Finanztest warnt vor OneCoin und SwissCoin

Das zur Stiftung Warentest gehörende Magazin Finanztest hat vor ein paar Tagen einen Artikel online gestellt, in dem es vor den beiden virtuellen Währungen OneCoin und SwissCoin warnt. Beide machen seit einiger Zeit mit sehr offensivem Marketing auf sich aufmerksam und versuchten von der Bekanntheit von Bitcoin zu profitieren.

Allerdings sind sie nicht mit Bitcoin zu vergleichen, weil sie nicht dezentral organisiert seien (genau diese Dezentralität macht Bitcoin jedoch besonders und interessant) und es keinen freien Markt gebe. Auch das mehrstufige, pyramidenähnliche Vertriebssystem wird kritisiert.

Im Zweifel: Finger weg

Fazit des Artikels: Beide Projekte landen auf der Magazineigenen Warnliste für Geldanlagen. Diese Warnung sollte man auch ernst nehmen. Denn wenn bei zwei so ähnlichen Projekten der Anwalt des einen Projekts offen vor dem anderen warnt, ist gesunde Skepsis angebracht.

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Wie der Deutschlandfunk Bitcoin entdeckt

Ich beobachte ja nicht nur die Entwicklung von Bitcoin mit großem Interesse, sondern auch die Wechselwirkungen dieser Technologie mit der Gesellschaft. Ganz konkret zum Beispiel, wie die Medien mit dem Thema umgehen: Bis 2013 wurde Bitcoin nahezu komplett ignoriert. Dann gab es eine lange Phase, in denen mindestens die Hälfte aller Beiträge gravierende Fehler und Falschdarstellungen hatten oder deutlich eher sensations- und klickzahlengeil als informierend waren.

Heute nun, Mitte 2016, sind viele Berichte über Bitcoin und artverwandte Themen erfreulicherweise auf einem Niveau angekommen, das man, um es mal vorsichtig auszudrücken, gelten lassen kann. Nicht immer bis ins letzte Detail richtig und vollständig, aber zumindest auch nicht mehr irreführend und tendenziös. (ja, ich gucke in deine Richtung, boerse.ard.de)

Der Deutschlandfunk entdeckt Bitcoin als Thema

Ganz besonders deutlich wurde die Entwicklung diese Woche am Beispiel Deutschlandfunk. Der sendete binnen zwei Tagen nämlich zwei ganz ordentliche Beiträge in unterschiedlichen Sendungen. Am Donnerstag lief Bitcoins & Co. – Chancen und Risiken von Digitalwährungen im Verbrauchertipp(!) und vorgestern Kryptowährung Bitcoin – Wie sich Bitfinex nach dem digitalen Raubzug retten will in der Sendung Computer und Kommunikation. (Hinweis: Der Hören-Button versteckt sich bei beiden Beiträgen äußerst dezent im Titelbild)

Was in letzterem Fall bemerkenswert ist: Vor einem knappen Jahr hatte ich für die selbe Redaktion einen Beitrag über Ascribe und die Blockchain gemacht. Damals kämpfte ich insgesamt acht Monate(!) darum, dass das Thema gesendet wurde. Das Gegenargument seitens des Redakteurs: Das ist alles viel zu abstrakt und komplex und fern der Lebenswelt der Hörer. Samstag unterhält sich selbiger nun über Details und Konsequenzen eines Hacks irgendeiner in Hong Kong beheimateten Bitcoin-Börse.

Mehr gute und vielfältige Bitcoin-Berichterstattung bitte!

Ich weiß jetzt nicht, wie viele Hörer des Deutschlandfunks das nun unmittelbar betrifft (insbesondere, wenn man den zwei Tage zuvor gesendeten Verbrauchertipp gehört hat), finde es aber trotzdem gut, dass er es gemacht hat. Wir brauchen nämlich noch viel mehr qualifizierte Bitcoin-Berichterstattung und -Themenbreite in deutschen Medien.

Aber das nicht nur in Techniksendungen, sondern in allen Ressorts. Denn Bitcoin ist nicht nur Technik oder Wirtschaft, sondern ein gesamtgesellschaftliches Phänomen.

