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Noch mehr Bitcoin-Konferenz- und Event-Tipps

Weil ich gestern erst auf die Value of Bitcoin-Konferenz hingewiesen habe und in New York dieser Tage gerade der Mega-Crypto-Konferenz-Marathon stattfindet, bleiben wir der Vollständigkeit halber einfach noch kurz beim Thema mit zwei weiteren anstehenden Bitcoin-Event-Empfehlungen.

Blockchainhotel Konferenz 2019, Essen

Da wäre zum einen am 30. und 31. Mai die dritte Ausgabe der Blockchainhotel-Konferenz, dem jährlichen „Bitcoin- und Krypto-Klassentreffen“ in Essen.

Auch wenn Bitcoin hier nicht namengebend ist, handelt es sich in meinen Augen dennoch im Kern um eine Bitcoin-Konferenz. Das ist nämlich der mit Abstand größte gemeinsame Nenner, der die Community an diesen zwei Tagen zusammenbringt.

Dieses Jahr bereits zum dritten Mal: Die Blockchainhotel Conference

Ich war die letzten beide Mal dort und werde auch dieses Mal kurz wieder vorbeikommen, weil es wirklich ein schönes Community-Event ist und man immer interessante und abgefahrene Leute trifft, die man sonst nirgendwo trifft.

Wer auch noch kommen mag – mit dem Code Coinspondent25 gibt es 25 Prozent Rabatt aufs Ticket.

5th Lightning Hackday, München

Direkt im Anschluss, am 1. und 2. Juni, findet dann in München der fünfte Lightning Hackday statt. Mittlerweile kann man diese Veranstaltungsreihe ja durchaus als renommierte Institution bezeichnen, die beste Werbung für den Bitcoin/Lightning-Standort Deutschland macht (hier mein Artikel über den dritten Lightning Hackday vergangenen Herbst).

Findet bereits zum fünften Mal statt: Der Lightning Hackday

Regelmäßig versammelt sich hierbei die internationale Szene und es würde mich wundern, wenn Elizabeth Stark, CEO von Lightning Labs, wie gerade in New York verkündet als Ort für die erste richtig große Lightning-Konferenz Mitte Oktober von allen Städten dieser Welt rein zufällig Berlin ausgesucht haben sollte. Nachtigall ick hör dir trapsen!

Tickets für den Lightning Hackday gibt’s ab fünf Dollar und wer dann eh schon in München ist, bleibt am besten gleich noch für die Value of Bitcoin Konferenz am nächsten Tag und alle weiteren Termine der dortigen Bitcoin Festival Week.

Vielleicht sehen wir uns ja hier oder dort.

Value of Bitcoin – Was bestimmt den Wert von Bitcoin?

Der Bitcoin-Preis steigt rasant wie lange nicht mehr und viele wundern sich, warum? Waren die Schlagzeilen in letzter Zeit nicht denkbar schlecht?

Bitcoin-Kurs der vergangenen 6 Monate, Quelle: Finanzen.net

Der Krypto-Börse Binance wurden immerhin 7000 Bitcoin gestohlen und deren CEO dachte in einer Kurzschlussreaktion kurzzeitig sogar laut über ein Zurücksetzen der Bitcoin-Blockchain nach. (Bei Bitcoin ein absolutes No-Go.)

Derweil kämpft Bitfinex, eine andere populäre Krypto-Börse, mit einem hausgemachten Finanzskandal und einer umfassenden Anklage aus New York, in deren Aufarbeitung immer mehr pikante Details über den besorgniserregenden Umgang mit Kundengeldern und -daten ans Licht kommen.

Und nicht zuletzt steigt auch der politische Druck auf Bitcoin. Der Kongressabgeordnete Brad Sherman wirbt um Unterstützung bei seinem Ziel, alle Kryptowährungen zu verbieten. Diese würden die auf dem Dollar basierende ökonomische und politische Vormachtsstellung der USA gefährden.

Was bestimmt den Wert von Bitcoin?

Doch offensichtlich haben all diese Events keinen sonderlich negativen Einfluss auf den Bitcoin-Preis. Sonst würde dieser wohl nicht, wie am vergangenen Wochenende innerhalb eines Tages um mehr als 1000 US-Dollar steigen.

