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Twitter-Rant gegen all den Blockchain-Bullshit

Ich schreibe zur Zeit an einigen längeren Artikeln für andere Medien, weswegen es hier auf der Seite aktuell recht ruhig zugeht. Ändert sich aber hoffentlich bald wieder.

Tweetstorm gegen den Blockchain-Hype

Nichtsdestotrotz wollte ich ganz kurz auf diese Perle eines Twitter-Rants von Nelson M. Rosario gegen all das Geschwafel rund um Bitcoin, Blockchain, Tokens und ICOs hinweisen. Ich teile nicht alle Aussagen, aber einige der Tweets wären es meiner Meinung nach wert, direkt eingerahmt zu werden.

Hier ein paar meiner Favoriten:

 

Ein paar ICO-Denkanstöße

ICOs (Initial Coin Offerings) sind ohne Frage der neue heiße Scheiß™ im Kryptoland, mit dem sich mit vergleichsweise wenig Aufwand sehr viel Geld machen lässt. Aber eben auch viel Schindluder getrieben wird.

Denn für einen ICO braucht es nicht viel. Minimalanforderungen sind ein Whitepaper und Marketing. Ganz viel Marketing. Je Aufmerksamkeit heischender, desto besser.

Immer spektakulärer – ICOs in der Marketing-Spirale

Doch spätestens wenn Leute wie Paris Hilton beginnen, für ICOs zu werben, sollte man skeptisch werden. Denn besagte Hotelerbin hat die letzten Jahre meines Wissens nach nicht damit verbracht, umfassende Kompetenzen zu erwerben, die sie befähigen, qualifizierte Bewertungen für technisch komplexe und ökonomisch abstrakte Krypto-Konzepte abzugeben.

Dabei haben selbst “professionelle” Investoren damit offensichtlich große Schwierigkeiten. Anders ist kaum zu erklären, wie bspw. dieser Investor vollmundig und überschwänglich sein Engagement in IOTA ankündigt – ein Kryptoprojekt mit einer zwischenzeitlichen Bewertung von 2,8 Milliarden USD – lange bevor ein Team des MIT Media Labs nun festgestellt hat, dass IOTA in kryptographischer Hinsicht offensichtlich ein dilettantisch zusammengebasteltes Projekt ist, dessen Anfängerfehler darauf hindeuten, dass sich bislang niemand mit der eigentlich dafür nötigen Kompetenz das Projekt angeschaut hat und die Chancen, dass die nun eingeleiteten Maßnahmen des verantwortliche Teams tatsächlich zu mehr Sicherheit führen, als niedrig einzustufen sind. (Update: Hier das IOTA-Statement)

ICOs – drei Lese- und Hörtipps

In diesem Kontext hier also noch eine Handvoll leses- und hörenswerter Beiträge, die sich mit dem Thema ICO, Token sales und Co. beschäftigen und die hoffentlich helfen, das Thema mit der nötigen kritisch-reflektierten Haltung bewerten zu können.

In A Brief Introduction to Token Sales erklärt Vinny Lingham am Beispiel seines eigenen ICOs, wie komplex und aufwändig ein guter Token sale ist, wenn man diesen solide, rechtssicher und nachhaltig durchführen will.

Auch der paymentandbanking Podcast geht in Folge 116 auf ICOs ein und kommt, neben der Beantwortung von ein paar grundlegenden Fragen, wie obiger Beitrag auch zu der wichtigen Erkenntnis, dass Tokens ohne technische Relevanz, letztlich keinen Mehrwert bieten.

Und als drittes noch der Hinweis auf meine aktuelle, ICO-kritische Kolumne Gier macht blind, die man im aktuellen Global Investor-Magazin findet und über die Website auch digital nachlesen kann.

