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Veranstaltungstipp: Lightning Hackday #3

Ich habe hier im Blog schon häufiger über Lightning berichtet, die meist beachtete und auch interessanteste Skalierungsoption für Bitcoin.

Um das Konzept dieses Second-Layer-Protokolls und dessen Potential und Status Quo besser zu verstehen, war ich selbst vor einiger Zeit beim ersten Lightning Hackday in Berlin, einem der besten Events zu diesem Thema. Nicht nur regional, sondern mittlerweile auch global. Denn zum bevorstehenden Lightning Hackday #3 wird die Sprecher- und Teilnehmerliste immer ausgewählter, hochwertiger und internationaler.

Null-„Blockchain“-Business-Bullshit-Quote

Und da der Lightning Hackday bisher eine der ganz wenigen Veranstaltungen mit Null-„Blockchain“-Business-Bullshit-Quote ist, weise ich gerne auch noch einmal explizit auf die kommende Veranstaltung hin. Dieses Mal erstmals mit einem vorgelagerten Hackathon am 31. August und dem eigentlichen Hackday mit Barcamp, Fachvorträgen und den Ergebnissen des Hackathons dann am 1. September. Das Ganze wieder in Berlin.

Bemerkenswert ist dabei auch, dass das Event kostenlos ist für die, die das wollen. Wer es sich jedoch leisten kann und die Veranstalter unterstützen will, darf den eigentlich symbolischen Ticketpreis aber auch bezahlen.

Aktueller ⚡Lightning⚡-Zwischenstand

Nicht nur der Bitcoin-Kurs hat in den letzten Tagen wieder ordentlich Aufwind bekommen und ist innerhalb eines Monates um rund 2000 US-Dollar auf über 8000 US-Dollar geklettert (u.a. durch neue Spekulationen um Bitcoin ETFs). Auch das Bitcoin-basierte Lightning-Netzwerk hat ordentlich zugelegt.

Der Bitcoin-Kurs: Von unter $6000 auf über $8000 innerhalb eines Monats.
Aktuelle Lightning-Zahlen

So ist die Kapazität des Netzwerks in den vergangenen 30 Tagen um gut 350 Prozent gestiegen und hat damit erstmals die symbolträchtige 100 Bitcoin-Marke überschritten. Klingt erst einmal nicht viel, aber für ein Netzwerk, das mit Einheiten im Satoshi bis Millisatoshi Bereich arbeitet (entspricht 0,00000001 bis 0.00000000001 Bitcoin) doch eine ganze Menge. Zumal durch den oben erwähnten Preisanstieg die Gesamtkapazität des Netzwerks nun auch kurz unter der ebenfalls symbolträchtigen eine Million US-Dollar Marke steht.

lightning aktuell
Nodes. Kanäle, Kapazität – alles wächst im Lightning-Netzwerk. Quelle: 1ml.com
lightning kapazität
Entwicklung der Kapazität des Lightning-Netzwerks. Quelle: bitcoinvisuals.com

Dass verschiedene Statistikseiten dabei bspw. bei der Lightning-Node-Zahl jeweils andere, teils deutlich niedrigere Werte zeigen, liegt in der Natur der Sache. Wie bei Bitcoin gibt es auch bei Lightning keine offizielle Statistik, sondern die Daten hängen immer davon ab, wie der Node, der sie ausliest, selbst konfiguriert ist. Es ist in diesem Zusammenhang also schwer, von echten und falschen Daten zu sprechen. Vielmehr können die Statistiken nur Orientierung bieten. Aber das nur nebenbei.

Lightning-Overlord Andreas Brekken

Denn dass das Netzwerk einen ordentlichen Schub bekommen hat, steht außer Frage. Es gibt nämlich einen nicht unerheblichen Faktor, der diesen Boom zumindest mit zu verantworten hat: Andreas Brekken. Der CEO von shitcoin.com hat, wie wir auch im letzten Honigdachs-Podcast schon besprochen haben, das Lightning-Netzwerk nämlich „getestet“.

Wobei des sehr vorsichtig ausgedrückt ist, wenn sich jemand vornimmt, in einem für kleine, Mikro- und Nanozahlungen ausgelegten Netzwerk mal eben zum größten Hub zu werden. Das bedeutet nämlich direkt mal einen sechsstelligen Betrag zu riskieren. Nur für eine Tech-Review. Das muss man schon erst einmal bringen.

