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Magic Future Money – Das E-Book für alle ist da!

In der aktuellen Folge des Honigdachs habe ich schon kurz darauf hingewiesen: Vergangenes Jahr habe ich den Magic Future Money-Wettbewerb durchgeführt, der auf erfreulich großes Interesse stieß und an dessen Ende ein ganz wunderbares Buch entstanden ist, an dem schlussendlich mehr als 50 Leute kreativ mitgewirkt haben und das von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über Deutschlandradio Kultur bis Business Punk aufgegriffen wurde.

Nun sind die 30 Gewinnergeschichten endlich auch in digitaler Variante erhältlich – als E-Book (epub/pdf) für alle gängigen Reader und Plattformen. Damit gibt es nun also wirklich keinen Grund mehr, die Anthologie rund um die (un)möglichen Geschichten vom Geld der Zukunft nicht zu lesen. Denn wie versprochen ist Magic Future Money als E-Book frei und unter CC-Lizenz zu haben.

Jetzt auch rein digital und frei zu haben: Das Magic Future Money-E-Book

Hier könnt ihr das E-Book herunterladen, das im Gegensatz zur gedruckten Variante jedoch ohne das schöne Creme-Papier, den goldglänzenden Schimmer-Umschlag und die 30 eigens angefertigten Illustrationen zu haben ist.

Wer also die richtig edle Variante mit Sammlerwert haben will, der greift zum echten Buch solange es noch verfügbar ist. Aber Geschichten sind zum Lesen da und deshalb freue ich mich nun sehr, dass das Buch endlich allen zur Verfügung steht, die es lesen wollen. Unabhängig davon, ob sie das Geld der Gegenwart dafür ausgeben können oder wollen.

„Human B“ – Die bisher beste Bitcoin-Dokumentation

Wer selbst über einen Feed mit Bitcoin-News verfügt oder bereits die aktuelle Honigdachs-Folge gehört hat, wird nicht drumherum gekommen sein. Kurz vor Weihnachten haben Aaron Mucke und Eva Mühlenbäumer ihren von der Community bereits heiß erwarteten Dokumentarfilm Human B (Die Reise in den Bitcoin-Kaninchenbau) online gestellt. Und er ist gut geworden. Sehr gut sogar.

Das sage ich nicht deswegen, weil ich einer der (Neben-)Protagonisten bin, mit denen sie gedreht habt, sondern obwohl. Mich hat es nämlich nie ins Rampenlicht gezogen und ich habe über die Jahre auch schon einige ähnlich Anfragen abgelehnt. Aaron und Eva waren aber selbst so überzeugt von ihrem Filmprojekt – das sie im übrigen komplett selbst und ohne irgendeine institutionelle Förderung auf die Beine gestellt haben – dass sie mich schlussendlich auch überzeugen konnten, mitzumachen.

In zwei Wochen bereits über 100k Views

Und ich bereue es nicht. Im Gegenteil. Seit der Film online gegangen ist, geben meine Twitter-New Follower-Notifications keine Ruhe, weil der Film bereits mehr als 100.000 Mal abgerufen wurde und dabei auf durchweg positive Resonanz stößt. Es scheint, als haben Aaron und Eva hier einen Nerv getroffen und einen Film gemacht, der vielen Bitcoinern aus dem Herzen spricht. Weil es nicht ums reich werden geht, sondern darum, warum immer mehr Menschen auf der ganzen Welt meinen, das eine Welt mit Bitcoin besser ist als eine Welt ohne.

Diese Perspektive macht den Film übrigens auch absolut geeignet für Einsteiger, die bisher keinen Zugang zu Bitcoin gefunden haben. Meine Eltern finden ihn zum Beispiel auch sehr gut und auch hier wiederum nicht (nur) wegen mir, sondern weil er zum Beispiel „… echt witzig ist mit diesem einen Typen im Froschkostüm und diesem Malen an die weiße Wand im Hintergrund. Toll!“

Auf Youtube gibt es den Film für die internationale Crowd auch mit englischen Untertiteln (aber leider wohl manchmal mit Werbung), bei Vimeo gibt es die werbefreie rein deutsche Variante.

