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Honigdachs #4 – Bitcoins kaufen

Die vierte Folge von Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig ist.

Honigdachs – 04 – Wie kommt man an Bitcoins?

Dieses Mal sprechen wir darüber wie und wo man am einfachsten Bitcoins kaufen und verkaufen kann und plaudern dabei nicht nur aus dem Nähkästchen unserer eigenen Erfahrung, sondern haben uns auch einen Gast dazugeschaltet: Gideon Galasch, der die deutsche Bitcoin-Käufer-Verkäufer-Plattform bitcoin-treff.de ins Leben gerufen hat, nachdem sich LocalBitcoins „aus regulatorischen Gründen“ aus Deutschland zurückgezogen hatte.

Alles in allem eine bunte Stunde voller deutscher Marktplätze, chinesischer, bulgarischer und slowenischer Börsen, der Gretchenfrage nach Anonymität und dem ewigen Problem mit Bitcoin-Geldautomaten.

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Exchangewar – Kampf der Bitcoin-Börsen

Ziemlich martialisch der Name, den sich die Website exchangewar.info gegeben hat, führt die Seite doch nur ein detailliertes Ranking über Bitcoin-Börsen weltweit. Zugegeben – die Konkurrenz beim Kampf um Kunden und Trader mit aktuell mehr als 100 gelisteten Börsen bei derzeit maximal 5,5 Millionen Bitcoin-Nutzern durchaus groß, aber „Krieg“ herrscht da nicht.

Unabhängig davon ist exchangewar.info aber ein sehr interessantes Tool, denn die aufgeführten Börsen lassen sich neben dem Namen nach diversen weiteren Kriterien sortieren.

Preistreiber-Nachtigall China, ick hör dir trapsen!

Vom Handelsvolumen der letzten 24 Stunden her sind bspw. die chinesischen Börsen OK Coin, Huobi, BTCC und BTC 100 ganz vorne, wobei das chinesische Handelsvolumen exorbitant ist. Die aktuelle Nummer eins, OK Coin, hat mit knapp 650.000 gehandelter Bitcoins ein mehr als 18-mal so großes Handelsvolumen, wie die erste nicht-asiatische Börse, Bitstamp (Platz sieben, 35.000 Bitcoin, Stand 17.10. 23:00 Uhr).

Wer sich also fragt, wo die Ursachen für den derzeit markanten Kursanstieg von Bitcoin liegt, sollte Richtung Asien schauen und nicht in die USA zu den Gebrüdern Winklevoss und deren kürzlich mit viel Promo- und Medien-Tamtam gestarteter Bitcoin-Börse Gemini. Die hat laut exchangewar.info nämlich gerade mal ein Handelsvolumen von 460 Bitcoins und liegt damit auf Platz 36.

Wo sitzen eigentlich die ganzen Börsen?

Ebenfalls sehr hilfreich: exchangewar.info listet auch den Standort der Börsen auf und wenn man diesen Filter anklickt, sieht man dass in nahezu allen deutschen Nachbarländern Bitcoin-Börsen sitzen: Dänemark, die Niederlande, Frankreich, Polen, selbst in Österreich ist eine, wenn man da definitorisch ein Auge zudrückt.

Darüber hinaus gibt es noch die Kriterien „Gebühren“, „Zahlungsmöglichkeiten“, „Kryptowährungs-Handelsoptionen“, „besondere Features“ und aktuelle „News“ des Unternehmens und je mehr man sich durch die Filter klickt, desto interessanter wird der Blick auf diesen Bitcoin-Börsen-„Kriegsschauplatz“.

NYXBT – der „offizielle“ Bitcoin-Index der NYSE

Die New Yorker Börse (NYSE) hat vor ein paar Tagen damit begonnen einen eigenen Index für den aktuellen Bitcoin-Kurs auszugeben, den NYSE Bitcoin Index, kurz NYXBT. In der Pressemitteilung heißt es dazu:

„Der NYXBT-Index wird den Wert einer Bitcoin-Einheit in US-Dollar repräsentieren, gemessen aus laufenden Transaktionen ausgewählter Bitcoin-Börsen, die evaluiert wurden und den Qualitätsstandards der NYSE entsprechen.“

Der „offiziellere“ Bitcoin-Kurs mit schlechteren Daten

Auf den ersten Blick ist das natürlich eine großartige Nachricht, denn ein quasi „offizieller“ Kurs macht den Umgang mit Bitcoin für viele Marktteilnehmer wesentlich einfacher, für manche sogar überhaupt erst möglich. Denn es stimmt schon. Wenn die NYSE mit ihrer Marktmacht und mit dem eigenen Ruf bürgt, dann bewirkt das mehr als wenn ein Open Source Projekt wie bspw. Bitcoin Average die Daten für den aktuellen Kurs bereit stellt.

