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Miniserie „Bad Banks“ – Wie real ist die Fiktion?

Ab heute Abend läuft die zu Recht vielbeachtete Miniserie Bad Banks nach Arte nun auch im ZDF. Das ist gut, denn damit werden die sechs Folgen noch ein viel größeres Publikum erreichen als die beachtlichen 1,3 Millionen Zuschauer (Stand gestern morgen), die sich die Serie schon vorab online und zusätzlich auf Arte angeschaut haben.

Ich selbst habe gerade eben die erste Folge gesehen und bin wie viele andere durchaus begeistert. Das hat zum einen mit der Serie selbst zu tun, die mich von der ersten Minute an gefesselt und meine komplette Aufmerksamkeit gebunden hat.

Zum anderen aber auch mit dem Hintergrundwissen, dass ich bereits vorab hatte. Denn da die Serie auf der Berlinale vorgestellt wurde, gab es entsprechend viel mediale Berichterstattung.

Ausdauernde Recherche des Regisseurs

Eine Sache ist mir dabei besonders in Erinnerung geblieben: Der Regisseur Christian Schwochow erzählte im Radio-Interview, wie er, um glaubwürdige Figuren entstehen lassen zu können, lange und ausdauernd er in der Finanz-Szene recherchierte und dabei zunächst auf große Blockaden stieß, weil die Banken versuchten sich so gut wie möglich nach außen hin abzuschotten.

Später gelang es ihm aber durch Kontakte an Orte zu kommen, wo er niemals hätte sein dürfen. Den Menschen in den Banken, die ihn dorthin brachten, sei es jedoch enorm wichtig gewesen, dass jemand kommt und zu verstehen versucht, was sie dort eigentlich machen. Denn viele in den Banken wüssten das selbst gar nicht. Die Gespräche mit ihm, dem interessierten Regisseur, hätten daher für diese Menschen geradezu etwas Therapeutisches und noch heute würden ihn manche seiner Kontakt anrufen, um zu fragen, wann sie sich denn mal wieder träfen und redeten.

Die genaue Quelle ist leider nicht online verfügbar, in diesem  Interview hat er das aber in Teilen ebenfalls so gesagt. Es lohnt sich jedenfalls sehr, sich vor dem Anschauen von Bad Banks ein bisschen Kontext anzulesen, um zu erkennen, wie viel Realität hinter der Fiktion steckt. Diese Erkenntnis ist es nämlich, die die Serie zu einem Sollte man unbedingt gesehen haben macht.

„Blockchain-Technologie“ würde es nicht besser machen

Abschließend noch ein Gedanke oder viel mehr noch eine starke These, die mir seit besagtem Interview im Kopf herumgeht und die ich hier gerne mal zur Diskussion stellen will:

Kein einziges Projekt, das bisher unter dem Hype-Begriff „Blockchain“ veramarktet wird, ist hilfreich, eine mögliche weitere Krise zu verhindern.

Ganz im Gegenteil sogar. Viele „Blockchain“-Projekte finden es durchaus okay, wenn sie institutionalisiert werden (bspw. Ethereum) bzw. basteln Banken ja an eigenen vermeintlichen „Blockchain“-Projekten.

Ob dagegen nun Bitcoin hilfreich gegen mögliche Krisen ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt schwerer zu beurteilen. Im Gegensatz zu all den „Blockchain“-Projekten bin ich mir da aber zumindest immerhin noch nicht sicher.

Aber diesen Gedanken führe ich vielleicht ein anderes Mal etwas weiter aus. Bad Banks läuft jedenfalls heute Abend um 21:45 Uhr im ZDF und ist in der dortigen Mediathek noch bis zum 31. August dieses Jahres abrufbar.

Heute: Bitcoin- & Blockchain-Talkshow im Livestream (Update)

Hier nochmal eine kleiner Tipp für die Gestaltung des heutigen Abendprogramms: Ich bin gleich auf dem Weg nach Hamburg, weil wir dort nachher ab 20:30 Uhr live „im Fernsehen“ über Bitcoin, die Blockchain und die Zukunft der Banken diskutieren wollen.

