Twitter-Rant gegen all den Blockchain-Bullshit

Ich schreibe zur Zeit an einigen längeren Artikeln für andere Medien, weswegen es hier auf der Seite aktuell recht ruhig zugeht. Ändert sich aber hoffentlich bald wieder.

Tweetstorm gegen den Blockchain-Hype

Nichtsdestotrotz wollte ich ganz kurz auf diese Perle eines Twitter-Rants von Nelson M. Rosario gegen all das Geschwafel rund um Bitcoin, Blockchain, Tokens und ICOs hinweisen. Ich teile nicht alle Aussagen, aber einige der Tweets wären es meiner Meinung nach wert, direkt eingerahmt zu werden.

Hier ein paar meiner Favoriten:

 

Honigdachs #19 – Die Segwit2X-Bedrohung

Die 19. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs 19 – Die Segwit2X-Bedrohung

Dieses Mal reden wir über die für November angekündigte Segwit2X-Hardfork aka die Erschaffung von „Bizcoin“, einem fortan von  Business-Interessen geleiteten und abhängigen Bitcoin und fragen uns: Worum geht es dabei genau? Müssen wir diese Hardfork tatsächlich fürchten? Oder löst sich auch dieser Konflikt letztlich ähnlich folgenlos auf wie bei der Bcash-Fork Anfang August?

Klar ist nur, kaum ein Thema dominiert und polarisiert das Bitcoin-System derzeit so stark wie die Segwit2X-Debatte, auch oder gerade weil so vieles daran verwirrend ist.

Unterdessen formiert sich der Widerstand gegen Segwit2X weiter. Hier ein schönes Beispiel aus München:

Bitcoin Munich statement on B2X from Bitcoin

Die Shownotes gibt’s wie immer nach dem Klick.

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Bitcoin, Blockchain und die Bundestagswahl

Die Bundestagswahl steht ja nun bald vor der Tür und da drängt sich aus Sicht dieses Blogs doch unweigerlich die Frage auf, wen man eigentlich wählen sollte, wenn einem das Thema Bitcoin/Blockchain besonders am Herzen liegt?

Bitcoin und Blockchain kein Thema in den Wahlprogrammen

Keine leichte Frage. In keinem der Wahlprogramme von CDU, CSU, SPD, Grüne, Linke, FDP oder AfD tauchen die Worte „Bitcoin“, „Blockchain“ oder irgendwas mit „Krypto…“ auch nur auf.

Aber auch das sollte kein Problem sein. Denn vor gut zwei Monaten hat sich ja mit einigem Tamtam der Bundesverband Blockchain gegründet mit dem Ziel, Blockchain zum Gegenstand der nächsten Koalitionsverhandlungen zu machen. Dafür, so die Ankündigung, sollte eigentlich der intensive Austausch mit den Digitalexperten aller aktuell und künftig im Parlament vertretenen politischen Parteien gesucht werden.

Auch der Bundesverband Blockchain hat keine Antwort

Doch ob und inwieweit da schon etwas passiert ist, bleibt leider unbekannt. Auf meine Mail-Anfrage von vor einer Woche gab es nicht einmal eine Reaktion. Schade. Pressekonferenzen zu geben und Arbeitsgruppen zu bilden ist das Eine. Als Ansprechpartner da zu sein, wenn man tatsächlich gebraucht wird, etwas anderes.

Entscheidungshilfen für Netzaffine

Bleibt also nur der indirekte Weg, zu schauen, welche Parteien im Bereich Digitales welche Positionen vertreten. Für wen Netzthemen bei der Wahl also wirklich das Zünglein an der Waage sein könnten, der sollte sich mal mit dem Digital-Thesen-Check von D64 auseinandersetzen und auch die Fragen der Koalition Freies Wissen sind durchaus aufschlussreich. Dass es zudem bei netzpolitik.org aktuell jede Menge Beiträge zum Thema geht, muss ich nicht extra erwähnen.

Bild: Michael Fielitz (CC BY-SA 2.0)

Ein paar ICO-Denkanstöße

ICOs (Initial Coin Offerings) sind ohne Frage der neue heiße Scheiß™ im Kryptoland, mit dem sich mit vergleichsweise wenig Aufwand sehr viel Geld machen lässt. Aber eben auch viel Schindluder getrieben wird.

