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Die Jagd nach dem Bitcoin-Comic

Ich habe mir gerade mein Exemplar von Bitcoin – The Hunt for Satoshi Nakamoto vorbestellt.

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Dass es früher oder später auch ein Comic über Bitcoin geben würde, war abzusehen. An konkret diesem Projekt finde ich jedoch gleich mehrere Aspekte spannend. Zum einen handelt es sich um das erste Projekt von Swarm, einer Bitcoin-Crowdfunding-Plattform, die ich seit einiger Zeit beobachte. Zum anderen ist es eine der ersten nennenswerten Counterparty-Anwendungen.

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Bitcoin – das Hörbuch

Am Anfang fand ich die Idee ja eher lustig-befremdlich das Bitcoin Whitepaper von Satoshi Nakamoto als Hörbuch online zu stellen – immerhin gehören komplexe technisch-wissenschaftliche Texte nicht unbedingt zu der Art Hörbuch, die man sich mal eben beim Bügeln oder auf langen Autofahrten anmacht, um sich die Zeit zu vertreiben. Je mehr ich mich aber damit befasse, desto sinnvoller finde ich die Idee.

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Woah! Bitcoin!

Dieses Video ist so wunderbar, dass ich es mir den ganzen Tag lang anschauen könnte. Es zeigt – wohl größtenteils basierend auf den Bitcoin-Github-Daten – das Wachstum und die technische Weiterentwicklung von Bitcoin zwischen dem 29.8.2009 und dem 16.10.2013.

Eigentlich ein eher ödes Thema, aber Dank des Software Version Control Visualization Tools Gource und einem cleveren Soundtrack tatsächlich eine faszinierende, begeisternde und angenehm kurzweilige Präsentation, die veranschaulicht mit wie viel Vitalität und Verve die damaligen Akteure den Bitcoin-Code über mehr als vier Jahre pflegten, weiterentwickelten und ausdifferenzierten.

Gleichzeitig ist dieses Video eine visuelle Hymne auf Open Source, denn die Entwickler kommen und gehen – so wie Satoshi Nakamoto, der bei Minute 1:36 noch einmal kurz über seinem Werk schwebt, sich dann aber zurückzieht – Bitcoin wächst davon unabhängig aber weiter und weiter.

The complete Satoshi Nakamoto

Wer sich selbst mal näher mit dem mysteriösen Bitcoin-Erfinder Satoshi Nakamoto und seinen Ideen auseinander setzen will, dem empfehle ich sich auf der Seite des Satoshi Nakamoto Institute umzuschauen. Dort findet man nämlich neben einem ziemlich umfangreichen Literaturbereich mit allerlei Papers und Artikeln, die teilweise auch aus der Prä-Bitcoin-Ära stammen und mit Recht als Grundlage für das Bitcoin Whitepaper gelten auch sämtliche E-Mails von Satoshi Nakamoto aus der Cryptography Mailing List und seine Forenbeiträge bei der P2P Foundation.

Besonders lesenswert finde ich dort den ersten Beitrag von Satoshi Nakamoto vom 11. Februar 2009, in dem er nicht nur den ersten Bitcoin-Client vorstellt, sondern auch seine Gründe nennt, die ihn zur Entwicklung von BItcoin bewegt haben. Den ganzen Post gibt es nach dem Klick.

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Bitcoin-Pioniere

Ich halte es grundsätzlich für falsch herausfinden zu wollen, wer sich hinter dem Pseudonym Satoshi Nakamoto verbirgt. Der oder diejenigen haben sich entschieden sich der Öffentlichkeit nicht zu offenbaren und niemandem steht es zu diese Entscheidung in Frage zu stellen, so groß die Neugier auch sei. Es wäre eine andere Sitution, wenn Satoshi Nakamoto noch weiterhin aktiv und präsent wäre, dann könnte man das Interesse an ihm möglicherweise mit seinem Status als Person der Zeitgeschichte rechtfertigen, aber er hat sich zurückgezogen bevor Bitcoin auf breites öffentliches Interesse gestoßen ist und das sollte respektiert werden.

Eine gute Sache hat die Suche nach Satoshi Nakamoto jedoch. Sie sorgt dafür, dass eindrucksvolle Geschichten über herausragende Menschen entstehen und die die Leistung und das Leben der Protagonisten mit Fingerspitzengefühl, Einfühlungsvermögen und kritischem Respekt hinterfragend würdigen können. Geschichten, die ohne die Suche nach Satoshi Nakamoto niemals geschrieben worden wären.