Wobei manche jedoch behaupten, dass sich Aussagen wie die von Brad Sherman, ob ihrer enttarnenden „Ich hab die Hosen voll“-Ehrlichkeit, keineswegs negativ, sondern vielmehr positiv auf den Preis auswirkten. Immerhin zeigten solche Statements, dass Bitcoin funktioniere. Im viel zitierten Mantra: „First they ignore you, than they laugh at you, than they fight you, than you win“, hätte Bitcoin damit nämlich die dritte von vier Eskalationsstufen erreicht.

Doch sind genau das die Fragen, die aktuell noch viel zu wenig diskutiert werden: Was ist eigentlich dieses Bitcoin? Warum wächst es immer weiter? Welchen ökonomischen und politischen Platz könnte und wird es in Zukunft einnehmen?

Value of Bitcoin-Konferenz in München

Genau diesem Thema widmet sich die Value of Bitcoin Anfang Juni in München. Eine Konferenz, die sich inhaltlich zwar auf den Wert von Bitcoin konzentriert, bei der der aktuelle Kurs aber nur eine untergeordnete Rolle spielt.

Ein bemerkenswertes Konzept, 2019 – im mittlerweile entzauberten Blockchain-Hype – eine reine Bitcoin-Konferenz auf die Beine zu stellen, bei der sich hochrangige und versierte Bitcoin-Befürworter und -Skeptiker in den Räumen einer Bank auf Augenhöhe begegnen. Ich habe Daniel Wingen, Bitcoiner aus München und Organisator der Konferenz, daher ein paar Fragen gestellt.

Mit der Value of Bitcoin-Konference organisierst du eine Top-Level-Konferenz, die sich explizit und nur auf Bitcoin konzentriert. Das ist ungewöhnlich. Immerhin haben in den vergangenen Jahren die meisten einen großen Bogen um Bitcoin gemacht und stattdessen „Blockchain“- oder „Crypto“-Konferenzen organisiert. Warum meinst du, dass 2019 wieder eine reine Bitcoin-Konferenz notwendig ist und funktionieren kann?

Die Idee für die Value of Bitcoin-Konferenz ist aus Gesprächen mit der BayernLB und Saifedean Ammous (Autor von The Bitcoin Standard,
Anm. d. R.) entstanden, da Dr. Ammous bereits letztes Jahr einen Vortrag bei der BayernLB vor Mitarbeitern und Kunden gehalten hatte und dieser sehr gut angekommen ist.

Auf Grund des stark ansteigenden internen Wissensbedarf bei der BayernLB aber auch deren Kunden, lag die Idee nahe, das Ganze etwas größer zu wiederholen und sich dabei ganz auf Bitcoin aus volkswirtschaftlicher und monetärer Perspektive zu konzentrieren.  Bitcoin ist nun seit über 10 Jahren „am Leben“ und es sieht aktuell nicht danach aus als würde das Netzwerk in absehbarer Zeit „sterben“ oder der Preis des Bitcoin-Token gegen Null gehen. Das sehen auch immer mehr institutionelle Investoren, Unternehmer, Ökonomen und Banker.

Die Notwendigkeit für eine solche Konferenz ergibt sich aus dem Bedarf auf Entscheider-Ebene, die notwendigen Informationen zu aggregieren, um einen guten Überblick zu erhalten. Dafür reichen die aktuell sehr oberflächlichen Informationen in der Management- und Finanz-Presse bei weitem nicht aus. Es gibt viel Kritik an Bitcoin und auf der anderen Seite viel tiefgreifende Forschung die positiven Ergebnissen hervorgebracht hat. Eine Konferenz auf der die verschiedenen auch kritischen Perspektiven eine Plattform erhalten, gab es bis her in der Form nicht. Es ist jedoch für Entscheidungsträger essenziell, sich möglicht viele divergierende Perspektiven und Meinungen anzuhören und zu verarbeiten, um zu einer eigenen Meinungen und damit fundierten Entscheidungen im Umgang mit Bitcoin gelangen zu können und durch proaktive Entscheidungen einen Wettbewerbsvorteil zu erlangen.

Die Konferenz heißt zwar Value of Bitcoin, doch spielt der aktuelle Kurs von Bitcoin inhaltlich weniger eine Rolle. Worum geht es dann?