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finanzblog award 2016 – Jetzt abstimmen!

Der alljährliche finanzblog award 2016 steht wieder vor der Tür und das bedeutet, dass erneut ihr, die Leser, mitbestimmen könnt, welcher Finanz- und Wirtschaftsblog euch im Netz mit den besten und wertigsten Informationen versorgt.

Den (thematischen) Siegeszug von Bitcoin fortsetzen!

Letztes Jahr waren erfreulicherweise gleich zwei Bitcoin-thematische Blogs unter den insgesamt vier Preisträgern. Ich freute ich mich sehr über den dritten Platz in der Jury-Wertung und Christoph gewann mit seinem Bitcoinblog den Publikumspreis. Wir beide haben damals das begleitende Finanzbarcamp auch genutzt, um drei (jeweils vollbesetzte) Sessions zum Thema Bitcoin und Blockchain in Theorie und Praxis anzubieten und dem ein oder anderen Bankvorstand sein erste Bitcoin-Wallet zu installieren.

Ob wir dieses Jahr wieder das Thema so präsent vertreten können liegt nun an euch. Bis zum 30. August könnt ihr hier noch abstimmen. Ich würde mich natürlich freuen, wenn ihr mir eure Stimme gebt. Das bedarf nämlich nur eines Klicks und Gründe dafür gibt’s doch genug, oder? oder? oder?

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„Blockchain – Ohne den sozialen Konsens geht’s nicht“

Wenn von „Blockchain“ die Rede ist, geht es meistens um die Technologie. Und klar, ohne Frage sind die technischen Aspekte von Bitcoin, Ethereum und Co. als Keimzelle der Innovation hochspannend. Allerdings gehen in der Debatte andere Aspekte des Phänomens Blockchain oft unter. Dabei zeigen u.a. die zermürbende Blocksize-Debatte und aktuell die Ethereum-Fork, dass es beim Thema „Blockchain“ eben nicht nur um Technik geht, sondern auch um die Menschen, die sie verantworten und für die sie gemacht ist.

Wer darf entscheiden, was richtig ist?

Da wäre zum Beispiel der vermeintliche DAO-Hack (bei dem noch immer nicht klar ist, ob das überhaupt ein Hack war) in dessen Folge die Ethereum-Entwickler (und gleichzeitigen Haupt-DAO-Investoren) ihren Einfluss in der Community stark machten, um eine Hardfork voranzutreiben. Also eine technische Lösung, die das DAO-Experiment quasi ungeschehen machen sollte.

Die Fork kam auch, nur leider hatte man sich wohl etwas verkalkuliert, was den sozialen Konsens angeht. Denn anstatt, dass sich die Community wie geplant geschlossen hinter den meinungstreibenden Entwicklern positioniert, gibt es anstelle von einem Ethereum nun zwei: Ethereum und Ethereum Classic.

„Smart Contracts cannot fix dumb people“

Das wäre eigentlich kein großes Ding. Immerhin ist der Sinn von Forks u.a., dass man sich abspalten und sein eigenes Ding machen kann, wenn man das will. Dass der Dissens in der Ethereum-Community aber so deutlich zu Tage treten würde, war doch überraschend. Und zeigt, wie wichtig es ist, sich beim Thema Blockchain nicht nur mit smarten Verträgen zu beschäftigen, sondern auch mit sozialen.

Von Forks und Blockchain-Ethik
elias haase
Elias Haase

Einer, der das macht ist Elias Haase. Er ist Mitgründer vom b9lab, das Trainings, Beratung und Forschung zum Thema Blockchain anbietet und in dessen Kursen es nicht nur um die Technologie geht, sondern eben auch um soziale und ethische Aspekte.

Mit ihm habe ich mich also unterhalten über privaten Blockchains, Forks und die Ethereums, Fachkräftemangel und Verdienstmöglichkeiten für Entwickler und warum Blockchain-Ethiker ein wichtiger Beruf ist, der – soviel als Teaser – übrigens schon existiert.

