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Bitcoin- & Blockchain Presseschau #90

Nachdem wir im aktuellsten Honigdachs-Podcast bereits eine thematische Weltreise unternommen und die Bitcoin-Situation in verschiedenen Ländern und Regionen angesprochen haben, knüpft diese Presseschau direkt daran an und widmet sich ebenfalls einer internationalen Perspektive. Denn das Thema Bitcoin und Blockchain stößt in vielen Teilen der Welt auf wachsendes Interesse. Eine Übersicht aktueller Ereignisse bietet sich daher an.

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Afrikanische Bitcoin-Pionier-Staaten

Wenn von Bitcoin und Afrika gesprochen wird, dreht es sich meist um immer nur die selben Staaten, allen voran Kenia und Südafrika. Dass das viel zu stereotyp und einseitig ist, zeigt dieser Artikel über afrikanische Länder, die eine Pionierrolle bei Bitcoin übernehmen könnten.

Bitcoin-Afrika ist mehr als nur Kenia und Südafrika

Klar, Kenia und Südafrika gehören selbstverständlich auch in diese Liste, aber wie groß das Potential für Bitcoin auf den Seychellen, in Ghana, Marokko, Simbabwe und Tunesien ist, war mir in dem Maße bisher noch nicht bewusst.

Mal gibt es dort eine ziemlich gute Internetabdeckung als gute Voraussetzung mal spielen andere Faktoren wie hohes Bildungniveau, viel Tourismus oder die bereits bestehende Banken- und Finanzinfrastruktur eine Rolle. In Tunesien bspw. gibt es dem Artikel zufolge eine Rekord-Handyverbreitung von 120 Prozent, was bedeutet, dass es dort rund zehn Millionen mehr Mobiltelfone gibt als Einwohner.

Und obwohl der Bitcoin-Weg trotzdem in vielen Ländern noch sehr weit sei, wäre das Potential vielversprechend, so das Fazit.

M-Pesa – Kenias Mobile-Payment-Erfolg

Gestern lief eine neue Folge der Serie Digitales Bezahlen, bei der ich wöchentlich im Programm von detektor.fm über Bitcoin und andere digitale Währungen berichte.

Nach drei Wochen intensiver Beschäftigung ging es dieses Mal neben aktuellen Ereignissen aus der Welt des digitalen Bezahlens um M-Pesa. Das kenianische Vorzeigeprojekt des Mobile Payment hat bezahlen mit dem Handy nicht nur im eigenen Land zum Standard gemacht, sondern ist mittlerweile in Afghanistan, Südafrika, Rumänien, Mosambik, Indien und sogar im EU-Land Rumänien verfügbar.

M-Pesa ist die kenianische Erfolgsgeschichte des Mobile Payments
Bei mehr als 80.000 in Kenia Agenten verfügbar: M-Pesa

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Rückblick Bitcoin-Filmfestival

Am Samstag fand in Berlin das Bitfilm-Festival statt, bei dem rund fünf Stunden lang nur Filme rund um das Thema Bitcoin auf dem Programm standen. Das war ziemlich viel Input und ich habe gar nicht erst versucht alle Filme zu sehen, da ich zwischendurch noch Interviews geführt habe. Aber was ich gesehen habe, war eine sehr gute Auswahl.

Nun tourt das Festival um die Welt und für alle, die am Samstag nicht kommen konnten und auch nicht das Glück haben in Rio, Kapstadt, Seoul und Co. vor Ort sein zu können, hier ein paar der Perlen, die gezeigt wurden und im Netz verfügbar sind. Sehenswert auch deshalb, weil einige der Filme frisch aktualisiert und erweitert wurden.

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„Es ist wichtig, Bitcoin erklären zu können“

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Aaron Koenig organisiert das Bitfilm Festival.

Morgen in einer Woche findet in Berlin das Bitfilm Festival statt, das erste Filmfestival, das sich ganz dem Thema Bitcoin widmet. Organisator Aaron Koenig will Bitcoin damit ein bisschen aus der Tech- und Finanzecke herausholen und einer breiten Masse zugänglich machen. Ich habe vorab mit ihm über die Idee dahinter gesprochen, an wen sich das Festival eigentlich richtet und warum es möglich ist, den Sieger zu kaufen.

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Lesetipp #2 – Crypto for Africa

How Can Digital Currency Enable Farmers in Africa?

Neulich habe ich die Infografik mit den horrend hohen Überweisungskosten verlinkt, die vor allem Afrika besonders hart treffen. Eine Erklärung dafür findet sich in obigem Artikel: Weil selbst bei innerafrikanischen Transaktionen ausländische Banken (vor allem in Nordamerika) involviert sind, liegen die Kosten so hoch.