Wir spielen mit den Namen eher auf den intrinsischen Wert bzw. potenziellen Nutzen des Bitcoins an und wollen besonders kontrovers und tief auf diesen Aspekt eingehen. Der Preis ergibt sich aus Angebot und Nachfrage und ist rein Markt-getrieben. Die große Frage dahin lautet jedoch: Was treibt die Nachfrage nach dem Bitcoin? Hier klaffen die verschiedenen Meinungen besonders stark auseinander.

Die Konferenz findet in den Räumen der BayernLB statt, du hast namhafte Experten aus der ganzen Welt gewinnen können. Wie schwer war es, dieses „Bitcoin only“-Event auf die Beine zu stellen? Musstest du für deine Idee kämpfen oder hast du offene Türen eingerannt?

Das ganz wäre ohne die BayernLB und Fidelity Digital Assets als Partner nicht möglich gewesen und diese haben stark dazu beigetragen, die Experten für die Veranstaltung gewinnen zu können. Tatsächlich haben wir zum einen – auch bei Kritikern – offene Türen eingerannt, aber zum anderen haben wir auch Antworten wie: „[…] kommt es einem so vor, als würden Sie BitCoin selbst als Investment Instrument verstehen und kritisch beleuchten wollen. Aber diese Schlacht ist doch nun schon lange geschlagen. BitCoin ist als Investment genauso gut wie jeder andere Pump and Dump Penny Stock. End of Discussion. […]“ erhalten.

Klares Statement, worum es bei der Value of Bitcoin-Konferenz nicht geht.
Die Zusammenstellung der Teilnehmer und Experten ist sehr facettenreich. Es kommen Wissenschaftler, Banker, Unternehmesvertreter, Technik-Experten und unter ihnen sind Bitcoin-Skeptiker, -Kritiker und -Befürworter. Was erhoffst du dir von dem Aufeinandertreffen dieser unterschiedlichen Meinungen und Perspektiven?

Ich selbst würde mich auch als sehr kritisch bezeichnen. Bevor ich eine Entscheidung treffe, hole ich mir möglich viele und tiefgreifende Informationen ein und wäge diese gegeneinander ab. Genauso gehe ich im Zusammenhang mit Bitcoin auch vor und hinterfrage meine Meinung über Bitcoin tagtäglich. Daher weiß ich wie wertvoll es ist gegenüber kritischen Meinungen offen zu sein und selbst zu prüfen ob sie auf Basis des bereits angesammelten Wissens valide sein könnten.

Dieser Prozess ist jedoch sehr aufwendig und zeitintensiv und viele Entscheidungsträger haben nicht den Luxus wie du und ich, sich so intensiv mit der Materie auseinanderzusetzen. Die Value of Bitcoin-Konferenz bietet Ihnen die Möglichkeit, innerhalb von einem Tag so tief in die Materie einzusteigen wie es ansonsten nur durch wochenlange oder gar jahrelange Recherchen möglich wäre. Ganz nach dem Motto: „Don’t trust, verify!“ 

Die Konferenz richtet sich an Entscheidungsträger aus dem Finanz- und Wirtschaftsbereich – bewusst auch an Vertreter eher konservativer Institutionen. Warum gerade diese Zielgruppe?

Das ist ganz einfach: Hier gibt es einen massiven Bedarf, viele offene Fragen rund um Bitcoin beantworten zu können. Man kann die Beantwortung dieser Fragen zwar aufschieben, aber der Drang eigene Antworten zu finden und Entscheidungen zu treffen wird immer größer, je mehr Unternehmen und Institutionen sich öffentlich zu Bitcoin äußern und in dem Bereich aktiv werden.

Die Konferenz ist ein vergleichsweise exklusives Event. Die Ticketpreise sind hoch, die Teilnehmeranzahl ist begrenzt. Trotzdem sind die Diskussion und die Ergebnisse auch für die Community interessant. Wird es einen Livestream oder Mitschnitte geben oder sollen die Teilnehmer in einem „geschützten Raum“ unter sich bleiben?

Der Mehrwert der Veranstaltung entsteht vor allem durch die extrem hohe Dichte an divergierenden aber vor allem fundierten Informationen. Das ist besonders wertvoll für Teilnehmer, welche nicht die Zeit haben sich intensiv und tagtäglich mit dem Thema zu beschäftigen.