Warum es sich lohnt einzuschalten, hab ich im Beitrag vom vergangenen Mittwoch bereits erklärt. Würde mich freuen, wenn ihr einschaltet und mitdiskutiert.

KMPG Klardenker live „Die Zukunft der Banken. Wie Technologie den Finanzsektor ändert“, heute ab 20:30 Uhr im Livestream.

Update 15.09.

Die Sendung steht mittlerweile komplett online. Ein wenig schade, dass der Themenblock Bitcoin/Blockchain am Ende aus Zeitgründen etwas gekürzt werden musste. Aber ich habe mit meinem aufklärerischen Anspruch dennoch versucht, so viele Informationen wie möglich unterzubringen.

KPMG-Talkshow zu Bitcoin, der Blockchain & der Zukunft der Banken

Dass Youtube hinsichtlich Programmvielfalt, Reichweite und Relevanz längst eine dem Fernsehen mindestens ebenbürtige Plattform ist, ist keine Neuigkeit (außer vielleicht für die Fernsehprogramm-Verantwortlichen), sondern ein schönes Beispiel dafür, wie die Digitalisierung eine Branche transformieren und tradierte Machtverhältnisse aufbrechen und neu arrangieren kann.

KPMG-Talkshow zur Zukunft der Finanzbranche

Umso passender ist daher, dass das Talkshow-Format KPMG Klardenker livedas sich selbst der digitalen Transformation von Wirtschaftsbranchen widmet, auf eben diesem Youtube stattfindet. So auch wieder am kommenden Dienstag um 20:30 Uhr, wenn es um die Digitalisierung der Finanzbranche und die Zukunft der Banken geht.

Selbstverständlich werden dabei auch Bitcoin und die Blockchain eine Rolle spielen, denn zum einen ist das bei dem Thema unausweichlich und zum anderen werde ich selbst für diesen Part mit in der Gesprächsrunde sitzen.

Live heißt live und Interaktion ist erwünscht

Doch auch ihr könnt teilnehmen an der Diskussion. Denn zum einen ist das „live“ im Namen der Sendung nicht nur Schmuck, sondern Programm: Die Ausstrahlung ist live, das Publikum ist echt (wer ist am Dienstagabend in Hamburg?) und der bzw. die Social Media-RedakteurIn wird Fragen und Reaktionen direkt aus dem Netz aufgreifen und an uns weiterleiten. Wer will kann auch schon jetzt Fragen schicken. Die Redaktion sammelt die bis zur Sendung und arbeitet die mit ein.

Heißes Thema, professionelle Produktion

Ich freue mich da schon sehr drauf. Denn wie die erste Folge zum Thema E-Health bereits zeigte, handelt es sich bei dem KPMG Klardenker live-Konzept nicht um irgendein seichtes Internet-Format, sondern um eine Produktion, die sich qualitativ durchaus mit dem „alten Bruder“ Fernsehen messen kann.

Außerdem ist das Interesse an dem Thema sehr groß. Schon der Trailer für die kommende Sendung wurde häufiger abgerufen, als die gesamte erste Sendung. (Die aber nichtsdestotrotz auch sehr sehenswert ist.)

KMPG Klardenker live „Die Zukunft der Banken. Wie Technologie den Finanzsektor ändert“, Di. 13.9. ab 20:30 Uhr im Livestream

Ich und die Blockchain zu Gast im Fintech-Podcast

Schon mehrmals habe ich hier im Blog auf den FinTech Podcast von André M. Bajorat und Jochen Siegert hingewiesen. Für mich als Außenstehender eine der wichtigesten Quellen um zu verstehen, wie die Banken- und Finanzwelt tickt und was dort aktuelle Trends und Prozesse zum Thema Digitalisierung und Technologie sind.

