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Die Bedeutung der einfachen Leute

Starke Worte die Edward Snowden da zur Eröffnung des DOK-Filmfestivals als Videobotschaft zu uns hier nach Leipzig geschickt hat. Ich habe die wichtigen Stellen mal frei übersetzt:

„Entscheidend ist, dass wir aus der Geschichte lernen. Leipzig erinnert uns daran, dass die Mauer und die DDR nicht durch Bomben, Gewehre und gewaltvollen Widerstand zu Fall gebracht wurden, sondern durch einfache Leute.

Diese einfachen Menschen, die montags gegen einflussreiche Machthaber auf Straßen und Plätze gegangen sind, rufen uns in Erinnerung, dass sich die Legitimität einer Regierung aus der Zustimmung ihrer Bürger ableitet.

Heute wird dieses Prinzip so oft vergessen und wir haben selbst in liberalen, westlichen Demokratien, nicht nur in autoritären Regimen, so viele Regierungen, die immer wieder Verschleierungs- und Geheimhaltungstaktiken gut heißen.

Deshalb müssen wir uns immer wieder daran erinnern, dass die Zustimmung zu einer Regierung nur dann eine Bedeutung hat, wenn sie auf Information beruht.“

Was hat das mit Bitcoin zu tun?

Auch Bitcoin ist eine Bewegung der einfachen Leute gegen einflussreiche Machthaber. Allerdings nicht auf Straßen und Plätzen, sondern im Netz. Bitcoin bietet den Menschen nämlich erstmals eine konstruktive Möglichkeit dem bestehenden Finanzsystem die Zustimmung zu verweigern, es anzuzweifeln und seine Legitimierung zu hinterfragen. Bisher war das unmöglich. Das Banken- und Finanzsystem war alternativlos. Nun nicht mehr.

Bitcoin ist dabei aber kein Frontalangriff auf das bestehenden Finanzsystem. Vielmehr ist es der Entzug seiner Unterstützung. Es ist das Werkzeug der einfachen Leute gesellschaftliche Veränderung einzuleiten und Transparenz in das bestehende Geld- und Finanzsystem zu bringen, das ja noch viel mehr als Politik auf Geheimhaltung, Tarnung und Verschleierung setzt.

Über Geld spricht man ja nicht.

Sollten wir aber.

Rückblick Bitcoin-Filmfestival

Am Samstag fand in Berlin das Bitfilm-Festival statt, bei dem rund fünf Stunden lang nur Filme rund um das Thema Bitcoin auf dem Programm standen. Das war ziemlich viel Input und ich habe gar nicht erst versucht alle Filme zu sehen, da ich zwischendurch noch Interviews geführt habe. Aber was ich gesehen habe, war eine sehr gute Auswahl.

Nun tourt das Festival um die Welt und für alle, die am Samstag nicht kommen konnten und auch nicht das Glück haben in Rio, Kapstadt, Seoul und Co. vor Ort sein zu können, hier ein paar der Perlen, die gezeigt wurden und im Netz verfügbar sind. Sehenswert auch deshalb, weil einige der Filme frisch aktualisiert und erweitert wurden.

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„Es ist wichtig, Bitcoin erklären zu können“

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Aaron Koenig organisiert das Bitfilm Festival.

Morgen in einer Woche findet in Berlin das Bitfilm Festival statt, das erste Filmfestival, das sich ganz dem Thema Bitcoin widmet. Organisator Aaron Koenig will Bitcoin damit ein bisschen aus der Tech- und Finanzecke herausholen und einer breiten Masse zugänglich machen. Ich habe vorab mit ihm über die Idee dahinter gesprochen, an wen sich das Festival eigentlich richtet und warum es möglich ist, den Sieger zu kaufen.

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Bitcoin bei ARTE

Am Samstag lief bei Arte Future dieser differenzierte Beitrag über Bitcoin, der neben deutschen „Stammgästen“ (Jörg Platzer ist bei sowas ja standardmäßig gesetzt) mit dem Maison du Bitcoin auch einen interessanten Einblick in die französische Szene bietet.

Das am Ende beworbene Zusatzmaterial ist okay, aber nicht weltbewegend.

Warum auch Altcoins relevant sind

Großartig! Seit dem neuesten Update lassen sich nun endlich auch TED-Videos ganz unkompliziert bei WordPress einbinden. Also habe ich ein bisschen in den Archiven gestöbert und bin dabei auf diesen Vortrag von Paul Kemp-Robertson gestoßen, in dem er über die Zukunft von markeneigenen „Währungen“ spricht.

Der Vortrag wurde bereits im Juni 2013 aufgezeichnet und Bitcoin kommt als „world’s best performing currency“ mit einem Wert von damals rund 110 Dollar(!) eigentlich nur am Rande vor. Dennoch hat auch das Hauptthema – die „Markenwährungen“ – auch oder gerade heute einen durchaus aktuellen Bezug, wenn man überlegt, wo die Schnittmengen zwischen kryptografischen Altcoins und den beschriebenen Markenwährungen liegen könnten und wo sich beides ganz hervorragend ergänzt.

Ich war bisher ja eher skeptisch und kritisch was die Masse an Altcoins und ihre möglichen Verwendungen angeht. Nach diesem Vortrag denke ich da aber noch mal drüber nach.

