Schlagwort-Archive: Finanzen

Bitcoin-Presseschau #89

Wie bereits in der letzten Presseschau angekündigt, gibt es neuerdings immer mal wieder Ausgaben mit eigenem Schwerpunkt. Dieses Mal liegt dieser auf Branchen und Hintergründen. Denn in den letzten Wochen haben sich bei mir ganz unterschiedliche Veröffentlichungen angesammelt, die eindrucksvoll die Breite zeigen, in der das Thema Bitcoin/Blockchain mittlerweile wahrgenommen wird.

Diese Presseschau schlägt daher einen Bogen von Wahlen über Energie, Finanzen, Politik bis zu Gesundheit und gibt Einblicke in den jeweiligen aktuellen Stand der Entwicklungen.

Bitcoin-Presseschau #89 weiterlesen

Vote for Bitcoin!

Kurze Durchsage in eigener Sache: The Coinspondent ist in der Auswahl für den Finanzblog Award 2015 und mich freut das natürlich sehr.

Denn vor einiger Zeit war das Thema „Geld“ auch für mich unglaublich öde, abstrakt und langweilig. Aber dann kam Bitcoin und Bitcoin änderte alles. Heute denke ich jeden Tag über Geld nach. Und über das Internet. Und darüber wie digitales Geld die Welt verändert. Das ist unglaublich spannend.

Deshalb versuche ich zu beobachten und zu verstehen und all das, was ich dabei selber lerne und entdecke hier, auf coinspondent.de, aufzuarbeiten und anderen zugänglich zu machen. Schön, wenn das Anerkennung findet.

Vote for Bitcoin!

Deshalb möchte ich hier kurz auf die Möglichkeit des Publikumsvotings hinweisen, bei dem ihr eure Stimme in die Waagschale werfen und eure Unterstützung für das Finanzthema Bitcoin zeigen könnt.

Der Fairness halber sei auch darauf hingewiesen, dass auch der Bitcoinblog zur Auswahl steht. Damit sind immerhin zwei von 32 Seiten Blogs mit ausdrücklichem Bitcoin-Schwerpunkt. Das ist für den Anfang schon eine ganz ordentliche Quote. Dennoch kann jeder Teilnehmer nur eine Stimme abgeben. Ihr müsst euch also gut entscheiden, damit wir am Ende sagen können …

you have chosen wisely

 

Bitcoin – 2013 und heute

Diese beiden Präsentationen sind nicht mehr brandaktuell, aber für ein Rechercheblog wie dieses hier unverzichtbar. Die erste ist der immer noch aktuelle State of Bitcoin Report von Coindesk für das dritte Quartal 2014. Das Medienunternehmen bereitet ja alle Vierteljahre die neuesten Zahlen und Statistiken rund um Bitcoin auf und man kann diese Veröffentlichungen von der Bedeutung her vielleicht ein bisschen mit Quartalszahlen und Jahresberichten vergleichen, die Unternehmen an der Börse veröffentlichen. Standardlektüre also für Unternehmer, Investoren und alle, die hübsch und anschaulich aggregierte Bitcoin-Daten suchen.

Bitcoin – 2013 und heute weiterlesen

Show me the money!

Neulich bin ich bei Recherchen auf Count My Crypto gestoßen und nachdem ich mich an den designtechnischen Hardcoretrip gewöhnt hatte, hab ich mich richtig begeistert durch das Angebot geklickt und meinen immensen Kryptoreichtum kalkuliert. Denn genau das macht Count My Crypto: Es berechnet den Gesamtwert der eigenen Bitcoins und Altcoins.

