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Die Katzifizierung der Blockchain (Hörtipp)

Ich weiß, dass der ein oder andere jetzt sagen wird, dass die CryptoKitties als Thema doch eigentlich schon längst durch sind.  Das dachte auch ich eine ganze Weile.

Doch stimmt das letztlich nur, wenn man selbst ganz tief in der Crypto-Szene mit dem entsprechenden News-Flow drin steckt, weniger außerhalb dieser Filterbubble. Dort sind non-fungible -Token-basierte Blockchain-Sammelkatzen noch immer kaum bekannt oder werden jetzt erst zu einem Thema, über das man spricht.

New Cats On The Block – Blockchain-Trend oder Ende des Hypes?

Insofern – und weil es einfach ein Thema ist, das sich unglaublich schön akustisch umsetzen lässt – habe ich für Breitband beim Deutschlandfunk Kultur einen Netzkultur-Beitrag über die CryptoKitties gemacht (Direktlink zur mp3), der die Katzifizierung der Blockchain einordnet und natürlich ganz subtil auch die Frage stellt: Ist das wirklich alles, was „Blockchain“ in den vergangenen drei Jahren Sinnvolles hervorgebracht hat?

Darauf deutet zumindest einiges hin. Wie zum Beispiel dieser Bloomberg-Artikel: Blockchain, Once Seen as a Corporate Cure-All, Suffers Slowdown.

Toller DLF-Hintergrund erklärt Bitcoin (das Geld)

Im Deutschlandfunk lief schon Ende Juni dieser Hintergrund zum Thema Bezahlsystem Bitcoin – Wie die digitale Währung funktioniert (mp3), den zu hören ich auch sechs Wochen später noch uneingeschränkt empfehlen kann. Denn die Sendung ist sowohl journalistisch als auch akustisch wirklich gut gemacht. Das liegt vor allem an den hohen redaktions- und produktionstechnischen Ansprüchen, die das Format Hintergrund generell erfüllen will (mehrere Erzählstimmen, verschiedene Protagonisten und eine insgesamt umfassende und vielschichtige Recherche).

Von Banker-Bla-Bla bis Bitcoin- und Blockchain-Enthusiasten

Dass in solch einer Sendung auch Carl-Ludwig Thiele von der Bundesbank auftauchen muss, der ja von Amts wegen schon nicht die nötige Denkelastizität mitbringen darf, die jedoch nötig wäre, um ein Phänomen wie Bitcoin richtig zu verordnen, nämlich nicht nur anhand bestehender und keinesfalls perfekter Gelddefinitionen und Geldpolitikmaximen – geschenkt. Wäre ich allerdings Redakteur gewesen, hätte ich Thiele weniger Platz gegeben und dafür lieber noch einen Visionär zu Wort kommen lassen. Einen, der Bitcoin eben nicht nur durch die steif definierte Geldbrille sieht, sondern auch das grundlegende gesellschaftliche Transformationspotential dieses Phänomens erklären kann. Vielleicht eine Gründerin oder Aktivistin?

Aber letztlich ist das Jammern auf hohem Niveau, denn unterm Strich ist das eine wirklich gute Sendung und in 18 Minuten kann man auch nicht alles bis ins letzte Detail erklären.

Auch die Stiftung Warentest erklärt noch einmal Bitcoin

Und weil es so gut zum Thema passt, gibt es hier zum Lesen noch den Artikel der Stiftung WarentestSo funk­tioniert das Geld aus dem Internet, die darin übrigens auch noch einmal explizit auf Onecoin hinweisen, dass sie im Gegensatz zu Bitcoin auf ihre Warnliste Geldanlage gesetzt haben.

Bild: „Classic old radio 1960s or 70s style“ Flickr-User theslowlane (CC BY 2.0)

Bitcoin: Nach dem Hype, ist vor dem Hype

Am Samstag hat sich Breitband bei Deutschlandradio Kultur ausführlicher mit dem Phänomen des Hypes befasst und dabei zwei vermeintliche Hypes genauer hinterfragt und abgeklopft.

Hyper Hyper!

Neben dem Thema Künstliche Intelligenz waren das auch das seit Jahren im Raum stehende Versprechen von Bitcoin ein neues, faireres Finanzsystem für die ganze Welt zu erschaffen. Was daraus geworden ist, inwieweit der ganze Wirbel um Bitcoin und die Blockchain berechtigt ist und ob uns der ganz große Hype noch bevorsteht, das habe ich mit der Moderatorin diskutiert. Kann man hier nachhören.

Bild: urban_data (CC BY 2.0)

BBC 4 mit einem Blockchain-Feature

Wenn eine Radiosendung so beginnt:

Sound: Kettenrasseln

Sprecher: "They've called it a new internet. They've called it the end of the government, the end of the nation state. It's the most hyped thing you've never heard of ..."

Sound: spannungsgeladene Musik setzt ein 

Sprecherin: "... It's the blockchain."

