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Honigdachs #3 – Blockchain ohne Bitcoin

Die dritte Folge von Honigdachs ist da, dem Bitcoin-Podcast, den Stefan (bitcoinprivacy.net), Manuel (guidap.de) und ich ins Leben gerufen haben, weil uns nur einmal im Monat beim Leipziger Bitcoin-Stammtisch über Bitcoin und die Blockchain zu reden auf Dauer zu wenig war.

Honigdachs – 03 – Blockchain ohne Bitcoin

Dieses Mal sprechen wir über ein Thema, das uns seit Wochen besonders unter den Nägeln brennt: Blockchain ohne Bitcoin.

Hintergrund ist der, dass die Finanzwelt sich bekanntlich seit geraumer Zeit auf das Hype-Wort „Blockchain“ eingeschossen hat, gleichzeitig aber bloß nichts mit Bitcoin zu tun haben will. Das ist paradox, skurill und wirft viele Fragen auf. Allen voran: Was soll das und ist denn die ganze Welt verrückt geworden?

Die Antworten darauf gibt hier. Von Altcoins über Blockchain 2.0-Projekte bis hin zu „Privaten Blockchains“ streifen wir dabei einmal alles, was „Hier! Blockchain! Geil!“ schreit und ob es am Ende ein Happy End für unser aller Seelenheil gibt, sei an dieser Stelle noch nicht verraten.

Honigdachs – Shownotes

Weil diese Folge so meinungslastig ist, bestehen die Shownotes dieses Mal aus einem einzigen Linktipp.

Nehmt euch die Zeit und lest: Beyond the Blockchain. Why Bitcoin 3.0 really is Bitcoin 1.0. In diesem Artikel steht alles, was ihr wissen müsst. Tolles Ding zur rechten Zeit.

Alle bisherigen Honigdachs-Folgen zum Nachhören gibt es hier. Abonnieren kann man den Podcast über diesen RSS-Feed.

9 Gedanken zu „Honigdachs #3 – Blockchain ohne Bitcoin“

  1. Honigdachs #3

    Bitcoin Uncensored link vergessen? Welche folge von den 23?

    Das war der Hammer! Gute Arbeit ich habe auch schon gedacht, sind eigentlich alle die privat Blockchain Menschen total bescheuert oder bin ich jetzt bescheuert! Fast alles was ihr besprochen habt sehe ich genauso und hatte dieselben Gedanken Überlegungen + dieselben Schlussfolgerungen! Einfach geil zu wissen, da gibt es auch noch andere Menschen die genauso denken… sogar auch in Deutschland! Hoffen wir mal das es genauso abläuft wie früher beim Internet vs Intranet, aol, usw…

    1. Danke! Ich glaub Stefan findet alle Folgen von Bitcoin uncensored geil. Ich muss erst noch reinhören.

  2. Die Geld-Hoheit (Erschaffung von Geld) gehört gesetzlich dem Staat, also uns Bürgern. Deswegen ist die Herstellung und der Diebstahl von Geld strafrechtlich verboten, oder? Wenn nun Banken als privatgeführte Unternehmen elektronisches Geld bzw. Bitcoin erschaffen (eine Zahl im Computer) und es als Geld deklarieren (erklären), ist es dann nicht auch eine kriminelle Handlung und Betrug?

    Sollte nicht endlich neben der Geld-Erzeugung (Bargeldscheine drucken), auch das elektronische Geld (Zahlen eintippen in den Computer) in die Hände der Bürger und somit des Staates gehen? Wir alle würden doch nur profitieren. Arm und Reich! Steuern zu erheben könnten wegfallen! Weshalb?
    Da keine Schuldenlast und Zinszahlungen bei privaten Banken anfallen, die bisher für die Finanzierungen von Aufgaben und Ausgaben des Staates ständig notwendig sind.

    Wohlstand und Fortschritt wären garantiert und gewährleistet, da mit e-Geld (es sind nur Zahlen, die in den Computer zu tippen sind, um sie dann auf die Konten der Leistungserbringer zu buchen), problemlos in jeder beliebigen Höhe erschaffen werden kann, ohne Leistungen und Rohstoffe!
    Niemandem wird zudem etwas weggenommen. Steuern oder Vermögensabgaben könnten entfallen. Der Konsum wird sogar aufrechterhalten, was wiederum Arbeitsplätze sichert bzw. bewahrt.
    Wird jedoch weiterhin zugelassen, dass private Personen (Banken) e-Geld oder Bitcoin monopolartig erschaffen, die auf Grund ihres Geschäftsmodells immer Rendite und Gewinne erzeugen müssen, so bleibt die ganze Bevölkerung weiterhin im Hamsterrad, in ihrer Versklavung, die heute als unüberwindliche Schuldenherrschaft und Abhängigkeit besteht. Die Bürger verarmen alle!
    Das die Banken mit Geld für das Gemeinwohl nicht umgehen können und Betrügen, haben sie eindeutig nun bewiesen. Eine Zentralbank überwacht vom Staat (Bürger), wird auf Grund der heutigen Technologie die Geldbereitstellung besser gestalten. Politiker werden dabei im Interesse der Allgemeinheit handeln, da sie ständig gewählt werden. Mit privatgeführten Banken, die mit einem Geschäftsmodell aufwarten, ständig Gewinne zu erzielen und Leistungslos Geld produzieren gehen wir dem Niedergang zu.