Nichtsdestotrotz sind aber die drei bisher erschienenen Artikel seiner Lightning-Test-Serie durchaus interessant und aufschlussreich. Selbst für Leute, die es mit Kommandozeilen nicht so haben.

Bitcoin Lightning Network #1: Can I compile and run a node?

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Bitcoin Lightning Network #2: We must first become the Lightning Network

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Bitcoin Lightning Network #3: Paying for goods and services

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Ich als ambitionierter IT-Laie teile dabei Andreas Brekkens kritisch durchwachsene Bewertung des Lightning-Status Quo. Ich wollte nämlich die beiden bisher für Android verfügbaren mobilen Lightning-Wallets selbst einmal testen, um meine erste Lightning-Zahlung zu erhalten. Doch mit der Eclair Wallet kann man Zahlungen bisher nur schicken, jedoch nicht empfangen und um in der Bitcoin Lightning Wallet einen Channel zu öffnen (um Geld zu empfangen), soll ich diesen erst mit mindestens 300.000 Satoshi ausstatten. Für meinen einfachen Test war mir das mit rund 21 Euro dann aber doch zuviel. Ich bin halt kein Andreas Brekken.

Fundstück: Erste musikalische Lightning-Erwähnung

Abschließend aber noch ein kleiner Hinweis auf das folgende Musikvideo, das meiner Kenntnis nach der erste Song ist, in dem das Lightning-Netzwerk erwähnt wird: Zuby mit „Cryptocurrently“

Die Lyrics zum Mitlesen gibt’s nach dem Klick.

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Bitcoin & Lightning im Deutschlandfunk-Kultur

Am Samstag habe ich bei den Kollegen von Breitband beim Deutschlandfunk Kultur kurz über Lightning berichtet und inwieweit die weit verbreitete Analogie von Bitcoin und dem Internet der 90er Jahre eigentlich passt. (tl;dl passt schon.) 

Das Gespräch kann man in Gänze hier nachhören und ich sag es gleich vorweg – das ist nur der erste Einstieg in das Thema Lightning. Mehr Informationen sind in neun Minuten einfach nicht unterzubringen.

Es gibt aber durchaus noch mehr zu Lightning zu erzählen

Aber wie die Moderatorin Vera Linß schon sagt, könnte Lightning wohl auch in kommenden Sendungen noch mehr zum Thema werden.

Erklärungsbedarf gibt es ja genug, wie der folgende Tweet zeigt, der auf wunderbare Weise gleichzeitig weder ganz richtig noch ganz falsch ist.

Bild: „Classic old radio 1960s or 70s style“ Flickr-User theslowlane (CC BY 2.0)

Lightning verstehen – Links, Medien und mehr

Es ist erstaunlich. Gestern habe ich hier über meinen Eindruck von Lightning geschrieben, wie rasant sich dieses Netzwerk weiterentwickelt und wie enorm das Interesse an dem Thema wächst.

zugriffszahlen
Mehr als in der ganzen Woche davor: Die Zugriffszahlen beim Thema Lightning

Seitdem gehen die Zugriffszahlen hier im Blog durch die Decke und erreichen wieder ähnliche Höchststände wie im Dezember vergangenen Jahres. Nur dass es jetzt eben nicht der aufgeblähte Bitcoin-Kurs, Gier und Spekulation sind, die die Klicks verursachen, sondern die Faszination an der Technologie dahinter. Und wie sich diese weiterentwickelt. It’s not the money, it’s the technology, stupid! (Oder sagen wir besser: beides.)

Zugriffszahlen stärken die Siedesteinchen-These

Das ist insofern interessant, als dass die Zugriffszahlen ein weiteres Indiz für die in dem Beitrag formulierte These sind, dass es tief in der Bitcoin-Community vor Anspannung, Ideen und Tatendrang nur so brodelt und Lightning nun das Siedesteinchen ist, an dem alles explosionsartig hochkocht. Im positiven Sinne.

Denn Lightning vereint gerade drei Dinge: die ursprüngliche Vision von Bitcoin als Peer-to-Peer Electronic Cash System (mit starker Betonung auf Cash), eine vielversprechende Technologie, mit der diese Vision tatsächlich realisiert werden könnte und die besonders wichtige Tatsache, dass es endlich losgeht! Das Lightning-Netzwerk ist immerhin ein Konzept, an dem schon seit Jahren gefeilt wird.

