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Was ist Was: Geld – Bitcoin für Kinder erklärt

Ich habe Anfang des Jahres im Auftrag einer Bank 120 Quizfragen für Kinder und Jugendliche zum Thema Geld miterarbeitet. Das war eine größere Herausforderung, als man denkt. Das Quiz sollte ja nicht langweilig werden, nicht zu leicht und nicht zu schwer sein, genügend Aha-Momente bieten und letztlich aber auch informativ und didaktisch anspruchsvoll sein.

Was ist Was (Band 78): Geld. Vom Tauschhandel zum Bitcoin

Als nun neulich das Was ist Was-Buch Geld. Vom Tauschhandel zum Bitcoin auf meinem Schreibtisch landete, dachte ich schon nach wenigen Seiten: Wow, wie viel schneller wäre ich mit der Recherche gewesen, wenn ich damals schon dieses Buch gehabt hätte.

Denn dieser Was ist Was-Band bietet zwischen den kurzweiligen und abwechslungsreichen Hauptthemen (von der Produktion des Geldes über seine Historie und internationale Variationen bis hin zum Umgang der Gesellschaft mit Geld) jede Menge „Angeberwissen“, „Schon gewusst?“ und „Funny Facts“, sodass man auch als Erwachsener das Buch so schnell nicht mehr aus der Hand legt, wenn man einmal mit blättern begonnen hat.

Was ist Was - Bitcoin 2
Bitcoin auf einer Seite zusammengefasst. Zum Lesen bitte kaufen. Kostet nur 9,95 Euro
Ideal für Neugierige jeden Alters

Dass der aktuelle Band dabei auf der letzten Doppelseite mit dem Thema Zukunft des Geldes auch auf Bitcoin und andere Kryptowährungen eingeht, ist konsequent und erfreulich gleichermaßen. Denn dass Bitcoin nicht wieder verschwinden wird, kann heute niemand mehr ernsthaft bestreiten. Insofern muss das Thema unbedingt auch standardmäßiger Teil der Kinder- und Jugendbildung werden. Wenn das auf so unterhaltsame Weise wie hier passiert, umso besser.

Wer also auf der Suche nach einem Geschenk ist oder selbst sein Wissen rund um das Thema Geld erweitern will, dessen letztlich logische Weiterentwicklung Bitcoin ist, kann hier getrost zugreifen. Zumal 9,95 Euro dafür ein wirklich fairer Preis ist. Ich jedenfalls, weiß jetzt, wo ich beim nächsten Quiz nach Material für gute Fragen suche.

Partnerlink: Was ist Was (Band 78): Geld. Vom Tauschhandel zum Bitcoin, Tesloff 2017, 47 Seiten, 9,95 Euro

So viel Geld (so wenig Bitcoin)

Dieses Video hat einen durchaus anschaulichen Weg gefunden, die gigantischen Dimensionen zu verdeutlichen, die „Geld“ in verschiedenen Kontexten besitzt. Beeindruckend, lehrreich, erschreckend. Nicht nur mit Blick auf aktuelle Ereignisse rund um die Deutsche Bank.

Was man sonst noch mitnehmen kann:

  • Bitcoin mit seinem Gesamtwert von knapp 9 Milliarden Euro als Nischenphänomen zu bezeichnen, ist in Vergleich zu anderen „Geldvarianten“ absolut angemessen.
  • Das meiste Geld ist ohnehin schon digital, d. h, BItcoin „digitales Geld“ zu nennen, ist ungenau. „Programmierbares Geld“ oder „DIY-Geld“ passen da besser.
  • Das alles kann offensichtlich nicht ewig so weitergehen.

Über das Phänomen Bitcoin und warum es so relevant ist

Eine meiner Alltagsbeobachtungen aus drei Jahren Bitcoin-Recherche ist: Besonders oft führt die Tatsache zu Missverständnissen, dass der Begriff „Bitcoin“ nicht nur eine oder zwei Bedeutungen hat, sondern drei.

