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Die Deutsche Welle über Zug, das Crypto Valley

Dass die Schweizer Stadt Zug seit Anfang Juli Bitcoins offiziell als Zahlungsmittel für kleinere (bis 200 Franken) behördliche Dienstleistungen nimmt, ging bereits hinreichend durch die Medien. Dennoch möchte ich gerne auf diesen Radio-Beitrag der Deutschen Welle hinweisen, in dem die Beteiligten (ab Minute 11:05) zu Wort kommen und eine erste Bilanz gezogen wird.

Die Opposition glänzt durch Falschinformation und Populismus

Bemerkenswert dabei ist, wie themensicher und informiert der verantwortliche Stadtpräsident, Dolfi Müller, spricht und wie schlecht informiert und populistisch sich der Vertreter der Opposition präsentiert.

Ich wüsste zum Beispiel gerne, wie dieser darauf kommt, dass „weltweit nur rund 50.000 Leute Bitcoin nutzen“. Entweder hat er sich das ausgedacht oder die „Welt“ dieses Herrn endet bereits dort, wo ihm ein Berg die Sicht verstellt. Denn wie man sieht, gibt es knapp 10 Millionen aktive Bitcoin-Adressen, also Adressen mit Guthaben. Die genannten 50.000 Menschen müssten also je rund 200 Bitcoin-Adressen verwalten. Ziemlich übertrieben.

Aber noch viel schlimmer für den Herrn: Mit Bitcoins kann man Drogen kaufen! Und zwar nur mit Bitcoins, ne?

 

Der ORF über Bitcoin in Österreich

Dass Bitcoin in Österreich ein Thema ist, darüber berichte ich hier ja gerne immer wieder. Allerdings waren das bisher immer nur Einzelmeldungen bspw. über Bitcoins, die man neuerdings an Trafiken kaufen kann, Regulierungsentscheidungen oder Ähnliches. Also alles eher Schlaglichter, die hier und da bestimmte österreich-spezifische Bitcoin-Ereignisse in den Fokus gerückt haben.

Bitcoin in Österreich – ein umfassender Gesamtüberblick

Mit großem Interesse habe ich daher diesen Radio-Beitrag über Bitcoin in Österreich der Ö1-Sendung matrix – computer und neue medien vom vergangenen Sonntag angehört. Der bietet nämlich erstmals einen umfassenden und  detaillierten Gesamtüberblick über die österreichische Bitcoin-Situation, wie man ihn so bisher noch nicht bekommen hat.

Dabei geht es von Bitcoins am Würstelstand über lokale Wirtschaftsexperten, die erwarten, dass „Bitcoin genauso schnell wieder verschwinde, wie es gekommen ist.“ bis hin zum ersten Bitcoin-Geldautomaten, der zunächst nur aus Prestigegründen aufgestellt wurde, dessen Nutzung sich aber immer größerer Beliebtheit erfreut.

Radio macht Bitcoin in Österreich erfahr- und erlebbar

Dass es sich hierbei um einen Radiobeitrag handelt, verleiht der Darstellung eine ganz besondere Qualität. Nicht nur, dass alle Gesprächspartner durch ihre regionale Sprachfärbung unglaublich sympathisch klingen, sondern die Stimme und die Art und Weise wie über das Thema Bitcoin gesprochen wird, verrät sehr viel mehr über die Überzeugung und das Selbstbewusstsein, mit dem die Protagonisten agieren, als es ein schriftlicher Artikel vermitteln könnte. Das gilt auch für die subtil mitklingende Überraschung darüber, wie gut Bitcoin in Österreich angenommen wird.

Auch wenn es quasi „nur“ um ein direktes Nachbarland geht, bekommt man durch diesen ORF-Beitrag über Bitcoin in Österreich so auch einen sehr plastischen Eindruck, was es in der Realität bedeutet, wenn von Bitcoin als staatenlosem Geld oder als globalem Phänomen gesprochen wird. Denn Bitcoin findet überall auf der Welt statt und die Menschen beginnen es zunehmend in ihren jeweiligen Alltag und ihre spezifische Lebensumwelt zu integrieren.

Lieber gleich hören!

Kleiner Hinweis noch am Rande: Ich weiß nicht, ob es in Österreich ähnliche Beschränkungen wie die hirnlosen deutschen Regelungen im Rundfunkstaatsvertrag gibt, die dazu zwingen Inhalte nach einer bestimmten Frist wieder aus dem Netz zu nehmen. Deswegen empfehle ich den Beitrag zeitnah zu hören. Man kann ihn zwar auch downloaden, aber das nur kostenpflichtig.

Bild: “Classic old radio 1960s or 70s style” Flickr-User theslowlane (CC BY 2.0)

Über Bitcoin Wallets

Gestern lief eine neue Folge der Serie Digitales Bezahlen, bei der ich wöchentlich im Programm von detektor.fm über Bitcoin und andere digitale Währungen berichte.

Dieses Mal ging es neben zwei aktuellen Ereignissen um Bitcoin Wallets. Was das eigentlich ist, wie man sie einsetzt und wo man eine gute Übersicht über seriöse Wallet-Anbieter findet.