Aufbruchstimmung wie in den guten alten Tagen

Diese drei Faktoren: große Vision, neue Technologie und das Now let’s go!-Momentum bringen aktuell immer mehr Steine ins Rollen. Kein Wunder also, dass sich viele langjährige Bitcoiner ein bisschen an die guten alten Tage™ von Bitcoin erinnert fühlen. Als sich noch alles unter dem Radar entwickelte und es außer ihnen nur wenige andere gab, die verstanden, was da gerade vor sich geht und wie groß das einmal werden könnte.

Auch ich fühle mich aktuell ein bisschen an meine ersten Wochen und Monate in Bitcoin erinnert und da ist es nur konsequent, auch mit diesem Blog hier zu den Wurzeln von damals zurückzukehren. Denn als Rechercheblog habe ich seit damals versucht, hier auf der Seite sowohl meine eigenen Erkenntnisse zu sammeln und zu dokumentieren als auch anderen den Einstieg in das Thema Bitcoin systematisch zu erleichtern. Genau diese Herangehensweise scheint mir jetzt auch für Lightning sinnvoll.

Eine Seite sie alle zu finden, ins Licht zu treiben und ewig zu verlinken

Dem aufmerksamen Leser wird daher aufgefallen sein, dass der gestrige Beitrag vergleichsweise arm an Links war. Das war tatsächlich Absicht, denn ich habe gar nicht erst versucht, all die Seiten, Artikel und Medien zu Lightning irgendwie mit in den Artikel zu quetschen, sondern hatte mich schon entschieden, dem Lightning-Netzwerk eine eigene Seite zu widmen, auf der ich Links und andere nützliche Quellen sammle.

Diese Seite ist nun online und bündelt zumindest schon mal ein paar Informationen und Verweise, die ich als hilfreich erachte, um Lightning zu verstehen. Links, Artikel, Statistiken, Videos, Podcasts – wer sich für Lightning interessiert, findet hier ab jetzt zumindest einen Einstieg in das Thema. Finde und lerne ich neues, landet es ebenfalls dort. Falls ihr einen außerordentlich guten Link habt, der noch fehlt – immer her damit.

Direkt zur Lightning verstehen-Seite

Bild: „Lightnings“ (CC BY-SA 2.0)

⚡Lightning⚡ – Ein Bitcoin-Sturm zieht auf

Ich war vergangenen Samstag in Berlin beim Lightning Network Hackday, einem dieser nerdigen Events, die man selbst mal erlebt haben muss. Nur dann kann man wirklich verstehen, was gerade (seit ein paar Monaten) intern bei Bitcoin abgeht und mit welcher rasanten Geschwindigkeit die kollektive Weiterentwicklung des Projekts wieder Fahrt aufnimmt.

Wirkt wie ein Siedesteinchen: Das Lightning-Netzwerk

Nachdem nämlich jahrelang die Debatte um die Skalierung lähmend über Bitcoin lag, aber in der zweiten Hälfte des vergangenen Jahres mit der Implementierung von Segwit und der Abspaltung von Bitcoin Cash ein Ende gefunden hat, wirkt es, als wäre ein Damm gebrochen. Es herrscht Aufbruchstimmung in der Community. Und zwar gewaltige.

Grund dafür ist vor allem das Lightning-Netzwerk, die große technische Erweiterung, die Bitcoin nun endlich die Eigenschaften geben soll, die es noch braucht, um zu einem echten globalen Zahlungssystem zu werden: instantane Zahlungen bei extrem niedrigen Gebühren, Mikro- und Nano-Transaktionen im Milli-Cent-Bereich und sogar darunter, verbesserte Anonymität und Privatsphäre und eine Anzahl zeitgleicher Transaktionen mindestens auf dem Niveau von „traditionellen“ zentralisierten Zahlungsdienstleistern wie Visa und Co. Überall auf der Welt, also auch in den Regionen, in denen noch nie zuvor ein Finanzdienstleister gewesen ist.

The return of the Magic Internet Money

Das alles aber nicht auf irgendeiner hochriskanten, weil ungestesteten und ICO-finanzierten „Blockchain 2.0/3.0/x.0-Technologie“, sondern auf der sichersten und bewährtesten dezentralen Infrastruktur, die es gibt: Der Blockchain.

Die Blockchain, die nun seit neun Jahren läuft und mehr als 17 Millionen Bitcoins mit einem Gesamtwert von +150 Milliarden US-Dollar verwaltet.

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Zwischen dem 3.1.2009 (Block 0) und dem 9.1.2009 (Block 1) gab es mal eine Pause.

