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Privatsphäre durch Bitcoin-Gewinne stärken

Privatsphäre ist eines der Hauptziele, aus denen heraus Bitcoin überhaupt erst ins Leben gerufen wurde. Doch ist das Thema größer als dass Bitcoin allein das Werkzeug sein könnte, um die Integrität unser aller Privatsphäre zu sichern und wieder herzustellen. Denn es geht dabei ja nicht nur um den Schutz sensibler und persönlicher Transaktions- und Finanzdaten, sondern um ein Grundrecht.

Es lohnt sich für Privatsphäre zu kämpfen!

Eindrucksvoll gezeigt und durchgesetzt hat das vor einigen Jahren Max Schrems, der als Student begann, sich mit dem datenhungrigen Goliath Facebook auseinanderzusetzen, auf sein Recht klagte und damit u.a. das Safe-Harbor-Abkommen zum Datenaustausch zwischen der EU und den USA kippte. Durch sein beharrliches Engagement hat er uns allen damit einen großen Dienst erwiesen, ohne dass wir selbst etwas dafür tun mussten.

Nun gibt es jedoch die Möglichkeit, Max Schrems nicht nur zu danken, sondern ihn konkret dabei zu unterstützen, sich noch viel mehr für die Privatsphäre und den Schutz der Daten von jedem einzelnen von uns einzusetzen. Dieser Tage läuft nämlich das Crowdfunding für den Start der von ihm mitinitiierten NGO noyb (steht für „none of your business“).

Datenschutz gemeinsam durchsetzen

Ziel ist es, eine tatkräftige Institution aufzubauen, die die Datenschutzrechte von uns allen verteidigt und gegen Verstöße (insbesondere von Unternehmen) vorgeht. Systematisch und notfalls eben auch gerichtlich. Um diese Aufgabe wahrzunehmen werden zum Start nun 250.000 Euro gebraucht, von denen aktuell bereits 176.000 Euro zusammen gekommen sind.

Das wiederum zeigt, wie wichtig und bedeutend das Thema Datenschutz für die Menschen ist und auch, dass die Chancen gut stehen, in den verbleibenden gut zwei Wochen das gesetzte Funding-Ziel zu erreichen.

Bitcoin nutzen, bedeutet Verantwortung zu übernehmen

Wer Kryptowährungen daher nicht nur als Möglichkeit sieht, schnell reich zu werden, sondern sich (auch) den Idealen von Bitcoin verbunden fühlt, sollte überlegen, zumindest einen kleinen Teil der Gewinne der letzten Monate sinnvoll zu investieren. Die Datenschutz- und Priatsphäre-NGO noyb läge dabei jedenfalls genau auf einer Linie mit den Werten, für die auch Bitcoin und einige andere Kryptowährungen stehen.

Denn der Staat kann zwar den rechtlichen Rahmen für Datenschutz und Privatsphäre definieren, doch sind wir selber in der Verantwortung diesen aktiv mitzugestalten und unsere Rechte schlussendlich auch durchzusetzen. Die Finanzierung einer entsprechenden Organisation ist dabei ein einfacher und effektiver erster Schritt. Zumal noyb neben der Mitgliedschaft auch Spenden nicht nur per „Good Old Bank Account“ (sic!), sondern auch in Bitcoin, Ether und Litecoin akzeptiert, die ggf. sogar steuerlich anerkannt werden.

PS: Vielleicht kann ja auch jemand der Organisation dabei helfen, eine zeitgemäße und sichere Kryptowährungs-Umgebung inkl. Multisig-/SegWit-/HD-Adressen und Co aufzubauen. Sie sind für jede Hilfe dankbar.

Honigdachs #8 (Spezial) – Privacy & Monero

Die achte Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs – 08 (Spezial) – Privacy & Monero

Dieses Mal mit einer Spezialfolge zum Thema Privatsphäre und Monero, einem Altcoin, der genau diese Privatsphäre im digitalen Bezahlen um jeden Preis bewahren will. Nicht nur, weil Bitcoin eben nicht so anonym ist, wie vielfach noch fälschlicherweise angenommen wird, sondern weil es viele gute Gründe gibt, warum die eigenen Finanzdaten nicht in falsche Hände geraten dürfen. Selbst von denen, die von sich behaupten, nichts zu verbergen zu haben.

Wie genau die Monero-Community das erreichen will, und was die Entwickler antreibt und motiviert, lassen sich Stefan und Manuel in dieser Folge persönlich erklären. Denn mit „Dr. Fred“ und Riccardo Spagni aka „fluffypony“ sind zwei Mitglieder der Monero-Community zu Gast. Wobei Riccardo Spagni als Teil des Core-Teams der Monero Entwickler ein besonders aktives Mitglied ist und durchaus interessante Thesen vertritt. Zum Beispiel, dass bislang alle Altcoins nutzlos sind. Umso erfreulicher also, dass er den weiten Weg von Südafrika nach Leipzig in den Bau der Honigdachse gefunden hat.

Hinweis: diese Folge ist ausnahmsweise auf Englisch.

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