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Deutsche Welle erklärt Kryptowährungen

Die Deutsche Welle hat wirklich einen Lauf, wenn es um Berichterstattung zum Themenkomplex Bitcoin geht. Neulich mit einem Beitrag über das Berliner Bitcoin-Startup Bitwala. Dazu passenderweise auch noch das (von ein paar Schwächen abgesehen) doch ganz brauchbare Erklärvideo Was ist eine Kryptowährung?

Wobei im mich durchaus frage, woher die Deutsche Welle die Information hat, dass fünf Millionen Deutsche Kryptowährungen nutzen. Gibt es da eine Statistik, von der ich noch nichts weiß?

Darüber hinaus gibt es ein zwei Stellen, die nicht ganz so sauber recherchiert sind. Bitcoin ist keinesfalls anonym und die Polizei kann mitunter sehr wohl herausfinden, dass man Waffen oder Drogen im Netz gekauft hat.

Nichtsdestotrotz wurde hier der Vorteil von Bitcoin am Beispiel einer Zahlung ins Ausland sehr schön und verständlich herausgearbeitet.

Wir und die Blockchain – Knackige & sehenswerte Dokumentation

Der Schweizer Ökonom und Filmemacher Manuel Stagars hat mal eben eine äußerst sehenswerte Dokumentation zum Thema Blockchain gedreht und ins Netz gestellt: The Blockchain and us.

Das „mal eben“ meine ich dabei durchaus respektvoll anerkennend. Denn im Gegensatz zu anderen Bitcoin-Dokus, bei denen man seit Jahren darauf wartet das mal mehr als der Trailer veröffentlicht wird, war von diesem Projekt im Vorfeld nicht viel zu hören. Dass das Ergebnis dann so kurzweilig und prägnant ist, erfreut beim Sehen umso mehr. Denn Stagars fliegt mit seinen Experteninterviews an einem erkennbaren roten Faden durch das bislang doch eher schwammige „Blockchain“-Thema.

In der Kürze liegt die Würze

Wobei das Fliegen sowohl als bildhafter Vergleich dient als auch als Grundsatz. Mit gut 30 Minuten ist diese Doku nämlich angenehm prägnant und letztlich konsequent. Denn alles zum Thema Blockchain passt eh nicht in einen Film, egal wie lang man ihn machen würde. Dann lieber kurz und knackig.

Wie ein deutsches Bitcoin-Startup die Banken angreift

Die Deutsche Welle hat für ihr Programm Made in Germany die Jungs des Berliner Bitcoin-Startups Bitwala besucht. Herausgekommen ist ein kurzweiliger und informativer Beitrag über Das boomende Geschäft mit den Bitcoins, das Banken und anderen beteiligten Finanzinstituten das bislang sehr lukrative Geschäft mit teuren Auslandstransaktionen aus der Hand nehmen soll.

Ein „The DAO“-Macher rekapituliert sein Blockchain-Experiment

Christoph Jentzsch von Slock.it war einer der Initiatoren von The DAO, dem Blockchain-basierten Crowdinvestment-Experiment, das vergangenes Jahr erst steil durch die Decke ging und dann genauso schnell wieder auf den Boden der Tatsachen abstürzte. Wobei noch heute viele Fragen um die DAO offen sind.

In diesem TEDx-Talk rekapituliert Christoph Jentsch nun die Ereignisse aus seiner Sicht.

The DAO – war da nicht was?

Ich lasse das an dieser Stelle unkommentiert, weil ich mich nicht entscheiden kann, ob ich dem „Abhaken, weitermachen!“- oder dem „Moment, wir müssten da erst noch ein paar Dinge aufklären“-Lager zugehörig fühle. „Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.“, passt da quasi wie der Faust aufs Auge.

Wer mehr Hintergrundwissen braucht, kann mit Hilfe der folgenden beiden Artikel aus dem letzten Jahr Aufstieg und Scheitern der DAO nachvollziehen.

Bonusmaterial – Noch mehr Christoph Jentzsch

Christoph Jentzsch stand vor einiger Zeit auch der Redaktion von heute.de zum Thema Blockchain Rede und Antwort.