Das klingt fantastisch und fast zu schön um wahr zu sein, doch im Gegensatz zu vielen anderen „Blockchain“-Projekten, die ebenfalls ähnlich hohe Versprechungen machen, ist das Lightning-Netzwerk bereits aktiv und es wächst rasant. Fast 2000 Knoten verwalten aktuell in mehr als 5000 Kanälen Satoshis (die kleinste Bitcoin-Einheit) im Wert von knapp 150.000 US-Dollar.

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Das Lightning-Netzwerk Stand 1. Mai 2018

Gemessen an den absoluten Zahlen, ist das natürlich ein vergleichbar kleines Experiment, doch ist die Wachstumsrate beeindruckend. Innerhalb von drei Monaten hat sich die Anzahl der Knoten des Lightning-Netzwerks nahezu verzehnfacht.

Dieser Trend ist nicht nur virtuell. Neben dem Lightning Network Hackday in Berlin fanden zwei ähnliche Events noch einmal in Berlin und in München statt. Innerhalb nur einer Woche.

Down the Bitcoin-Rabbit-Hole, Teil 2

Die enorme Nachfrage nach solcherlei Veranstaltungen zeigt jedoch auch eine andere Seite von Lightning: Es ist viel Austausch, Lernen, Erklären und Verstehen nötig.

Das Konzept ist technisch und konzeptionell sehr anspruchsvoll und ähnlich fordernd, wie Bitcoin. Nur, dass man eben erst einmal Bitcoin verstanden haben muss, bevor man bei Lightning überhaupt eine Chance hat. Das eine basiert direkt auf dem anderen und allen seinen Möglichkeiten u.a. für zwar begrenzte, aber dafür clevere und nützliche Smart Contracts.

Genau das macht aber auch den Reiz für viele Entwickler aus, die sich mit Bitcoin bereits auskennen. Denn wer Lightning zu verstehen beginnt, entdeckt in dem zugrunde liegenden Konzept eine ähnliche Brillanz wie bei Bitcoin selbst. Und erlebt auch einen vergleichbaren Aha-Moment, wenn es *klick* macht und all die Puzzle-Teile beginnen sich zusammenzufügen.

Lightning ist aber trotzdem Experiment

Trotzdem muss man an dieser Stelle aber auch erwähnen, dass das Lightning-Netzwerk ebenso wie Bitcoin insgesamt ein großes Experiment ist. Und Experimente können scheitern. Noch ist das Konzept ganz neu. Die Erprobungsphase läuft erst seit kurzem. Bugs, Rückschläge und der Totalausfall sind zumindest nicht unwahrscheinlich. Es gibt also keine Garantie, dass das Lightning-Netzwerk der nächste heiße Scheiß™ wird. Andererseits kann man es aber auch nicht ausschließen.

Und viel mehr noch. Allein die Atmosphäre auf dem Lightning Network Hackday am Samstag, das große Interesse Lightning zu verstehen, es selbst auszuprobieren, die vielfältigen Visionen, was man damit machen könnte und die hohe Qualität der Diskussionen über Funktionalität, Risiken und Herausforderungen haben mir zumindest einen sehr guten Einblick gegeben, wie viel Brainpower aktuell in Bitcoin und das Lightning-Netzwerk fließt.

Lightning-Netzwerk mit Netzwerk-Effekt

Nicht nur in Deutschland, sondern überall auf der Welt. Nur zeigt sich das bei solch einem dezentralen Projekt wie Bitcoin eben nicht so offensichtlich. Dennoch ist die Innovationsquote hoch. Gestern ging direkt ein neues Paper online, das Lightning noch effektiver zu machen verspricht.

Ein Indiz für eine These, die ansonsten schwer mit Zahlen zu belegen ist: Die Wahrscheinlichkeit, dass sich bald (oder sogar schon jetzt) die meisten der tatsächlich kompetenten Leute im „Blockchain“-Ökosystem mit Bitcoin und Lightning beschäftigen, ist hoch. Denn es ist ziemlich gut möglich, dass hier gerade das entscheidende Layer 2-Protokoll entsteht, das die nächste große Bitcoin-Evolutionsstufe bereitet.

Was das genau bedeuten würde, müssen wir erst noch herausfinden. Von der möglicherweise enormen Wucht dieses metaphorischen Gewitters sollte man sich jedenfalls nicht überraschen lassen. Ich empfehle daher jedem, sich zeitnah auch einmal mit Lightning auseinanderzusetzen.

