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Happy Genesis-Day, Bitcoin!

Hooray! Heute vor sieben Jahren hat Satoshi Nakamoto den ersten Block gemined und damit Bitcoin und die Blockchain nach der Theorie auch in der Praxis ins Leben gerufen. Gleichzeitig hat er so eines der größten sozialen Experimente gestartet und einen gigantischen dezentralen Hackathon initiiert, der weder zeitliche noch örtliche Grenzen kennt. Das kann man schon mal lobend erwähnen.

cheers

Bitcoin – sieben Jahre Trial and Error

Seit sieben Jahren experimentieren die Menschen nun also schon auf der ganzen Welt mit dieser neuen Technologie, begeistern sich dafür, forschen, gründen Startups, initiieren soziale Projekte, schreiben Artikel, teilen ihre Visionen, bezahlen, scheitern, provozieren, polarisieren und noch viel mehr.

Und obwohl es bereits sieben Jahre sind, steht das Bitcoin-Experiment noch immer ganz am Anfang. Nicht, weil es keine Fortschritte gibt, sondern vielmehr weil sich nach wie vor nur erahnen lässt, wie umfassend die Veränderungen auf lange Sicht sein werden, die Bitcoin und die Blockchain global und lokal auf politischer, gesellschaftlicher, technologischer und wirtschaftlicher Ebene einleiten. Fest steht nur: Bitcoin wächst rasant und 2016 wird ein extrem spannendes Jahr.

Genesis – Am Anfang war ein Block

Trotzdem will ich heute mal nicht nach vorne schauen, sondern einen Blick zurück werfen. Auf den ersten, den sogenannten Genesis-Block und darauf, was er beinhaltet.

Genesis block
Und Satoshi sah, dass der Block gut war.
Die Botschaft

Dass Satoshi Nakamoto eine politische Botschaft in den Rohdaten des Genesis-Blocks versteckt hat, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Mit „The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks“ (z. Dt. „Kanzler kurz vor zweitem Bankenrettungspaket“) wählt er jedoch bewusst eine Überschrift, die seine politische Motivation unterstreicht, ein unabhängiges elektronisches Geld zu erschaffen, das nicht durch zentrale Institutionen wie Banken oder Staaten missbraucht werden kann.

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Obwohl die Bitcoin-Software das auf digitaler Ebene ebenfalls macht, verknüpft Satoshi den Genesis-Block mit diesem Zeitungs-Zitat zusätzlich mit dem 3. Januar 2009. Er „timestamped“ ihn quasi doppelt. Dass er dabei eine britische Zeitung zitiert, sehen manche als (wenig belastbares) Indiz, dass Satoshi Nakamoto auch einen britischen Background hat.

Unabhängig davon haben diejenigen ein glückliches Händchen bewiesen, die die Times von damals aufgehoben haben. Unter Satoshi-Fanboys werden mitunter ordentliche Summen für die originale Ausgabe vom 3. Januar 2009 gehandelt.

Die erste Adresse

Mit Erzeugen des ersten Blocks hat die Bitcoin-Software auch die erste Adresse in Betrieb genommen und 50 Bitcoins an 1A1zP1eP5QGefi2DMPTfTL5SLmv7DivfNa geschickt. Diese Adresse gehört damit (neben vielen anderen) nachweislich Satoshi Nakamoto.

Die ersten Bitcoins

Die ersten 50 Bitcoins liegen noch immer unangetastet auf der obigen Adresse. Und obwohl Satoshi Nakamoto dafür bekannt ist, seine Bitcoins nicht zu bewegen und diese Adresse nie wieder einen Block-Reward erhalten hat, ist das Guthaben bis heute auf mehr als 66 Bitcoins (gut 26.000 Euro) angewachsen. Grund dafür ist vor allem die Möglichkeit, zusätzliche Daten oder kurze Nachrichten nicht nur in einem Block zu verstecken, sondern auch an eine Bitcoin-Transaktion anzuhängen. Dafür reicht auch schon eine kleine Transaktionssumme. Die erste Bitcoin-Adresse hat daher mittlerweile mehr als 1000 Transaktionen empfangen, viele davon mit Botschaften.

Dafür genau diese Adresse zu verwenden, kann verschiedene Gründe haben. Zum einen ist es eine, zumindest theoretische Möglichkeit Satoshi Nakamoto direkt zu kontaktieren („I love you Satoshi <3 -Nate“ oder „Satoshi Nakamoto, thank you for creating the Bitcoin. If you want to spent your bitoins, could you give me some?“) oder aufgrund der Prominenz dieser ersten Adresse gleich die gesamte Community. Sei es mit netten Grüßen („Happy new year 2016 to Satoshi Nakamoto and Bitcoin users from D. Slavik alias Wortelus.“ gerade erst zu Silvester) oder mit Werbung und Spam zu fishy „Double your Bitcoin!“-Webseiten. Manchmal sind die Botschaften aber auch einfach nur profan: „Testing to see if and how recorded in the Blockchain. JMW 2015-06-29 10:19AM Arizona time.“

Weitere Trivia

Hier noch, lose sortiert, ein paar zusätzliche Infos.