Wobei letztere aber trotzdem die deutlich valideren Daten haben, denn der NYXBT beruht bisher nur auf den Handelsdaten einer einzigen Bitcoin-Börse: Coinbase, an der die NYSE selbst Anteile hält. Das macht den Index natürlich anfällig, denn Coinbase ist zweifelsohne ein Schwergewicht des Bitcoin-Ökosystems, aber es ist nur ein (amerikanischer) Marktteilnehmer von vielen (globalen) und den aktuellen Bitcoin-Wert nur aus einer einzigen Quelle zu beziehen ist unter statistischen Gesichtspunkten fahrlässig.

Mehr Daten sind geplant

Aber der NYXBT ist auch erst der Anfang. Die NYSE will künftig sowohl noch weitere Indices herausgeben als auch zusätzliche Datenquellen erschließen. Vierteljährlich soll dabei die Methodik überprüft werden und hoffentlich entscheidet das Komitee dann auch häufiger als bisher den aktuellen Index-Wert zu veröffentlichen. Nur einmal am Tag ist für Bitcoin zumindest bisher noch deutlich zu wenig.

Vaultoro – Zwei Brüder, Gold und Bitcoin II

Vor gut einem Monat habe ich schon einmal über das deutsch-britisch Bitcoin-Startup Vaultoro berichtet. Nun folgt das zweite Interview mit einem der beiden Gründer-Brüder, Philip Scigala. Denn Ziel dieser kleinen Serie ist es in regelmäßigen Abständen zu dokumentieren wie es ist ein Bitcoin-Startup zu gründen, welche Herausforderungen es dabei zu bewältigen gibt und was andere Gründer aus den Erfahrungen von Philip und Joshua lernen können.

Diese Reihe soll so auch eine Ermutigung für all die sein, die bereits eine gute Idee haben, aber die Gründerinitiative noch nicht ergriffen haben. Denn jetzt ist die Zeit und Bitcoin die Gelegenheit.

Philip, mir ist ein Vaultoro-Erklärvideo aufgefallen, als ich auf eure Website geschaut habe. Warum habt ihr euch entschieden das zu produzieren?

Weil es sowohl für Bitcoin-Neulinge, als auch für „Veteranen“ eine sehr gute und effektive Informationsquelle ist. Natürlich kann sich jeder durchlesen, worum es bei Vaultoro geht. Aber nicht umsonst ist Youtube die zweitgrößte Suchmaschine der Welt. Leute schauen sich einfach lieber ein Erklärvideo an, anstatt lange Seiten mit Erklärungen zu lesen. Und gerade bei Bitcoin und der Komplexität des Themas ist ein Video meiner Meinung nach das Medium um etwas zu erklären. Aber auch die wahrgenommene Seriosität wird durch ein professionelles Video erheblich gesteigert.

Merkt ihr denn einen Effekt durch das Video? Sollten man das als potentieller Bitcoin-Gründer gleich von Anfang an mit einplanen?

Bei uns hat das Video gerade in der Anfangsphase schon merklich dazu geführt, besser wahrgenommen zu werden.

Und ganz allgemein gefragt. Wie ist der Zwischenstand bei Vaultoro? Geht eure Geschäftsidee bisher auf?

Vaultoro läuft super. Wir haben jetzt 730 angemeldete Benutzer und über 4 Kilo Gold verkauft. Das Team ist immer noch dasselbe, aber wir stehen in Kontakt mit einer Investorengruppe und eventuell kommen wir in den nächsten ein bis zwei Monaten zu etwas Kapital um unser Team zu erweitern. Hauptsächlich werden wir dann weitere Entwickler einstellen, damit die fleißig an der Plattform arbeiten.

Weil ihr, wie ich gesehen habe, einen großen internen Meilenstein erreicht habt, von dem du schon recht lange gesprochen hast.

