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Bitcoin verstehen mit gutem Gewissen

Bitcoins in unter fünf Minuten zu erklären ist eine echte Herausforderung. Patrick Briggs und Matthew Rials, zwei Studenten und Mitglieder der Stanford Bitcoin Group, haben sie angenommen und ihre Website trybtc.com löst das Problem auf elegante Weise.

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Anstatt langer Texte, komplexer Slides oder überladener Infografiken lassen sie den User einfach selber machen. Ganz nach dem Motto: „Hier hast du eine Wallet und ein paar Bitcoins, versuch doch mal, ob du sie einer wohltätigen Organisation spenden kannst.“

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Die Methode würde ich einfach mal aktive, handlungsorientierte Bitcoin-Pädagogik bezeichnen und ist meines Erachtens der richtige Weg dem Thema Bitcoin das Grauen der Technikkomplexität etwas zu nehmen. Was mir auch sehr gut gefällt: es sind noch mehr Tutorials auf trybtc.com  geplant.

Global Bitcoin Alliance

Auf der Inside Bitcoins Konferenz im Februar offiziell vorgestellt, nun endlich auch mit der Website online: die Global Bitcoin Alliance.

Hinter der GBA steht ein engagiertes internationales Team – der Begriff global ist in diesem Fall also durchaus passend –  und als ebensolch eine globale Plattform soll die GBA all diejenigen miteinander vernetzen, die sich weltweit für Bitcoin engagieren und einen besseren Austausch untereinander ermöglichen. Ob regionale Bitcoin-Organisationen, Konferenzen oder Meetups, wer künftig irgendwo Ansprechpartner und Informationen sucht, soll nur noch eine Anlaufstelle brauchen.

GBA

Das Projekt ist insofern ambitioniert, als dass alle Aufgaben auf freiwilliger Basis bearbeitet werden und auch die Finanzierung basiert zunächst nur auf Spenden. Das ist zwar konsequent im Hinblick auf die hinter Bitcoin stehenden demokratischen Ideale, kann aber dazu führen, dass bestimmte Aufgaben auch mal etwas länger liegen bleiben.

Und auch wenn man bezüglich der Usability hier und da noch ein bisschen nacharbeiten kann, macht die Seite schon jetzt einen sehr guten Eindruck. Wenn nun noch die Community dazu angeregt werden kann ihre Inhalte einzupflegen und aktuell zu halten, könnte die GBA durchaus was werden.

Follow the coin

Fred Marion hat auf Crypt.la eine Übersicht erstellt über die 100 relevantesten Altcoins gemessen an ihrer Social Media Präsenz auf Facebook, Twitter und Reddit. Ein durchaus interessanter Ansatz, da Größe und Vitalität einer Community ohne Frage als Faktoren für den langfristigen Erfolg eines Coins gelten. Bitcoin ist dieser Liste nach wenig überraschend auch im Bereich Social Media obenauf, gefolgt von Dogecoin mit fünfmal mehr Gesamt-Followern als der drittplatzierte Litecoin. Von Cryptogenic Bullionon (Platz 7) habe ich übrigens zuvor tatsächlich noch nie gehört gehabt.

Interessanter wird die Liste noch, wenn man sie mit der häufiger verwendeten Rangliste bezüglich Marktkapitalisierung vergleicht, die die Währungen nach dem Gesamtwert aller im Umlauf befindlichen Einheiten sortiert. Ripple, Peercoin und Auroracoin beispielsweise liegen dort anstatt auf Platz 14, 17 und 28 allesamt in den Top 5, Cryptogenic Bullionon hingegen nur auf Platz 56.

Welche Schlüsse lassen sich aber nun daraus ziehen? Zunächst einmal keine definitiven, dafür sind beide Statistiken methodisch zu schwammig. Man kann sie aber zumindest nutzen um ein paar Tendenzen oder zumindest Hinweise auf die derzeitige Bedeutung bestimmter Altcoins zu gewinnen. Dafür hätten wohl aber auch die ersten 50 Plätze gereicht, wenn nicht sogar die Top 30.

Whassup, Bitcoin?

Wie viele Bitcoin-Tweets gehen gerade mit welchen Stichworten durchs Netz? In welchem Land wird am häufigsten nach Bitcoin gegoogelt? Welches Bitcoin-Topic wird auf in den letzten 10 Minuten auf Reddit am meisten kommentiert?

Nicht alle diese Fragen sind existenziell, außer man ist, sagen wir mal, Journalist, hat eine Deadline im Nacken und sucht nach recht spezifischen Antworten. Die Echtzeit-Monitoring-Website whatsupbitcoin.com könnte in diesem Fall die Anlaufstelle erster Wahl sein. Aber nicht nur dann, denn auch sonst bietet sie eine Reihe interessanter Suchfilter um die feilgebotenen Datensammlungen noch spezifischer nach den eigenen Bedürfnissen aufzubereiten. Und selbst falls mal keine Deadline droht, man aber dennoch den Überblick behalten will, können für die langfristige Nutzung auch individuelle Alerts eingerichtet werden.

Auf alle Datenfragen bietet whatsupbitcoin.com zwar keine Antworten – eine Facebook-Auswertung fehlt beispielsweise noch – die Seite ist aber dennoch eine durchaus nützliche Erweiterung im Zusammenspiel mit anderen Bitcoin-Daten- und Statistiktools.