  • Nach dem ersten Block am 3. Januar 2009 hat Satoshi Nakamoto die Bitcoin-Software erst einmal wieder für ein paar Tage ausgeschaltet. So richtig ging die Block-für-Block-Geschichte dann erst am 9. Januar in Serie.
  • Neben der Times-Überschrift sind noch jede Menge anderer Daten in die Blockchain geschrieben worden, darunter Nelson Mandela-Zitate, das Bitcoin-Whitepaper, Song-Lyrics, Wikileaks-Daten, Gebete, Software-Lizenzschlüssel und allerlei mehr.
  • Noch viel mehr Fragen, Antworten und Diskussionen rund um die erste Bitcoin-Adresse findet man hier.
  • Wer püntlich auf die Bitcoin, die Blockchain, Satoshi und den ganzen Rest anstoßen will. Der Genesis-Block wurde damals um 18:15 UTC generiert. Zeitzone Berlin (UTC+1) kann man also um Viertel nach sieben die Korken knallen lassen.
  • Einen passenden Liedvorschlag zum obilgatorischen Hüftschwung hab ich auch noch:

Spaß mit Bitcoin. und Blockchain-Daten

Und wer selbst mal ein bisschen mit Daten und Statistiken rund um Bitcoin und die Blockchain spielen will, dem empfehle ich die Seite Daten, Maps & Statistiken im hiesigen Link-Archiv.

Bild: „Time Flies“ (CC BY 2.0)

Wir sind die Blockchain. Widerstand ist zwecklos

Das hier ist ein echtes Bitcoin-Fundstück. Denn im Gegensatz zu westlichen Blockchain-Block-Explorern, die eher pragmatisch-funktional daherkommen, gehen es die Japaner viel spielerischer an.

Bitcoin-Transaktionen: Gotta catch ‚em all!

Zumindest ist das bei chainFlyer so. Dort werden nämlich nicht einfach nur dröge Adresslisten mit Inputs und Outputs aneinandergereiht, sondern es passiert richtig was. Transaktionen fallen wie schillernd-bunte Kristalle klimpernd von der virtuellen Decke und warten darauf eingesammelt und in neue Blöcke gemined zu werden. Frühere Blöcke hingegen lassen sich wie digitale Wunderkisten mit einem Klick öffnen, woraufhin diesen die Transaktionskristalle wie lohnende Jump-and-Run-Kostbarkeiten entspringen.

chainFlyer
Screenshot: chainFlyer
Am Anfang war der Block …

Aber noch viel spannender ist die Darstellung des Genesis-Blocks geworden, des ersten Blocks der Bitcoin-Blockchain. Dieser hat nämlich eine eigene Seite bekommen und auf dieser schwebt er dunkel und mysteriös leuchtend wie losgelöst über allem. Das erinnert stark an Star Trek und der Widerstand gegen die popkulturelle Assimilation Assoziation zu den Borg ist quasi zwecklos. Wobei sich direkt die Frage aufdrängt, ob das Borg-Kollektiv auf Basis einer Blockchain funktionieren würde?

Digitales Bezahlen #8 – Der Bitcoin-Podcast

Jeden Mittwoch gibt es hier die aktuelle Folge des  #DigitalesBezahlen-Podcasts, den ich in Kooperation mit dem Leipziger Onlineradio detektor.fm produziere. Abonnieren kann man den Podcast hier, mehr Informationen und eine Übersicht über alle bisherigen Folgen gibt es auf der zugehörigen Seite.

In der aktuellen Folge geht es um den Geburtstag von Bitcoin. Denn am vergangene Samstag vor sechs Jahren wurde der Genesis-Block der Blockchain gemined und obwohl der Kurs in den vergangenen Monaten beständig nach unten ging und Bitstamp gerade erst den Verlust von 19.000 BTC (knapp 4,5 Millionen Euro) eingestehen musste, ist der Jahrestag dennoch ein Grund zu feiern. Denn wirft man einen Blick auf andere Variablen, sieht das Bitcoin-Bild ganz anders aus. Denn Bitcoin ist mehr als nur Geld.

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160.000 Prozent Gewinn durch Bitcoin

In drei Wochen jährt sich zum sechsten Mal der Geburtstag von Bitcoin. Am 9. Januar 2009 hat Satoshi Nakamot den Genesis-Block der Bitcoin-Blockchain gemined. Als politische Botschaft hat er darin bekanntlich die Schlagzeile der Times-Titelseite vom 3. Januar versteckt: „The Times 03/Jan/2009 Chancellor on brink of second bailout for banks“

Damals an Bitcoin zu kommen war sehr wenigen Personen vorbehalten (vielleicht sogar nur einer). Die Times war im Gegensatz dazu aber für läppische 1,50 Pfund zu bekommen und wer das Glück hat, heute noch eine der originalen Ausgaben von damals zu besitzen, hat ein glückliches Händchen bewiesen und eine solide Wertanlage gemacht.

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