Vor einiger Zeit war auch Bitcoin dort schon Thema, aber da das zu groß für nur eine Stunde ist, sollte schon seit langem eine weitere Folge mit dem expliziten Schwerpunkt Blockchain kommen. Weil die aber auf sich warten ließ, habe ich mich kurzerhand selbst eingeladen das Angebot, ein paar grundlegende Fragen zu beantworten, in den Raum gestellt. Denn u.a. war es mir schon lange eine Herzensangelegenheit den Terminus „Private Blockchain“ endlich einmal über den Dunstkreis der Bitcoin-Community hinaus als Oxymoron im Hypepelz zu entlarven.

Aber das war nur ein Thema des FinTech Podcast zum Thema Blockchain, nach dessen Aufnahme mir noch so viele kluge (und an manchen Stellen vielleicht sogar noch klügere) Antworten eingefallen sind. Aber die sammle ich einfach und feile sie noch weiter rund. Denn Bitcoin und die Blockchain zu erklären ist eine Herausforderung, die man nur durch stetes Wiederholen meistert. Mal ganz davon abgesehen, dass das Thema selbst mit nun schon zwei FinTech Podcast-Folgen noch lange nicht durch ist.

Honigdachs #3 – Blockchain ohne Bitcoin

Die dritte Folge von Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig war.

Honigdachs – 03 – Blockchain ohne Bitcoin

Dieses Mal sprechen wir über ein Thema, das uns seit Wochen besonders unter den Nägeln brennt: Blockchain ohne Bitcoin.

Hintergrund ist der, dass die Finanzwelt sich bekanntlich seit geraumer Zeit auf das Hype-Wort „Blockchain“ eingeschossen hat, gleichzeitig aber bloß nichts mit Bitcoin zu tun haben will. Das ist paradox, skurill und wirft viele Fragen auf. Allen voran: Was soll das und ist denn die ganze Welt verrückt geworden?

Die Antworten darauf gibt hier. Von Altcoins über Blockchain 2.0-Projekte bis hin zu „Privaten Blockchains“ streifen wir dabei einmal alles, was „Hier! Blockchain! Geil!“ schreit und ob es am Ende ein Happy End für unser aller Seelenheil gibt, sei an dieser Stelle noch nicht verraten.

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Bitcoin-Presseschau #79

Die Bitcoin-Presseschau fasst derzeit in etwas größeren Abständen die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitales Geld zusammen. Für den Zeitraum vom 26. Oktober bis 15. November 2015 mit folgenden Themen:

  • #Bitcoin Kurs
  • … und warum dieser nicht alles ist
  • #Grundlagen
  • Blockchain! Geniale Erfindung, oder?
  • Wer Blockchain sagt, muss auch Bitcoin sagen
  • Wer Blockchain sagt, muss auch Bitcoin denken
  • Wie Banken bisher mit „Blockchains“ experimentieren
  • Über die vielen Innovationsbaustellen von Bitcoin
  • #Recht
  • Deutsche Ermittler haben ein Bitcoin-Unkenntnis-Problem
  • #Technologie
  • Bitcoin bald Browser-Standard
  • Bitcoin-Symbol nun offizieller Standard für Schriften
  • Microsoft bietet Blockchain-as-a-Service an
  • #Business
  • Mehr als 1 Milliarde in Bitcoin-Startups investiert
  • Konsolidierung des Bitcoin-Ökosystems
  • Tech-Startups müssen nicht immer nur profitorientiert handeln
  • Visa Europe will Western Union mit der Blockchain angreifen
  • #Wissenschaft
  • Satoshi Nakamoto für Wirtschafts-Nobelpreis nominiert
  • #Kultur
  • Sechs Bitcoin-Community-Foren ohne Zensur
  • Ich bin Bitcoin (einmal im Jahr)
  • Bitcoin-Startups fordern die Musik-Industrie heraus
  • #International
  • Bitcoin für Libyen

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Bitcoin-Presseschau #77

Die Bitcoin-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitales Geld zusammen. Für die Woche vom 7. bis 13. September 2015 mit folgenden Themen:

  • Neues vom Kurs
  • Neues von der Blocksize-Debatte
  • Die F.A.S. bringt einen hervorragenden Bitcoin-Artikel
  • Android Pay startet in den USA
  • Mt.Gox-Chef Karpeles offiziell angeklagt
  • Stress im Netzwerk durch Gier der Community
  • Nick Szabo über (noch) beschränkte Banken
  • Erfahrungsbericht: Bitcoin ist ein riesiges Thema
  • Mit Proof-of-Existence gegen Uni-Betrüger
  • USA & UK sind die globalen FinTech-Zentren

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Bitcoin-Presseschau #76

Die Bitcoin-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitales Geld zusammen. Für die Woche vom 31. August bis 6. September 2015 mit folgenden Themen:

  • Neues vom Kurs
  • Thema der Woche: Bitcoin und Flüchtlinge
  • Neues von der Blocksize/BitcoinXT/BIP100-Debatte
  • 300.000 Euro für deutsches Bitcoin-Startup
  • Zentralisierung – die Nemesis von Bitcoin
  • Deutschland kein Payment-Land
  • Was Zentralbanken weltweit von Bitcoin halten
  • Umfrage zum Bitcoin-Gebrauch in Deutschland
  • Internationale Überweisungen sind noch immer viel zu teuer

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Bitcoin-Presseschau #74

Die Bitcoin-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitales Geld zusammen. Für die Woche vom 17. bis 23. August 2015 mit folgenden Themen:

  • Die BitcoinXT-Situation: Ein Erklärversuch
  • Neues vom Kurs
  • Weitere besorgniserregende CoinTelegraph-Interna
  • Mehr Bitcoins für Griechenland
  • Banken und die Blockchain
  • Fidor: Digitale Inkompetenz der Politiker als Standortnachteil
  • Die Bank of England findet Bitcoin spannend
  • Bitcoin in China: so ist der Status Quo
  • Neues von der Bitcoin-Weltreise

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Das wundersame Loblied der Banken auf Bitcoin

Es ist wirklich erstaunlich. Die Banken- und Finanzwelt galt lange als starrer, unbeweglicher und unangreifbarer Haufen, gegen den kaum etwas auszurichten ist. Selbst die von ihr ausgelöste Finanzkrise, die die gesamte Weltwirtschaft in eine jahrelange Abwärtsspirale gezogen, Depressionen ausgelöst und diverse Staaten an den Rand des Ruins getrieben hat, ist scheinbar spurlos an ihr abgeperlt. Ein paar Strafzahlungen hier, das Weglobbyieren von Reformen durch die Politik da und binnen kürzester Zeit ging man wieder zur Tagesordnung über: dem Geldverdienen mit riskanten Kapitalgeschäften auf Risiko derer, die sich nicht wehren können.
Irre ich mich, wenn ich das so zusammenfasse? Ich glaube nicht.

Um diesem Missstand zu begegnen, diesem unkontrollierbaren System aus Geld, Gier und Macht, ist Bitcoin erschaffen worden. „Chancellor on brink of second bailout for banks“, die Schlagzeile der Times vom dritten Januar 2009, hat Satoshi Nakamoto in den ersten Block der Bitcoin-Blockchain geschrieben. Als Mahnung und Warnung.

Eines hat er seitdem mit seiner Erfindung zweifelsohne erreicht. Die Banken wandeln sich und zwar rasant. Ob das jedoch die Art von Wandel ist, die sich Satoshi Nakamoto damals vorgestellt hat, ist fraglich.

Die Arroganz der Banken weicht demütiger Bewunderung

Denn die Finanzhäuser haben ihre Strategie gewechselt. Sie verlachen, ignorieren und bekämpfen Bitcoin nicht mehr, wie sie es lange Zeit getan haben, sondern interessieren sich dafür. Sehr sogar. Sie gründen Blockchain-Forschungslabore, beteiligen sich an Bitcoin-Startups und veröffentlichen geradezu euphorisch klingende Analysen der dezentralen Zahlungstechnologie von morgen.

