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Die Zukunft des Geldes

Ich habe gestern beim Leipziger Bitcoin-Themenabend einen Vortrag über Die Zukunft des Geldes gehalten. Ein Thema, das mich begleitet, seit ich mir das Ziel gesetzt habe, Bitcoin verstehen zu wollen und das seitdem auch Teil meiner Recherche ist. Meist eher hintergründig und nebenbei, dafür aber mittlerweile nun schon seit rund sieben Jahren.

Die beiden Fragen, die sich mir seitdem immer wieder stellen, sind die folgenden:

(Wie) Lässt sich die Zukunft des Geldes vorhersagen?

Welche Rolle spielt dabei Bitcoin?
Zwei Fragen, die sich mir immer wieder stellen.
Wie sieht die Zukunft des Geldes aus?

Dabei geht es mir weniger um eine die Wirtschaft der Zukunft, sondern um die konkrete Frage, wie das Geld der Zukunft aussehen wird? In 10 Jahren? In 50 Jahren? Oder auch in über 100 Jahren?

Wird es Geld dann überhaupt noch geben? In welcher Form und auf Basis welchen Mediums? Wie wird dieses Geld funktionieren? Wie wird es die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und Regeln beeinflussen und von ihnen beeinflusst werden? Und natürlich: Wie werden futuristische Ideen und Visionen vom Geld der Zukunft unsere heutige Wahrnehmung von Geld und dessen künftige Weiterentwicklung lenken?

Im Hinblick auf die Zukunft ist die Finanzbranche blind

Diese Fragen sind insofern interessant, als dass die Finanzbranche – also die, die sich mit der Materie eigentlich am allerbesten auskennen sollten – in dieser Hinsicht selbst vollkommen blind ist. Zumindest nach all dem, was ich in den vergangenen Jahren aus Talks, Konferenzen, Präsentationen und Gesprächen mit ihren Vertretern gelernt und beobachtet habe.

Denn wen ich auch fragte – Banker, Ökonomen oder Behördenmitarbeiter – niemand konnte mir einen Hinweis darauf geben, dass überhaupt irgendwo eine substantielle Auseinandersetzung mit dem Geld der Zukunft stattfindet. Dass also überhaupt die Möglichkeit in Betracht gezogen wird, dass es in (absehbarer) Zukunft ein Geld geben könnte, das sich von dem Geld, wie wir es heute kennen, unterscheidet. Und das möglicherweise sogar fundamental.

Die Finanzbranche als ideen- und visionslos zu beschreiben, würde ich auf Basis dieser Erfahrungen daher noch als Untertreibung bezeichnen. Denn statt (auch) nach vorne zu blicken, orientiert sie sich vor allem nach hinten. Das bestätigte mir in einem Workshop bei der Deutschen Bundesbank vor einiger Zeit auch deren Vertreter. Wir einigten uns schließlich darauf, dass folgende Maxime es ganz gut beschreibt:

"Aus der Vergangenheit lernen, um die Gegenwart zu gestalten."
Die Beschäftigung mit der Zukunft spielt in der Finanzbranche bisher keine wirkliche Rolle.
Wenn Stillstand als „Innovation“ verkauft wird

Wobei es noch andere Indizien gibt, die diese These stützen. Immerhin gilt die Kreditkarte (neben dem Geldautomaten – „Whoa!“) gemeinhin als eine der letzten richtig großen Innovationen der Branche. Eine Idee, die jedoch aus dem 19. Jahrhundert stammt. Dennoch wird sie aber immer noch als „Innovation“ vermarktet, weil es Karten jetzt aus Metall gibt („nein!“), digitale Karten („doch!“) oder jetzt sogar mit LED-Beleuchtung („oooh!“).

Die Idee der Kreditkarte ist schon über 130 Jahre alt.

Generell – auch das ist meine subjektive Beobachtung der letzten Jahre – liegt dabei die Messlatte, ab der in der Finanzbranche etwas als „Innovation“ vermarktet wird, sehr, sehr (sehr, sehr, sehr) niedrig. Apple Pay (und all die anderen „xyz-Pays“) sind da auch keine Ausnahme. Vor 20 Jahren wären sie vielleicht eine echte Innovation gewesen. Heute waren sie gemessen am generellen Digitalisierungsgrad der Gesellschaft schon lange überfällig.

