M-Pesa – die afrikanische Bitcoin-Alternative

Kryptowährung und digitale Währung. Häufig wird beides synonym verwendet, aber es gibt einen Unterschied zwischen den Begriffen. Während sich Kryptowährung ganz spezifisch auf Bitcoin und Altcoins bezieht, umfasst die Kategorie digitale Währungen sowohl Kryptowährungen, als auch andere digitale „Währungen“, die nach einem anderen Prinzip funktionieren. Also zum Beispiel mit einer zentralen Verwaltungsinstanz, aber dennoch ohne Banken.

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Supernerdypoolstatistics

Falls du mit den Begriffen Multipool, Scrypt und BTC/MHs etwas anfangen kannst, kriegst du hiermit den offiziellen Mining-Insider Orden erster Klasse und darfst dich zur Belohnung an den Werten von poolpicker.eu erfreuen, die die durchschnittliche Auszahlungsrate verschiedener Scrypt-Mining-Multipools gegenüberstellen und dir somit helfen können dein Mining-Income zu optimieren.

Falls nicht: Es ist Wochenende und es gibt besseres zu tun als sich den Kopf mit bunten Statistikwerten zuzukleistern.

„Bitcoin ist das Internet des Geldes…“

„… und es ist ist derzeit auf dem Stand, auf dem das Internet 1994 war.“

Das ist wohl eines der in letzter Zeit am häufigsten angebrachten Argumente pro Bitcoin und tatsächlich sind bestimmte Parallelen zwischen Bitcoin und dem Internet nicht von der Hand zu weisen. Um das zu illustrieren hat Tristan Edwards zum direkten Vergleich nun auch mal ein durchaus unterhaltsames Video aus 90er-Jahre Internetberichten und aktuellen Mitschnitten von Vorträgen, Nachrichtensendungen und Fernsehdiskussionen zum Thema Bitcoin zusammengeschnitten.

Ich finde ja den Internet-Bitcoin-Vergleich ganz sympathisch. Irgendwas ist da dran meiner Meinung nach, aber mir wird das Argument ein bisschen zu häufig und zu unbedarft verwendet. Denn letztlich müsste man eigentlich mal das Internet von heute vergleichen mit dem Internet wie es sich die Netz-Enthusiasten in den frühen 90ern vorgestellt haben. Und ich bin mir nicht sicher, ob sie dabei über staatliche Regulierungsmaßnahmen wie Vorratsdatenspeicherung, NSA-Überwachung und YouTube- und Twitter-Sperren oder über die finanziell und inhaltlich zentralisierte Monopolstellung von Google, Amazon und Facebook so richtig amused wären.

Die wichtige Frage ist doch: Wenn Bitcoin das Internet des Geldes ist, wie kann dann verhindert werden, dass es künftig machtvolle zentralisierte Institutionen gibt, die letztendlich doch wieder manipulierenden Einfluss auf das ganze System nehmen können? Immerhin wird blockchain.info mittlerweile schon als Google des Bitcoin-Ökosystems bezeichnet.

Vielleicht sollte man das mehr als eine Warnung, denn als Ehrung auffassen.

How to steal bitcoin

Wer – wie ich – großen Wert darauf legt seine Bitcoins sicher aufzubewahren, sollte sich mit diesem hervorragenden Blogpost hier beschäftigen: How to steal Bitcoin.

Anstatt nämlich den Leser mit unzähligen Du-must-Vorschriften und allerlei semi-klugen Tipps zu überfordern, geht der Autor den elegant Weg einfach mal die theoretische Perspektive eines potentiellen Bitcoin-Diebes einzunehmen, der nach einem simplen Weg sucht die Dummheit anderer Bitcoin-User auszunutzen um schnellen Profit zu machen.

Der Leser wiederum kann so – anstatt eine öde mach-dies-nicht-mach-das-nicht-Sicherheitsbelehrung über sich ergehen zu lassen – selbst entscheiden, ob es bspw. gut ist ein eh schon unsicheres Passwort als Grundlage für den eigenen Private Key zu nehmen und das ganze auch noch bei einem zwielichtigen Online-Generator machen zu lassen. Ist natürlich ein Extrembeispiel und keiner von uns wäre einfältig genug darauf reinzufallen, oder?

Und selbst wenn nicht, lernt man beim Lesen dieses Artikels mit dem etwas anderen Dreh ganz nebenbei ein paar Fakten über die Funktionsweise von Bitcoin-Adressen, die man – Stichwort Transferwissen – mit Sicherheit auch in anderen Situationen gebrauchen kann, wenn bspw. niemand vertrauenswürdiges da ist, den man fragen kann. Denn letztlich gewinnt der, der nicht auf die Hilfe anderer angewiesen ist, sondern eigenständig die beste Entscheidung für die Sicherheit seiner Bitcoins treffen kann.

Bildnachweis: “SBC6120 and Morrow Designs terminal setup” Flickr-User vaxomatic (CC BY 2.0)

Geckos wissen, wer der Altcoin-Babo ist!

Über die Schwierigkeit der Vergleichbarkeit von Altcoins habe ich ja schon mehrfach, zum Beispiel hier und da, geschrieben. Das Problem ist nach wie vor, dass sich die Wertigkeit von Altcoins nur sehr schwer operationalisieren lässt. D.h. es gibt außer der Marktkapitalisierung (Anzahl der Währungseinheiten multipliziert mit dem Wert einer Einheit) bisher kaum feste Parameter, anhand derer die verschiedenen Coins verglichen werden können bzw. gibt es da schon ein paar Ansätze, aber wie misst man denn eigentlich die Leistungsfähigkeit einer Community, die hinter einem bestimmten Coin steht?