Show some love!

Und wem der Film gefällt, der sollte den beiden Filmemachern unbedingt noch etwas in den digitalen Hut werfen. Man sieht dem Film an, dass dort sehr viel Herzblut, Arbeit und eine mittlere bis hohe fünfstellige Summe hineingeflossen ist, die die beiden privat vorausgelegt haben. Also show some love für das Engagement und schickt den beiden unbedingt noch euer Eintrittsgeld für dieses Kinoerlebnis (geht auch mit Old-School-Money). Das wäre nur fair.

„Auf Protokollebene“ – Delegationsreise nach El Salvador.

Auf Deutschlandfunk Kultur lief neulich meine Reportage über die Bitcoin-Delegationsreise neulich nach El Salvador. Dabei handelte es sich nicht um einen Beitrag über Bitcoin in El Salvador und ob das digitale Geld gut oder schlecht für das Land und die Menschen ist – davon gibt es ja mittlerweile ein ganze Reihe. Es ging vielmehr um die bemerkenswerte Tatsache, dass ein staatenloses Open-Source-Projekt aus dem Netz aka „Neuland“ mittlerweile die diplomatische Ebene erreicht hat und es quasi-diplomatische Beziehungen zwischen einem Land und einem Netzphänomen gibt.

Das ist eine neue Ebene der Digitalisierung, mit der wir uns aber womöglich in Zukunft häufiger beschäftigen müssen. Denn die Verbindungen zwischen Offline- und Online-Welt werden noch dichter werden. Immerhin arbeitet Mr. Zuckerberg an seinem Metaverse und neulich habe ich mit einem Computerchemiker gesprochen, der meinte, dass wir nicht drum herumkommen werden, die KI künftig in unseren Zoom-Calls als gleichwertiges Mitglied zu betrachten.

Insofern war ich selbst sehr verwundert über den Dreh, den die beiden Moderatoren meinem Beitrag gaben. Statt meiner Anmoderation (die man als Autor standardmäßig als Vorschlag immer mitliefert), gab es eine neue, die – warum auch immer – direkt einen negativen Dreh auf das Thema Bitcoin in El Salvador hatte. Stichwort Geldwäsche und so. Noch befremdlicher war jedoch die Abmoderation, in der beide Moderatoren ihre offenkundig auf einem nicht sehr fundierten Wissensstand beruhende Abneigung gegen Bitcoin feierten. Das war weder professionell (als Moderator sollte man Präsentation und Meinung trennen können) noch kollegial, denn eigentlich sind Autoren, Redakteure und Moderatoren Teil des selben Teams.

An der Moderation gab es daher auch im Nachhinein viel Kritik. Diese wurde gehört und man versicherte mir, dass man die Moderation so auch nicht wieder machen würde. Immerhin. Warum sie dann aber immer noch in dieser Form online steht, bleibt mir ein Rätsel. On-Air mag sich sowas ja versenden. Das Netz vergisst jedoch nicht.

Da ich hier aber natürlich alle meine Beiträge sammele, habe ich mich daher entschieden, nicht den gesendeten Beitrag zu archivieren, sondern die originale Version.


Auf Protokollebene.
Bitcoin-Delegationsreise nach El Salvador

Anmoderation: Delegationsreisen in andere Länder –normalerweise ist das etwas, das auf beiden Seiten von offizieller Seite organisiert wird – von staatlichen oder wirtschaftsnahen Institutionen wie Handelskammern, Wirtschaftsverbänden, Ländervertretungen oder Botschaften.

Doch was passiert eigentlich, wenn bei so einer Delegationsreise auf einmal das Internet ins Spiel kommt und nur eine der beiden Parteien aus einem „echten“ Land, die andere hingegen aus der digitalen Welt stammt? Kann es überhaupt so etwas wie diplomatische Beziehungen zwischen einem Staat und einem staatenlosen Netzphänomen geben? Und wenn ja, wie könnten diese aussehen?