Die ARD zeigt gleich zwei Prime-Time Bitcoin-Dokus

Ich habe mir den heutigen Tag aus zwei Gründen im Kalender markiert. Zum einen ist heute der zweite Geburtstag von Bitcoin. Der erste ist der 3. Januar, an dem der Genesis-Block gemined wurde, erst seit dem 9. Januar 2009 läuft die Blockchain jedoch quasi durchgehend.

ARD zeigt Darknet-Doku zur Hauptsendezeit

Der andere Grund ist jedoch die Dokumentation „Das Darknet“, die heute Abend 22:45 Uhr in der ARD ausgestrahlt wird und in der erwartungsgemäß auch das Thema Bitcoin eine Rolle spielen wird.

Gespannt bin ich insofern, als dass ich im Vorfeld bereits mit dem Produktionsteam in Kontakt stand und in etwa weiß, wie groß und umfangreich die Recherche war. Der griffige und plakative Titel lädt zwar zum Schubladendenken à la „Bitcoin = böses, böses Internetgeld“ ein, aber davon sollte man sich nicht täuschen lassen. Zum einen ist Bitcoin beim Thema Darknet nur ein Aspekt von vielen. Zum anderen gehe davon aus, dass uns eine gut recherchierte, differenziert ausgearbeitete und trotzdem verständlich aufbereitete Dokumentation erwartet. Darauf lässt jedenfalls auch die Sendungsbeschreibung schließen:

„Es ist eine dunkle Welt, in der man wissen muss, wie man verschlüsselt und anonymisiert im Internet unterwegs ist: das Darknet: Tummelplatz für Drogendealer, Waffenhändler und Kinderschänder. Aber auch Zufluchtsort für Journalisten, Whistleblower und politisch Verfolgte in vielen Ländern der Welt. Durch die immer umfassendere digitale Überwachung ist das Darknet für Menschen in immer mehr autokratisch regierten Ländern der Welt überlebensnotwendig.

Annette Dittert hat sich auf eine Reise begeben, um die helle und dunkle Seite dieses digitalen Paralleluniversums kennenzulernen. Sie trifft den Drogendealer, der im realen Leben ein 45-jähriger Familienvater ist; den Waffenhändler, der von Sonderermittlern der Polizei geschnappt wurde, nachdem er Fehler beim Versenden der Ware machte und den Mann, der Kriminellen mit seinem Fachwissen hilft, im Darknet mittels Verschlüsselung und Anonymisierung illegale Geschäfte abzuwickeln.

Das Darknet hat die kriminelle Unterwelt verändert. Aber auch die Gegenseite rüstet auf. Das BKA fahndet mit immer mehr verdeckten Ermittlern im verborgenen Netz, immer häufiger kommen sie vor allem Waffenhändlern der kriminellen Unterwelt auf die Spur, was die Szene deutlich verunsichert.

In Istanbul trifft Annette Dittert den Journalisten Baris Pehlivan, dessen Computer von der türkischen Regierung mit einem Trojaner infiziert wurde, der belastende Dokumente auf seine Festplatte spielte. Der Journalist wurde daraufhin zu 19 Monaten Haft verurteilt. Erst als ein Computerspezialist den Trojaner fand, kam Baris Pehlivan wieder frei. Die syrische Journalistengruppe „Raqqa is being slaughtered silently“ benutzt Darknet-Technologien, um über Gräueltaten in der IS-Hochburg zu berichten.

Unterstützt werden solche Journalisten und Whistleblower von einer kleinen Gruppe digitaler Spezialisten, sogenannte „White Hat Hacker“. Annette Dittert trifft einen von ihnen, der sich noch nie vor Fernsehkameras begeben hat: Claudio Guarnieri. Seit Jahren ist er in der ganzen Welt unterwegs, um bedrohten Journalisten und Menschenrechtlern Nachhilfe in digitaler Sicherheit zu geben.

In China erfährt Annette Dittert, dass das Darknet dort längst von Parteihackern eingenommen ist. Auf Island besucht sie eine Bitcoinfarm, wo die digitale Währung des Darknet in riesigen Rechnerfarmen „geschürft“ wird.