Bitcoin in Israel

Spannender Teaser für die israelische Bitcoin-Doku Crypto for the Masses!, deren Crowdfunding-Kampagne gerade gestartet ist. Ich persönlich halte Israel und die angrenzenden Staaten und Gebiete ja für eine der spannendsten Regionen für Kryptowährungen. Weniger wegen des Geld-Aspekts als vielmehr in Hinsicht auf gesellschaftliche Transformationsprozesse.

Die gefälschte Evolution des Geldes

Ich bin ja ein großer Fan von animierten Bitcoin-Erklärvideos, weil ich es einerseits spannend und faszinierend finde, welche einzelnen Aspekte ausgewählt werden, um das umfassende und komplexe Thema Bitcoin auf ein verständliches Maß herunterzubrechen. Zum anderen interessiert mich die kreative Umsetzung. Mit welcher graphischen Idee und welchem Sound wird welcher Aspekt umgesetzt? Gibt es einen individuellen Stil? Wo ergänzen sich Text und Bild? usw. usf.

Mittlerweile gibt es auch schon einige schöne Beispiele für richtig gute Bitcoin-Erklärvideos, das folgende gehört jedoch definitiv nicht dazu.

Tatsächlich gibt es Einiges an diesem Video zu bemängeln. Auf die etwas befremdliche graphische Konzeption und die anstrengende Fahrstuhlmusik, gehe ich nicht weiter ein – das ist Geschmackssache. Was mich wirklich stört, ist das unschuldig-naive Gewand, in dem ein Bitcoin/Kreditkarten-Unternehmen frech daherkommt und ein vermeintlich neutrales Erklärvideo macht, das in Wahrheit aber nur einen Zweck hat: Unternehmenspropaganda.

Da soll es um die Geschichte des Geldes gehen und der erste dargestellte historische Aspekt soll sein, dass das große Problem der Urzeitmenschen war, dass sie nicht nachvollziehen konnten, wer wem wie viel schuldete?

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Dazu kommt, dass das entsprechende Unternehmen keinerlei Hinweis darauf gibt, dass das Video interessengeleitet produziert wurde. Vielmehr wird im Abspann nur groß auf eine CC-Lizenz verwiesen. Vermutlich in der Hoffnung das Video damit neutraler und teilenswerter erscheinen zu lassen.

Glücklicher- und verständlicherweise hat das Video aber bisher nur verhältnismäßig wenige Zuschauer erreicht, denn das ganze Ding ist vorsätzliche Täuschung und Mist. Schaut es euch nur an, wenn ihr sehen wollt, wie man es nicht machen sollte.

Auf der Suche nach dem Phänomen

Für den geschmeidigen Start ins Wochenende gibt es heute diese sehenswerte Bitcoin-Dokumentation. Sehenswert deshalb, weil sie auf sehr kurzweilige Art Fakten und Zusammenhänge darstellt, die selbst ich, der ich mich ja recht intensiv mit der Materie befasse, so noch nicht kannte.

The Bitcoin Phenomenon soll übrigens eine feste Reihe, des Privatsenders SG1.tv werden. Ob allerdings diese Folge nur ein kostenloser Teaser ist oder ob auch die künftigen Folgen irgendwann von hinter der Paywall ins freie Netz gelangen werden, müssen wir abwarten.

Dänce the Bitcoin

Seit einigen Tagen befindet sich rechts in der Sidebar ein Hinweis auf die hier im Blog entstehende Bitcoin-Mediathek und bald werde ich diese auch freischalten. Um die Zeit bis dahin zu überbrücken hier vorab nun schon der Link zum neuen

The Coinspondent-Youtube-Kanal

Diesen nutze ich (zumindest zunächst) nicht um eigene Videos hochzuladen, sondern vielmehr um diverse Playlists zu verschiedenen Bitcoin-/Altcoin-/Kryptowährungsthemen zu verwalten.

Klingt zunächst recht organisatorisch und trocken, ist es aber ganz und gar nicht, denn eine der Playlists, die ich dort angelegt habe, dreht sich bspw. nur um Musik mit Kryptowährungsbezug. Falls ihr also eine Bitcoin-Party plant – bitteschön:

Ansonsten versuche ich nach und nach alle Videos, die ich bereits verbloggt habe – gute Vorträge, Satire, Erklärvidos etc. – die jedoch leider schon in den Tiefen des hiesigen CMS verschwunden sind, dort wieder leicht zugänglich zu machen.

Ihr wiederum könnt – falls ihr immer auf dem Laufenden bleiben wollt – den Kanal abonnieren, müsst ihr aber nicht. Dafür soll schließlich dann auch die Mediathek da sein, über die ihr, auch ohne dass ihr euch Google offenbaren müsst, jederzeit Zugriff auf die entsprechenden Playlists haben werdet.

Ihr seht – das Ganze ist ein Gemeinschaftsprojekt. Insofern, falls ihr im Netz auf gute Videos stoßt, schickt mir den Link – ich nehm sie in die entsprechende Playlist auf und so bauen wir uns nach und nach ein brauchbares Archiv auf. Irgendwie muss man ja den Überblick behalten.