Denn für einen ICO braucht es nicht viel. Minimalanforderungen sind ein Whitepaper und Marketing. Ganz viel Marketing. Je Aufmerksamkeit heischender, desto besser.

Immer spektakulärer – ICOs in der Marketing-Spirale

Doch spätestens wenn Leute wie Paris Hilton beginnen, für ICOs zu werben, sollte man skeptisch werden. Denn besagte Hotelerbin hat die letzten Jahre meines Wissens nach nicht damit verbracht, umfassende Kompetenzen zu erwerben, die sie befähigen, qualifizierte Bewertungen für technisch komplexe und ökonomisch abstrakte Krypto-Konzepte abzugeben.

Dabei haben selbst „professionelle“ Investoren damit offensichtlich große Schwierigkeiten. Anders ist kaum zu erklären, wie bspw. dieser Investor vollmundig und überschwänglich sein Engagement in IOTA ankündigt – ein Kryptoprojekt mit einer zwischenzeitlichen Bewertung von 2,8 Milliarden USD – lange bevor ein Team des MIT Media Labs nun festgestellt hat, dass IOTA in kryptographischer Hinsicht offensichtlich ein dilettantisch zusammengebasteltes Projekt ist, dessen Anfängerfehler darauf hindeuten, dass sich bislang niemand mit der eigentlich dafür nötigen Kompetenz das Projekt angeschaut hat und die Chancen, dass die nun eingeleiteten Maßnahmen des verantwortliche Teams tatsächlich zu mehr Sicherheit führen, als niedrig einzustufen sind. (Update: Hier das IOTA-Statement)

ICOs – drei Lese- und Hörtipps

In diesem Kontext hier also noch eine Handvoll leses- und hörenswerter Beiträge, die sich mit dem Thema ICO, Token sales und Co. beschäftigen und die hoffentlich helfen, das Thema mit der nötigen kritisch-reflektierten Haltung bewerten zu können.

In A Brief Introduction to Token Sales erklärt Vinny Lingham am Beispiel seines eigenen ICOs, wie komplex und aufwändig ein guter Token sale ist, wenn man diesen solide, rechtssicher und nachhaltig durchführen will.

Auch der paymentandbanking Podcast geht in Folge 116 auf ICOs ein und kommt, neben der Beantwortung von ein paar grundlegenden Fragen, wie obiger Beitrag auch zu der wichtigen Erkenntnis, dass Tokens ohne technische Relevanz, letztlich keinen Mehrwert bieten.

Und als drittes noch der Hinweis auf meine aktuelle, ICO-kritische Kolumne Gier macht blind, die man im aktuellen Global Investor-Magazin findet und über die Website auch digital nachlesen kann.

Global Cryptocurrency Benchmark Study

Es kommt bei mir selten vor, dass Tabs so lange in meinem Browser offen bleiben, wie der zur ersten Global Cryptocurrency Benchmark Study. Denn normalerweise verlieren die Inhalte im Crypto-Ökosystem schnell an Aktualität und alsbald lohnt es dann (oftmals leider) nicht mehr einen Beitrag zu schreiben.

Zahlen zu Bitcoin, die es nirgendwo anders gibt

Bei der Global Cryptocurrency Benchmark Study ist das anders. Die wurde zwar bereits in der ersten Jahreshälfte 2017 veröffentlicht und damals auch hier und da auf Blogs und Newsseiten erwähnt. Insgesamt hat jedoch noch nicht die Beachtung gefunden, die sie eigentlich verdient hat. Denn wer sich für das Bitcoin-Ökosystem als Ganzes interessiert, findet hier gleich eine ganze Reihe fundierter Zahlen, die es nirgendwo anders gibt.

employes in cryptocurrency
Angestellte in Krypto-Unternehmen (S. 23)

So bietet die Studie z. B.  Zahlen zu Arbeitsplätzen (S. 23), denen zufolge mindestens 1876 Menschen bereits Vollzeit in der Krypto-Industrie arbeiten. Die meisten davon in Nordamerika und im asiatisch-pazifischen Raum, die wenigsten mit 29 in Afrika.