Bild: Bawka handshake (CC BY 2.0)

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Bitcoin: Nach dem Hype, ist vor dem Hype

Am Samstag hat sich Breitband bei Deutschlandradio Kultur ausführlicher mit dem Phänomen des Hypes befasst und dabei zwei vermeintliche Hypes genauer hinterfragt und abgeklopft.

Hyper Hyper!

Neben dem Thema Künstliche Intelligenz waren das auch das seit Jahren im Raum stehende Versprechen von Bitcoin ein neues, faireres Finanzsystem für die ganze Welt zu erschaffen. Was daraus geworden ist, inwieweit der ganze Wirbel um Bitcoin und die Blockchain berechtigt ist und ob uns der ganz große Hype noch bevorsteht, das habe ich mit der Moderatorin diskutiert. Kann man hier nachhören.

Bild: urban_data (CC BY 2.0)

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Die Deutsche Welle über Zug, das Crypto Valley

Dass die Schweizer Stadt Zug seit Anfang Juli Bitcoins offiziell als Zahlungsmittel für kleinere (bis 200 Franken) behördliche Dienstleistungen nimmt, ging bereits hinreichend durch die Medien. Dennoch möchte ich gerne auf diesen Radio-Beitrag der Deutschen Welle hinweisen, in dem die Beteiligten (ab Minute 11:05) zu Wort kommen und eine erste Bilanz gezogen wird.

Die Opposition glänzt durch Falschinformation und Populismus

Bemerkenswert dabei ist, wie themensicher und informiert der verantwortliche Stadtpräsident, Dolfi Müller, spricht und wie schlecht informiert und populistisch sich der Vertreter der Opposition präsentiert.

Ich wüsste zum Beispiel gerne, wie dieser darauf kommt, dass „weltweit nur rund 50.000 Leute Bitcoin nutzen“. Entweder hat er sich das ausgedacht oder die „Welt“ dieses Herrn endet bereits dort, wo ihm ein Berg die Sicht verstellt. Denn wie man sieht, gibt es knapp 10 Millionen aktive Bitcoin-Adressen, also Adressen mit Guthaben. Die genannten 50.000 Menschen müssten also je rund 200 Bitcoin-Adressen verwalten. Ziemlich übertrieben.

Aber noch viel schlimmer für den Herrn: Mit Bitcoins kann man Drogen kaufen! Und zwar nur mit Bitcoins, ne?

 

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Über Healthcoins und verteilte Gesundheit

Dass sich auch die Gesundheitsbranche für die Blockchain-Technologie interessiert, hatte ich schon vor einer Weile mitbekommen. Eine Idee in diesem Bereich ist es zum Beispiel, Medikamente in der Blockchain zu registrieren, um diese jederzeit von gefälschten Produkten unterscheiden zu können und so Menschleben zu retten. Sehr viele Menschleben.

Eine Milliardenbranche ist heiß auf die Blockchain

Trotzdem hielt ich den Bereich Gesundheit bislang eher noch für eine Nische im Bitcoin-Ökosystem, in der außer ersten Ideen und lautem Nachdenken bislang noch nicht viel Greifbares entstanden ist.

Anscheinend habe ich mich getäuscht, denn in der Gesundheitsbranche wird das Thema Blockchain nicht nur recht detailliert beobachtet, mit der Distributed Health findet Anfang Oktober in den USA auch die erste Konferenz statt, in der es explizit um konkrete Anwendungen der Blockchain-Technologie in der Gesundheitsbranche geht.

Und diese sind – schaut man sich das Programm an – deutlich breiter und vielfältiger, als „nur“ Medikamente zu registrieren. So geht es u.a. um elektronische Patientenakten, Versorgungsketten, die Pharmaindustrie, Identität, Vertrauen, rechtliche Aspekte uvm.

Nach der Finanzbranche der zweitgrößte Wirtschaftszweig

Wirklich überraschen sollte das große Interesse aber nicht. „Gesundheit“ ist ein riesiges, globales Geschäft. In Nashville, dem Konferenzort, arbeiten knapp 130.000 Menschen in der Branche und eine Milliarde US-Dollar wurde allein in Startups vor Ort investiert – in etwa so viel wie Investoren in den gesamten USA bislang in Bitcoin- und Blockchain-Startups gesteckt haben.