    1. Interessanter Ansatz, ich glaube ich verstehe den Punkt. Allerdings sehe ich an der ein oder andere Stelle noch ein paar Ungenauigkeiten. Zum Beispiel würde ich nicht „Staat“ und „Bürger“ gleichsetzen. Das passt zwar ins idealisierte Weltbild z.B. des Rousseauschen Gesellschaftsvertrags, führt auf die heutige Zeit übertragen aber zu Missverständnissen. So wie ich deine Argumentation verstehe, meinst du vielleicht eher den „Souverän“ als den „Staat“? Zum anderen würde ich noch die Prämisse einbringen wollen, dass das Banken- und Finanzsystem, so wie wir es jetzt haben, zwar durchaus dysfunktional ist und aus spieltheoretischer Sicht zweifelsohne die falschen Anreize setzt. Allerdings muss man berücksichtigen, dass dahinter auch ein jahrhundertelanger Lern- und Experimentierprozess steckt. Wenn man sich den mal detaillierter anschaut (ich lese z.B. gerade „Schumpeters Reithosen. Die genialsten Wirtschaftstheorien und ihre verrückten Erfinder“, dann merkt, man wie sich wirtschaftliche Theorie und gesellschaftliche Realität seit Jahrhunderten immer wieder aneinander reiben und die Suche nach dem idealen Finanzsystem weder trivial noch abgeschlossen ist. Bitcoin ist in dieser Auseinandersetzung aber ohne Frage ein bedeutender und interessanter neuer Faktor. In jedem Fall aber werden Bitcoins nicht von Banken produziert! Das ist ganz wichtig zu wissen.

  3. Ein ausdrückliches Verbot gilt nur der „Schöpfung“ von Münzen und Notengeld, welches als Geld-Medium gehandelt werden kann. Hier hat nur die Zentralbank Monopol-Recht. Aber keine Währungsverfassung im EU-Raum verbietet ausdrücklich Alternativ-Währungen. Ein feiner aber kleiner Unterschied. Daher können ja Geschäftsbanken Giralgeld schöpfen in rießigen Mengen…
    Bitcoin ist kein elektronisches Geld im Sinne von E-Geld (kein Eintippen von Zahlen in den PC). Auch ist es ausschließlich ein Geld aus den Händen der Bürger und eben nicht des Staates. Eben weil es nicht von Zentralbanken, gestützt durch staatliche Währungsgesetze, geschöpft wird.
    Wie Friedemann schon schrieb- Staat (Zentralbankgeld) und Bürger (Bitcoin) sind schlecht bzw. m.E. gar nicht gleichzusetzen.

  4. Bitcoins werden nicht von Banken produziert?
    Die Bitcoins („neue Geldwährung“) sind aber trotzdem von „unbekannten“ privaten Personen oder Unternehmen, Institution oder Organisation eingebracht worden. Waren dabei ihre Gedanken eher dem Wohlstand und dem Gemeinwohl ausgerichtet oder der Macht und Abhängigkeiten. Auch eine selbsthandelnde Maschine (Roboter, künstliche Intelligenz), ist wohl immer von einer privaten Person oder Firma erschaffen und dann in das Netz gebracht worden?
    Bitcoins (eine Zahl) kann nur ein Computer durch Rechenleistung erzeugen, oder? Wer also den Quantencomputer hat, herrscht früher oder später über die Bitcoins und hat die absolute Macht. Wer wird den Quantencomputer haben? Das erfahren wir nie!!

    Wir Menschen könnten doch selbst als Souveräner Staat durch Gesetze, Parlament und Wahlen, die Geldhoheit oder zumindest die Spielregeln ändern. So das e-Geld auch vom Staat erschaffen wird, um Wohlstand und Fortschritt so zu fördern, dass immer die entsprechenden Zahlen (das „Geld“) auf dem Konto gebucht wird, um es dann nur wieder weiter zu buchen an die entsprechenden Leistungserbringer die uns Wohnen, Essen, Energie, Bildung, Gesundheit, Kultur, Sport, Freizeit ermöglichen.
    Wie Dumm und Naiv sind wir Menschen, das wir Zahlen im Computer einer Bank, dem Kontoauszug (ein Stück Papier) oder beim Börsenhandel einen Wert zuschreiben bzw. geben, der Leistungslos und ohne Rohstoffe erschaffen worden ist. Es sind nur Zahlen! Nie ein realer existierender Wert! Keine Jacke, kein Auto, keine Immobilie, keine Innovation!

    1. Warum sollte dann ein Leistungserbringer (an den ja die entsprechenden Zahlen („das „Geld“) Ihrer Meinung nach gebucht werden sollte) seine Leistung freiwillig gegen solch wertlose und leistungs-lose Zahlen (Ihr Zitat: „Es sind nur Zahlen! Nie ein realer existierender Wert!“) eintauschen? Würden Sie das freiwillig machen?

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