Die drei Bedeutungen von „Bitcoin“
  • Bitcoin als Geldeinheit („Kann ich mit Bitcoins bezahlen?“)
  • Bitcoins als Bezeichnung für eine Technologie (Bitcoin. A Peer-to-Peer-Electronic Cash System – hier spielt auch die Blockchain eine Rolle) und
  • Bitcoin als Phänomen

Letztere ist die Bedeutung, die oftmals eher unbewusst verwendet wird, eigentlich aber die größte Relevanz hat. Denn das Phänomen Bitcoin beinhaltet letztlich alles, was bislang aus der Idee Bitcoin entstanden ist und noch daraus entstehen wird: Bitcoin selbst (als Geldeinheit und Technologie), alle Blockchain-, Blockchain 2.0- und Blockchain 3.0-Projekte, sämtliche Altcoins, jedes Unternehmen im Krypto-Ökosystem, jede App, jedes Kunstprojekt, das Bitcoin bzw. die Blockchain nutzt, jedes Lied, das darüber gedichtet wird, jede Kulturtechnik, die wir im Umgang mit digitalem Geld entwickeln usw. usf. Kurzum: alles.

Wie das Phänomen Bitcoin die Welt verändern wird

Oder um es anders zu sagen: Bitcoin als Phänomen zu betrachten, bedeutet sich damit auseinanderzusetzen, wie die Erfindung von Bitcoin unsere Gesellschaft grundlegend beeinflusst und nachhaltig transformiert. Klingt vielleicht abstrakt und schwer verständlich, ist es aber gar nicht, wenn man sich

a) erst einmal auf den Gedanken eingelassen hat, dass Bitcoin eben nicht nur dieses ominöse Drogengeld aus dem Internet™ ist, sondern von seiner Bedeutung her in einer Liga spielt mit Begriffen wie „Internet“ und „Social Media“. Und

b) solche TED-Vorträge sehen kann, wie „The future of money“ von Neha Narula, ihres Zeichen Director of Research der Digital Currency Initiative am MIT Media Lab. Darin veranschaulicht sie nämlich sehr prägnant, dass die Erfindung von Bitcoin letztlich unausweichlich war (und vom Prinzip her gar nicht so kompliziert ist) und wie es uns helfen wird, unnötig bremsende Barrieren in der Entwicklung der Gesellschaft zu überkommen.

Wer Bitcoin verstehen will, sollte diesen TED-Talk schauen

Keine leichte Aufgabe und umso größer ist mein Respekt, wie gut sie das macht. Wer das Potential und die Vision verstehen will, die das Phänomen Bitcoin beinhaltet, sollte sich diese 16 Minuten unbedingt anschauen.

… und ich hab nun einen Ohrwurm.

Honigdachs #6 – Was ist Bitcoin (nicht)?

Die sechste Folge von Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs – 06 – Was ist Bitcoin (nicht)?

Dieses Mal sprechen wir über ein Thema, das man pauschal so eigentlich eher in der ersten Folge hätte erwarten können: Was ist Bitcoin?

Allerdings – jeder, der schon einmal versucht hat, diese Frage zu beantworten, weiß, dass das bedeutend kniffliger sein kann, als man denkt. Und so finden auch wir keine einfache Antwort, sondern nähern uns dem Phänomen Bitcoin von verschiedenen Seiten, entmystifzieren den weiter anhaltenden „Blockchain-Hype“, unterscheiden verteilte von dezentralisierten Datenbanken, definieren  „virtuelles Geld“, sprechen über die Trennung von Geld und Macht und die Vorteile von erlaubnisfreiem finanziellen Handeln.

Was das dann auch noch alles mit Fomo, Proof-of-Nonsense und einem Sägezahnsee zu tun hat – hört selbst!

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Neue Bitcoin Doku über das Ende des Geldes

Auf den Dokumentarfilm Bitcoin. The End Of Money As We Know It des in Deutschland geborenen Wahlaustraliers Torsten Hoffmann bin ich zum ersten Mal im Mai aufmerksam geworden. Damals hieß es der Film werde im Sommer veröffentlicht und das Team hat Wort gehalten.