Außerdem loten Pharma- und Healthcare-Giganten wie Merck auch längst eigenständig das Potential der Blockchain aus und sind sicher, dass es zwar noch etwas Zeit braucht, die Gesundheitsbranche dann aber nach der Finanzbranche die zweitgrößte Industrie sein könnte, die Bitcoin bzw. die Blockchain-Technologie adaptieren wird.

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… mhhmm Bitcoin! … nmmmen Blockchain! Verstanden?

Wer den aktuellen Honigdachs-Podcast gehört hat, weiß, dass ich nicht alleine vom Bitcoin-Bloggen lebe, sondern auch noch einen „echten“ Job habe. Und dieser hat mich die letzten Wochen so sehr gefordert, dass ich nur sehr spärlich dazu gekommen bin, die aktuellen Geschehnisse detailliert zu verfolgen. Daher war es auch etwas ruhiger hier im Blog.

Nun nutze ich aber gerade mal einen freien Sonntag, um mich wieder in die Materie einzulesen. Und es gibt viel zu lesen. Sehr viel. Die ungewollte Aufspaltung von Ethereum in zwei Etherea ist zum Beispiel ein ziemlich großes Drama und wird uns noch eine Weile beschäftigen. Der Bitcoin-Preis geht gerade auf Talfahrt. Und auch sonst gibt es wieder allerlei Ideen, Projekte und Entwicklungen, die ich zumindest mal überfliegen muss und möchte. Bspw. gibt es jetzt die Idee der „Glockchain“, bei der alle abgefeuerten Kugeln einer Waffe in der/einer Blockchain gespeichert werden sollen. Über Sinn und Unsinn des Projekts kann sich jeder selbst sein Urteil bilden. Ich finde es aber bemerkenswert, dass jemand überhaupt auf die Idee kommt.

Auf jeden Fall sitze ich nun vor einem riesigen Berg von Quellen und arbeite mich da durch. Erstaunlich ist dabei, wie schnell man den Anschluss verlieren kann, wenn man mal ein bisschen länger aus dem Bitcoin-News-Flow aussteigt. Denn zunächst klingt auf einmal vieles wieder ähnlich verständlich, wie damals, als ich vor drei Jahren zum ersten Mal intensiv in das Thema Bitcoin eingestiegen bin. Das folgende Video illustriert das ganz gut.

tldr; Ab jetzt passiert hier wieder mehr im Blog. Und vor allem möglichst verständlich.

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Honigdachs #9 – Geschäftsmodelle mit Bitcoin

Die neunte Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs – 09 – Geschäftsmodelle mit Bitcoin

Dieses Mal sprechen wir über das, was wir schon seit langem thematisieren wollten: Mit welchen Ideen lässt sich im Bitcoin- und Blockchainland eigentlich Geld verdienen? Und mit welchen nicht. Denn sind wir mal ehrlich. In den vergangenen siebeneinhalb Jahren haben wir schon viele Bitcoin-Businesses kommen und gehen gesehen. Und viele sind noch immer auf der Suche nach dem richtigen Weg, den digitalen Goldschatz zu heben, der in Bitcoin vermutet wird.

Wir reden uns also einmal quer durchs gesamte Ökosystem, diskutieren Ideen, die bisher noch niemand umgesetzt hat und lassen auch uns selbst dabei nicht aus, sondern geben Einblicke in unsere persönlichen Strategien und Erfahrungen, unseren Lebensunterhalt mit Bitcoin zu verdienen. Was nicht immer leicht ist. Aber hört und lest selbst. Denn bei diesem Thema platzt die Liste der Shownotes geradezu aus allen Nähten. Und das ist erst der Anfang.

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Geld verschenken als Geschäftsmodell

Eine bemerkenswerte Erkenntnis aus sieben Jahren Bitcoin lautet: Digitales Geld zu verschenken, kann ein gewinnbringendes Geschäft sein.