Statistik ohne Marketing-Verzerrung

Auch die Anzahl der Menschen, die Kryptowährungen benutzen, ist eine elementare Frage, auf die es bislang aber keine verlässliche Antwort gibt. Kann es in einem dezentralen System auch gar nicht geben. Die Daten der Studie lassen aber zumindest begründete Schätzungen zu und das ist in diesem Falle besser als nichts. Zwischen 2,9 und 5,8 Millionen schätzen die Autoren (S. 25).

Diese Zahl mag überraschen, wenn schon einzelne Wallet-Anbieter wie blockchain.info im vergangenen November die 10 Millionen Wallets-Marke überschritten (aktuell sogar mit knapp 17 Millionen). Genau deswegen ist diese Studie aber so wichtig, denn sie trennt Statistik und Marketing und versucht so ein realistischeres Bild des Krypto-Ökosystems zu zeichnen und ist damit u. a. für Journalisten eine relevante Quelle.

Global Cryptocurrency Mining Map (S. 93)

Auch der Themenkomplex Mining ist aufschlussreich. Insbesondere die Mining Map ist dabei interessant. Denn hier werden globale Mining-Locations anhand der Faktoren Internetgeschwindigkeit, Klima und Stromkosten verglichen.

Vorsicht vor zu schnellen Schlüssen

Natürlich kann man kritisieren, dass auch diese Studie, so sehr sie sich auch bemüht, belastbare Zahlen zu erarbeiten, doch auch an der Herausforderung der Dezentralität scheitert. Denn ein Wert von knapp 2000 Vollzeit-Arbeitsplätzen, die weltweit in der Krypto-Industrie geschaffen wurden, ist nicht nur mengenmäßig ein Witz, sondern verleitet auch dazu, all die statistisch nicht Erfassten bzw. Erfassbaren zu vergessen. Ich selbst befasse mich bspw. durchaus nahezu Vollzeit mit Bitcoin ohne statistisch aber als bitcoinvollzeitbeschäftigt zu gelten. 90 Prozent der Menschen, die ich im Bereich Bitcoin kenne, geht es vermutlich ähnlich. Man muss daher auch die Daten der Global Cryptocurrency Benchmark Study kritisch lesen.

Nichtsdestotrotz ist sie jedoch eine enorme Bereicherung für alle, die auf der Suche nach fundierten Erkenntnissen über das Phänomen Bitcoin sind. Zumal geplant ist, die Studie regelmäßig zu wiederholen und ich gehe davon aus, dass schon die nächste noch viel mehr interessante und bisher schlichtweg nicht erhobene Informationen liefern wird.

 

Honigdachs #18 – BCash, SegWit und andere kostenlose Coins

Die 18. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs 18 – BCash, SegWit  und andere kostenlose Coins

Endlich wieder am selben Ort vereint, geht es dieses Mal direkt ums Geld. Kostenloses Geld. Aus dem Internet. Also das, wovon Mutti immer sagt, dass man besser die Finger davon lassen sollte.

Dam it really was a Nigerian prince that emailed me last night..

Oder doch nicht? Immerhin konnte sich, wer Bitcoins besitzt, doch Anfang August über eine doch ganz ordentliche Zugabe in Form von Bitcoin Cash freuen. Und wer weiter sucht, findet noch eine ganze Reihe weiterer kostenloser Coins im Netz: Stellar, Clams, Byteball und Co. Sie alle verschenken ihre Währung.

„There’s no free lunch“

Doch wie so oft hat die Sache auch hier einen Haken. Denn nichts ist wirklich kostenlos im Netz und alles, was man macht, hat Konsequenzen. Steuerliche, moralische und vor allem auch Privatsphäre-relevante. Aber zum Glück habt ihr ja uns und wir haben unsere Freunde™, die für uns all die Fehler machen, die wir nicht machen wollen, aus denen wir alle aber viel lernen können und über die es sich zu sprechen lohnt.

Die Shownotes gibt’s wie immer nach dem Klick.

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Die schlechtesten Bitcoin Miner aller Zeiten

Über Ken Sherriff, der zeigt, wie man mit 0,67 Hashes pro Tag Bitcoins mit Zettel und Stift errechnet oder historische Lochkarten-Hardware für das Mining verwendet, habe ich immer wieder mal berichtet.

