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Verlässliche Bitcoin-Seiten und Services finden

Ich saß schon häufiger in Veranstaltungen, die mich intellektuell nicht hinreichend fesselten und dachte darüber nach, ob es nicht eine Möglichkeit gäbe, Webseiten und Services mit Bitcoin-Bezug sinnvoll irgendwo im Netz aufzulisten. Als Anlaufstelle für alle, die irgendwas zum Thema Bitcoin recherchieren wollen und als Abbild des Ökosystems.

Aber über mehr als erste Gedanken zu einem Google für das Internet des Geldes™ bin ich dabei bislang nicht hinausgekommen. Umso mehr freut es mich also, dass mit dem bitcoin.directory bereits ein ähnliches Projekt existiert, dass sich dieser nicht ganz leichten Aufgabe angenommen hat, ein zentrales Info-Archiv für ein dezentrales Netzwerk aufzubauen.

Ein Thema, viele verschiedene Kategorien

Es liegt in der Natur der Sache, dass man auf solch einer Seite nicht alle Informationen finden wird, die man sucht. Aber wer sich mal zu Themen Wallets, Jobs, Bitcoin-Tools und anderen einen ersten Überblick verschaffen will, für den ist bitcoin.directory ein guter Anlaufpunkt.

Zudem kann man auch helfen das Verzeichnis zu erweitern und zu verbessern.

Cointape & die ideale Transaktionsgebühr

Je höher die freiwillige Gebühr ist, die man bei einer Bitcoin-Transaktion zu zahlen bereit ist, desto höher die Priorität der Miner eben diese Transaktion in den nächsten Block zu integrieren. Denn die Miner kassieren diese Gebühr und wenn einmal sehr viele Transaktionen gleichzeitig stattfinden, haben Sparfüchse eventuell das Nachsehen und müssen länger warten bis ihre Zahlung vom Bitcoin-Netzwerk verarbeitet und bestätigt wird. Idealerweise sollte man bei jeder Bitcoin-Zahlung die Transaktionsgebühr also so wählen, dass sie für die Miner interessant ist, man aber nicht mehr ausgibt als nötig.

Die ideale Bitcoin-Transaktionsgebühr finden

Genau das will cointape.com ermöglichen, indem die Blockchain-Daten der jeweils letzten drei Stunden ausgewertet werden um darauf basierend die idealen Transaktionsgebühren vorhersagen zu können. Jetzt gerade sind für eine durchschnittliche Transaktion 0,000101 BTC (ca. 2 Cent) empfohlen.

Die Wallet regelt die Gebühren

Manche Wallet-Anbieter passen die Gebühren mittlerweile selbstständig dynamisch an, andere ermöglichen nur voreingestellte statische Gebühren und bei dritten kann man manuell bestimmen. Für letzteres wäre das Angebot von cointape.com besonders interessant.

Kürzere Bitcoin-Adresse gefällig?

David Shares schreibt unter anderem für den Blog von blockchain.info und seine Nähe zu dem Angebot hat ihn vermutlich auf die Idee zu btcaddr.es gebracht, einem Bitcoin-Adressen-Verkürzer für blockchain.info-Wallets.

Sicherheitsbedenken mitbedacht

Was mich zunächst irritiert hat: Warum sollte ich jemandem meine Wallet-Adresse anvertrauen, der sie manipulieren könnte und damit Bitcoins umleiten, wenn mir jemand welche schickt? Das allerdings hat David Shares durchaus bedacht, denn blockchain.info-Adressen können individuell getagged werden. Und das bedeutet selbst wenn ich einen Adress-Shortener wie btcaddr.es benutze, würde ich den Betrugsversuch erkennen, weil mir blockchain.info die Validität meiner markierten Adresse bestätigt oder eben nicht. Deswegen funktioniert der Service aber eben auch nur für blockchain.info-Adressen.

QR-Codes sind nicht immer hilfreich

Trotzdem ist die Idee gut, denn QR-Codes sind zwar eine feine Sache, aber nicht in jeder Lebenslage die einfachste Variante eine Bitcoin-Adresse zu kommunizieren. Am Telefon zum Beispiel. Da wäre btcaddr.es/coinspondent die sicherere Option, falls ich mir jemals zusätzlich auch noch eine blockchain.info-Wallet zulegen werde.

Coinsplit – Immerhin die Idee ist gut

Die Idee von coinsplit.io finde ich wirklich gut, denn sie ist sehr anwenderfreundlich. Es gibt eine zentrale Adresse und wenn dorthin Bitcoin geschickt werden, dann wird die Summe automatisch nach einem voreingestellten Schlüssel aufgeteilt und an die jeweiligen Unter-Adressen verschickt.

Wenn nun bspw. ein Café Bitcoin nimmt, dann könnte man über die Coinsplit-Idee eine zentrale Trinkgeld-Adresse einrichten und jeder Betrag, der an diese Adresse geht, würde automatisch auf die Wallets der Angestellten verteilt und vom Koch bis zum Kellner bekäme jeder seinen gerechten Anteil.