Diesem Problem hat sich nun www.coingecko.com angenommen. Mit Hilfe einer nachvollziehbaren Methodik sollen sich dort ab jetzt verschiedene Altcoins nach unterschiedlichen Kriterien ranken lassen:

  • Developer (Uses development activity on public source code repositories (eg. Github))

  • Community (Looks at discussions and popularity of a coin from social media and forum content (eg. Bitcointalk, Reddit)

  • Liquidity (Looks at the cryptocurrencies‘ trading activity on all major exchanges)

Das Ganze mündet dann in den sogenannten Gecko-Score, quasi der all in one-Leistungsindex für Altcoins.

Noch ist die Seite im Aufbau und vielleicht guckt da ja bald auch noch mal ein Grafikdesigner drüber, der dem Ganzen ein bisschen mehr optische Substanz verleiht, denn es steckt viel Arbeit in der Seite und das soll man ihr ruhig ansehen dürfen. Und nützlich ist der Service auch. Vor allem, wenn man sich mal ein Bild zu einem Coin machen will, der nicht in den Top 5 zu finden ist.

Es wunder mich übrigens tatsächlich, dass es bisher noch gar keinen GordonGekko-Coin gibt, eine Art Geckocoin gibt es zwar schon, der hat aber weder was mit Michael Douglas noch mit CoinGecko zu tun.

Destruktive Bitcoin-Gamification

Was genau der Advanced Bitcoin Simulator tatsächlich sein will, ist mir noch nicht ganz klar. Ich meine, was er auf den ersten Blick bietet, ist recht schnell beschrieben: Als Spieler schlüpft man in die Rolle eines unbedarften Bitcoiners, durchlebt noch einmal die Geschichte rund um Bitcoin der letzten sechs Monate und scheitert am Ende ganz kläglich, weil man auf falsche Versprechen/dubiose ASIC-Anbieter/inkompetente Bitcoin-Börsen/undurchsichtige Investments reinfällt und jeden erdenklichen Anfängerfehler macht, den man beim Thema Bitcoin machen kann.

bitcoingame3

So weit so gut, aber was steckt nun dahinter? Was ist die Message? Künstlerische Aufklärung? Eine gamifizierte Warnung? Die Verbitterung des Programmierers? Das wird bei dem Ganzen nicht klar, denn letztlich bietet das Spiel gar keine Handlungsalternativen. Man kann als Spieler nur dumme Sachen machen, den Verstand zu benutzen ist per Regelwerk nicht vorgesehen. In solch einem Setting ist das Scheitern vorprogrammiert, der Spieler wird künstlich verdummt. Falls das beabsichtigt ist, worin liegt dann der didaktische Ansatz? Soll das Spiel einfach nur eine Bitcoin-Enthusismus-Bremse sein? Ein spielerischer Spielverderber?

bitcoingame

Aus seinen Fehlern lernen kann man in dem Spiel auf jeden Fall nicht, es stehen auch beim zweiten Versuch nur die selben einfältigen Handlungsoptionen zur Auswahl. Das erneute Scheitern ist unvermeidlich. Warum hier nicht einen Shut down laptop-Button als unaufdringliches zusätzliches Element einbauen? Als augenzwinkernden Hinweis, als spielerische Option dem Setting des destruktiven Bitcoin-Hamsterrades zu entkommen.

Das Spiel zeigt ja durchaus richtig intelligente Ansätze, wenn man z.B. bei dem Versuch die in Wahrheit unerreichbaren positiven accomplishments zu erfüllen, immer mehr negative sammelt, aber für einen signifikanten edukativen Mehrwert reicht das alleine nun mal nicht.

bitcoingame2

Immerhin wurde die offensichtlich reichlich vorhandene pessimistische Kreativität für viele ironischen Anspielungen und Insider-Humor genutzt. So lohnt es sich zumindest für Spieler, die sich etwas besser mit der Bitcoin-Thematik auskennen, den Advanced Bitcoin Simulator immerhin einmal durchzuspielen.

Mein persönlicher Lieblingssatz ist ja dieser hier:

„On bitbuddychat they’re saying that a pair of wealthy twins have started investing in bitcoin. The twins are famous for having not invented social media. Their interest is seen as good news for bitcoin.“

Bitcoin-Feature mit Goldgräberstimmung

Das heutige Posting ist besonders geeignet für diejenigen unter uns, die sich noch ein bisschen vom Wochenende erholen müssen. Denn wenn es nicht unbedingt sein muss, sehe ich gar keinen Grund zu Beginn der Woche gleich alle Sinne auf einmal in Alarmbereitschaft zu versetzen. Wir fangen deshalb erst einmal nur mit den Ohren an und die Augen können noch einmal für knapp zwölf Minuten Pause machen.

Bei Radio Corax ist nämlich ein kurzes Feature erschienen, dass sich dem Thema Bitcoin auf rein hörspielerische Art nähert. Grundidee ist dabei der Vergleich vom Bitcoin-Minen mit der historischen Goldgräberstimmung Alaskas. Was mir an dieser Umsetzung besonders gut gefällt, ist, wie die Autorin ihre Geschichte auf Originaltöne aus einem alten Goldrausch-Film oder -Hörspiel gründet. Aber macht euch mit den Ohren ein eigenes Bild:

Das Feature steht übrigens unter Creative Commons-Lizenz und wer mag kann es hier herunterladen.

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