Aus verschiedenen Gründen wird es leider keinen Livestream geben, aber für die Community machen wir in München am Folgetag ein Meetup mit dem Titel „The VoB Conference in Retrospect“, welches sehr wahrscheinlich live gestreamt wird.

Wir werden jedoch eine Handvoll Tickets an die Community rausgeben. Der Ticketpreis hierfür ist auf einem Level mit Baltic Honeybadger/Breaking Bitcoin. Interessenten können sich mit Ihrer Bewerbung gerne direkt an mich wenden.

#BTCM – Das Bitcoin- & Krypto-„Klassentreffen“ in Essen

Ich war am Samstag in Essen auf dem (der?) #BTCM2018, einer ganz eigenen Mischung aus Crypto-Konferenz und internationalem Meetup, die es sonst wohl nirgendwo anders gibt.

Denn die bunte und sehr interessante Durchmischung der Teilnehmer und Speaker zusammen mit der unaufgeregten Einfach-Machen– und Get-Lost/Get Found-Atmosphäre der Location, dem Unperfekthaus, sorgen für einen Charme, bei dem man sich ganz schnell wohl fühlt und mit Leuten ins Gespräch kommt, die man wohl nirgendwo anders direkt beieinander treffen würde: Miner, Gründer, Aktivisten, Neulinge, Cypherpunks, Anwälte, Blogger – aus allen Ecken war jemand da und alle haben sich – teils hitzig, aber immer auf Augenhöhe –  miteinander ausgetauscht.

Was die (das?) #BTCM2018 nun schon zum zweiten Mal zu so etwas wie dem inoffiziellen Klassentreffen der lokalen, aebr eben auch internationalen Bitcoin- und Krypto-Szene macht. Neben dem HCPP, den Breaking Bitcoin bzw. Building on Bitcoin-Konferenzen und der Baltic Honeybadger ist die (das?) #BTCM2018 damit wohl eines der nahbarsten und authentischsten Bitcoin-Events.

Wenngleich Bitcoin-Maximalisten im Programm wohl eine etwas zu hohe „Blockchain“ und ICO/Tokensale-Ankündigungs-Quote monieren würden.

Doch ist das Programm, wie so oft, letztlich auch hier nur der offizielle Anlass, sich zu treffen. Das, was am Ende in Erinnerung bleibt, passiert ohnehin abseits der Bühne. Bekannte Gesichter (wieder-)treffen), Raum für ungezwungene Off-Topic-Diskussionen, ein Gefühl für Stimmungen, Tendenzen und Meinungen kriegen und sich selbst für neue Projekte, Artikel und Formate inspirieren lassen.

Mir bleibt jedenfalls, auch wenn ich leider nur kurz da sein konnte, vieles in sehr guter Erinnerung.  Und sollte die (das?) #BTCM auch 2019 noch einmal stattfinden, komme ich gerne wieder.

Dann aber definitiv ohne die „Unterstützung“ der Deutschen Bahn.

#BTCM – Blockchain-Konferenz & Meetup in Essen

Vor einiger Zeit hatte ich bereits über das BlockchainHotel in Essen berichtet, nun steht auch das Programm für die angekündigte Konferenz, das Blockchain Tech Crypto Meetup am 15. und 16. September, online.

Der Name ist zwar etwas sperrig, aber nicht ohne Grund gewählt. Zum einen wollten die Veranstalter wohl gerne BTC ins eigene Akronym integrieren. Zum anderen soll der Name die Ausrichtung klar machen. Denn diese Meetup-Konferenz richtet sich nicht nur an Business-People, sondern soll auch der breiten Community eine Chance geben, sich mal wieder zu treffen und auszutauschen. Idealerweise kommt es zu einer Durchmischung, von der alle profitieren.

Business meets Crypto-Szene

Insofern eröffnen Programm und Location zum einen Raum für ein großes Klassentreffen der hiesigen Bitcoin- und Kryptowährungs-Szene. Zum anderen geht es um konkrete Inhalte für Einsteiger und Fortgeschrittene und hierbei wird es dann auch international. Wobei mich in diesem Zusammenhang ganz besonders freut, dass ein bemerkenswert großer Programmteil von afrikanischen Speakern abgedeckt wird. Das scheint mir wirklich ein Alleinstellungsmerkmal und ist vor allem für mich als Journalist besonders interessant.