Als Service ist Coinsplit also eine gute Sache, aber ich würde davon abraten auf den gleichnamigen Anbieter zurückzugreifen.

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Bitcoins kaufen international

howtobuybitcoins.info ist ein einfacher, aber sehr nützlicher Service, wenn es um die Frage geht: Wie kann ich in welchem Land Bitcoins kaufen? Die Website listet auf Anfrage nämlich sowohl alle direkt vor Ort ansässigen Bitcoin-Börsen und Marktplätze auf, als auch diejenigen, die zumindest ihren Service in dem jeweiligen Land anbieten.

Bitcoins kaufen kann man überall

In Usbekistan bspw. gibt es – wenig überraschend – bisher keinen lokal ansässigen Anbieter, dafür aber die Möglichkeit auf einen der 25 angezeigten, global agierenden zurückzugreifen. Die meisten Namen der Börsen und Marktplätze sagen mir jedoch wenig, wobei wir aber bei einem weiteren praktischen Anwendungsgebiet für howtobuybitcoins.info sind: Recherche.

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Bitcoin verlieren in Übersetzung

Eigentlich ist der Service, den badbitcoin.org bietet eine wirklich gute Idee. Die Seite listet nämlich betrügerische Bitcoin-Websites auf und von denen gibt es wahrlich nicht zu knapp. Überzogene und irrealistische Renditeversprechen, Phishing, Trojaner, gefälschte Identitäten, Schneeballsysteme – digitales Geld weckt die Gier der Menschen und den Anreiz selbige bei anderen, wenn mit Leichtgläubigkeit gepaart, auszunutzen. Davor will badbitcoins.org warnen und schützen.

Eine noble Idee, wären da nicht ein paar Dinge, die den Service an den Rand der Lächerlichkeit ziehen. Zum Beispiel die nicht nachvollziehbaren Kriterien, nach denen potentiell betrügerische Seiten beurteilt werden.

Wobei das allerdings noch das geringste Übel ist. Viel schlimmer ist die automatische Bing-Übersetzung der Website. Die sorgt dafür, dass sich die gesamte Website liest, als hätte man eine dieser skurril-irritierend übersetzten fremdsprachigen Bedienungsanleitungen in der Hand. Kleines Beispiel gefällig?

Wenn Sie Werbung, gibst du die Einnahmen um Betrüger. Die stetig steigenden Auszahlung Schwelle Betrug bedeutet, dass Menschen nie Auszahlung für ihre Arbeit erreichen können. Eure Arbeit hier profitiert nur die Betrüger. Für niedrige Schwelle PTCS gehen. Fick diese exploitational Twats. Oh. Und kein Https auf Login.“

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„Super Silk Road“ oder digitale Freihandelszone?

Die kürzliche Schließung der Silk Road 2.0 und anderer illegaler Handelsplattformen im Darknet durch das FBI und Europol haben eines eindrucksvoll bewiesen. Solange es zentrale Server oder reale Personen als Betreiber gibt, sind diese identifizier- und angreifbare Schwachpunkte, die früher oder später ausgenutzt werden.

Letztlich also die bekannte „Napster-Problematik“, die auch die aufwändigsten Schutz- und Verschleierungsmaßnahmen nicht lösen können. Einziger bisher bewährter Weg: Dezentralisierung.

Man könnte also annehmen, dass Open Bazaar die ideale neue Plattform für all die Geschäfte wird, von der Käufer und Verkäufer nicht wollen, dass sie allzu öffentlich und nachverfolgbar stattfinden. Drogen, Waffen, Spionagesoftware. Das Übliche eben.

Etwas ganz anderes haben jedoch die Entwickler im Sinn. Ihnen geht es mit Open Bazaar vielmehr um die Loslösung von institutionellen Mittelmännern, die Gebühren verlangen, sensible Daten abgreifen oder den Handel nach ihrem Gutdünken zensieren.

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The Coinspondent ab jetzt auch im Radio!

Ach, wie habe ich mich auf diesen Tag gefreut. Heute um 18 Uhr startet nämlich meine Kooperation mit dem Leipziger Online-Radio detektor.fm und gemeinsam bringen wir ab jetzt jeden Dienstag Bitcoin, Kryptowährungen und digitales Bezahlen als regelmäßige Rubrik ins deutschsprachige Hörfunkprogramm. Live im Stream und für alle Ewigkeit als Podcast zum Nachhören.

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Show me the money!

Neulich bin ich bei Recherchen auf Count My Crypto gestoßen und nachdem ich mich an den designtechnischen Hardcoretrip gewöhnt hatte, hab ich mich richtig begeistert durch das Angebot geklickt und meinen immensen Kryptoreichtum kalkuliert. Denn genau das macht Count My Crypto: Es berechnet den Gesamtwert der eigenen Bitcoins und Altcoins.

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