Das ist ebenso beeindruckend wie irritierend. Denn die Geschwindigkeit mit der immer mehr Banken ihre Abwehrhaltung gegenüber Bitcoin und der Blockchain-Technologie aufgeben und ihre monopolistische Comfort Zone verlassen, um sich mit der neuen Technologie zu befassen, ist rasant. Die vielmals arrogante Haltung gegenüber der Spaß-Währung Bitcoin ist einer demütigen Bewunderung für die revolutionäre Zukunftsfähigkeit der Technologie gewichen.

Die Deutsche Bank liebt Bitcoin

Die Stellungnahme der Deutschen Bank zum Beispiel auf einen Call for evidence der European Security and Markets Authority (ESMA) liest sich geradezu von Grund auf begeistert. Zwar tanzen beide Institutionen mit den Begriffen „virtual currencies“ und „distributed ledger technology“ semantisch noch vorsichtig um den heißen Brei herum, es ist jedoch eindeutig, dass es um Bitcoin und die Blockchain geht. Denn das ist nun mal der Ursprung jeder virtual currency und distributed ledger technology und deswegen kommt auch die Deutsche Bank nicht drum herum immer wieder direkt auf Bitcoin zu verweisen.

Französische Banken lieben Bitcoin

Aber nicht nur die größte deutsche Bank, auch das französische Pendant die PNB Paribas interessiert sich sehr für Bitcoin. Gerade erst ist im unternehmenseigenen Magazin Quintessence eine ausführliche Analyse zum Thema Bitcoin erschienen. Das Fazit: Bitcoin sei viel mehr als eine Währung. Es sei vielmehr eine „disruptive open source technology for the financial world“ deren Bedeutung vergleichbar sei mit der des Verbrennungsmotors. Bitcoin, so eines der möglichen Szenarien der Analyse, können durchaus dafür sorgen, dass die bestehenden Player der Branche überflüssig würden.

Möglicherweise ist deswegen die Société Générale, ebenfalls eine der bedeutendsten Banken Frankreichs, schon einen Schritt weiter. Sie sucht ganz konkret nach IT Developern, die sich mit Bitcoin und Blockchain-Technologie auskennen. Dass sie dabei schon von „Blockchain 3.0“ spricht ist möglicherweise ein Tippfehler, vielleicht aber auch Anzeichen der enormen Ambitionen des Unternehmens den Anschluss keineswegs verlieren zu wollen.

Alle Banken lieben Bitcoin

Das sind nur einige der Beispiele wie Bitcoin zunehmend die Banken und Finanzwelt durchdringt. Das britische Finanzinstitut Barclays hat eine eigene Analyse mit dem Titel „Blockchain: understanding the potential“ erstellt. Bei Goldman Sachs wird Bitcoin mittlerweile sogar im hauseigenen Podcast (ab Minute 20:40) besprochen. Dass dabei nicht abfällig gelacht, sondern ernsthaft Für und Wider diskutiert wird, ist keineswegs selbstverständlich. Vor nicht einmal zwei Jahren war das geradezu undenkbar.

Bitcoin hat geschafft, woran die Politik gescheitert ist

Aber das zeigt die Macht, die Bitcoin innewohnt. Politik und Gesellschaft sind daran gescheitert das Banken- und Finanzsystem zu bändigen. Bitcoin hingegen hat binnen kürzester Zeit die komplette Branche gezwungen, sich in Bewegung zu setzen.

Dass die Banken nun versuchen Bitcoin und die Blockchain in ihre FutureLabs und Businesspläne zu integrieren um im digitalen Zeitalter überhaupt konkurrenzfähig bleiben zu können, hatte Satoshi Nakamoto vermutlich nicht im Sinn als er Bitcoin ins Leben gerufen hat. Was ihm jedoch sehr gefallen wird, ist die Angst und Unsicherheit, die er mit seinem digitalen Open Source-Internet-Geld in der Banken- und Finanzbranche gesät hat. Beides ist spürbar auf den Klassentreffen der Branche. Es ist die Angst davor Macht und Einfluss zu verlieren. Die Angst vor der Bedeutungslosigkeit.