Genau diese Fragen hat eine Delegationsreise Mitte November nach El Salvador aufgeworfen. Rund 40 Bitcoiner*innen aus dem deutschsprachigen Raum sind dabei in das kleine mittelamerikanische Land gereist. Offiziell eingeladen und mit diplomatischer Begleitung.

Auslöser dafür war die Entscheidung El Salvadors dieses Jahr als erstes Land der Welt das digitale Open-Source-Geld als offizielles Zahlungsmittel anzuerkennen. Die Berliner Bitcoin-Community hatte daraufhin quasi-diplomatische Beziehungen aufgenommen, deren bisheriger Höhepunkt nun eben eine umfassende Delegationsreise bildete. Inklusive Treffen mit  Minister*innen, akademischem Austausch, Besichtigung einer staatlichen, mit Vulkanenergie betriebenen Bitcoin-Mine und dem Ausloten der Möglichkeiten wirtschaftlicher Zusammenarbeit.

Friedemann Brenneis hat die Reisegruppe nach El Salvador begleitet.

Der Vollständigkeit halber: Die Deutschlandfunk Kultur-Version mit der merkwürdigen An- und Abmoderation gibt es hier.

PS: Manchmal kommt es zu Reibungen. Dessen ungeachtet bin ich aber nach wie vor ein großer Fan des Öffentlich-Rechtlichen Rundfunks im Allgemeinen und von Deutschlandfunk ( Kultur) und Breitband im Speziellen.

Bitcoin im Finanzrocker-Podcast

Neulich war ich als Gast im Finanzrocker-Podcast und weil ich von vielen Seiten das Feedback erhalten habe, dass das ein sehr hörenswertes Gespräch zwischen mir und Daniel geworden ist, wollte ich mir das hier auch noch in den Blog packen. Zur Archivierung für mich und für diejenigen, die es vielleicht auch noch gerne hören möchten.

Das könnte vor allem für Einsteiger interessant sein, weil auch der Finanzrocker gerade erst anfängt, sich tiefer mit dem Thema Bitcoin zu beschäftigen.

Und wer nicht hören will, der kann die Zusammenfassung des Gesprächs auch nachlesen. Daniel hat das Thema nämlich mit sehr viel Aufwand aufbereitet.

Das Magic Future Money- Buch kommt

Fast genau auf den Tag ein Jahr ist es nun her, dass ich auf dem Leipziger Bitcoin-Themenabend einen Vortrag über Die Zukunft des Geldes gehalten habe. Seit dem ist viel passiert. Denn die an diesem Abend mehr oder weniger spontan geborene Idee „Man müsste eigentlich mal einen Schreibwettbewerb zur Zukunft des Geldes machen“ hat danach schnell den Konjunktiv verloren, ich hab mich an die Arbeit gemacht und nur drei Monate später startete Anfang dieses Jahres direkt auch schon das Magic Future Money-Projekt.

Ein Schreibwettbewerb, sie alle zu finden, die besten zu küren und in ein Buch zu binden.

Das wiederum stieß auf erfreulich große und positive Resonanz. Viele Menschen aus dem ganzen deutschsprachigen Raum und von jung bis alt fühlten sich angesprochen und fingen an, über das Geld der Zukunft nachzudenken und wie es uns, unseren Alltag und unsere Gesellschaft wohl verändern würde, wenn es denn tatsächlich so käme. Und obwohl es nicht alle schafften, ihre Geschichten rechtzeitig fertig zu stellen, gingen bis Ende März dennoch insgesamt 290 Geschichten ein, die sich um das Preisgeld von 30 x 1 Million Satoshi – aktuell immerhin rund 14.000 Euro – bewarben.