Echte Innovation ermöglicht, was zuvor unmöglich erschien

Wie nicht-innovativ die Finanzbranche tatsächlich ist, wird umso deutlicher, wenn man sich mit Bitcoin auseinandersetzt und versteht, wie viele anspruchsvolle, miteinander verschränkte und vormals als unlösbar geltende Probleme Satoshi Nakamoto mit seinem nur 9-seitigen Bitcoin-Whitepaper auf einmal in den Griff bekommen hat.

Bitcoin mag dabei vielleicht nicht perfekt sein. Wenn aber selbst Bundesbanker mittlerweile zugeben, dass man mit dem jetzigen Geldsystem technisch am Ende angekommen sei, während man bei Bitcoin noch nicht wisse, wo das Ende sei, dann ist das aber ein beachtliches Statement.

Nimmt man eine echte Innovation wie Bitcoin nun als Referenzwert, dann ist offensichtlich, dass die Finanzbranche innovationstechnisch in den vergangenen Jahrzehnten bestenfalls mit sehr kleiner Flamme gekocht hat und seit langem eigentlich nur auf der Stelle tritt.

Gefangen in der eigenen Expertise

Wobei – und auch darum ging es gestern in meinem Vortrag – man das zwar beobachten und kritisieren, gleichzeitig aber nur begrenzt als Vorwurf formulieren kann. Denn wer sich zu lange mit Detailfragen und Problemen auseinandersetzt, läuft Gefahr zum „involvierten Experten“ zu werden. Als solcher, so die Zukunftsforschung, neigt man nun einmal dazu, trotz oder gerade wegen der eigenen Expertise falsche Aussagen über die Zukunft zu treffen. Vor allem dann, wenn man felsenfest davon überzeugt ist, dass etwas „niemals möglich sein werde“.

Womit wir wieder beim Thema Bitcoin und der Idee von einem rein digitalen, internetbasiertem Geld sind, das ohne Staaten und Banken funktioniert. Denn fragt man die „Experten“ des bestehenden Geldsystems diesbezüglich nach ihrer Einschätzung, ist die Antwort meist eindeutig: „Unmöglich! Unvorstellbar! Undenkbar!“

Doch ist diese Zukunftsvision tatsächlich so undenkbar? Ganz und gar nicht. Immerhin gibt es mit der Science Fiction ein Genre, das seit Jules Verne im 19. Jahrhundert genau das macht. Bestehende technische Entwicklungen nehmen und diese im Zusammenhang mit den Bedürfnissen und Träumen der Menschheit in die Zukunft zu transzendieren, wie es der Zukunftsforscher Bernd Flessner formuliert.

Was wiederum die Frage aufwirft, was – wenn die Finanzbranche in dieser Hinsicht selbst blind ist – wir aus der Science Fiction über das Geld der Zukunft lernen können?

Welche Visionen gibt es denn nun vom Geld der Zukunft?

Um es kurz zu machen – noch nicht sehr viel. Es gibt gesellschaftliche Themenbereiche, die auch in der Science Fiction (noch) kaum behandelt werden und nur selten konsequent durchdacht werden. Das Geld der Zukunft gehört in gewisser Weise dazu. In vielen Zukunftsgeschichten spielt es kaum eine Rolle oder ist irgendwie da, ohne weiter erklärt zu werden. Echte Visionen, in denen Geld für eine künftige Welt von Grund auf neu gedacht wird, gibt es hingegen kaum.

Was letztlich aber auch nicht verwunderlich ist. Geld war lange Zeit ein ziemlich langweiliges und statisches Thema. Vor Bitcoin hat es ja auch mich und sehr viele andere nicht interessiert. Warum sollte es Science Fiction-Autor:innen da anders gehen? Doch auch hier tut sich langsam etwas. Technischer Fortschritt ist bekanntlich die Inspiration für Science Fiction und andersherum ist die Science Fiction seit jeher ein Wegweiser für Ingenier:innen. Es könnte also gut sein, dass das Thema Geld dank der Bitcoin-Innovation in künftigen Science Fiction-Geschichten eine zunehmend größere Rolle spielen wird.