Honigdachs #17 – UASF, SegWit2x, Ethereum & ICOs

Die 17. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs 17 – UASF, SegWit2x, Ethereum & ICOs

Diese Folge klingt allein vom Titel her etwas nerdig und ist es an der ein oder anderen Stelle möglicherweise auch. Aber es geht nun einmal um die Themen, die im Bitcoinlang gerade ganz oben auf der Tagesordnung stehen. Allen voran die Skalierungskampfpositionen SegWit2x, UASF (User Activated Softfork) und UAHF (User Activated Hardfork). Wir sprechen darüber, was das ist und wie es mit Bitcoin weiter geht.

Natürlich geht das nicht, ohne auch über Ethereum und die derzeitigen der Realität komplett entrückten ICO-Funding-Rekorde zu sprechen. Dreistellige Millionenbeträge binnen kürzester Zeit zu sammeln, ist für sich schon extrem. Das ganze aber auf einer Plattform zu machen, deren “gutmütiger Diktator” so instinktlos und grün hinter den Ohren ist, gibt dem Ganzen mehr als nur ein Geschmäckle. Oder sind wir womöglich nur neidisch?

So oder so ist eines sicher: Uns stehen turbulente und vermutlich recht volatile Wochen und Monate bevor. Die teils verbesserungswürdige Soundqualität ist daher aktuell unsere geringste Sorge. Nichtsdestotrotz geloben wir Besserung!

Die Shownotes gibt’s wie immer nach dem Klick.

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Bitcoin-Presseschau reloaded

Die Bitcoin-Presseschau gehört seit Beginn dieses Blogs zu dem beliebtesten und meistgelesenen Formaten. Dass sie in letzter Zeit nur sehr sporadisch erschien, ist daher unbefriedigend – insbesondere für mich – liegt aber an einem einfachen Grund: Vergleicht man die allererste Presseschau mit der zuletzt erschienenen, sieht man in welch enormem Maße Umfang und Inhalt gewachsen sind. Und damit nicht nur der Aufwand sie zu erstellen, sondern auch die Zeit, die man braucht um sie in Gänze zu lesen. Wobei ich glaube, dass die Wenigsten das am Ende überhaupt noch gemacht haben. Also war es Zeit umzudenken und das Konzept “Bitcoin-Presseschau” zu überarbeiten.

Keep it simple & Qualität vor Quantität

Diese Neukonzeption hat eine Weile gedauert, und nun ist es höchste Zeit wieder einzusteigen. Hier die wichtigsten Neuerungen im Überblick:

Umfang

Anstelle einer überbordenden Linksammlung siebe ich künftig noch viel mehr aus und konzentriere mich auf die wirklich nennenswerten Artikel, Links und Ereignisse zum Thema Bitcoin/Blockchain. Die Bitcoin-Presseschau wird daher künftig maximal fünf Themen enthalten. Anstelle von Rubriken kann ich so viel leichter auch mal ein Spezial zusammenstellen. Logistik, Regulierung, Musik, Kultur, Politik, Games, E-Commerce, Medien – an Themenfeldern mangelt es dafür ja wahrlich nicht.

Zeit

Gleichzeitig ändert sich damit die (vormals angepeilte) wöchentliche Erscheinungsweise. Die Bitcoin-Presseschau erscheint fortan nicht mehr zeitgebunden, sondern sofort, wenn sie fertig ist. Gibt es drei bis fünf relevante Themen, gibt es eine Presseschau. Möglicherweise also manchmal zwei Mal die Woche, manchmal aber auch seltener. Hängt ganz von der Nachrichtenlage ab.

Newsletter

Wem das die Routine verhagelt oder wer einfach nur immer direkt informiert sein will, der nutzt am besten den Newsletter, der in diesem Zuge auch wieder reaktiviert wird. Dieser wird nämlich weiterhin mit jeder neuen Presseschau verschickt.

Soweit die Änderungen. Ich freue mich nun sehr darauf, die Arbeit an der Bitcoin-Presseschau wieder aufzunehmen und bin gespannt, wie sich das einspielt. Nach dem Klick die erste Ausgabe in neuer Version. Lob Kritik und Anregungen sind herzlich willkommen.

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