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Apples Vorsprung schmilzt rapide

Der Deal, mit dem Apple Pay das mobile Bezahlen revolutionieren soll, ist folgender: Apple ermöglicht es dem Nutzer ganz bequem mit seinem Smartphone über NFC zu bezahlen und dafür nimmt das Unternehmen Gebühren und sammelt und vermarktet sämtliche Bezahldaten der Kunden.

Gerade letzteres ist einer der Hauptkritikpunkte an Apple Pay und stößt vielen an Datenschutz interessierten Menschen bitter auf. Die können sich aber jetzt – noch bevor Apple Pay die USA überhaupt verlassen hat – auf eine weltweit verfügbare, bereits in 40(!) Sprachen übersetzte Alternative freuen. Denn Bitpay hat gerade erst seine neue POS-App Bitcoin Checkout vorgestellt.

Diese App ermöglicht es jedem Händler, der über eine Internetverbindung und ein entsprechendes mobiles Endgerät verfügt, sofort Bitcoin-Zahlungen per NFC anzunehmen. Dabei fallen (bisher) weder Gebühren an, noch werden Kundendaten gesammelt. Vielmehr setzt Bitpay auf ein „open wallet ecosystem“.

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Was Apple dabei zu denken geben sollte, ist nicht nur der Verlust seines Apple Pay-USP, sondern auch die Rasanz, mit der konkurrierende, möglicherweise bessere Bezahloptionen entstehen. Bitpays App ist ja nicht die einzige NFC-Alternative. Mit CoinBlesk testen Informatikstudenten der Uni Zürich derzeit ihr Bitcoin Bezahlmodell, das sogar Zwei-Wege-NFC-Kommunikation nutzt, bei der eine Partei also keinen Internetzugang haben muss.

Allein diese beiden  Beispiele deuten an wie viel leistungsfähiger ein Innovationsumfeld sein kann, wie es die offene und dezentrale Struktur von Bitcoin ermöglicht. Apple als zentralisierte Blackbox wird es mittel- und langfristig sehr schwer haben dagegen anzukommen.


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