Nun bin ich durch Zufall auf einer anderen Netzkultur-Seite auf einen Artikel über schlechte bzw. sehr umständliche Bitcoin-Miner gestoßen, der ebenfalls Ken Shirriffs arbeiten auflistet, aber eben auch noch zwei mir bislang unbekannte.

Bitcoin Mining mit Taschenrechner und Stempel

Denn mittlerweile haben Martín Nadal und César Escudero Andaluz in ihrem Projekt Bittercoin auch einen alten Taschenrechner zum sympathisch nerdigen, aber ansonsten leider furchtbar schlechten Bitcoin-Miner umgerüstet.

Noch besser finde ich aber eigentlich ihr aktuelles Projekt Bitcoin of Things, in dem ein Stempel zu einem Miner umfunktioniert wurde. Ein Stempel! Das Tolle: Dieser macht das Mining wieder zu echter Handarbeit und verleiht dem Begriff Proof of Work eine ganz praktische Bedeutung.

Wenn es jetzt noch jemandem gelingt, Bitcoin-Mining endlich mit einem Fidget Spinner zu betreiben, dann würde die Hashrate vermutlich ebenso durch die Decke gehen, wie der Bitcoin-Kurs in den letzten Monaten.

Bitcoin feiert die SegWit-Party

In dieser Nacht bzw. am frühen Morgen ist es aller Voraussicht nach soweit: SegWit wird aktiviert und damit nach langem, zähem und intensivem Ringen einer der wichtigsten technischen Meilenstein der Bitcoin-Geschichte erreicht.

Party like there’s no covert ASICboost

Wie bei anderen „Großereignissen“ auch trifft sich daher die Bitcoin-Community online und offline, um unter dem Schlagwort #SegWitParty das Ereignis angemessen zu befeiern.

In Berlin wird die SegWit-Aktivierung zum Beispiel ab heute Abend standesgemäß im Room 77 begossen (alle anderen Parties hier und hier). Wer dabei sein will, sollte sich jedoch überlegen, morgen früh besser keine Termine wahrzunehmen. Die tatsächliche Aktivierung wird nämlich voraussichtlich erst um fünf Uhr morgens stattfinden.

Wer sich davon aber nicht abschrecken lässt und schon mal in Stimmung kommen will. Jemand hat das beste Meme aller Zeiten™ genutzt, um für ein bisschen Orientierung im derzeitigen Fork-hier, Fork-da-Chaos zu sorgen. Oder einfach nur für gute Laune.

Bitcoin Cash geht steil, hier gibt’s die Daten

Der Wert von Bitcoin Cash ist in den vergangenen drei Tagen enorm in die Höhe geschossen. Zwischenzeitlich bei fast 1000 US-Dollar liegt der Kurs aktuell „nur noch“ bei gut 800 US-Dollar. Auch die Marktkapitalisierung ist von anfänglichen 7 Milliarden USD direkt nach der Fork auf aktuell mehr als 12 Milliarden USD gestiegen. Das ist ohne Frage beachtlich und die Begründungen im Netz sind vielfältig. Von einem massiven Pump sprechen die einen, von rational-ökonomischen Gründen und technischen Fortschritten andere.

Während ersteres schwerer nachzuweisen ist, kann man bei letzterem immerhin selbst einen Blick auf die Daten werfen. Eine interessante Seite dazu ist fork.lol

Wer Daten liest, kann Bitcoin (Cash) besser verstehen

Dort findet man nämlich neben vielen anderen statistischen Werten unter anderem auch die Mining Profitabilität von Bitcoin gegenüber Bitcoin Cash, das in den vergangenen Tagen für Miner deutlich profitabler zu minen war als Bitcoin.

Das wiederum kann aber wenn, dann nur teilweise eine Begründung für den aktuellen Kursanstieg sein. Denn die höhere Profitabilität lockt spieltheoretisch zwar mehr Miner zu Bitcoin Cash, was langfristig dessen Netzwerk stärkt und zu weiterem Wachstum führen könnte. Allerdings hängt die Profitabilität ja selbst unmittelbar vom Preis ab und erst ein steigender Kurs macht das Bitcoin Cash-Mining letztlich überhaupt erst profitabel.