Was lange währt …

Nun, ein gutes halbes Jahr später hat die Jury nicht nur längst die Gewinnerinnen und Gewinner gekürt, sondern die 30 besten Geschichten wurden inzwischen auch korrigiert, gesetzt, illustriert und befinden sich aktuell tatsächlich und endlich im Druck. Ein für mich unglaublich spannendes, erfüllendes und bemerkenswertes Projekt steht damit kurz vor seinem großen Finale. Das erreicht es am 23. November, wenn das Buch dann offiziell bei Aprycot erscheint.

Ab dann gibt es Magic Future Money. (Un)mögliche Geschichten vom Geld der Zukunft überall dort, wo es gute Bücher gibt: Online, beim Buchdealer eures Vertrauens oder – für alle, die gerne mit Bitcoin bezahlen möchten – auch direkt beim Verlag.

Jetzt vorbestellen!

Wer klug ist, wartet aber nicht bis dahin, sondern bestellt einfach direkt schon jetzt vor. Das hat nämlich zwei Vorteile. Zum einen bekommt man das Buch garantiert als eine/r der ersten überhaupt. Zum anderen hat man so die besten Chancen sich ein richtig gutes Weihnachtsgeschenk für sich und andere zu sichern. Denn dieses Buch ist nicht nur inhaltlich einzigartig, sondern auch optisch und haptisch ein wertvolles Kleinod (mehr dazu hier).

Vor allem aber ist die Erstauflage begrenzt und da gutes Offset-Druckpapier in diesen wilden Zeiten ein knappes und kostbares Gut ist, ist nahezu ausgeschlossen, dass die nächste Charge, so es denn überhaupt eine geben sollte, noch vor Weihnachten fertig werden würde.

Magic Future Money. (Un)mögliche Geschichten vom Geld der Zukunft, 376 Seiten, Aprycot, 2021, 27 Euro

Insofern lege ich euch die Vorbestellung nachdrücklich ans Herz. So geht ihr erstens auf Nummer sicher, zweitens macht es dank Buchpreisbindung auch vom Zaster her keinen Unterschied und drittens: Das wird wirklich ein richtig, richtig schönes Buch. Siehe hier:

Ausschnitt aus „Wertpapier“
Ausschnitt aus „Die Lebenszeithändlerin“
Ausschnitt aus „Karl, der Bang-Bus“

Ansonsten bleibt mir nun nichts mehr zu sagen, außer, dass ich mich jetzt sehr auf das Erscheinen des Buches freue und auf euer aller Feedback. Aber da bin ich sehr zuversichtlich, dass ihr mir zustimmen werdet, dass 2021 am Ende auch seine guten Seiten hatte. Wortwörtlich.

Deine Stimme für Magic Future Money!

Wer hier schon länger mitliest oder hin und wieder den Honigdachs hört, weiß, dass ich seit fast einem Jahr den Großteil meiner Zeit mit Freude und Begeisterung in das Magic Future Money-Projekt stecke (mehr dazu hier).

Erfreulicherweise konnte ich in dieser Zeit noch viele andere Menschen mit meiner Begeisterung für die Zukunft des Geldes anstecken, was meine Motivation für das Projekt wiederum wieder befeuert hat, wodurch noch mehr Menschen darauf aufmerksam und neugierig wurden, was mich dann wieder angespornt hat, woraufhin …
Ihr wisst, worauf ich hinaus will.

Magic Future Money ist nominiert!

Jedenfalls ist Magic Future Money dadurch so besonders und einmalig geworden, dass es nun sogar im Wettbewerb um den finanzblog award 2021 läuft. Das ist einerseits passend, denn es geht um die Auseinandersetzung mit dem Thema Geld. Andererseits aber auch besonders, denn vor allem das Wie ist einzigartig: kreativ, zukunftsorientiert, niedrigschwellig und immer auf der Schwelle zwischen Fiktion und Realität.

(Schreib-)Wettbewerb gewinnt (Finanzblog-)Wettbewerb – das wär’s!