Fazit: Das Darknet ist einerseits die Heimat einer kriminellen Unterwelt, andererseits ist es aber auch ein letzter Freiraum und Zufluchtsort für viele Menschen in einer Welt, in der Regierungen Milliarden investieren, um ihre Bürger komplett zu überwachen. Annette Ditterts Recherchen im Darknet sind eine Reise durch eine neue Welt.“

ARD Weltspiegel mit Bitcoin-Beitrag am Sonntagabend

Außerdem lief bereits gestern im Weltspiegel ein kleiner Spin-off-Beitrag aus obiger Recherche zum Thema „Bitcoins – Das Geld der Zukunft?“, der (für die Kürze) nicht nur inhaltlich und gestalterisch gut gemacht ist, sondern auch sehr ansehnliche Info-Grafiken beinhaltet und erklärt.

Gerade das ist wichtig, denn letztlich ist die große Herausforderung, die enorm heterogene ARD-Hauptzielgruppe bei ihrem kleinsten gemeinsamen Wissens-Nenner abzuholen.

Dass das gestern schon einmal gelungen ist, konnte ich direkt an den Zugriffszahlen hier auf der Seite sehen. Die gingen im Anschluss an den Beitrag nämlich deutlich nach oben, u. a. weil viele Leute nach „bitcoin island“ und ähnlichen in obigem Beitrag erwähnten Kombinationen gesucht haben.

suchbegriffe bitcoin

Ich bin also nicht nur auf die Doku heute Abend gespannt, sondern auch auf die Reaktionen, die sie zweifelsohne hervorrufen wird.

Blockchain-Technologie. Hype um eine hohle Phrase

Im Schweizer Radio und Fernsehen (SRF) lief vor einiger Zeit der Beitrag Blockchain: Die Finanzwelt im Banne der Blockchain. Der Autor hat für diesen Beitrag sogar einen Preis gewonnen. Nicht ganz zu unrecht, denn einige Aspekte sind durchaus gut aufbereitet.

Letztlich werden aber wie so oft wichtige Fragen nicht gestellt und selbst konstruierte Widersprüche nicht hinterfragt. Aber ich will nicht zuviel vorwegnehmen. Hier erst einmal der Beitrag:

Nun zur Kritik. In diesem Beitrag wird der Zuschauer mit einem einfachen, aber sehr beliebten Trick an der Nase herumgeführt. Denn der Begriff „Blockchain“ wird zwar einmal erklärt (großes Netzwerk, viele Computer, sicher gegen Hackerangriffe etc.), dann aber recht willkürlich ausgelegt. Nämlich immer so, wie er gerade am besten in den Kontext passt. Das merkt man immer dann, wenn Off-Sprecher und Gesprächspartner zwischen den Termini „die Blockchain“ und „Blockchain“ bzw. „Blockchain-Technologie“ hin- und herwechseln.

„Blockchain-Technologie“ kann alles sein und ist meistens nichts

Dass es jedoch einen enormen Unterschied zwischen diesen beiden Begrifflichkeiten gibt, wird unter den Tisch fallen gelassen. Denn „die Blockchain“ ist die Bitcoin-Blockchain und bietet all die schönen Beispiele, an denen sich erklären lässt, warum die Technologie so revolutionär ist. „Blockchain-Technologie“ ist hingegen eine viel und gern benutzte, aber letztlich hohle Phrase, die nicht mehr bedeutet als „irgendwas mit Computern“, in der sich aber all das so wunderbar technik-mystisch verpackt lässt, was man mal machen will. Also vielleicht. Irgendwann mal. Vorausgesetzt es funktioniert. Was es wahrscheinlich nicht wird.

Zur Erinnerung: Die Idee von einem Internet-Geld ist so alt wie das Internet selbst. Trotzdem hat es Jahrzehnte an Forschung, Entwicklung und Experimentieren gebraucht, bis mit Bitcoin eine ernsthaft funktionierende Variante ihre Tauglichkeit in der Praxis beweist.