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Neu im Radio: Wie man Bitcoins kauft

Gestern lief eine neue Folge der Serie Digitales Bezahlen, bei der ich wöchentlich im Programm von detektor.fm über Bitcoin und andere digitale Währungen berichte.

Levin Keller verkauft Bitcoin bei der BXB
Levin Keller verkauft Bitcoins bei der Bitcoin Exchange Berlin (BXB)

Dieses Mal ging es um den Einstieg in den praktischen Umgang mit Bitcoins – wie man diese kaufen kann von Angesicht zu Angesicht. Dafür habe ich mich mit Levin Keller auf der Bitcoin Exchange Berlin (BXB) getroffen und das einfach mal ausprobiert. Im Studio habe ich anschließend noch über Alternativen zur BXB gesprochen und erklärt worauf man achten muss, wenn man Bitcoins in echt kaufen möchte.

The Coinspondent ab jetzt auch im Radio!

Ach, wie habe ich mich auf diesen Tag gefreut. Heute um 18 Uhr startet nämlich meine Kooperation mit dem Leipziger Online-Radio detektor.fm und gemeinsam bringen wir ab jetzt jeden Dienstag Bitcoin, Kryptowährungen und digitales Bezahlen als regelmäßige Rubrik ins deutschsprachige Hörfunkprogramm. Live im Stream und für alle Ewigkeit als Podcast zum Nachhören.

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„Die Politik der Notenbank ist am Ende“

Gestern lief beim Deutschlandfunk ein beunruhigendes Interview mit dem Ökonomen Max Otte, der 2006 in seinem Buch „Der Crash kommt“ die Finanzkrise beschrieb, wie sie ein Jahr später dann auch einsetzte.

In diesem Interview spricht er nun über den kapitalistischen Erfolg hemmungsloser Schuldenpolitik im Vergleich zum biederen deutschen Sparkurs, vergleicht die verzweifelte und dennoch erfolglose Zinspolitik der EZB mit dem Ende der DDR und fordert, dass sich der Hightech-Standort Deutschland durch gezielte Investitionen endlich aus seiner allgemeinen Amerika-Abhängigkeit emanzipieren solle. Solide Thesen. Nicht unbegründet.

Die Chancen, dass bald noch einmal alles krachen geht, sieht er bei fifty-fifty und empfiehlt daher nicht allein auf Fiat-Geld zu vertrauen, sondern sich zu diversifizieren.

Notiz an mich: Muss bei Gelegenheit Herrn Otte mal fragen, was er von Bitcoin hält.

Wie ein Bitcoin im Wind

Wenn man den Sound auf „Planet“ stellt, hat bitlisten.com etwas sehr Beruhigendes, fast schon Esotherisches. Aber genau das Richtige, wenn die ganze Welt Kopf steht, weil der Bitcoin-Kurs mal wieder Kapriolen schlägt.

Ich jedenfalls lehn‘ mich jetzt zurück, lausche ein wenig den vertonten, von blockchain.info dokumentierten Bitcoin-Transaktionen und freue mich über die Bässe. Die sind nämlich – ganz wie im echten Leben – am wertvollsten.

Bitcoin – das Hörbuch

Am Anfang fand ich die Idee ja eher lustig-befremdlich das Bitcoin Whitepaper von Satoshi Nakamoto als Hörbuch online zu stellen – immerhin gehören komplexe technisch-wissenschaftliche Texte nicht unbedingt zu der Art Hörbuch, die man sich mal eben beim Bügeln oder auf langen Autofahrten anmacht, um sich die Zeit zu vertreiben. Je mehr ich mich aber damit befasse, desto sinnvoller finde ich die Idee.

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Funky Kryptowährung

In Südafrika hat Simon de la Rouviere Anfang des Jahres ein Open-Source-Bandprojekt mit eigener Kryptowährung ins Leben gerufen: The Cypherfunks.

40 Mitglieder hat die Band weltweit bisher und 6,8 Milliarden FUNKS sind schon im Umlauf. Noch haben die nicht sonderlich viel Wert, aber trotzdem verändert die bandeigene Währung die Wahrnehmung und die Wertschätzung von Musik im Netz schon jetzt, macht sie doch vor allem eines deutlich: wie wertlos „Likes“ tatsächlich sind.

Für die heutige Ausgabe der Netzkultursendung Breitband habe ich darüber mit dem Band- und Währungsgründer Simon de la Rouviere und mit Musikern und FUNK-Minern aus der ganzen Welt gesprochen und stelle The Cypherfunks und die bisher entstandene Musik in einem Beitrag vor.

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Bitcoin – Digitales Gold

Zum Wochenende gibt es mal wieder etwas auf die Ohren. Klaus Uhrig hat nämlich für die Sendung IQ Wissenschaft und Forschung  auf Bayern 2 eine halbstündige Bitcoin-Sendung zum Thema „Digitales Gold“ gemacht und mich schwer damit begeistert. Hier ein Snippet:

„Bitcoin – digitales Geld – wird von Computern erzeugt und auf Tauschbörsen gehandelt. Zuerst eine Sache für Hacker und Kriminelle, nun auch Zahloption in Kneipen und im Versandhandel. Ein digitaler Goldrausch?“

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