Ob die Jury das Konzept am Ende ebenfalls eines Preises wert findet, weiß ich nicht. Allerdings gibt es ja auch die Publikumsjury und wenn ihr meint, dass Magic Future Money anders und besonders genug ist für einen Preis, dann würde ich mich über eure Stimme freuen, die ihr dem Projekt mit nur zwei Stimmen geben könnt. Ihr müsst dafür auf der Abstimmungsseite nur bis „M“ scrollen und ganz unten dann eure Wahl bestätigen. Fertig.

59 Blogs zur Auswahl, aber nur einer hat die Magic

Ob es am Ende gereicht hat, wissen wir dann Ende Oktober. Dann ist nämlich die Preisverleihung. Aber passen würde es schon, denn kurz darauf wird auch das Magic Future Money-Buch erscheinen, das im Übrigen ganz, ganz großartig wird. Aber dazu dann bald hier gesondert noch mehr.

Mehr als nur digitales Geld. Was ist Bitcoin wirklich?

Vergangene Woche habe ich im Auftrag einer Bank einen Vortrag über Bitcoin gehalten: Mehr als nur digitales Geld. Was ist Bitcoin wirklich?

Und weil der einerseits bei der Zielgruppe wohl ziemlich gut angekommen ist (es war alles remote und ich hatte nur direkten Kontakt zum Moderator) und ich andererseits da viel Arbeit reingesteckt habe und ein Freund von Open Education bin, stelle ich die Folien hier auch noch einmal frei und für alle zur Verfügung.

Klicken aufs Bild öffnet die Präsentation

Die Slides allein können zwar nicht ersetzen, was ich in der knappen Stunde zusätzlich dazu erzählt habe (eine frei verfügbare Aufzeichnung des Vortrags gibt es nicht), aber vielleicht inspiriert euch ja die Eisberg-Metapher (den Großteil von Bitcoin sieht man nicht) oder der ein oder die andere kann die verlinkten Quellen oder die sieben Kernthesen gebrauchen. Diese sind:

  1. Bitcoin ist neu – Neues wird oft mit Argwohn betrachtet, ist oft schwer zu beschreiben
  2. Bitcoin ist multidimensional – Geld, Technologie und Gesellschaft sind untrennbar miteinander verbunden
  3. Bitcoin ist unausweichlich – dass digitales Geld kommt, war nur eine Frage der Zeit
  4. Bitcoin ist die Digitalisierung des Geldes – Digitalisierung ist jedoch nicht die 1:1-Nachbildung von analogen Prozessen mit Computern
  5. Bitcoin, not „Blockchain“ – war schon immer so, mussten viele aber auf die harte Tour lernen
  6. Bitcoin ist Infrastruktur – und nicht nur ein Spekulationsobjekt
  7. Bitcoin ist das Internet der Werte – und wir stehen noch ganz am Anfang

Natürlich gäbe es noch ein paar weitere Punkte, die man hier mit einbringen könnte. Zum Beispiel, dass Bitcoin geduldig ist (Stichwort: low time preference) oder dass es das Geld der nächsten Generation ist (Stichwort: digital money natives). Aber das hat aus Zeitgründen in diesen Vortrag nicht mehr reingepasst und ist dann vielleicht auch für eine andere Zielgruppe noch interessanter.

Ansonsten ist hier aber schon wirklich vieles von dem drin, was ich in den knapp acht Jahren, die ich mich jetzt schon mit Bitcoin befasse, herausgefunden habe. Und zwar so heruntergebrochen, das dem vor allem Bitcoin-Einsteiger gut folgen können.

Wer den Vortrag nun doch lieber selbst sehen will oder eine Zielgruppe hat, die ihn unbedingt sehen sollte oder die Infos vielleicht sogar mit einem praktischen Hands-On-Workshop verbinden will, meldet sich einfach.

„Hallo Trottel“ – Bitcoin polarisiert und das ist gut!

Man kann zu Bitcoin stehen wie man will und das ist gut so. Gerade jetzt, wo Tesla bekannt gegeben hat, dass man 1,5 Milliarden US-Dollar in Bitcoin investiert habt und das digitale Geld künftig auch als Bezahlung annehmen will.