Die Suche nach Antworten hat gerade erst begonnen

Möglich ist aber auch, dass ich die entsprechenden Werke und Personen einfach noch gefunden habe. Denn das alles hier ist ja keine wissenschaftliche Untersuchung, sondern eine sehr subjektive, teils noch recht lose Sammlung von Material, Erkenntnissen und Schlussfolgerungen.

Zumindest bisher. Mein Vortrag gestern war für mich damit auch kein Abschluss einer Recherche, sondern vielmehr der Auftakt, mich diesem Thema noch mehr und vielleicht endlich auch mal systematischer anzunehmen. Und meine Beobachtungen und Thesen offen zur Diskussion zu stellen.

Denn meine Fragen, ob und wie sich die Zukunft des Geldes vorhersagen lässt und welche Rolle dabei Bitcoin spielt, sind für mich noch lange nicht ausreichend beantwortet.

Ich freue mich daher auf Austausch und Diskussion. Wer also Tipps, Hinweise und Anmerkungen hat, die zur Klärung des Sachverhalts beitragen, immer her damit.

Alle anderen finden hier noch einmal alle meine Slides von gestern.

Die Zukunft des Geldes
Klicken öffnet die Präsentation

(Zwischen-)Fazit einer umfassenden Onecoin-Recherche

Wer hier schon etwas länger mitliest, weiß, dass ich großes Interesse daran habe, dass die Öffentlichkeit so gut und umfassend wie möglich über Onecoin informiert wird und die Hintergründe dieses kryptischen Multi-Level-Marketing-„Kryptowährungsprojekts“ aufgeklärt werden.

Insofern war ich vor ziemlich genau einem Jahr sehr erfreut über den vielbeachteten und zurecht gelobten BBC-Podcast The Missing Cryptoqueen, für dessen audiovisuelle Umsetzung mittlerweile sogar die Filmrechte verkauft wurden.

Heute nun ist bei BuzzFeedNews, dem Investigativrecherche-Teil des Mediennetzwerks, mit OneCoin konnte Milliarden stehlen, obwohl Banken die Behörden informiert hatten ein weiteres wichtiges Journalismus-Stück erschienen, auf das ich gerne verweisen möchte. Zum einen weil es gut geschrieben ist und viele neue Details und Hintergrundinformationen enthält. Kein Wunder. Immerhin steckt nun schon ein ganzes Jahr intensive Auseinandersetzung auf Basis von teils exklusivem Material dahinter.

Klicken, um zum Artikel bei BuzzFeedNews zu kommen.
Kontakt-Aufruf an alle, die sich geschädigt fühlen

Zum anderen ist es damit aber noch nicht getan. Denn genau wie bei The Missing Cryptoqueen bedeutet die heutige Veröffentlichung keineswegs das Ende der Recherche, sondern leitet vielmehr deren nächste Stufe ein. Ab jetzt nämlich mit Hilfe der Öffentlichkeit in Form von Informationen und Geschichten von Leuten mit direktem Onecoin-Kontakt. Denn das BuzzFeedNews-Team ruft all diejenigen auf, die sich als Onecoin-Opfer oder -Geschädigte fühlen, sich zu melden und zur weiteren Aufklärung beizutragen.

Melden kann man sich per Mail oder über ein Formular am Ende des Artikels auf BuzzfeedNews.
Nutzt diese Gelegenheit!

Da mich im Zuge meiner eigenen Auseinandersetzung mit Onecoin damals sehr viele angeschrieben hatten, auf die diese Beschreibung wohl zutrifft, möchte auch ich dazu auffordern, diese Gelegenheit wahrzunehmen.

Auch wenn BuzzFeed einst als Clickbaiting-Plattform groß wurde, ist deren deutschsprachige Investigativ-Abteilung mit namhaften und hervorragenden Journalisten besetzt, von deren bisheriger Arbeit man sich schnell und einfach im Netz überzeugen kann. Man muss also keine Angst haben, als Listicle zwischen Katzenbildern zu landen, sondern kann dazu beitragen, alles über Onecoin ans Licht zu bringen!