Show me the money! weiterlesen

Lesetipp #3 – Crypto-Crowdfunding

Techcrunch – Bitcoin 2.0 Crowdfunding Is Real Crowdfunding

Crowdfunding gilt ja als eine der großen Erfolgsgeschichte des Internets. Dabei ahnen die meisten Menschen nicht einmal, welches Potential wirklich darin steckt, kombiniert man Crowdfunding mit Kryptowährungen. Immerhin hat allein Ethereum hat mit seinem Ether Sale in anderthalb Monaten mehr als 27.000 Bitcoin zusammengetragen. Im damaligen Gegenwert von mehr als 13 Millionen US-Dollar.

Dabei war das quasi ein Geheimprojekt, von dem die Öffentlichkeit außerhalb des Krypto-versums noch nichts mitbekommen hat. Trotzdem spielt Ethereum damit auf Anhieb schon in der oberen Liga „bekannter“ Crowdfunding-Projekte. Das ist nicht nur beeindruckend, sondern zeigt den Weg: Wo Crowdfunding derzeit aufhört, fängt Crypto-Crowdfunding erst an.

Bildnachweis: Simon Cunningham „Crowdfunding“ (CC BY 2.0)

Happy Birthday, Weltwirtschaftskrise!

Heute ist der 85. Jahrestag des symbolischen Scharzen Freitags, der 1929 die Weltwirtschaft mal wieder in eine tiefe Krise riss. Damals crashte die New Yorker Börse wegen rückhaltloser Spekulationen und zog auch Deutschland in eine tiefe Depression. Erst wirtschaftlich, dann auch gesellschaftlich als sich verzweifelte Menschen von extremistischen Parolen verführen ließen. Die beschämende Konsequenz kennen wir hinreichend aus nahezu jedem Schulfach.

Noch heute sind die Auswirkungen dieser Krise spürbar. Der NSU, die schleichende Aushöhlung von freiheitlich-demokratischen Grundrechte durch den Staat und der erfolgreiche Stimmenfang neuer Parteien mit wieder einmal platten Parolen und rückwärtsgewandten Ideologien irgendwo zwischen dummdreist und offen radikal.

Dass es Zufall sein soll, dass diese Phänomene wieder einmal vermehrt in wirtschaftlichen Krisenzeiten auftreten, ist schwer vorstellbar. Dass weitere Krisen kommen werden, vermutlich unvermeidbar. 85 Jahre Weltwirtschaftskrise – auf dich, du siffender Ausschlag am Arsch des Kapitalismus!

Zur Feier des Tages hat 3sat einen Themenabend zusammengestellt, den sie – obwohl das Jubiläum auf einen Freitag fällt – bereits am vergangenen Montag ausgestrahlt haben. Verstehe einer diese Programmplanung. Da die Beiträge dadurch aber in der 3sat-Mediathek auch nur noch wenige Tage verfügbar sind, habe ich den Themenabend hier noch einmal nachgebaut. YouTube sei Dank.

Happy Birthday, Weltwirtschaftskrise! weiterlesen

„Die Politik der Notenbank ist am Ende“

Gestern lief beim Deutschlandfunk ein beunruhigendes Interview mit dem Ökonomen Max Otte, der 2006 in seinem Buch „Der Crash kommt“ die Finanzkrise beschrieb, wie sie ein Jahr später dann auch einsetzte.

In diesem Interview spricht er nun über den kapitalistischen Erfolg hemmungsloser Schuldenpolitik im Vergleich zum biederen deutschen Sparkurs, vergleicht die verzweifelte und dennoch erfolglose Zinspolitik der EZB mit dem Ende der DDR und fordert, dass sich der Hightech-Standort Deutschland durch gezielte Investitionen endlich aus seiner allgemeinen Amerika-Abhängigkeit emanzipieren solle. Solide Thesen. Nicht unbegründet.

Die Chancen, dass bald noch einmal alles krachen geht, sieht er bei fifty-fifty und empfiehlt daher nicht allein auf Fiat-Geld zu vertrauen, sondern sich zu diversifizieren.

Notiz an mich: Muss bei Gelegenheit Herrn Otte mal fragen, was er von Bitcoin hält.