Bitcoin ist nicht leicht zu akzeptieren

Ich für meinen Teil hatte in diesem Zusammenhang gerade eine bemerkenswerte Diskussion auf Twitter. Auf der einen Seite ich. Auf der anderen Seite Michael Seemann alias @mspro, der die aktuelle Kursentwicklung mit einem – nun ja – eher wenig substantiellen Tweet kommentierte.

Wer @mspro kennt, weiß, dass er kaum eine Gelegenheit auslässt, die Bitcoin-Community mit solchen Aussagen zu triggern und sich dann im Nachhinein als Opfer darstellt, wenn er Widerspruch erfährt, der in der Bitcoin-Community selten mit Samthandschuhen ausgeteilt wird.

@mspro liebt es, zu trollen und viele in der Bitcoin-Community fallen leider immer wieder auf diesen trivialen Trick herein, mit toxischer Online-Kommunikation Aufmerksamkeit zu generieren, anstatt die alte „Don’t feed the trolls!“-Weisheit zu beherzigen, von denen @mspro nun mal einer ist.

Jeder kann sich mal irren. Trolle wollen es jedoch

Man könnte das nun einfach geschehen lassen. Allerdings macht so ein Verhalten das Netz auf Dauer zu einem schlechteren Ort. Daher habe ich mich heute entschieden, @mspro ein Gesprächsangebot zu machen, in der Hoffnung, diesen immer wiederkehrenden, von ihm angezettelten Zickenkrieg ein bisschen einzufangen. Ich finde Streit und Diskurs nämlich prinzipiell gut, aber sich immer nur ergebnislos anzublaffen, furchtbar langweilig und sinnlos.

Man muss dazu noch wissen, dass @mspro und ich uns zwar nicht persönlich kennen, vor einiger Zeit mal gemeinsam Gäste einer Diskussionsrunde bei Deutschlandfunk Kultur zum Thema „Blockchain“ waren. Da ging es durchaus zivilisiert zu und wir waren in vielen Punkten sogar ähnlicher Auffassung. Ich hatte daher gute Hoffnung, dass wir auch auf Twitter auf dieser Basis aufbauen könnten.

Die Direktheit seiner Antwort auf mein Gesprächsangebot hat mich daher überrascht.

Argumente? LOL!

Unser ganzes „Gespräch“, bei dem ich den festen Vorsatz hatte, mich nicht provozieren zu lassen (warum auch?), kann man hier nachlesen. Muss man aber auch nicht. Denn @mspro konnte oder wollte die Trollmaske einfach nicht ablegen.

Zuhören?

LOL

Kritik verständlich und nachvollziehbar formulieren?

LOL

Fragen beantworten?

LOL

Man kann sich nun über das kindische Verhalten von @mspro aufregen. Wer eine wilde These ins Netz stellt, sollte schließlich auch das Rückgrat haben, sie zu verteidigen. Insbesondere wenn man von sich behauptet „ins Internet zu denken“.

Vor allem aber würde es von Reife zeugen, wenn man das angekratzte Ego ein bisschen zurückfährt, wenn man sich mit einer steilen These vor seinen mehr als 20.000 Followern argumentativ auf zu dünnes Eis begeben hat und dann ertappt und zur Rede gestellt wird. @mspro hat in diesem Zusammenhang jedoch den Schwanz eingekniffen und sich getrollt.

Mein Gesprächsangebot bleibt bestehen

Das ist einerseits gut, denn vielleicht lernt er daraus und hält sich das nächste Mal zurück, bevor er sein ungenügend recherchiertes Halbwissen über etwas „ins Internet denkt“, über das sich andere schon sehr viel mehr Gedanken gemacht haben.

Andererseits ist es natürlich bedauerlich, denn mein Gesprächsangebot besteht natürlich weiterhin. Mich würde durchaus interessiere, was seine ganz konkrete Kritik an Bitcoin ist und verstehen, warum er sich so vehement weigert, sich weiter damit auseinanderzusetzen?

