Bitcoin-Presseschau

Presseschau 2014/14

Die Coinspondent-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links der Woche zusammen. Diesmal für die Woche vom 31. März bis 6. April 2014

Besonders lesenswerte Artikel

Internationale (Be-)Steuerungsversuche

Immer mehr Länder beziehen Stellung zum Thema Bitcoin. In den letzten beiden Wochen u.a. China, die USA, Dänemark, Bulgarien, Kolumbien und  – nicht zu vergessen – die Isle of Man. Die jeweiligen Bewertungen inklusive der resultierenden steuerrechtlichen Konsequenzen könnten unterschiedlicher nicht sein. Vom potentiellen Handelsverbot bis zum macht-was-ihr-wollt-Ansatz ist alles dabei. Der folgende Artikel hilft die Übersicht zu bewahren:

Bitcoin Regulation Roundup: Rumours, Court Cases and Taxing Times – CoinDesk

Für genauere Recherchen zu den gesetzlichen Bestimmungen der einzelnen Ländern empfehle ich drüber hinaus immer wieder gerne das Angebot von bitlegal.net.

bitlegal

Bitcoin im gelobten Land

Israel hatte ich – verbunden mit Bitcoin – bisher noch nicht wirklich auf dem Schirm und ob das Land tatsächlich eine Vorreiterolle übernehmen kann und wird, mag ich noch nicht beurteilen. Es gibt allerdings Israelis, die genau das fordern. Und wer sich allgemein für die Themenkombination Bitcoin und Israel interessiert, findet hier ein paar mehr Informationen.

How Israel Can, and Should, Become Ground Zero for Bitcoin – Aleph

Finest Average Bitcoin-Data-Porn

Die meisten Quellen der Forbes’schen Top 10 Bitcoin Statistics verweisen zwar auf Statistiken, die man bei blockchain.info ohnehin schon sehr gut aufgelistet findet, nichtsdestoweniger sind die Daten hinter dieser Liste beeindruckend. Beispiel gefällig?

Entwicklung der Hashrate im Bitcoin-Netzwerk

Hashrate

Top 10 Bitcoin Statistics – Forbes

Und was war sonst noch so los?

Neo & Bee in der Krise

Erst vor wenigen Wochen an den Start gegangen, steckt das zypriotische Bitcoin-Bankprojekt Neo & Bee bereits tief in der Krise. Die Worte Betrug und Insolvenz bestimmen die derzeitige Diskussion und auch das Unwort Mt.Gox ist hier und da zu hören. Was allerdings wirklich dahinter steckt, ist jetzt noch nicht abzusehen. Für das selbsternannte Bitcoin-Handelszentrum Zypern sind die Neo & Bee-Probleme aber in jedem Fall ein herber Rückschlag.

Neo & Bee insolvent – Zyperns Bitcoin-Bank vor dem Aus? – Cryptocoins News
Neo & Bee CEO Danny Brewster Faces Fraud Allegations in Cyprus – CoinDesk

Eine Stadt, ein Coin

Das britische City of Hull möchte mit dem HullCoin seinen unter der schlechten Wirtschaftslage leidenden und von Einsparungen der Regierung leidenden Einwohnern finanziell unter die Arme greifen. Die Stadt(verwaltung) ist technologisch wohl generell sehr fortschrittlich orientiert, ob ein eigener, hyperlokaler Altcoin, der auf einer auf globale Skalierung ausgelegten Technologie basiert, aber wirklich die erwünschten Effekte erzielen kann, darf zumindest bezweifelt werden.

HullCoin is first local government digital currency in UK – CNET

Neu: Drei Themen in der Videoübersicht

Die Cryptocurrency-Newsschleuder CoinDesk bietet neuerdings einen 90-Sekünder, mit dem sie die aus ihrer Sicht thematischen Highlights der Woche zusammenfassen. Ich finde das Format bisher recht ansprechend, vor allem, weil es von ihrem sonstigen every topic is a topic- und publish as much as possible-Ansatz abweicht und sich kurz und knackig auf drei Themen konzentriert. Diese Woche:

  • BTC-Kursverluste durch chinesische Bitcoin-Regulierung
  • Ebay öffnet sich (langsam) für Kryptowährungen und
  • Reaktionen auf die amerikanische Bitcoin-Besteuerung

Ich behalte das Angebot mal im Auge, kann mir das aber künftig – so die CoinDesk-Themenauswahl das hergibt – durchaus als informative und mediale Ergänzung der hiesigen Presseschau vorstellen. Weiterführende Links zu den angesprochenen Themen gibt es hier:

Video: Roundup of This Week’s Bitcoin News 4th April 2014 – CoinDesk

Tausche IQ gegen Bitcoin

In London haben sich gestern ein paar Männer sportentertainmenttechnisch auf die Rübe gehauen und der Gewinner hat ein Preisgeld von 5.000 Pfund in Form von Bitcoin eingesackt. Das müsste man eigentlich unter ferner liefen abhaken, aber es steckt doch eine spannende These in der Aktion. Wenn selbst Männern, deren Profession eher das Grobe ist und die sich gegenseitig schwung- und gewaltvoll mit Händen und Füßen großflächig Hirnzellen abtöten, zugetraut wird, dass sie mit Bitcoin umgehen können, kann das alles in allem ja so schwer nicht sein.

Bitcoin Fight Night –  Bitcoin Fighting Championship

Tweet der Woche

Die nächste Presseschau erscheint am Sonntag, den 13. April. Bis dahin eine schöne Woche!

Titelbild: “Zeitungsausträger” Flickr-User barmala (CC BY 2.0)