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Bitcoin goes Journalistenausbildung

Ich kritisiere hier im Blog ja häufig (und gerne) andere Medien und Journalisten, die über Bitcoin und die Blockchain schreiben. Manchmal lobe ich aber auch. Denn ingesamt steigt die Qualität der Artikel, die sich mit dem Thema befassen, auch wenn es im Großen und Ganzen noch immer viel zu erklären, berichtigen und kritisieren gibt.

Aber ist diese Kritik immer berechtigt? Immerhin sind Bitcoin, die Blockchain und die Digitalisierung des Geldes noch längt nicht fester Bestandteil der fachlichen Ausbildung von Journalisten, selbst wenn diese sich zusätzlich auf Wirtschaftswissenschaften und verwandte Disziplinen spezialisieren.

Bitcoin wird Teil der Journalistenausbildung

Umso mehr habe ich mich also gefreut, als ich von der Universität Leipzig gefragt wurde, ob ich künftig das Seminar „Wirtschaftsberichterstattung“ für angehende (Radio-)Journalisten übernehmen würde.

Dass ich zugesagt habe, hat vor allem zwei Gründe. Eine moralische Verpflichtung, denn wer kritisiert, muss auch bereit sein, sich konstruktiv an einer Verbesserung zu beteiligen. Und zweitens wurde mir die Freiheit zugesichert, relativ frei über die Inhalte des Seminars bestimmen zu können. Und das bedeutet, dass Bitcoin & Co. zu einem, aber nicht dem einzigen, Schwerpunktthema wird.

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Heute geht es los und ich bin durchaus gespannt, wie die Studierenden auf das Thema reagieren werden, welches Vorwissen bereits da ist und welche journalistischen Ergebnisse dabei entstehen. Denn wir werden sehr praxisorientiert arbeiten und unsere Erkenntnisse der kommenden Monate in einem eigenen Blog unter wirtschaft-und-medien.de veröffentlichen. Aber da verweise ich dann auch nochmal drauf, wenn wir thematisch bei Bitcoin angekommen sind.

Gute & wissenschaftliche Bitcoin-Infografik

Gefühlt ist die Zeit der richtig guten Bitcoin-Infografiken vorbei. Was man heute noch im Netz findet ist entweder werblicher Natur und damit tendenziöses Marketing, dem man nur begrenzt trauen kann oder es wirkt wie auf die Schnelle zusammengeschustert, weil das Thema Bitcoin mittlerweile so groß und umfangreich geworden ist, dass man es nicht mehr mal eben so in eine gute, übersichtliche Infografik verpacken kann.

Universitäten als Quelle solider Bitcoin-Informationen

Eines Besseren belehrt dabei die Stetson University. Im Rahmen deren Online Master of Accountancy ist nämlich diese Bitcoin-Infografik entstanden, die ein gutes Maß findet zwischen Detail-Informationen und Tiefe auf der einen Seite und einordnender Breite auf der anderen.

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Das MIT als Bitcoin-Hub für die Welt

Es ist wirklich beeindruckend, was der MIT Bitcoin Club auf die Beine stellt.  Letztes Jahr schon dieses fantastische Projekt, eine halbe Million Dollar zusammenzutragen um damit jedem der 4500 MIT-Studenten ohne Bedingungen Bitcoins im Wert von 100 Dollar in die virtuelle Hand zu drücken, damit diese einfach mal mit dem digitalen Geld und der Technologie experimentieren können, wenn sie wollen (oder eben auch nicht). Nun hat der Club ein tolles Video veröffentlicht, das auf so einfache Art zeigt, wie normal es sein kann, Bitcoin zu benutzen.

Die Bitcoin-Message des MIT geht an alle Studenten

Gerade wegen seiner Unaufgeregtheit ist dieses Video ein wichtiges Gegenstück zu all den Negativ-Nachrichtenmeldungen von gehackten Bitcoin-Börsen, vom ständigen Wertverlust und von Drogenplattform-Prozessen, die in letzter Zeit die öffentliche Wahrnehmung von Bitcoin prägen.

Vor allem mag ich aber die auffordernde Message des Videos, die nicht nur an alle MIT-Studenten geht, sondern letztlich an jeden, der sich ein bisschen für Technik, das Internet oder die Zukunft der Gesellschaft interessiert:

„Bitcoin ist da, deine Freunde nutzen es bereits und wenn du dich jetzt damit beschäftigst, bekommst nicht nur eine große Community, die dich unterstützt, sondern auch die Chance, dass du es bist, der die nächste Killer-App entwickelt.“

Word!

PS: Wie steht es eigentlich um Bitcoin an deutschen Universitäten? Kann da jemand aus eigener Erfahrung berichten?