Ich würde mich freuen, wenn möglichst viele diese Chance nutzen.

Das Bitcoin- & Paywall-Dilemma

Ich habe mit Das Bitcoin-Dilemma einen neuen Artikel für die Kollegen vom Spiegel geschrieben, in dem es darum geht, welche Rolle Deutschland auf der einen Seite für Bitcoin spielt, auf der anderen aber gleichzeitig nicht aus den Pötten kommt, wenn es darum geht, davon auch entsprechend zu profitieren.

Es ist mein bisher längster, aufwändigster und best-dokumentierter (man legt da nun nach der Relotius-Geschichte noch einmal besonderen Wert drauf) Artikel dort. Und auch wenn es ein Haufen Arbeit war, freue ich mich endlich mal diese Geschichte erzählt haben zu können. Ich halte sie für wichtig. Soweit also die gute Nachricht.

Das Finanzierungs-Dilemma des Journalismus

Die schlechte Nachricht ist jedoch, dass der Artikel aufgrund seiner höheren Qualität hinter der Paywall steht. Dort landen die Texte, mit denen man Leser in zahlende Kunden verwandeln will. Ich habe dem in Form eines „Testballons“ einmalig zugestimmt, weil ich das Argument für nachvollziehbar halte, dass auch der Spiegel irgendwie Geld verdienen muss und dass das allein mit Anzeigen insbesondere in Corona-Zeiten nicht möglich ist. Außerdem ist es durchaus interessant zu erfahren, ob Bitcoin als Thema mittlerweile auf genügend Interesse stößt, dass die Leute Geld dafür in die Hand nehmen.

Zudem wollte ich als Außenstehender einmal den Erstellungsprozess kennen lernen, die Unterschiede im Vergleich zum Schreiben „freier“ Texte und ein kleines bisschen journalistischer Ehrgeiz spielte womöglich auch eine Rolle.

Unterm Strich dennoch unbefriedigend

Wie erwartet bin ich allerdings trotzdem unterm Strich weder glücklich noch zufrieden mit dem Ergebnis, weil die Nachteile der Paywall die Vorteile aus meiner Sicht deutlich überwiegen. Die Mehrarbeit (längerer Text, mehr Quellen, ggf. mehr Korrekturschleifen) wird auf der einen Seite nicht besser bezahlt als ein „einfacherer“ frei zugänglicher Text. Ich verdiene tatsächlich sogar weniger, da der Artikel wegen der Paywall eine geringere Reichweite erzielt und daher weniger Berücksichtigung bei der VG Wort (eine Art Gema für Journalisten und Kreative) findet. Außerdem bin ich einfach grundsätzlich ein großer Fan von frei zugänglichen Informationen im Netz, wie dieser Blog zeigt.

Was für mich aber den größten Kritikpunkt ausmacht ist, dass man den Artikel nicht einzeln kaufen kann, sondern es nur die Option eines teuren Monatsabos gibt, welches man nicht einmal mit Bitcoin bezahlen kann. Im Jahr 2020 halte ich das schlichtweg für nicht zeitgemäß.

Ein Experiment als Ausgangspunkt?

Diese Kritik gebe ich natürlich auch an die Redaktion weiter und vielleicht – so meine Hoffnung – ist dieser Paywall-Artikel ja der initiale Funke, an dem sich eine neue Debatte über zeitgemäße Paywall-Lösungen auf Bitcoin-/Lightning-Basis entzünden lässt. Die Technologie ist vielleicht noch nicht perfekt, aber weit genug, um damit auch mit vergleichsweise wenig Aufwand experimentieren zu können. Wenn man es will. Denn dass man beim Spiegel dafür nicht die Ressourcen hätte, ist ausgeschlossen. Außerdem wäre es auf Dauer auch ziemlich strange, immer wieder über Bitcoin zu berichten, sich aber selbst nicht an die Sache heranzutrauen. Nicht einmal in einem kleinen Maßstab. Insofern: Wer nicht wagt, der nicht gewinnt!