Genau. Seit ein paar Tagen haben wir endlich unsere API online geschaltet. Damit können jetzt Leute auf der ganzen Welt den Vaultoro Bitcoin-Gold-Markt in Trading-Apps, Preiswidgets etc. einbauen. Zum Beispiel, wenn ein User immer die Hälfte seines Vermögens in Bitcoin, die andere Hälfte in Gold halten will. Wenn er unsere API in sein Handelsprogramm einbaut, kann das nun automatisch den aktuellen Kurs abfragen und je nachdem Gold an- und verkaufen. Die Vaultoro-Daten lassen sich damit aber nun auch auf Seiten wie bitcoinwisdom.com anzeigen, die detaillierte Preise und andere Statistiken für Händler aufbereiten.

Mal eine tagesaktuelle Frage. In Großbritannien ist gerade erst gewählt worden und die Abstimmung über einen „Brexit“, das Ausscheiden der Briten aus der Europäischen Union, wird wahrscheinlich bald kommen.  Inwieweit seht ihr mit Geschäftssitz in London einen „Brexit“ als Gefahr für euer Unternehmen?

Es wird uns wahrscheinlich eher weniger betreffen, da wir persönlich nicht mit staatlichen Währungen wie Pfund oder Euro handeln und ich glaube auch nicht, dass eine Abspaltung von Großbritannien zu grundlegenden Veränderungen der Gesetzgebung innerhalb Englands führen würde. Aber ich halte einen Ausstieg derzeit auch nicht für realistisch. Der wäre fatal für die Wirtschaft auf der Insel und einen halben Ausstieg wird der Rest der EU nicht dulden.

Und ganz allgemein zum Abschluss: Was hast du seit unserem letzten Gespräch über Bitcoin dazugelernt?

Das jeder, der ein Bitcoin-Unternehmen führt, sehr nett und hilfsbereit ist. Die Community ist großartig. Wir arbeiten zu Zeit mit mehreren Bitcoin-Unternehmen zusammen an einer möglichen Kooperation. Leider darf ich darüber aber noch nicht mehr verraten.

Hinweis in eigener Sache: Vaultoro ist Werbe- und Medienpartner von The Coinspondent. Die Werbepartnerschaft ist auf Bannerwerbung begrenzt. Die Medienpartnerschaft beinhaltet die Begleitung der Entwicklung des Unternehmens. Ziel ist es am Beispiel von Vaultoro die Unternehmung „Bitcoin-Startup gründen“ zu dokumentieren und andere Gründer zu ermutigen ihre eigenen Bitcoin-Ideen umzusetzen. Vaultoro hat keinen Einfluss auf die redaktionelle Berichterstattung.

Vaultoro – zwei Brüder, Gold und Bitcoin

Ich bekomme häufiger E-Mails, in denen ich gebeten werde über dieses oder jenes Startup zu berichten. Dass ich dem nicht jedes Mal nachkommen kann, liegt auf der Hand. Denn zum einen wäre das dann hier eine kunterbunte PR-Plattform für scammy Altcoin-Börsen-Händler und kein journalistisches Rechercheblog mit inhaltlichem Anspruch und zum anderen verfüge auch ich nur über begrenzte Ressourcen.

Der erste Eindruck zählt

Deshalb habe auch ich Kriterien, nach denen ich relevante von irrelevanten Informationen selektiere. Manche davon kann man in jedem guten Journalismus-Handbuch nachlesen, die anderen habe ich für mich selbst gewählt. In jedem Fall helfen sie mir das aus der Masse der hohlen Marketingphrasen herauszufischen, was eine gute Geschichte beinhaltet und einen Mehrwert für den Leser bietet. So wie die Mail, die ich vor einiger Zeit vom jungen deutsch-britischen Startup Vaultoro bekam.

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Darin stellte Joshua Scigala, einer der beiden Gründer, sich, seine persönliche Bitcoin-Historie und seine Geschäftsidee vor und nachdem wir kurz darauf bei der Inside Bitcoins in Berlin zufällig nebeneinander am selben Tisch saßen und ins Plaudern gerieten, wusste ich, dass es sich lohnt über Vaultoro zu berichten. Denn die Idee ist spannend, die Gründer authentisch und ich hatte ohnehin vor einen stärkeren Fokus auf die im weitesten Sinne deutsche Bitcoin-Community zu legen.

