Bitcoin demographisch

Bitcoin als wachsender demografischer Trend

Vor einigen Tagen veröffentlichte der Krypto- und Blockchain-VC Blockchain Capital die Zusammenfassung ihrer aktuellen repräsentativen Umfrage über die Einstellung der US-Bevölkerung zu Bitcoin. Dabei ging es u.a. um die Bekanntheit von Bitcoin, den Besitz und die potentielle Kaufbereitschaft.

Wie verändert sich die Einstellung der Menschen zu Bitcoin?

Die Ergebnisse dieser Umfrage sind insofern interessant, als dass einige der Fragen im Herbst 2017 schon einmal gestellt wurden. Aus dem Vergleich der Antworten lässt sich also eine Entwicklung ablesen.

9 von 10 Leuten haben schon einmal von Bitcoin gehört. Quelle: Blockchain Capital

Diese Entwicklung ist in der Tat aufschlussreich, wenngleich der Titel Bitcoin is a Demographic Mega-Trend aber übertrieben ist. Einige der Punkte sind aber dennoch erwähnenswert.

Die Bekanntheit von Bitcoin wächst

Neben der Erkenntnis, dass die Bekanntheit von Bitcoin weiter zunimmt – 89 Prozent der Befragten haben mittlerweile schon mal etwas von Bitcoin gehört (2017: 77 Prozent) – sind dabei vor allem die demografischen Unterschiede erwähnenswert.

So besitzt fast jeder fünfte US-Amerikaner zwischen 18 und 34 Jahren Bitcoins wohingegen jenseits der 45 Jahre nicht einmal jeder Zwanzigste in Bitcoin investiert ist.

Die Initiative geht von den Jüngeren aus

Dieser „Generationen-Unterschied“ zeichnet sich deutlich auch in den anderen Ergebnissen ab. Die Jüngeren halten es für wahrscheinlicher, dass sie in absehbarer Zukunft (mehr) Bitcoins kaufen. Sie halten es ebenso für wahrscheinlicher, dass die meisten Menschen Bitcoin innerhalb der kommenden zehn Jahre nutzen werden und sie sind im Allgemeinen auch deutlich vertrauter mit dem Thema als die Älteren.

Bitcoin demographisch
Die Jüngeren stehen Bitcoin deutlich offener gegenüber. Quelle: Blockchain Capital

Wobei Letzteres vermutlich direkten Einfluss auf die Ergebnisse der beiden Vorherigen Antworten hat. Denn wer Bitcoin verstanden hat, der wird es auch eher nutzen und kann auch dessen Zukunftsperspektive einschätzen.

Optimistischere Einstellung zu Bitcoin in allen Altersgruppen

Davon ungeachtet steigen die Zustimmungswerte zu BItcoin aber unterm Strich in allen Altersschichten. Und dass, obwohl die erste Umfrage Ende 2017 in einem von Krypto-Hype und überschwänglicher Begeisterung geprägten Marktumfeld stattfand, die aktuelle dagegen nachdem Bitcoin zwischenzeitlich mehr als 80 Prozent seines Wertes eingebüßt hat.

„We suspect that the difference in market environment between the two surveys would have a negative impact on Bitcoin sentiment in the most recent survey. Despite the bear market, the data shows that Bitcoin awareness, familiarity, perception, conviction, propensity to purchase and ownership all increased/improved significantly — dramatically in many cases.“

Begrenzte Aussagekraft, trotzdem bemerkenswert

Natürlich gibt es auch berechtigte Kritik an der Durchführung und sehr euphorischen Interpretation dieser Studie und die Belastbarkeit der präsentierten Zahlen ist zweifelsohne begrenzt. Nichtsdestotrotz kann man sie als weiteres Indiz für die fortschreitende Durchdringung der Gesellschaft durch Bitcoin sehen.

Und dass die Millenials dabei die größte Rolle spielen, ist keine Überraschung, sondern eine auch in anderen Veröffentlichungen bereits vertretene und begründete These.