PocketCap – Der private BTC-Portfolio-Tracker

Vorgestern ist der Bitcoin-Kurs zum ersten Mal in diesem Jahr über 10.000 US-Dollar gestiegen. Mittlerweile liegt er wieder darunter. Dennoch ist das für viele eine symbolisch wichtige Marke, die aufhorchen lässt.

Welche Bedeutung die 10k-Marke aber letztlich für das eigene Portfolio hat, ist von Fall zu Fall verschieden. Hat man darüber gekauft, ist man noch immer im Minus. Hat man seine Bitcoins sehr günstig erworben, ist der Kurs natürlich exorbitant gut. Hat man jedoch sowohl darüber als auch darunter gekauft, ist es gar nicht so leicht, zu sagen, ob man gerade im Plus oder im Minus liegt.

PocketCap zum Investmenttracking

Wer daher den sich ja schon seit einigen Monaten abzeichnenden Kursfrühlings nutzen will, sich nun endlich mal einen fundierten Überblick zu verschaffen, wie man selbst eigentlich kurstechnisch so dasteht, für den könnte die Browser-App PocketCap von Sergiu Bologa eine hilfreiche Option sein.

Beispielportfolio: 3 mal Bitcoin zu unterschiedlichen Preisen gekauft, fast 100% Gewinn gemacht.

Wer zum Beispiel vor Jahren mal 10 Bitcoins zum Preis von je 1000 USD, später dann noch einmal 5 Bitcoins für je 10.000 USD nachgekauft und voller Enthusiasmus sogar 1 Bitcoin beim All-Time-High von 20.000 USD gekauft hat, sieht hier schnell, dass er zum jetzigen Zeitpunkt unterm Strich mit rund 76.000 USD Zuwachs seine Investition nahezu verdoppelt hat.

Da die Seite die Daten von Coinmarketcap zieht, kann man dem eigenen Portfolio neben Bitcoin auch noch eine Vielzahl von anderen Altcoins hinzufügen und sich seine Investitionsübersicht dementsprechend haargenau konfigurieren. Vorausgesetzt natürlich man weiß überhaupt noch, wann man was zu welchem Kurs gekauft hat.

Schutz von Daten und Privatsphäre

Doch selbst wenn man das weiß, stellt sich die Frage, ob man diese Daten überhaupt an einem Punkt gesammelt preisgeben möchte? Denn bekanntermaßen ist es keine gute Idee allzu viele Details über das eigene Portfolio bekannt werden zu lassen.

Sergiu ist sich dieses Dilemmas natürlich bewusst und hat PocketCap dementsprechend als möglichst private Open Source-Lösung konzipiert, bei der die eingegebenen Daten den Browser nicht verlassen. Im Reddit-Thread erklärt er das etwas ausführlicher:

It’s private for a few reasons:

  1. The data you enter never leaves your browser. The communication between your browser and the server is made only to get data from the server and never to send any data. You can check this by looking at the code (it’s open source) or by looking in the browser’s Developer Tools -> Network tab and see what requests are made to the server. You’ll see there all the data exchanged between the server and the browser.
  2. The portfolio is persisted by using the URL hash. So every time you create a portfolio the hash in the URL is changed to contain the data you entered and you can use that to later access your portfolio. That generated URL is in your complete control, the browser never sends it to the server.
  3. There’s a feature that remembers your last added portfolio but again is 100% in your browser and never leaves it. The mechanism is called LocalStorage and it’s a way to store some data in user’s browser without using a server for this. You can check this by accessing the app from another browser.
  4. This is the made idea behind this app, to keep it private and only in your control. So if we can consider that your browser is in your full control, than PocketCap is also in your full control.

Wenn man PocketCap also nicht gerade auf einem öffentlichen oder ungeschützt zugänglichen Rechner ausführt, kann man es also durchaus nutzen. In jedem Fall ist es sauber und ansprechend designed und bietet viele hilfreiche Informationen, selbst wenn man sich nur mal einen groben Überblick über den Stand des eigenen Investments verschaffen möchte oder ein „Hätte-ich-mal“- oder „Was-wäre-wenn“-Szenario“ durchspielen möchte.