Für mich heißt das in jedem Fall: Meine Artikel werden beim Spiegel künftig nur noch dann hinter einer Paywall landen, wenn diese irgendwie auch mit Bitcoin aufgelöst werden kann.

Und was den aktuellen Artikel angeht, da bin ich mir sicher, dass der auf dem ein oder anderen Weg früher oder später auch noch seinen Weg in die „Freiheit“ finden wird. Versprochen.

Wie man richtig Bitcoins kauft – Teil 3 ist online

Nachdem das langerwartete Halving durch ist und damit wieder etwas Ruhe einkehrt, habe ich die Zeit gefunden, nun endlich auch den dritten Teil meiner Bitcoin kaufen-Anleitung fertig zu stellen. Mit dem finalen Teil, in dem ich erkläre wie man Bitcoins offline kaufen kann, ist dieser Leitfaden damit nun vollständig und abgeschlossen.

Zumindest vorerst. Denn so wie Bitcoin ein beständiger work in progress ist, versuche natürlich auch ich die zugehörige Anleitung in regelmäßigen Abständen immer wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Konstruktive Kritik und Ergänzungsvorschläge sind da natürlich hilfreich und dementsprechend auch weiterhin gern gesehen.

Aktualisierung der deutschsprachigen Bitcoin-Meetups

In dem Zuge habe ich gestern auch gleich noch meine Übersicht über die lokalen Bitcoin-Meetups im deutschsprachigen Raum aktualisiert und dabei den Fokus wieder deutlich strenger (aber nicht extrem-maximalistisch) auf Bitcoin gelegt. Schaut auch dort mal rein und schickt mir den Link, falls eures noch fehlt.

Wie man richtig Bitcoins kauft – Teil 2 ist online!

Nachdem ich vorgestern den ersten Teil meines Leitfadens zum Thema Bitcoin kaufen online gestellt habe, sind nicht nur die Zugriffe hier im Blog in die Höhe geschossen, sondern zeitgleich zündete auch der Bitcoin-Kurs und flog mal eben um knapp 20 Prozent nach oben. Welches dieser drei Ereignisse nun im Einzelnen welches bedingt hat, kann ich natürlich nicht sagen.

Screenshot: Tradeview / Bitstamp.net

Für mich bedeutete diese Konstellation aber, dass mein Plan passé war, die beiden noch fehlenden Teile zu veröffentlichen, sobald ich genügend Zeit, Ruhe und Muße finde, sie fertig zu stellen. Denn mal ehrlich, einen Leitfaden zu erstellen, wie man am besten Bitcoins kauft, und dann endet der direkt vor der entscheidende Passage – nämlich wie man das dann denn nun tatsächlich macht – ist zwar ein ziemlich fetziger Cliffhanger, aber wir sind hier ja nicht in Hollywood, ne?

Also habe ich all meine Pläne über den Haufen geworfen und gestern von früh bis spät rangeklotzt, um zumindest auch den zweiten Teil des Leitfadens zeitnah online stellen zu können. Also den Teil über Bitcoins online kaufen. Denn trotz aller Lockerungen ist das in der derzeitigen Situation für interessierte Precoiner der wohl relevanteste Part dieses Leitfadens. Teil 3 – Bitcoins offline kaufen hat dagegen nun wirklich noch etwas Zeit, wird aber auch noch kommen.

Falls also auch Ihr nach der Lektüre des ersten Teils nun unendlich getriggert seid und gespannt wie ein Flitzebogen, wie das Abenteuer Bitcoins kaufen nach den Vorbereitungen in Teil 1 weiter geht: Bitteschön!

Konstruktive Kritik , Änderungs- und Ergänzungsvorschläge sind natürlich weiterhin willkommen.

Wie man richtig Bitcoins kauft

Ich habe in den vergangenen Tagen und Wochen in Mails und Kommentaren vermehrt Anfragen bekommen, wo und wie man denn nun eigentlich „diese Bitcoins“ kaufen kann, von denen immer alle redeten. So richtig hilfreiche Informationen seien dazu im Netz ja nicht zu finden. Ob ich vielleicht helfen könne?

