Bitcoin-Presseschau

Presseschau 2014/5

Die Coinspondent-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links der Woche zusammen. Diesmal für die Woche vom 27. Januar bis 2. Februar 2014.

Besonders lesenswerte Artikel

Neue Ideen für das Bitcoin-Herzstück

Die Blockchain ist das Herzstück des Bitcoin-Protokolls. Sie ist das fälschungssichere Bitcoin-Kassenbuch. Ihre Funktion wiederum ist nicht nur auf Bitcoin begrenzt, sondern ließe sich auch auf andere  Wert-Transaktionen übertragen. So wäre es z.B. möglich künftig Firmenanteile über eine Blockchain handeln. An Visionen und Ideen mangelt es jedenfalls nicht.

The Greater Promise of a Blockchain – Bitcoin Magazine

Frauen an den Bitcoin

Bitcoins und digitale Währungen sind leider ein von Männern dominiertes Feld. Mit allen dazugehörigen unschönen Begleiterscheinungen. Zum Beispiel Sexismus. Den erlebte die Bloggerin Arianna Simpson auf einem Bitcoin-Meetup. Sie nutzt den Anlass einen #Aufruf zu starten, damit sich mehr Frauen jetzt, in der Pionierzeit digitaler Währungen, mit eigenen Ideen mutig engagieren. Bevor sich Bitcoin endgültig als Männerdömäne etabliert. Löblich und unterstützenswert!

This is What it’s Like to Be a Woman at a Bitcoin Meetup – Arianna Simpson
Bitcoin und die Chance für Frauen, eine neue Männerdomäne zu verhindern
– Netzwertig

Streitbare Bitcoin-Vision

Neue Bitcoin-Anwendungen könnten Kreditwürdigkeits-Scores und aufwändige Verträge ersetzen. Eine spannender Ansatz. Dass Vertrauen jedoch nicht nur eine Finanz-Variable, sondern auch ein zwischenmenschliches Ereignis ist, vernachlässigt Cathy Reisenwitz. Trotzdem ein lesenswerter Artikel.

Smart Property’s Promise for the Poor – Bitcoin Magazine

Und was war sonst noch so los?

Verhaftungen im Bitcoin-Business

Geldwäsche und Drogenhandel über die Silk Road-Website werden Charlie Shrem, Chef von BitInstant.com und Vicepräsident der Bitcoin Foundation, vorgeworfen und führten am vergangenen Sonntag zu seiner Verhaftung. Shrem und Komplizen drohen nun lange Haftstrafen. Illegale Machenschaften sind jedoch kein Phänomen des Bitcoins, sondern der Finanzbranche im Allgemeinen. Dementsprechend blieb auch der Kurs des Bitcoin von der Meldung nahezu unbeeinflusst.

CEO of Bitcoin exchange arrested – Business Insider
Verdacht auf Geldwäsche für Silk Road: Chef der Bitcoin-Börse Bitinstant verhaftet – Heise

Chinesische Schlupflöcher

Im Dezember hatte eine einzige Nachricht der chinesischen Notenbank den Bitcoin-Kurs massiv nach unten fallen lassen. Es ging um das Verbot des Bitcoinhandels. Die umsatzstarke chinesische Bitcoin-Börse BTC China hatte damals den Umtausch von Yuan in Bitcoin gestoppt. Nun haben sie die offizielle Mitteilung so lange analysiert, bis sie doch noch einen Weg gefunden haben den Umtausch zu ermöglichen und sich an geltendes Recht zu halten. Wie lange das „Schlupfloch“ funktioniert, weiß jedoch keiner.

BTC China: Chinesen können wieder Yuan in Bitcoin tauschen – Wall Street Journal

Kitteh-Coin ambitioniert, aber realistisch

Die nächste Presseschau erscheint kommenden Sonntag, den 9. Februar. Bis dahin eine schöne Woche!