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Live-Stresstests als Innovationstreiber

Live-Stresstest scheinen sich immer mehr zu einem Innovationsmotor für Bitcoin zu entwickeln. Egal ob unbeabsichtigt wie bspw. bei der Mt.Gox-Pleite, als der Preis zwar in den Keller ging, sich aber fortan alle Bitcoin-Börsen intensiv um das Thema Sicherheit bemühten oder ob ganz bewusst provoziert wie bei der noch immer laufenden Kampfabstimmung zwischen Bitcoin Core, Bitcoin XT und neuerdings BIP100.

Auch hier ging der Preis ziemlich in den Keller, aber zumindest wird damit die dringend benötigte Debatte um die Blocksize vorangetrieben. Somit ist auch hier wieder ökonomischer Stress das systematische Druckmittel auf alle Beteiligten nicht im Stillstand zu verharren, sondern tätig zu werden.

Stress durch Transaktions-Spam

Noch expliziter setzt das britische Unternehmen CoinWallet auf die Stresstest-Karte, indem es vor einiger Zeit zunächst das Bitcoin-Netzwerk mit Microtransaktionen vollspamte, um das Limit zu kleiner Blöcke zu verdeutlichen und gestern einen neuen Stresstest startete. Dieses Mal mit größeren Summen und höheren Transaktionsgebühren. Die subjektiven Gründe von CoinWallet für diesen Stresstest lassen sich in diesem Artikel erkennen: Blocksize, Konkurrenzkampf, Spaß am Trollen.

Und auch wenn diese Motivation recht negativ klingt, könnte Bitcoin im Ganzen dennoch davon profitieren. Schon nach dem letzten Stresstest haben andere Wallet-Provider begonnen ihre Transaktionsgebühren dynamisch zu gestalten, um jederzeit Transaktionen ihrer Nutzer gewährleisten zu können.

Stresstest ohne Stress?

Ob der aktuelle Stresstest sich jedoch noch einmal zum Innovationsmotor wird, wird sich zeigen müssen. Trotz hoher Gebühren gibt es Anzeichen, dass die CoinWallet-Transaktionen ins Leere laufen.