Bitcoin. The End Of Money As We Know It2
Bitcoin. The End Of Money As We Know It: Gerade erst veröffentlicht und schon mehrfach ausgezeichnet.
Für einen schmalen Bitcoin zu haben

Seit ein paar Tagen gibt es die 60-minütige Dokumentation für rund fünf US-Dollar auf Vimeo. Wer lieber in Bitcoin bezahlen möchte, nutzt dafür TheProtokoll.TV und das Bonuspaket inkl. diverser Interviews mit den Protagonisten gibt es per BitTorrent ab sieben US-Dollar aufwärts nach dem pay-what-you-want-Prinzip.

Bonusmaterial inklusive

Ich als Sammler und Hobby-Archivar habe selbstredend letzte Variante genommen und in zwei bis fünf Tagen ist mein Download voraussichtlich abgeschlossen. Die Zeit bis dahin überbrücke ich einfach mit dem Trailer, ein paar Press-Kit-Gimmicks wie dem Interview mit Torsten Hofmann und male mir aus, was den Film wohl so gut macht, dass er bereits jetzt auf zwei Fastivals mit insgesamt drei Preisen ausgeeichnet wurde.

Wer mehr Filme rund um das Thema Geld und Bitcoin sucht, dem empfehle ich die Filme & Videos-Seite in der hiesigen Mediathek.

Wie Bitcoin den Kapitalismus rettet

Wer verstehen will, welches gesellschaftspolitische Potential in Bitcoin steckt, der sollte sich dieses Video ansehen. Darin erklärt Andreas Antonopoulos warum wir seiner Meinung nach nicht mehr im „guten“ Kapitalismus leben, sondern in einer mittlerweile pervertierten Variante davon, der Kleptokratie.

Diese Kleptokratie werde dominiert von Kartellen und Monopolen, die versuchen den größtmöglichen Gewinn abzuschöpfen, ohne jedoch selbst ein unternehmerisches Risiko einzugehen. Also kurz gesagt: Gewinne privatisieren und Verluste sozialisieren.

Ich habe die wichtigsten Stellen aus dem Video übersetzt und herausgeschrieben, denn angesichts der durchdachten Argumentation ist es mehr als beeindruckend, wie Andreas Antonopoulos diesen sehr abstrakten Sachverhalt in sieben Minuten so anschaulich darstellt. Immerhin reden wir hier von klassischer politischer Theorie- und Ideengeschichte, die er auf eine ökonomische Wertebasis überträgt, auf der wiederum die gesamte westlichen Welt beruht.

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Digitales Bezahlen #13 – Der Bitcoin-Podcast

Jeden Mittwoch gibt es hier die aktuelle Folge des #DigitalesBezahlen-Podcasts, den ich in Kooperation mit dem Leipziger Onlineradio detektor.fm produziere. Abonnieren kann man den Podcast hier. Mehr Informationen und eine Übersicht über alle bisherigen Folgen gibt es auf der zugehörigen Podcast-Seite.

Diese Woche ging es um die schwierige Situation, die entsteht, wenn versucht wird Bitcoin in bestehende Gesetze und juristische Definitionen zu pressen, die größtenteils noch aus der prä-digitalen Ära stammen. Nach dem Klick noch mehr Infos und die zugehörigen Links.

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Podcast über Geld, E-money und Bitcoin

Zum Wochenende hab ich den 16. Alternativlos-Podcast ausgegraben, der sich im Kern mit Geld, Währungen und Geldpolitik beschäftigt, dabei aber auch einen kleinen Ausblick auf digitale Währungen, eCash und Bitcoin gibt.

Gute zwei Stunden sprechen Frank und Fefe sehr detailliert und tiefgehend über nahezu alles, was mit Geld zu tun hat. Von Kurantmünzen über Geldsysteme und Lokalwährungen bis zum Goldstandard, der Geschichte des E-Money und über noch vieles mehr.

Das Spannende dabei – der Podcast stammt aus dem Juni 2011 und wenn man das nicht weiß, dann merkt man es erst, wenn es (ca. ab Minute 95) um Bitcoin geht und man sich über den Preis wundert, von dem die beiden da reden.

