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Chronobank.io – Momos Blockchain-Erzfeind

Ich bin neulich im Netz auf ChronoBank.io gestoßen, eines dieser strangen „Blockchain“-Projekte, bei denen man nicht weiß, ob die das wirklich ernst meinen.

Professionalisierte Blockchain-Zeitverschwendung

Chronobank.io setzt als Blockchain-Währung nämlich auf „LabourHours“, also auf eine Art „Arbeitsstunden-Token“, mit denen sich dann was anstellen lassen können soll?

Weder die Website noch das Imagevideo geben vor lauter Pathetik, Schwulst und Phrasendrescherei eine wirkliche Antwort darauf.

In jedem Fall soll die Währung aber „backed by time“ sein und damit so wertstabil wie nichts anderes auf dieser Welt. Logisch. Die Frage ist dann bloß, warum sie im derzeit laufenden Initial Coin Offering (ICO) so unglaublich viel ordinäres Geld haben wollen? Arbeitsstunden könnten sie doch auch ganz normal wie alle anderen erzeugen.

Ich wage zudem auch zu bezweifeln, dass bei der dünnen Informationslage bereits 1500 Leute rund 2,5 Millionen US-Dollar in das Projekt investiert haben. Das sind nur irgendwelche Zahlen auf einer shiny Website.

Momo, übernehmen Sie!

Das einzige, was ich an dem Projekt wirklich mag, ist, dass es mich sofort an die Grauen Männer aus Michael Endes „Momo“ denken lässt, die mit ihrer Zeitsparkasse die Menschen mit hübschen Versprechungen übers Ohr hauen wollen.

Ich denke also, ich liege nicht ganz falsch mit meiner Vorstellung, dass es im Besprechungsraum der Chronobank ganz ähnlich aussieht und abläuft wie hier:

graue männer chronobank

Glücklicherweise wissen wir auch, wie es mit den Grauen Männern  und ihrer Zeitsparkasse ausging. Insofern: Momo, übernehmen Sie!