Nun ist es zwar mein (selbstgewählter) Job all die komplexen Sachverhalte rund um Bitcoin einfach und verständlich zu erklären. Für eine individuelle Bitcoin-Kaufberatung habe ich aber weder die Kapazitäten noch die Kompetenz und erst recht keine Ambitionen. Nicht zuletzt wegen der rechtlichen Konsequenzen, die sich daraus ergeben würden.

Bitcoins kaufen – Eine Anleitung

Dennoch habe ich die vielen direkten Anfragen und das offensichtlich allgemein steigende Interesse an Bitcoin als Anlass genommen, eines meiner vielen „Müsste man mal“-Vorhaben in ein „Ich mach das jetzt“-Projekt umzuwandeln und begonnen einen vernünftigen Leitfaden zu erstellen, wie man Bitcoins kauft und was es dabei zu bedenken gibt.

Klick mich!

Das ist nämlich Einiges und dementsprechend auch recht aufwändig aufzubereiten. Doch wäre es andererseits ja wiederum der Worst Case, wenn nun wegen des anstehenden Halvings (oder warum auch immer) auf einmal alle anfangen Bitcoins zu kaufen, nur um sie dann wieder zu verlieren, weil sie eigentlich keine Ahnung haben, was sie da genau machen und worauf sie achten müssen.

Work in Progress

Glücklicherweise habe ich hier im Blog über die Jahre einigen Content zusammengetragen und erstellt, den ich nun in diese Anleitung einfließen lassen kann. Hardware-Tests und immer wieder ganze Podcast-Folgen zu Wallets. Doch auch damit gibt es noch genügend zu tun.

Daher ist die Anleitung auch noch nicht ganz fertig, sondern bislang erst Teil eins von insgesamt dreien verfügbar. Mit dem ist man als Einsteiger aber auch erst einmal eine Weile beschäftigt. Insofern ist es nicht schlimm, wenn die anderen beiden erst in den kommenden Tagen fertig werden.

Für werdende Bitcoiner und die Community

Falls ihr selbst euch also gerade für den Kauf von Bitcoins interessiert – genau für euch ist dieser Leitfaden gemacht und ich hoffe, euch damit die Hilfestellung geben zu können, die ihr braucht.

Falls ihr selbst schon wisst, wie man Bitcoins kauft, aber selbst keine Lust habt das anderen immer wieder von der Pike auf zu erklären – verweist sie gerne auf diese Anleitung und – ebenso wichtig – gebt mir euer konstruktives Feedback.

Curecoin – Ein skurril-erfolgreiches Altcoin-Experiment

In der aktuellen Honigdachs-Folge hatte ich schon kurz von meinen Recherchen und Erfahrungen mit Curecoin erzählt, einem sehr eigenen Altcoin, dessen einzige Aufgabe es ist, die Motivation zu erhöhen, dem Folding@home-Projekt mehr Rechenleistung zur Verfügung zu stellen. Diese wird dort zur Simulation des Faltens von Proteinen verwendet, um Therapien gegen Krankheiten, wie bspw. ganz aktuell Covid-19, zu entwickeln.

Eigentlich eine ganz schöne und vor allem skurille Geschichte. Denn obwohl der Curecoin in seiner Erscheinung als „Kryptowährung“ technisch und konzeptionell eher als Spielerei zu bezeichnen ist, die einem echten Bitcoiner kaum mehr als ein müdes Lächeln abringen wird, ist das Projekt auf seine eigene Art dennoch eine beeindruckende Erfolgsgeschichte.

Wenn Bitcoin und Co im Radio, dann Breitband

Und genau die durfte ich jetzt doch auch noch einmal richtig schön fürs Radio aufbereiten. Natürlich für Breitband im Deutschlandfunk Kultur. Die einzige Sendung, die sich immer wieder traut, den schönen, skurrilen und einzigartigen Geschichten aus dem (erweiterten) Bitcoin-Kosmos einen reichweitenstarken Sendeplatz zu geben und die man dafür einfach lieb haben muss.

Läuft gleich im Radio. Anschließend nachhören oder jetzt schon lesen kann man den Beitrag hier.