So voll und ausführlich, dass man ihn zweimal hören will

Das alles macht aber nichts, denn viele der Informationen, die die beiden besprechen, sind zeitlos oder historisch, sodass man sich den Podcast zur allgemeinen und unterhaltsamen geldpolitischen Grundbildung auch heute noch problemlos anhören kann.

Und das sage ich, obwohl ich persönlich mit so langen Audiotalks ein bisschen meine Schwierigkeiten habe. Irgendwann ist mein Kopf einfach voll. Dann nehme ich Informationen nur noch wahr, kann sie aber nicht mehr behalten. So spannend sie auch sein mögen.

Das ist auch hier so, aber z.B. warum Münzen eine Prägung auf der Kante haben (sollten), konnte ich mir merken. Außerdem – und das ist das Qualitätsmerkmal – habe ich große Lust mir diese und vielleicht noch ein paar andere Folgen einfach noch einmal anzuhören. Es lohnt sich wirklich.

Digitales Bezahlen #10 – Der Bitcoin-Podcast

Jeden Mittwoch gibt es hier die aktuelle Folge des #DigitalesBezahlen-Podcasts, den ich in Kooperation mit dem Leipziger Onlineradio detektor.fm produziere. Abonnieren kann man den Podcast hier. Mehr Informationen und eine Übersicht über alle bisherigen Folgen gibt es auf der zugehörigen Podcast-Seite.

Diese Woche geht es um den aktuellen Kursverlauf von Bitcoin und das, obwohl ich ungern alleine über den Geldwert von Bitcoin berichte. Allerdings sind die aktuellen Ereignisse ein guter Anlass sich mal grundsätzlich Gedanken über den Wert von Bitcoin zu machen.

Und je mehr ich mich damit beschäftige, desto weniger rechne ich damit, dass Bitcoin auch nur ansatzweise noch einmal einen Raketenstart hinlegt wie Ende 2013. Ohnehin bin ich hin- und hergerissen, ob ich insgesamt einen eher starken oder eher schwachen Bitcoin befürworte. Für beides gibt es gute Argumente.

Bevor ich das noch mehr ausführe, gibt es hier erst einmal die neue Podcast-Folge, in der es allgemein um den Wilden Westen digitales Geld geht.

[tl;dl] Unreguliertes Geld hat nicht nur Vorteile.

Nach dem Klick noch die ausführlichere Inhaltsbeschreibung mit zugehörigen Links.

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Bitcoin ist eben nicht nur Geld

Das hier kommt quasi als kleiner Nachtrag zu den Kursschwankungen der vergangenen Tage und was die Berg- und Talfahrt für die Menschen bedeutet.

In dem Video geht es um das psychologisch-ökonomische Phänomen der Verlustaversion (der englische Artikel ist ausführlicher). Demzufolge wird der positive Effekt, den ein Gewinn auslöst, weniger stark wahrgenommen als der negative Effekt durch den Verluste der gleichen Summe. Mit anderen Worten: Wir trauern jedem Euro, den wir verlieren doppelt so stark hinterher, wie wir uns über jeden gewonnenen freuen.

Spannend in dem Zusammenhang ist natürlich der Blick auf Bitcoin und den Kurs der vergangenen Monate. Wenn man nun bedenkt, dass der wahrgenommene Verlust demnach doppelt so groß sein muss, wie der reale. Mal angenommen das ist so – was spräche denn dann noch dafür fortan irgendwas mit Bitcoin zu tun haben zu wollen?

Bitcoin ist nicht „nur“ digitales Geld

Einiges. Denn es ist eben nicht nur der Kurs, worum es bei Bitcoin wirklich geht. Das zeigt auch die trotz allem immer noch optimistische Stimmung im Bitcoin-Ökosystem. Und darüber hinaus. Letzten Donnerstag erst kam trotz des fragilen Kurses wieder jemand Neues zum Leipziger Bitcoin-Stammtisch und wollte wissen wie und wo er zur Zeit am besten seine ersten beiden Bitcoin kaufen solle. Jetzt wäre dafür doch genau die richtige Zeit.