Die Altcoin-Schwemme

Das mit den Altcoins ist so eine Sache. Klar ist es von Vorteil, wenn es sinnvolle Alternativen zu Bitcoin und Litecoin gibt, allerdings ist bei weitem nicht jeder Altcoin auch wirklich eine Bereicherung der kryptografischen Währungswelt. Von 1:1-Plagiaten über PR-geile Meme-Variationen bis hin zu Viren- und Trojanerschleudern ist die bunte Welt der Altcoins eine nahezu komplett anarchische und experimentelle Kryptospielwiese mit allen dazugehörigen Auswüchsen irgendwo zwischen Darwinismus und freiem Markt.

Zum Glück ist die Halbwertszeit vieler Altcoins begrenzt und wer auf Nummer Sicher gehen will, sollte die meisten einfach ignorieren, solange sie nicht ein bestimmtes Marktvolumen erreicht, eine vitale Community aufgebaut oder an mehr als einer der größeren Altcoin-Börsen gehandelt werden.

Für Risikoliebhaber kann es jedoch von Vorteil sein sich schon früh mit den Newbies auf dem Altcoin-Markt zu beschäftigen, denn viele early adopters sehen in der Anfangsphase eines Altcoins – Stichwort pump & dump – die lukrativsten Gewinnaussichten. Dafür muss man natürlich wissen, wann der nächste vielversprechende Altcoin auf den Markt kommt. Diesen Service bietet coincalendar.eu

Altcoin Kalender

Rückblickend ist der Service frei zugänglich, der Blick in die Altcoin-Zukunft jedoch nur gegen kostenpflichtige Registrierung möglich. Dafür können die Daten dann aber auch direkt in den eigenen Google-Kalender importiert werden. Angesichts der derzeitigen Altcoin-Schwemme könnte das aber leicht unübersichtlich werden, zumindest bis eine reinigende und unausweichliche Altcoin-Konsolidierung einsetzt.

Wer diese im Übrigen noch ein bisschen rauszögern möchte, kann das Angebot von Coingen nutzen um sich für eine Handvoll Bitcoins mit ein paar Klicks seinen eigenen Altcoin zusammenbasteln zu lassen.

Bitcoin-Volatilität

Eines der am häufigsten genutzten Argumente gegen Bitcoin ist seine vergleichsweise hohe Volatilität, also die Schwankungen im Wert. Betrachtet man die vergangenen zwölf Monate waren die Wechselkurs-Kapriolen beim Bitcoin tatsächlich enorm und bewegten sich in einem Rahmen zwischen zehn und über 1.000 US-Dollar. Für die letzten 30 Tage ist die durchschnittliche Preisschwankung hingegen viel niedriger, liegt aber dennoch deutlich über den relativ stabilen Werten von Gold, Euro und Dollar.

Alles also eine Frage des statistischen Blickwinkels und grundsätzlich muss eine hohe Volatilität ja nicht unbedingt schlecht sein. Immerhin könnte der Kurs – für spekulative Anleger von Interesse – auch große Sprünge nach oben machen. Für die allgemeine Etablierung von Bitcoin in Handel und Gesellschaft ist tatsächlich jedoch eine verlässlich niedrige Volatilität von Vorteil, da der Einsatz von Bitcoin im Alltag ähnlich wie bei Euro und Dollar vor allem auf Vertrauen in seine Wertstabilität beruht.

In jedem Fall lohnt es sich aber die allegemeine Preisschwankung des Bitcoin im Auge zu behalten und eine gute Möglichkeit dafür bietet die Website btcvol.info. Sie stellt die jeweils aktuelle Volatilität der letzten 30 Tage dar und bietet zusätzlich eine Übersicht über die langfristige Indexentwicklung. Grundlage ist dabei der Wechelskurs Bitcoin zu US-Dollar. Hier noch ein Snippet der Website:

Why is volatility important?

Volatility means that an asset is risky to hold—on any given day, its value may go up or down substantially. The more volatile an asset, the more people will want to limit their exposure to it, either by simply not holding it or by hedging. Volatility also increases the cost of hedging, which is a major contributor to the price of merchant services. If Bitcoin volatility decreases, the cost of converting into and out of Bitcoin will decrease as well.

What definition of volatility does btcvol.info use?

The standard deviation of daily returns for the preceding 30-day window. This is a measure of historical volatility based on past Bitcoin prices. When the Bitcoin options market matures, it will be possible to calculate Bitcoin’s implied volatility, which is in many ways a better measure.

Open Coinmap

Wer schon immer wissen wollte, wo er eigentlich seine ganzen  Bitcoins (BTC) und/oder Litecoins (LTC) ausgeben kann, der sollte sich die Seite www.coinmap.org als Lesezeichen speichern.

Auf der Karte werden alle Geschäfte angezeigt, die mindestens eine der beiden digitalen Währungen akzeptieren und über Geschäfts- oder Ladenräume verfügen, die man als Kunde besuchen kann. Das schließt zwar den Großteil aller Bitcoin-/Litecoin-Anbieter aus, denn es liegt in der Natur der Sache, dass die meist nur im Netz zu finden sind, macht die digitalen Währungen im Gegenzug aber sehr viel „Real-Life“-tauglicher und auch nutzerfreudlicher, wenn nicht ständig Links zu dubiosen Online-Bitcoin-Casinos pop-upen und werbeflimmern.

Mehr als 2500 BTC-Läden (ca. 220 LTC-Läden) sind weltweit schon in die Karte eingetragen und da das Ganze auf OpenStreetMap basiert, kann auch jeder neue Geschäfte und Läden in die Karte eintragen.