...

dann weiß ich, dass es sich lohnt eine Dreiviertelstunde zuzuhören, denn BBC 4-Sendung FutureProofing hat hier mit sehr viel Liebe zum akustischen Detail und vielen interessanten Gesprächspartnern das Thema Blockchain aufgearbeitet. Aus der Sendebeschreibung:

„Can computer technology and its systems for record-keeping, transparency and verification replace the role of trust in our society? The digital currency Bitcoin can be used to make peer to peer financial transactions without a central banking authority. The technology underlying this system is called the blockchain, and is enthusiastically advocated by libertarians. In this programme Timandra and Leo investigate whether its ramifications could go much further than currency and reach into disrupting the roles of government, from providing identity documents to tax collection. Or will governments, banks and other large powerful bodies meet the political and technical challenges of the blockchain by incorporating it into their own activities?“

Ascribe – Blockchain am liebsten ohne Bitcoin

Am Samstag habe ich in der Deutschlandfunk-Sendung Computer und Kommunikation über mögliche Blockchain Anwendungen berichtet und dabei das Berliner Startup Ascribe vorgestellt, das, ganz nebenbei bemerkt, das bestfinanzierte deutsche Bitcoin/Blockchain-Startup ist.

Was aber viele nicht wissen, denn Ascribe hält sich ein bisschen raus aus der ganzen Bitcoin-ist-digitales-Geld-Nummer und arbeitet an einer ganz spezifischen nicht-monetären Blockchain-Nutzungs-Idee, die ihren Ursprung in der Kunst-Szene hat: Die Blockchain soll nämlich die Verwaltung von Urheber- und Nutzungsrechten von geistigem Eigentum in der digitalen Welt übernehmen.

Hier geht es zum Beitrag „Mit der Bitcoin-Blockchain digitale Rechte sichern“ und mit diesem Link kommt man direkt zur Audiodatei.

Ascribe & die Blockchain – Special-Extended-Version

Weil jedoch die Sendezeit im Radio knapp ist, konnte On Air nur eine vom Redakteur etwas ruppig auf 3:45 Minuten gekürzte Fassung des Beitrags laufen. Deshalb habe ich hier noch einmal die originalen fünf Minuten hochgeladen:

Was lange währt …

Kleine Notiz noch am Rande. Es hat mich acht Monate(!) Beharrlichkeit gekostet den verantwortlichen Deutschlandfunk-Redakteur zu überzeugen, dass es wichtig ist, über die Blockchain und ihr Potential zu berichten. Soviel zum Innovationsstandort Deutschland.

Wer diese, nicht unanstrengende und zeitaufwändige, Beharrlichkeit unterstützenswert findet – die Blockchain ist ja auch ein prima Abstimmungstool, über das man seine Zustimmung ausdrücken kann. Wer mag, kann dafür folgenden Button nutzen:

Breitband-Sendung erklärt Ethereum

Am Samstag war Ethereum Thema bei Breitband auf Deutschlandradio Kultur. Das hat mich ein bisschen überrascht, immerhin ist das Thema sehr abstrakt und da Ethereum noch immer in der Entwicklungsphase ist, gibt es auch noch wenig konkrete Beispiele, an denen man das Potential von dieses Bitcoin 2.0-Projekts für die breite Hörerschaft greifbar machen kann.

Ethereum aus der technikpessimistischen Perspektive

Das ist aber dennoch ziemlich gut gelungen, weil die Redaktion den Schwerpunkt weniger auf Funktion und Technologie (Smart Contracts und so) gelegt hat als auf das Thema Datenschutz und Alltagstauglichkeit Aspekte, die bei Ethereum so bisher wenig beleuchtet wurden. Aber genau das ist wichtig, denn diese typisch deutsche, leicht technikpessimistische Perspektive ist eine Bereicherung um sich dem thematischen Gesamtkomplex Ethereum mal von einer anderen Seite zu nähern, als es die bisherigen, vor allem auf Technologie und Wirtschaftspotential beschränkten Beschreibungen ermöglichen .

Ethereum – der Aussprache-Fauxpas

Insofern ist der zweite Teil des Beitrags – das Expertengespräch mit Stefan Ullrich, dem Sprecher der Fachgruppe “Informatik und Ethik” der Gesellschaft für Informatik der eigentliche Höhepunkt. Auch, weil da nicht ständig versucht wird Ethereum einzudeutschen – ein scheußlicher Fauxpas, der nicht nur furchtbar klingt, sondern es den Hörern auch unnötig schwer macht die Verknüpfung herzustellen, wenn dann mal jemand „Ethereum“ so ausspricht, wie es alle anderen auch machen. So schwer ist das ja nun auch nicht, zumal es in den O-Tönen ja korrekt vorgesprochen wird.

Über Bitcoin Wallets

Gestern lief eine neue Folge der Serie Digitales Bezahlen, bei der ich wöchentlich im Programm von detektor.fm über Bitcoin und andere digitale Währungen berichte.

Dieses Mal ging es neben zwei aktuellen Ereignissen um Bitcoin Wallets. Was das eigentlich ist, wie man sie einsetzt und wo man eine gute Übersicht über seriöse Wallet-Anbieter findet.

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The Coinspondent ab jetzt auch im Radio!

Ach, wie habe ich mich auf diesen Tag gefreut. Heute um 18 Uhr startet nämlich meine Kooperation mit dem Leipziger Online-Radio detektor.fm und gemeinsam bringen wir ab jetzt jeden Dienstag Bitcoin, Kryptowährungen und digitales Bezahlen als regelmäßige Rubrik ins deutschsprachige Hörfunkprogramm. Live im Stream und für alle Ewigkeit als Podcast zum Nachhören.

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