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Bitcoin-Center „House of Nakamoto“ in Wien eröffnet

Ich hatte vor einiger Zeit schon auf das House of Nakamoto in Wien hingewiesen. Nun ist der „Bitcoin-Shop“, wie ihn der ORF in seinem zeitlich nur begrenzt online verfügbaren Fernseh-Beitrag nennt, eröffnet und ich bin gespannt, wie der prominent im Herzen Wiens platzierte Anlaufpunkt für Bitcoin-Interessierte angenommen wird.

Das nächste Bitcoin-Austria-Meetup findet jedenfalls schon dort statt und neben obigen ORF-Beitrag hab ich für einen weiteren Eindruck dieses Youtube-Video gefunden, das mehr ins Innere geht, allerdings mit anstrengend lauter Fahrstuhl-Musik hinterlegt wurde. Aber für einen ersten Eindruck reicht es.

https://youtu.be/WBsnJyhR4vE

Was ich mich nun nur noch frage, ist, warum es zwar einen @HouseOfNakamotoTwitter-Account gibt, aber houseofnakamoto.at, houseofnakamoto.com und houseofnakamoto.de komplett ins Leere führen?

Österreich, das Bitcoin-Land

Ich habe schon einige Male darauf hingewiesen, wie viel dynamischer die Österreicher mit dem Thema Bitcoin (und Blockchain) umgehen als wir. Neben Bitcoin-Automaten können Bitcoins dort nämlich auch schon lange flächendeckend in mehr als 600 Trafiken gekauft werden.

Nun zeigen zwei weitere Ereignisse, dass sich Österreich seinen festen Platz auf der Bitcoin-Karte zu Recht verdient hat.

Bitcoin und Blockchain Teil der österreichischen Digitalstrategie

Erstens wird Bitcoin in der (wirklich toll aufbereiteten) digitalen Strategie der Österreichischen Bundesregierung ganz offen als einer der „Meilensteine der Digitalisierung“ aufgelistet.

bitcoin österreich
Der wichtigste digitale Meilenstein im Jahr 2008: Bitcoin wird beschrieben

Darüber hinaus wird auch die Blockchain als möglicher Zukunftstrend explizit beschrieben:

„Eine Blockchain ist ein dezentrales Protokoll, das dauerhaft und unveränderbar definierte Transaktionen zwischen zwei Parteien innerhalb eines Netzwerks erfasst. Dabei gibt es keinen Mittelsmann mehr, weil eine Blockchain öffentlich und weltweit für alle zugänglich ist. Sie gehört niemandem und ist durch diese Transparenz nahezu unmanipulierbar. Diese Technologie kann die Art und Wiese, wie wir Verträge abschließen, an Börsen handeln oder Bankgeschäfte erledigen, grundlegend verändern. Zum Beispiel könnten in Zukunft digitale Verträge mittels Blockchain-Technologie fälschungssicher gemacht werden.“

House of Nakamoto eröffnet in Wien

Aber nicht nur die Bundesregierung treibt das Thema voran. In Wien entsteht mit dem House of Nakamoto gerade ein öffentlicher Bitcoin-Hub auf einer der Hauptshoppingstraßen, der – so hört man es zwitschern – wohl so etwas wie ein zentraler Anlaufpunkt für Bitcoin-Neugierige und -Interessierte werden soll.

Es ist wohl schon offen, sodass man vorbeischauen und sich Bitcoins am lokalen Geldautomaten kaufen kann. Die Adresse ist:

Mariahilferstraße 49, 1060 Wien

house of nakamoto google maps

Sobald ich mehr über das House of Nakamoto in Erfahrung gebracht habe, gibt es hier ein Update. Vielleicht schaffe ich es ja auch mal selbst wieder nach Wien.

Österreichischer Blockchain-Contest

Dass unsere österreichischen Nachbarn in puncto Bitcoin/Blockchain umtriebig sind und uns dabei gerne auch mal einen Schritt voraus, habe ich hier ja schon häufiger thematisiert. Und um diese These direkt zu untermauern, veranstaltet der BlockchainHub Graz in Kooperation u.a. mit der lokalen Sparkasse(!) einen Blockchain-Startup Contest.

Bis 31. Oktober können sich Gründer, Entwickler und Projektinitiatoren (wohl nicht nur österreichische) dort mit ihren Ideen, Startups und Prototypen bewerben und um Preise im Gesamtwert von 15.000 Euro konkurrieren. Diese werden aber selbstverständlich nicht in Euro, sondern in Bitcoin und Ether ausgezahlt.

Intention des Wettbewerbs noch nicht ganz klar

Allerdings wird aus der Website nicht ganz ersichtlich, was die eigentliche Intention dieses Wettbewerbs ist. Geht es nur darum die Ideen ins Rampenlicht zu holen? Wird es ein Event zum Netzwerken geben? Interessiert sich womöglich die Sparkasse selbst für die eingereichten Projekte oder ist diese nur formal ein Unterstützer?

Ein paar mehr begleitende Informationen würden dem Contest also gut tun. Ein bisschen Zeit ist ja aber auch noch und die Seite soll beständig aktualisiert werden.

Noch mehr BlockchainHubs

BlockchainHubs gibt es übrigens nicht nur in Graz, sondern auch in Berlin und Brüssel. In weiteren Ländern sind sie im Aufbau.