Es bleibt also weiter offen, wer, wie viele und welche Intentionen hinter dem steigenden Interesse an Bitcoin Cash stehen.

Davon unbeeinflusst bleiben jedoch auch die anderen Werte von fork.lol interessant. Denn anhand von Kriterien wie Transaktions-Geschwindigkeit oder Rechenkapazitäten der jeweiligen Netzwerke lassen sich durchaus hilfreiche Rückschlüsse darauf schließen, wie es um Bitcoin und Bitcoin Cash im direkten Vergleich steht.

Bitcoin Cash ist (noch) keine Gefahr für Bitcoin

Ein Blick auf die Verteilung der Hashrate zeigt bspw. deutlich, dass das Bitcoin-Netzwerk über 95 Prozent der Mining-Power ausgestattet ist. Während Bitcoin Cash bislang nur über gut 5 Prozent verfügt. Vereinfacht kann man daher sagen, dass Bitcoin in Bezug auf bestimmte Angriffe rund 20 Mal sicherer ist als Bitcoin Cash.

bitcoin bitcoin cash
Bitcoin (orange) verfügt im Vergleich zu Bitcoin Cash (blau) über weit mehr Rechenleistung

Es müssten also eine ganze Menge Miner auf Bitcoin Cash wechseln, um zumindest eine gleichwertige Verteilung herzustellen. Dass das passieren wird, halte ich für sehr unwahrscheinlich. Viele Bitcoiner entscheiden nämlich nicht einfach nur rational nach potentiell größerem Gewinn, sondern vertreten starke Ideale. Und deren Haltung wird sich selbst mit dem gestiegenen Bitcoin Cash-Kurs wohl eher nicht kaufen lassen. Dafür sind die Diskrepanzen zu den „Big Blockern“ zu groß.

Toller DLF-Hintergrund erklärt Bitcoin (das Geld)

Im Deutschlandfunk lief schon Ende Juni dieser Hintergrund zum Thema Bezahlsystem Bitcoin – Wie die digitale Währung funktioniert (mp3), den zu hören ich auch sechs Wochen später noch uneingeschränkt empfehlen kann. Denn die Sendung ist sowohl journalistisch als auch akustisch wirklich gut gemacht. Das liegt vor allem an den hohen redaktions- und produktionstechnischen Ansprüchen, die das Format Hintergrund generell erfüllen will (mehrere Erzählstimmen, verschiedene Protagonisten und eine insgesamt umfassende und vielschichtige Recherche).

Von Banker-Bla-Bla bis Bitcoin- und Blockchain-Enthusiasten

Dass in solch einer Sendung auch Carl-Ludwig Thiele von der Bundesbank auftauchen muss, der ja von Amts wegen schon nicht die nötige Denkelastizität mitbringen darf, die jedoch nötig wäre, um ein Phänomen wie Bitcoin richtig zu verordnen, nämlich nicht nur anhand bestehender und keinesfalls perfekter Gelddefinitionen und Geldpolitikmaximen – geschenkt. Wäre ich allerdings Redakteur gewesen, hätte ich Thiele weniger Platz gegeben und dafür lieber noch einen Visionär zu Wort kommen lassen. Einen, der Bitcoin eben nicht nur durch die steif definierte Geldbrille sieht, sondern auch das grundlegende gesellschaftliche Transformationspotential dieses Phänomens erklären kann. Vielleicht eine Gründerin oder Aktivistin?

Aber letztlich ist das Jammern auf hohem Niveau, denn unterm Strich ist das eine wirklich gute Sendung und in 18 Minuten kann man auch nicht alles bis ins letzte Detail erklären.

Auch die Stiftung Warentest erklärt noch einmal Bitcoin

Und weil es so gut zum Thema passt, gibt es hier zum Lesen noch den Artikel der Stiftung WarentestSo funk­tioniert das Geld aus dem Internet, die darin übrigens auch noch einmal explizit auf Onecoin hinweisen, dass sie im Gegensatz zu Bitcoin auf ihre Warnliste Geldanlage gesetzt haben.

Bild: „Classic old radio 1960s or 70s style“ Flickr-User theslowlane (CC BY 2.0)

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