu widmen. Oder zumindest einem Teil davon. Obiges Interview ist dessen Ergebnis.

Journalisten sind auch nur Menschen.

Warum ich das hier aufschreibe ist, weil es in den vergangenen Monate viel Grund zur Kritik an der allgemein schlechten Berichterstattung von Bitcoin in den Medien gibt. (Interessant dazu auch diese aktuell Episode des Bitcoin Verstehen Podcast mit Philipp Mattheis.)

Allerdings darf man dabei eben nicht alle Redaktionen und Journalisten pauschal in einen Sack werfen und als „die Medien“ kritisieren. Denn wie das Deutschlandfunk Kultur-Beispiel zeigt, gibt es keine allgemeine Agenda der Medien gegen Bitcoin. Es ist nur eben kein triviales Thema und man braucht Zeit und geduldige Erklärungen, um einen guten Zugang dazu zu finden.

Honigdachs #61 – Grausam und geschmacklos

Die 61. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan, Manuel und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin zu reden auf Dauer zu wenig war. (Podcast abonnieren)

Honigdachs #61 – Grausam und geschmacklos

Die ersten echten Sommer-Sonnenstrahlen ziehen uns nach draußen uns so sitzen wir, die offiziellen drei Chefpodcaster, in dieser Folge lauschig im Schatten und halten unser Füße in eiskaltes Wasser. Was aber auch nötig ist, denn es wird hitzig und irgendwie müssen wir die erregten Gemüter ja runterkühlen.

Welche der vielen von uns gestreiften Themen – schlechter Journalismus, die Zukunft des Geldes, Bitcoin als Gemeinschaftsgut, Taproot, Privatsphäre oder hinterhältige Krimi-Autoren – unsere Kerntemperatur dabei am meisten pushen – hört selbst!

Shownotes

Aktuelles, Kritisches und Hintergründiges zu Bitcoin, Blockchain und Crypto-Kultur