Bitcoin-Presseschau

Presseschau 2014/19

Die The Coinspondent-Presseschau fasst jeden Sonntag die wichtigsten Informationen, Entwicklungen und Links aus dem Bereich Bitcoin und digitale Währungen zusammen. Diesmal für die Woche vom 5. bis 11. Mai 2014.

Das Bilderrätsel

Zum geschmeidigen Aufwärmen der Hirnzellen startet die Presseschau ab jetzt immer maximal-visuell und Köpfchen ist gefragt! Welche(n) der folgenden Beiträge könnte das folgende Bild zusammenfassen? Oder ist es womöglich die ganze Woche? 

austin_omg

Antworten mit kurzer Begründung in die Kommentare und die Bitcoin-Adresse nicht vergessen, denn dem Gewinner winkt 1 mBTC.

Los geht’s!

Die Woche im Überblick

Wie bedeutungslos ist Bitcoin in Deutschland?

Letzte Woche fand in Berlin die achte re:publica statt, von der einige behaupten, dass sie zu den wichtigsten Events zum Thema Netzkultur und Netzpolitik gehöre. Von 350 Sessions befasste sich allerdings nur eine einzige mit dem Thema Bitcoin. Da passt offensichtlich etwas nicht zusammen. In einem etwas ausführlicheren Blogbeitrag habe ich daher meine Erfahrungen und Eindrücke der Konferenz, betrachtet durch die Bitcoin-Brille, und die daraus resultierenden Fragen und Gedanken zur aktuell realen Bedeutung von Bitcoin zusammengefasst.

Eine re:publica (fast) ohne Bitcoin – The Coinspondent

Republica 2

Münchner Fidor Bank integriert Kryptowährungssystem

Die deutsche Fidor Bank AG, eine Internetbank, wird künftig als erste Bank weltweit das Ripple Protokoll einsetzen um Finanztransaktionen schneller und effizienter abzuwickeln. Was zunächst wie eine spröde Finanznachricht klingt, ist in Wahrheit eine ziemliche Sensation und ein Meilenstein in der Etablierung und Institutionalisierung von Kryptowährungen, denn Ripple ist beides: Kryptowährung und eigenständiges Open-Source-Protokoll, das Finanzzahlungen übers Netz standardisieren soll.

Ganz einfach gesagt: So wie alle Mail-Anbieter das SMTP-Protokoll als Standard benutzen, damit E-Mails problemlos untereinander ausgetauscht werden können, soll das Ripple-Protokoll (RTXP) das Gleiche für digitale Finanztransaktionen ermöglichen. Und mit der Fidor Bank hat nun der erste Global Player das RTXP-Protokoll übernommen. Ich bin sehr gespannt wie lange es nun dauert bis andere Banken auf den Zug aufspringen.

Hier noch zwei Ripple-Einsteiger-Videos zum besseren Verständnis:

http://youtu.be/9zxA3Gt7y3c

http://youtu.be/M16ZatXbmLg

Und was hat die Fidor Bank davon?

Es ist immer ein Risiko als erster ein neues System auszuprobieren, aber ganz unerfahren ist die Fidor Bank nicht, wenn es um Kryptowährungen geht, immerhin arbeitet die Bank schon seit Oktober 2013 mit der amerikanischen Bitcoin- und Altcoin-Handelsplattform Kraken zusammen. Was aus meiner Sicht aber noch viel relevanter ist: Die Fidor Bank ist Zahlungsabwickler für diverse deutsche Crowdfunding-Plattformen wie bspw. startnext und schnelles, effizientes und kostengünstiges Mikropayment und Crowdfunding – darin steckt definitiv einiges an Potential und es würde mich schwer wundern, wenn die Fidor Bank sich nicht noch stärker auf das Thema digitales Mikropayment konzentrieren würde. Der Fidor-Imagefilm jedenfalls legt das mehr als nahe.

http://youtu.be/tTehgoc_kD0

Fidor Bank AG: The First Bank to Use the Ripple Protocol – Ripple Blog
Fidor Becomes First Bank to Use Ripple Payment Protocol – CoinDesk

Noch ein Mining-Hardware-Hersteller vor Gericht

Vor ein paar Tagen habe ich über Butterfly Labs geschrieben, einen amerikanischen Bitcoin-Mining-Hardware-Hersteller (BMHH), der nun verklagt wird, weil er bestellte Miner teils gar nicht nicht ausliefere, Liefertermine nahezu generell nicht einhalte und den miserabelsten Kundenservice schlechthin habe. Nun treffen ähnliche Vorwürfe auch HashFast, einen anderen amerikanischen BMHH. Das ist verständlicherweise sehr ärgerlich für die Kunden, die auf ihre Hardware warten und deren Chancen jeden Tag sinken, dass sie ihr Investment mit der Hardware jemals wieder reinholen können, aber ich gehe ohnehin davon aus, dass wir uns am Ende des Massen-Minings befinden. Die finanziellen Einstiegsbarrieren sind mittlerweile so hoch, dass sich Mining nur noch im großen Stile bzw. mit präzisem Geschäftsmodell lohnt.

Bitcoin-Mining: Klagen gegen Hashfast und Butterfly Labs – Heise
Meet HashFast, another Bitcoin miner manufacturer accused of fraud – Ars Technica

90 Sekunden-Videoschlagzeilen

Im Vergleich zu den Ereignissen hier in Deutschland sind die Videoschlagzeilen von CoinDesk diese Woche nicht sonderlich brisant, müssen sie aber auch gar nicht. Ist doch schön, wenn zwischen Hypes und Krisen ein bisschen mehr stabiles Alltagsgeschehen in die Bitcoin-Welt Einzug hält. Das gehört zur langfristigen Etablierung nun mal dazu und ist ein gutes Zeichen.  Schlagzeilen diese Woche: Noch mehr Big Bitcoin-Business, China vs. Bitcoin und Bitcoin-Party-Donations.

http://youtu.be/YBRbeHJ3jhY

Der Blick auf’s große Ganze

Israel goes Kryptowährung

Schöner, knackiger Artikel über den Isracoin einen regionalen Altcoin, der pünktlich zum israelischen Unabhängigkeitstag gelaunched wurde. Kurioserweise findet sich aber im Artikel nicht ein einziger Link zum Isracoin-Projekt. Internetkompetenzlevel: mangelhaft!

Gelobtes Geld aus dem Gelobten Land – Süddeutsche

Tweet der Woche

https://twitter.com/BitcoinKinetics/status/464198683433517057

Die nächste Presseschau erscheint am kommenden Sonntag, den 18. Mai. Bis dahin eine schöne Woche!

Titelbild: “Zeitungsausträger” Flickr-User barmala (CC BY 2.0)


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