Ich werde jedenfalls auch vor Ort sein und wer ebenfalls kommen will, kann sich 10 Prozent des Ticketpreises sparen, wenn er/sie den Couponcode „COINSPONDENT“ benutzt.

Im Ruhrpott eröffnet das erste Blockchain-Hotel

Als ich das erste Mal von der Idee eines BlockchainHotels hörte, war ich irritiert. Verständlicherweise, denn  in den vergangenen Monaten wurde der Begriff „Blockchain“ immer wieder wild mit allem Möglichen kombiniert, um zu schauen, ob sich die daraus entstehenden, teils kuriosen Mixturen irgendwie zu Geld machen lassen.

Drei gute Gründe für das Blockchain Hotel

Mittlerweile habe ich mich aber davon überzeugen lassen, dass es vielleicht doch gar keine so skurrile Idee ist, ein monothematisches Schulungs- und Tagungshotel rund um Bitcoin- und die Blockchain aufzubauen. Denn erstens ist die Nachfrage nach guten Bildungsangeboten zu dem Thema groß. Zweitens ist das Konzept erprobt. Mit dem Linux-Hotel gibt es nämlich (trotz dieser Website!) bereits ein erfolgreiches Vorbild und „Schwester“-Hotel. Und drittens steckt hinter dem BlockchainHotel nicht irgendwer, sondern die umtriebigen Jungs, die auch die Website bitcoin-treff.de ins Leben gerufen haben, nachdem sich localbitcoins aus dem deutschen Markt zurückgezogen hatte.

BlockchainHotel Karte
In Essen, mitten im Ruhrpott eröffnet das erste BlockchainHotel

Hotel plus Konferenz + Meetups + Schulungen

Künftig wollen die Betreiber das BlockchainHotel also nutzen, um dort selbst Workshops, Meetups und Konferenzen zu veranstalten, aber auch anderen eine All-Inclusive-Lösung für Bitcoin- und Blockchain-Veranstaltungen zu geben.

Noch ist das Hotel im Aufbau, aber die ersten Events stehen bereits fest. Am 15. und 16. September findet eine Konferenz statt, in der Woche davor gibt es die ersten Schulungen und Workshops, die man zusätzlich besuchen kann und ab kommendem Montag findet dort monatlich ein thematisches Meetup statt.

Bei der Konferenz werde ich dann übrigens auch vor Ort sein und mir selbst ein Bild machen können. Nach allem, was ich bisher gehört habe, steckt aber bereits jetzt viel Arbeit, Energie und Herzblut in dem Projekt.

Consensus 2017 – ein ausreichender Rückblick

Mit Bitcoin- und Blockchain-Konferenzen ist das so eine Sache. Erst gab es wenige. Dann schossen Sie wie Pilze aus dem Boden. Zwischenzeitlich gab es verteilt über die ganze Welt so viele, dass die Inhalte komplett austauschbar wurden und nun sehen wir seit einiger Zeit einen Konsolidierungsprozess.

Consensus – Eine Konferenz sie alle zu binden?

Großer Gewinner desselben ist ohne Frage die Consensus-Konferenz, die vor Kurzem nun bereits zum zweiten Mal in New York stattfand und sich immer mehr als zentrales Krypto-Branchen-Event etabliert. Zumindest ist die Nachfrage trotz stattlicher Ticketpreise so groß, dass kommendes Jahr wohl die Teilnehmerzahl auf 5000 verdoppelt werden soll.

Wobei das jedoch wenig überrascht, angesichts der Tatsache, dass die Marktkapitalisierung aller Krypto-Projekte zusammen gerade die 100 Milliarden US-Dollar-Marke geknackt hat.

In jedem Fall aber habe selbst ich kurz überlegt, ob ich im kommenden Jahr zur Consensus 2018 nach New York reisen sollte. Und das, obwohl ich den Newsletter des Consensus-Hausmediums Coindesk ob dessen unglaublich anstrengend-penetrantem Konferenz-Marketing gekündigt habe.