PS: Ermöglicht durch euren Rundfunkbeitrag.

Doppelte Bewährungsprobe für Bitcoin

Ich freue mich immer, wenn sich große, reichweitenstarke Medien wie Spiegel.de für das Thema Bitcoin öffnen und fundiert darüber berichten wollen. Umso mehr natürlich, wenn sie mich fragen, ob ich sie dabei unterstütze.

So geschehen vor einiger Zeit und gestern Abend ist nun mein erster Artikel Kurssturz in der Coronakrise. Bewährungsprobe für Bitcoin“ im Ressort Netzwelt online gegangen. Nun ist es interessant zu sehen, auf welches Interesse der Artikel jetzt bei den Leserinnen und Lesern stößt. Denn auch davon hängt natürlich ab, wieviel Raum man künftig Bitcoin geben kann und will. Nicht nur als Projekt, sondern auch als Thema muss sich Bitcoin also bewähren.

An Ideen, worüber es sich zu berichten lohnt und was man wie umsetzen kann, mangelt es auf meiner Seite natürlich nicht und auch die Kollegen vom Netzwelt-Ressort sind erfreulich offen. Das liegt in der Natur der Sache. Der nächste Artikel ist jedenfalls schon eingeplant.

Bitcoin-Meetups trotz Virus? Let’s meet in VR!

Pandemiebedingt ist es derzeit ja leider nicht möglich sich IRL zu treffen. Damit fallen auf absehbare Zeit natürlich auch bundesweit sämtliche Bitcoin-Meetups und -Stammtische aus.

Das könnte man nun einfach so hinnehmen, aber es liegt nun einmal in der Natur von Bitcoinern, dass sie Sachen ungern einfach so hinnehmen. Insbesondere dann nicht, wenn es doch eine technische Lösung gibt.

Mit Virtual Reality gegen die Virus Reality

Die findigen Bitcoiner aus Ulm verlegen daher ihr reguläres Meetup am kommenden Donnerstag kurzerhand vom virusverseuchten meatspace ins Keimfrei-Virtuelle und laden gleichmal den gesamten deutschsprachigen Raum zum ersten Bitcoin Meetup Germany in Virtual Reality.

Da passenderweise am Donnerstag auch unser Bitcoin-Stammtisch hier in Leipzig gewesen wäre, habe ich natürlich Zeit, auch da zu sein und nach dem Vortrag mit auf dem Panel „sitzen“ und zu diskutieren.

Vortrag, Panel und Fragen und Antworten, kostenlos und für alle

Für ordentlich Programm ist also gesorgt und falls ihr auch Lust habt (Zeit habt ihr ja ohnehin, was wollt ihr denn sonst machen?), mal was Neues auszuprobieren und dabei auch noch die Crème de la Crème der deutschsprachigen Bitcoin-Szene treffen wollt, kommt vorbei und loggt euch ein.

Glück gehabt, auch im virtuellen Raum muss keiner stehen

Das Ganze ist kostenlos und man braucht auch kein spezielles VR-Equipment. Ein Rechner (idealerweise mit Windows) reicht vollkommen. Nur für Getränke und das sonstige leibliche Wohl muss hier natürlich jeder selbst sorgen.

Die Präsentationstechnik ist auch erfolgreich getestet.

Ich freue mich jedenfalls drauf. Inmitten der allgegenwärtig mitschwingenden Endzeitstimmung könnte das das Programm-Highlight der Woche werden.

Zu Gast im Einundzwanzig-Podcast

Neben unserem hauseigenen Honigdachs haben sich in den letzten Jahren eine handvoll weiterer deutschsprachiger Bitcoin-Podcasts etabliert.

Einer davon ist der Einunzwanzig-Podcast und vergangene Woche war ich dort als Gast eingeladen. Also haben Dennis und ich eine gute Stunde lang über die Bedeutung von sozialem Konsens geredet, über Lichtgeschwindigkeit und Dezentralität und darüber, warum die Community ein gewisses Maß an Toxizität braucht.

Nachhören kann man das Ganze auf allen bekannten Plattformen oder direkt hier.

… und der nächste Honigdachs steht auch schon bald wieder an.