Bild: „Lightnings“ (CC BY-SA 2.0)

Honigdachs #25 – Lightning-Netzwerk Teil 2

Die 25. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist. (iTunes/RSS-Feed)

Honigdachs #25 – Lightning-Netzwerk Teil 2

Dieses Mal wird es wieder ein bisschen technischer und inhaltlich anspruchsvoller. Denn nachdem wir in Folge #23 bereits zum ersten Mal über Lightning gesprochen und dabei den grundsätzlichen Aufbau von Transaktionen und die sich daraus ergebende Möglichkeit für Payment Channels erklärt haben, gehen wir nun einen Schritt weiter.

Wir besprechen, wie viele einzelne Payment Channels zu einem großen Netzwerk werden können und wie man darin ganz ohne Mittelsmann sicher gehen kann, dass D sein Geld von A kriegt, ohne dass B oder C es zwischendurch stibitzen. In einem dezentralen Netzwerk keine ganz triviale Angelegenheit und die kryptographisch ausgeklügelten Konzepte nachzuvollziehen, erfordert einiges an Gehirnschmalz und Denk-Elastizität. Aber je länger man drüber nachdenkt, umso genialer wird es.

 

Also zumindest in der Theorie. Denn in der Praxis muss nun getestet und erprobt, angegriffen und abgewährt werden und sich zeigen, dass das Lightning-Netzwerk nicht nur unter realen Bedingungen funktionieren kann, sondern auch als Infrastruktur angenommen wird.

Wer jetzt abgeschreckt ist, der sei beruhigt. Wir reden nicht nur über Technik und Abstraktes, sondern auch um Leute, die sehr viel Sex haben und um Basslines, die so lange als unmöglich zu spielen gelten, bis einer daherkommt und sie einfach mal ganz locker runterzupft. Aber hört selbst.

Die Shownotes gibt’s wie immer nach dem Klick.

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Honigdachs #23 – Lightning-Netzwerk Teil 1

Die 23. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs 23 – Lightning-Netzwerk (Teil 1)

Dieses Mal sitzen wir krankheitsbedingt nur zu zweit beisammen, denn Manuel hat es kurz vor der Aufnahme die Stimme entzogen. Wir wollten aber das Thema Lightning-Netzwerk trotzdem unbedingt besprechen. Nicht nur, weil der letzte veröffentlichte Podcast schon so lange zurück liegt, sondern auch, weil Lightning als Thema aktuell ebenso heiß wie herausfordernd ist.

Denn wer anfängt, sich tiefer gehend mit dem Konzept zu beschäftigen, kommt früher oder später an den Punkt, an dem sich Lightning ebenso magisch anfühlt, wie, als man das erste Mal das Gefühlt hatte, Bitcoin zu verstehen.

Lightning bringt die Magie zurück ins Magic Internet Money

In dieser Folge begeben Stefan und ich uns daher auf die Suche nach genau diesem magischen Aha-Moment und nehmen euch mit in das grundlegende Konzept von Lightning. Oder machen zumindest den Anfang. Denn eine gute Stunde reicht natürlich nicht, der ganzen Magie auf den Grund zu gehen. Fortsetzung folgt aber.

Falls ihr euch gut vorbereiten wollt, legt euch am besten Zettel und Stift zu recht. Denn wer selber malt, der versteht es noch leichter.  Meine Zeichnung sah am Ende jedenfalls ungefähr so aus und half mir zwischendurch sehr, die richtigen Fragen und Antworten zu finden.

Lightning Bild 1
Malen hilft: Grundlagen von Payment-Channels

Die Shownotes gibt’s wie immer nach dem Klick.

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Bitcoin, Strom & viele, viele Missverständnisse

In dieser Woche sind gleich zwei Beiträge erschienen, die sich kritisch mit dem Stromverbrauch von Bitcoin auseinandersetzen.

Dass kritisch in diesem Zusammenhang extra betont werden muss, ist bedauerlich, aber leider notwendig. Denn bisher wimmelt es beim Thema „Bitcoin & Strom“ im Netz ja eher von einseitigen, schlecht recherchierten und eher auf empörte Emotionen zielenden Berichten, die vielleicht für ’nen schnellen Klick gut sind, für mehr aber mehr eben auch nicht. Der allgemeine Erkenntnisgewinn ist jedenfalls bislang ungefähr dieser: „Oh nein, Bitcoin verbraucht voll viel Strom! Wir werden alle sterben!“

 

Nun ist das zugegeben aber auch echt kein ganz leichtes Thema und auch ich habe lange überlegt, wie sich die Zusammenhänge sinnvoll und verständlich beschreiben lassen. Am Ende ist es aber doch ganz gut geworden, auch wenn ich schließlich aus Platzgründen ca. 90 Prozent der Aspekte und Argumente weglassen musste, die ich zwischenzeitlich gesammelt hatte.