Gerade erst hat Alex Gladstein von der Human Rights Foundation dieses 5-Minütige Video ins Netz gestellt, das in diesem Zusammenhang eine gute Basis für eine Debatte gewesen wäre.

Trolle mit Argumenten entzaubern

Doch bleibt darüber hinaus noch eine weitere wichtige Erkenntnis. Bitcoin polarisiert. Heute mehr denn je. Das ist jedoch gut, wenn es gelingt daraus in Gespräche und Diskussionen zu kommen. Diskurs ist für beide Seiten wichtig. Niemand hat die Weisheit mit Löffeln gefressen.

Im besten Fall gelingt dieser, wenn man sich von Trollen nicht triggern lässt, sondern sie argumentativ stellt und inhaltlich herausfordert.

Im schlechtesten Fall haben sie wie @mspro darauf jedoch keinen Bock und tauchen wieder ab. Dieses Mal vielleicht für länger. Irgendwann vielleicht für immer.

Hörtipp: Der „Magic Future Money“-Podcast

Gestern ging die dritte Folge des Magic Future Money-Podcast online und da das zwar kein Bitcoin-Podcast ist, aber dennoch hilft auch Bitcoin besser zu verstehen und einzuordnen, wollte ich gerne auch hier noch einmal darauf hinweisen.

Status Quo und Perspektiven für die Zukunft des Geldes

Die drei bisherigen Folgen sind:

Was wissen wir über das Geld der Zukunft?
Warum die Zukunft des Geldes so schwer vorherzusagen ist
Was ist eigentlich Geld?
Kein Bitcoin-Podcast. Noch.

Natürlich wird auch Bitcoin in (mindestens) einer der kommenden Folgen dabei noch eine Rolle spielen. Aber der Fokus des Podcast wird auch auf anderen Geldvisionen liegen. Vollgeld, smarte Banknoten, Science Fiction-Money und die Idee einer Gesellschaft ganz ohne Geld.

Ich stecke derzeit sehr viel Arbeit in das Projekt, weil ich selbst dadurch enorm viel lerne und auf faszinierende Projekte, Ideen und Konzepte stoße, von denen ich nicht einmal wusste, dass sie existieren.

Insofern würde es mich freuen, wenn ihr mal reinhört. Vielleicht geht es euch ja ähnlich wie mir und ihr erfahrt etwas, was euren Horizont in Bezug auf das Thema Geld und die Zukunft erweitern wird.

Natürlich freue ich mich auch über eure Fragen, Ergänzungen, Anregungen und Kritik.

Die Zukunft des Geldes neu denken

Ich habe mich in den letzten Wochen hier sehr rar gemacht. Das tut mir leid. Doch was vielleicht wie Stillstand wirkte war eher eine Kunstpause. Denn nur weil die Bühne still und dunkel ist, heißt das ja nicht, dass hinter den Kulissen nicht Einiges passiert.

Und es ist Einiges passiert! Bei Bitcoin und auch hier.

Denn auch wenn davon hier nicht viel zu sehen war, war ich in den vergangenen Monaten sehr fleißig. Vor allem seit dem ersten Mittwoch im Oktober.

Damals habe ich beim Leipziger Bitcoin-Themenabend einen Vortrag zum Thema Die Zukunft des Geldes gehalten. Ein Thema, das für mich größer als Bitcoin ist, mit dem ich mich aber erst durch Bitcoin zu beschäftigen begonnen habe. Also vor mittlerweile gut acht Jahren. Lange Zeit eher nur so nebenbei. Mit dem Abend im Oktober hatte ich dann aber mal einen Grund, meine bis dahin gesammelten Erkenntnisse endlich ein bisschen systematischer aufzuarbeiten.