Praxistest: Bitcoins kaufen in Österreich

In Deutschland ist es noch immer vergleichsweise schwer an Bitcoins zu kommen. Mal eben Bitcoins im Wert von 10 oder 20 Euro zu kaufen, ist zwar machbar, aber umständlich. Denn entweder braucht man ein Bitcoin-Meetup in der Nähe, muss einen Privat-Verkäufer finden oder den aufwändigen Registrierungsprozess bei einer Bitcoin-Börse im Internet hinter sich bringen.

Österreich ist deutlich bitcoinfreundlicher als Deutschland

In Österreich ist das anders. Dort kann man Bitcoins nicht nur ganz bequem am Automaten kaufen, sondern Dank des Services von bitcoinbon.at das digitale Geld schon seit einiger Zeit auch an über 600 Verkaufsstellen im ganzen Land erwerben.

Da ich meinen Sommerurlaub gerade erst in Österreich verbracht habe, wollte ich die Gelegenheit nutzen, mal auszuprobieren, wie genau bitcoinbon.at funktioniert. Und ich war angenehm überrascht, wie einfach, schnell und reibungslos der Bitcoinkauf vonstattenging, wenngleich der Service in einigen Punkten aber durchaus noch verbessert werden kann.

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Bitcoin-Presseschau #69

Die Bitcoin-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitales Geld zusammen. Für die Woche vom 13. bis 19. Juli 2015 mit folgenden News und Themen:

  • Neues vom Bitcoin-Kurs
  • deutsches Interesse an Bitcoin steigt
  • Österreichs zweiter Bitcoin-ATM hängt in Wien
  • Bitcoin – das ideale Reisegeld
  • Bitcoin meets Minecraft – ein Zwischenfazit
  • Urlaub in der Bitcoin-City Arnhem
  • Bankenwelt im Umbruch
  • Bankenwelt verschläft Trends
  • Banken stehen auf die Blockchain
  • Warum Banken auf die Blockchain stehen
  • Meta-Bitcoin-Firmen gehen an die Börse
  • Sofortüberweisung ist unzumutbar
  • Apple Pay in UK und kaum einer merkt’s

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Der ORF über Bitcoin in Österreich

Dass Bitcoin in Österreich ein Thema ist, darüber berichte ich hier ja gerne immer wieder. Allerdings waren das bisher immer nur Einzelmeldungen bspw. über Bitcoins, die man neuerdings an Trafiken kaufen kann, Regulierungsentscheidungen oder Ähnliches. Also alles eher Schlaglichter, die hier und da bestimmte österreich-spezifische Bitcoin-Ereignisse in den Fokus gerückt haben.

Bitcoin in Österreich – ein umfassender Gesamtüberblick

Mit großem Interesse habe ich daher diesen Radio-Beitrag über Bitcoin in Österreich der Ö1-Sendung matrix – computer und neue medien vom vergangenen Sonntag angehört. Der bietet nämlich erstmals einen umfassenden und  detaillierten Gesamtüberblick über die österreichische Bitcoin-Situation, wie man ihn so bisher noch nicht bekommen hat.

Dabei geht es von Bitcoins am Würstelstand über lokale Wirtschaftsexperten, die erwarten, dass „Bitcoin genauso schnell wieder verschwinde, wie es gekommen ist.“ bis hin zum ersten Bitcoin-Geldautomaten, der zunächst nur aus Prestigegründen aufgestellt wurde, dessen Nutzung sich aber immer größerer Beliebtheit erfreut.

Radio macht Bitcoin in Österreich erfahr- und erlebbar

Dass es sich hierbei um einen Radiobeitrag handelt, verleiht der Darstellung eine ganz besondere Qualität. Nicht nur, dass alle Gesprächspartner durch ihre regionale Sprachfärbung unglaublich sympathisch klingen, sondern die Stimme und die Art und Weise wie über das Thema Bitcoin gesprochen wird, verrät sehr viel mehr über die Überzeugung und das Selbstbewusstsein, mit dem die Protagonisten agieren, als es ein schriftlicher Artikel vermitteln könnte. Das gilt auch für die subtil mitklingende Überraschung darüber, wie gut Bitcoin in Österreich angenommen wird.

Auch wenn es quasi „nur“ um ein direktes Nachbarland geht, bekommt man durch diesen ORF-Beitrag über Bitcoin in Österreich so auch einen sehr plastischen Eindruck, was es in der Realität bedeutet, wenn von Bitcoin als staatenlosem Geld oder als globalem Phänomen gesprochen wird. Denn Bitcoin findet überall auf der Welt statt und die Menschen beginnen es zunehmend in ihren jeweiligen Alltag und ihre spezifische Lebensumwelt zu integrieren.

Lieber gleich hören!

Kleiner Hinweis noch am Rande: Ich weiß nicht, ob es in Österreich ähnliche Beschränkungen wie die hirnlosen deutschen Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag gibt, die dazu zwingen Inhalte nach einer bestimmten Frist wieder aus dem Netz zu nehmen. Deswegen empfehle ich den Beitrag zeitnah zu hören. Man kann ihn zwar auch downloaden, aber das nur kostenpflichtig.

Bild: “Classic old radio 1960s or 70s style” Flickr-User theslowlane (CC BY 2.0)