Die Vision, eine beliebig variierbare „Blockchain-Technologie“ (idealerweise ohne Bitcoin) zu erfinden, um sie für dieses oder jenes einzusetzen, ist daher keine Leistung. Behaupten kann man ja erst einmal viel. Den schönen Worten aber Taten folgen zu lassen, ist jedoch das, woran all die „Blockchain-Technologie“-Experten dieser Welt bislang scheitern. Denn die Realität zeigt: Entweder es funktioniert oder es hat nichts mit der Blockchain zu tun. (Vgl. dafür Aussagen wie „Wir arbeiten an der Blockchain der nächsten Generation. Aber ohne Blöcke und ohne Kette!“ oder „Das Tolle an unserer Blockchain: Sie ist wiederbeschreibbar!“ usw. usf.)

Sieben Milliarden „Blockchain-Experten“

Um ein „Blockchain-Experte“ zu werden, braucht man aber auch nicht viel. Sogar Sie, lieber Leser, liebe Leserin, sind doch schon längst einer:

  • Sie können Dinge in eine Excel-Tabelle eintragen? Sagen Sie ab jetzt, Sie arbeiten mit „Blockchain-Technologie“! Das klingt viel cooler.
  • Ihr Computer ist Teil eines Netzwerks, womöglich sogar des Internets? Glückwunsch! Sie arbeiten mit „Blockchain-Technologie“. Verlangen Sie sofort eine Gehaltserhöhung!
  • Sie haben schon einmal ein Backup gemacht? Schreiben Sie sich „Blockchain-Technologie-Experte mit Berufserfahrung“ auf die Visitenkarte. Ihre Kollegen werden staunen!

Blockchain-Widersprüche aufdecken!

Aber Spaß bei Seite. Wenn der Begriff „Blockchain“ beliebig gedehnt wird, und Realität und wilde Fantasien in einen Topf geworfen werden, entstehen daraus zwangsläufig Widersprüche. Auch in obigem Beitrag.

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Dort wird bspw. in einer kurzen Animation erklärt, wie die (Bitcoin-)Blockchain Banken und andere Intermediäre überflüssig macht. Kurze Zeit später wird über das Bankenkonsortium R3 berichtet, das mit der „Blockchain-Technologie“ den Zahlungsverkehr zwischen den Geldhäusern effizienter machen will.

Spätestens an dieser Stelle müssten doch sowohl der Autor als auch die Redaktion stutzig werden und sich fragen: Will da etwa eine Branche, die offensichtlich kurz davor steht, durch eine neue Technologie abgeschafft zu werden, dieselbe Technologie nutzen, um zuvor noch was auch immer damit zu machen? Sind die komplett bekloppt oder müssen wir den Begriff „Blockchain“ womöglich doch etwas differenzierter betrachten?

Beim SFR hat man sich scheinbar für erstere Antwort entschieden. Das ist zwar ganz sympathisch, hilft aber letztlich nicht weiter. Denn genau der gleiche Blockchain-Argumentationstrick wird auf jeder Fachveranstaltung genutzt, die ich in den letzten Monaten besucht habe, um substanzlose Projekte aufzubauschen, dadurch eine Innovationsfähigkeit vorzugaukeln, die schlichtweg nicht da ist und die Blockchain-Hype-Blase weiter zu befeuern.

Schauen Sie hinter den Blockchain-Hype!

Da die Medien dazu noch nicht in der Lage sind, kann ich Ihnen nur raten: Achten Sie selbst mal drauf, wenn Sie das nächste Mal einen Pitch, eine Präsentation oder einen Beitrag sehen, bei dem es um „Blockchain“ geht. Fragen Sie sich, wann (meist sehr subtil) mit den tollen Eigenschaften der Bitcoin-Blockchain geworben wird und wann die Voraussetzungen, die unweigerlich nötig sind, damit diese Blockchain funktioniert, still und heimlich unterschlagen werden, um ein ganz anderes Konzept zu rechtfertigen, dass ohne die Argumente der Bitcoin-Blockchain-Stärken aber eigentlich ziemlich dünn wirkt.

Sie werden überrascht sein, wie oft das passiert!

Hiermit versteht wirklich jeder die Blockchain

Vor kurzem habe ich den Blockchain-Leitfaden des Bitkom wegen massiver Fehler gründlich verrissen. Das musste sein, war aber aus didaktischer Sicht nur die halbe Miete. Denn wer so destruktiv über die Arbeit anderer urteilt, ist auch in der Pflicht konstruktiv an einer Verbesserung der Informationssituation mitzuwirken.