Alles, was man zu Consensus 2017 gelesen haben muss

Dann aber habe ich mit großer Freude den Consensus 2017 Recap von WhalePanda gelesen und dachte mir: So lange jemand anderes solch lesenswerte Zusammenfassungen schreibt, kann ich mir die Reise vorerst doch noch sparen.  Zitat:

„The opening show was cringeworthy. In case you missed it you can still watch it here from my live stream (bad quality). I was sitting in the back together with Fran and Tuur and we all had the feeling it was the start of a Onecoin conference.“

Wer dagegen lieber die offizielle Berichterstattung lesen möchte: Coindesk hat den Rest der Haus-Konferenz selbstverständlich hinreichend abgedeckt.

„Fokustag Blockchain“ auf der DigIT

Heute bin ich zu Gast beim Fokustag Blockchain der DigIT Banken und Versicherungen, einer Konferenz bei der es um die Digitalisierung der Finanz- und Versicherungsbranche geht.

Dafür habe ich die Taschen wieder voller Paper Wallets, denn ich mache einen Bitcoin-Praxisworkshop. Wobei ich sehr gespannt bin, wie der ankommen wird bzw. ob der überhaupt nötig ist. Denn schaut man sich das Programm an, sollte man meinen, dass ein Bitcoin-Praxiskurs in diesem Umfeld schon geradezu banal einfach ist. Immerhin geht es hier sonst um Core Banking mit Ethereum, Smart Contracts und Alternative Blockchain Applications.

Das ist jedoch alles sehr abstrakt und die Erfahrung zeigt, dass viele, die sich aktuell mit dem Hype-Thema Blockchain befassen (müssen), selbst noch viele unbeantwortete Fragen zu Bitcoin haben bzw. nicht wissen, wie Bitcoin und die Blockchain zusammenhängen.

Insofern schauen wir mal. Die erste eigene Bitcoin-Transaktion ist immer wieder eine beeindruckende Erfahrung. Und CEOs, CTOs, CFOs und all die anderen Entscheider sind ja auch nur Menschen.

Die Republica, Blockchain und Bitcoin für alle!

Seit Jahren kritisiere ich nun schon, dass die Republica als Netz-, Kultur- und Gesellschaftskonferenz einen markanten blinden Fleck in ihrem Themenspektrum hat, wenn sie einen so großen Bogen um das Thema Bitcoin macht, wie sie es die letzten Jahre gemacht hat.

Immerhin gab es 2015 nicht eine einzige Session, die sich mit Bitcoin und/oder der Blockchain auseinandergesetzt hat, obwohl es das Jahr war, in dem Banken auf einmal anfingen das Wort „Blockchain“ sexy zu finden, Investoren hunderte Millionen US-Dollar in Bitcoin Startups auf der ganzen Welt investierten und das öffentliche Interesse und die Medienpräsenz des Themas rasant zunahm.

Was lange währt …

Aber man soll die Hoffnung nicht aufgeben. Wie jedes Jahr habe ich daher ein paar Bitcoin-thematische Sessions vorgeschlagen und siehe da: auf der diesjährigen Republica wird es nicht nur eine, sondern gleich eine ganze Handvoll Talks, Diskussionen und Workshops zu Bitcoin und der Blockchain geben.

free bitcoins

Freie Bitcoins für alle!

Gemeinsam mit Christian Rotzoll und Annalena Kurth werde ich zum Beispiel einen Workshop mit dem schmissigen Titel: „FREE BITCOINS!!1! click here!“ durchführen. Wobei der Name absolut nicht übertrieben ist. Immerhin werden wir als quasi Real-Life-Faucet wirklich Bitcoins an die Workshop-Teilnehmer verschenken, Wallets installieren und dann gemeinsam die Blockchain für einen guten Zweck fluten.

Das wird nicht nur spaßig, sondern ist auch didaktisch der sinnvollste Weg. Denn Bitcoin selbst einmal in der Praxis nutzen zu können, ist erfahrungsgemäß für die meisten Menschen eine spannende, lehrreiche und begeisternde Erfahrung und der schnellste Weg einen Zugang zu dem Thema zu finden.

Kommt alle vorbei!