Zeit Online – Bitcoin. Der verkannte Stromfresser

Ja, Bitcoin benötigen sehr viel Energie. Nein, deshalb fangen die Meere nicht an zu kochen. Der Stromverbrauch ist ein Problem, aber nicht das Ende von Kryptowährungen.

Umso besser ist es daher, dass nahezu zeitgleich, aber in einem anderen Medium, der Beitrag meines guten Freundes und Journalisten-Kollegen Jochen Dreier erschienen ist.

Vorab hatten wir uns zwar über das Thema ausgetauscht und bestimmte Aspekte diskutiert, sind dann aber bei der Recherche und Umsetzung komplett eigene Wege gegangen. Dementsprechend haben beide Beiträge nun auch leicht unterschiedliche Schwerpunkte.

Deutschlandfunk Kultur – Diskussion um Bitcoin – Digitalwährung als Klimakiller 

Mit dem Höhenflug von Bitcoin hat auch eine Debatte über den Energieverbrauch der Kryptowährung eingesetzt: Bitcoin sei ein monströser Energiefresser. Der Energieverbrauch sei so hoch wie der von Dänemark. Wie seriös sind die Berechnungen und Vergleiche?

Für den größtmöglichen Erkenntnisgewinn empfehle ich daher einfach beide Beiträge zu lesen bzw. hören.

Bild: lightning (CC-BY 2.0)

Lightning & Payment-Channels für Einsteiger

Lightning gilt als der große Hoffnungsträger für eine Skalierung der Anzahl von Bitcoin-Transaktionen, ohne dabei die Blockchain selbst mit eben diesen Transaktionen fluten und damit überlasten zu müssen. Wie es (vereinfacht) funktioniert, erklärt dieses Video sehr anschaulich.

Die Playlist , aus der das Video stammt, hat dabei noch weitere Themen im Angebot:

Lohnt sich vielleicht für den ein oder anderen, auch da mal reinzuschauen.

Honigdachs #16 – Dash, HD-Wallets, LBC, Lightning und andere Fragen

Die 16. Folge Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs 16 – Dash, HD-Wallets, LBC, Lightning und mehr

Erneut haben wir keine Kosten und Mühen gescheut und einen very long distance call um den halben Erdball geschaltet: Passend zum Datum haben wir Stefan nämlich fast 15.000 km entfernt auf den Osterinseln erreicht, um erneut über die einige der Fragen zu diskutieren, die uns und euch unter den Nägeln brennen.

a 420 easter thought

Dieses Mal geht es also um die Begründung, warum Dash letzte Folge bei uns als Scam abgewatscht wurde, die Sicherheit von HD-Wallets, bzw. wie das eigentlich genau mit diesem Seed funktioniert und warum das sicher ist. Dazu sprechen wir noch über den Large Bitcoin Collider (ihr könnt alle ruhig schlafen) und Lightning.

Der Honigdachs feiert!

Darüber hinaus gibt es noch eine Kleinigkeit zu feiern: Der Honigdachs hat seit der letzten Folge die 10.000-Downloads-Marke geknackt! Das freut uns sehr, zumal wir uns ja prinzipiell der Anbiederung an die von Apple & Co. erzeugten Podcast-Aufmerksamkeitsökonomie auf Basis einer zentralisierten „Bitte, bitte gebt uns 5 Sterne!“-Währung verweigern. (Bei Bitcoin irgendwie logisch, oder?)

Wir stehen viel mehr auf den direkten Austausch mit euch: eure Fragen, euer Lob und eure Kritik. Online oder wenn wir uns persönlich irgendwo treffen. Und wenn ihr mögt, was wir hier machen, sagt es weiter. Aber fühlt euch nicht genötigt, nur weil Apple das gerne so möchte.

So oder so. Viel Spaß beim Hören.

Die Shownotes gibt’s wie immer nach dem Klick.

Honigdachs #16 – Dash, HD-Wallets, LBC, Lightning und andere Fragen weiterlesen