Klingt erst einmal ungewöhnlich. Tatsächlich hat das Verschenken von Bitcoins aber große Tradition. Denn insbesondere in der Anfangszeit des digitalen Geldes gab es eine Handvoll Leute, die zwar viele Bitcoins besaßen, diese Bitcoins waren aber nichts bzw. nur sehr wenig wert. Eben weil es nur eine Handvoll Leute gab, die Bitcoins hatten und diese nutzen konnten.

Das Henne-Ei-Problem

Damit Bitcoin zu dem werden konnte, was es heute ist – digitales Geld, das Millionen Menschen für täglich hunderttausende Transaktionen nutzen – musste daher zunächst die Verbreitung gesteigert werden. Der einfachste Weg dafür war, Bitcoins über eine sogenannte Faucet (z. Dt. „Wasserhahn“) zu verschenken. Die Bitcoins liefen dabei über eine Website, bei der man als Nutzer seine Bitcoin-Adresse eingab und auf diese dann eine vorbestimmte Summe Bitcoins geschickt bekam. Einfach so. Weil man sich für Bitcoins interessierte. Waren ja damals auch nicht so viel wert wie heute.

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Faucets halfen Bitcoin das Henne-Ei-Problem zu überwinden.

Auf diese Weise kamen aber Stück für Stück immer mehr Menschen in den Besitz von Bitcoins und die Chance, dass sie diese nutzten, um untereinander Geschäfte damit zu tätigen, stieg. Und damit auch der Wert von Bitcoins, weil mit der steigenden Verbreitung auch sukzessive ein Angebot-Nachfrage-Markt für Bitcoins entstand.

Wachsende Verbreitung führt zu einem steigenden Kurs

Heute ist ein einziger Bitcoin mehr als 600 Euro wert und Grund dafür sind auch die ersten Faucets, deren Betreiber ein gutes Geschäft gemacht haben. Denn hatten sie Anfangs zwar mehr Bitcoins, waren diese kaum etwas wert. Heute haben sie weniger Bitcoins, aber jeder einzelne ist bedeutend im Wert gestiegen, sodass unterm Strich ein ordentliches Plus bleibt.

coindesk-bpi-chart
Weniger ist mehr. Selbst wenige Bitcoins sind heute um ein Vielfaches mehr wert als viele Bitcoins in den frühen Jahren.

Zumal manche Faucets auch nicht nur von einer Einzelperson immer wieder mit frischen Bitcoins befüllt wurden, sondern von vielen Mitgliedern der Bitcoin-Community, da ja alle ein Interesse an der wachsenden Verbreitung des digitalen Geldes hatten und haben. Der Grund dafür – das muss man allerdings auch ganz deutlich betonen – war jedoch nicht immer primär profitorientierter Natur. Viele Bitcoiner verschenkten damals ihr digitales Geld auch einfach aus dem Idealismus, mit Bitcoin endlich ein Geld ohne Banken zu haben. Und um die Macht der Banken zu brechen, sollten davon möglichst viele Menschen gebrauch machen.

Das Geschäftsmodell von Faucets hat sich gewandelt

Heute ist die Situation etwas anders. Die Faucets von damals existieren nicht mehr. Warum auch. Bitcoin ist mittlerweile so weit verbreitet, dass man kein Geld mehr verschenken müsste, um ein Wachstum voranzutreiben. Was manche aber nicht darin hindert, es dennoch zu tun.

Dennoch gibt es weiterhin Bitcoin-Faucets. Und manche haben aus der Idee, Geld zu verschenken, ein gewinnbringendes Geschäftsmodell entwickelt. Wie das aussehen kann, zeigt zum Beispiel diese Artikelserie bei 99Bitcoins.

Hier die Liste der Artikel, die bisher erschienen sind. Allein die Dramatik der fortlaufenden Überschriften zeigt jedoch, dass das Faucet-Business durchaus auch von Ups and Downs geprägt ist. Wer einsteigen will, braucht also nicht nur technisches Know-How, sondern auch einiges an Durchhaltevermögen.

Für Außenstehende aber durchaus unterhaltsam und lehrreich zu lesen.

Titelbild: nekidtroll (CC BY-SA 2.0)

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