Blockchain Demo – Anschaulich, strukturiert, einfache Sprache

Da passt es ganz gut, dass ich gerade auf diese wirklich außergewöhnlich gute Blockchain-Demo von Anders Brownworth gestoßen bin.

Darin erklärt und zeigt er beeindruckend anschaulich, wie die Blockchain funktioniert und welche einzelnen Schritte und Parameter dafür notwendig sind. Und zwar mit so einfachen Worten und klug aufeinander aufgebaut, dass es auch für Einsteiger verständlich ist.

Beginnend mit der für Kryptowährungen elementaren und namensgebenden Grundlage,  dem kryptographischen Hash, über Blöcke, den Aufbau und die Funktion der Verkettung selbiger, die Bedeutung der Verteilung der Blockchain bis hin zu Transaktionen und der Frage, wie die Blockchain eigentlich weiß, wer wie viel Geld hat. Der Begriff Coinbase bezieht sich dabei übrigens nicht auf das gleichnamige Unternehmen.

Wer sich also dafür interessiert:
  • Was ein Block ist und warum die Verkettung von Blöcken so genial ist?
  • Wie die Blockchain im Detail funktioniert?
  • Warum man sie nicht manipulieren kann?
  • Was Mining ist und wofür das eigentlich gut ist?
  • Was ein Hash ist?
  • Warum Kryptowährungen so heißen?
  • Woher all die Bitcoin kommen?
  • Was eine weit verteilte, offene Blockchain so viel sicherer macht als eine wenig verteilte, zentralisierte (aka „private“)?

und danach selbst noch ein bisschen rumprobieren möchte, der sollte sich unbedingt obiges Video anschauen und dann auf Anders‘ Website (hier der Code auf Github) selbst ein bisschen rumhashen und –minen. Denn es besser kann man die Funktion der Blockchain nicht erfahren und verstehen.

Mehr so gute Bitcoin- und Blockchain-Lermaterialien unterstützen

Ich werde beides, Video und Online-Tool, direkt in meine Lehrveranstaltungen mit aufnehmen und hab Anders dafür was in seine Bitcoin-Kaffeekasse gesteckt. Wem dessen Arbeit ebenfalls hilfreich erscheint, der sollte das genauso machen. Denn Anders arbeitet zwar schon an einem zweiten Video, aber das ist aufwändig, wenn es ebenso gut werden soll und das sollte man daher ruhig etwas supporten.

Man ist nie zu alt, um Bitcoins zu minen

Statistiken behaupten, dass die, die sich mit Bitcoin beschäftigen, meist zwischen 20 und 35 Jahre alt sind. Das mag schon stimmen, aber dieser sympathische ältere Herr ist dann die passende Ausnahme. Immerhin bastelt er mit stolzen 75 Jahren gemeinsam mit dem Sohnemann an seiner Kryptowährungs-Mine. Die scheint angesichts des Lärms nicht gerade klein, immerhin minen sie neben Bitcoin auch Ethereum, Monero und Dash.  Und um die generationenübergreifende Krypto-Begeisterung komplett zu machen: Auf BItcoin und Co. hat ihn sein Enkel gebracht. Smarte Familie.

Beide, Vater und Sohn, sind übrigens Elektriker, wobei der Senior ganz nebenbei auch einen passablen Bauchredner mimt, so wenig wie er beim Sprechen die Lippen bewegt. Wahrlich beeindruckend dieser Mann.

The Church of Magic Money

Und da soll einer sagen, Geld sei ein trockenes Thema. Man muss einfach nur den emotionalen Kitsch von tausendundeinem Harry Potter mit maximaler Tränendrüse fusionieren, herzzerreißende Musik drunter und schon wird sich auch der skrupelloseste Bankster nicht klammheimlich eine Träne im Knopfloch verdrücken können. „Magic Money“ … wer braucht da schon Fakten.

Oder wie es jemand bei Reddit ganz trefflich formuliert: „It’s like a bitcoin video produced by the Church of Scientology.“