Pump & dump

Pumpen ohne Muckibude

Es gibt ja verschiedene Wege sich über die aktuellen Geschehnisse zum Thema Bitcoin und digitale Währungen zu informieren. Twitter ist auch hier ein sehr effektives Mittel und wer sich dort mal ein bisschen in der Szene umschaut, wird früher oder später auf den Begriff Pump & Dump stoßen, eine Form der Kursmanipulation, die bereits vom Aktienmarkt bekannt ist.

Dabei geht es – ganz kurz gesagt – darum durch eigene Verkäufe den Kurs zu drücken, um sich später bei einem niedrigeren Kurs wieder einzukaufen und so insgesamt die eigenen Anteile zu erhöhen oder andersherum durch eigene Ankäufe die Nachfrage zu steigern und den Preis hochzutreiben um dann im großen Stil mit Gewinn zu verkaufen. In beiden Fällen versuchen die Akteure eine Eigendynamik des Kurses zu provozieren und in der Regel sind es unerfahrene Händler, die bspw. durch Panikverkäufe die Gewinne der Dump & Pump-Initiatoren finanzieren.

Seitdem nun mehr nicht nur Bitcoins einen gewissen Wert erreicht haben, sondern auch hunderte verschiedene Altcoins mit nur wenigen Klicks an Bitcoin- und Altcoin-Börsen gehandelt werden können, lassen sich mit Pump & Dumps auch bei digitalen Währungen attraktive Gewinne erzielen. Vorausgesetzt man schafft es eine gewisse Diskretion zu bewahren.

Insofern ist es vermutlich nicht im Interesse der Pump & Dump-Profiteure, dass bunnydog auf Reddit eine exemplarische Beschreibung eines erfolgreichen Altcoin-Pump & Dumps gepostet, eine lebhafte Diskussion ausgelöst und damit wichtige Auklärungsarbeit zum besseren Verständnis undurchsichtiger Kursmanipulationen an Börsen – online wie offline – geleistet hat.

Doge Defender Episode #1: How a Pump and Dump Works – Reddit

Bildnachweis: „We got control“ Flickr-User !unite (CC BY 2.0)