Bitcoin-Presseschau

Bitcoin-Presseschau #35

Die Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitale Währungen zusammen. Diesmal für die Woche vom 25. August bis 31. August 2014.

Der Bitcoin-Kurs …

… sinkt und liegt nun doch wieder deutlich unter 500 US-Dollar. Am Dienstag hatte ich bereits auf einen FAZ-Artikel verwiesen, der etwas ausführlicher auf mögliche Hintergründe für die aktuelle Kurssituation eingeht.

2014-08-24 Bitcoinpreis 2014-08-31Bitcoinkurs

Links und Nachrichten der Woche

RIP Hal Finney

Am Donnerstag ist Hal Finney gestorben, eine der bemerkenswertesten Persönlichkeiten aus den Anfangstagen von Bitcoin und ein engagierter Vertreter, wenn es um die Themen Freiheit und Verschlüsselung geht.

Mich macht das sehr betroffen und ich empfehle jedem den obigen Artikel von Andy Greenberg zu lesen, der Finney noch im März dieses Jahres besuchte, als ein publicitygeiles US-Magazin gerade fälschlicherweise Satoshi Nakamoto zu enttarnen geglaubt haben wollte. Schon damals stand es gesundheitlich schlecht um Finney, der nun mit nur 58 Jahren der ALS erlegen ist, genau der Krankheit, wegen der sich seit Wochen alle im Netz mit Eiswasser überschütten. Nach der Lektüre des Artikels hat man einen Mann kennen gelernt, der mit seinen Ideen und seiner Arbeit Millionen das digitale Leben von Millionen Menschen beeinflusst hat, ohne dass diese überhaupt wissen, dass es ihn gab.

Immerhin – selbst mit seiner schweren Krankheit war Hal Finney glücklich und er hat sich entschieden sich einfrieren lassen, in der Hoffnung, dass man ihn irgendwann wieder wird aufwecken können. Bis dahin ist es aber trotzdem ein herber Verlust.

Hier noch ein Nachruf bei CoinDesk, der Verweis auf die Hal Finney-Gedenk-ALS-Bitcoin-Spendenaktion und abschließend der allererste Tweet der jemals zum Thema Bitcoin abgesetzt wurde:

Ein Mann und sein Goldesel

Die taz hat einen deutschen Miner aufgetrieben und berichtet anschaulich über sein energie- und wärmeintensives Geschäftsmodell. Das ist thematisch jetzt nicht die Erfindung des Journlismus, denn immerhin hatte selbst Galileo vor ein paar Monaten schon eine sehr ähnliche Geschichte. Aber zum einen gibt es vermutlich nicht allzu viele Zielgruppen-Überschneidungen zwischen taz-Lesern und Galileo-Zuschauern und zum anderen ist es ein gutes Zeichen, wenn in immer mehr reichweitenstarken Medien zunehmend hintergündigere Bitcoin-Berichterstattung stattfindet.

I Spent an Afternoon at Burning Man’s Camp Dogecoin

Beim diesjährigen Burning Man-Festival gibt es also auch ein Dogecoin-Camp. Was für mich die spannendste Aussage des Artikels ist: Ursprünglich sollte es ein Bitcoin-Camp sein, aber die Festival-Leitung war wohl nicht begeistert davon eine „legitime Währung zu feiern“. Das sagt einiges über beide aus. Bitcoin und Dogecoin.

Analysis – Bitcoin shows staying power as online merchants chase digital sparkle

„Bitcoin hat all unsere Erwartungen übertroffen.“ Das ist das Fazit der drei Unternehmen Dell, Dish und Expedia, die vor Kurzem angefangen haben in den USA Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren. Da ist noch einiges zu erwarten.

JPMorgan and Other Banks Struck by Hackers

“Companies of our size unfortunately experience cyberattacks nearly every day“. Und das wird sich auch nicht ändern solange sensible Daten zentral gespeichert werden.

Tweet der Woche

Denn es gibt immer noch Möglichkeiten Bitcoin zu verbessern.

Die nächste Presseschau erscheint kommenden Sonntag, den 7. September. Bis dahin eine schöne Woche!

Titelbild: “Zeitungsausträger” Flickr-User barmala (CC BY 2.0)

Ein Gedanke zu „Bitcoin-Presseschau #35“

  1. Hallo!

    Dass die TAZ sich mehr mit den Fakten des Bitcoin (BTC) befasst hat einfach nur einen Grund: Sie wollen Bitcoin kassieren. Schließlich sind sie nach den DWN das zweite ,Magazin‘, welches BTC. akzeptiert.

    Als ich einmal eine Minispende der TAZ zusandte habe ich mir auf http://www.blockchain.info einmal angeschaut, was denn zum gleichen Code an ,Knete‘ ankam. Und der großer Knaller war, da hatte doch tatsächlich jemand 10 (zehn) Bitcoin ‚rübergeschoben. Das waren vor ca. sechs Wochen über viertausend (!) Euro. Da sah ich mit meiner Minispende von umgerechnet einem Euro ziemlich alt aus… So läuft der Hase. Die TAZ hat Blut geleckt. Wer der edle Spender war ist natürlich nicht bekannt. Aufgefallen war mir nur anhand einer zweiten Transaktion, hier schien ein ,Miner‘ etwas von seinem Gewinn abgegeben zu haben. Das erklärt vielleicht auch, warum die TAZ jetzt einen Bericht über das Bitcoin-Mining schreibt. Als kleines Dankeschön… Und steigt dadurch der Kurs haben die Miner mehr Gewinn. Und wenn die linken Zeitungsleute cool bleiben und ,die Spende‘ nicht umtauschen, können sie rein kapitalistisch auch noch einen ,Schnitt machen‘.

    Liebe Grüße an alle Bitcoiner!

    Gerd Taddicken

    2014-08-31, Sonntag, ca. 22.03 h

    Tja, und heute hat mit rund 10,1 % sogar die AfD einen satten ,Gewinn‘ eigefahren.

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