Im Gespräch: Vaultoro-Gründer Philip Scigala

Ich habe daher die Gelegenheit genutzt und nun ein ausführliches Interview mit Philip Scigala geführt, dem Berliner Part der Gründerbrüder, über die Idee hinter Vaultoro, ihre Ambitionen und die Herausforderungen ein Bitcoin-Unternehmen aufzubauen. Die Idee zu Vaultoro, soviel vorneweg, ist ihnen ganz klassisch-sympathisch eines Abends nach ein paar Cocktails in einer Bar gekommen.

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Bitcoin ist so durchschnittlich

Und das ist gut so. Denn mag die dezentrale Verteilung über das Netzwerk viele herausragende Stärken mit sich bringen, sie birgt auch Schwächen. Und diese Schwächen können sich zu echten Problemen entwickeln. Zum Beispiel, wenn man den aktuellen Bitcoin-Kurs wissen will.

Bitcoin-Wertunterschiede sind für Trader interessant …

Klar, jede Börse und jeder Marktplatz hat eine Anzeige für den aktuellen Kurs. Aber die zugrundeliegenden Daten sind dabei in der Regel immer nur die eigenen. Dass es zwischen denen aber markante Unterschiede geben kann, ist kein Geheimnis.

… aber nicht für Ottonormal-User

Ein einheitlicher, verlässlicher Bitcoin-Preis ist aber eines der zentralen Kriterien, für die angestrebte mass adoption, also für die flächendeckende Verbreitung von Bitcoin. Denn als User will ich im Alltag feststellen können, wie viel meine Bitcoins gerade wert sind. Ich will dabei aber nicht unbedingt nicht wissen, wie viel sie gerade an dieser Börse wert sind oder an jener. Ich will wissen wie viel sie überall wert sind.

Zentralität hat auch ihre Vorteile

Zum Glück gibt es daher Durchschnittsrechner wie Bitcoin Average, deren Ziel es ist die Harmonisierung und Weiterverwendbarkeit von Bitcoin-Daten sicherzustellen.

Diverse Anbieter von Wallet-Apps oder anderen Bitcoin-Dienstleistungen nutzen die zugehörige API bereits als Grundlage, allerdings längst nicht alle. Das führt zum Beispiel auf meinem Handy immer wieder zu dem skurrilen Ergebnis, dass die gleiche Anzahl Bitcoins in der einen Wallet nicht ebenso viel wert ist wie in der anderen. Für mich als erfahrenen User ist das nur nervig. Für Bitcoin-Einsteiger irritierend und abschreckend.

Bitcoin im Daten-Dilemma

Auf der anderen Seite sind zentralisierte Bitcoin-Daten aber auch kritisch. Bitcoin Average bspw. ist zwar ein transparentes Open Source-Projekt, wird letztlich aber von nur zwei Personen betrieben. Ein kritischer Punkt, der wieder Vertrauen in die Integrität erfordert.

Aber Bitcoin Average ist ja auch nicht der einzige Daten-Aggregator und wenn viele verschiedene Anbieter irgendwann auf dieselbe Datenbasis zurückgreifen (was sie bisher aber faktisch noch nicht machen), dann ließe sich auch dieses Problem wieder dezentralisieren.

Außerdem gibt es ja noch institutionelle Player wie bspw. die NYSE, die explizit angekündigt haben mehr Transparenz in die Preisgestaltung von Bitcoin bringen zu wollen. Ein gutes Zeichen dafür, dass Bitcoin bald eine einheitliche, reale Kaufkraft haben könnte.

Bitcoin-Presseschau #59

Die Bitcoin-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitale Währungen zusammen. Für die Woche vom 23. bis 29. März 2015 mit folgenden News und Themen:

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Digitales Bezahlen #11 – Der Bitcoin-Podcast

Jeden Mittwoch gibt es hier die aktuelle Folge des #DigitalesBezahlen-Podcasts, den ich in Kooperation mit dem Leipziger Onlineradio detektor.fm produziere. Abonnieren kann man den Podcast hier. Mehr Informationen und eine Übersicht über alle bisherigen Folgen gibt es auf der zugehörigen Podcast-Seite.

Gestern habe ich über die neue Coinbase-Bitcoin-Börse gesprochen, für die die New York Stock Exchange höchstselbst mit ihrem Namen bürgt und darüber, dass das quasi das offizielle Ende von Bitcoin als belächelte Nerd- und Hackerwährung und der Anfang der Ära des digitalen Geldes ist.

Nach dem Klick noch der ausführliche Artikel.

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