Eine mögliche Lösungen: Kryptowährungen, die Transaktionen über eine Blockchain abwickeln.

Die teure Welt der Überweisungen

Der Guardian hat eine eindrucksvolle Infografik zusammengestellt, die die ausbeuterische Ungerechtigkeit bei den Gebühren internationaler Überweisungen veranschaulicht. Unter diesen leiden, wenig überraschend, vor allem die Entwicklungsländer, deren Bevölkerung vielfach darauf angewiesen ist, dass Wanderarbeiter ihren Lohn zurück zu ihren Familien schicken.

Afrika bekommt die Gebührenlast dabei am deutlichsten zu spüren. Durchschnittlich 11,55 Prozent kostet eine transnationale Überweisung, wenn es in eine Land auf dem schwarzen Kontinent geht. Dazu zählen auch Überweisungen innerhalb Afrikas. So fallen bspw. beim Geldtransfer von Südafrika ins Nachbarland Botswana unglaubliche 22,69 Prozent Gebühren an. Laut Weltbank gingen den Menschen in Botswana im Jahr 2012 auf diese Weise 8,17 Millionen US-Dollar verloren. Einfach nur, weil Banken jeden Fünften Dollar für sich behielten.

Das in Summe meiste Geld wird übrigens von den USA nach Mexiko geschickt (22,81 Milliarden, 2012) , dafür fielen mit 7,26 Prozent jedoch nur verhältnismäßig „moderate“ Gebühren an. Nichtsdestotrotz verdienten die Banken ob der enormen Geldmenge auch so stattliche 1,66 Milliarden US-Dollar.

Unter den weltweit 30 teuersten Transferkorridoren ist Deutschland übrigens gleich sechs Mal vertreten. Mit Ghana (17,04 Prozent), China (16,18 Prozent), Marokko (14,56 Prozent), Kroatien (14,53), das 2012 aber auch noch nicht Mitglied der EU war, Nigeria (14,45 Prozent) und dem Libanon (12,79 Prozent).

Am günstigsten ist es dem Guardian zufolge Geld von Russland nach Armenien zu schicken. Das kostet „nur“ 1,72 Prozent. Aber auch das ist im Vergleich zu den Bitcoin-Transaktionsgebühren immer noch eine ganze Menge.

Bitcoin & Afrika

Ich habe schon lange nichts mehr über afrikanische Bitcoin- und Mobile Payment-Entwicklungen gebracht. Das hole ich nun mit diesen drei Linktipps nach:

How is the Bitcoin Start Up Scene in Africa? – Übersicht über Entwicklungen und spezialisierte Unternehmen in verschiedene Ländern. Besonders stark vertreten: Ost- und Südafrika.

Sierra Leone Fashion Company Brings Bitcoin to West Africa – Die gute Nachricht: Bitcoin kommt langsam auch in Westafrika an. Die schlechte: Sierra Leone ist eines der Länder, die gerade massiv von der außer Kontrolle geratenen Ebola-Epidemie betroffen sind.

Ten Days in Kenya With No Cash, Only a Phone – Bemerkenswerter Roadtrip von Businessweek-Autor Charles Gräber, der von New York nach Kenia geflogen ist, um dort herauszufinden wie es ist zehn Tage lang nur mit dem Handy zu bezahlen. Bestes Zitat nachdem der Autor ein kenianisches Handy gekauft und problemlos binnen kürzester Zeit all sein Bargeld in digitales verwandelt hat: „I feel like a caveman who’s just been handed a Bic lighter.“

Funky Kryptowährung

In Südafrika hat Simon de la Rouviere Anfang des Jahres ein Open-Source-Bandprojekt mit eigener Kryptowährung ins Leben gerufen: The Cypherfunks.

40 Mitglieder hat die Band weltweit bisher und 6,8 Milliarden FUNKS sind schon im Umlauf. Noch haben die nicht sonderlich viel Wert, aber trotzdem verändert die bandeigene Währung die Wahrnehmung und die Wertschätzung von Musik im Netz schon jetzt, macht sie doch vor allem eines deutlich: wie wertlos „Likes“ tatsächlich sind.

Für die heutige Ausgabe der Netzkultursendung Breitband habe ich darüber mit dem Band- und Währungsgründer Simon de la Rouviere und mit Musikern und FUNK-Minern aus der ganzen Welt gesprochen und stelle The Cypherfunks und die bisher entstandene Musik in einem Beitrag vor.

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