Eine dieser Geschichten ist der vor Kurzem bei Forbes erschienene Artikel „Nakamoto’s Neighbor: My Hunt For Bitcoin’s Creator Led To A Paralyzed Crypto Genius“. Dieser erzählt nämlich viel weniger die Geschichte der Suche nach Satoshi Nakamoto (vom Finden ganz abgesehen) als die von Hal Finney, einem Kryptographie-begeisterten Computergenie, der sowohl an der Ausarbeitung von PGP wie auch unmittelbar an der Weiterentwicklung von Bitcoin in der Frühphase beteiligt war. In diesem Zusammenhang stand er damals nicht nur im engen Mailverkehr mit Nakamoto, sondern hat auch die allererste Bitcoin-Transaktion von diesem bekommen. Hal Finney als Bitcoin-Pionier zu bezeichnen ist also durchaus gerechtfertigt und ich habe selten einen persönlicheren Artikel über das doch eher trocken-technische Thema Bitcoin gelesen und das hat nichts damit zu tun, dass Hal Finney an ALS erkrankt ist, einer Krankheit, bei der man zunehmend die Kontrolle über die Muskeln verliert.

Ich überlege ja schon länger eine eigene Seite/Kategorie anzulegen, auf der ich die mit Abstand herausragendsten Bitcoin-/Altcoin-Artikel sammle. Das werd ich jetzt wohl in Angriff nehmen, denn dieser gehört dort definitiv hin.

Ode to Satoshi

Country hat ja die Angewohnheit sich gerne mal mit schmissigen Melodien und einem hurtigen Takt ins Ohr zu schmeicheln und dort für längere Zeit als Loop zu verweilen. John Barrett nutzt das mit seiner Ode to Satoshi gnadenlos aus, ist aber ein zu talentierter Musiker, als dass man ihm deswegen böse sein könnte. Außerdem ist der subtile Jesus-Vergleich so schön selbstironisch:

„Well Satoshi Nakamoto that’s a name I love to say
And we don’t know much about him,
but he came to save the day
When he wrote about the way things are
and the way things ought to be
He gave us all a protocol this world had never seen“

Die ganzen Lyrics gibt’s in der Videobeschreibung bei YouTube das Lied mit Standbild hier:

Mind-Blowing-Bitcoin-Speech

Auf der diesjährigen DLD Conference gab es ein Panel mit dem Namen Bitcoin: Money Sans Frontieres.

Im Mittschnitt sind vier sehr interessante Kurzvorträge plus Gruppendiskussion zu sehen, die zwar leider meist ohne die Präsentationsfolien abgefilmt wurden, aber einen sehr interessanten Einblick in die Bitcoin-Thematik aus unterschiedlichen Blickwinkeln geben. Zum Beispiel aus dem argentinischen, wenn man sich Gedanken über die finanzielle Zukunft der eigenen Kinder macht.

Wer keine Stunde Zeit hat sich das ganze Video anzuschauen, dem empfehle ich zum Vortrag von Johann Gevers bei Minute 36 zu springen, der bei mir mit seiner Rede einen echten Mind-Blow-Effekt ausgelöst hat. Er erweitert nämlich den Betrachtungshorizont und ordnet Bitcoin in einen viel größeren gesamtgesellschaftzlichen Prozess ein, in dem künstliche, fehleranfällige, zentralistische Strukturen in Politik und Wirtschaft dank dezentraliserter Energieerzeugung, dezentraler Produktion und eben dezentralem Finanzsystem überwunden werden können.

Nun habe ich endlich auch verstanden, warum die Erfindung des massentauglichen 3-D-Druckers ebenso wie die des Bitcoins ein ebenso brillianter wie relevanter Meilenstein für die freie Gestaltung unserer Zukunft ist.

Bei Minute 54:13 enthüllt im Übrigen Satoshi Nakamoto seine wahre Identität. Überraschung: Er ist Deutscher und kann tatsächlich nicht so gut mit Worten umgehen. Und leider teilt er das Schicksal jedes großen unbekannten Heldens. Keiner glaubt ihm. Er hätte also auch sagen können er sein Batman.

Satoshi Wer?

Die Kollegen von Vice haben einen sehr lesenswerten Artikel online, der dem Bitcoin-Erfinder-Phantom Satoshi Nakamato nachspürt. Ob es nun immer ein und dieselbe Person war, die unter dem Pseudonym in Newsgroups und Foren aktiv war, ist auch aus den gesammelten Zitaten nicht eindeutig herauszulesen. Immerhin lassen diese aber Rückschlüsse auf die politische Motivation Satoshis zu. Er ist wohl kein Anarchist, aber zutiefst enttäuscht von der Ungerechtigkeit einer Politik, die sich willfährig von einem maroden Finanzsystem in Geiselhaft nehmen lässt.

Nehmen wir mal an das stimmt so, dann ist Satoshi in jedem Fall ein positives Beispiel und politisches Vorbild, dass sich nicht mit Missständen zufrieden gibt, sondern im Rahmen seiner Möglichkeiten aktiv wird. Und wenn man eben, so wie er es von sich behauptet, besser mit Code als mit Worten umgehen kann, dann erschafft man so etwas einfaches wie Bitcoin. Denn, falls man seinen vermeintlichen Zitaten Glauben schenkt, widmet sich Satoshi mittlerweile „komplexeren Aufgaben“. Was eine Ansage.

Die Statements des rätselhaften Bitcoin-Schöpfers Satoshi
Nakamoto
– Vice