Geld – Der zukunftsblinde Fleck

In dem Vortrag ging es dann vor allem um die Frage, was wir eigentlich über das Geld der Zukunft wissen. Mein Fazit damals: nicht viel. Denn weder in der Finanzbranche noch in den Geschichten von Science Fiction- Autorinnen und -Autoren oder den Erzählungen anderer Visionäre spielt das Geld der Zukunft bislang eine wirkliche Rolle.

Was schlussendlich zu der Frage führte, wie man das ändern könnte.

Die einfache an diesem Abend gefundene Antwort: Man müsste mal einen Geschichten-Wettbewerb zu dem Thema machen. Wäre doch cool, wenn sich da jemand drum kümmern würde, oder?

Und das habe ich gemacht. Nach einmal drüber schlafen habe ich angefangen ein Konzept zu entwickeln, bin damit auf die Suche nach Unterstützern gegangen und habe in den vergangenen Wochen alles soweit vorbereitet, dass heute, pünktlich zum Bitcoin-Genesis-Day, mein neues Herzensprojekt an den Start gehen kann:

Magic Future Money, der Schreibwettbewerb für (un)mögliche geschichten vom geld der zukunft.

Was ist Magic Future Money?

Ich könnte hier jetzt ganz viel darüber schreiben, was Magic Future Money ist, aber warum, wenn ich das doch schon alles ausführlich auf magicfuturemoney.de gemacht habe.

Daher hier nur ganz kurz zusammengefasst: Bis zum 31.03.2021 können von jederman/frau Kurzgeschichten eingereicht werden, die sich in irgendeiner Weise mit dem Geld der Zukunft auseinandersetzen. Die besten Geschichten werden dann von einer Jury ausgewählt und als Buch veröffentlicht.

Jede veröffentlichte Geschichte wird zudem mit einem Preisgeld von einer Million Satoshi belohnt. (Fun fact: Als ich anfing den Wettbewerb zu planen, waren das rund 100 Euro. Jetzt, wo Bitcoin die 30.000 US-Dollar-Marke übersprungen hat, sind es mehr als 250 Euro. Whoop-Whoop!). Macht bei bis zu 30 Geschichten, ein stattliches Gesamtpreisgeld von 0,3 Bitcoin. (Das freundlicherweise vom Bundesverband Bitcoin gestiftet wird. Vielen Dank dafür!)

Neben dem Schreibwettbewerb besteht Magic Future Money auch aus einem Blog mit Fundstücken, Buchvorstellungen und anderer Denk- und Schreib-Inspiration. Außerdem gibt es auch noch einen Podcast, in dem sich alles um den Status Quo dreht und wo die Zukunft des Geldes womöglich bereits Realität geworden ist. Den zugehörigen Twitter-Account für das Projekt gibt es natürlich auch.

Danke!

Natürlich war das alles auf die Beine zu stellen mit sehr viel mehr Arbeit verbunden, als ich mir vorgestellt hatte. Deswegen ist hier zwischenzeitlich auch fast alles liegen geblieben. Und nicht nur das. Ohne die tatkräftige und finanzielle Unterstützung von vielen Leuten aus der Bitcoin-Community und darüber hinaus wäre Magic Future Money niemals entstanden. Danke dafür und danke auch noch einmal an die offiziellen Unterstützer des Projektes: Fulmo, Bisq, Bitwala, Shift Cryptosecurity und den Monetative e.V., die mir alle nur anhand eines Onepagers vertraut haben, dass das ein richtig gutes Projekt wird. (Spoiler Alert: Das wird es!)

Nun bin ich tatsächlich gespannt, was passiert und freue mich auf die kommenden Monate. Nicht nur, weil das Timing so glücklich ist, sondern auch weil ich auf all die brillanten Ideen, Visionen und Geschichten gespannt bin, die das Projekt hoffentlich hervorbringen wird.

Doch jetzt seid ihr dran! Macht mit und erzählt gern allen, die ihr kennt von dem Projekt. Es warten unendlicher Ruhm, intergalaktische Ehre und ein Haufen Magic Internet Money!