M-Pesa

M-Pesa – die afrikanische Bitcoin-Alternative

Kryptowährung und digitale Währung. Häufig wird beides synonym verwendet, aber es gibt einen Unterschied zwischen den Begriffen. Während sich Kryptowährung ganz spezifisch auf Bitcoin und Altcoins bezieht, umfasst die Kategorie digitale Währungen sowohl Kryptowährungen, als auch andere digitale „Währungen“, die nach einem anderen Prinzip funktionieren. Also zum Beispiel mit einer zentralen Verwaltungsinstanz, aber dennoch ohne Banken.

Die wohl wichtigste digitale Währung in diesem Bereich ist das M-Pesa genannte kenianische Zahlungssystem, das seit 2007 vom Mobilfunkanbieter Safaricom (Vodafone und Orange hängen da mit drin) angeboten wird und sich als kenianische Überraschungs-Erfolgsgeschichte mittlerweile auch in diversen anderen afrikanischen und asiatischen Ländern etablieren konnte.

Grund dafür ist die einfache Anwendung. Als User braucht man weder Konto noch Bank, sondern nur ein einfaches Handy. Bei einem Agent – das kann im Prinzip jeder noch so kleine Händler sein – zahlt man Geld ein, schickt es per PIN und SMS an eine andere Mobilfunknummer und der Empfänger kann sich das Geld dann wiederum bei einem anderen Agent seiner Wahl auszahlen lassen.

Das Prinzip ist so simpel, die Benefits für alle Beteiligten aber enorm, eine Argumentation, die ja letztlich genauso auch für Bitcoin immer wieder herangezogen wird. In Punkten Technik und Verbreitung ist M-Pesa Bitcoin allerdings um einiges voraus. Immerhin laufen bereits mehr als 40 Prozent von Kenias Bruttoinlandsprodukt über M-Pesa und ohne Smartphone sind Bitcoin-Transaktionen bisher auch kaum möglich.

Für mehr Informationen zu M-Pesa empfehle ich diesen Hyperland-Artikel: Mobilservice M-Pesa macht Banken Konkurrenz. Dieser Artikel der The Sydney Morning Herald geht noch mehr auf den direkten Vergleich zwischen M-Pesa und Bitcoin ein: The next currency killer: African e-money M-Pesa.

Bildnachweis: „m-pesa“ von Flickr-User Bumi (CC BY-SA 2.0)