Zudem wollen die Session nutzen, um einen kleinen Anlaufpunkt für alle zu schaffen, die sich für Bitcoin interessieren. Falls Ihr also zufällig auch auf der Republica seid, kommt vorbei. Vielleicht brauchen wir die ein oder andere helfende Hand, vielleicht machen wir anschließend noch so etwas wie ein spontanes Meetup an der Bar, vielleicht überlegen wir uns auch noch eine weitere Aktion. Das entscheiden wir dann spontan (und wenn wir genau wissen, wann und wo die ganzen Sessions stattfinden)

Nach dem Klick noch die Liste mit den weiteren Bitcoin-/Blockchain-thematischen Vorträgen und Diskussionen. Manche davon klingen sehr theoretisch und abstrakt. Aber das ist ja bei vielen Republica-Sessions im Vorfeld so und muss nichts heißen.

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DLD16-Talks zu Bitcoin und der Blockchain

In München findet bis heute noch die diesjährige DLD-Conference (Digital-Life-Design) statt und weil sich die Macher nicht nur viele Gedanken um die personelle Zusammensetzung der Veranstaltung, sondern auch um die thematische machen, gab es gestern zwei Sessions zu Bitcoin und der Blockchain.

Zwei Bitcoin-/Blockchain-Sessions auf der DLD16

Zuerst hat Don Tapscott eine Viertelstunde über (die) Blockchain gesprochen: „It’s going to radically transform our society’s institutions.“ Sehenswert, weil er hier einen sehr guten Standpunkt vertritt, wie und als was man Bitcoin und die Blockchain sehen sollte. Nicht nur als Zahlungssystem oder Innovation für die Finanzmärkte, sondern als größte technische Erfindung einer gesamten Generation. Wer sich dessen noch nicht bewusst ist, dem hilft dieser kurze Talk, die eigene Denkelastizität zu trainieren.

Anschließend gab es eine Diskussion mit Simon Levene, Olaf Acker, Gideon Greenspan und Matthew Bishop zum Thema „Bitcoin, Blockchain – What’s The Buzz?“ Ebenfalls zu empfehlen, wenngleich man die Meinungen durchaus kritisch hinterfragen sollte. Der Begriff „Private Blockchain“ ergibt auch hier keinen Sinn (warum haben wir in der aktuellen Honigdachs-Folge besprochen).

Bemerkenswert ist jedoch, dass sich, auch wenn „man nicht so viel mit Bitcoin zu tun haben will„, das Gespräch im Kern doch immer um Bitcoin und die Bitcoin-Blockchain dreht.

Bitcoin zwischen den Zeilen

Soweit die expliziten Veranstaltungen zum Theme Bitcoin/Blockchain auf der DLD16. Implizit spielt beides natürlich noch bei einer Vielzahl anderer Sessions eine Rolle. Deswegen lohnt es sich auch darüber hinaus noch im YouTube-Kanal der DLD-Conference zu stöbern. Ich zum Beispiel schau mir jetzt noch „How will Journalism Survive?“ an und „Disrupt the Banks!“, sobald der Mitschnitt davon online steht.

Bitcoin & Blockchain auf der hub conference

Morgen, den 10. Dezember findet in Berlin die hub conference statt, der Trendkongress des Bitkom. Ich werde vor Ort sein, denn mit Bitcoin & Blockchain – the Finance Disruption“ gibt es eine Session, die mich ganz besonders interessiert. Und dass ich dabei nicht nur im Publikum sitzen werde, sondern gemeinsam mit Jens Wiechers (u.a. Dogecoin Foundation) und Steffen von Blumröder (Bitkom) auf dem Podium diskutieren darf, freut mich besonders.

Bitkom mit steiler Bitcoin-These zur hub conference

Der Bitkom hat dabei vor wenigen Tagen selbst dafür gesorgt, dass die Session auch ein ordentliches Siedesteinchen hat, an dem wir uns hochkochen können. Pünktlich vor der hub conference hat er die Ergebnisse einer in Auftrag gegebenen Studie veröffentlicht, in der 102 Geschäftsführer bzw. Vorstandsmitglieder deutscher Finanzunternehmen zu Bitcoin befragt wurden. Fazit: „Finanzexperten geben Bitcoins nur geringe Chancen“. Wenn diese These keine spannende Runde verspricht …

Wer ebenfalls vor Ort ist: die Session startet um 13:05 Uhr auf der Black Stage. Wer Lust hat, sich davor oder danach zu treffen, twittert mich am besten kurz an. Ansonsten: Nachberichterstattung folgt.